Olaf Niemöller: Nach 15 Jahren Comeback im Formel-Renner

5. Februar 2020

Im Jahr 2020 steht den am Bergrennsport Interessierten ein weiteres Comeback ins Haus. Genau wie Harald Leikeim, der in der KW Berg-Cup-Einschreibeliste auftauchte, plant auch der aus dem Osnabrücker Land kommende Olaf Niemöller nach 15 Jahren Abstinenz den Wiedereinstieg in den Bergrennsport. Niemöller pilotierte in den Jahren 2004 und 2005 einen BMW 320 16V in der Gruppe H, bis ihm die Homburger Zielkurve zum Verhängnis wurde und der lila-weiße Bolide irreparable war. In all den vergangene Jahren traf man den mittlerweile 49-jährigen aus Bad Laer immer mal wieder im Fahrerlager eines Bergrennens, meist bei seinem Heimrennen in der Borgloher Schweiz, sprich beim Osnabrücker ADAC Bergrennen. Nun wagt sich Niemöller in die Gruppe der Rennsportfahrzeuge,  mit einem Auto aus der früheren ADAC Formel Junior, nämlich einem Formel BMW FB2. Der kleine Rennwagen stammt aus dem Baujahr 2006, vom französischen Hersteller Mygale und wird von einem BMW K 1200 RS Motorrad-Motor mit vier Zylindern und 16V-Technik angetrieben. Aus 1171 ccm Hubraum entwickelt das Triebwerk 140 PS, bei einem Fahrzeuggewicht von 465 kg. Nach massiven Umbauten von einem Rundstreckensetup auf ein Bergsetup und diversen Erneuerungen wie Tank, Feuerlöscher usw. sind in diesen Jahre einige Einstellfahrten am Bilster-Berg, sowie auf weiteren Rundstrecken in Deutschland und Holland geplant. „Wenn die ersten Testfahrten versprechend verlaufen und nichts größeres kaputt geht, werde ich noch das ein oder andere Bergrennen in Deutschland, so ab Mitte der Saison bestreiten“, plant Niemöller zunächst einmal.

Bratschi geht im Mitsubishi mit PF1 auf EBM-Titeljagt

5. Februar 2020

Seit Monaten ist der Schweizer Ronnie Bratschi in der Freizeit mit dem Neuaufbau des Mitsubishi beschäftigt. Dieser wurde im September 2019 beim Überschlag beim Gurnigel-Bergrennen schwer beschädigt. Der nun mit einem noch potenteren Turbomotor von Eggenberger Motorsport (Egmo) ausgerüstete Allradler wird auf die bevorstehende Saison hin im Prinzip wiederum nach Gruppe-E1-Reglement entwickelt. Der Urner schaut jedoch darauf, dass auch der von der FIA vorerst nur in der Berg-Europameisterschaft, dem FiA Hillclimb Cup und Masters, für geschlossene Fahrzeuge eingeführte Leistungsfaktor (Performance Factor) passt. Mit diesem erfolgt die Unterteilung nicht mehr nach Gruppen und Hubraum, sondern in einer einzigen Kategorie nach PF-Klassen. Weil Bratschi um Gesamtsiege in der Kategorie 1 kämpfen will, holt er das Bestmögliche aus dem Reglement heraus. In der Klasse PF1 muss er etwa gegen die bisherigen E2-Silhouettenautos antreten. Beim letztjährigen Schweizer Berg EM-Lauf in Les Rangiers hat er sie bei seiner Europarekordfahrt aber alle geschlagen. Der dreifache FIA-E1-Hill-Climb-Cupsieger möchte 2020 um den Titel in der Berg-EM fahren, sodass man ihn in der Schweiz nur in St-Ursanne und – wenn überhaupt – bei ein, zwei weiteren Rennen am Start sehen wird. Mehr liegt vom Terminplan her nicht drin und ist zudem vom Saisonverlauf abhängig. von Peter Wyss / www.autosprint.ch

KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal glänzen mit Top-Einschreibeergebnis!

4. Februar 2020

Schon die nackten Zahlen sprechen für sich. Denn mit insgesamt 148 Fahrerinnen und Fahrern sowie 125 Autos wurde das sehr gute Vorjahresresultat überboten. So richtig interessant wird es aber erst dann wenn man die Zusammensetzung dieses gigantischen Feldes näher betrachtet. Neben den schon lange bekannten Größen sind darin hochkarätige Zugänge und Rückkehrer ebenso zu finden wie völlig neue Team-Konstellationen. Gleich verdreifacht haben sich die spektakulären E2-Silhouetten-Renner. Neben dem Silver Car S2 G Evo von Ralf Kroll werden in der neuen Saison auch Hauke Weber und Lukas Boric (beide TracKing RC 01) in KW Berg-Cup Beklebung unterwegs sein. Total verstärkt präsentiert sich die Klasse E1/FS über 3000 Kubikzentimeter, in der jetzt mit Jochen Stoll (Porsche 911 Cup) und Bernhard Permetinger im mächtigen BMW Z4 nach GT3-Reglement zu finden sind. Aber das ist noch nicht alles. Der Österreicher Stefan Hetzenauer bringt einen bärenstarken Subaru Impreza WRX STI in den KW Berg-Cup, in dem neu auch Christian Handa auf Lancia Delta Integrale mit von der Partie ist. Mit 41 eingeschriebenen Teilnehmern und 35 Autos bleibt die 2-Liter-Abteilung die stärkste Fraktion des KW Berg-Cups. Für Spannung war sie schon immer gut. Die könnte jetzt neue Dimensionen erreichen. Thomas Strasser und Hansi Eller haben auf Toms Minichberger Scirocco 16V zusammengespannt, Lars Heisel (Opel Böhm Kadett 16V) meldet sich nach vielversprechenden Tests in 2019 zurück und, last, but not least, wechselt Erwin Buck mit seinem VW Spiess Scirocco 16V aus der 1600erKlasse zu den 2-Litern. Apropos, Stichwort 1,6-Liter: Stefan Faulhaber hat sich auf dem Minichberger Kadett 16V zusammen mit Patrick Orth angemeldet, Sarp Bilen rüstet technisch auf und zu dem Citroen AX Kit Car von Manfred Schulte gesellt sich jetzt ein zweites, das von seinem Junior Benedikt pilotiert wird. Mit 18 Rennfahrzeugen ist auch die 1400er-Abteilung gewachsen. In ihr haben sich viele neue Teams formiert. Unter anderen sind dies Sophia und Stefan Faulhaber im VW Minichberger Polo sowie Nico Müller und Stefan Winkler (Polo 16V). Mit neuem Teampartner geht Armin Ebenhöh in die Saison 2020. Er hat sich Youngster Tobias Mayer mit ins Cockpit seines Minichberger Scirocco 16V geholt. Auch die früheren 1150er-Überflieger Jürgen Schneider / Dominik Schlott geben jetzt im Schneider Polo 16V bei den 1,4-Litern Gas. Nach 15 Jahren „Berg-Pause“ kehrt Harald Leikeim zurück, bewegt einen VW Polo JWRC 6N. Kürzer war die Abwesenheit von Uwe und Markus Werner, die sich auf dem Ford Fiesta BDA eingeschrieben haben. Und auch die Auszeit von Frank Duscher […]

Werkstatt-Report #36: Mario Ruwe – Ein modernes Grau

3. Februar 2020

An den Rennpiste, im Fahrerlager und auch in der Werkstatt – Mario Ruwe aus der 2-Literklasse des KW Berg-Cup kann immer auf sein großes Familienteam bauen. Die Mannschaft aus Ibbenbüren im Osnabrücker Land glänzt seit Jahren mit familiärer Geschlossenheit, viel Idealismus und großer Gastfreundschaft. Mario kann nicht nur auf die, tatkräftige Unterstützung seiner Frau Martina und der beiden Kinder Marvin und Kathi zählen, sondern auch einem Großteil seiner Verwandtschaft samt Schwiegersohn in Spe. Über den Winter wurde der VW Golf 16V komplett zerlegt. Man entschloss sich zu einem neuen Design. Ein aktuell sehr gefragter Grauton sollte es sein. Das wird die Fotografen an den Bergrennstrecken erfreuen, denn das bisherige weiß ist nicht deren Lieblingscouleur und macht vielen Kameras Probleme. Aber nicht nur das Äußere des E1-Golf 2 ist in Bearbeitung. Das 2Liter-Triebwerk kurt aktuell zur Überholung bei Tuner Mario Minichberger im schönen Allgäu. Danach geht es weiter zum Vorbesitzer und mittlerweile guten Freund von Mario Ruwe, zu Christoph Lampert nach Vorarlberg. Für den zum internationalen Spitzenfahrer aufgestiegene Osella-Pilot im Team von Europameister Christian Merli, ist der VW Golf 16V von Mario immer noch „sein Baby“, und Christoph lässt es sich nicht nehmen immer mal wieder nach dem Rechten zu schauen und Mario mit seinen Erfahrungen zur Seite zu stehen. Da ein Familienmitglied derzeit schwer erkrankt ist, wird das Team auf fast alle Auslandsrennen in der Saison 2020 verzichten. Nur Eschdorf ist neben nahezu allen Deutschen Bergrennen gesetzt.

Erwin Buck mit Tuner Spiess auf dem Weg in die Berg-Cup Königsklasse

2. Februar 2020

Die 2-Literklasse des KW Berg-Cup entwickelt sich mehr und mehr zum Spielfeld der professionellen Tuner, kein Wunder denn hier werden seit Jahren immer wieder Berg-Cup Gesamtsieger produziert. Unter den 145 Fahrern auf 123 Autos in der kürzlich geschlossenen Einschreibeliste 2020 der beliebten Breitensportserie, befinden sich allein 34 Exemplare mit einem Hubraum von 2000 ccm. Neuer „Hecht im Karpfenteich“ ist hier Erwin Buck, der quasi mit Werksunterstützung des schwäbischen Motoren-Papst Siegfried Spiess, versuchen wird die Phalanx von Minichberger, Wiebe oder Gerent zu brechen. Hierzu verlässt Buck die angestammte 1600er Klasse und steigt auf. Bereits zum Saisonfinale 2019 in Mickhausen präsentierte Geschäftsführer Holger Spiess eines seiner neuen 2-Liter Berg-Triebwerke im Fahrerlager. Das Antriebsaggregat auf Formel 3-Basis hört auf den Namen SP G02 und ist frei verkäuflich. Mit seinem Wiedereinstig in den Bergrennsport zum Saisonstart 2017, hier noch mit dem 1,6 Liter 8V-Motor, stellten sich für den schwäbischen Malermeister sogleich wieder erste Erfolge ein. Wie so viele dem Bergrennsport zugetane Piloten, kann Erwin Buck auf eine zweigeteilte Karriere zurück blicken. Zwischen 1996 und 2003 legte der Grabenstettener den Grundstein in Sachen Technikwissen und Fahrkönnen. Erfolge blieben damals schon nicht aus. Danach wurde das Unternehmen Maler Buck zu heutigen Größe weiterentwickelt und nun bleibt wieder mehr Zeit für den geleibeten Bergrennsport. Ende April letzten Jahres dann die Prämiere, die es so noch nicht gab. Die Fahrzeugkarosserie des bekannten orangenen VW Scirocco wurde modifiziert und erstrahlt in neuen Farben. Die Fans bekamen das typischen weiß-rot zu Gesicht, das historische Scirocco-Spiess-Design aus den 1970ern. In Schotten fand das schon lang ersehnte Rollout statt. Der Fahrer Erwin Buck startet mit einem neuen Motor in die Saison – powered by Spiess. Als Motor kam ein aktuelles VW Formel 3 Aggregat zum Einsatz, welches für die 1600er Klasse und den Einsatz am Berg im Hause Spiess modifiziert wurde. Die Kombination Buck-Spiess sorgte vom Start weg für Furore und der ersten Klassensieg konnte bereits beim dritten Saisonlauf, dem Wolsfelder Bergrennen gefeiert werden. Kaum zu Topen, fiel dann die Jahresbilanz 2019 aus: Meister des KW Berg Cup International bis 1600ccm, 5. Platz KW Berg Cup Gesamtwertung, Vize-Meister des DMSB Berg Cup für Tourenwagen und mit Rang 3 ein Podiumsplatz in der Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft. Zurück zu den Ursprüngen, wo alles begann: dem Bergrennen, lautet auch dieses Jahr der Slogan des weltbekannten Motorenbau-Unternehmens aus der schwäbischen Ditzingen. Vor über 50 Jahren startete die Karriere des Firmengründers Siegfried Spiess am Berg. Auch in der […]

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