Björn Wiebe auf Titelkurs im DMSB Berg-Cup

Die Bergrennsaison 2017 neigt sich schon wieder, langsam aber sicher, dem Ende zu. Nur noch zwei Wertungsläufe, nämlich das Bergrennen Unterfranken in zwei Wochen und das Bergrennen Mickhausen am September-Oktober Übergangswochenende,  stehen uns noch bevor. In den vier DMSB-Bergprädikaten, sprich Meisterschaften, hat sich im Saisonverlauf bereits die Spreu vom Weizen getrennt und nur noch wenige Piloten kommen für den jeweiligen Titel und die Podiumsplätze in Frage. In einer kleinen Serie wollen wir zuerst die aktuelle Situation im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen beleuchten. Punkte gibt es hier nach dem alten Bergmeisterschafts-Schema, also in der Gesamtwertung der Divison und nicht für Siege in den jeweiligen Hubraumklassen. Drei Zusatzpunkte erhält der Fahrer, der den schnellsten Wertungslauf zustande bringt. Ein Streichresultat wird pro Fahrer aus der Punktetabelle herausgenommen.

Die weitaus besten Aussichten auf den Titel des Meisters im DMSB Automobil-Berg-Cup für Tourenwagen besitzt Björn Wiebe. Mit seinem Renault Laguna sammelte der Hunsrücker  bislang 131 Punkte. Da die Wiebe-Truppe Ende April beim Saisonauftakt in Schotten noch nicht antreten konnte, ist das Streichresultat bereits inbegriffen. Läuft alles in gewohnten Bahnen weiter, ist dem jungen Familienvater der Titel kaum mehr zu nehmen, denn Norbert Handa der im Lancia Delta HF Integrale 14 Punkte zurück rangiert, müsste schon auf einen Patzer oder Ausfall des älteren Wiebe-Bruders hoffen. Beide Kontrahenten sicherten sich bislang je drei Mal die Maximalpunktzahl 23. Die Titelentscheidung in diesem Zweikampf wird aller Voraussicht erst am Final-Wochenende von Mickhausen fallen. Falls jedoch Norbert Handa in Eichenbühl das Ziel nicht sehen sollte, würde Björn Wiebe ein 5. Platz in der Tourenwagen-Division zum Titel reichen. Mit aktuell 92 Zählern (bereinigt  85) ist der dritte Platz für Hans-Peter Eller im VW Golf 16V derzeit komfortabel. Die Opel-Kadett-Treter Dirk Preißer (62) und Michael Rauch (bereinigt 61), können unter normalen Umständen den Allgäuer nicht mehr vom Podium verdrängen. Auf Rang sechs liegt im Moment Patrick Orth (BMW 320), vor Günter Göser und Stefan Faulhaber (beide Opel Kadett C).

Über Thomas Bubel 302 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.