Lukas Bodtländter im Interview näher betrachtet

29. November 2016

Lukas Bodtländer ist 25 Jahre alt, begeisterter Motorsportler und kommt aus Grügelborn bei St. Wendel im Saarland. Bereits in den Kinderschuhen hat ihn sein Vater Thomas, ebenfalls passionierter Rallye- und Bergrennfahrer, mit zu den Rennen genommen. So schnupperte der sympathische Polizist früh die Rennfahrerluft, kaufte sich mit 17 Jahren sein erstes Rennauto und ist seither in ganz Deutschland auf verschiedenen Rennen am Start. Drei Klassensiege konnte er bereits bei Rennen der Deutschen Berg-Meisterschaft für sich gewinnen. Wie und wann bist du zum Motorsport gekommen? Lukas Bodtländer: Mein Vater hat mich mit seiner Motorsport-Leidenschaft angesteckt; er betreibt ihn schon aktiv seit 30 Jahren. Durch einen Sichtungslehrgang vom ADAC bin ich zum PKW-Slalom gekommen und habe dann den Rennsport für mich entdeckt. Schon im Kinderwagen hat mich mein Vater mit auf die Rallyes genommen. Mit 16 Jahren hab ich mit PKW-Slalom angefangen und bin dann auf Bergrennen umgestiegen. Mit 17 hab ich mir das erste Rennauto gekauft, einen Peugeot 106 1.3. Rallye. Wie läuft ein Bergrennen genau ab? Lukas Bodtländer: Ein Bergrennen geht immer das ganze Wochenende, freitags ist die Anreise und die technische Abnahme, bei der überprüft wird, ob alles regelkonform ist. Samstags ist das reine Training und sonntags findet das eigentliche Rennen statt: immer drei Trainingsläufe und drei Wertungsläufe. Man fährt auf abgesperrten kurvenreichen Landstraßen, die im Tal beginnen und auf dem Berg enden, also immer nur bergauf so zwischen zwei und sechs Kilometer. Man fährt gegen die Zeit und kämpft mit seinen Gegnern um Hundertstel-Sekunden. Da bekommt man schon mal 170 Stundenkilometer drauf. Welche Rennen bist du bisher gefahren und wie hast du abgeschnitten? Lukas Bodtländer: 2008 habe ich mit dem Motorsport angefangen und 2009 wurde ich Dritter in der Saarlandmeisterschaft im Juniorcup. 2014 habe ich vom Peugeot 106 auf den Citroen C2 gewechselt und bin somit in die 1600 ccm-Klasse gestiegen. 2016 hatte ich drei Bergrennen zur Deutschen Bergrennmeisterschaft und alle mit einem Klassensieg beendet. Außerdem bin ich in der Pfalz den Potzberg-Bergslalom gefahren mit einem fünften Platz im Gesamt-Klassement (ca. 120 Teilnehmer) und einem zweiten Platz in meiner Klasse. Was hat dich gereizt, vom PKW-Slalom auf das Bergrennen zu wechseln? Lukas Bodtländer: Der Slalom hat für mich den Reiz verloren, ich wollte auf abgesperrten Strecken mit höherer Geschwindigkeit fahren, nicht nur Slalom im Saarland sondern Rennen in ganz Deutschland. Wie steht deine Familie zu dem doch gefährlichen Hobby? Lukas Bodtländer: Da mein Vater selbst Rennsportler ist, versteht […]

Termine 2017 – Luxemburger Bergmeisterschaft

27. November 2016

Schon traditionell präsentiert der Luxemburger Automobilclub (ACL) im Rahmen der Motor-Show auf dem Messegelände Kirchberg die Termine der Luxemburger Motorsport-Meisterschaften, darunter auch die des Championnat du Luxembourg des Courses de Côte, sprich der Bergmeisterschaft des Großherzogtums. Im noch provisorischen Papier finden sich die gleichen acht Bergrennen wie in 2016. 29./30. April 2017 – CdC Abreschviller – St. Quirin (F) 06./07. Mai 2017 – European Hill Race Eschdorf (L) 04./05. Juni 2017 – Wolsfelder AvD Bergrennen (D) 24./25. Juni 2017 – CdC La Broque – Schrimeck (F) 15./16. Juli 2017 – Homburger ADAC Bergrennen (D) 05./06. August 2017 – Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 19./20. August 2017 – CdC St. Ursanne – Les Rangiers (CH) 09./10. September 2017 – CdC Turckheim – 3 Epris (F)

Interview mit dem Berg-Champion 2016 André Wiebe

24. November 2016

André Wiebe ist der Abräumer schlechthin der Bergsaison 2016 in Deutschland. Fünf große Titel konnte der 26-jährige aus dem Nahe-Weinbauort Monzigen in diesem Jahr einfahren. Die Deutsche Bergmeisterschaft, der DMSB Berg-Cup für Tourenwagen, der DMSB Berg-Team-Cup sowie die Gesamt- und Youngsterwertung des KW Berg-Cup schnappt sich der KfZ-Mechatroniker auf einen Streich. Bergrennen in Deutschland besuchte kürzlich André und die rennsportbegeisterte Großfamilie Wiebe in Monzigen zu einem Interview. BiD: Wie kam die Familie Wiebe eigentlich zum Motorsport? Andre Wiebe: Durch Hans Schüssler, den ehemaligen Chef unseres Vaters Hans-Peter. Er betrieb ein Autohaus bei uns in der Nähe und war mit einem Renault R8 Gordini in den 1970er Jahren aktiv im Motorsport. Unser Vater kam so bereits in jungen Jahren mit dem Rennsport in Verbindung. Björn und ich begannen im Kart. Über den Auto-Slalom folgten wir unserem Vater an den Berg, der seinerseits wohl 1996 beim Mosel Bergpreis in Bengel sein erstes Bergrennen in der GLP-Wertung mit einem Gordini fuhr, aber dann schnell merkte, dass er im Bestzeit-Rennsport besser aufgehoben ist. BiD: Woher kommt Eure Affinität zur französischen Automarke Renault? André Wiebe: Eben auch durch die frühen Berufsjahre unseres Vaters. Das Autohaus Schüssler, war lange Jahre Renault-Vertragshändler und auch bis vor fünf Jahren arbeitete Hans-Peter in einer Werkstatt eines Renault Autohauses. Auch mein Bruder Björn hat vor rund 10 Jahren bei Renault den Beruf des KfZ-Mechatronikers erlernt. Nur Ich war nicht von Beginn an „Renault´ler“, mit einer Mechatroniker-Ausbildung bei Daimler-Chrysler, sprich Mercedes. BiD: In der Zwischenzeit seid Ihr auch beruflich ein Team. Wie läuft das? André Wiebe: Ja, prima! Vor fünf Jahren haben wir uns mit einer markenfreien Werkstatt im Nachbarort Merxheim selbstständig gemacht. Hans-Peter, Björn und ich arbeiten in der Werkstatt, unsere Mutter macht das Büro. Unsere Standbeine sind Auto- und Motorsportservice. Wir sind in der Planung für einen Standortwechsel und dem Bau einer ersten eigenen Halle. Falls wir das Projekt schon im kommenden Jahr verwirklichen können, müssen wir natürlich mit den Rennteilnahmen kürzer treten. Geplant ist sowieso das Björn nach dem „Babyjahr“ wieder voll einsteigt und ich dafür kürzer trete. Ich muss zudem den Umbau des vor zwei Jahren gekauften Altbaus hier in Monzingen abschließen, den ich zusammen mit Karina (Orth) bewohne. BiD: Wie seid Ihr zu den wohl weltweit größten Laguna-Rennwagen Besitzern und Liebhabern geworden? André Wiebe: Ja, unsere Familie besitzt vier komplette Renault Laguna Super-Tourenwagen und zwei Exemplare in Teilen. Die meisten stammen aus dem Werksfundus von Renault […]

Ehrung der Meister beim „Berg-Fever“

19. November 2016

Gastgeber der diesjährigen Siegerehrung der DMSB-Prädikate war der MSC Osnabrück am 12. November im Rahmen des „Berg – Fevers“ im neuen Ambiente des Solarlux – Campus in der Stadt Melle, rund 10 km vom „Uphöfener Berg“ entfernt. Die allermeisten der zu Ehrenden erfolgreichen Fahrer aus der Deutschen Berg-Meisterschaft, den DMSB-Pokalen für Sportwagen und Tourenwagen sowie aus dem DMSB Berg-Team-Cup hatten den Weg in das Osnabrücker Land gefunden, um bei dem großen Fest mit rund 400 Gästen ihre Pokale und Preise auf der Bühne entgegen zu nehmen. Dabei stand der erfolgreichste nationale Berg-Aktive 2016, Andre Wiebe gleich mehrfach im Mittelpunkt und ganz oben auf dem Siegerpodest. Als Deutscher Bergmeister, DMSB Tourenwagen-Pokal Gewinner und Sieger mit dem Team „Poweredby Wiebe“ wurde er gleich dreifach von Moderator Matthias Witte gewürdigt und DMSB-Vertreter Christoph Schackmann mit Preisen bedacht. Wie immer, waren, neben den zu Ehrenden, viele Berg-Aktive der Einladung von Organisationsleiter Bernd Stegmann gefolgt, u.a. das Schweizer Sportwagenass Marcel Steiner und der Neunfache Berg-Champion Norbert Brenner, die neben den Tourenwagen-und Sportwagen-Teams des MSC Osnabrück eine persönlich gestaltete Wanduhr als Dank und Erinnerung an die Saison 2016 überreicht bekamen. Und dann war da noch der Rennleiter des Int. Osnabrücker Bergrennens: Michael Schrey wurde für seine bisher erfolgreichste Saison von den Gästen gefeiert. Der Gesamtsieg des VLN-Langstreckenpokals und des hochdotierten BMW-Sportpokals sind zwei herausragende Erfolge, die er neben seiner Funktionärstätigkeit, mit dem Bonk-Team im BMW 235i erringen konnte. Das Siegerfahrzeug mit der zukünftigen Startnummer 1 hatte er dann auch gleich zur Feier mitgebracht. Mit einem großen Pokal ging auch der Osnabrücker Automobilhändler Michael Starke nach Hause. Er war in der Gesamtwertung des zum 2. Mal ausgetragenen Deutschen E-Berg-Cups für Elektro-und Hybridfahrzeuge mit einem Porsche Panamera erfolgreich. Die vom MSC Osnabrück seit 2006 initiierte Verleihung der „Osnabrücker Planke“ für besondere Verdienste des nördlichsten deutschen Bergrennens gehörte ebenfalls zu den Höhepunkten des Abends. Preisträger waren in diesem Jahr Henry Walkenhorst, Automobilhändler und Rennstallbetreiber, der Renn-Bürgermeister Marc Schewski sowie die Vertreter eines Hauptsponsors, Innogy (früher RWE), die als Partner des Wertungslaufes zum FIA Int. Hill Climb Cup in Osnabrück auftreten.  Kurzweilige Unterhaltung boten der Comedy-Künstler Georg Leiste und die Cadillac-Band, die bis in die Nacht hinein für Stimmung sorgte. Eine weitere Ehrung steht den neuen Bergmeistern im Januar bevor. In Wiesbaden wird der DMSB die Meister aller nationalen Motorsportarten auszeichnen. Ende Oktober 2017, nach der kommenden Saison, wird die Ehrung der deutschen Bergmeisterschaftsprädikate am Glasbach stattfinden. Dies gab der […]

Buchverstellung: Der Bergkönig Sepp Greger

15. November 2016

Er hat als privater Rennfahrer drei Jahrzehnte den Bergsport maßgeblich geprägt, wurde zu einer wichtigen Symbolfigur von Porsche und ließ sich als „Bergkönig“ feiern: Sepp Greger, dreimaliger Europa-Bergmeister und dreimaliger Deutscher Meister am Berg. Anlässlich des 100sten Geburtstags von Sepp Greger wurden sein Leben und seine Rennkarriere aufgearbeitet und in einem Buch zusammengefasst. Entstanden ist ein Kaleidoskop von Geschichten aus dem Motorsport, umrahmt von Erinnerungen seiner Rennfahrerkollegen wie Jürgen Barth, Toni Fischhaber, Hans Herrmann, Herbert Linge, Rudi Lins, Eberhard Mahle, Prinz Leopold von Bayern, Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck. Gemeinsam ist den Zeitzeugen die Achtung vor den sportlichen Leistungen des sympathischen und ehrgeizigen, verdient geehrten und hoch dekorierten Bergkönigs: Er hat nicht viel Worte draus gemacht. Der hat sich in sein Auto gesetzt, ist den Berg hochg’fahren und hat gewonnen. Vielleicht hat er grad amal g’sagt: ‚Gell, da schaugst!’. Mit einem Blick hinter die Kulissen des Bergrennsports und einem seltenen Fundus an Bildern, vor allem aus den 1950erund 1960er-Jahren, kann man amüsiert und mit leichter Wehmut den großen Jahren des Bergrennsports frönen und in das Leben des legendären Bergrennfahrers Sepp Greger eintauchen. Sepp Greger, eine Kultfigur des Motorennsports der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre, gilt als Ausnahmetalent und König der Bergrennen. Man könnte ihn mit Augenzwinkern auch als „hemdsärmeligen“ Typen bezeichnen, ohne Starallüren, gesellig und ehrgeizig. Lange fährt er im Karohemd, mit Lederhelm und ohne Sicherheitsgurt. Mehr als vier Jahrzehnte startet Greger bei Bergrennen, Rallyes und Rundstrecken, und wird in dieser Zeit zu einer der wichtigen Symbolfiguren von Porsche. 1915 in sehr arme Verhältnisse hineingeboren, muss Sepp Greger früh aus dem Haus, um im Allgäu als Hirtenbub zu arbeiten. Nach dem Krieg gründet er in Obermenzing unter freiem Himmel einen Kfz-Reparaturbetrieb, gleichzeitig entdeckt er die Liebe zum Rennsport. Im CCG-Käfer, mit Transporter-Bremsen und Porsche-Motor, macht er die ersten Renn-Erfahrungen, später wechselt er zu verschiedenen Porsche-Modellen, die er selbst weiterentwickelt. Die Bilanz seiner fast 40-jährigen Rennkarriere: 1200 Starts, 600 Siege und 900 Pokale. Die größten Erfolge: Zwei Klassensiege in der Rallye Monte Carlo, dreimal Bergmeister-Europameister und dreimal Deutscher Meister am Berg. Zur Legende wird auch die Greger-Racing-Show. 1972 hat Sepp Greger das Großereignis ins Leben gerufen. 20 Jahre lang folgen ihm die bekanntesten Rennfahrer mit ihren Boliden nach München in die Olympiahalle. Was Rang und Namen hat, ist mit dabei. Ob Lauda, Röhrl oder Stuck: Die Show ist das Highlight am Ende der Rennsaison, und wenn man als Rennfahrer in die Greger-Racing-Show […]

DMSB gibt grünes Licht für die ersten CM-Renner in Deutschland

12. November 2016

Die sogenannten CM-Rennsportfahrzeuge sehen aus wie geschrumpfte Le Mans-Sportwagen oder DTM-Boliden. Doch vom kompakten Aussehen dieser Zwergrennwagen sollte man sich nicht täuschen lassen, denn solche auf Gitterrohrrahmen aufgebauten, quirligen Renner haben es faustdick hinter den Ohren. Zu einem überschaubaren Neupreis oder auch gebraucht, gibt es je nach Hersteller sogar verschiedene, coole Karosserien im Look von BMW, Audi und Co. So ein Paket, angetrieben von PS-starken und leichten Motorrad-Triebwerken ist ideal für den ambitionierten Privatfahrer und bei Bergrennen für Top-Platzierungen in der Gesamtwertung gut. Drei Jahre ist es nun her, dass der Odenwälder Berg-Routinier Ralf Kroll seinen bekannt schnellen VW Golf 16V aus dem KW Berg-Cup in die Ecke stellte, und sich der Faszination der sogrannten „CM-Fahrzeuge“ hingab. Aus Spanien exportierte Kroll einen Silver Car S2 der von einem 1000 ccm-Suzuki GSXr-Motor befeuert wird. Der zweifache Deutsche Bergpokalsieger hatte sich sogleich das Ziel gesetzt diese in Spanien und Frankreich bereits weit verbreitete Art von Rennfahrzeugen auch in Deutschland zu etablieren. Dies war jedoch nicht so einfach wie sich der Mudauer das gedacht hatte. Anfangs durfte Krolls Silver Car nur bei GLP-Gleichmäßigkeits-Bergrennen starten. So konnte Ralf wenigstens sein neues „Gerät“ in nicht ganz freier Wildbahn kennen lernen. Seit 2014 befindet sich Ralf Kroll in Gesprächen mit dem Fachausschuss Bergrennen und dem DMSB selbst, für den diese Rennfahrzeuge ebenfalls Neuland waren. Mit dem Ausschussvorsitzenden Marcus Malsch gewann der Silver Car-Importeur für Deutschland zwischenzeitlich einen Verbündeten. „Mit diesen Fahrzeugen beschäftigt sich der Fachausschuss Bergrennen schon seit geraumer Zeit und hat in Zusammenarbeit mit der DMSB Geschäftsstelle nun die ersten Fahrzeuge in Deutschland mit einem DMSB-Wagenpass ausgestattet. Da für diese Fahrzeuge europaweit keine einheitlichen und ordentlichen Regularien  existieren und diese teilweise von einigen Herstellern sicherheitstechnisch nicht korrekt aufgebaut werden, musste die Abteilung Technik des DMSB nachhelfen und teilweise vor der sportrechtlichen Zulassung, sprich DMSB-Wagenpass, individuelle Umbaumaßnahmen anordnen“, erklärte Malsch. Das Thema stand auch bei der FA-Bergrennen-Sitzung im September zur Debatte. Marcus Malsch ging weiter auf die Problematik ein, dass gültige ASN-Zertifikate für Überrollkäfige von Seiten der DMSB-Geschäftsstelle nur anerkannt werden, wenn diese auch dem Anhang J der FIA entsprechen. Er bat diese Vorgehensweise zu überdenken und empfahl den DMSB-Verantwortlichen, dass gültige ASN-Zertifikate grundsätzlich anerkannt werden sollten, ohne weiter Umbauten anzufordern. Marcus Malsch wird die Hersteller, wie beispielsweise Silver Car, TracKing, BRC und Mitjet, darüber informieren, dass die Sicherheitsbestimmungen der FIA, insbesondere des Anhang J Art. 277, unbedingt eingehalten werden müssen und zukünftig hergestellte Fahrzeuge dahingehende […]

KW Berg-Cup Gala in Abendgarderobe statt im Fahreroverall

10. November 2016

Die Fangemeinde kennt ihre Namen, ihre Autos, ihre Startnummern. Und klar, auch die meisten Gesichter dazu. Besonders dann, wenn die Damen und Herren an ihren Rennern stehen oder ohne Helm im Cockpit sitzen. Aber im eleganten Anzug oder im schicken Abendkleid, da fällt die Zuordnung doch manchmal etwas schwerer. So wie am letzten Samstag (05.11.) bei der großen Jahressiegerehrung des KW Berg-Cups in Bad Mergentheim. Dennoch konnten die 74 Pokale plus die Siegerkränze für die Top-Drei der Gesamtwertung problemlos an den richtigen Mann oder die richtige Frau gebracht werden. Das hatten die Organisatoren des Berg-Cup e.V., die sich über 255 Gäste freuen durften, genauso souverän im Griff wie den gesamten Ablauf der Galaveranstaltung, die vom Einlassbeginn um 17:00 Uhr im stilvollen Ambiente der Wandelhalle bis kurz vor Mitternacht dauerte. Wobei wir hier nur vom offiziellen Teil sprechen, dies sei bitte im Vorhinein angemerkt und klargestellt. Dafür, dass diese rund sieben Stunden niemanden lang erschienen, sorgte neben den drei Essenspausen, in denen die Gaumen der Besucher vom Catering Team des Edelfinger Hofes so richtig verwöhnt wurden, das vielfältige Programm sowie die nochmals optimierten und gestrafften Ehrungszeremonien. Das kam an. Bei den Ehrengästen, zu denen Geschäftsführer Jürgen Wohlfarth vom langjährigen Titelsponsor KW Automotive genauso zählte wie Tilman Sandtler vom bekannten Motorsport Vollsortimenter aus Bochum oder Andreas Ungerer von der König Komfort- und Rennsitze GmbH. Dazu die Vertreter der Veranstalter-Partner des KW Berg-Cups sowie zahlreiche weitere illustre Gäste aus dem Bergrennsport-Umfeld. Sie alle genossen den Abend ebenso in vollen Zügen wie die Mitglieder und Aktiven des Berg-Cup e.V. Zu den Highlights der Meistergala zählten die Präsentation der brandneuen KW Berg-Cup DVD 2016 von „Pilotes“ sowie die Vorausschau auf die geplanten „30 Jahre KW Berg-Cup“ Aktivitäten im nächsten Jahr. Eine davon startet sogar noch vor dem kommenden Weihnachtsfest. Nämlich die in Eigenregie gestaltete 2017er KW Berg-Cup Kollektion, für die Alexander Pleier verantwortlich zeichnet. Wer daran interessiert und vielleicht obendrein noch auf der Suche nach einem attraktiven Weihnachtsgeschenk ist, der sollte in den nächsten Tagen die Homepage www.berg-cup.de verstärkt beobachten. Dort gibt es die Kollektion demnächst nicht nur zu sehen, sondern auch schon zu bestellen. Veränderungen wird es auch beim Berg-Cup Magazin geben, dessen nächste Ausgabe in Kooperation mit dem Rallye Magazin entstehen wird. Wer dieses abonniert hat, bekommt im Frühjahr 2017 beide Magazine im Doppelpack in seinen Briefkasten. Ein bunt gemischtes Programm bot der mehrfache Künstler des Jahres Andreas Hartmann dem Publikum im Rahmen seiner beiden […]

Hans Schori bildet Schweizer Bergrennnachwuchs aus

9. November 2016

Schweizer Nachwuchs-Rennfahrer sind oft gezwungen, ihre Karriere im Ausland zu starten. Lange Anfahrtswege, schlechte Trainingsmöglichkeiten und hohe Kosten sind Herausforderungen, die es dabei zu meistern gilt. Nationale und internationale Karrieren sollen zukünftig in der Schweiz starten, dies hat sich das bekannte Eventcenter Seelisberg, mit seiner Swiss Race Academy, zum Ziel gesetzt. Junge Fahrerinnen und Fahrer sollen vor allem dem Bergrennsport zugeführt werden, denn aktuell liegt das Durchschnittsalter der Rennfahrer in der Schweiz bei 40 Jahren. Stimmt der Schweizer Automobilsportverband ASS zu, wird es schon zu Jahresbeginn 2017 zwei Sichtungen auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums in Seelisberg, hoch über dem Vierwaldstättersee, geben. Am Ende werden so sieben Teilnehmer ermittelt sein, die um eine neu ins Leben gerufene Junior-Schweizer-Meisterschaft bei Bergrennen fahren werden. Instruktoren sind der frühere Schweizer Bergmeister Hans Schori und sein Sohn Yves Meyer. Als Schulungs- und Rennfahrzeuge stehen acht identische Toyota GT86 bereit. Einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurden die nach dem SuperSerie und LOC2-Reglement vorbereiteten Tourenwagen schon im vergangenen Juni beim Bergrennen in Reitnau. Die Bewerbungsfrist für den zwischen 18 und 28 Jahren jungen Nachwuchs läuft noch bis zum 16. Dezember. Nach zwei Ausbildungskursen im Januar 2017 und einem Medientag im März, stehen dem Nachwuchs im April die ersten Tests und Renneinsätze bei Slalomveranstaltungen ins Haus. Bei den Bergrennen Reitnau, Oberhallau und am Gurnigel werden dann die Youngster in Können unter Beweis stellen. Mit umgerechnet etwas über 8.000€ für die komplette Saison sind die „Auserwählten“ bereits dabei. Die erste Sichtung beläuft sich kostenmäßig auf 185 CHF, der zweite Kurs steht dann mit 245 Schweizer Franken zu Buche. Bis zu 40 Anmeldungen werden angenommen. Vorbild für diese Art von Nachwuchsgewinnung  war übrigens die Schweizer Junior-Rallye-Meisterschaft, in der mit R2-Autos gefahren wird. Quelle: AutoSprint.ch – Peter Wyss Fotos: Rami Hänggi

Zwei, die sich auf Anhieb gut verstanden …

8. November 2016

Bei der diesjährigen 49. Auflage des Int. Osnabrücker Bergrennens sorgten zwei Prominente, die nicht nur, aber auch dem Automobilsport stark verbunden sind, für tolle Highlights der Veranstaltung. Erstmals präsentierte der Österreicher Egon Allgäuer den 1.200 PS starken Villiger – MAN – Race-Truck mit spektakulärer Fahrweise schon am Start sowie der überall bekannte und sehr engagierte Skateboard-Pionier Titus Dittmann den attraktiven historischen Ford Mustang aus den 1960er Jahren. Beide Publikumslieblinge werden auch am Jubiläumsrennen in 2017 teilnehmen und die Fans wieder in den Bann ziehen. Dabei wird Titus Dittmann zum „50.“   in Osnabrück aller Voraussicht nach ein weiteres, sehr attraktives Rennfahrzeug aus seiner Sammlung präsentieren, was nicht nur bei Bergrennen eine absolute „Augenweide“ darstellt und die Automobilfreunde begeistern wird. Wie gut sich die Beiden in diesem Jahr am „Uphöfener Berg“ verstanden, kann man auch in einem tollen Videoclip unter dem folgenden Link sehen: https://www.youtube.com/watch?v=JDCelL23EQU

Termine 2017 – FiA Europa Bergmeisterschaft

5. November 2016

Nach fünfjähriger Pause steht das ÖAMTC Rechbergrennen, als Großer Bergpreis von Österreich vom 21.-23. April 2017, wieder als Eröffnungsveranstaltung der Berg-Europameisterschaftssaison im Terminkalender der FiA, der an diesem Wochenende im Rahmen  der EBM-Siegerehrung im spanischen Oviedo offiziell ratifiziert wird. Seit 2011 kam diese Ehre dem südfranzösischen Bergrennen am Col St. Pierre zu, das zumindest im kommenden Jahr, nach eben so langer Auszeit, vom zentralfranzösischen Rennen auf den Mont Dore (18-20. August) abgelöst wird. In St. Jean du Gard wird jedoch das Rennen als Opening zum FiA International Hill Climb Cup 2017 stattfinden. An Hand des Rotationsprinzips der Italienischen Veranstalter ist am Wochenende des Juni-Juliwechsel 2017 der Klassiker von Trento-Bondone wieder in den Kalender des höchsten Bergprädikats gerutscht. Im Zuge der Feierlichkeiten „500 Jahre Luther-Reformation“ musste der das ADAC Glasbach-Bergrennen, als deutscher EM-Part von seinem angestammten Termin weichen und findet voraussichtlich einmalig vom 9. – 11. Juni, also auf dem alten Trier-Termin statt. Hier die komplette Auflistung: 21.-23. April 2017 – ÖAMTC Rechbergrennen (AUT) 05.-07. Mai 2017 – Rampa Int. Da Falperra (PRT) 12.-14. Mai 2017 – Subida Al Fito (ESP) 02.-04. Juni 2017 – Sternberk Ecce Homo (CZE) 09.-11. Juni 2017 – ADAC Glasbachrennen (DEU) 30.06.-02. Juli 2017 – Trento Bondone (ITA) 14.-16. Juli 2017 – Hill Climb Limanowa (POL) 21.-23. Juli 2017 – Dobsinsky Kopec (SVK) 11.-13. August 2017 – Course de Cote Mont Dore (FRA) 18.-20. August 2017 – Course de Cote St. Ursanne-Les Rangiers (CHE) 01.-03. September 2017 – GHD Ilirska Bistrica (SVN) 15.-17. September 2017 – Buzetski Dani (HRV)

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