Als Erster durchs Ziel – warum uns Rennen so begeistern

22. April 2021

Das Gefühl, als Erster eine Ziellinie zu überqueren, hat etwas Magisches an sich. Schon seit Anbeginn der Menschheit liefert man sich spannenden Duelle. Der beste Beleg, wie lange der Wettbewerbsgedanke schon existiert, sind die Olympischen Spiele der Antike. Diese wurden am Ende des 19. Jahrhunderts wiederbelebt und seitdem kämpfen die besten Sportler weltweit um Spitzenpositionen. Als der Mensch auf Hilfsmittel zur Fortbewegung umgestiegen ist, wurde natürlich auch dort das Rennen schnell etabliert. Beispiele hierfür sind Pferderennen oder in der Neuzeit die Formel 1. Eine ebenso interessante Beobachtung ist ebenfalls, dass das Rennen natürlich auch seinen Einzug in die Welt der Computerspiele gefunden hat. Dort lässt sich die Thematik des Rennens hervorragend umsetzen. Wer selbst allerdings eher weniger Lust hat, sich dem Sport oder den Konsolenspielen zu widmen, der hat die Möglichkeit, auf seine liebsten Sportler oder Rennfahrer zu wetten. Novibet, die besten Sportwetten Anbieter, bieten jedem die Chance, auf eine aufregende und neue Art und Weise einem Rennen beizuwohnen. Sportwetten bieten nochmals einen vollkommen anderen Zugang zum Sport und viele Nutzer behaupten, dass eine siegreiche Wette sich mindestens so gut anfühlt, als hätte man selbst den Preis gewonnen. Leidenschaft und sportliches Fieber – hautnah erlebt Die neuesten Apps und Anwendungen bei Sportwetten erlauben es, dass man näher denn je am Geschehen teilnimmt. Die Liveticker, die Verwendung finden, gehören zu den besten in der Branche und zeigen vor allem bei Livewetten ihre Stärken. Wenn sich bei einem Fußballspiel, beispielsweise, dass Ergebnis ändert, so reagiert man einfach innerhalb weniger Minuten und füge seinem Wettschein ein weiteres spannendes Element hinzu. Das Gleiche gilt für Bergrennen. Auch hier hat man als Nutzer die Chance, viele einzelne Teilwetten in seinem Wettschein zu integrieren. Das erhöht zum einen natürlich die Größe des möglichen Gewinns und zum anderen trägt es erheblich zur Steigerung der Spannung bei. Möchte man selbst Teil eines Wettbewerbs sein und sich eine neue Perspektive verschaffen, so sind Sportwetten eine hervorragende Gelegenheit dazu. Es liegt in der Natur des Menschen, sich zu messen und nach immer größeren Zielen zu streben. Das zeigt die Geschichte großer Wettrennen sehr deutlich. Ob man dabei selbst teilnimmt, oder ob man als Fan von außen zusieht, das macht keinen großen Unterschied aus. Wichtig ist, dass man für eine Sache brennt und seine große Leidenschaft nach außen trägt. Wem das gelingt, der findet einen spannenden Zeitvertreib, der mit etwas Glück sogar zu großen Gewinnen führt. Worauf man wettet, auf klassische […]

Berechtige Hoffnung auf sechs Bergrennen und eine kompakte Meisterschaft

20. April 2021

Nach wie vor ist die Ungewissheit in den Reihen der DBM-Veranstalter groß. Welche und wie viele Bergrennen als Läufe der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2021 stattfinden können, ist weiter nicht absehbar. Dennoch gibt es einige ermutigende Ansätze und sechs Organisatorenteams sind sogar positiv gestimmt, ihre Bergrennen in diesem Jahr auch unter Coronabedingungen durführen zu können. Hierbei handelt es sich jedoch um Momentaufnahmen. Wohin die Reise für die Rennteams, im wahrsten Sinne des Wortes geht, wird sich zeigen. Das vom DMSB kürzlich anberaumte Online-Veranstaltermeeting brachte einen aktuellen Überblick über den Status der einzelnen DBM-Veranstaltungen. Wie wir bereits wissen, wurden die Bergrennen von Schotten, Eschdorf, Wolsfeld und Homburg vorsorglich abgesagt, oder um ein weiteres Jahr verschoben, was besser klingt. Voraussichtlich ebenfalls ein weiteres Jahr aussetzen wird laut MSC Rhön, deren Hauenstein Bergrennen. Die finale Entscheidung will man bis Mitte Mai fällen. Der EMSC Bitburg prüft derzeit die Option auf dem Bitburger Flugplatzgelände eine entsprechende Sprintveranstaltung durchzuführen und hält den DMSB auf dem Laufenden. Saisonstart, könnte somit in Thüringen beim ADAC Glasbachrennen (11.-13. Juni) sein. Laut RSG Altensteiner Oberland kann die Veranstaltung nach heutigem Stand durchgeführt werden, womöglich aber ohne FIA-Europameisterschaftsprädikat, da die Gebühren derzeit für den Verein nicht finanzierbar sind. 14 Tage später kann das ADAC Ibergrennen in Mitten von Heiligenstadt nach jetzigem Stand genauso durchgeführt werden. Gleiche Statements ließen die Veranstalter der Bergrennen von Osnabrück, Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen verlauten. Bei den drei Letztgenannten liegt von den zuständigen Genehmigungsbehörden aber noch keine Aussage vor. Vorläufige Termine der Läufe der Deutschen Bergmeisterschaft / DMSB Berg Cups (Tourenwagen und Sportwagen) 2021: 12./13. Juni 2021 – ADAC Glasbachrennen 26./27. Juni 2021 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 31.07./01. August 2021 – ADAC Hauenstein Bergrennen ? 21./22. August 2021 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 11./12. September 2021 – Bergrennen Eichenbühl 25./26. September 2021 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A) 02./03. Oktober 2021 – ADAC Bergrennen Mickhausen Stand: 15. April 2021

Berg-Urgesteine: Fotostory Harald Ludwig

18. April 2021

Inzwischen sind es 38 Jahre im Motorsport, auf die der abwechselnd in Homburg und Merzig im Saarland lebende Harald Ludwig zurück blicken kann. Meist bei Bergrennen, aber auch bei Rallyes und auf der Nürburgring-Nordschleife startete der inzwischen pensionierte Polizeibeamte. Im Jahr 1983 begann alles mit ersten Versuchen auf einem nur 89 PS starken Talbot Samba Rallye, bevor 1986 der Umstieg auf einen 158 PS starken Fiat Ritmo folgte. Nur ein Jahr später wechselte Ludwig in den Suzuki Swift GTI Sportpokal und schloss dabei auch mit dem Bergrennsport erste Freundschaft. Zunächst fand Ludwig eine neue Heimat auf der Nordschleife des Nürburgrings. Zwischen 1990 und 1995 standen die Rennen zum Veedol-Langenstreckenpokal (heute VLN) sowie Einsätze bei 24h-Rennen im Vordergrund. Zwischendurch kam es zu sporadischen Bergeinsätzen mit einem BMW 324 td, vornehmlich bei den heimischen Bergrennen in Homburg und am Potzberg. Ab 1996 mutierte Ludwig dann vollends zum „Bergsteiger“. Ein von Tuner Hartge vorbereiterer BMW M3 E30 wurde zunächst in der 270 PS starken Gruppe A-Version bei Bergrennen in Deutschland, Luxemburg und Belgien erfolgreich gefahren. Bis zum Verkauf des weißen M3 im Jahre 2000 erfolgen weitere Modifikationen zum Gruppe H-Fahrzeug. Mit dem Verkaufserlös wurde der hennarote BMW M3 E36 angeschafft, den Ludwig im KW Berg-Cup bewegte. Im Jahr 2015 hieß es adieu BMW, welcome Audi. Mit einen Seriennahen R8-Sportwagen dominiert er seither die Gruppe G.  Zwischen 2003 und 2009 besaß der Hobbyrennfahrer sogar zwei Rennfahrzeuge. Mit einem ebenfalls hennaroten Mazda 323 4WD Turbo, wagte er die Rückkehr auf die Rallyepisten. Darüber hinaus beschäftig sich Harald Ludwig quasi seit den Anfängen des virtuellen Rennsports mit dem SimRacing auf der Rundstrecke und ist dieses Jahr im neuen ADAC SimRacing Berg-Cup eingeschrieben.  

Boxengeflüster 04/2021: Wussten Sie schon dass…?

17. April 2021

DASS sich am Tag des Frühlingbeginns die Rennleitung des Int. Osnabrücker Bergrennens sowie DMSB-Streckenabnahmekommissar Kevin Ferner (Heilbad Heiligenstadt) trafen, um unter freien Himmel und Einhaltung der Corona-Vorschriften eine Besichtigung der 2, 030 km langen Rennstrecke am Uphöfener Berg durchzuführen. In einem Rhythmus von 3 Jahren schreiben die Vorschriften des Deutschen Motorsport Bundes vor, dass die lizensierten Rennstrecken in Deutschland einer Inspektion unterzogen werden müssen. Am Ende des Prozesses steht dann die Neuerteilung einer wiederum dreijährigen Rennstreckenlizenz. Kevin Ferner, der auch europaweit als Rennleiter und FiA-Observer für internationale Prädikatsläufe bekannt und anerkannt ist, konnte sich davon überzeugen, dass sich die Strecke insgesamt in einem guten bis sehr guten Zustand befindet. Somit fiel der Inspektionsbericht entsprechend schmal aus und die für die Strecke im MSC Osnabrück Verantwortlichen haben nur wenige Nachbesserungen bis zur kommenden Veranstaltung am 21./22. August umzusetzen. DASS der italienische Bergstar Christian Merli diese Jahr wohl etwas kürzer treten wird. Italienische Medien berichten das der Europa- und Italienmeister plant nur eine einzige Meisterschaft vollständig zu bestreiten. Zur Auswahl stehen die Berg EM und die nationale Bergmeisterschaft in Italien. Aufgrund verschiedener Rückschläge in Sachen Material und Budget traf die Coronakrise nun auch das Merli Team. Zuerst gab es Probleme bei der Überholung des Motors, da Teile in Lieferverzug gerieten und dazu beendete Merlis langjähriger Hauptsponsor Blue City sein Engagement. Platz nehmen wird der Mann aus der Nähe von Trento aber weitern im werksunterstützten Osella FA 30. DASS ja bekanntlich schon in den vergangen beiden Jahren die Fans, die nicht live vor Ort am „Uphöfener Berg“ dabei sein konnten, von den Bildern des Livestreams begeistert waren. Gerade vor dem Hintergrund, dass die „Rahmenbedingungen“ für die Durchführung des 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens am 21./22. August noch nicht wegen der dann gültigen Vorschriften bezüglich der Corona-Pandemie feststehen, planen die Organisatoren wieder einen professionellen Livestream, der ein besonderes und spannendes Live-Event in bester Übertagungsqualität bieten soll. Das Produktionsteam der Fa. Ue-tec um Michael Meyer wird dabei mindestens 8 Kameras einsetzen, um fast alle Passagen der Rennstrecke sowie Start und Ziel einzufangen und zu einem besonderen digitalen Erlebnis zu machen. Schließlich soll die schon sehr beeindruckende Nutzerzahl aus 2019 von 136.000 Usern in 2021 noch deutlich übertroffen werden. Dabei soll auch die von Vodafone zugesagte beste Internetversorgung für das Event mittels eines MRT-Mastens sorgen. Der Livestream wird am Rennwochenende unter www.msc-osnabrueck.com/livestream zur Verfügung stehen. DASS der aus der Italienischen Bergmeisterschaft bekannte Alfa Romeo 4 C, […]

Wie künstliche Intelligenz das Rennfahren verändert

12. April 2021

Die Digitalisierung schreitet rapide voran und unsere Erfindungen werden immer mehr zu Quantensprüngen. Eine der neuesten Entwicklungen befindet sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die langsam unsere Arbeitsschritte automatisiert und gleichzeitig unser Leben verbessert. Momentan steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen, doch in Zukunft werden wir bald selbstfahrende und intelligente Autos sehen. Wie wird die Zukunft des Rennfahrens in einigen Jahren aussehen, wenn wir plötzlich die Entscheidungen der Künstlichen Intelligenz überlassen? Künstliche Intelligenz im Rennsport Künstliche Intelligenz beschäftigt uns nun schon seit Jahren, jedoch haben sich gerade in den letzten Jahren einige neue Technologien entwickelt, die bereits unseren Alltag beeinflussen. Mittlerweile wird die Entwicklung im Marketing, in der Online-Sicherheit und im Bankwesen eingesetzt. Oftmals sind die Veränderungen so gering, dass User gar nicht bemerken, wie weit Künstliche Intelligenz bereits in ihr Leben eingebunden ist. Im Kundendienst sind immer mehr Chatbots anzufinden, die Antworten von echten Mitarbeitern so gut imitieren, dass User den Unterschied nicht erkennen können. Die Bots werden mit Maschinellem Lernen ausgestattet, was ihnen die Möglichkeit gibt, aus den Antworten und Reaktionen der User zu lernen und neue Informationen zu generieren. Künstliche Intelligenz wird zudem immer wichtiger für Online-Unterhaltung, wo Computer die Prozesse übernehmen, die das menschliche Gehirn nicht mehr verarbeiten kann. Meistens handelt es sich um große Datensätze, die Aspekte wie die Immersion und die Authentizität des Contents beeinflussen. In Casino Spielautomaten kommt AI zum Einsatz, wenn Besucher mit den Spielen, wie dem berühmten Starburst-Spiel, interagieren. Die dadurch entstandenen Datensätze werden analysiert und sortiert, um Usern eine bessere Erfahrung zu bieten. Wenn Casino-Spiele und Videospiele in Zukunft mit Virtual Reality ausgestattet werden, können sich Spieler dank Künstlicher Intelligenz auf eine personalisierte Erfahrung freuen. Für viele Unternehmen ist ein Leben ohne die Arbeit der Künstlichen Intelligenz heute gar nicht mehr vorstellbar. Nicht anders sieht es im Rennsport aus, wo Unternehmen die Limits der Computertechnologie testen. Der Aspekt des automatisierten Kundendienstes mag hier vielleicht nicht so relevant sein, jedoch profitieren die neuesten Automodelle von Künstlicher Intelligenz in verschiedenen Formen. Beispielsweise wird ein Infotainment-System integriert, das den Reifendruck und den Motor überprüfen kann. Die Innovation betrifft hauptsächlich elektrische Vehikel, die in den nächsten Jahren immer häufiger auf den Straßen anzutreffen werden sein. Erst im November 2020 gab Elon Musk bekannt, dass sein Unternehmen an einer neuen Künstlichen Intelligenz arbeite, die in Zukunft die Batterieleistung elektrischer Autos manuell regulieren könne. Durch die größere Leistung und verschiedenen Ladearten der elektrischen Autos wird eine solche Entwicklung einen gravierenden Unterschied für die Lebensdauer der Batterien machen. Man stelle sich […]

Premiere des ADAC SimRacing Berg-Cup steht bevor

10. April 2021

Die erste offizielle Meisterschaft im virtuellen Bergrennsport, die im vergangen Winter vom ADAC ausgeschrieben wurde, steht in den Startlöchern. Am kommenden Montagabend, 12. April 2021 schaltet erstmals der Startampel für den ADAC SimRacing Berg-Cup auf Grün. Kurz vor dem Einschreibeschluss am Montag um 18 Uhr, haben sich bereits 25 Fahrerinnen und Fahrer in die brandneue SimRacing Bergrennserie des ADAC Südbaden eingeschrieben. Mit 5€ ist man als ADAC-Mitglied dabei. Nicht-ADAC´ler zahlen für die Jahresanmeldung 10€. Zwölf in sich abgeschlossene Rennsportabende auf virtuellen Strecke aus der realen Deutschen Bergmeisterschaft stehen bis zum Finale am Nikolausabend 2021 auf dem Programm. Das neue Prädikat beruht auf der bereits seit zwei Jahren existierenden „Röttele Racing Berg Challenge by GTR4u“, in der zusätzlich ausländische virtuelle Bergrennstrecken unter die feinpixeligen Räder genommen werden. In Zeiten der Pandemie erhält der „Onlinerennsport“ mehr und mehr Zulauf. Der Verkauf von SimRacing-Rigs, Lenkrädern und Padalen für den PC boomt aktuell. Einer der Marktführer auf diesem Sektor ist beispielsweise das Markentrio Raceroom, Ascher Racing und Tracktime aus dem Hause KW Automotive, bekanntlich seit Jahrzehnten Fahrwerkshersteller und Hauptsponsor des realen KW Berg-Cup. Die Action in der Röttele Racing Berg Challenge by GTR4u und im ADAC SimRacing Berg-Cup basiert allerdings auf der Plattform Assetto Corsa. Entsprechende Hardware kann natürlich für mehrere Spielesysteme genutzt werden. Loslegen wird der ADAC SimRacing Berg-Cup auf der exakt nachempfundenen Strecke des „Freien Bergrennens“ Waldau. Danach folgen Strecken aus der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup, nahezu in der originalen Reihenfolge und zeitlich gesehen immer ein paar Tage vor dem wirklichen Event. Absagen wegen Covid-19 drohen hier allerdings nicht, denn die Aktiven sitzen Zuause im stillen Kämmerlein vor dem Rechner. Der Endlauf, am 6. Dezember 2021 findet virtuell auf der ehemaligen Berg-EM Strecke von Trier statt. Alle Läufe werden wie gewohnt im Internet live übertragen. Alles Weitere findet man unter https://adac-simracing-cup.de/asrc-berg-sued und dem Nennportal (mit Einschreibeliste) https://www.adac-sport.com/ADAC_SimRacing_Berg_Cup_2021_10228/ Youtube-Livestream für Waldau (Montag 12. April ab 18 Uhr 30 Uhr) https://youtu.be/AbTMVFSB8Dw

Wolsfelder Bergrennen streckt für 2021 ebenfalls die Waffen

10. April 2021

Mit der erneuten Absage des 58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen 2021 müssen die Freunde des Bergrennsport in der Osterwoche, nach der fast zeitgleichen Absage des Homburger Bergrennens, die zweite Hiobsbotschaft innerhalb kürzester Zeit verdauen. Wie der EMSC Bitburg mitteilt, lässt die Corona-Pandemie dem Eifel-Motorsport-Club leider keine andere Wahl, da unter den momentanen Bedingungen eine Veranstaltung dieser Größenordnung und mit vielen Fahrern und tausenden Besuchern aus dem In- und Ausland aus wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Gründen nicht kalkulierbar ist. Man machte sich die Entscheidung nicht leicht, da es auch für die Eifel-Mosel-Hunsrück-Region ein bedeutendes Ereignis ist. Ein weiteres Mal bestätigt sich der Umstand, dass ohne Zuschauer ein Bergrennen finanziell nicht durchführbar und auch nicht denkbar ist. „Das Wolsfelder Bergrennen wird es auch in Zukunft geben“, bekräftig EMSC-Präsident Christoph Schackmann. „Unser Team des EMSC Bitburg, das Dorf und die Dorfgemeinschaft Wolsfeld, alle Helfer und natürlich auch unsere langjährigen Sponsoren möchten das traditionsreiche Wolsfelder Bergrennen auch zukünftig weiterhin unterstützen und am Leben halten. Wir werden gemeinschaftlich alles dafür tun, um am 5./6 Juni 2022 die 58. Auflage des Wolsfelder Bergrennens und natürlich auch darüber hinaus durchzuführen. Unser Rennen hat sich in den letzten Jahren einer immer steigenden Popularität bei Fahrern aus dem Inland, aber auch aus dem Ausland erfreuen dürfen. So starteten beim letzten Rennen über 200 (!) Fahrer aus 9 Nationen. Gleiches gilt für die Zuschauerzahlen, die immer weiter gestiegen sind und viele Fans aus nah und fern in unser kleines Eifelörtchen gelockt haben. Sofern die Pandemie unter Kontrolle ist, worauf wir setzen, wird es Pfingsten 2022 und darüber hinaus das alljährliche Wolsfelder Bergrennen geben, wir sind weiterhin hochmotiviert und bedanken uns bereits jetzt für die Treue!“

Nachruf auf die französische Berg-Legende Christian Debias

5. April 2021

Im Alter von 74 Jahren ist mit Christian Debias über die Osterfeiertage einer der ganz Großen des Bergrennsports an den Folgen eines Schlaganfalls während eines Wüstenurlaubs in seiner Geburtsheimat Tunesien verstorben. Der seit seinem 8. Lebensjahr in Nancy lebende Franzose kam 1968 zum Motorsport und sammelte seine ersten Erfahrungen im Renault 8 Gordini bei vereinzelten regionalen Rallyes und Bergrennen, machte sich dann schnell einen Namen in den R8- und Audi 80-Markenpokalen auf den französischen Rundstrecken, bevor er 1975, ein Jahr nach Didier Pironi und ein Jahr vor dem späteren F1-Weltmeister Alain Prost, den französischen Meistertitel in der Formel Renault errang. Dank seines Fahrtalents, aber auch seiner feinspürigen Abstimmungskenntnisse schien der Weg zu einer großen Karriere auf der Rundstrecke vorgezeichnet, doch wohl nicht zuletzt der schon damals enorme Kostenaufwand belehrte Debias in der anschließenden Saison im Formel Renault-Europapokal eines Besseren. So wandte er sich dem Bergrennsport zu, den er 1977 regelrecht revolutionierte, indem er als Erster nicht wie bislang üblich einen Formel 2 im mehr oder weniger Originalzustand von der Rundstrecke an den Berg brachte, sondern in Eigenregie ein Formel 3-Fahrzeug (Ralt Rt1) zu einem reinrassigen Bergrenner umbaute, den er dann mit einem BMW-F2-Motor ausrüstete und auf Anhieb in seiner ersten Saison in der französischen Bergmeisterschaft gleich zu zahlreichen Gesamtsiegen und zum Titel fuhr. Sein Beispiel sollte Schule machen und ab sofort wurden die eigens für den Berg umgebauten und/oder entwickelten 2 Liter-Formelwagen zur Messlatte insbesondere in Frankreich, schon damals eine der absoluten Hochburgen dieser Disziplin. Leider sollte Debias’ Karriere jedoch im Folgejahr einen mächtigen Dämpfer erhalten: beim legendären 24 Stundenrennen in Le Mans verunglückte er am Lenkrad des WM P78 Peugeot Turbo-Sportwagens auf der langen und extrem schnellen Hunaudières-Geraden und sprang nur knapp dem Tod von der Schippe. Ein monatelanger Kampf zurück ins Leben beginnt, und erst 1979 wird er auf einem Martini Mk28 sein vorerst zaghaftes Comeback am Berg feiern, dort wo inzwischen ein regelrechter Rüstungskampf zwischen diversen professionellen Rennteams ausgebrochen ist, den eigentlich er selbst erst durch seine zwei Jahre zuvor gezeigte Herangehensweise entfacht hatte. 1979 im September wird Debias auch erstmals in Bourscheid bei einem Luxemburger Bergrennen an den Start gehen und seinen ersten Gesamtsieg in dem Land feiern, das ihm künftig – nur knapp anderthalb Autostunden von seinem Heimatort Nancy entfernt – als wahres Testgelände für alle erdenklichen technischen Neuheiten und Entwicklungen, auch zum Beispiel im Bereich neuer Reifenmischungen, dienen wird, bevor er diese jeweils in […]

Auch kein 47. Homburger Bergrennen in diesem Juli – Hoffnungen ruhen auf 2022

5. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie findet die ursprünglich im Jahr 2020 abgesagte und für den 10./11. Juli 2021 neu angesetzte 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in diesem Jahr erneut nicht statt. Der Homburger Automobilclub sieht sich außer Stande die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung unter den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen und setzt all seine Hoffnungen auf einen neuen Termin im Juli 2022. Gut drei Monate vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf der Käshofer Straße, ziehen die Verantwortlichen im Organisationskomitee des saarpfälzischen Rennsportklassikers die Reißleine. Unter den Veranstaltervereinen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cups, geht man aktuell mit den „Leidensgenossen“ des MSC Rund um Schotten und der Union des Pilotes Luxemburg konform, die ihre Bergrennen ebenfalls für das laufende Jahr schon gestrichen haben. Es ist stark damit zu rechnen, dass in Kürze weite Veranstalter, gerade aus den Monaten Mai bis August, das Handtuch werfen. Mehrere Veranstalter auf Herbstterminen haben noch etwas mehr Zeit zur Entscheidungsfindung als die Homburger und die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. „Eine solche Großveranstaltung mit vielen tausend Menschen ist in der aktuellen Lage nicht zu verantworten“, betont der 1. Vorsitzende des Homburger ADAC Ortsclubs Andreas Herl. „Die Entscheidung zur Absage wurde in der Vorstandschaft einvernehmlich getroffen. Zählt man eins und eins zusammen, macht es keinen Sinn an der Veranstaltung für dieses Jahr festzuhalten, zumal der Status des Rennens international ist“, so der Pirmasenser Unternehmer weiter. Eine Verlegung in den Herbst kommt für die HAC ´ler nicht in Frage. Eigentlich wären in diesen Frühlingstagen die Vorbereitungen im stillen Kämmerlein der Hauptverantwortlichen bereits angelaufen, die wichtigsten Sponsorenverträge unter Dach und Fach oder das Werbematerial kurz vor der Fertigstellung. „Das alles haben wir aus der vorherrschenden, großen Unsicherheit heraus sein lassen und kein Geld investiert, das nachher verloren ist“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Und da sind wir schon beim wesentlichsten Punkt, der Finanzierung. Ohne zahlenden Zuschauer läuft am Käshofer Berg nichts, außerdem macht es allen Beteiligten keinen Spaß vor leeren Hängen zu agieren. Selbst mit einem Zuschauerkontingent von 1000 Personen kommen wir nicht über die Runden“. Auf ausländische Teilnehmer gerade aus dem grenznahen Frankreich und Luxemburg, die das Salz in der Suppe bilden, müsste man wohl ebenfalls verzichten. Dazu kommen umfangreiche zusätzliche Aufgaben im Rahmen eines Hygienekonzepts. „Viele von uns engagieren sich alljährlich an der Grenze des ehrenamtlich leistbaren“, sagt Rennleiter Jürgen Guckert. „Da unser Helferstamm begrenzt ist, wären weitere zusätzliche Aufgaben im Rahmen von Covid-19 Schutzmaßnahmen, […]