Hillclimb Masters wird fortgesetzt

13. Oktober 2017

Das FiA Hillclimb Masters wird im Jahr 2018 seine dritte Auflage erleben, so ist es bereits auf der Internetseite der Federation Internationale de l´Automobile nachzulesen. Auf Anfrage von „Bergrennen in Deutschland“ gab David Moretto, der FiA Sporting Coordinator für die Bereiche Historischer Motorsport, Bergrennen und Off-Road, noch keine konkreten Informationen Preis, doch für die nächsten Wochen sind die ersten Pressemeldungen angekündigt. Mit Spannung wird erwartet welche Location nach Eschdorf 2014 und Ecce Homo 2016 das Race of Champions der Berge sehen wird. Natürlich kursieren in Fachkreisen bereits die ersten Gerüchte und Spekulationen über den Austragungsort der Edition 2018 des FiA Hillclimb Masters. Diesmal könnte die Schweiz das Gastgeberland sein. Eine der möglichen Bergrennstrecken die für Anfang Oktober 2018 zur Debatte stehen sollen, ist die EM-Piste von St. Ursanne – Les Rangiers im Jura, freilich auf einer verkürzten Streckenvariante. Das sind bislang alles nur Spekulationen, aber Bergrennen in Deutschland lag ja schon öfters nicht so ganz daneben. Aber, Warten wir´s ab. Wir bleiben auf jeden Fall an diesem interessanten Thema dran.

Auch das Saisonfinale war von Erfolg gekrönt

12. Oktober 2017

Die Bergrennsaison 2017 ist Geschichte und das CR-Racingteam hat diese, wie erwartet sehr erfolgreich mit einem Klassensieg und einem sechsten Gesamtrang beim ADAC Bergrennen Mickhausen beendet. In der Stauden-Region im Augsburger Umland fand am Wochenende vor dem Tag der Deutschen Einheit, die Finalveranstaltung der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft und des internationalen FiA Hillclimb Cups statt. Diese hochrangigen Meisterschaften sorgten erneut für ein erstklassiges Teilnehmerfeld. Frank Debruyne, die Galionsfigur des Pirmasenser CR-Racingteams in Sachen Bergrennsport, stand bereits vor dem Rennwochenende als zweifacher Vize-Champion in der Deutschen Meisterschaft und dem DMSB Berg-Cup für Sportwagen fest. Der schwarz-weiße Dallara F303 Formel 3-Rennwagen mit dem Werbeschriftzug von AST – Abwasser-Sanierungs-Technik lief über die gesamte Saison wie ein Schweizer Uhrwerk. Dem entsprechend konnte es der 46jährige Badener ruhig angehen lassen, denn nicht nur die beiden Vize-Titel hatte er auf dem Habenkonto sondern auch zahlreiche persönliche Bestzeiten und Formel 3 b.z.w. 2-Liter-Formel-Streckenrekorde eingefahren. Beim Bergrennen Unterfranken Anfang September und beim Homburger Bergrennen Mitte Juli fuhr Frank Zeiten, die vor ein paar Jahren noch sehr nahe am damaligen absoluten Streckenrekord gelegen hätten. In den Tageswertungen der DM-Rennen konnte er insgesamt vier Mal auf Platz zwei das Podium erklimmen, wobei beim Wolsfelder Bergrennen an Pfingsten der Gesamtsieg nur hauchdünn verpasst wurde. Auch der Deutschen Berg-Europameisterschaftslauf am Glasbach in Thüringen im Juni war ein Highlight vom Ergebnis her und auch von den gefahrenen Zeiten. Bei diesem Höhepunkt der Deutschen Bergsaison war auch CR-Teamchef Andreas Germann mit seinem Dallara F305/11 in Brawoliner-Farben am Start. Aus beruflichen Gründen blieb dies leider die einzige Teilnahme in der diesjährigen Bergmeisterschaft für den Pirmasenser Unternehmer. Da bleibt nur die Hoffnung auf mehr Starts für Andreas im Jahr 2018. Doch zurück zum furiosen Finalwochenende in Mickhausen. Wunderbares „Altweibersommerwetter“ prägte den Trainingstag und Frank Debruyne beherrschte die Formel-Klasse bis 2-Liter Hubraum ohne Mühe vor bereits großer Zuschauerkulisse, vor dem jungen Nordschwarzwälder Mathieu Wolpert, der im Laufe der Saison auf einen mit Franks baugleichen Dallara F303 umgestiegen war. In der Nacht zum Sonntag kam der vorhergesagte Regen und machte die rund zwei Kilometer lange Sprintstrecke Richtung Birkach zur Rutschbahn. Die Grippverhältnisse sind bei diesen Bedingungen stets extrem schwierig, zumal der Regen alsbald nachließ und der Asphalt allmählich abtrocknete. „Ich wollte ich nichts mehr riskieren, doch nachdem ich nach dem zweiten Durchgang 1,3 Sekunden hinter Mathieu war, musste ich im letzten Lauf doch noch mal alles geben“, resümierte Frank. Auf der trockengefahrenen Ideallinie machte er mit seiner Tagesbestzeit von 55,318 […]

Die Bernina Gran Turismo 2017 verlangte Teilnehmern alles ab

11. Oktober 2017

Die Bernina Gran Turismo hat auch in diesem Jahr wieder einmal auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen, dass Bergrennen einfach zu den Schweizern gehören, wie es auch beim Käse der Fall ist. Dabei sind nicht nur für die Fahrer Attraktionen wie schöne Landschaften ein waschechtes Highlight der Saison, sondern natürlich auch für die Zuschauer des Events. Die Abnahme der Rennwagen fand dieses Jahr erstmalig vor dem Kempinski Grand Hotel statt. Die Bernina Gran Turismo dieses Jahres ist mittlerweile schon wieder Geschichte, denn sie fand vom 22. bis zum 24. September statt. Charakteristisch für dieses Event ist vor allem die atemberaubende Kulisse der Schweizer Berge, durch die die Teilnehmer geleitet werden. Auch mit Wetterumschwüngen müssen die Fahrer dabei rechnen und die äußeren Bedingungen zum Beispiel bei der Anfahrt von Kurven berücksichtigen: Die Bernina Gran Turismo fand 2017 schon zum dritten Mal statt Einer der Teilnehmer fuhr einen Ferrari 250 Auch der Lancia Fulvia Fanalone zog die Blicke auf sich Ziel des Rennens, bei dem die Fahrer den Berninapass hochfuhren, war die hoch oben gelegene Passhöhe. Die Strecke war insgesamt 5,7 Kilometer lang und führte unter anderem auch einen Jaguar C-type und einen Ford GT 40 hinauf zum Ziel. Abgesehen davon, dass die Abnahme der Rennwagen, die immer im Fokus des Interesses liegt, in diesem Jahr erstmalig vor dem prestigeträchtigen Kempinski Grand Hotel vollzogen wurde, stand auch bei dem einen oder anderen Buchmacher die Frage im Mittelpunkt, wer denn gewinnen würde. Mittlerweile ist es normal, dass auf den Ausgang von Rennveranstaltungen Tipps abgegeben werden können. Mybet und andere Sportwettenanbieter passen für die Kunden dementsprechend immer häufiger ihre gesamte Angebotspalette an. Geschichtlicher Rückblick reicht weit bis ins Jahr 1929 zurück: In Bezug auf die Bernina Gran Turismo ist vor allem beeindruckend, dass bereits im Jahre 1929 die ersten Bestrebungen dahingehend stattgefunden haben, in dieser Hinsicht etwas anzubieten. Auf die Initiative von manchen Pionieren im Tourismus hin wurde in diesem Jahr nämlich erstmalig die „Internationale Automobilwoche St. Moritz“ veranstaltet. Auch zu dieser Zeit war der Kern der Woche das bekannte „Bernina Bergrennen“. Zum damaligen Zeitpunkt war es mit einer Distanz von stolzen 16,5 Kilometern aber noch weitaus anspruchsvoller, sodass auch legendäre Fahrer wie Hans Stuck von der Strecke äußerst angetan waren. Dieser war auf einem Austro-Daimler unterwegs, wobei sein Widersacher Louis Chiron mit einem Bugatti versuchte, das Rennen zu gewinnen. Zu der Automobilwoche gehörte damals aber auch noch das sogenannte „Kilometerrennen“Der Start und das Ziel […]

19. Int. Jochpass Memorial von Hindelang nach Oberjoch

5. Oktober 2017

Die Motoren dröhnen wieder: Von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. Oktober, finden das 19. Int. Jochpass Memorial, also das Bergrennen, und die Historic Rallye durch das Allgäu und Tirol statt. Als letzte große Veranstaltung im Oldtimerjahr ist vor allem das „Jochrennen“ zu einer festen Größe für Motorsportbegeisterte geworden. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde am Oberjoch der Deutsche Lauf zur Berg-Europameisterschaft ausgefahren, bis später die Oldtimer die Renntradition an diesem Ort wieder aufleben ließen. In diesem Jahr wird es sogar eine VIP-BergTrophy geben. Schon seit 1924 war das Oberjochrennen ein Erfolg und ist heute, nach dem Wiederaufleben in Form einer Gleichmäßigkeitsprüfung im Jahre 1999, eine feste Größe im OldtimerVeranstaltungskalender. Beweist doch der starke Besucherandrang und die immer größer werdende Zahl der Teilnehmer, dass besonders im Allgäu für das Jochpass Memorial ein erhebliches Interesse besteht. So finden jedes Jahr tausende Besucher ihren Weg zur Strecke im Ostrachtal, um sich die historischen Fahrzeuge aus der Nähe ansehen zu können. Über 100 Kurven: Der Jochpass zwischen Bad Hindelang und Oberjoch ist die höchstgelegene deutsche Bundesstraße. Sie ist außerdem die kurvenreichste Pass-Straße Deutschlands. 6,4 km lang, 400 Meter Höhenunterschied und 105 Kurven. Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung geben sich die Fahrer vor dem Start eine Zeit vor, in der sie die Bergstrecke bewältigen wollen. Dazu haben sie über mehrere Läufe die Gelegenheit. Wer am Ende am nächsten an dieser Zeit ist, gewinnt! Am Samstag und Sonntag startet das Jochpass Memorial, also das Bergrennen, ab 8.30 Uhr und wird jeweils bis ca. 18 Uhr dauern. Dieses Mal stammt das älteste Motorrad aus dem Jahr 1934, eine Rudge Ulster mit 30 PS. Das älteste Auto sogar aus dem Jahr 1925, ein Bentley 3L Chassis 1157 mit 350 PS. Mit dem Sponsor Bentley werden neben den historischen Bentleys, auch Rennfahrzeuge zu sehen sein. Die Rennfahrer stehen den Zuschauern für Autogramme zu Verfügung. Am Freitag, 6. Oktober, wird die Historic Rallye durch das Allgäu und das benachbarte Tannheimer Tal gegen 16 Uhr vor dem Festplatz, dem Hindelanger Busbahnhof, erwartet – nach etwa 200 Kilometern Fahrt! Bei der Rallye müssen die Teilnehmer mithilfe einer Streckenbeschreibung den richtigen Weg finden – das wird durch Durchfahrtskontrollen überwacht – und bestimmte Prüfungen bestehen, wie etwa das genaue Einhalten vorgegebener Zeiten. Dabei kommt es nicht auf Höchstgeschwindigkeiten, sondern Geschicklichkeit an. Auf’s Joch in 3 Minuten: Am Festplatz gastieren ehemalige Rennfahrer wie Fredy Amweg und Walter Pedrazza. Amweg hält seit 1986 den Streckenrekord mit 3.08.26 […]

Gelungenes KW Berg-Cup-Finale in den Mickhausener Stauden

5. Oktober 2017

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten. Für die Freunde der Statistik halten wir noch schnell fest, dass 163 Fahrzeuge das Rennen aufnehmen, 159 davon beenden es in Wertung. Im […]

Marcel Steiner-Kolumne: Perfekter Saisonabschluss

4. Oktober 2017

Die Woche zwischen St.Agatha und Mickhausen war kurz und stressig. Zudem hatte ich mein Auge noch auszukurieren, das ich mir am Samstagabend in St.Agatha verletzt hatte. Trotzdem versuchten wir den LobArt Mugen V8 so gut wie möglich zu Hause in der Schweiz vorzubereiten. Nachdem wir bereits am Donnerstagabend losfuhren und kurz vor Mitternacht im Fahrerlager ankamen, konnten wir am Freitag die letzten Arbeiten ausführen. Bei nur leicht feuchter Straße merkte ich bereits bei der Streckenbesichtigung, dass unter diesen Bedingungen überhaupt kein Grip vorhanden war. Da die Strecke am späteren Nachmittag gesperrt wurde, die Wagenabnahme schnell erledigt und der Rennwagen zügig fertig war, konnten wir zeitig Feierabend machen. Der Trainingssamstag fand bei angenehmem Herbstwetter statt. Um die Mittagszeit stand ich dann das erste Mal an der Startlinie. Ich musste mich aber noch etwas zurückhalten, um meine neuen Bremsbeläge und Bremsscheiben einzufahren. Daher waren die Bremspunkte noch sehr früh gesetzt. Ansonsten war ich mit dem Fahrverhalten zufrieden. Unser Basis-Set-Up scheint also langsam zu stimmen. In 50.693 musste ich mich wiedermal um rund 1/10 hinter Partik Zajelsnik (Norma M20 FC Mugen) anstellen. Hinter uns lag eine große Lücke von 3.5 Sekunden und mehr auf den Rest des Feldes. Vor dem 2. Training kontrollierten wir nochmals die neue Bremse und verstellten den hinteren Stabilisator etwas. Nun konnte ich meine Bremspunkte weiter nach vorne rücken, dies ergab eine Steigerung von 1.6 Sekunden auf 49.030, womit ich nun rund 0.6 Sekunden vor Patrik die Führung übernehmen konnte. Dahinter klaffte immer noch ein Loch von 3 Sekunden und mehr. Im 3. Probelauf wurde es bereits etwas kühler und die Sonne wollte die Reifen auch nicht mehr so richtig aufwärmen. Ich entschied mich daher für eine andere Reifenmischung und ein leicht angepasstes Fahrwerk. Kurz bevor ich zur Startlinie rollen musste, konnte ich gerade noch 49.810 auf der Anzeigetafel für Zajelsnik lesen. Er konnte sich also nicht mehr verbessern. Der Start gelang mir super, die Einfahrt in den Wald bei der „Antoniusbuche“ war sehr zügig. „Karussell“ und „Waldkurve“ gingen flott, im „Regal-S“ nur ein leichter Lupfer am Gas und danach noch durch die Zielschikane… 48.129 wurde für mich gestoppt. Das Auto fühlte sich auf der ganzen Stecke richtig gut an und wenn ich einen weiteren Trainingslauf gehabt hätte, wäre wohl noch mehr gegangen. Aber es war ja nur Training… Leider bewahrheitete sich der Wetterbericht und in der Nacht kam der gemeldete Regen. Dieser hielt  bis in den frühen Morgen hinein, zudem nieselte es […]

Steiners besonders schöner Saisonabschluss in Mickhausen

3. Oktober 2017

Der Schweizer Bergmeister Marcel Steiner gewann das Internationale Bergrennen Mickhausen nach einem harten Duell mit Patrik Zajelsnik. Romeo Nüssli triumphierte wie im Vorjahr in der Gruppe E1. Schönes Herbstwetter im Training vom Samstag, Regen am Morgen des Renntags, danach trocken und zum Schluss fast perfekte Verhältnisse – die 163 Fahrer aus sieben Nationen mussten sich beim Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen südlich von Augsburg in Südbayern auf alle Bedingungen einstellen. Und am besten gelang dies Marcel Steiner. Nur im ersten Training und im zweiten Rennlauf am Sonntag war sein grosser Gegenspieler Patrik Zajelsnik im Norma M20 FC auf der 2,2 km langen Strecke um jeweils eine Zehntelsekunde schneller. Steiners klare Bestzeit im nassen ersten Rennlauf war aber für nichts, weil der Regen für den Rest des Tages aufhörte und die Piste langsam abtrocknete. Im zweiten Durchgang irritierten ihn die Ölflaggen im schnellen Régal-S, wo lange nach einem heftigen Unfall des Schweizers Patrick Hedinger (Peugeot 205) gar keine Rutschgefahr mehr bestand, etwas mehr als den mit slowenischer Lizenz startenden Deutschen. So musste der dritte, nahezu trockene Lauf die Entscheidung bringen. Steiner zeigte Nervenstärke und legte mit 49,258 die Tagesbestzeit hin, klar vor Zajelsnik (50,035). In der Addition der beiden besten Zeiten lag der Schweizer Bergmeister somit um 0,684 voraus. Nach seinen beiden Tagessiegen von 2010 und 2012 (als er Simone Faggioli bezwang) mit dem Osella FA30 war es für den 42-jährigen Berner der dritte beim grossen deutschen Finalrennen und der erste internationale Erfolg mit dem LobArt-Mugen. „Als weder Merli noch Faggioli auf der Startliste standen, wusste ich, dass ich hier mit Zajelsnik um den Sieg fahren werde. Der Saisonschluss in Mickhausen ist immer schön, und wenn man vor dieser tollen Zuschauerkulisse gut fährt und danach bei einer öffentlichen Siegerehrung gefeiert wird, ist das genial“, freute sich Steiner. Wie zuletzt beim Bergrennen Gurnigel durfte Christoph Lampert als Dritter auf dem Gesamtsiegerpodest mitfeiern. Mit jedem Rennen kommt der Vorarlberger besser mit dem Osella PA2000 Honda Evo zurecht. Hinter den drei Sportwagenpiloten belegte Simon Hugentobler zur eigenen Überraschung den vierten Platz und gewann damit die Gruppe E2-SingleSeater. Von seinem Sohn Robin Faustini gecoacht, der wegen Motorproblemen am Tatuus-Honda FM von Bossy Racing auf den geplanten Start verzichten musste, fand Hugentobler den richtigen Kompromiss, um die Power des Reynard-Mugen 97D bei den tückischen Bedingungen richtig einzusetzen. Fausto Bormolini, Tagessieger von 2007 in Mickhausen, blieb nach einem leichten Leitplankenkontakt im Nassen auch in den zwei weiteren Rennläufen […]

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