Hin macht letzten offenen DMSB-Bergtitel klar

8. Oktober 2019

Die Wiederbelebung des ADAC Bergrennen Mickhausen ist gelungen! Mit einigen neuen Gesichtern und vielen alten Hasen startete der ASC Bobingen in eine neue Epoche. Noch lief nicht alles am ersten Oktoberwochenende wie am Schnürchen, da manchen Orts die Erfahrungswerte fehlten, doch dies fiel kaum auf. Die neue Organisationsspitze um Hinrich Groeneveld, die sich im Verlauf der einjährigen Rennpause gebildet hatte, verzichtet bewusst auf verschiedenen kostenintensive Punkte, wie beispielsweise das Prädikat des Internationalen FiA Bergcups und kann nach der geglückten Reaktivierung, beginnen eigene Ideen weiterzuentwickeln. Im Endeffekt hatte man noch Glück mit dem Wetter, das schlimmer vorausgesagt war, sodass viele Zuschauer das nötige finanziellen Mittel, mit dem vereinzelten Regen in die Vereinskasse spülten. Die herbstlichen Bedingungen, mit langanhaltender Nässe und kühlen Asphalttemperaturen, stellten höchste Anforderungen an die Teilnehmer. Christian Triebstein (Formel 3), Sophia Faulhaber (Honda Civic), Jürgen Hessberger (Fiat) oder Altmeister Erich Öppinger (Osella), schieden mit haarigen Unfällen und arg beschädigten Fahrzeugen vorzeitig aus und haben nun ihre Winterbeschäftigung. Alle waren spätestens am Sonntagabend wieder körperlich wohlauf, aber in der Seele geknickt. So mussten die Entscheidungen in diversen Meisterschaften ohne die Unglücklichen fallen. In der Deutschen Bergmeisterschaft ging es in der Staudenregion nur noch um die Vize-Meisterschaft, hinter dem neuen Champion Hans-Peter Eller, der auch diesmal seine reine Weste in der Klasse E1-1400 ccm nicht beschmutzte. Seine Hoffnungen auf Endrang zwei musste Kai Neu (Ford Focus) schon im letzten Qualifikationslauf begraben. Rallye-Gaststarter Christian Allkofer schnappte dem Saarländer die ach so wichtigen zwei Zusatzpunkte vor der Nase weg. Trotz klarem Sieg in der Gruppe F bis 2 Liter am Renntag, rutschte Neu auf Rang 5 in der DM-Abschlusstabelle ab. Rüdiger Zahn, der Citroen AX-Pilot aus der 1400er Gruppe N, ließ erneut nichts anbrennen und fuhr zur Vize-Bergmeisterschaft. Mit aufs DM-Podium schaffte es zudem der Schwabe Erwin Buck, im VW Scirocco 16V mit Spiess Tunerunterstützung. In der E1-1600 war erneut kein Kraut gegen den schnellen Malermeister gewachsen. Mit einem bemerkenswerten Saisonendspurt und einem weiteren Klassensieg zum Abschluss, kletterte Sportwagen-Pilot Thomas Conrad (CRS-Renault 2.0) noch auf DM-Rang vier. Mit fünf Divisions- oder Tagessiegen und nach dem Umstieg in den potenten Osella PA 30 Zytek V8 (Foto oben), nahm Alexander Hin in der zweiten Saisonhälfte so richtig Fahrt auf. Auf den letzten Metern übernahm der Schwarzwälder die Tabellenspitze des DMSB Berg-Cup für Sportwagen und ist der neue Meister. Hin hielt sich bewusst aus dem Zweikampf um den Tagessieg der beiden Schweizer Eric Berguerand und Marcel […]

Berguerand auch in Mickhausen vor Steiner

7. Oktober 2019

Marcel Steiner schien beim Int. Bergrennen Mickhausen in Südbayern auf dem Weg zum Tagessieg. Doch bei einsetzendem Nieselregen war einmal mehr Eric Berguerand der Schnellere. Das nach einem Jahr Pause zum 38. Mal ausgetragene Int. ADAC Bergrennen Mickhausen südlich von Augsburg zählte als Finallauf zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft und zu anderen nationalen Prädikaten. Weil es jedoch kein Lauf mehr zum FIA-Bergcup war, wie bis 2017, waren außer ein paar Österreichern und Schweizern kaum ausländische Fahrer am Start. Marcel Steiner und Eric Berguerand sind seit etlichen Jahren gern gesehene Gäste in Mickhausen und machten den Tagessieg unter sich aus. Anders als in der Schweizer Bergmeisterschaft gab Steiner im LobArt-Sportwagen (Foto Mitte) schon im nassen Training vom Samstag, als auch in den beiden ersten Rennläufen bei kühlen, aber trockenen Bedingungen das Tempo vor. Sein erster Saisonsieg über den bisher unbezwingbaren Gegner lag in der Luft. Doch entscheidend sollte der dritte Durchgang sein. Anders als in der Schweiz zählten in Mickhausen nicht die beiden besseren, sondern alle drei Laufzeiten für das Gesamtklassement. Als leichter Nieselregen einsetzte, blieb Steiner auf Slicks, während Berguerand seinen Lola-Cosworth (Foto oben) mit Profilreifen bestückte – offenbar mit ganz guten. Aus einem Rückstand von 1,7 Sekunden machte der diesjährige Bergmeister in der Addition einen Vorsprung von 1,8 Sekunden. Steiner hatte auf der bloß 2,2 Kilometer langen Strecke mit nur 79 Metern Höhenunterschied ganze 3,5 Sekunden auf Berguerand verloren. Dieser kam so zum Saisonschluss zu einem weiteren Tagessieg, dem ersten in Mickhausen nach etlichen Anläufen. Eric Berguerand: «Im zweiten Rennlauf der Rennwagen war es schon so nass, dass ich mit Slicks wie auf Glatteis fuhr. Ich wollte eigentlich schon zusammenpacken. Doch als das Rennen so zügig lief, montierte ich für den dritten Lauf aus Sicherheitsgründen die Regenreifen. Als ich die Zeiten von Marcel und Alex hörte, wusste ich, dass es die richtige Wahl war. Ich hatte nochmals richtig Spaß beim Fahren und so halt die Chance gepackt.» Tausende Zuschauer säumten die Rennstrecke und standen bei der letzten Talfahrt Spalier. Sie feierten Eric Berguerand erstmals als Tagessieger in Mickhausen. Dem dafür schon dreimal beim grenznahen Bergrennen erfolgreichen Steiner (zuletzt 2017) blieb einmal mehr nur der zweite Gesamtrang und zum Trost der Sportwagensieg vor dem Deutschen Alexander Hin im Ex-Hugentobler-Osella PA30 Zytek V8. Marcel Steiner: «Wenn ich müsste, würde ich mich wieder für Slicks entscheiden. Für Regenreifen war es meiner Meinung einfach zu wenig nass. Ich fuhr halt zu verhalten hoch. Es ist […]