Boxengeflüster 07/2017: Wussten Sie schon dass…?

29. Juni 2017

DASS die Gemeinde Eschdorf, nach den vielen bislang hervorragenden Bergrennen und dem FiA Hillclimb Masters 2014, am kommenden Montag (3. Juli) die dritte Etappe der Tour de France erleben wird. Das 212,5 km lange Teilstück der diesjährigen Tour führt quer durch Luxemburg, von Verviers in Belgien nach Longwy in Frankreich. Der Ort Eschdorf erhielt zudem eine Bergprüfung der Kategorie 3 mit dem Namen „Cote d´Eschdorf“, nach einem 2,3 km langen Anstieg aus Esch an der Sauer. Die bekannte Bergrennstrecke von Eschdorf wird von den besten Radprofis der Welt zwar nicht befahren, doch die Strecke führt durch das Fahrerlager, vorbei am „Portugiesen“ und dem Rennbüro. Anschließend führt die Etappe weiter zur  Kreuzung am Hotel Braas rechts ab, am Wasserreservoir vorbei auf der N12 Richtung Grosbous. Gegen 13 Uhr 20 wird das Peleton in Eschdorf erwartet. DASS der Niederländer Paul Sieljes am ersten Augustwochenende am „Uphöfener Berg“ beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen sein Debüt in einem Formel 3000-Rennwagen gibt. Der junge Mann ist ansonsten überwiegend auf der Rundstrecke im Formel Renault oder Formel Ford unterwegs. Den über 500 PS starken und top-aktuellen Boliden stellt das CMS-Racing Team aus Pisa/Italien zur Verfügung. Dass das überhaupt möglich wurde, ist besonders der Partnerschaft mit dem Unternehmen Dieter Seegers Haus der Verpackungen GmbH und der Firma ZackZack (Friedhelm Bockhorst) aus Lotte in der Nähe von Osnabrück zu verdanken. Damit beim Bergrennen alles in einem einheitlichen Design mit den Partnern präsentiert wird, hat der rennsportverrückte Vater von Paul, Harry Sieljes, jetzt den extra angefertigten, neuen Fahreranzug vorgestellt, natürlich mit den Logos der Partner aus Lotte. DASS der Franzose Geoffrey Schatz seine Premiere in Deutschland beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen geben wird. Somit kommt ein weiterer bekannter und sehr erfolgreicher und schneller Spitzenfahrer des Bergrennsports zum Jubiläumsbergrennen nach Osnabrück. Der Franzose Geoffrey Schatz tritt mit dem superschnellen Formel 3000 Reynard 01 L an. In Frankreich durfte er kürzlich den Norma M20 FC BMW 4.0 Liter von seinem Bruder Nicolas Schatz übernehmen, der kurz vor dem Saisonstart auf die Rundstrecke wechselte. Schon beim ersten Bergrennen mit dem Norma  gewann Geoffrey in Beaujolais die Gesamtwertung, hauchdünn vor Sebastien Petit. Der Automobilsportler aus Azé, nördlich von Lyon, zählt zu den bekanntesten Piloten am Berg. Schließlich konnte er in den vergangenen Jahren eine Reihe von Erfolgen in dem stark besetzten französischen Bergchampionat erringen. Der Vize-Meister aus 2014 und jeweils Drittplatzierte in 2015 und 2016 rangiert nach 6 Läufen in dieser Saison derzeit unangefochten auf dem zweiten Meisterschaftsrang. Geoffrey Schatz […]

KW Berg-Cup Feld zeigte starke Leistungen am Iberg

28. Juni 2017

Das mit den echt starken Leistungen lässt sich übrigens problemlos auch auf die Organisatoren vom MC Heilbad Heiligenstadt und ihre Helfer übertragen. Denn beim „22. Int. ADAC Ibergrennen“ klappte am 24. und 25. Juni alles wie am Schnürchen. Das beginnt mit dem bestens durchgeplanten Fahrerlager mit dem ganz besonderen Flair seiner Lage mitten im Zentrum der 17.000-Einwohner-Stadt. Wo reichlich Platz für die Aktiven vorhanden war, was leider auch mit dem Fernbleiben einiger erwarteter Fahrer zusammenhing. Fehlende Teile und/oder Schäden bei den Veranstaltungen zuvor waren die am häufigsten gehörten Begründungen dafür. So nahmen dann 115 Teilnehmer am Samstag das Training auf, das genauso wie das Rennen am Sonntag auf die Minute pünktlich begann. Die vier Übungsauffahrten waren knapp nach 17:00 Uhr beendet, das aus Sicherheitsgründen auf drei Läufe verkürzte Rennen sogar fast eine Stunde eher. Fast nahtlos schloss sich die Siegerehrung im Fahrerlager an, der Berg-Tross konnte seine Heimreise aus dem nordthüringischen Eichsfeld erfreulich frühzeitig antreten. Auch Petrus war den Heiligenstädtern freundlich gesonnen, am Samstag präsentierten sich die für das Ibergrennen genutzten 2,05 Kilometer des „Holzweges“ bei moderaten Temperaturen dauerhaft trocken. Nur am Sonntag gab es eine kurze Einmischung von oben, als unmittelbar vor dem Ende von Lauf zwei ein kurzer Regenschauer niederging. Gerade ausreichend, um in einigen Klassen leicht korrigierend ins Endergebnis einzugreifen. Wie die starke Abordnung der KW Berg-Cup’ler davon betroffen war, das wollen wir uns nun wie immer gemeinsam anschauen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal. In dessen Trainingssitzungen gibt Steffen Hofmann (TP1) den Ton an. Karsten Steinert setzt die zweitbeste Zeit, kämpft aber mit nachlassender Motorleistung und muss noch vor dem letzten Übungs-Heat aufladen. Dieses Schicksal trifft auch Leo Rabus, bei seinem TT versagt der Hallgeber. Uwe Schindler beendet den Samstag auf der Drei, Vierter ist Thomas Krystofiak. Der hat allerdings an seinem „Langschnauzer“ 1200 C Trouble, das Getriebe muckt. Aber Thomas kann im Rennen dabei sein. Die Übungs-Fünf ist am Iberg die Angelegenheit von Mike Vogel. Am Sonntag sind die endgültigen Positionen schon in Auffahrt eins relativ klar gefunden, Verschiebungen finden nicht mehr statt. Also steigt Steffen Hofmann (P1) auf die oberste Stufe des Siegerpodestes. Er wird flankiert von Uwe Schindler als Zweitem und Thomas Krystofiak als Drittem. Mike Vogel beendet seinen Iberg-Trip als Vierter, Roman Szott tut dies als Fünfter. Bei den stark verbesserten Tourenwagen (TW) der gemeinsam gewerteten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 bis 1150 Kubikzentimeter setzt Thomas Stelberg im VW Schneider Polo Coupé 16V die Übungs-Topzeit. […]

Romain Dumas mit Pikes Peak-Sieg Nummer drei

26. Juni 2017

Der ehemalige Porsche-Werksfahrer Romain Dumas gewann am vergangenen Wochenende das legendäre Pikes Peak Bergrennen in den USA. Der Sieg beim diesjährigen 95. Race to the Clouds war der dritte in vier Jahren für den Franzosen. „Das war der erste Teil unseres Ziels mit dem Norma MXX RD Limited“, so Dumas nach getaner Arbeit. „Die zweite Mission, den Rekord, konnte ich nicht erfüllen. Wir näherten uns jedoch weiter dem absoluten Streckenrekord von Sebastian Loeb. Ich hatte leider ein technisches Problem von Beginn an des Aufstiegs. Es ist schrecklich frustrierend, aber ich will nicht meine Jungs kritisieren. Wir wurden eben nur teilweise belohnt“. Unter den Zuschauern weilten übrigens auch Berg-Europameister Simone Faggioli und die in der französischen Bergmeisterschaft aktive Britin Charly Martin.

Der Himmel über dem Iberg war nicht gerecht

26. Juni 2017

Der Hochsommer legte am letzten Juni-Wochenende eine Pause ein, was dem MC Heilbad Heiligenstadt, dem Ausrichter des ADAC Ibergrennens, wohl ganz gut in die Karten spielte. Die Temperaturen waren erträglich, so zog es die Menschen nicht ins Freibad oder an den nahen Stausee Birkungen, sondern an die 2.050 Meter lange Bergrennrennstrecke auf dem Holzweg. Die 85 Mitglieder des MCH, mit dem nicht nur mit Wortwitz gesegneten Organisationsleiter Hermann Ludolph an der Spitze, leisten im Vorfeld ganze Arbeit, sodass das Rennwochenende in geregelten Bahnen ablaufen konnte. Ludolph möchte in Zukunft in der Organisation des Rennens kürzer treten, sodass sich dadurch personelle Änderungen beim Ibergrennen zwangsläufig ergeben. Wie es auf diesem so wichtigen Posten weitergeht, steht derzeit nicht fest. Doch zurück in die Gegenwart. Feucht wurde es über die drei Veranstaltungstage nur für zwei kurze Momente. Einmal bei der abschließenden Siegerehrung als die drei Erstplatzierten Uwe Lang, Peter Behnke und Reto Meisel die obligatorische Sektdusche veranstalteten und, was leider seine Spuren im Klassement hinterließ, mit einem kurzen Regenschauer zum Ende des zweiten Wertungslaufs. Der Sieger der 22. Auflage des Ibergrennens hieß, zum dritten Mal in Folge Uwe Lang in seinem Osella PA 20S BMW Evo. Der Schweinfurter fuhr nahezu auf dem gleichen zeitlichen Level als im Vorjahr. Mehr als eine Sekunde zog der vierfache Deutsche Bergmeister der Konkurrenz pro Lauf davon. Da waren die Fronten schnell geklärt. Peter Behnke, dessen Tatuus Honda Formel Master diesmal defektfrei schnurrte wie ein Kätzchen, hatte sich noch im ersten Durchgang mit Formel 3-Pilot Frank Debruyne im CR-Racingteam Dallara Opel F303 eine „enge Kiste“ geliefert, aber schlussendlich einfach mehr Wetterglück. Besagtes Wetterglück hatte Frank Debruyne im zweiten Durchgang als einziger des 108 Fahrer starken Feldes nicht. Eigentlich hätte der Regenschauer genau in der Rückführungspause eingesetzt, doch der Unfall von Hans-Peter Wiebe mit anschließender Bergung des Renault Laguna, ließ die Fahrer der offenen Rennwagen zittern. Als es immer dusterer wurde und der Wind auffrischte schafften es die allermeisten noch trockenen Fußes ins Ziel. Georg Lang, der als Vorletzter in der Startreihenfolge im Tatuus Formel Renault losfuhr erwischte es auf den letzten Metern. Eine Sekunde Zeitverlust war da noch verkraftbar. Doch Frank Debruyne hatte ab der Mitte der Strecke auf Sliks mit einer regennassen Piste zu kämpfen und büßte rund fünf Sekunden ein. Damit war für Debruyne die Wiederholung des zweiten Gesamtrangs aus dem Vorjahr außer Reichweite, zumal aus zeitlichen Gründen der vierte Rennlauf gestrichen werden musste. Der Badener […]

Boxengeflüster 06/2017: Wussten Sie schon dass…?

17. Juni 2017

DASS es anlässlich der Veranstaltung „fiftfyfifty“ bei der Firma Hinrichs Licht&Druck für die über 150 eingeladenen Gäste eine große Überraschung gab: MSC Osnabrück-Organisationsleiter Bernd Stegmann hielt nach seiner Begrüßung eine Laudatio auf den Skater-Pionier und Unternehmer Titus Dittmann aus Münster. Titus nimmt seit rund 7 Jahren am Int. Osnabrücker Bergrennen teilt und hat sich dort nachhaltig u.a. durch attraktive Fahrzeuge und die Nähe zum Publikum sowie als Vorreiter der Taxifahrten für Besucher auf der Rennstrecke eingebracht. Daher wurde diesmal im Vorfeld des 50. Int. Osnabrücker Bergrennens eine „Osnabrücker Planke“ , und dazu außerhalb der bisherigen Räumlichkeiten vergeben. In seinen Dankesworten bezeichnete Titus das Rennen am „Uphöfener Berg“ als die beste Motorsportveranstaltung, an der er jemals teilgenommen habe und er werde dort immer wieder hinkommen, solange dort gefahren wird. In diesem Jahr hat Tituts angekündigt, zum Jubiläum einen Original Ford GT 40 zu präsentieren, von denen es weltweit nur sehr wenige gibt. Auf dieses phantastische Fahrzeug dürfen sich die Fans ganz sicher freuen. DASS die Saarländer Vincent Schwartz und David Jakob in den Juni-Ausgabe der bekannten ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ als eine der Kandidaten auf den diesjährigen XY-Preis zu sehen waren. Schwartz ist aktiver Motorsportler im RCN-Cup auf dem Nürburgring und wird in vier Wochen erneut bei seinem „Home-Grand-Prix“, dem Homburger ADAC Bergrennen mit seinem Honda Civic Type R an den Start gehen. Die beiden jungen Männer waren auf Parkplatzsuche in der Nähe des Flughafens Frankfurt-Hahn, als sie in einer Sackgasse einen Mann und eine Frau wahrnahmen. Zunächst vermuten sie ein Liebespaar. Als ihnen doch Zweifel kamen, untersuchten sie die Situation. Schnell war klar, dass die Frau sich gegen den Mann zur Wehr setzte. Die beiden jungen Männer vertrieben den Täter durch lautes Hupen. Anschließend blieb David beim Opfer, einer Stewardess, und rief die Polizei. Vincent verfolgte den Mann und kann ihn schließlich zu Boden bringen und festhalten. Das mutige Einschreiten der beiden wurde von „Aktenzeichen XY“ in einem Film gezeigt, der Täter erhielt 2 Jahre und 9 Monate auf Bewährung. Im Herbst werden insgesamt drei XY-Preise, dotiert mit je 10.000 Euro vergeben, worüber eine Jury abstimmt. DASS nach fast 20 Jahren der Organisationsleiter des Osnabrücker Bergrennens, Bernd Stegmann zum diesjährigen runden Jubiläum wieder einmal alle Funktionäre des Bergrennens zu sich nach Borgloh eingeladen hatte. Trotz Dauerregens folgten über 80 Funktionäre der Einladung des Orga-Teams. „LS“ Holger Maes stellte dabei den vorgesehenen detaillierten Zeitplan für den Aufbau der Rennstrecke zum 50. Int. […]

Merli möchte Titel in Osnabrück verteidigen

16. Juni 2017

Ein ganz Großer, wenn nicht aktuell der „Größte“ im Bergrennsport überhaupt, hat seine Teilnahme beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. – 6. August 2017 fest in der Planung. Christian Merli aus Italien, der in 2016 auf Anhieb das Rennen in neuer Rekordzeit gewann, möchte auch in diesem Jahr die sportlichen Akzente an der Spitze setzen und wird auf der 2,030 km langen Berg-Sprintstrecke seinen Sieg und Rekord von 51, 232 sec. verteidigen und nach Möglichkeit erneut verbessern wollen. Der derzeit in der Europa-Bergmeisterschaft führende Werksfahrer (punktgleich mit Simone Faggioli) hat seinen Osella FA 30 mit einem noch besseren Fortech-Motor ausgestattet und eilt derzeit von Sieg zu Sieg, so wie kürzlich beim Deutschen Berg-EM Lauf in Thüringen. Viele deutsche Automobilsport-Fans freuen sich darauf, den sehr beliebten und sympathischen Piloten aus der Nähe von Trento in Südtirol, wieder in Osnabrück mit seinem wunderschönen Rennwagen und dem spektakulären Fahrstil zu sehen.

Nach Showfahrt-Crash am Hemberg – FiA fordert Stellungnahme

14. Juni 2017

Wie der weltweiten Presse zu entnehmen war, kam es am Samstag, 10. Juni 2017 während Showfahrten im Rahmen des Bergrennens Hemberg, erster Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft 2017, zu einem schweren Unfall. Nach der Zieldurfahrt kam Richard Hammond im Elektrofahrzeug „Concept One“ des kroatischen Herstellers Rimac, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit, rund 300 Meter nach der Ziellinie des Bergrennens von der Straße ab. Der Moderator der Auto-Kultsendung „Top-Gear“ riss das Hemberger Ortsschild mit sich und stürzte in die Tiefe, zwischen Häusern den Hang hinunter und kam erst kurz vor einem Zuschauerweg auf dem Dach zu liegen. Der 2-Millionen-Bolide mit über 1000 PS ging in Flammen auf, nur  Sekunden, nachdem sich Hammond aus dem Wrack retten konnte. Der TV-Star erlitt lediglich eine Knieverletzung, wurde aber per Hubschrauber ins Krankenhaus verbracht. Hierzu veröffentlichte die Schweizer Motorsport Behörde „Autosport Schweiz“ auf Ihrer Webseite folgendes: Dieser Unfall war dem Motorsport und dem Bergrennsport nicht sehr zuträglich hat sich doch bereits die FIA (Fédération International du Sport Automobile) gezwungen gesehen, bei Auto Sport Schweiz eine Stellungnahme einzufordern. Auto Sport Schweiz seinerseits sieht sich veranlasst, diesen Fall eingehend zu untersuchen und ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werden vorderhand keine weiteren Informationen an Dritte erteilt. Wir bitten um Verständnis. Gut 7.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das sonnig-warme Wetter am Samstag und Sonntag, um das Bergrennen Hemberg zu besuchen. Knapp 200 Fahrer nahmen an den 3 Trainingsläufen am Samstag (der vierte Trainingslauf wurde gestrichen) und den drei Rennläufen am Sonntag teil. Sieger der Veranstaltung wurde Marcel Steiner (LobArt Mugen V8) von der Equipe Bernoise, der mit einer Zeit von 1:49.31 die 1758 Meter lange Strecke über eine Höhendifferenz von 157 Metern meisterte. 

Der KW Berg-Cup am Glasbach – So schön kann Bergrennen sein

13. Juni 2017

Um es vorwegzunehmen: Das „22. Internationale ADAC Glasbachrennen“ war spitze. Über das, was vom 09. bis zum 11. Juni in Südthüringen abging, staunte selbst der erfahrene englische FIA-Observer David Grace nicht schlecht. Und brachte es im Rahmen der Siegerehrung, die wieder mitten im Gastgeberort Steinbach vor viel begeistertem, aus Einwohnern und Rennvolk gemixtem Publikum stattfand, exakt auf den Punkt: „Das ist das bestorganisierte und sicherste Bergrennen, das ich jemals gesehen habe.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Glasbach 2017 geprägt war von freundlichem Umgang miteinander in relaxter Atmosphäre. An derem Entstehen auch die nicht allzu hohe Teilnehmerzahl (112 im Rennen) sicher einen Anteil hatte. Drei Läufe á 5,5 Kilometer an beiden Tagen, trockene Piste, überwiegend sonniges Wetter, dazu ein Rennen, an dessen Ende der letzte Starter, Italiens Christian Merli im Osella FA 30, kurz vor 16:30 Uhr mit 1:58,44 einen neuen, phantastischen Streckenrekord aufstellte, was will das Gipfelstürmer-Herz denn noch mehr? Hm, spontan taucht da nur der Wunsch nach einer weniger fleißigen Defekthexe auf. Die sich besonders am Samstag richtig gierig zeigte. Und so in Verbindung mit einigen glücklicherweise glimpflich verlaufenen Ausrutschern dafür sorgte, dass sich der Trainingstag trotz großem Einsatz der Streckenposten und Helfer der veranstaltenden RSG Altensteiner Oberland bis 18:30 Uhr ausdehnte. Was aber nicht weiter störte und an der positiven Stimmung nichts änderte. So, lasst uns nun einen Blick in alle Klassen mit Beteiligung von Aktiven des Berg-Cup e.V. werfen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal. In dem der Übungssamstag die Zeichen auf ein hartes Duell zwischen Jörg Davidovic und Jörg Höber stellt. Der Erstgenannte hat im Training die Nase noch um 4 Hundertstel vorne, aber im ersten Race-Heat wendet sich das Blatt. Jörg Höber erreicht das Ziel 0,32 Sekunden früher als Jörg Davidovic (P2), Dritter ist Uwe Schindler, er liegt bereits deutlich hinter dem Führungs-Duo zurück. Im zweiten Run baut Jörg Höber seinen Vorsprung auf 93 Hundertstel aus. Zum Finale kann er leider nicht mehr antreten, die Defekthexe hat seinen TT besucht und sich dabei vermutlich im Zündsteuergerät ausgetobt. Damit steht das Endergebnis fest: Jörg Davidovic gewinnt vor Uwe Schindler (P2) und Thomas Krystofiak (P3), Vierter wird Mike Vogel. Von den luft- zu den wassergekühlten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 in gemeinsamer Wertung. Wo wir zuallererst die 1150er Abteilung betrachten, die es am Glasbach echt spannend machte, wie wir gleich sehen werden. Thomas Stelberg holt im VW Schneider Polo 16V wie erwartet die Übungsbestzeit, legt 2,06 Sekunden […]

Glasbach-Schallmauer vehement übersprungen

12. Juni 2017

Zwei gestandene Männer aus Italien stellten den Rest der 129 gemeldeten Teilnehmer aus 13 Nationen, beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, regelrecht in den Schatten. Die entsprechende Bühne für den „Kampf der Giganten“ und die spannenden Rennen in den einzelnen Klassen und Gruppen boten die Mannen um den „Glasbach-Macher“ Marcus Malsch in hervorragender Weise. Dabei ist es für die RSG-Altensteiner-Oberland, anhand der Streckenlänge von 5,5 km und einem Veranstaltungsgelände das sich über gut und gern über acht Kilometer erstreckt, wesentlich schwieriger die benötigte „Man-Power“ zusammen zu trommeln, als es für die meisten anderen DM-Veranstalter ist – und die haben schon ihre Probleme. Vom Zielauslauf auf dem Rennsteig bis hinunter auf den idyllischen kleinen Marktplatz des Fahrerlagerorts Steinbach, wo unter Einbeziehung der Bevölkerung an zwei Abenden die „Race-Party“ für Stimmung sorgte und am frühen Sonntagabend mit einer urigen Siegerehrung die Rennteams verabschiedet wurden, war alles perfekt aufgebaut und vorbereitet. Hatte man mit dem Ablauf des Trainingstages mit vielen Zwischenfällen noch Mühe den Zeitplan einzuhalten, lief es am Renntag wie am Schnürchen und die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel mit den Organisatoren um die Wette. So aufgestellt gehört die RSG in diesem Jahr mit Sicherheit zu den Top-Veranstaltern in der Berg-Europameisterschaft. Die vom Veranstalter RSG Altensteiner-Oberland genannten 10.000 Zuschauer wurden schon am Samstag von den beiden Streckensprechern auf das mögliche fallen der „Zwei-Minuten-Schallmauer“ eingestimmt. Diese sollte dann auch im alles überragenden Zweikampf der derzeit wohl weltbesten Bergrennfahrern Christian Merli und Simone Faggioli fallen. In Lauf eins blieb zuerst Faggioli im Norma Zytek V8 und dann Christian Merli, als letzter Konkurrent des Feldes, im Osella FA30 unter der magischen 120 Sekunden-Grenze. Die Vorentscheidung im italienischen Duell fiel im zweiten Durchgang, aus dem Merli mit fast einer Sekunde Guthaben auf seinen Erzrivalen hervor ging. Unglaublich, das Merli zum Abschluss im Labyrinth der 35 Kurven nochmals zulegen konnte und mit der neuen absoluten Rekordzeit von 1:58,440 min Faggioli um ganze 2,7 Sekunden distanzierte. Diese Rekordmarke bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 167 km/h, entsprechend einer Fahrstrecke von fast 46,5 Metern pro Sekunde, dies bei stehendem Start und inklusive Bremsschikane! Merli war übrigens der einzige der Top-Fahrer der sich im letzten Lauf noch steigern konnte. Dennoch ging es in diesem Tagessiegduell nur ums Prestige. In der EM-Wertung haben die Beiden ihre Gruppen deutlich gewonnen, und rangieren in der Zwischenwertung weiter punktgleich an der Spitze. Nahezu genauso souverän wie die beiden Italo-Stars, verkaufte […]

Vorsicht! Hochspannung im KW Berg-Cup zu Wolsfeld

8. Juni 2017

Nein, liebe Leser, keine Sorge: Weder im NSU-Bergpokal noch im KW Berg-Cup wird mit Elektromotoren oder Hybridtechnik gefahren. Hochdrehende Benziner bestimmen die Tagesordnung, auch durchzugskräftige Diesel gehören dazu. Glücklicherweise fand am vergangenen Pfingstwochenende das mit sehr hoher Niederschlagsneigung vorhergesagte Wetter den Weg zum 1640 Meter kurzen Wolsfelder Berg nicht. Nur in der Nacht zum Übungssonntag hatte es geregnet, morgens gab es noch feuchte Stellen auf dem Asphalt zu finden. Die aber schnell auftrockneten, für den Rest des Übungstages und den Rennmontag wechselten sich dann Sonnenschein und Wolken in flottem Wechsel ab. Die erstmals umgesetzte Startreihenfolge nach dem umgekehrten Trainingsresultat (der Langsamste der Klasse beginnt, der Schnellste fährt zum Schluss) kam beim Publikum gut an, erhöhte die Spannung im Ablauf, führte die Favoriten zusammen. An beiden Tagen konnten die geplanten, jeweils um 9 Uhr beginnenden drei Läufe von der Mannschaft des EMSC Bitburg durchgezogen werden. Was sich am Sonntag bis 18:30 Uhr hinzog und auch am Montag bis kurz vor Sechs dauerte. Eine Entschädigung dafür waren die zum Teil beinharten Fights und Duelle in den einzelnen Klassen und Gruppen, die wir uns nun zusammen detailliert ansehen wollen. Zumindest in den Abteilungen, in denen Berg-Cup Aktive dabei waren. Damit dies authentisch ist, halten wir uns an die Startreihenfolge der Klassen im Trainings- und Rennbetrieb. Demgemäß legen wir mit dem NSU-Bergpokal los. Zu dessen kleinen, aber feinen Feld sich in der Eifel Gaststarter Andreas Reich gesellt. Frisch, frech, fröhlich, frei sichert sich dieser ohne jede Berührungsängste Übungsposition drei, muss nur Uwe Schindler (TP2) eine Zehntel- sowie „Pole-Setter“ Jörg Davidovic 1,05 Sekunden vor sich dulden. Im Rennen legt Gaststarter Andreas Reich dann jegliche vornehme und auch sonstige Zurückhaltung ab, bezieht von Anfang an Position zwei, bleibt sogar im ersten und zweiten Heat in Tuchfühlung zum späteren Gewinner Jörg Davidovic. Uwe Schindler müht sich nach Kräften, aber mehr als Rang drei ist in Wolsfeld für ihn nicht drin. Den größten Teil seines Rückstandes handelt er sich gleich in der Auffahrt Nummer eins ein, in der zweiten ist der Rückstand auf Andreas Reich geringer, in Lauf drei braucht Uwe dann 61 Hundertstel weniger für den Weg nach oben als Gast Andreas. Die weiteren Teilnehmer folgen dem Podest-Trio mit Respektabstand, als Viertem fehlen Thomas Krystofiak 11,85 Sekunden auf den Sieger, Fünfter des NSU-Bergpokals wird Alexander Follmann. Weiter läuft es im Rennprogramm und bei uns mit den nach Gruppe H, FS und E1-Berg Reglement stark verbesserten, gemeinsam gewerteten […]

1 2