Handa, Hovemann, Pregartner und Stolz – Vierkampf am Schottenring?

Zumindest an der Spitze des Bergpreises Schottenrings als Auftakt zum Deutschen DMSB-Berg-Cup für Tourenwagen und des KW Berg Cup, herrschten letztes Jahr Formel 1- Zustände beim Kampf um den Sieg. Nach vier Wertungsläufen auf der 3.033 Meter langen Strecke vom Schottener Stadtteil Rudingshain, über die Serpentinen und durch das Waldstück der Poppenstruth auf die Zielgerade Richtung Götzen, trennten den Sieger Herbert Stolz aus Österreich im Porsche 935 dp II gerade einmal 0,887 Sekunden zum Zweitplatzierten Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Integrale. Ein Herzschlagfinale, das der Innsbrucker nach 2:2 Laufsiegen gegen Handa zur Freude der Zuschauer erst auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte und damit den Rest des Feldes deutlich distanzierte. Dem Franken blieb lediglich, mit knapp 218 km/h im ersten Durchgang, die schnellste Zieldurchfahrt des Tages. Ob es dieses Jahr oberhalb von Schotten erneut so spannend um den Sieg zugehen wird, entscheidet sich am letzten Sonntag im April. Seit 2015 peilen die deutschen Bergasse am Fuße des Hoherodskopfes ihre ersten Saisonpunkte an. Seitdem steht es nach dem Debüt mit Opelfahrer Holger Hovemann aus dem Odenwald und den beiden Porsche- Fahrern Herbert Pregartner (2016) und Herbert Stolz (2017) aus Österreich 2:1 für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Außenseiterchancen müssen auf jeden Fall auch Ralf Kroll mit seinem rennwagenartigen und flinken Silver Car S2 aus der Gruppe E2-SH der Silhouettenfahrzeuge eingeräumt werden. Der dritte der Gesamtwertung aus dem Vorjahr kommt ebenfalls aus dem Odenwald nach Schotten angereist. Man darf gespannt sein, wer sich mit welcher Marke als vierter Sieger in die Annalen des 15. ADAC Bergpreises eintragen lassen darf, bei dem mehr als 130 Fahrzeuge in der Renn- und auch Sollzeitwertung (GLP) vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten erwartet werden.

Die größten Chancen auf einen Spitzenplatz aus lokaler, mittelhessischer Sicht dürfte der Ober- Mörlener Stefan Bodin im Porsche 944 GTR haben, der letztes Jahr am Schottenring erstmals in der Sollzeitwertung dabei war. Für Friedhelm Gürtzgen aus Ehringshausen im BMW Compact 318i und Maurice Moufang aus Schotten im BMW M3 ist der Klassiker ebenfalls kein Neuland und wollen in ihrer Klasse vorne dabei sein. Gleichmäßigkeit ist Trumph in der Sollzeitwertung. Aus heimischer Sicht dabei sind Louisa Kröll aus Büdingen im VW Polo, Erwin Schmidt aus Grebenhain im Renault R 5 Turbo, Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco, Marcel Schnabel aus Ulrichstein im BMW 318is, Michele Carotenuto aus Buseck im Opel Kadett C Coupe, Edgar Lampas aus Nidda im Toyota Celica RA 28, Adrian Mirthes aus Grünberg im Opel Ascona B, Hans Jürgen Schnabel aus Ulrichstein im Opel Irmscher Manta A, Christian Ratei aus Schlitz, Cornelius Winter aus Herbstein, beide VW Golfund Daniel Habicht aus Wartenberg im BMW 325is.

Das Wochenende beginnt am Freitag mit der Dokumenten- und Fahrzeugabnahme ab 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Rudingshain. Die bereits ausgebuchten Einstellfahrten finden am Freitag von 13 bis 18 Uhr statt. Der erste Trainingslauf der DBM ist am Samstag ab 9 Uhr, die GLP- Fahrer auf Gleichmäßigkeit sind ab 10 Uhr 10 auf der Strecke. Das fünfte und letzte Training des Tages startet für die DBM- und KW Berg-Cup Aktiven ca. ab 16. 55 Uhr. Am Sonntag stehen vier Wertungsläufe auf dem Tagesplan mit den ersten Durchgängen der DBM ab 9 Uhr und der GLP ab 10. 10 Uhr. Das Finale mit dem vierten Lauf beginnt um 15 Uhr mit der DBM und um 16. 15 Uhr mit der GLP.

In diesem Jahr wird sich die Anfahrt zum Bergpreis auf Grund einer Baustelle anders darstellen ans gewohnt. In Schotten auf der L3291 gibt es aktuell eine Baumaßnahme in Richtung Rudingshain, so dass diese Baustelle umfahren werden muss. Alle weitere Infos unter www.schottenring.de

von Heiko Schäfer

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.