Björn Wiebe streckt Hand auch nach DM-Titel aus

Unsere keine Serie zum aktuellen Stand in den DMSB Berg-Prädikaten wollen wir mit der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft abschließen. Vor den beiden letzten Bergrennen in Unterfranken und Mickhausen vermochten sich Tourenwagenpilot Björn Wiebe und Formelfahrer Frank Debruyne vom übrigen Feld abzusetzen. Wiebe liegt derzeit mit 164,8 Punkten an der Tabellenspitze, vor Debruyne mit 151,6 Zählern. Zum jetzigen Zeitpunkt streichen beide, mit 21 beziehungsweise 19,8 Punkten, nahezu das Gleiche. Nach verschiedenen Rechenexempeln ist klar, dass Björn Wiebe beim Bergrennen Unterfranken den nationalen Meistertitel noch nicht unter Dach und Fach bringen kann, auch nicht im Falle eines Ausfalls von Frank Debruyne, denn dann würde das Unterfranken-Rennen zum Streicher und die 19,8 Punkte vom Iberg müssten wieder mit eingerechnet werden. Auf jeden Fall täte ein Klassensieg am Umpfenbacher Berg und somit rund 23 Punkte mehr auf dem Konto, dem Badener Formel 3-Pilot vom CR Racingteam richtig gut. Dem im Wege steht jedoch Peter Behnke, der mit seinem Tatuus Formula Master auf dieser ultraschnellen Strecke in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm leicht favorisiert ist, aber auch schon so manchen technischen Ausfall mit diesem Fahrzeug hinnehmen musste.

Gänzlich unkompliziert ist die Situation im Augenblick für Björn Wiebe aber auch nicht. Beim KW Berg-Cup Lauf im schweizerischen Oberhallau demolierte der Hunsrücker seinen Renault Laguna BTCC, bei einem Ausritt. Die Frontpartie wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Wiebes einige Werkstattstunden in die Reparatur des letztjährigen Meisterfahrzeugs unter André Wiebe investieren mussten. An Ersatzteilen und gleichwertigem Fahrzeugersatz mangelt es beim Familienteam nicht, falls in der Vorbereitung des blauen Laguna etwas schief gehen sollte. Eine gewisse Unsicherheit, ob denn auch alles wieder einwandfrei funktioniert, muss Björn Wiebe aber schon aushalten, was für eine gewisse Extraspannung sorgt. Geht alles seinen gewohnten Gang, sollte sich Björn Wiebe in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber auch hier gilt, abgerechnet wird zum Schluss!

Eher theoretischer Natur sind die Titelchancen für VW-Pilot Hans-Peter Eller, mit aktuell 139,8 Punkten auf dem Konto und für ex-Europameister Roland Wanek, der mit seinem Mitsubishi Lancer bislang 133,3 Punkte sammelte. Außen vor, sind sicherlich Georg Lang (Formel Renault), der mit 124,2 Punkten auf Rang fünf liegt, gefolgt von Berg-Cup Urgestein Franz Weissdorn im VW Polo mit 120,4 Punkten. Nach seinen zwei Ausfällen infolge eines Getriebeschadens vom Glasbach und Osnabrück, ist der Homburger Kai Neu im Ford Fokus ST aus der Gruppe F bis 2 Liter, aus dem Titelrennen definitiv ausgeschieden.

Über Thomas Bubel 241 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.