ÖM-Star Karl Schagerl greift in der Berg-Europameisterschaft an

27. Februar 2022

Der pfeilschelle KFZ-Technikermeister Karl Schagerl vom Autohaus Purgstall in Niederösterreich wird 2022 den Fokus auf die Berg Europameisterschaft legen. Mit seinem VW Golf Rallye TFSI konnte er sich insgesamt 7x in Folge zum österr. Bergstaatsmeister küren und unzählige Streckenrekorde aufstellen. Nun folgt eine neue Herausforderung in der Berg Europameisterschaft. Dafür wird derzeit eifrig am Rennboliden gearbeitet und die Vorbereitungen für den Saisonstart im französischen St. Jean du Gard – Col St. Pierre (09./10. April) getroffen. Dabei wird der Niederösterreicher auf einigen Strecken erstmals an den Start gehen. Mit Reifenpartner AVON kann man jedoch auf die erfolgreiche und bewährte Unterstützung der letzten Jahre vertrauen. Antreten wird Karl Schagerl dabei in der Performance Klasse 1 der Berg-EM Kategorie 1 für Tourenwagen, wo er auf international starke Konkurrenten treffen wird. Diese werden etwa vom Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO oder dem Tschechen Dan Michl im Lotus Elise angeführt. Der Terminkalender der Berg Europameisterschaft 2022 umfasst insgesamt 10 Rennen in Europa. Unter anderem in diesem Jahr den italienischen Klassiker Trento Bondone mit über 17km Streckenlänge, oder die Highspeed-Rennen von Falperra in Portugal und St. Ursanne in der Schweiz. In Österreich wird das Rechbergrennen am 22.-23. April nach zwei Jahren Pause wieder ausgetragen und als 2. Meisterschaftslauf zur Berg-EM am Programm stehen. Das ADAC Glasbachrennen in Deutschland, sowie der slowakische Lauf in Dobsina, fehlen hier aus unterschiedlichen Gründen. Mit seinem potenten VW Golf Rallye TFSI zählt Karl Schagerl sicherlich zu den absolut schnellsten Tourenwagenpiloten in ganz Europa. Dennoch ist die Berg Europameisterschaft eine Herausforderung, auf die es sich optimal vorzubereiten gilt. Text: Hillclimbfans.com, Fotos: Team Schagerl

Auch Belgien führt zur Saison 2022 den FiA Performance-Faktor ein

22. Februar 2022

Bei den neun Läufen der Belgischen Bergmeisterschaft 2022 führt der RACB-Sport, also die nationale Motorsportorganisation, den FiA Performance-Faktor in den Tourenwagen und GT-Klassen ein. Damit hat ein weiteres Nachbarland der Bundesrepublik die Vorgaben aus Paris ratifiziert. Für Fahrzeuge der Kategorie 1 ist das neue Einstufungskonzept auf Basis des „Performance Faktor“ der FIA verpflichtend. Für alle diese Fahrzeuge müssen ab der ersten Veranstaltung die Leistungsfaktor-Angaben (Pf und -ID) im Anmeldeformular ausgefüllt werden. Daher ist es ab sofort erforderlich, das Fahrzeug im FIA-System zu registrieren. Dies gilt somit auch für Gaststarter aus den Nachbarländern wie zum Beispiel Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Da zwischenzeitlich das Pf-Berechnungsmodul der FiA angepasst wurde, ist eine Neuberechnung für 2022 erforderlich. Foto: Henri Schwirtz

Saisonvorschau NSU Bergpokal 2022

21. Februar 2022

Kommen wir nun zum NSU Bergpokal. 17 NSU Rennfahrer teilen sich in diesem Jahr 14 Renn NSUs und werden wieder heftig um Punkte und Pokale kämpfen. Neben den Cracks an der Spitze wie Jörg Davidovic, Uwe Schindler, Christian Hindmash oder Thomas Krystofiak und Andreas Reich bereichert auch Jörg Höber wieder das Fahrerfeld und wird einiges daran setzen das Podium zu erstürmen! Zwei Neulinge stehen in den Starterlisten, zum einen Jannik, der jüngste Spross der bekannten Rennfahrer Familie Hofmann, der sich das Cockpit mit Jörg Davidovic teilt und zum anderen Sascha Sieber, der auf dem schnellen NSU TT von Christoph Schwarz unterwegs sein wird und genau mit ihm natürlich ein Team bildet! Na das hört sich doch erst einmal spannend an. Weiter spannend dürfte es in der Klassik-Wertung einhergehen, in der die Hatz um Pokale und schnelle Zeiten endlich eine Fortsetzung finden dürfte. Mit Michael „Mike“ Vogel, Volker Angelberger, Roman Szott, Michael Carell, Bernd Wallstein und Walter Voigt stehen hier sechs schnelle Piloten in der Einschreibliste. Besonders freuen sich die Insider darüber, den Spiess NSU TT von Walter Voigt wiederzusehen. Der Immobilienmakler von der Mosel wird wohl einerseits im bekannten VW Polo 16 V unterwegs sein, parallel aber auch in der klassischen Wertung des NSU Bergpokals. Das alles ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn Uwe Schäf, Ende der Achtziger Jahre einer der Mitgründer des NSU Cups, wird genauso voll auf das Gas treten, wie Frank Kleineberg auf seinem bekannt schnellen NSU 1300 TT, der immer für Überraschungen in der Zeitenjagd zu haben ist. Text: Frank Altstädt, Foto: Henri Schwirtz

Kevin Ferner übernimmt Vorsitz der DMSB-Berg AG

19. Februar 2022

Der Heiligenstädter Kevin Ferner hat vor wenigen Tagen die Spitze im DMSB Fachausschuss Bergrennen übernommen und löst damit seinen thüringischen Weggefährten Marcus Malsch an der sportpolitischen Spitze des Deutschen Bergrennsports ab. Marcus Malsch, der Mann von der RSG Altensteiner-Oberland und CDU-Landtagsabgeordnete, war seit dem Jahr 2007 Vorsitzender des seit Januar 2022 wieder zur Arbeitsgemeinschaft Bergrennen (AG-Berg) umbenannten Gremiums des nationalen Motorsport-Dachverbands. Marcus Malsch engagierte sich in den vergangen 15 Jahren in hohem Maße für den deutschen Bergrennsport und wurde auch in die FiA Hill Climb Commission berufen, dazu führte er seinen Heimatverein RSG Altensteiner-Oberland aus dem Nichts zu einem renommierten Veranstalter in der Berg-Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft. Nun musste der 44-jährige gelernte Bankkaufmann Tribut zollen und hat sich zum Jahreswechsel entschieden aufzuhören, weil ihm durch seinen Job in der Politik schlichtweg die Zeit fehlt. Der ebenfalls 44-jährige Kevin Ferner ist seit rund 25 Jahren im Geschäft und trotz seines noch relativ jungen Alters sehr erfahren. Als ehemaliger Rennleiter seines heimischen I-Bergrennens, zwischen 2005 und 2010 aktiver Rennfahrer, Dozent der DMSB-Akademie, FiA-Observer und nicht zuletzt großer Fan des Bergrennsports, übernimmt er in einer schwierigen Phase die Geschicke um den deutschen Bergrennsport, wo die AG-Bergrennen auf Grund der Reformen beim DMSB, wohl nur noch dieses Jahr bestehen wird. Ab 2023 wird die Disziplin dann an einen Delegationsempfänger übergeben. Dieser führt dann unter anderem die Arbeit der AG Bergrennen fort. Das größte Thema auf der „to-do-Liste“ des Kevin Kerner wird in dieser Saison der Performance Faktor sein. „Unser Ziel ist es den PF in 2023 in Deutschland einzuführen“, betont der Eichsfelder. „Vorher gilt es aber den PF nochmals genau zu prüfen und zu validieren – dazu wurde die verpflichtende Angabe des PF mit jeder Nennung für ein Bergrennen, welches zur DBM gehört, für die Saison 2022 eingeführt. Unsere europäischen Nachbarn wie Polen, Slowenien, Tschechien und Österreich sind uns hier schon einen Schritt voraus. Wir stehen in sehr gutem Austausch und können hier und da von den bereits gemachten Erfahrungen der Anderen profitieren. So werden z.B. mit Einführung des PF keine Fahrzeuggruppen „sterben“. Sie bleiben nach wie vor als Grundlage (technisches Reglement) bestehen. In meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt“. Als weiteren Punkt hat sich Ferner die Steigerung des Bekanntheitsgrades von den Bergrennen in Deutschland auf der Agenda geschrieben. Auch sind die Auftritte unter Schwarz-Rot-Gold bei den FiA Hill Climb Masters noch sehr ausbaufähig. „Es gibt hierzu von einigen Aktiven, Insidern und Fans sehr […]

DVD zum FiA Hillclimb Masters 2021 von Pilotes.tv

17. Februar 2022

Wie wundervoll doch das Wochenende beim FiA Hillclimb Masters im Oktober letzten Jahres in Portugal war, kann man sich nun noch einmal mit der DVD von Pilotes.tv, in Erinnerung rufen. Mitten in der Pandemie hatte es der portugiesische Motorsportverband geschafft, ein einmaliges Event und Fest des Bergrennsports auszurichten und in vielen Herzen große Emotionen zu entfachen. In 90 Minuten sind noch einmal alle Fahrzeuge auf der Strecke, plus Impressionen und die stimmungsvollen Medaillenzeremonie zu sehen. Die Szenen machen zweifellos Appetit auf mehr und eine hoffentlich relativ unproblematische Saison 2022. Außerdem unterstützt Ihr mit dem Kauf der DVD Gilles Huntzinger und sein Team von Pilotes.TV, die in den letzten beiden Jahren ebenfalls unter der Pandemie stark gelitten haben. Preis der DVD ist 14,99€, zu bestellen unter: https://pilotes.eu/magasin/de/dvd/1505-fia-hillclimb-masters-braga-2021.html

Top-Einschreibeergebnis zum KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal 2022

17. Februar 2022

Insgesamt 139 Fahrerinnen und Fahrer auf 120 Autos sind die überaus erfreuliche Bilanz am Ende der Einschreibefrist zum 15. Februar 2022 – 24 Uhr. Das gibt Anlass zu Optimismus für den gesamten Bergrennrennsport in Deutschland, beweist die ungebrochene Beliebtheit der Bergrennserien des Berg-Cup e.V. und lässt auf eine ungetrübte, ja tolle und spannende Saison hoffen. Denn fast alles, was im „Hill Climbing“ Rang und Namen hat, ist in der Teilnehmerliste vertreten, gemixt mit interessanten Neuzugängen auf zum Teil bestens bekannten Fahrzeugen. Kommt es zu den jetzt anlaufenden Coronalockerungen, werden viele Veranstalter wieder in der Lage sein, ihre Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes „hochzufahren“. Vor den Akteuren des Cups liegt ein forderndes Programm von elf Bergrennen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie – zumindest für diejenigen Teilnehmer, die sich dafür entschieden haben – zwei Fastest-Lap-Wettbewerben auf Rundstrecken. Auftakt dafür ist in Hockenheim am 26. und 27. März, der erste Gipfelsprint steht mit dem 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring vom 22. bis 24. April im Terminkalender. Hier ein kurzer Blick auf die Hitlisten der einzelnen Klassen. Die 2-Liter-Abteilung der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1 liegt mit 28 Autos auf der Spitzenposition, gefolgt von 23 1400er-Rennern sowie 15 Fahrzeugen mit einem Hubraum von über 2000 bis 3000 Kubikzentimetern. Stark präsentiert sich der NSU-Bergpokal. 17 Fahrer teilen sich auf 13 TT und einen 1200C auf. Sechs der „Prinzen“ fahren um den Lorbeer der Klassik-Wertung. Da wir gerade das Thema Sonderpokale angeschnitten haben: Im Gesamt-Teilnehmerfeld sammeln acht Fahrer Punkte für die Gentleman Challenge, elf bis zu 27-jährige bewerben sich um die Youngster-Krone, 24 Berg-Cup’ler mischen in der KW 8V-Trophy mit und 26 Neu- oder Wiedereinsteiger „matchen“ sich um die Ehre des besten Rookies. Der absolute Hit ist aber die neu geschaffene Hill & Track Challenge, für die stolze 42 Nennungen eingegangen sind. Das Konzept mit seiner Mischung aus Spaß auf der Rundstrecke und drei Gipfelsprint-Top-Ergebnissen ist super angekommen. Vielleicht hat die neue Sub-Wertung ja auch zum Anstieg der Einschreibungen in der E1 über 3000 Kubik geführt. Unter deren 10 Boliden tummeln sich drei waschechte GT3-Renner sowie drei kraftstrotzende Allrad-Turbos, eingerahmt von vier weiteren PS-Monstern. Und wer weiß, vielleicht bekommt die beeindruckende Besetzung ja sogar noch Zuwachs. „Die Ausschreibungen unserer Serien gestatten es jedenfalls, auch nach dem Einschreibeschluss noch teilnahmewillige Fahrer und Teams aufzunehmen“, sagt Berg-Cup Oberhaupt, Serienmanager und Streckensprecher Uli Kohl. „Allerdings funktioniert dies dann nicht mehr über das Online-Portal, sondern über unseren Sportleiter […]

FIA Performance-Faktor gilt bereits ab 2022 auch in Österreich

15. Februar 2022

Ab der kommenden Saison 2022 gilt sowohl in der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft sowie im Bergrallyecup der Performance Faktor. Diesen hat die FIA eingeführt, um bei den modernen Tourenwagen eine einheitliche Klasseneinteilung zu vollziehen. Nachdem bereits in Slowenien, Polen, Slowakei und Tschechien sowie in der Berg Europameisterschaft nach diesen, neuen Klassen gefahren wird, ist es 2022 auch in Österreich soweit. Ein Jahr später, sprich ab 2023 wird auch die Deutsche Bergmeisterschaft nachziehen. Neben der Berg-ÖM hat man sich auch bei einer Sitzung im Bergrallyecup dazu geeinigt, nach diesen Klassen zu fahren. Im Gegensatz zur österreichischen Meisterschaft wird jedoch ab der PF-Klasse 2 im Bergrallyecup nochmals eine Unterteilung eingeführt. Je weniger Punkte ein Auto hat, desto „radikaler“ wurde dieses für den Bergrennsport umgebaut. Sprich in der höchsten Klasse 5b werden sich die meisten, bisherigen Gruppe N Boliden wiederfinden. In der Klasse 1 wird in etwa Rupert Schwaiger mit seinem Porsche oder auch Stefan Promok mit seinem Mitsubishi zu finden sein. Der Performance Factor selbst setzt sich aus verschiedenen Komponenten eines Fahrzeuges zusammen, wie in etwa Motor, Getriebe etc. Aber auch aerodynamische Umbauten werden berücksichtigt und sind für die Klasseneinteilung maßgeblich mitverantwortlich. von Peter Schabernack, www.hillclimbfans.com

Erste Knospen beim 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring treiben aus

12. Februar 2022

Die Vorbereitungen zum 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring, dem reinen Tourenwagen-Bergrennen im hessischen Vogelsbergkreis laufen. Leider steht Kevin Ferner dem MSC rund um Schotten in diesem Jahr aus privaten Gründen nicht als Rennleiter zur Verfügung. Er wird den Saisonauftakt jedoch mit Rat und Tat, in allen Vorbereitungen zur Seite stehen und vollumfänglich unterstützen. „Als Rennleiter können wir dieses Jahr Bernd Körner begrüßen, der seine Aufgabe sicherlich mit Bravur und der Unterstützung von euch und uns meistern wird“, heißt es in der aktuellen Verlautbarung der Schottener. Weiterhin gibt es kleine Änderungen bei den Sportkommissaren, was aber aufgrund Terminüberschneidung notwendig wird. Die Kerntruppe bleibt auf jeden Fall zusammen. Die Ausschreibungen werden derzeit noch finalisiert und gehen dann zur Genehmigung an den DMSB, ca. Anfang März 2022 wird diese auf unserer Webseite des Clubs veröffentlicht. Dann sind auch die ersten Nennungen möglich. Der Vorstand des MSC ist optimistisch, den 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring endlich wieder vom 22.-24. April 2022 durchführen zu können und zu dürfen.

Fernab der Menschenmassen – Sport mit echter Leidenschaft

8. Februar 2022

Ist es nicht erstaunlich, dass es auf der Welt bislang keine abschließende Liste gibt, die sämtliche existierende Sportarten zusammenfasst? Während eine Liste mit Ursprung in Deutschland von gerade einmal 250 verschiedenen Arten spricht, gibt es weitaus ausführlichere Varianten, die mehr als 800 Arten mit Ursprungsland und einer kurzen Entstehungsgeschichte aufführen. Angesichts dieser erstaunlichen Anzahl an Sportarten ist es ziemlich überraschend, wie es in gewissen Ländern schon vor Jahrhunderten dazu gekommen ist, dass sich eine bestimmte Sportart zu einem Nationalsport entwickelt hat. Es reicht, sich anzuschauen, wie viele Fußballfans es gibt, um zu verstehen, wie vielen Sportarten gleichermaßen zu wenig Beachtung geschenkt wird. Nur, weil eine bestimmte Sportart nicht so viele Fans hinter sich vereint, wie der Fußball oder das American Football, bedeutet das noch lange nicht, dass dort weniger leidenschaftlich hinter den Sportlern oder einem Team gestanden wird. Ganz im Gegenteil ist es so, dass die Sportarten, in denen die Fans und die aktiven Sportler eine große Schnittmenge bilden, bei der Ausübung eine besondere Atmosphäre innehaben. Kommt Zuwachs zu einem Team oder tut sich was, so fühlt es sich bei weniger populären Sportarten so an, als wäre man direkt dabei. Die Sportler sind nahbar und scheuen das Bad in der manchmal kleinen Menge nicht. Der sportliche Blick über den Tellerrand hinaus Rennfahrzeuge aller Art üben auf viele Kinder eine Faszination aus. Diese scheint allerdings mit der Zeit bei den meisten wieder zu verfliegen und wer sich einen Funken der Leidenschaft bewahrt, der schaut sich hin und wieder ein Rennen der Königsklasse, der Formel 1 an. Dabei sind es in der Regel nicht die Rennen, in denen große Rennställe und noch größere Sponsoren hinter den Sportlern stehen, die den Zuschauern den größten Spaß bereiten. Es sind die Rennen, bei denen sich nach getaner Arbeit noch mit den Sportlern in aller Ruhe unterhalten kann. Wirft man einen Blick auf die Ehrentafel der Fahrer bei Bergmeisterschaften, so wird sofort deutlich, dass auch ein solcher Sport lebt und mehr denn je das Feuer bei den wirklich treuen Fans entfacht. Wer sich sicher ist, dass der Motorsport nicht das Richtige für einen ist, der sollte dennoch den berühmten Blick über den Tellerrand hinaus wagen und sich nach exotischen Sportarten mit Kultstatus umsehen. Schließlich geht es doch um den Spaß. Dieser Fakt wird in der heutigen Zeit, in der so manche Sportart ein Milliardengeschäft ist, gerne übersehen. Ein neuer Sport zu Wasser lässt sich in den […]

Berg-Legenden: Foto-Story Rolf Rypka

7. Februar 2022

Rolf Rypka, geboren am 05.10.1944, war sowohl am Berg, als auch auf der Rundstrecke „zu Hause“. In seiner langjährigen Motorsportkarriere hielt er immer der Marke „Opel“ die Treue, und fuhr insgesamt zahlreiche Erfolge, mit unterschiedlichen Touren- und Produktionswagen der Rüsselsheimer, ein. Kurz gesagt, er zählte, vor allem in 1980iger-Jahren, zur absoluten, deutschen Bergelite. Rypka, der aus der Nähe von Dudenhofen – bekannt für das Prüffeld der Opel AG – stammt, startete seine Motorsportkarriere bei ersten Einsätzen im Slalomrennsport im Jahre 1967. Neben einem BMW 2002 setzte er auch einen Opel Kadett B ein, und entschied sich damit schon früh für die Marke „Opel“, wobei die räumliche Nähe zum Opel-Werk auch mit ausschlaggebend war. Ab 1971 spezialisierte er sich auf den Bergrennsport. Rypka war mittlerweile beruflich als Versuchstechniker der Opel AG tätig. Ein 11. Platz in der Deutschen Automobil-Meisterschaft 1977 schien ein gutes Zeichen für weitere, zukünftige Erfolge zu sein. Stetig ging es für ihn mit guten Platzierungen aufwärts, und 1978 wurde Rypka, noch vor den älteren Bergidolen Herbert Stenger und Willi Bartels, Achter in der Berg DM. Die Zeit zwischen 1980 und 1985 war bestimmt die erfolgreichste Zeit am Berg von Rolf Rypka. Herausragend vor allem die Leistungen zum Gewinn des Titels des Vizemeisters der Automobil-Bergtrophäe, für den er bei 13 Bergrennveranstaltungen sagenhafte 12 Siege herausfuhr. Dann kamen die Jahre 1984 und 1985, die für ihn den persönlichen Höhepunkt darstellten. 1984 gewann er bei „nur“ 5 Siegen zum 1. Mal den Titel des Meisters der Deutschen Automobil-Berg-Trophäe. Diesen Titel sollte er dann, im Jahre 1985, noch einmal gewinnen. 1986 nahte dann so langsam das Ende seiner Motorsportkarriere. Sporadischen Teilnahmen bei heimatnahen Bergrennen mit dem Ascona B in der Gruppe „H“ folgten. Insgesamt nahm Rolf Rypka an über 380 nationalen und internationalen Rennen, hauptsächlich Bergrennen, teil, bei denen er 150 Mal als Sieger hervorging. Text: Andreas Seidel (Auszug aus dem Buch „Klingenring-Bergpreis“)  

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