Faggiolis Schachzug – Vorzeitiges EM-Endspiel in Ilirska Bistrica

31. August 2016

Mit einem ungewöhnlichen Schachzug sucht Titelverteidiger Simone Faggioli am kommenden Wochenende die Titelentscheidung in der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft. Vor dem vorletzten Saisonrennen im slowenischen Ilirska Bistrica liegt der Florentinische Champion gleichauf mit seinem Landsmann Christian Merli, der am Ende bei Punktgleichheit den Titel davon tragen würde. Da beide Rivalen in unterschiedlichen Gruppen dominieren und am Ende  wohl auch punktgleich wären, sucht Faggioli nun die direkte Konfrontation und startet in der Gruppe E2-SS (Single Seater). Sein E2-SC Sportwagen vom Typ Norma M20 FC Zytek V8  tauscht er gegen einen Osella FA 30 aus seinem eigenen Team ein, der auf Pirelli-Reifen rollen wird. Seit dem Jahr 2013 steuerte Faggioli einen solchen Rennwagen nicht mehr bei einem Rennen. Norma Auto Concept-Chef Norbert Santos steht hinter seinem Fahrer und dem kurzzeitigen Markenwechsel. „Wir haben vollstes Verständnis für die Haltung von Simone. Das EM-Reglement ist so, dass der schnellste und erfolgreichste Fahrer, mit dem besten Auto, nicht zwangsläufig Europameister wird. Simone hat keine andere Wahl, als diesen Versuch zu wagen. Die gesamte Norma-Mannschaft unterstützt Simone bei dieser Prüfung und hofft das er beim EM-Finale Mitte September in Buzet, im bewährten Norma erneut den EM-Titel der Kategorie II, für sich und sein Team sowie die Marke Norma sicherstellen kann“.

Oberhallau: Fernduell über zwei Startgruppen hinweg

31. August 2016

Was will uns denn diese rätselhafte Botschaft in der Überschrift sagen, möchtet ihr jetzt sicher gerne wissen? Nun, ganz einfach: Eigentlich wollte die KW Berg-Cup Abordnung so wie von den letzten Jahren gewohnt im direkten Vergleich gegen die Schweizer und die weiteren E1-Asse antreten. Also innerhalb gemeinsamer Klassen und Startgruppen. So war es geplant und zugesagt. Aber die offizielle Starterliste sagte dann doch etwas ganz Anderes aus. Es wurde telefoniert und miteinander gesprochen. Und schon wurde sie erneut bestätigt, die gemeinsame Wertung, mit Aushang und allem Drum und Dran. Leider klappte die Umsetzung nicht wirklich perfekt, einer der Knackpunkte war die von den Auswertern verwendete Software, die eine gemeinsame Ergebnisliste der KW Berg-Cup Aktiven zusammen mit den restlichen E1-Piloten immer erst nach dem kompletten Abschluss eines Trainings- oder Wertungslaufes zur Verfügung stellen konnte. Dies machte es auch den drei Streckensprechern leider unmöglich, die gemeinsame Wertung mit in die aktuelle Kommentierung einfließen zu lassen. Daher mögen mir alle KW Berg-Cup Fans, die in Oberhallau live dabei waren, verzeihen, dass im folgenden Rennreport von etwas anderen Platzierungen die Rede ist als am letzten Sonntag an der Strecke. Mit dem Wettergott scheint der veranstaltende „Verein Pro Bergrennen Oberhallau“ einen kugelsicheren Vertrag zu haben, denn die Sonne knallte sowohl während des Übungssamstags als auch am Rennsonntag kräftig auf die 3-Kilometer-Strecke in den Oberhallauer Rebbergen. Da störte auch der kurze nächtliche Regen nicht, denn die wenigen feuchten Flecken, die zum Rennbeginn noch auf dem Asphalt zu finden waren, trockneten sehr schnell auf, spielten keine entscheidende Rolle. Dazu trug auch der Wertungsmodus bei. Der vorsah, dass von den insgesamt drei Rennläufen nur die zwei schnellsten zum Endergebnis zusammenaddiert wurden. Zwei aus Drei, das war also das Motto, das leider auch eine durchgängige Berichterstattung nicht leichter macht. Daher wird der Report über das Bergrennen Oberhallau kürzer als gewohnt ausfallen. Wozu natürlich auch der Umstand beiträgt, dass uns der NSU-Bergpokal nicht begleiten konnte, der sein einziges erlaubtes Auslandsrennen ja bereits in Eschdorf absolviert hat. Und dass obendrein nicht in allen KW Berg-Cup Klassen Aktive unterwegs waren. Dies beginnt mit den 1150ern. Denn der als einziger Vertreter der 1,15-Liter Spezies vom Team Thomas Stelberg / Jürgen Schneider genannte VW Polo 16-Ventiler bleibt wegen Schaltproblemen zu Hause in der Getriebeklinik, soll dort bis Unterfranken auf jeden Fall wieder fit gemacht werden. Und damit sind wir schon mitten drin im 1400er Geschehen. Das einmal mehr von Hansi Eller im VW Minichberger […]

Kostenlose Nennung für das FiA Hillclimb Masters ab sofort möglich

29. August 2016

Am Wochenende des 8. und 9. Oktober 2016, also eine Woche nach dem DM und FiA Hillclimb Cup-Finale von Mickhausen,  kommt es zur zweiten Auflage des FIA Hillclimb Masters. Nach der überaus gelungenen Erstlingsveranstaltung im Jahr 2014 im luxemburgischen Eschdorf, wird nun die tschechische Region Ölmütz, mit der Stadt  Šternberk und die aus der Berg-Europameisterschaft bekannten Bergrennstrecke von Ecce Homo, der zweie Austragungsort dieses „Race of Champions der Berge“ sein. Um den Teilnehmern entgegen zu kommen, die aus Ländern anreisen, wo relativ kurze Bergrennstrecken vorherrschen, wurde die Strecke von Ecce Home auf eine Distanz von 3,3 km verkürzt. Seit dem vorletzten Augustwochenende ist die Registrierung der Teilnehmer, für diesen außergewöhnlichen Event offen.  Bis zum 21. September 2016 um Mitternacht, ist die Einschreibung für Fahrerinnen und Fahrer möglich, die sich nach den Kriterien der FiA qualifiziert haben oder von ihrem nationalen Verband eine sogenannte Wildcard erhalten haben. Die letztendliche Entscheidung wer per Wilde Card dazu stoßen darf obliegt jedoch der FiA Berg Kommission. Neben dem klassischen Einzelzeitfahren, wo an die Gewinner und Platzierten Gold, Silber oder Bronze-Medaillen in drei Kategorien vergeben werden, gibt es erneut den Nationen Cup. Um allen National-Mannschaften eine faire Chance zu geben, erfolgt die Vergabe eines kompletten Medaillensatzes nach der Gleichmäßigkeit der gefahrenen Zeiten. Vier Aktive bilden ein Team, wobei die drei gleichmäßigsten Fahrer gewertet werden. Zudem erfolgt eine eigene Wertung für Junioren-Fahrer (U25) und eine für die schnellsten Damen. Für Letztere werden zusätzliche Startplätze reserviert. Grundsätzlich beim Masters Startberechtigt ist, wer folgende Kriterien der Platzierung (Stand: 19. September) erfüllt: – unter den Top 12 beider Kategorien der FIA Europa-Bergmeisterschaft 2016 – unter den Top 12 der drei Kategorien des FiA International Hill Climb Cup 2016 – unter den Top 3 einer FiA Zonen Meisterschaft 2016 – unter den Top 5 einer nationalen Meisterschaft 2016 oder Top 3 gruppeneingestuften nationalen Meisterschaft – Wilde Card über den nationalen Verband Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Deutsche Vertreter den Weg zu diesem einmaligen Happening in der Tschechischen Republik finden werden, um den Deutschen Bergrennsport würdig zu vertreten. Vor zwei Jahren in Eschdorf gingen 19 Fahrerinnen und Fahrer für die Bundesrepublik an den Start. Auf ein ähnlich großes deutsches Feld hofft Christoph Schackmann, das DMSB Fachausschussmitglied aus den Reihen des EMSC Bitburg, der wie in 2014 wieder als Team-Captain fungiert. Quasi als Delegationsleiter ist Schackmann im Vorfeld und am Masters-Wochenende selbst der Ansprechpartner. „Jede Fahreranfrage für eine Wild Card werden […]

André Wiebe einmal durch – DMSB Berg-Prädikate vor der Entscheidung

28. August 2016

Nur noch zwei Veranstaltungen, dann ist die Saison 2016 der Bergrennen in Deutschland schon wieder Geschichte. Auf dem Terminkalender der vier DMSB-Prädikate sind nur noch das Bergrennen Unterfranken am 10./11. September und das Bergrennen Mickhausen Anfang Oktober abzuarbeiten. Bereits jetzt, zeichnet sich ein klares Bild ab, wer am Ende seine Nase in den jeweiligen Championaten vorne haben wird, und mit Andé Wiebe steht seit dem Rennwochenende in der bayrischen Rhön bereits der Gewinner des erstmals ausgeschriebenen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fest. Deutsche Bergmeisterschaft – Wertung in den einzelnen Klassen: Auch hier ist André Wiebe in seinem Renault Laguna Williams derjenige, der die absolut besten Karten in den Händen hält. Mit vom Streichresultat bereinigten 135,8 Punkten muss der junge Hunsrücker zweimal in seiner Klasse E1 bis 2000 ccm im Vorderfeld ankommen und sein ärgster Verfolger, Formel 3-Pilot Frank Debruyne, kann machen was er will und dennoch die erstmalige Meisterschaft des André Wiebe nicht zu verhindern. Rechnet man das Streichresultat mit ein, rangiert Frank Debruyne derzeit gar mit 123,3 Punkten auf Rang drei, hinter Hans-Peter Eller im 1400er VW Scirocco mit bereinigten 128,6 Zählern. Wenig Chancen noch in die Top 3 vorzudringen haben die beiden Gruppe F-Kontrahenten Kai Neu (Ford Focus ST) und Kevin (BMW 320), die nach Abzug des Streichers Punktgleich mit 112,3 Punkten auf der vier liegen, dicht gefolgt von Sportwagen-Ass Uwe Lang mit bereinigten 111,3 Zählern. Die Top 5 der Meisterschaft sind übrigens, neben weiteren, startberechtigt beim FiA Hill Climb Masters am 8. und 9. Oktober auf der Strecke von Ecce-Homo in der Tschechischen Republik. DMSB Berg-Cup für Tourenwagen – Wertung in der Division: Hier liegt André Wiebe mit 142 (-3) Punkten uneinholbar an der Spitze, gefolgt von Patrick Orth, der es mit seinem BMW 320 is nach Ausfällen und Nichtrennteilnahmen auf 85 Punkte gebracht hat. Mit ähnlichen Saisongeschichten liegen Norbert Handa (Lancia Delta) und Hans-Peter Eller punktgleich mit 77 Zählern auf Rang 3. Michael Rauch (Opel Kadett C 8V) lauert mit 66 (-1) Punkten auf Rang fünf. Nach seinem Tourenwagengesamtsieg vom Glasbach rangiert WEC-Weltmeister Timo Bernhard (Porsche) mit 23 Punkten derzeit auf Platz 12. DMSB Berg-Cup für Sportwagen – Wertung in der Division: Wie erwartet reduziert sich diese Meisterschaft auf den Zweikampf zwischen den beiden Ex-Bergmeistern Uwe Lang (Osella PA 20S BMW) und Frank Debruyne, dem Dallara F303 Opel-Piloten vom CR-Racingteam. Zwei Wertungen vor Schluss liegt Lang mit 121 (-5) Punkten vor Debruyne, der von seinen 115 Punkten aber […]

Boxengeflüster 09/2016: Wussten Sie schon dass…?

25. August 2016

DASS der DMSB-Sportkommissar und DSK-Vize Präsident Karl-Heinz Stümpert im Rahmen des ADAC Hauenstein-Bergrennens den Begründer der Funkrettungswacht Motorsport e.V. Roman Häseler mit dem im Jahr 2015 erstmals verliehenen DSK-Bodo-Grafenhorst-Orden ausgezeichnet. Orden und Urkunde wurden Roman Häseler und seinem Safety Car Team für das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement im Motorsport persönlich überreicht. Um beim diesjährigen Hauenstein-Bergrennen für die Rennteilnehmer einen von zwei Safety Cars zu besetzen hat Roman extra seinen Sommerurlaub in Ungarn unterbrochen und ist am Sonntagabend wieder zu seinen Lieben zurück geflogen. DASS Berg-Cup Pilot Thomas Ostermann eigens auf das ADAC Hauenstein-Bergrennen verzichtete um das Rallye-Team Eric Freichels / Arno Bauschert, seine Freunde und Clubkameraden vom MSC Konz, bei ihrer lang ersehnten ersten Teilnahme bei der ADAC Rallye Deutschland zu unterstützen. Dazu kam es aber nicht, denn bereits bevor die WM-Rallye vor der Haustür begann, schaffte es der Renault Clio der Lokalmatadore nicht durch die Technische Abnahme. DASS der frühere Macher des seit fünf Jahren nicht mehr existierenden Trierer ADAC Bergrennen, Manfred Kronenburg , die letzten Jahre als Orga-Chef der Rallye Deutschland im Bereich Trier tätig, mit dem für 2017 feststehenden Umzug des WRC-Tross ins Saarland, sich aus dem aktiven Geschäft des ADAC Mittelrhein zurückzieht. Eventuell stellt sich Kronenburg noch einmal seiner Heimatstadt Trier zur Verfügung, wenn es möglicherweise darum geht eine Etappe der Tour de France 2017zu organisieren. DASS sich zum bekannten Oldtimer-Bergrennen „Arosa Classic Car“, das vom 1.-4. September in Arosa im Schweizer Kanton Graubünden stattfindet, insgesamt 158 attraktive Rennfahrzeuge in den Kategorien GPL, Competition und Demo angesagt haben. Partner Audi lässt dabei einige Renntaxis den Berg hinauf stürmen. An den Lenkrädern drehen die Audi-Stars Marco Werner, Rahel Frey, Nico Müller, Frank Biela, Harald Demuth, Stig Blomqvist sowie der zweifache DTM-Champion Timo Scheider. DASS die charmante britische Bergrenn-Amazone Charly Martin, die seit knapp zwei Jahren in der Französischen Bergmeisterschaft mit einem Tatuus Formel Renault an den Start geht und auch kürzlich beim Deutschen EM-Lauf am Glasbach für staunende Blicke sorgte, beim schweizerischen Bergrennen von St. Ursanne – Les Rangiers vom italienischen Faggioli-Team die Möglichkeit erhielt einen Norma M20 2-Liter Sportwagen zu probieren und dabei in ihrer Klasse Dritter wurde.

Hauenstein: Reifenwechsel am laufenden Band

24. August 2016

Das Rhönwetter zeigte sich einmal mehr unbeständig und echt launisch, drückte dem „47. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ seinen Stempel auf. Dabei hatte der Trainingssamstag noch freundlich begonnen. Mit zwei trockenen Auffahrten, aber in der dritten kam dann der vorhergesagte Regen, setzte nach den ersten drei Klassen ein, hielt die 4,2 Kilometer-Highspeedpiste von Hausen hinauf zur Hochrhönstraße durchgehend nass. Am Sonntagmorgen präsentiert sich diese zwar weitestgehend trocken, nur in den Waldpassagen lauern noch feuchte Flecken. Aber dichter Nebel verurteilt das 106 Rennteilnehmer umfassende Feld zu 75 Minuten Untätigkeit, erst um 9:45 Uhr erlauben die Verhältnisse einen sicheren Start. Kurz darauf regnet es stark, die Reifenwechsel-Rochade beginnt, sie wiederholt sich während des Tages mehrmals. Die bewundernswert geduldig ausharrenden Fans entlang der Strecke üben Schirme auf- und zuklappen, während die Aktiven und ihre Helfer fleißig Räder wechseln. Denn der Regen kommt und geht ganz nach Belieben, aber da es relativ warm und auch windig ist, trocknet die Fahrbahn immer wieder sehr schnell auf, macht sich sozusagen „Slick-fähig“, nur um danach erneut kräftig abgebraust zu werden. Wer wann und warum auf welchen Reifen unterwegs ist, das lässt sich irgendwann nicht mehr schlüssig nachvollziehen, trotzdem werden wir versuchen dieses Thema in den Berichten über die Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung aufzuarbeiten. Der zwangsweise verschobene Startzeitpunkt verbunden mit einigen Vorfällen sowie häufig nötiger Straßenreinigung sorgt in Summe dafür, dass nur zwei der drei geplanten Rennläufe durchgezogen werden können. Kurz nach 17 Uhr ist das sportliche Geschehen auf der Strecke beendet, das wir uns jetzt zusammen anschauen wollen. Der Übungssamstag des NSU-Bergpokals endet mit einer klaren Bestzeit von Steffen Hofmann, der am Hauenstein den Team-TT mit der Startnummer 519 pilotiert. 4,513 Sekunden dahinter beginnt eine Vierer-Verfolgergruppe, die in einem Zeitfenster von 2,563 Sekunden zusammenliegt. Diese setzt sich zusammen aus Jörg Höber (TP2), Uwe Schindler auf der Drei, Frank Kleineberg (TP4) und Thomas Krystofiak in seiner 1200 C „Reiselimousine“ als Fünftem. Zum Rennauftakt legt Steffen Hofmann noch einen Zahn zu, stürmt in 2:12,899 über die 4,2 Kilometer, distanziert seinen nächsten Verfolger um fast 6 Sekunden. Der heißt aktuell Thomas Krystofiak (P2), er führt jetzt die schon aus dem Training bekannte, aber nun neu sortierte Verfolger-Viererbande an, die nach Lauf eins innerhalb von 2,05 Sekunden zusammenklebt. Jörg Höber ist Dritter, Uwe Schindler lauert 4 Tausendstel dahinter auf der Vier, Fünfter ist Frank Kleineberg. Kurz vor dem Beginn des zweiten Runs der NSUs beginnt es wieder einmal stark zu regnen. Eine Gelegenheit […]

Foto-Galerie Osnabrück und Hauenstein online!

23. August 2016

Mit etwas Verzögerung, auf Grund eines Computertotalausfalls in der BiD-Redaktion, ist nun die Fotogalerie vom motivreichen Osnabrücker ADAC Bergrennen online, gleich in Verbindung mit den Bildern vom Wochenende in der Rhön, beim ADAC Hauenstein-Bergrennen. Hauenstein 2016: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=6446 Osnabrück 2016: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=6445

St. Ursanne: David Hauser Zweiter beim EM-Lauf in der Schweiz und somit Luxemburger Meister

23. August 2016

Mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem achtfachen Europa-Bergmeister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und vor dessen italienischen Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo) beim Berg-EM-Lauf in St Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz sicherte sich David Hauser im Dallara GP2-Mecachrome V8 4L an diesem Wochenende nach 2013 seinen zweiten Titel als Luxemburger Bergmeister. Beim letzten Meisterschaftslauf am Wochenende des 3./4. September in Turckheim/Trois Epis nahe Colmar im Elsass (Frankreich) kann der 26-jährige Wormeldinger rein rechnerisch nicht mehr in der Punktetabelle eingeholt werden. “Ich bin somit also definitiv für die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters qualifiziert, die am 8./9. Oktober im tschechischen Sternberk stattfinden werden. Mit dem Ergebnis dieses Wochenendes bin ich natürlich sehr zufrieden, obschon ich bedaure, dass Christian Merli im ersten Rennlauf von einer kurzen Regenschauer im unteren Streckenbereich eingebremst wurde, im Gegensatz zu Simone und mir, die unseren ersten Lauf bereits auf komplett trockener Strecke hinter uns hatten. Vor allem aber bin ich erleichtert, dass Joël Volluz bei seinem schlimmen Abflug im zweiten Lauf unverletzt blieb. Nun freue ich mich darauf, mich in Turckheim wieder mit den französischen Topfahrern messen zu können und mich danach bestmöglich auf das Masters vorzubereiten, das nach wie vor mein Hauptsaisonobjektiv darstellt.” Text: Patrick Weber

Hauenstein: Eifelwetter in der Rhön

22. August 2016

Ausgerechnet zum 47. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen zeigte sich die sonst so wunderschöne Rhön von ihrer rauen und unbarmherzigen Seite. Bis Samstag 15 Uhr hatte noch der Sommer die Oberhand rund um die Rhönhofstraße zwischen der 700 Seelengemeinde Hausen und dem Schwarzen Moor, einer der vielen Touristenattraktionen im Biosphärenreservat Rhön. Doch dann erreichten die Vorboten des Herbsts, mit Regen und Nebel das Renngelände mit dem Ziel auf rund 780 m Meereshöhe. Der Renntag begann mit einer 90 minütigen Verspätung. Dichte Nebelschwaden hatten im unteren Streckenbereich den für 8 Uhr 30 geplanten Rennbeginn unmöglich gemacht. Drei kurze, aber heftige Regenschauer, gleichmäßig über den Tag verteilt, prüften die flinken Hände der Teamhelfer und Mechaniker beim Reifenroulette. Rennleiter Klaus Höhn und Bernd Seyd, der den Posten des Organisationsleiters von Christian Leutheuser übernommen hatte, der mit seinem Team bei der VLN auf dem Nürburgring im Einsatz war, haderten über das dritte Hausenstein-Rennen i n Folge, das von den Wetterunbilden beeinflusst wurde. Auch diesmal wurde das Klassement etwas durcheinandergewirbelt und eine Auffahrt musste nach dem verspäteten Beginn und einigen Zwischenfällen gekürzt werden. Nachdem der überlegene Gesamtleader des ersten Durchgangs Uwe Lang im zweiten und letzten Lauf in seinem slikbereiften Osella BMW geduscht wurde und auf Rang 19 abrutschte, wiederholte Norbert Brenner im Opel Vectra V8 DTM (Foto oben) seinen Vorjahressieg, vor einem stark aufkommenden Holger Hovemann im Opel Kadett GT/R V8. Der Odenwälder und sein Team arbeiteten lange auf diesen Moment hin, sich mit den ehemaligen DTM-Boliden messen zu können. Da die 4,2 km lange Strecke in der Rhön Hovemanns Fahrzeugkonzept entgegen kam, reichte es um Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM hauchdünn zu schlagen. Somit standen drei Fahrer aus der Gruppe E2-SH auf dem Gesamtsiegerpodium. Thomas Conrad im CRS-Renault Eigenbau-Sportwagen rettete sich bei aufkommendem Regen noch ins Ziel auf Rang vier und gewann zudem die 2-Liter Sportwagenklasse vor Bernd Letmade (Norma). Als die vier bis dahin schnellsten Fahrer im Ziel waren, entschied sich die Rennleitung für einen weiteren Reifenwechsel. Somit war für Formel 3-Pilot Frank Debruyne nicht mehr zu holen als Gesamtrang 5. In Sachen Berg-Meisterschaft und DMSB Berg-Cup für Rennwagen war dies für den Badener jedoch kein Beinbruch. Die 2-Liter Formelklasse gewann Debruyne dennoch vor den im Regen überraschend starken Youngstern Georg Lang (Formel Renault) und Mathieu Wolpert (BSR Formel 3). Mit Rang 7, rund vier Sekunden hinter dem aus Österreich angereisten Tourenwagen-Gesamtsieger Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2) behauptete André Wiebe […]

Berg-Cup Familie trauert um Jürgen Gehrig

22. August 2016

Am Samstagabend machte im kleinen Örtchen Hausen, dem Fahrerlager des ADAC Hauenstein-Bergrennen, die traurige Nachricht vom Ableben des langjährigen KW Berg-Cup Piloten Jürgen Gehrig die Runde. In der Nacht von Freitag auf Samstag erlag der 48-jährige KfZ-Meister und Reifenhändler einem Krebsleiden. Jürgen Gehrig betrieb im badischen Moosbrunn eine Autowerkstatt, war verheiratet und hatte einen Sohn. Im Bergrennsport begann er um die Jahrtausendwende in der Gruppe G mit einem BMW M30 E30. So ab 2004 pilotierte er dann den selbst aufgebauten VW Polo in der Gruppe H bis 1300 ccm. Jürgen Gehrig experimentierte auch, wie einige seiner Klassengegner mit Motorrad-Zylinderköpfen für den Polo-Motor. Zwischen 2007 und 2010 pausierte er aus beruflichen Gründen. Sein letzten Rennen im Rahmen des KW Berg-Cup fuhr er in Mickhausen 2012, danach wurde der blaue Polo an Volker Angelberger verkauft, der am Hauenstein-Wochenende von Angelbergers Team-Kollegen Nicolas Dietz pilotiert wurde. Die BiD-Redaktion ist in Gedanken bei Jürgens Familie und den Freunden. R.I.P und Servus Jürgen!

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