Werkstatt-Report #30: Der „Dicke“ im Kuraufenthalt

11. Februar 2018

Es gibt in Deutschland kaum ein Fahrzeug bei den Bergrennen, das von den Fans im Fahrerlager so dicht umlagert ist wie der „Dicke“ des Odenwälders Holger Hovemann. Auch die Medienvertreter aus  dem In- und Ausland berichten in der Fachpresse regelmäßig von dem knallgelben Boliden und auch in den sozialen Netzwerken und auf den YouTube-Kanälen liegt der Opel Kadett C Coupé V 8 GT/3 ganz weit an der Spitze der Nutzerzahlen. Der extrem verbreiterte Rennwagen wird von einem V8-Sauger mit 5,7 Liter Hubraum aus dem Hause GM-Lotus angetrieben. Nachdem zunächst einige technische Hindernisse zu bewältigen waren, hatte der ehrgeizige Rennfahrer in den vergangenen Jahren auch einiges Pech auf der Rennstrecke. Doch Holger Hovemann hat mit der Firma RISSE Motorsport aus Soest und dem Team von Norbert Vornhold aus der Nähe von Hamburg eine einmalige Unterstützung, so dass jedes technische Problem und jeder Schaden am Fahrzeug behoben werden können. Gleich nach Saisonende 2017 machte sich das aus drei bundesweit verstreuten Teilen geformte Team an die Arbeit, um die Infrastruktur und das Sportgerät selbst zu verbessern und zu überholen. Im Buchener Stadtteil Bödigheim wurde noch im alten Jahr die KfZ-Werkstatt Hovemanns einem Umbau und einer Erweiterung unterzogen. Es entstand zusätzlich eine Motorsportwerkstatt, die überbaute Fläche wurde so um ein Drittel vergrößert. Hoch im Norden der Republik bei Norbert Vornholt in Ulzburg wurde das großvolumige Triebwerk derweil zerlegt und eine Bestandsaufnahme gemacht. Die Zylinderköpfe gingen anschließend zur Revision zurück nach Nordrhein-Westfalen zur RISSE-Motorsport. Zwischenzeitlich wurde von Schäfer eine neue Rennauspuffanlage geliefert und bereits montiert. Nach vier Jahren hartem Einsatz gab es neue Kats von HJS und auch die Kupplung hatte es nötig und wurde ausgetauscht. Aktuell ist man in Schleswig-Holstein dabei den Motorblock wieder Stück für Stück zusammenzusetzen. Schon jetzt freut sich Holger Hovemann auf den Saisonstart Ende April im hessischen Schotten und ganz sicher werden ihm seine vielen Anhänger im Fahrerlager und an der Rennstrecke fest die Daumen drücken, dass er das Rennen und die gesamte Saison 2018 erfolgreich bestreitet. Text: Bernd Stegmann / Thomas Bubel

Dietrich Risse ist nicht mehr unter uns

6. Februar 2018

Ende Januar 2018 verstarb überraschend Wolf-Dietrich Risse, der Firmengründer von RISSE-Motorsport in Soest (Nordrhein-Westfalen). Auf Basis seiner 22jährigen Erfahrungen im Motorsport und seinem Maschinenbaustudium gründete Wolf-Dietrich Risse, der von allen nur „Bimbo“ genannt wurde im Jahr 1990 die Firma Risse Motorsport. Im Laufe der Jahre entwickelte er diese zu einer der renommiertesten Adressen sowohl im Bereich Wettbewerbsmotoren als auch im Tuning von Straßenfahrzeugen. In ganz Europa hat sich RISSE-Motorsport zwischenzeitlich einen Namen gemacht. Nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 2004 musste Dietrich Risse die Geschäftsleitung der Firma abgeben, diese führte zunächst seine Frau Elgin erfolgreich weiter, bis schließlich 2014 sein Schwiegersohn Claus Patzschke die Firma übernahm. Seine zweite große Leidenschaft neben dem Motorsport galt dem Basketball. „Bimbo“ war Gründungsmitglied und Gönner der Risse Baskets Soest. Bis zuletzt was er Ehrenvorsitzender des Vereins. Dietrich Risse war es, der 2004 neun Jugendliche sammelte und ihnen mit dem Basketballverein Risse Baskets Soest die Möglichkeit gab, ihren Träumen nach einem eigenen Basketballverein nachzukommen. Seine intensive Arbeit in dem Aufbauprozess 2004 war unersetzlich. Seine plötzliche Erkrankung traf ihn seinerzeit schwer. Dennoch blieb Bimbo Risse bis zum Jahr 2013 Vorsitzender der Risse Baskets Soest. R.I.P. Bimbo!

Werkstatt-Report #29: BMW-Cabrio mit GFK-Außenhaut

3. Februar 2018

Viel Arbeit in seiner Werkstatt in Luxemburg-Stadt hatte und hat aktuell Canio Marchione. Nach einer sehr erfolgreichen Saison 2017 mit dem erneuten Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Tourenwagen und Rang vier in der E1-Division des FiA Hillclimb Cup auf dem VW Minichberger Scirocco, wurde dieser an KW Berg-Cup Altmeister Franz Weissdorn verkauft und für 2018 ein neues Projekt gestartet. Dabei wurde Canio bereits Ende November 2017 in der Schweiz fündig, wo er von Martin Bürki den Ex-Rottenberger/Weidinger BMW 318i E36 STW übernehmen konnte. Eine erste Testfahrt mit dem ehemaligen Meisterauto verlief ein paar Tage später durchaus positiv. Jedoch wird der BMW 2018 nicht nur optisch in neuem Gewand an den Start rollen. Im Dezember wurde praktisch die komplette Blech-Außenhaut des BMW abgetrennt und durch eigens angefertigte GFK-Teile ersetzt. Ziel war es weiter das Fahrzeuggewicht herunter zu schrauben. Mittlerweile sind diese Arbeiten abgeschlossen und Canio berichtete bei einem Gespräch mit „Bergrennen in Deutschland“ am Abend der Meisterschaftsgala des Luxemburger Automobilclubs am 20. Januar in Bad Mondorf von einem aktuellen Fahrzeuggewicht von 820 kg, also rund 30 kg weniger als zuvor. Vor wenigen Tagen wurde die Karosse in Marchiones Hausfarbe Rot lackiert. Weiter steht die Installation einer neuen Elektronik auf der Tod-Do-Liste sowie das montieren einer modernen Paddle Shirt-Lenkradschaltung. Die Saisonplanung sieht die Titelverteidigung in der Luxemburger Bergmeisterschaft vor. Dazu sucht Maschione erneut seine Chance im FiA Hillclimb Cup. Nach den ersten Rennen wird man Bilanz ziehen und je nach Tabellenstand weiter am Ball bleiben oder nicht.

KW Berg-Cup macht aus der Not eine Tugend

3. Februar 2018

Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung stellte der Berg-Cup e.V. am 21. Januar 2018 in Bad Mergentheim sein revolutionäres Rennserienkonzept für die kommende Saison vor. Dieses überraschte und stellte für die 80 anwesenden Mitglieder Dinge wie Rechenschaftsberichte und Teilneuwahlen hintan. Allerdings dauerte es rund 60 Minuten, bis die Katze aus dem Sack gelassen wurde. Schließlich sah die mit der Einladung versandte Tagesordnung nach der Begrüßung formelle Dinge vor. Zum Beispiel die Feststellung der Anzahl der Stimmberechtigten und den Bericht des Präsidiums über das Sport- und Geschäftsjahr 2017. Dieser fiel durchwegs positiv aus, wertete die 30. Saison des KW Berg-Cups unter dem Strich als einen rundum gelungenen Auftritt. Daran wollte man natürlich 2018 anknüpfen, stellte früh die Weichen, reichte die nur in minimalen Details veränderte Ausschreibung beim DMSB ein. Mit dem man schon Mitte 2017 einen Stufenplan erarbeitet hatte, der im Rahmen der Anpassung an die von der FIA für Internationale Rennserien (IS) geforderten Sicherheitsstandards die Einführung von Sicherheitstanks erst 2021 vorsah. Lange standen die Ampeln für diese Terminierung auf grün, aber am 6. Dezember schaltete der FIA-Weltrat auf Rot um, erklärte FT-Kraftstoffbehälter ab sofort für obligatorisch und nicht verhandelbar. Das versetzte die KW Berg-Cup Verantwortlichen in Alarmzustand. Wusste man doch aus einer von den eigenen Technischen Kommissaren in der letzten Saison durchgeführten Erhebung, dass nur knapp über die Hälfte der begutachteten Berg Cup Renner über aktuelle Sicherheitstanks verfügen. Die unerwartet entstandene Situation wurde sofort analysiert, danach verschiedene Szenarien durchdacht und durchgespielt, wobei die berechtigten Interessen aller Berg-Beteiligten immer Berücksichtigung fanden. Um diesen in vollem Umfang zu entsprechen, entschied man sich zur Zweigleisigkeit. Was im Klartext bedeutet, dass der KW Berg mit seinen Sonderwertungen KW 8V-Trophy, Rookie und Ravenol Youngster wie vorgesehen weiter als IS durchgeführt wird. Möglicherweise kommen sogar noch zwei weitere Veranstaltungen dazu, nämlich am 21./22. April der Rechberg in Österreich und am 26./27. Mai das Bergrennen Verzegnis in Norditalien. Entsprechende Verhandlungen laufen, ein definitives Ergebnis wird spätestens am 31. Januar vorliegen. Wie auch immer dieses aussehen wird, an der Zahl der maximal gewerteten Rennen wird das nichts ändern, die bleibt auf jeden Fall bei acht. Neu im Angebot des Berg-Cup e.V. ist 2018 der „KW Berg-Cup National“. Er pflegt den Breitensportgedanken und gibt all denen, die bisher in der IS völlig regelkonform mit nationalen DMSB-Sicherheitsstandards unterwegs waren die Möglichkeit, ohne Nach- oder Umrüstung weiterhin KW Berg-Cup’ler zu bleiben. Darüber hinaus soll die neu installierte Serie auch den Berg-Einstieg erleichtern. Deshalb werden […]

Volkswagen verpflichtet Romain Dumas fürs Pikes Peak 2018

31. Januar 2018

Bei der Rückkehr zum „Pikes Peak International Hill Climb“ setzt Volkswagen auf Erfahrung. Am 24. Juni 2018, mehr als 30 Jahre nach der letzten Teilnahme von Volkswagen am berühmtesten Bergrennen der Welt, pilotiert der Franzose Romain Dumas das erste rein elektrisch betriebene Rennfahrzeug der Marke aus Wolfsburg. Dumas hat das sogenannte „Race to the Clouds“ im US-Bundesstaat Colorado bereits drei Mal gewonnen. Er kann außerdem auf Erfahrung mit Hybrid-Prototypen in der FIA World Endurance Championship (WEC) bauen: Dumas holte 2016 als Porsche-Werksfahrer den Weltmeistertitel in dieser Hightech-Rennserie. „Das Bergrennen am Pikes Peak ist eine große Herausforderung, weil jeder Teilnehmer nur einen Versuch hat“, erläutert Romain Dumas. „Aber ich habe großes Vertrauen in Volkswagen Motorsport. Die Mannschaft ist hoch motiviert und hat schon mehrfach bewiesen, dass sie auch auf unbekanntem Terrain auf Anhieb erfolgreich ist.“ Das gemeinsame Ziel von Volkswagen und Fahrer Dumas ist ein neuer Streckenrekord in der Fahrzeugkategorie der Elektro-Prototypen. „Romain gehört zu den schnellsten Fahrern, die jemals am Pikes Peak gestartet sind. Außerdem hat er Tausende von Kilometern Erfahrung mit Rennprototypen. Er ist damit für Volkswagen der ideale Fahrer für die Premiere in der Klasse der rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets. Volkswagen startet bei der 2018er-Auflage des „Pikes Peak International Hill Climb“, der wegen der Ziellinie in 4.302 Meter Höhe auch „Race to the Clouds“ genannt wird, mit einem völlig neu entwickelten Elektro-Prototyp. In dieser Wertungsklasse erlaubt das Reglement große technische Freiheiten. „Wir können so die Leistungsfähigkeit zukünftiger Batterie- und Antriebstechnologie von Volkswagen im Wettbewerb beweisen. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Tatsache, dass die Rennstrecke am Pikes Peak eine normale Straße ist, auf der sich Fahrbahnzustand und Wetterbedingungen häufiger ändern“, sagt Smeets. „Der große Vorteil eines Elektrofahrzeugs beim Bergrennen am Pikes Peak: Die Leistung bleibt über die gesamte Strecke von knapp 20 Kilometern konstant. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verlieren in der dünnen Höhenluft dagegen deutlich an Leistung. Damit musste ich bei meinen bisherigen Teilnahmen leben. Ich freue mich richtig darauf, zum ersten Mal vom Start auf 2.862 Metern bis ins Ziel mit voller Kraft fahren zu können“, nimmt Dumas den Faden auf. Mit Elektrotechnologie in Rennfahrzeugen kennt sich der aus dem südfranzösischen Alès stammende Vollblut-Motorsportler aus: In den letzten Jahren bestritt er im Werksteam von Porsche die Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA World Endurance Championship) mit einem Hybrid-Prototyp (Benzin/Elektro). Neben dem Weltmeistertitel 2016 in dieser Rennserie gewann Dumas im Laufe seiner Karriere bereits acht 24-Stunden-Rennen, darunter zwei Mal […]

R.I.P. Manfred Behnke

29. Januar 2018

Bereits am 05. Januar diesen Jahres verstarb Manfred Behnke, Bruder von Rennwagenkonstrukteur Peter Behnke Senior und Onkel der im Bergrennsport aktiven Michael und Peter Behnke, im Alter von 80 Jahren. Manfred Behnke lebte in der bayrischen Landeshauptstadt München und war Zeit seines Lebens mit dem Motorsport verbunden. Anfangs mit Tourenwagen vom Typ BMW 700 und Mini Cooper, war er seit 1961 aktiv. Zur Saison 1966 wechselte Behnke in die Sportwagenklasse auf einen Lotus Elan Werkswagen, mit dem er in diesem Jahr sogar den Gesamtsieg beim Bergrennen in Mickhausen einfuhr, dass damals noch Augusta-Bergrennen hieß. Die Behnkes betrieben in diesen Jahren ein Autohaus in München und waren in 1960er Jahren offizieller Lotus-Importeur für Deutschland, was auch für den Rennsport von Vorteil war, weshalb das Fahrgestell der ersten Behnke-Rennwagen die ab 1966 von Peter Behnke Senior gebaut wurden, sehr stark an den Aufbau des Rahmens eines Lotus 23 erinnert. Manfred steuerte 1966 auch schon sporadischen den ersten Behnke-Rennwagen vom Typ Condor und pilotierte ab 1969 einen Lotus Formel 2. Von 1976 bis zu seinem Karriereende im Jahr 1985, war dann ein Osella PA8 angesagter Rennuntersatz. Manfred Behnke fuhr Berg- als auch Rundstreckenrennen, in den letzten aktiven Jahren in der Interserie. Seine Gegner hießen damals John Winter, Klaus Niedzwiedz, Bob Wollek, Klaus Ludwig, Walter Lechner, Jörg van Ommen, Henri Pescarolo und am Berg beispielsweise Sepp Greger, Johann Abt sen., Karl Wendlinger sen., Kurt Ahrens und Mauro Nesti. Das Bild oben vom Bergrennen Mickhausen im Jahr 2010 zeigt v.l.n.r. Michael Behnke, Peter Behnke Sen., Peter Behnke Jun., Manfred Behnke

Boxengeflüster 01/2018: Wussten Sie schon dass…?

27. Januar 2018

DASS an den beiden ersten Januar-Wochenenden die Theatergruppe Eichenbühl wieder ihren großen Auftritt hatte. Unweit der bekannten Bergrennstrecke am Umpfenbacher Berg, wurden im Pfarrheim fünf Abendvorstellungen der Verwechselungskomödie „Alles neu, macht der Mai“, mit jeweils immer ausverkauften 185 Sitzplätzen, plus eine Kindervorstellung gegeben. Unter den Schauspielern und Gästen der Premierenvorstellung waren zahlreiche aktive Bergrennrennfahrer und Organisatoren des Eichenbühler Bergrennens. Bei diesem Dreiakter über 110 Minuten standen die KW Berg-Cup Piloten Nils Abb und Stefan Winkler sowie die Helferin beim Bergrennen Verena Ballweg auf der Bühne. Im illustren Publikum sah man diesmal so viele Aktive wie noch nie, mit Sophia Faulhaber, Stefan Faulhaber, Dino Gebhard, Thomas Kohler, Armin Ebenhöh, Silvia Ebenhöh, Markus Hülsmann, Frank Lohmann, Jörg Völker und Roland Christall samt Begleitungen sowie zahlreiche MSC Erftal-Mitglieder, darunter Steffen Hofer mit Anke Bodenmüller. DASS der Rallye DM-Pilot René Mandel, Enkel des unvergessenen „Berglöwen“ Herbert Stenger, am kommenden ersten Februar-Wochenende erneut beim Race of Champions, das diesmal in Riad in Saudi Arabien stattfindet, im Einsatz ist. Zwar „noch“ nicht als Protagonist hinter dem Steuer, sondern mit Johnny Hakvoort von Fast & Speed als Betreuer und Mechaniker für die wieder zum Einsatz kommenden Buggys. Wer bei der TV-Übertragung genau aufpasst könnte René bei der Startaufstellung kurz zu Gesicht bekommen. Unterdessen ist Mandels Paket für die Rallye DM 2018 derzeit noch nicht fertig geschnürt. Zur Disposition stehen Einsätze in der R5-Klasse mit Hyundai oder Skoda. DASS auch die Sprösslinge der Bergrennfahrer im vergangen Jahr zu Erfolgen kamen. Einer aus dieser Spezies ist Bastian Voss, der 16-jährige Sohn von Formel-Renault Pilot Andreas Voss. Im VW Golf GTI, Baujahr 1993, mit dem Andreas Voss vor 31 Jahren seine Motorsportkariere in Ostwestfalen-Lippe begann, gewann Voss Junior die Newcomer Meisterschaft im Club-Slalom in OWL. Nach längerer Standzeit wurde der goldfarbene Golf von Tuner Misczyk unter die Fittiche genommen und optimal vorbereitet. Und auch Clarie Schönborn, die 18-jährige Tochter von Berg-Cup Pilot Rainer Schönborn fuhr in der Saison 2017 unter die Top-15 im Deutschen Junioren Slalomsport und war dabei bestes Mädchen. DASS die Formel 1-Teamchef-Legende Peter Sauber am ersten Juni-Wochenende diesen Jahres bei der zweiten Auflage des Kerenzerbergrennens an den Start gehen wird. Mit welchem Fahrzeug er an dieser Demonstrationsveranstaltung teilnimmt, lässt er noch offen. Nach 2015 wird dieses Revival, das rund 60 km südöstlich von Zürich zu finden ist, zum zweiten Mal veranstaltet. Von 1967 bis 1970 zählte das Kerenzerbergrennen im Kanton Glarus zu den beliebtesten nationalen Bergrennen der […]

Jahressiegerehrung im Classic-Berg-Cup

26. Januar 2018

Am vergangenen Samstag trafen sich die bundesweit verstreuten Teilnehmer des Classic-Berg-Cups zu ihrer Jahres-Sieger-Ehrung im vogtländischen Treuen. Im jährlichen Wechsel treffen sich die Mitglieder in der Nähe eines ihrer Teilnehmer, um weitab vom motorsportlichen Alltagsgeschäft zu relaxen, auf die vergangene Saison zurückzublicken und dabei ihre jeweils Besten „ordentlich“ zu ehren. In diesem Jahr war der Gasthof „Zur goldenen Höhe“ im vogtländischen Treuen Treffpunkt der klassischen Bergrennfahrer und ihrer Begleitung. Nach einem stärkenden Essen und ausgiebigen Benzin-Gesprächen ging´s dann zur Ehrung. Andreas Gmeinder aus dem Allgäu setzte sich mit deutlichem Vorsprung an die Spitze und erhielt als Würdigung für Platz 1 ein 60 Liter-Fass vollsynthetisches Motoröl vom neuen CBC-Sponsor G-Oil aus dem bayrischen Gersthofen. Platz zwei teilten sich der NSU-Treter Uwe Schindler und Albert Vogt auf Subaru Impreza. Auch für die beiden Zweitplatzierten stellte die Firma G-Oil hochwertiges Motoröl zur Verfügung. Dritter wurde ein weiterer NSU-Pilot, mit Thomas Krystofiak vor CBC-Sportleiter Richard Rein auf Ford Capri. Trotz seines kapitalen Motorschadens kam der VW Scirocco-Pilot Ronny Hering noch auf Platz fünf vor Detlef Schröder auf VW Polo. Für alle Platzierten gab es je einen Fotokalender 2018 mit Fahrzeugmotiven aus dem Classic-Berg-Cup aus der Kamera von Thomas Bubel. Schatzmeisterin Dr. Jutta Fischer-Neuner verteilte anschließend noch Kuverts mit Preisgeldern. Insgesamt also ein toller Anreiz am Classic-Berg-Cup teilzunehmen. Insgesamt bestritten die Classic-Berg-Cup-Teilnehmer in der abgelaufenen Saison 2017 genau 50 Veranstaltungen, die in der Hauptsache im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft stattfanden.

Gala-Abend mit Luxemburger Bergmeisterschaft

25. Januar 2018

Einen flotten Abend, wie man im Großherzogtum Luxemburg zu sagen pflegt, erlebten rund 350 Gäste am dritten Januar-Samstag beim „Soirée du Sport Automobil“, der Siegerehrung der Luxemburger Automobilmeisterschaften im Chapito des Casino 2000 in Bad Mondorf. Der Luxemburger Automobilclub (ACL) ehrte die Sieger und Platzierten in den Sparten Rundstrecke, Rallye, Kart, Bergrennen und Slalom aus der Saison 2017. Weitere Höhepunkte es Abends waren die Preisverteilungen im „Coupe des Dames“ und der Verkündung in der Wahl des „Autosportler vum Joer“. In der Bergmeisterschaft, die offiziell als Championnat du Luxembourg des Courses de Côte – Trophée Honoré Wagern in den Büchern des ACL geführt wird, hießen die Sieger Daniel Donkels und Leon Linden bei den Rennwagen und Canio Marchione, Charel Valentiny und Nico Schilling bei den Tourenwagen. Im Damenpokal stand Sandra Becker ganz oben, vor Ivana Becker-Huber und Tanja Fammang. Als Automobilsportler des Jahres in Luxemburg wurde von einer Fachjury und der Allgemeinheit via Internet der Porsche Super Cup-Pilot Dylan Pereira gewählt. Die nominierten Canio Marchione und David Hauser kamen nicht in die Top-3.

Unser Jr. zum ersten Mal seit 29 Jahren wieder am Pikes Peak

22. Januar 2018

Zum ersten Mal seit fast 30 Jahren wird die US-Rennsportlegende Al Unser Jr. wieder am Pikes Peak International Hill Climb teilnehmen, dessen 96. Auflage am 24. Juni diesen Jahres stattfindet. Unser war zuletzt bei Pikes Peak-Bergrennen im Jahr 1989 dabei. Der zweifache Indianapolis 500 Gewinner war 1983 „King of the Mountain“, als Sieger am Pikes Peak in der Open Wheels-Klasse in seinem Wells Coyote Chevy. Seine Eintragung in die diesjährige Starterliste markiert die Rückkehr der weltbekannten Rennfahrerfamilie aus Albuquerque, dessen Mitglieder mehrfach im Pikes Peak Hill Climb Museum „Hall of Fame“ zu finden sind. Bobby (13) und Bobbys Onkel Louis (9) haben zusammen 22 Mal gewonnen und auch Robby Unser konnte sich 1989 mit einem Peugeot 405 T16 in die Siegerlisten eintragen. Al Unser wird hinter dem Steuer einen 1936er Chevrolet Sedan an die alten Zeiten erinnern. Nach einjähriger Abwesenheit sind auch der achtmalige Pikes-Peak-Sieger Paul Dallenbach (Foto unten), der 23-fache Champion Clint Vahsholtz und Layne Schranz, die in 24 Veranstaltungen drei Siege feiern konnten, wieder dabei. „Die Fans dieses historischen Bergrennens werden vom diesjährigen Wettbewerbsfeld begeistert sein“, sagte Megan Leatham, Executive Director von PPIHC. „Wir haben viele Legenden des Rennens an Bord und eine Liste von Rookies aus den USA und vielen Nationen, die unglaubliches Interesse hervorrufen werden.“

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