Zweibrücken wird im September zum Motorsport-Mekka

25. Juli 2020

Der ehemalige Militär- und Verkehrsflugplatz im westpfälzischen Zweibrücken erfährt im September 2020 eine motorsportliche Aufwertung der besonderen Art. Mit freundlicher Unterstützung der TRIWO AG, dem Besitzer des Areals, locken zwei Rennsportveranstaltungen nach den großen Einschränkungen der Coronakriese mit jeder Menge Fahrspaß für Besitzer unterschiedlichster Rennfahrzeuge und einer lange vermissten Racing-Atmosphäre für die Besucher. Die Konzepte beider Veranstaltungen sind recht unterschiedlich, es wird jedoch vielen Interessierten möglich sein bei beiden Events an den Start zu gehen und endlich seinem geliebten Rennvehicle wieder einmal den nötigen Auslauf zu geben. Beginnen wird am 04./05. September ein „Motorsport-Festival“ bei dem Formel Fahrzeuge, Tourenwagen sowie Renn-und Sportwagen präsentiert und im Wettkampfmodus gefahren werden. Drei Wochen später erinnert die Klassik-Veranstaltung „Historisches Flugplatzrennen Zweibrücken“ an das frühere Rennen zur Super-Tourenwagen Meisterschaft (STW), als reine Gleichmäßigkeitsprüfung und Präsentationsfahrt für klassische und historische Zwei- und Vierräder. Eine gültige Fahrerlizenz (z.B. DMSB) wird einem bei beiden Anlässen nicht abverlangt. Motorsport-Festival am 04./05. September 2020: Seit 2001 wird der Mythos Sportwagen von Veranstalter Wolfgang Fousek mit Events im süddeutschen Raum gelebt, gezeigt und gefahren. Beispielsweise die „Chiemgau Motorzone“ bei Seebruck am Chiemsee ist den Sportwagenenthusiasten ein Begriff. Um diese und viele andere Boliden auch im Rennsport einzusetzen, erweitert Fousek nun sein Programm mit „Racing“ in Zweibrücken! Wie Ende September beim Flugplatzrennen an gleicher Stelle bekommen auch die Old- und Youngtimer ein eigenes Feld, hier unter Rennbedingungen. Geplant ist zudem ein Lauf der Tourenwagen-Classics mit den wunderbaren Tourenwagen der alten DTM und STW. Weiter bekommen Super-Sportwagen wie McLaren, Porsche, Lamborghini, Maserati oder Ferrari ihren Spielraum auf dem Zweibrücker Flugplatzrundkurs genauso wie ein Feld mit Formel-Rennwagen und Sportprototypen. Willkommen sind weiter Rennserien, Clubs und Vereine. Parallel findet auf dem weitläufigen Gelände eine „Rallye-Demo“, ganztägig organisiert vom MSC Schiffweiler statt, sodass die Rallye-Zunft ebenfalls mit von der Partie sein kann. Der saarländische ADAC-Ortsclub ist auch Teil der Gesamtorganisation. Initiator Wolfgang Fousek reiste bereits mehrfach zu Gesprächen mit Institutionen und Behörden in die Westpfalz, sodass die Ampel für eine reine Rennsportveranstaltung mit einer festgelegten Zuschaueranzahl auf grün steht. „Aufgrund der in diesen Zeiten nicht hundertprozentigen Planungssicherheit, werden wir dieses Jahr einen „Test-Tag“ mit Einstellungsfahrten organisieren, eine offizielle Zeitnahme von Veranstalterseite ist dieses Jahr noch nicht möglich. Bei erfolgreicher Durchführung planen wir für 2021 richtiges „Airport-Racing“ in Zweibrücken und zusätzlich auf den Flugplätzen Pferdsfeld im Hunsrück und in Oberpfaffenhofen bei München“, so Fousek. „In Gruppen von GT-Fahrzeugen über Formel Boliden bis zum Supersportwagen präsentiert sich ein […]

Erster Turbo-Allrad Sportwagensieg – Norma ist jetzt NOVA

20. Juli 2020

Auch in Tschechien drehen sich wieder die Räder in der dortigen Berg-Meisterschaft. Nach coronabedingten Absagen im Frühjahr stand am vergangenen Wochenende bereits das zweite Rennen der Tschechischen Meisterschaft in Oslavou in der Nähe von Brünn auf dem Programm. Und das Bergrennen „Zámecký vrch – Náměšť nad Oslavou“ wird in die Geschichte dieses Sports eingehen. Nach einem erfolgreichen Funktionstest Anfang Juli brachte der Französische Spitzenfahrer Sebastien Petit erstmals seinen brandneuen Sportwagen der Marke NOVA an den Start und siegte gleich in der Gesamtwertung auf der 2030 Meter langen Strecke in Böhmen. Dies bedeute den ersten Tagessieg einer NOVA-Konstruktion und eines offenen Turbo-Allrad Sportwagens in Europa. Bei wechselten Bedingungen verbesserte der amtierende FiA Hillclimb Cup Champion in 51,92 Sekunden auch noch den Streckenrekord. Petits NOVA NP 01-4 wird von einem bei EMAP entwickelten 1750 ccm Honda-Turbomotor angetrieben. Leistungsmäßig liegt der Franzose aktuell bei 550 PS bei einem Fahrzeuggewicht von 620 kg. Zwischenzeitlich setzte sich Norma-Gründer Norbert Santos zur Ruhe und übergab die Geschäfte an seine Tochter Camille Santos und Guillem Roux. Somit wurde aus Norma nun NOVA. Die Podiumsplätze in Oslavou belegten hinter Petit der Osella FA30-Pilot Milos Benes vor seinem Tschechischen Landsmann Vaclav Janik im ebenfalls turbobefeuerten Norma M20 FC. Nach zwei Starts in Kroatien war es für den Passauer „Berg-Weltenbummler“ Helmut Maier, Ehrensache auch in der Tschechischen Republik mit seinem VW Golf dabei zu sein. Der Pensionist siegte sogar in der Klasse der E1-Tourenwagen bis 1600 ccm Hubraum.

Tourenwagen Legenden – Hoffnung auf 2021 am „Uphöfener Berg“

14. Juli 2020

Es sollte ein absolut neuer Höhepunkt im ohnehin attraktiven Programm des 53. Int. Osnabrücker Bergrennens am 1./2. August werden, doch ein Virus machte dem MSC Osnabrück und den Aktiven der Tourenwagen Legenden leider einen Strich durch die Rechnung. Da das Rennen auf den 7./8. August 2021 verlegt wurde, hoffen nun die Verantwortlichen sowohl des Veranstalters als auch der äußerst beliebten Serie, die bereits einen freundschaftlichen Kontakt pflegen,  dass der Terminplan im kommenden Jahr „passt“ und die spektakulären Ex-DTM-Fahrzeuge, STW und anderen Tourenwagen der 80er und 90er am „Uphöfener Berg“ dabei sein können. Dabei wird dann auch der im Osnabrücker Land bestens bekannte und beliebte Schauspieler Norbert Heisterkamp sein, der bereits in 2020 nach einjähriger Pause wieder auf den Berg „brannte“; schließlich ist er bei den Tourenwagen Legenden in dieser Saison mit einem Ex-DTM Mercedes 190 aktiv dabei. Ganz aktuell hat die Top-Serie ihren Rennkalender für 2020 herausgegeben. Am 24./25. Juli geht es Hockenheim verspätet in die verkürzte Saison. Sieben Veranstaltungen stehen im Spätsommer und Herbst noch auf dem Programm. Inwieweit die Rennen allerdings von Zuschauern besucht werden können, wird jeweils rechtzeitig bekanntgegeben (www.tourenwagen-legenden.de). So hoffen alle Beteiligten, dass es am 7./8. August 2021 zu dem besonderen Treffen der Tourenwagen Legenden mit den vielen Fans der einmaligen Rennboliden der Ex-DTM, STW und anderer renommierter Serien der 80er und 90er beim 53. Int. Osnabrücker Bergrennen kommt.

Boxengeflüster 06/2020: Wussten Sie schon dass…?

13. Juli 2020

DASS sich der harte Kern der Mitglieder des Homburger Automobilclubs am letzten Samstagabend, dem abgesagten Termin des 47. Homburger ADAC Bergrennen, zu einem „Wiedersehens-Grillabend“ nach langer Coronazeit getroffen haben. Am Materiallager des Bergrennens schwelgten knapp 30 HAC´ler und Formel-Pilot Gerd Kauff als „Specialguest“, in lange vermissten Bezingesprächen. Kauff reiste spontan aus Alzey an. Selbst als „Wurstleiter“ titulierte sich Jürgen Guckert, der hinter dem Grill stand und für heiße „Rennwürstchen“ und „Fleischküchelchen“ sorgte. In der abgesagten Saison hätte Guckert bei seinem Heimrennen auf der Käshofer Straße und erneut in Mickhausen als Rennleiter sowie in Osnabrück als Vize-RL fungieren sollen. DASS am 21. Juni endlich das erste Bergrennen in Europa nach dem Corona-Lockdown in Kroatien stattfand. „Wir freuen uns sehr, das erste Saisonrennen in Angriff nehmen zu können. Das zu tun, was wir lieben.“ Sprach Christian Merli und beendete prompt das 14. Nagrada Grada Skradina in Kroatien mit dem Gesamtsieg. Die Coronakrise mit der Absage der FIA-Europameisterschaft hatte die Saisonplanung von Europameister und Osnabrück-Streckenrekordhalter Christian Merli über den Haufen geworfen. So nutzte der italienische Top-Fahrer gern die Gelegenheit, Mitte Juni in Kroatien zu starten. Über den Winter hatte er an seinem imposanten Osella FA 30 Aerodynamik und Motor weiter verbessert und die Farben aufgefrischt. Ein Schaden beim letzten Test auf der Rundstrecke zwang ihn, das fix und fertig vorbereitete Auto kurz vor der Abreise nach Kroatien noch einmal komplett auseinanderzunehmen. Nun aber dürfte ihm der Siegerpokal Auftrieb für den Rest der Saison geben. In Italien hofft man derzeit noch auf eine abgespeckte Meisterschaft mit 4 oder 5 Rennen, auf die sich Merlis ganze Aufmerksamkeit richten dürfte. Einmal mehr will er seinem ewigen Konkurrenten Simone Faggioli (Norma M20 FC) Paroli bieten, der in Kroatien Zweiter wurde. DASS KW Berg-Cup „Chef“ Uli Kohl und seine Frau Brigitte anfangs Dezember erstmals Großeltern werden. Tochter Christina Fürst, die in den vergangen vier Jahren als Rallye Co-Pilotin im rot-weißen BROSE Skoda Fabia R5 auch zu Deutschen Rallyemeister-Ehren kam, wird eine Babypause einlegen. Bisher gab es für Uli und Brigitte nur den „Enkelhund“ Mayla, eine schokobraune Labradorhündin, die Christina gehört. Zwischenzeitlich wird Ursula Mayrhofer den „heißen Sitz“ neben Dominik Dinkel übernehmen. Christina bleibt natürlich auch in ihrer Babypause Mitglied des Brose Rallye Teams. DASS In diesem schwierigen Jahr, in dem auch die unzähligen Fans des Automobilsports aufgrund der Corona-Pandemie keine Gelegenheit zum Besuch der spektakulären Rennen in allen Sparten, wie der Rundstrecke, Rallye oder Bergrennen „vor Ort“, bedingt […]

Rennserien im E-Sport – längst keine Utopie mehr

9. Juli 2020

Für viele Motorsportfreunde ist das Einsteigen in ein eigenes Cockpit ein großer Lebenstraum. Was die wenigsten bei einem ambitionierten Bergrennen oder anderen Rennserien verwirklichen können, ist in der virtuellen Welt problemlos realisierbar. Tatsächlich öffnet sich der E-Sport-Bereich nun auch der Formel-1 und bringt Konzepte hervor, mit der jedem Computerbesitzer bald ein Einstieg in ambitionierte Rennserien offensteht. Fahrspaß und der Reiz des Virtuellen – Dieses Jahr mussten nicht nur Motorsport-Fans eines einstecken. Nicht nur Termine für Bergrennen in Deutschland mussten stark reduziert und später ganz abgesagt werden, auch der große Rennzirkus der Formel 1 und weiterer Rennserien kam zum Erliegen. Auch wenn sich dies nun langsam bessert, kommen viele Fans nur langsam wieder in Stimmung. Wie in anderen Lebensbereichen hat die digitale Welt über die letzten Monate ein wenig zum Trost beigetragen. Während die Wettabgabe auf Fußball, Motorsport und andere Sportarten nicht möglich war, sind virtuelle Ligen und E-Sports stärker in den Vordergrund gerückt. Was viele Fans gemerkt haben: Während Fußball und Gaming-Konzepte im E-Sport längst etabliert sind, sind Rennserien hier kaum vertreten. Dies dürfte sich jedoch bald ändern und neue Perspektiven für spielfreudige Fans schaffen. Rennserien im E-Sport zunehmend etabliert – E-Sport in der Formel 1 ist nichts absolut Neues, lief jedoch größtenteils ohne Wahrnehmung der Öffentlichkeit. So wurde die erste Weltmeisterschaft seitens der FIA im Jahr 2017 ausgetragen. Turniere wie der FIA Gran Turismo Nations Cup sind eingefleischten Fans ein Begriff, auch dieser hat erst wenige Jahre Geschichte. Mit der wachsenden Akzeptanz von E-Sports im Allgemeinen dürften immer mehr Fans diese Alternative zu klassischen Rennserien für sich entdecken. Vor allem bei jungen Menschen mit einer größeren Offenheit für den E-Sport sind solche Rennserien längst gefragter als die Originale. Oft geht es hier rasanter und direkter zu, auch die Identifikation mit den sehr jungen Spielern fällt Jugendlichen und jungen Erwachsenen oft leichter. Es verwundert nicht, dass die FIA frühzeitig die Verbindung von Formel 1 und E-Sport erkannt und gefördert hat. Mit jedem Jahr zeigt sich nun eine Weiterentwicklung dieses Erfolgskonzepts. Simulation auch für echte Fahrer relevant – Die Wurzeln von Formel 1 und anderen Rennserien als E-Sport reichen in die Forschungsabteilungen der einzelnen Rennställe zurück. Seit vielen Jahren sitzen Fahrer hier an Simulatoren, um sich auf die verschiedenen Fahrsituationen diverser Strecken rund um den Globus einstellen zu können. Dieses Konzept ist nun endlich massentauglich und dürfte immer mehr Spielern offenstehen. Einzelne Rennställe nehmen deshalb auch eine aktive Förderung der jungen Fahrer mit einer Vorliebe für […]

Auch Österreich ohne Bergrennen – kein St. Agatha 2020

8. Juli 2020

Leider sieht sich der MSC Rottenegg gezwungen, auch das geplante NOBLEND-Autobergrennen Esthofen – St. Agatha für 2020 abzusagen. Anfangs haben die Lockerungen der Österreichischen Bundesregierung für Veranstaltungen ab 1. September bis 10.000 Personen das Organisationskomitee sehr positiv gestimmt und mit Euphorie wurden die Planungen für das Events begonnen. Wenige Tage später erreichte Markus Altenstrasser und sein Team die Info, dass die Veranstaltung nur mit zugewiesenen Sitzplätzen und einer ganzen Menge unerfüllbarer Auflagen möglich sein wird. Nüchtern betrachtet, hatte man erst eine positive Info seitens der Regierung erhalten und dann wurde wieder ganz schnell zurückgerudert. „Im Anschluss der Besprechung mit der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen stand fest, dass die Vorgaben der Bundesregierung unmöglich einzuhalten sind und wir deshalb gezwungen sind die geplante Veranstaltung schweren Herzens abzusagen“, so Altenstrasser. „Auf diesem Wege möchten wir uns auch bei der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen für das faire und ehrliche Gespräch bedanken, welche uns auch ausdrücklich mitteilte, dass die BH keine Einwände zur Veranstaltung habe, dass aber leider die Vorgaben der Bundesregierung verordnet werden müssen – was natürlich in der derzeitigen Lage völlig nachvollziehbar und verständlich ist“. Die aktuellen Fallzahlen in Oberösterreich und die ab morgen erneut geltende Maskenpflicht, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, helfen dem ganzen Projekt auch nicht unbedingt positiv weiter. Gesundheit geht vor – keine Frage! Jedoch schaden diese Maßnahmen dem Sport extrem und es wird viel Aufbauarbeit notwendig sein, um wieder einem normalen Motorsportbetrieb entgegen sehen zu können.

Arlberg-Bergslalom: 10 Deutsche starten in ungewisse Saison

5. Juli 2020

Am Wochenende des 10. – 11. Juli 2020, also am Freitag und Samstag dieser Woche,  gastiert der Vorarlberger Drytech Race Automobil Cup zusammen mit verschiedenen Sondergruppen am berühmten Arlberg zu einem Berg-Slalom. Stuben am Arlberg ist mit seiner hochstehenden Gastronomie und Hotelerie der Startort mit Fahrerlager zum Rennen auf den Arlberg Pass. Die Veranstaltung auf Clubsportniveau ist eine von sehr wenigen Rennen am Berg, die aktuell in Mitteleuropa bereits wieder stattfinden. Dem entsprechend groß war der Ansturm an „Fahrwilligen“, auch aus der Deutschen Bergrennszene hatten sich zahlreiche Piloten registrieren lassen, aber nur 10 Akteure aus dem KW Berg-Cup, der GLPberg und der Berg DM wurden schlussendlich angenommen. Für 190 mögliche Startplätze, hatten sich 315 Interessenten angemeldet. Leider konnte der ausrichtende Renn-Rallye-Club Vorarlberg  125 Anmeldungen nicht annehmen. Die Arlberg Passtrasse ist eine der wichtigsten Verbindung zu Österreichs Osten, mit entsprechend hohem Verkehrsaufkommen.  Kurioserweise  kann die Strecke  für die Rennläufe nur jeweils 15 Minuten gesperrt werden,  danach muss der angestauten Individualverkehr durchlassen werden. Die Gruppengröße und das gesamte Teilnehmerfeld ist dadurch stark eingeengt. Zudem sind die Plätze im Fahrerlager in Stuben limitiert und zusammen mit den Covid-19 Maßnahmen wird auch nicht um Zuschauer geworben. Pro Tag gibt es ein abgeschlossenes Rennen, mit eigener Preisverteilung am Abend. Eines am Freitag, 10. Juli und eines am Samstag, 11. Juli 2020. An beiden Tagen werden in 3 kleinen Gruppen mit maximal 50 Fahrzeugen, alle Läufe sofort hintereinander ausgefahren. 2 Trainingsläufe und 4 Wertungsläufe, unterbrochen lediglich für kurze Öffnungszeiten der Straße für den normalen Verkehr. Hier die deutschen Starter in alphabetischer Reihenfolge: Hans-Joachim Brett (BMW Z4), Pascal Ehrmann (Peugeot), Jürgen Frommknecht (Radical), Günter Hoor (Porsche), Mario Minichberger (BMW 2002 16V), Richard Rein (Ford Capri), Walter Voigt (VW Polo), Franz Weissdorn mit Fragezeichen (VW Polo), Alexander Wolk (VW Golf) und Oliver Zierl (Citroen Saxo). Mit um die jeweiligen Tagessiege kämpfen sicherlich die einheimischen Patrick Nickel im ex-Sebastian Schmitt Opel Kadett und Lucas Boric im TracKing. Weitere Infos unter www.rrcv.at

Fan-Stimmen für Christian Merli

3. Juli 2020

Der italienische Top-Bergpilot und Europameister Christian Merli steht im Finale der Publikumswahl zum beliebtesten „Trentino-Champion aller Zeiten“. Bis Sonntagmorgen, 5. Juli, um 6 Uhr können seine Fans hier ihre Stimme für ihn abgeben: https://www.ladige.it/sport/altri-sport/2020/07/03/mvt-campione-trentino-tutti-tempi-finalissima-dallap-vs-merli-votate Die norditalienische Zeitung „L’Adige“ hat diese Wahl in der coronabedingten Sport-Zwangspause ins Leben gerufen. In den letzten Wochen hat Christian Merli mehrere mit Spannung verfolgte Abstimmungsrunden gegen Sportlerinnen und Sportler verschiedener Disziplinen gemeistert. „Wir haben bewiesen, dass der Motorsport im Trentino mehr verfolgt wird als gedacht“, erklärt er, „das ist schon ein Sieg für mich.“ Im Finale gegen die Kunstspringerin Francesca Dallapé anzutreten ist für ihn eine ganz neue Herausforderung. Im Halbfinale hat er sich gegen Attilio Bettega durchgesetzt, die 1985 tödlich verunglückte Rallyelegende. „Ein großer Champion der Vergangenheit, den ich sehr schätze. Er hätte den Sieg verdient gehabt.“ Längst ist Christian Merli selbst ein Champion. Als erster Trentiner in 48 Jahren hat er 2018 mit seinem Osella FA 30 das legendäre Trento–Bondone gewonnen und sich damit bereits einen Platz in der Trentiner Sportgeschichte gesichert. Helfen seine Fans ihm auch jetzt ganz oben aufs Siegerpodest? Es würde dem Motorsport am Monte Bondone sicher einen weiteren Schub verleihen. Zumal offenbar weiterhin eine Chance besteht, dass das Trento–Bondone in diesem Jahr doch noch durchgeführt wird. von Ruth Scheithauer

Flexibilität gefragt: Hygienekonzepte im Motorsport am Berg

2. Juli 2020

Fahrer und Fans fiebern gleichermaßen darauf hin, dass die Motoren endlich starten. In gewissem Rahmen ist Motorsport bereits wieder möglich. Eines aber ist anders: Ebenso wie das Restaurant und das Kino braucht jetzt auch jedes Rennen ein Hygienekonzept. Wie viele Personen dürfen auf das Gelände gelassen werden? Wie hält man eine Fahrerbesprechung, wenn doch Menschenansammlungen in engen Räumen vermieden werden müssen? Was passiert bei einem Covid-19-Verdachtsfall? Die Rennveranstalter sind eigentlich Experten für Sicherheitskonzepte auf und an der Rennstrecke. Ihre Zauberwörter heißen etwa „Streckenposten“ oder „Sperrzone“. Jetzt müssen sie sich plötzlich Gedanken machen, wo sie Desinfektionsmittelspender aufstellen und ob Fotografen ins Fahrerlager dürfen. Die bewährten gelben und roten Flaggen nützen da wenig. Zuschauer sind ohnehin vorerst tabu. Wo fängt man an, wenn man ein Hygienekonzept entwickeln will? Glücklicherweise muss nicht jeder Veranstalter das Rad neu erfinden. Ob Freiwillige Feuerwehr oder Sportverein, sie alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Wer sich umschaut, entdeckt bereits viele Best-Practice-Beispiele. Zu den Besonderheiten im Motorsport haben sich ebenfalls schon andere Gedanken gemacht. Die FIA, der Automobil-Weltverband, gibt auf gleich 81 Seiten dem kleinen regionalen Slalom ebenso wie dem großen professionellen Rundstreckenrennen detaillierte Tipps, wie die Rückkehr zum Motorsport bewerkstelligt werden kann. Natürlich kommt es immer auf die Gegebenheiten vor Ort an, und an erster Stelle stehen die jeweiligen behördlichen Vorschriften. Aber Schilder mit Hinweisen auf die Abstandsregelung, eine größtenteils virtuell stattfindende Dokumentenabnahme oder der Verzicht auf die persönliche Pokalübergabe bei der Siegerehrung sind nur einige Beispiele von Maßnahmen, um die vorerst kein Rennen herumkommen wird. Auch der DMSB lässt die Veranstalter nicht allein. In zwei Webinaren erläuterte er seine auf der Website veröffentlichten Handlungsempfehlungen und umfangreichen weiteren Hilfestellungen und ging auf konkrete Fragen der Veranstalter ein. Schon beim ersten Webinar schalteten sich rund 80 Personen zu. DMSB-Pressesprecher Michael Kramp begrüßte als Referenten Sven Stoppe und Horst Seidel vom DMSB-Academy-Beirat, die auch ihre ersten Praxis-Erfahrungen mit Motorsportveranstaltungen unter Corona-Bedingungen weitergaben. Worauf also kommt es an? Frühzeitig das Gespräch mit den Genehmigungsbehörden suchen, mit dem medizinischen Team genau vereinbaren, wie bei einem Covid-19-Verdachtsfall vorgegangen werden soll, auch ungewöhnliche Lösungen in Betracht ziehen, um die einzelnen Bestandteile der Veranstaltung coronakonform zu gestalten  – und das alles unter der Ägide eines eigens benannten Hygienebeauftragten, der sämtliche Vorgaben nicht nur genau kennt, sondern auch vor Ort durchsetzt. Denn das beste Konzept nützt nichts, wenn es nicht konsequent befolgt wird. Sven Stoppe hat schon seine eigenen Erfahrungen gemacht: „Am ersten Tag hat es ganz gut funktioniert, […]