Die Bernina Gran Turismo 2017 verlangte Teilnehmern alles ab

Die Bernina Gran Turismo hat auch in diesem Jahr wieder einmal auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen, dass Bergrennen einfach zu den Schweizern gehören, wie es auch beim Käse der Fall ist. Dabei sind nicht nur für die Fahrer Attraktionen wie schöne Landschaften ein waschechtes Highlight der Saison, sondern natürlich auch für die Zuschauer des Events. Die Abnahme der Rennwagen fand dieses Jahr erstmalig vor dem Kempinski Grand Hotel statt. Die Bernina Gran Turismo dieses Jahres ist mittlerweile schon wieder Geschichte, denn sie fand vom 22. bis zum 24. September statt. Charakteristisch für dieses Event ist vor allem die atemberaubende Kulisse der Schweizer Berge, durch die die Teilnehmer geleitet werden. Auch mit Wetterumschwüngen müssen die Fahrer dabei rechnen und die äußeren Bedingungen zum Beispiel bei der Anfahrt von Kurven berücksichtigen:

  • Die Bernina Gran Turismo fand 2017 schon zum dritten Mal statt
  • Einer der Teilnehmer fuhr einen Ferrari 250
  • Auch der Lancia Fulvia Fanalone zog die Blicke auf sich

Ziel des Rennens, bei dem die Fahrer den Berninapass hochfuhren, war die hoch oben gelegene Passhöhe. Die Strecke war insgesamt 5,7 Kilometer lang und führte unter anderem auch einen Jaguar C-type und einen Ford GT 40 hinauf zum Ziel. Abgesehen davon, dass die Abnahme der Rennwagen, die immer im Fokus des Interesses liegt, in diesem Jahr erstmalig vor dem prestigeträchtigen Kempinski Grand Hotel vollzogen wurde, stand auch bei dem einen oder anderen Buchmacher die Frage im Mittelpunkt, wer denn gewinnen würde. Mittlerweile ist es normal, dass auf den Ausgang von Rennveranstaltungen Tipps abgegeben werden können. Mybet und andere Sportwettenanbieter passen für die Kunden dementsprechend immer häufiger ihre gesamte Angebotspalette an.

Geschichtlicher Rückblick reicht weit bis ins Jahr 1929 zurück: In Bezug auf die Bernina Gran Turismo ist vor allem beeindruckend, dass bereits im Jahre 1929 die ersten Bestrebungen dahingehend stattgefunden haben, in dieser Hinsicht etwas anzubieten. Auf die Initiative von manchen Pionieren im Tourismus hin wurde in diesem Jahr nämlich erstmalig die „Internationale Automobilwoche St. Moritz“ veranstaltet. Auch zu dieser Zeit war der Kern der Woche das bekannte „Bernina Bergrennen“. Zum damaligen Zeitpunkt war es mit einer Distanz von stolzen 16,5 Kilometern aber noch weitaus anspruchsvoller, sodass auch legendäre Fahrer wie Hans Stuck von der Strecke äußerst angetan waren. Dieser war auf einem Austro-Daimler unterwegs, wobei sein Widersacher Louis Chiron mit einem Bugatti versuchte, das Rennen zu gewinnen. Zu der Automobilwoche gehörte damals aber auch noch das sogenannte „Kilometerrennen“Der Start und das Ziel des Kilometerrennens war seiner Zeit zwischen Punt Muragl und Samedan gelegen, wobei der Teil, der von Shell aufwendig asphaltiert wurde, bis heute den Namen „Shellstraße“ trägt. Dieses war eine Art Beschleunigungsrennen:

  • Die Strecke war genau einen Kilometer lang
  • Die Strecke wurde extra von Shell asphaltiert

Die Bernina Gran Turismo AG wurde von Enthusiasten kreiert: Gegründet hat die Bernina Turismo AG eine Gruppe von Enthusiasten, die sich insbesondere für Oldtimer respektive alte Autos interessiert. Ihr Ziel war es, ein ganz besonderes Bergrennen zu veranstalten, das die Erinnerungen an die 1920er und die 1930er Jahre wieder aufleben lässt. Dabei ist die Bernina Gran Turismo heute eine perfekte Mischung aus den nachfolgenden Faktoren:

  • Geschichte
  • Wettbewerb
  • Sport
  • Luxus

Für das Bergrennen wird die Straße hoch zum Pass heute extra gesperrt und zwar für Autos, die klassische Sportwagen aus der Nachkriegs- und Vorkriegszeit sind. Teilnehmen können also auch Fahrer, die über ein Gefährt verfügen, das bis früh in die 1980er Jahre gefertigt worden ist. Die Sperrung der Strecke soll ein besonderes Fahrerlebnis verschaffen, welches man im Rahmen des üblichen Verkehrs dort nicht erreichen kann. So kann man sich ganz auf sich und sein Auto konzentrieren. Doch auch die Auswahl des Datums spät im September hat bei der Bernina Gran Turismo eine ganz bestimmte Bedeutung. Die Farben des Herbstes sollen nämlich zur Geltung kommen.

Unter den Sponsoren finden sich viele namhafte Unternehmen: Abgesehen davon sorgt die späte Veranstaltung dieses Events auch dafür, dass die Straßen nicht so voll sind wie in der Hauptsaison. Insgesamt lässt die Veranstaltung nicht nur bei den Teilnehmern, Autoliebhabern und Besuchern keinerlei Wünsche offen, sondern gestaltet sich auch recht attraktiv für zahlreiche Sponsoren, die mittlerweile das Event unterstützen. Unter ihnen befinden sich unter anderem die nachstehenden:

Firma Details
Jaguar Herkunft aus England, Einführung 1922
Jaguar Land Rover Herkunft aus England, Einführung 1948
Heineken Herkunft aus Holland, Gründung 1864

Jaguar ist als Automobilhersteller bereits im Jahre 1922 eingeführt worden und hat heute weltweit die Märkte erobert. Im Angebot sind hier nicht nur Sportwagen, sondern auch SUVs. Jaguar Land Rover hingegen wurde erst 1948 unmittelbar in der Nachkriegszeit eingeführt. Land Rover ist dabei die wichtigste Marke, welche anno 1978 entstand. Hier stehen Geländewagen im Mittelpunkt, wobei sich das Stammwerk im englischen Solihull befindet. Heineken hingegen ist im Brauerei-Geschäft aktiv und kann mit seinem Alter von inzwischen über 150 Jahren auf eine lange Vergangenheit zurückblicken.

Über Thomas Bubel 279 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.