Regentropfen verhindern Streckenrekord in Homburg

15. Juli 2019

Die Überraschung des Wochenendes, beim 46. Homburger ADAC Bergrennen auf der Käshofer Straße, war nicht die Tatsache dass sich Alexander Hin (Elzach)den Gesamtsieg erstmals in der Saarpfalz holte, sondern die Art und Weise wie er dies bewerkstelligte. Schon mit seine Trainingsbestzeit von 1:07, 818 min, deutlich vor dem Rest des 150 Fahrer starten Feldes, meldete der Schwarzwälder seine Ansprüche auf diesen Wertungslauf der Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft deutlich an. Als „Spielverderber“ brachte sich am Sonntagmorgen ein Regenschauer in das Geschehen ein. Die Bedingungen auf der so schon sehr anspruchsvollen Bergstraße hinauf nach Käshofen verschlechterten sich. Die gefahrenen Zeiten und Erfahrungen aus den Trainingsläufen waren Makulatur und man war im Schnitt zwischen 15 und 20 Sekunden länger unterwegs. Nach und nach trockneten die 2,6 kurvenreichen Kilometer ab und die Bestzeiten purzelten wieder. Am Anfang noch unter Druck von Thomas Conrad (Dettenhausen) im CRS MTK Renault und Christian Triebstein (Dörnberg) im Dallara F302 Formel 3 vermochte sich Alexander Hin in seinem feuerroten „Spielmobil“ à la Osella PA 30 Zytek deutlicher zu steigern als seine ärgsten Gegner. Im abschließenden dritten Lauf, der wie im Vorjahr bereits kurz vor 16 Uhr 30 beendet war, waren die Bedingungen wieder fast optimal und Hin fuhr mit seinem über 500 PS starken Boliden aus Italien allen davon. Dabei verfehlte der Zimmerermeister den bestehenden Streckenrekord des Luxemburger David  Hauser (Dallara GP2), der vor drei Jahren in 1:05,404 das Ziel sah, nur um hauchdünne 3/10 Sekunden. „Ein zweiter Lauf trockener  Lauf, mit top Konditionen hat mir gefehlt, dann wäre die Rekordmarke sicher gefallen“, blicke Hin auf den Tagesverlauf zurück. „Aber ich weiß jetzt was das Auto zu leisten im Stande ist“. Wie im Vorjahr sicherte sich Thomas Conrad Rang zwei. Rund 1,5 Sekunden dahinter, besetzte Christian Triebstein den dritten Platz. In den Klassen und Gruppen der Tourenwagen, die erneut die Masse des Teilnehmerfeldes am Karlsberg stellten, lockte der morgendliche Regenschauer einige passionierte „Regenspezialisten“ auf den Plan. Der Luxemburger Bergmeister Canio Marchione fuhr im ersten Lauf absolute Bestzeit und rangierte, im Ziel angekommen, auf Rang vier der Gesamtwertung vor etlichen reinrassigen Rennsportfahrzeugen. Der Italo-Luxemburger im BMW 320 STW ließ auch später nichts anbrennen und wurde Tourenwagen-Gesamtsieger. Vier der schnelleren Rennsportwagen konnte er zwar nicht halten, aber Rang 8 in der Tageswertung, vor Publikumsliebling Holger Hovemann (Bödigheim) im Opel Kadett  GT/R V8 belegen. In der E1-Klasse bis 2000 ccm des KW Berg-Cup spielten sich unterdessen Dramen ab. Patrick Orth (Bergweiler) witterte […]

2. Vorschau Homburg: Der Top-Favorit kommt aus dem Schwarzwald

9. Juli 2019

Rein sportlich gesehen erwarten die Insider eine spannende Sekundenhatz um den Gesamtsieg. Alexander Hin reist indes mit stolz geschwellter Brust zum Homburger Bergrennen an. Der Tagessieg des letzten DM-Laufs in Heilbad Heiligenstadt, inklusive neuem Streckenrekord stempeln den Breisgauer zum Favoriten auf den Gesamtsieg. Der Unternehmer aus Elzach kommt in der Saarpfalz zu seinem erst zweiten Renneinsatz in seiner neuen „Italo-Granate“ Osella PA 30, mit einem weit über 500 PS leistenden Zytek V8-Triebwerk. Bei Idealen Wetterbedingungen ist so der Streckenrekord (1.05,404 min, David Hauser (L), Dallara GP2, aus 2016) in Gefahr. Hin das Wasser reichen möchte Anthony Loeuilleux- mit seinem Tatuus Formula Master ist der Franzose Titelverteidiger am Karlsberg. Zum engeren Favoritenkreis zählen weiter Christian Triebstein (Habichtswald-Dörnberg), als Deutscher Berg-Cup Vize-Meister 2018, in einem Dallara Opel Formel 3, sowie die weiteren Formel 3-Vertreter Georg Lang (MSW HS-001) aus Schweinfurt und aus Frankreich Daniel Allais, der den früheren Rennwagen (Foto oben) des heutigen Formel 1-Piloten Valtteri Bottas besitzt. Nicht zu vergessen aus dem Sportwagen-Lager der Schwabe Thomas Conrad im CRS-Renault. Die Masse der Teilnehmer kommt traditionell aus dem Tourenwagen und Silhouetten-Bereich. Die Riege der großvolumigen „Berg-Monster“ führt Holger Hovemann (Buchen) im Opel Kadett GT/R mit V8-Chevrolet-Motor an. Dazu gesellen sich der Schweizer René Ruch im knallroten Ferrari 355 GT, in dessen Heck ein Zytek-V8 aus einem Formel 3000-Rennwagen für den entsprechenden Vortrieb sorgt sowie einige Porsche 911 und das Luxemburger Schilling Team. Zahlreiche Renntourenwagen der Marken VW, Opel, BMW oder Audi aus dem KW Berg-Cup runden das imposante Feld ab. HAC stellt Rekordmannschaft Der Homburger AC ist unter den 10 Veranstaltern aus der Deutschen Bergrennszene, der Verein mit den meisten aktiven Fahren. Rekordverdächtige 18 Aktive aus den Reihen der Grün-Weißen haben sich in die Starterliste eingeschrieben. Dies sind im Einzelnen: Boris Schmidt (Fockenberg-Limbach) Citroen AX GTi, Christian Bächle (Homburg) Peugeot 206 RC, Heinz-Peter Boch (Eberbach) Peugeot 206 Rallye, Volker Stoll (Gehrweiler) Peugeot 206 RC, Ulrich Zeitz (Kelkheim) Citroen C2 GT, Gino Kruhs (Quierschied) Citroen DS3 R3T, Fredi Marquitz (St. Ingbert) BMW 318 is, Martin Kraus (Blieskastel) VW Polo G60, Jonas Steinbrenner (Mandelbachtal) BMW 323i, Daniel Thum (Bexbach) BMW 318i, Rüdiger Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) Porsche 911 GT3, Jochen Stoll (Gundersweiler) Porsche 911 GT3 und Christoph Schwarz (Otterberg) NSU TT. Hervorzuheben ist der Homburger Kai Neu, der mit seinem Ford Fokus ST in der laufenden Saison schon mehrfach den Klassensieg davontrug und aktuell auf Rang 6 in der Tabelle der Deutschen Bergmeisterschaft rangiert. Hinzu kommen […]

Berguerand lässt’s auch in Massongex krachen

9. Juli 2019

Eric Berguerand bleibt in der Schweizer Bergmeisterschaft ungeschlagen. Auch bei seinem Heimspiel in Massongex war der Walliser eine Klasse für sich. Mangelnden Einsatz kann man Marcel Steiner, dem amtierenden Schweizer Bergmeister in der Kategorie Rennwagen, nicht vorwerfen. Der Berner unternimmt alles, um Herausforderer Eric Berguerand am Siegen zu hindern. Doch Steiner ist zurzeit machtlos gegen den Mann aus Charrat und seinen Lola FA99. «Ich habe alles versucht – leider erfolglos», sagt Steiner. «Grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Aber es reicht im Augenblick einfach nicht, um Eric zu bezwingen.» Schon im Training hatte Berguerand mit einer Zeit von 1:47,4 min aufhorchen lassen. Doch das war noch nicht alles. Am Renntag packte der fünfmalige Schweizer Meister den Hammer aus. In den ersten beiden Läufen stanzte Berguerand jeweils eine 1:45er-Zeit in den Asphalt. Weil bei Steiner die Uhr bei 1:47,7 respektive 1:47,6 min stehengeblieben war, war die Entscheidung schon vor dem dritten Durchgang zugunsten des Lokalmatadors gefallen. Doch Berguerand hatte noch nicht genug. Im letzten Heat verbesserte er seine bisherige Bestzeit um 1,5 Sekunden und liess sich mit 1:43,714 min den dritten Streckenrekord in diesem Jahr respektive den fünften in Folge notieren, wenn man die beiden Rennen am Gurnigel und in Les Paccots von 2018 dazunimmt. Berguerand, der auf seiner Rekordfahrt sieben Zehntelsekunden schneller war als Steiner 2012, liess sich im Ziel feiern, blieb aber mit seiner Analyse gewohnt sachlich. «Es läuft von Rennen zu Rennen immer besser. Die neuen Aeroteile, die ich im Winter ans Auto geschraubt habe, funktionieren. Und wie es scheint habe ich die technischen Probleme aus dem Vorjahr im Griff.» Berguerand gilt unter diesen Voraussetzungen auch für den weiteren Verlauf der Saison als haushoher Favorit. In Anzère beim nächsten Rennen (27./28. Juli) könnte ihm neben Steiner allerdings auch sein Walliser Kollege Joël Volluz gefährlich werden. Der greift mit seinem Osella FA30 auf seiner Heimstrecke erstmals ins Geschehen ein, fühlt sich nach international gefahrenen Bergrennen aber bestens vorbereitet. Hinter Berguerand und Steiner sicherte sich Robin Faustini in Massongex den dritten Gesamtrang. Der 21-Jährige aus Suhr im Kanton Aargau fuhr bei seinem ersten Start auf der 3150 Meter langen Strecke eine persönliche Bestzeit von 1:52,666 min. Allerdings sparte sich der Fahrer des Reynard Formel Nippon neue Reifen für das nächste Rennen in Anzère auf. Nur 1,5 Sekunden hinter Faustini kam Christian Balmer auf seinem Tatuus FM als Vierter ins Ziel. Nicht am Start war Vorjahressieger Marcel Maurer. Der Berner […]

1.Vorschau Homburg: Im Rennwagen mit 200 km/h hinauf nach Käshofen

7. Juli 2019

Die Saison der Bergrennen in Deutschland ist mit dem 46. Homburger ADAC Bergrennen vom 12.-14. Juli 2019 praktisch auf dem Höhepunkt angelangt. Nach den Läufen am hessischen Vogelsberg bei Schotten, dem Auslandsstart im luxemburgischen Eschdorf im Mai, dem Eifel-Klassiker von Wolsfeld an Pfingsten, dem auch zur Europameisterschaft zählenden Glasbachrennen in Thüringen und dem Ibergrennen vom letzten Juni-Wochenende im Eichsfeld, zieht es nun den Tross der PS-starken Bergsteiger samt „Schraubern“ und Familien, weiter in die Saarpfalz zur Traditionsveranstaltung auf der Käshofer Straße, zwischen der saarländischen Kreisstadt Homburg und dem westpfälzischen Dorf Käshofen, die Sickinger Höhe hinauf. Dazugesellen werden sich die Fahrerinnen und Fahrer aus der Luxemburger Bergmeisterschaft sowie Gaststarter aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz, sodass das 150 Rennwagen zählende Feld international aufgewertet wird. Wie bei Bergrennen üblich, geht so ziemlich alles an den Start was vier Räder hat, außer Go-Karts, Renntrucks und der Formel 1. Die Vielfalt ist groß. Von 75 bis 750 PS  reicht die Leistungsspanne. Am Ablauf zum Einzelzeitfahren stehen Tourenwagen verschiedener Verbesserungsgrade, Rennsportwagen à la Le Mans und Monoposto-Rennwagen bis Formel 3 und 2. Auch die Old- und Youngtimer-Liebhaber kommen bei der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) auf ihre Kosten. Straffer Zeitplan mit Rahmenprogramm Schon ab dem kommenden Mittwoch werden die ersten Rennteams im Fahrerlager an der L 120 zwischen dem Homburger Schießhaus und dem Stumpfen Gipfel erwartet, um ihre Zelte und Renntransporter in Stellung zu bringen. Ab Freitag (12. Juli – 15 Uhr) ist die Käshofer Straße bis Sonntag 21 Uhr, für den Straßenverkehr voll gesperrt. Um diese Zeit beginnt auf der Fahrerlagerwiese bereits die Technische Abnahme der Rennfahrzeuge, bei freiem Eintritt für interessierte „Technikfreaks“. Jeweils drei komplette Durchgänge an beiden Tagen, werden die Zuschauer zu Gesicht bekommen. Am Samstag stehen von 8 Uhr 30 bis 18 Uhr die Trainings- und Qualifikationsläufe auf dem Programm. Für die Rennläufe um Siege in den Klassen und Gruppen und natürlich in der Gesamtwertung schaltet am Sonntag, ebenfalls bereits um 8 Uhr 30, beginnend mit den leistungsschwächeren Klassen, die Startampel auf Grün. Gegen 19 Uhr ist dann die Siegerehrung im Fahrerlagerfestzelt anberaumt, wo drei Tage lang auch für das leibliche Wohl gesorgt wird. Das Rahmenprogramm besteht aus der Band „Hot Docs“ die am Samstagabend ab 17 Uhr im Festzelt aufspielen wird. Zwischen den Trainings- und Rennläufen geht der 12-jährige Max Reis aus Ramstein, aktuell jüngstes HAC-Mitglied, auf die Strecke. Der Deutsche Meister im Kart-Sport und WM-Teilnehmer präsentiert zwischendurch seinen Rennkart auch am […]

Eine Herausforderung für Mensch und Material

6. Juli 2019

Seit Donnerstagnachmittag (04.07.) verwandelt sich die Landstraße L120 / L264, wie alljährlich seit 1974, wo das Homburger ADAC Bergrennen seine Premiere hatte, in eine für Rennsportler und Zuschauer bestens abgesicherte Natur-Rennstrecke. Die Käshofer Straße, die die Kreisstadt Homburg im Saarland mit der westpfälzischen Gemeinde Käshofen verbindet, ist am Wochenende des 13./14. Juli Treffpunkt für 150 Rennteams aus der gesamten Bundesrepublik, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Man trifft sich zum 46. Homburger ADAC Bergrennen. Aktuell sind Mitglieder des veranstaltenden Homburger Automobilclubs, mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Käshofen, mit dem Streckenaufbau beschäftigt. Mehr als 1.000 Reifenpakte, 1,5 km Schutzzaun, 30 m Betonabweiser und drei Kilometer Absperrband sowie zusätzliche Leitplanken werden aktuell installiert. Am Rennwochenende selbst sind dann bis zu 180, größten Teils ehrenamtliche Helfer, im Einsatz.

Hitzeschlacht am Iberg schweißt Rahn-Team weiter zusammen

6. Juli 2019

Nach dem eisigen Berg-Saisonstart beim Eschdorfer Hillrace Anfang Mai, ist die Deutsche Bergmeisterschaft beim ADAC Ibergrennen in Heilbad Heiligenstadt, einstweilen auf dem Siedepunkt angelangt. Die am Renntag erreichte Temperatur von knapp 39 Grad stellte besondere Anforderungen an alle, die an diesem letzten Juni-Wochenende dem Bergrennsport in Thüringen frönten. Am angenehmsten hatten es da noch die Zuschauer, die sich entlang der bewaldeten 2,050 km langen Strecke, ein schattiges Plätzchen suchen konnten. Für die Akteure in ihren Rennfahrzeugen, samt den Teammitgliedern, hieß es schwitzen und nochmal schwitzen im Fahrerlager in der Innenstadt des kleinen Kur-Städtchens und am Vorstart. Patrick Rahn und seinem Team erhielten vom Veranstalter ihren Platz direkt an der Kreuzung mitten im Paddock.  Der noch von den Hitzegraden her erträgliche Trainingstag verlief für Patrick sehr zufriedenstellend. Erneut hatte der Lipper eine für ihn unbekannte Streckenführung vor der Brust, schoss sich aber sehr schnell ein. Am Renntag hieß die Losung, gleich im ersten Lauf die noch einigermaßen kühlen Bedingungen in der Früh zu nutzen, was Patrick auch mit der sechst schnellsten Zeit des über 120 Fahrer starken Feldes gelang. Was danach abzusehen war, trat ein. „Mit den steigenden Temperaturen war eine weitere zeitliche Steigerung nicht möglich“, kommentierte Patrick Rahn. „Das Steuergerät des Opel-Spiess Motors reduziert bei derart hohen Temperaturen die Zündung, was zu Leistungsverlusten führt. So waren in den Läufen zwei und drei keine Zeitverbesserung mehr möglich. Ein weiterer Punkt sind die Reifen, die nicht das gewohnte Grippniveau halten. Mit diesen Begleiterscheinungen hatte aber auch meine Mitstreiter zu kämpfen“. Am Ende bleib es bei einem hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung und Rang vier in der Klasse der Formel-Rennwagen bis 2000 ccm Hubraum. Im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge rangiert das Team Rahn F3 auf dem sechsten Platz in der Zwischenwertung. A apropos Team – Der Pilot des Dallara F306 möchte sich bei seiner Helfermannschaft diesmal besonders für die hervorragende Betreuung, gerade unter den erschwerten Bedingungen bedanken. Nach der bereits angesprochenen familiären Pause, soll es erst Anfang August für Patrick in die nächste Runde gehen. Das Osnabrücker Bergrennen lockt und auch am Teutoburger Wald wird es sicherlich wieder heiß hergehen.

Neue Regeln und mehr Autos mit dem Performance Faktor ab 2020

5. Juli 2019

Nach der jüngsten Entscheidung des FiA World Motor Sport Council, die technischen Vorschriften für das Konzept des Leistungsfaktors umzusetzen, wird die in Kategorie 1 der FIA Berg-Europameisterschaft zugelassene Fahrzeugpalette ab 2020 erheblich erweitert. Zusätzlich zu den Fahrzeugen der Gruppen N, A, S20 und GT, die wahlweise in ihrer aktuellen Konfiguration oder in einer modifizierten Version fahren können, sind möglicherweise auch einige Fahrzeuge zugelassen, die derzeit den Bestimmungen für Fahrzeuge der Gruppe „E1“ entsprechen. Um in die entsprechende Klasse aufgenommen zu werden, müssen die Fahrer dieser Fahrzeuge ihren „Pf-Wert“ über den Online-Rechner (www.fiaperformancefactor.com) ermitteln und dies dem jeweiligen Veranstaltern bei Abgabe der Einschreibung vorlegen. Willkommen „E1“ Autos! Fortsetzung folgt! Weitere Informationen unter  https://www.fia.com/performance-factor

Sicherheitsschulung mit Training fand vor dem Ibergrennen statt

3. Juli 2019

Am Donnerstagabend vor dem 24. ADAC Ibergrennen fand eine beispielhafte Aktion zur Schulung von Sportwarten auf dem Firmengelände der Thüringer Straßeninstandsetzung (TSI), gleich neben der Startgerade am Holzweg statt. Initiator war die IG Rennsportfahrzeuge, Gastgeber der MC Heilbad Heiligenstadt. In beiden Institutionen ist der Heiligenstädter Sascha Herz aktiv, der einer der Ideengeber war. Die Sicherheit der Zuschauer, vor allem aber auch der Fahrerinnen und Fahrer, liegt jedem Rennsportveranstalter im Besonderen am Herzen. Auch wenn die letzten Stunden vor solch einem Event organisatorisch belastend sind, ließ es sich Sascha Herz, unterstützt durch die IG Rennsportvereinigung ,nicht nehmen, eine Schulung der Streckenposten und einigen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Glasehausen, Kalteneber und Heilbad Heiligenstadt auf den Plan zu rufen. Thomas Flik vom MSC Odenkirchen brachte seinen Renault Clio 3 Cub und Dino Gebhard sein offenes Norma Rennsportfahrzeug in Stellung. Wie löste man einen Sicherheitsgurt bei Rennsportfahrzeugen? Keine einfache Aufgabe für den Laien, denn die Gurtverschlüsse mit denen der normalen Autos sind sehr unterschiedlich. Wie kann ich die Bordelektrik bei einem verunglückten Fahrzeug von außen unterbrechen oder gar die bordinterne Feuerlöscheinrichtung auslösen? Die Veranschaulichungen waren für alle Beteiligten sehr interessant und mussten aber im Verlauf des Eichsfelder Rennwochenendes nicht zum Einsatz gebracht werden – Gott sei Dank. Der zweite Teil des Abends galt dem Umgang mit einem Feuerlöscher. In der Theorie sicher schon mal gehört, nur wie ist die praktische Anwendung, vor allem wenn´s hektisch wird? Marcel Janik von der Freiwilligen Feuerwehr Glasehausen erläuterte aufschlussreich die Handhabung, was auch bei manchem Kameraden der Feuerwehr Anklang fand. Haben die doch meist bei der Brandbekämpfung den Feuerwehrschlauch in der Hand und wohl seltener einen Feuerlöscher. Jeder konnte sich selbst beim Löschen eines Feuers zeigen und erhielt hierbei Hinweise des Spezialisten.

Vorschau Massongex (CH): Kann Steiner Berguerands Siegesserie stoppen?

3. Juli 2019

Die Schweizer Berg-Saison macht keine Pause. Am Wochenende steht in Massongex (VS) bereits der dritte Lauf auf dem Programm. Gelingt Eric Berguerand der Hattrick? Nach den beiden Auftaktrennen in Hemberg (SG) und Reitnau (AG) gastiert die Schweizer Berg-Meisterschaft am Wochenende in Massongex zum dritten Lauf 2019. 106 Teilnehmer haben sich eingeschrieben, darunter 80 in den NATionalen Kategorien. Das ist gegenüber Reitnau weniger als die Hälfte, aber immer noch deutlich mehr als im Vorjahr, als nur knapp 60 Autos die 3150 Meter lange Strecke Richtung Vérossaz, oberhalb von Saint-Maurice, in Angriff nahmen. Der Grund für das eher bescheidene Starterfeld ist für viele die Streckencharakteristik. Diversen Vollgaspassagen folgen enge Spitzkehren. «Das geht teilweise richtig aufs Material», sagt Mitsubishi-Pilot Roger Schnellmann, der den Lauf in Massongex aus diesem Grund auslässt. Auch Marcel Steiner, der im Vorjahr in Massongex einen Motorschaden im Training erlitt, sagt: «Ein paar Kurven weisen eine große Höhendifferenz aus. Da muss man am Kurvenausgang warten, bis alle vier Räder wieder Kontakt zur Strasse haben. Wer da zu früh aufs Gas steht, handelt sich rasch einen Schaden ein.» Steiner hat die ersten beiden Duelle gegen Eric Berguerand in dieser Saison verloren und möchte in Massongex den Rückstand auf den Walliser auf keinen Fall noch größer werden lassen. Doch dieses Unterfangen wird schwierig. «Ich war in Reitnau etwas ratlos. Mein Gefühl im zweiten Lauf war besser als die Zeit auf der Anzeige. Aber ich werde in Massongex wieder alles geben und versuchen, Berguerand am dritten Sieg in Folge zu hindern.» Berguerand indes reist mit stolz geschwellter Brust zum ersten seiner beiden Heimrennen an. Zwei Siege und zwei neue Streckenrekorde stempeln den Mann aus Charrat bei Martigny zum Favoriten. Und das obwohl Berguerand im Vorfeld dieser Saison kein einziges Rennen und keinen einzigen Test absolviert hat. «Wir haben offenbar gute Arbeit über den Winter geleistet», sagt der 40-jährige Berguerand, dessen Vater Louis mit 81 Jahren übrigens der älteste Teilnehmer am Wochenende ist. Eric Berguerand ist in Massongex auch Rekordsieger. Von den seit 1984 24 ausgetragenen Rennen hat der furchtlose Walliser sechs gewonnen. Sein erster Sieg 2002 liegt bereits 17 Jahre zurück. Auf Platz 2 der ewigen Bestenliste rangiert Marcel Steiner mit drei nationalen Erfolgen (2010-2012). Den letzten Tagessieg im unteren Rhonetal sicherte sich Marcel Maurer. Der Formel-Renault-Pilot setzte sich im Vorjahr – nach dem Motorschaden von Steiner und den Anlasserproblemen bei Berguerand – in einem engen Duell gegen Christian Balmer durch. Beide sind […]

Wieder Rekord und Tagessieg für Berguerand

1. Juli 2019

Eric Berguerand ist nicht zu bremsen. Auch beim zweiten Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft in Reitnau war der Walliser auf seinem Lola FA99 eine Klasse für sich. Der amtierende Schweizer Marcel Steiner hat schon vor der Saison gewarnt: «Wenn Berguerand seinen Lola FA99 technisch im Griff hat, ist er schwer zu schlagen.» Steiner hat bisher Recht behalten. Auch beim zweiten Aufeinandertreffen am Berg im aargauischen Reitnau ist der Walliser klar der Schnellere. Damit liegt Berguerand nach zwei von acht Bewerben mit dem Punktemaximum von 54 Zählern bereits 14 Punkte vor Steiner. Berguerand hatte in Reitnau schon im ersten Training den Tarif durchgegeben. Den Streckenrekord von Steiner aus dem Vorjahr (47,86 sec) verpasste der 40-Jährige aus Charrat bei Martigny nur um knapp vier Zehntelsekunden. Doch es war nur eine Frage der Zeit, ehe Berguerand die Bestmarke knacken würde. Schon im Wertungslauf war es dann soweit: Berguerand absolvierte die 1605 Meter kurze Strecke in 47,35 sec. Bei Steiner indes blieb die Uhr erst bei 48,98 stehen. Weil die Addition der beiden Wertungsläufe über den Tagessieg entscheidet, lag Steiner also schon vor dem zweiten Lauf deutlich zurück. Diesen absolvierte er dann in 48,51 sec. Doch das reichte bei Weitem nicht. Eric Berguerand pulverisierte den Rekord abermals und liess sich im zweiten Heat eine Zeit von 47,22 sec notieren. Damit lag der Mann mit der Startnummer 45 in der Addition fast drei Sekunden vor Steiner. «Ich bin sehr zufrieden, wie es momentan läuft», sagt Berguerand. «All die Arbeit, die ich ins Auto investiert habe, scheint sich auszuzahlen. Ich hoffe, dass es am kommenden Wochenende in Massongex, beim dritten Lauf, ähnlich gut läuft.» Steiner gab zu, dass er auf seinem LobArt LA01 in Reitnau kein Mittel gegen Berguerand gefunden hatte. «Der erste Lauf war nicht perfekt. Im zweiten dachte ich, ich sei vom Gefühl her schneller. Aber es kommen noch andere Rennen. Und ich habe Eric im letzten Jahr auch geschlagen. Also einfach weiter konzentriert arbeiten und Gas geben.» Genau das muss Steiner auch. Denn von hinten droht die Konkurrenz näher zu kommen. Thomas Amweg, der in beim Auftakt in Hemberg bereits den dritten Platz für sich beanspruchte, war auch in Reitnau «Best oft he Rest». Und der Abstand zu Steiner ist geschmolzen. Auf der 153 Meter längeren Piste in St.Gallen verlor Amweg mit seinem Lola B99/50 auf Steiner noch 5,5 Sekunden. In Reitnau waren es nur noch 2,2 Sekunden. Dazu Amwegs Kommentar: «Ich bin ganz […]

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