Ohne Zuschauer kein Homburger Bergrennen finanzierbar

27. Februar 2021

Nachdem das traditionelle Homburger Bergrennen 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, bangt man beim veranstaltenden Homburger Automobilclub auch um die dies­jährige Auflage. Wie bei so vielen anderen Sportvereinen der Saar-Pfalz-Region, ruht dort derzeit das Vereinsleben, wie der Verein mitteilt. Clubabende und Vorstandssitzungen fänden auf Grund der Corona-Pandemie nicht statt. Die letzte Zusammenkunft der HAC-Mitglieder, die sich in erster Linie aus dem Saarpfalz-Kreis und der Westpfalz rekrutieren, datiere vom 11. Ju­li 2020, dem Tag, an dem das 47. Hom­bur­ger ADAC-Bergrennen hätte stattfinden sollte. Ob die 47. Auflage seit 1974 in diesem Sommer ausgerichtet werden kann, stehe in den Sternen. Alljährlich, in der Woche nach Fasching, träfen sich die Mitglieder des Homburger ADAC-Ortsclubs zur Mitgliederversammlung, samt Neuwahlen einiger Vorstandspositionen. Im vergangen Jahr hatte man Glück noch vor dem Ausbruch von Covid-19 den Vereinsstatuten zu genügen. Aktuell habe diese auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Der Vorstand berate via Whats­App und in Online-Meetings. Thema Nummer eins sei dabei stets das Bergrennen. Rückblick: Eigentlich hätten am zweiten Juli-Wochenende 2020 auf der Käshofer Straße die Rennmotoren erklingen sollen. Doch anstelle Tausenden Besuchern und Teilnehmern aus dem In- und Ausland, die dem Nervenkitzel PS-starker Rennwagen frönen, herrschte Ruhe. Das Bergrennen des Homburger Automobilclubs fiel, wie alle anderen Bergrennen in Deutschland, Corona zum Opfer. Für 2021 spielt man im Organisationsteam des HAC auf Zeit. Der Deutsche Meisterschaftslauf ist für den 10. und 11. Juli beim nationalen Motorsportverband DMSB angemeldet. Die Prognosen sehen derweil wohl kaum vor, dass für Veranstaltungen dieser Größe und Tragweite im Juli alle Auflagen hinfällig sind. „Und ohne Zu­schauer ist unsere Veranstaltung nicht finanzierbar“, sagt HAC-Pressesprecher Thomas Bubel. „Dies ist auch die einhellige Meinung aller bundesweiten Veranstaltervereine aus der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft.“ Unter diesen Vorzeichen ist der erste Lauf zur nationalen deutschen Meisterschaft Anfang Mai im luxemburgischen Eschdorf bereits gecancelt worden und auch in der Berg-Europameisterschaft wurden die geplanten Auftaktveranstaltungen im südfranzösischen Saint Jean du Gard und am Rechberg in Österreich auf unbestimmte Zeit verschoben oder gleich ganz abgesagt. Weitere Rennabsagen sind wahrscheinlich. Als sehr unsicher sehen die HAC’ler die momentane Lage an. „Selbst mit Besuchereinschränkungen und der damit einhergehenden Überwachungsproblematik können wir nicht leben“, erläutert Rennleiter Jürgen Guckert aus Kirkel. „Eine Einzäunung des kompletten Veranstaltungsgeländes, vom Fahrerlager am Stumpfen Gipfel bis vor die Tore von Käshofens ist schlicht unmöglich.“ Inzwischen halte der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB) für seine Veranstalter ein Online-Registrierungsystem für Fahrer, Helfer, Organisatoren und Zuschauer samt Nutzungsgebühr bereit, das bei voller Zuschauerkapazität zum […]

EM Auftakt betroffen – Rennverschiebungen und Absagen in Frankreich und Großbritannien

20. Februar 2021

Unter dem Eindruck der anhaltenden Corona-Pandemie, erreichen uns aktuell weitere Absagen oder Terminverschiebungen auf unbestimmte Zeit aus dem europäischen Ausland. Die neusten Meldungen betreffen die Französische und Britische Bergmeisterschaft, mit involviert ist so auch der Auftakt der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft am Col Saint Pierre. Durch eine gemeinsame Pressemitteilung gaben die ASA Rhône-Cèze und die ASA d’Alès, jeweils Organisatoren der Bergrennen von Bagnols-Sabran und Col Saint-Pierre, bekannt, dass ihre Veranstaltungen nicht zu den ursprünglich geplanten Terminen stattfinden können. Die beiden „Frühjahrsklassiker“  in der Südfranzösischen Region Gard, mit denen traditionell die Saison der französischen Bergmeisterschaft eröffnet wird, müssen somit erst einmal passen. „Trotz des guten Willens der Präfektur Gard müssen wir die ursprünglich gewählten Termine 27./28. März und 10./11. April 2021 aufgeben, da sonst die Bergrennen hinter verschlossenen Türen stattfanden müssten“. Diese Einschränkungen keine Zuschauer zulassen, sind für beide Organisatoren ein große Problem, da die Veranstaltungen so nicht finanzierbar sind. Die Clubs ASA Rhône Cèze und ASA d’Alès bleiben jedoch zuversichtlich, beide Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr 2021 mit Publikum nachholen zu können. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und der FFSA Hill Climb Commission wird nach Ersatzterminen gesucht. Ebenfalls zwei klassische Bergrennen im britischen Rennkalender wurden vorsorglich gleich ganz für das Jahr 2021 abgesagt. Betroffen sind die touristisch so reizvollen Events auf den Kanalinseln. Nach Gesprächen mit dem Jersey Motorcycle and Light Car Club und dem Guernsey Motor Cycle & Car Club hat der Britische Automobile Racing Club, Organisator der von Avon Tyres präsentierten British Hillclimb Championship – die schwierige Entscheidung getroffen, die beiden beliebten Doppelveranstaltungen Bouley Bay und Val de Terres im Juli bereits jetzt abzusagen. Dies ist auf die Unsicherheiten hinsichtlich der Covid 19-Reisebeschränkungen während des Sommers zurückzuführen. Es wurde der Beschluss gefasst, dass eine frühzeitige Entscheidung für alle Wettbewerber von Vorteil sei, um Klarheit bei der Planung für die Saison 2021 zu schaffen. Die Channel Island-Bergrennen sind seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Meisterschaft in Großbritannien und ziehen immer eine Menge von Wettbewerbern vom britischen Festland an. Man hofft nun auf bessere Zeit und auf eine Neuauflage dieser beiden idyllischen Events direkt am Meer im Juli 2022.

David Hauser als Fahrer und Teamchef in die ELMS

20. Februar 2021

Das Racing Experience Team um die Luxemburger Familie Hauser freut sich, seine Teilnahme an der berühmten European Le Mans Series (ELMS) Meisterschaft für die Saison 2021 bekannt zu geben. Letzten Freitag wurde die Nennliste offiziell veröffentlicht. Insgesamt wird das Feld aus 43 Autos bestehen. Der Duqueine D08 Rennwagen von Racing Experience mit der Nummer 12 wird das Abenteuer in der LMP3-Klasse bestreiten, wo er sich mit 16 anderen Teilnehmern messen muss. Die Meisterschaft wird sechs Rennveranstaltungen in ganz Europa umfassen. Das Team kennt die meisten Strecken aus dem Michelin Le Mans Cup in den Jahren 2019 und 2020, mit Ausnahme des Red Bull Rings in Österreich. Die endgültige Fahrerbesetzung wird in Kürze bestätigt, aber zum ersten Mal seit 2017 werden sich die Brüder David und Gary Hauser zusammen mit einem dritten Fahrer wieder das gleiche Auto teilen, und zwar bei allen Veranstaltungen dieser Saison. Eine weitere große Ankündigung ist die Bekanntgabe des neuen Geschäftsführers von Racing Experience: David Hauser. Er hat die Entscheidung getroffen, sich zu 100% auf das Team zu konzentrieren und in die Fußstapfen seines Vaters Christian zu treten, der weiterhin Teambesitzer und ein sehr erfahrenes und wichtiges Mitglied bleibt. Christian Hauser, Team Besitzer von Racing Experience: „Die letztjährige Saison im Michelin Le Mans Cup spiegelte nicht ganz die Stärken und Kompetenzen unseres Teams wider und trotz unserer Bemühungen und auch einiger sehr positiver Qualifying-Ergebnisse und starker Rennleistungen lief nicht alles nach Plan. Unser Ziel ist es, die Situation in diesem Jahr zu ändern und deshalb ist über den Winter viel passiert. Wir haben unsere Bewerbung für die Europameisterschaft (ELMS) eingereicht und waren sehr erfreut, als wir unser Team am vergangenen Freitag auf der Nennliste sahen. Wir können es kaum erwarten, in die Saison zu starten! Ich bin stolz, dass David die Rolle unseres Geschäftsführers übernehmen wird. Er kennt das Team, seit alles im Jahr 2000 begonnen hat. Er ist damit aufgewachsen und hat viel Zeit in die Entwicklung, aber auch in technische Verbesserungen investiert, dank seines Doppel-Master-Abschlusses in Maschinenbau. Es gibt keine bessere Person für diese Position und ich habe vollstes Vertrauen in ihn!“ David Hauser, neuer Geschäftsführer von Racing Experience und Fahrer: „Was für ein Start ins Jahr! Ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit, hauptberuflich für Racing Experience zu arbeiten. Es ist eine große Herausforderung für mich und es wird ein sehr hohes Arbeitspensum sein, aber ich werde alles geben! Aus Fahrersicht ist die Teilnahme […]

Boxengeflüster 02/2021: Wussten Sie schon dass…?

13. Februar 2021

DASS wohl viele nicht wissen, dass Manfred Hülsmann bereits seit November 2017 Präsident des Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück ist. Im Bergrennsport bildet der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Osnabrück seit Jahren ein Team mit Sohn Markus Hülsmann im KW Berg-Cup und lässt es sich nicht nehmen ab und an auch selbst ins Lenkrad des schneeweißen Hülsmann-Golf zu greifen. Im Jahr 2019 schaffte der 67-jährige „Unruheständler“ mit dem VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, steckt aber aktuell im Abstiegsstrudel. DASS trotz Pandemie in der italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) für die Saison2021 insgesamt 12 Rennveranstaltungen vorgesehen sind und der nationale Motorsportverband ACI Sport bei all diesen Läufen eine Fernsehproduktion garantiert. Das komplette Duzend wird als Live-Streaming im Internet zusehen sein und zusätzlich die Highlights im öffentlichen Fernsehen ausgestrahlt. DASS aktuell der Österreicher Herbert Pregartner die Bestzeit auf der virtuellen Bergrennstrecke der RaceRoom Hillclimb Icons Leaderboard Challenge innehat, das mit dem Meisel-Mercedes und dem Plasa-BMW, vor Gamern aus Spanien, Deutschland, Norwegen und Tschechien. „Pre“, der Ende 2018 sich aus dem realen Bergrennsport zurückgezogen hat und inzwischen mit Rennsimulatoren auf Messen und Veranstaltungen präsent ist, hat mit einem gewissen Rüdiger Faustmann einen starken Gegner im Nacken. Ob es sich dabei um den früheren Vize-Bergeuropameister aus Niederbayern handelt ist uns noch nicht bestätigt worden. Jedenfalls erfreut sich die SimRacing-Plattform RaceRoom aus dem Hause KW Suspensions um die KW Berg-Cup-Hauptsponsoren Klaus und Jürgen Wohlfarth wachsender Beliebtheit. DASS sich der Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister Canio Marchione Ende letzten Jahres einen E2-SC Rennsportwagen vom Typ Osella PA 21 JRB 1000 BMW zugelegt hat, mit dem der „Italo-Luxemburger“ in diesem Jahr erstmals in der Luxemburger Bergmeisterschaft antreten möchte. Der von einem Motorradmotor angetriebene Sportprototyp erhielt seine neue Grundabstimmung bereits vor wenigen Tagen auf dem Fahrdynamikprüfstand von KW Suspensions im KW-Werk im schwäbischen Fichtenberg. Zum ersten Renneinsatz könnte es schon am Ostermontag beim heimischen Bergrennen Holtz kommen, das auch ohne Zuschauerzulassung durchgeführt werden kann.

Schnellmann und Köstli Racing wollen den Pikes Peak erobern

8. Februar 2021

Roger Schnellmann und das Köstli Racing Team aus der Schweiz haben sich zum Ziel gesetzt, Ende Juni diesen Jahres beim legendären Bergrennen am Pikes Peak eine Top-10-Platzierung zu erzielen. Eingeschrieben sind sie bereits! Schnell, schneller, Schnellmann. Der 36-jährige Roger Schnellmann aus Wangen (SZ) zählt spätestens seit seiner Goldmedaille beim FiA Hillclimb Master 2018 in Italien, zu den besten Bergrennfahrern Europas. Gemeinsam mit den Gebrüdern Roman und Sebastian Köstli vom Köstli Racing Team aus Wernetshausen im Zürcheroberland will Schnellmann am 27. Juni 2021 am Pikes Peak in Colorado das berühmteste Bergrennen der Welt absolvieren. Seit 1916 findet in den Rocky Mountains das anspruchsvollste Bergrennen der Welt statt. Mehr als 156 Kurven und unglaubliche 1439 Meter Höhenunterschied machen das Rennen am Pikes Peak aus. Superstars wie Walter Röhrl, Ari Vatanen, Michèle Mouton oder Sébastien Loeb haben bei diesem Bergrennen Geschichte geschrieben. 19,99 km gilt es zurückzulegen. Nicht ohne Grund wird das Rennen als «Race to the clouds» beschrieben. Roger Schnellmann: «Das Rennen am Pikes Peak ist für jeden Bergrennfahrer das ultimative Ziel. Kein Rennen ist so legendär, kein Rennen hat so viel Geschichte geschrieben. Für mich als Rennfahrer wäre es eine Erfüllung eines Traums, wenn ich Ende Juni am Start stehen könnte. Wir haben einen fixen Plan aufgestellt, wie wir dieses Projekt realisieren können. Ich habe auch bereits die Zusage, dass wir bei der Racingfuel Academy in Horgen, die die offizielle Schweizer SimRacing Series austrägt, für das Rennen am Pikes Peak trainieren können.» Das alles kostet Geld – die Rede ist von ca. 100’000 CHF. Allein die Anpassung auf einen Turbomotor für den Radical-Sportwagen verschlingt ca. 25’000 CHF. Um das ehrgeizige Ziel zu verwirklichen, suchen die drei Racer noch Unterstützung. Neben einer Crowdfunding-Aktion bei www.ibelieveinyou.ch hoffen Schnellmann & Co auch auf Sponsorengelder. Das Ziel ist es, bis Ende Februar das Budget zusammenzuhaben. Gelingt dieses Vorhaben, so soll das Abenteuer Pikes Peak keine Eintagsfliege bleiben. Die Köstlis peilen schon jetzt für die 100. Ausgabe des International Hill Climb Pikes Peak, die 2022 stattfinden wird, einen neuen Streckenrekord an. Roman Köstli: «Unsere Erfahrung im Bereich Luftfahrt, Fahrzeugbau und Rennsport ermöglicht es uns, ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen. Mit Roger Schnellmann haben wir einen erfahrenen Piloten gefunden, der dieses ehrgeizige Unterfangen mitträgt. Wir haben uns Mitte Januar offiziell in die Nennliste der 99. Ausgabe eingetragen. Und wir sind jetzt schon an der Planung für die übernächste Ausgabe 2022. von Köstli Racing Team

Ausgabe 2021 des Eschdorfer European Hill Race findet nicht statt

8. Februar 2021

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung treffen musste, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 30. April bis 2. Mai 2021 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise auch dieses Jahr nicht auszutragen. Können wir sicher sein, dass die Entwicklung der sanitären Lage es Anfang Mai erlauben würde, das Rennen überhaupt stattfinden zu lassen? Wäre es wirklich denkbar, unter bestmöglichen gesundheitlichen Sicherheitsbedingungen ein internationales Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu mehr als 4.000 Zuschauern zu empfangen, davon rund die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, England oder der Schweiz anreisend? Wäre es auch nur irgendwie vorstellbar, bei einer solchen Veranstaltung im Freien gegebenenfalls den Zutritt für Zuschauer zu begrenzen oder gar ganz zu verbieten, umso mehr die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern in normalen Jahren etwa die Hälfte der Veranstaltungskosten decken? Ist es unseren treuen, von der Pandemie ohnehin wirtschaftlich gebeutelten Sponsoren zumutbar, finanziell und/oder logistisch in eine Veranstaltung zu investieren, deren Durchführbarkeit derzeit niemand garantieren könnte und auch nicht, welchen Werbefallout sie sich je nach Anfang Mai eventuell geltenden Beschränkungen erwarten könnten? Eine Vielzahl an Fragen, welche die Verantwortlichen der Union de Pilotes rund um ihren Präsidenten Alain Pier bereits seit Wochen beschäftigten, Fragen, die es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist zu beantworten, auf die es aber auch in einem, in zwei Monaten wohl keine definitiven Antworten geben wird. Doch um eine Veranstaltung solchen Ausmaßes auf die Beine zu stellen ist eine gewisse Planungssicherheit nötig, um den Arbeits- und Zeitaufwand eines eher kleinen Kreises von Ehrenamtlichen sowie die finanziellen Einsätze zu rechtfertigen, wobei derzeit die Durchführbarkeit ohnehin eher einer Lotterie mit höchst unwahrscheinlichem Treffer gleicht. Zumal die örtlichen Begebenheiten mit einem Teil des Fahrerlagers inmitten des Dorfes in direkter Nähe zu den Anrainern beim derzeitigen Stand der Pandemie eine zusätzliche Schwierigkeit darstellen. Genau wie im Vorjahr sieht sich die Union des Pilotes somit gezwungen, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen bevor sie blindlings die ersten Veranstaltungskosten eingeht: „Unsere finanziellen Reserven erlauben uns nicht, das Risiko einer Ausgabe unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar einer kurzfristigen Absage eingehen zu können. Zudem stehen verschiedene unserer ohnehin raren freiwilligen Helfer uns aufgrund der sanitären Lage derzeit weniger zur Verfügung, was die Organisationsarbeit nicht vereinfachen würde. So haben wir nun also schweren Herzens innerhalb des Veranstalterstabs die einstimmige Entscheidung treffen müssen, die für das erste Mai-Wochenende geplante 2021er Ausgabe […]

Erste Absage 2021 – Auch dieses Jahr kein Rechbergrennen

7. Februar 2021

Die erste Hiobsbotschaft für alle Motorsportbegeisterten rund um den Bergrennsport kommt aus Österreich. Da aufgrund der „Corona-Situation“ nach wie vor keine Planungssicherheit gegeben ist, sieht sich der MSC Mürztal mit seinem Organisationsteam um Jakob Schrittwieser dazu gezwungen, das legendäre Rechbergrennen, das für den 24./25.04. vorgesehen war, vorzeitig abzusagen. Die Vorbereitungen für eines der alljährlich größten Highlights im internationalen Bergrennkalender hätten bereits jetzt beginnen müssen. Der für Ende April geplante 2. Lauf zur Berg-Europameisterschaft 2021, wird somit nach 2020 erneut nicht zur Austragung kommen. Allgemein sieht es derzeit nicht gerade rosig für Motorsportevents mit Zuschauern aus, es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann uns die nächsten Absagen ins Haus flattert. Offiziell muss die Absage des Rechbergrennens noch von der FIA bestätigt werden, was aber eine Formalität sein dürfte. Mit seinem Motorradbergrennen von Landshaag, welches ebenfalls für April geplant war, wird der MSC Rottenegg (auch Veranstalter des Auto-Bergrennen St. Agatha), auf den vorsorglich eingerichteten Ersatztermin ausweichen. Dieses Event soll nun am 05.-06. Juni 2021 über die Bühne gehen.

Francesco D‘ Acri: „Italo-Hesse“ wandelt erfolgreich zwischen zwei Welten

7. Februar 2021

Luzzi ist eine kleine süditalienische Gemeinde in der Provinz Cosenza in der Region Kalabrien mit rund 9000 Einwohnern, die den Motorsport lieben. Ausdruck dessen ist das bekannte Bergrennen von Luzzi – Sambucina, das regelmäßig zur Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) zählt. Ein Kind dieses Dorfes ist Francesco D‘ Acri, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt. In Erzhausen zwischen Darmstadt und Frankfurt betreibt D´Acri eine Firma für Baudienstleistungen. Wir kennen den sympathischen Italiener vor allem von seinen sporadischen Rennen mit seinem Elia Avrio-Sportwagen in der Deutschen Bergmeisterschaft. Seit 2011 hat der Gründer und Team-Chef des Tintillo Racing Teams den von einem Suzuki GSXR 1000-Motorradmotor angetrieben Gruppe E2-SC Rennwagen „Made in Kalabrien“ ins Hessische exportiert. Der kleine, flinke Sportwagen mit Kettenantrieb von Konstrukteur Leonardo Elia, hat hierzulande zwischenzeitlich viel Aufmerksamkeit bekommen, zuletzt beim seinem deutschen „Home GP“ in Eichenbühl im Jahr 2019. Nicht nur wegen der anhaltenden Pandemie hat Francesco D‘ Acri den realen Rennsport auf den deutschen und italienischen Bergpisten etwas vernachlässigt. Auch aus Zeitgründen ist der Luzzese mehr und mehr im virtuellen Bereich unterwegs. Via Internet von Deutschland aus, gehört D´Acri zu den regelmäßigen Startern in der SimRacing-Meisterschaften von Modders Team Corse, quasi der virtuellen CIVM und Berg EM. Bei der auf Assetto Corsa basieren Simulations-Plattform pilotiert er sogar das virtuelle und detailgetreue Gegenstück seines Elia-Avrio Rennwagens. Es freut D‘ Acri das er seinen kleinen Prototy praktisch 1:1 für die Teilnahme an der virtuellen Meisterschaft zur Verfügung hat. „Für mich bedeutet Bergrennen eine Mischung aus Emotionen wie Glück, Adrenali, Leidenschaft und manchmal auch Traurigkeit. In meiner Heimat Luzzi geht es ziemlich leise und beschaulich zu, bis jemand einen Rennwagen startet, dann sind alle hellauf begeistert“. Zum Sim-Rennsport sagt D´Acri weiter: „Der virtuelle Rennsport existiert schon lange, aber es war nie interessant für mich, weil ich mit dem realen Racing aufgewachsen bin. Mit der virtuellen Welt bin ich dank Modders Squadra Corse und ihrer Meisterschaften näher gekommen, die mir das Gegenteil bewiesen haben. Ich habe es ausprobiert und war wirklich überrascht. Ich denke, dass dieses Team etwas Großes auf virtueller Ebene veranstaltet, indem es eSport-Meisterschaften auf ausgezeichnetem Niveau und wachsenden Interesse veranstaltet. Ich bin stolz, denn das Gute ist, dass es sich um eine italienische Gruppe und Leuten handelt, die bestrebt sind auch internationale einen hohen Level zu erreichen.“ Über sich und seine große Familie erzählt D´Acri weiter: „Ich lebe in Deutschland, habe aber sehr tiefe Wurzeln in Italien. Es kommt nicht […]

Generationswechsel in der Luxemburger Automobilsport-Kommission

5. Februar 2021

ACL-Sportpräsident Marc Joseph und sein Stellvertreter und Vize-Präsident  Norbert Hartz treten in den kommenden Tagen von ihren Posten zurück. Nach 55 Jahren im Dienste des Luxemburger Motorsports in verschiedenen Funktionen, wird sich Marc Joseph aus dem Lenkungsausschuss von ACL Sport zurückziehen, um seiner Familie mehr Zeit zu widmen. Der Bad Mondorfer bleibt aber dem ACL als Sportkommissar und Vertreter seiner nationalen Kommission für den Bergrennsport, bei der FIA in Paris erhalten. Andy Mathekowitsch wird Joseph nachfolgen und sich weiterhin als Sportdirektor zur Entwicklung des Motorsports in Luxemburg einsetzten. „Marc Joseph, unterstützt von Norbert Hartz, hat im Motorsport seit Jahrzehnten alles gegeben“, bemerkt der Präsident des Luxemburger Automobilclubs (ACL) Yves Wagner. „Wir sind dankbar für sein unermüdliches Engagement und für all die guten Ratschläge, die er in vielen Jahren gab, und damit den hiesigen Motorsport dahin führte wo er heute ist.“ Marc Joseph fügt seinerseits hinzu: „Ich wünsche Andy Mathekowitsch von ganzem Herzen Glück, die Entwicklung des Motorsports in Luxemburg weiter voran zu treiben. Ich bin froh, dass ich meinen Beitrag erbringen konnte und das die Nachfolge zum Wohle des Motorsports, für den ich so hart gearbeitet habe, in guten Händen ist.