Eiertanz am Morgen in Reitnau – Große Show am Mittag

Bei der 52. Austragung des Bergrennen Reitnau im Schweizer Kanton Aargau führte zuerst einmal Petrus Regie. Der herrschende Dauerregen den er schickte, zwang die Rennfahrer dazu, es etwas vorsichtiger angehen zu lassen. Trotzdem war gut zu sehen, dass sich die üblichen Verdächtigen am Ende wohl durchsetzen würden. Dass die Piloten die Strecke und die Verhältnisse im Griff hatten zeigt die Tatsache, dass am Morgen bei schwierigen Verhältnissen nur gerade ein paar Dreher produziert wurden, die allesamt ohne Folgen waren. Mutiger wurden alle nach dem Mittagessen als die Strecke abtrocknete. Die Bestzeiten purzeln. Nach einem gewerteten Rennlauf zeigte sich, dass sich Eric Berguerand aus Martigny mit seinem Lola FA 99 (3000 ccm) und einer Zeit von 49.32 Sekunden die Butter nicht vom Brot nehmen liess. Er verwies Marcel Steiner aus Oberdiessbach auf dem LobArt LA01 Mugen V8 (3000 ccm) mit 51.15 Sekunden auf den 2. Platz. Dritter wurde Simon Hugentobler aus Suhr der mit seinem Reynard 97D Formel 3000 in 52.39 Sekunden das Ziel erreichte. Viel Pech hatte Chris Steiner. Nach einem heftigen Einschlag in die Leitplanke der Zielkurve musste er aus seinem Porsche befreit werden. Er war ansprechbar und wurde für weitere Abklärungen mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Dieser Crash bedeutete auch zugleich das Ende des Bergrennens. Laut Thomas Kohler vom ACS hätten die Aufräum- und Reparaturarbeiten zu lange gedauert um das Rennen mit der größtmöglichen Sicherheit weiterführen zu können.

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.