Dobsina: Mögliche Vorentscheidung zu Gunsten Faggiolis

21. Juli 2016

Bei unwetterartigem Regen und unangenehm niedrigen Temperaturen mit Nebel in der Ostslowakei, was die Organisatoren zwang den Rennstart um vier Stunden auf den frühen Nachmittag zu verschieben, übernahm Simone Faggioli die alleinige Führung in der Berg EM. Rivale Christian Merli, für den die Strecke Neuland war, wurde gar von Osella-Markenkollege Paride Macario auf Rang 3 verwiesen. Und der Nachwuchsmann war es auch, der im zweiten Durchgang knapp die Bestzeit fuhr und damit Merli in der Gruppenwertung bezwang und eine kleine EM-Vorentscheidung herbeiführte, das bei noch vier ausstehenden EM-Veranstaltungen in dieser Saison. Nach seinem heftigen Crash von Ecco Homo kehrte der italienische Publikumsliebling Fausto Bormolini in die EM-Runde zurück. Der Routinier aus den italienischen Alpen hatte jedoch erneut kein Glück und rutschte auf regennasser Piste in den Straßengraben. Der nächste Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft findet dann am letzten Juli-Wochenende auf Deutschem Boden, beim ADAC Glasbachrennen von Bad Liebenstein statt.

Gegen starke internationale Gegner behauptet

20. Juli 2016

Ein imposantes Formelwagenfeld konnte die Homburger Automobilclub an die Käshofer Straße zum 43. Homburger ADAC Bergrennen locken. David Hauser aus Luxemburg pulverisierte am Morgen des Renntags den Streckenrekord der 2,6 km langen, anspruchsvolle Strecke, um ganze 1,5 Sekunden und blieb auch in beiden weiteren Läufen unter der alten Bestmarke seine Landsmanns Guy Demuth aus dem Jahr 2013. Aber dennoch behaupteten sich die Deutschen Top-Piloten Uwe Lang (Osella BMW) und Frank Debruyne (Foto oben) im CR-Racingteam Dallara Formel 3, gegen die starke ausländische Konkurrenz mit den Formel 3000-Piloten Daniel Allais aus Frankreich, Simon Hugentobler aus der Schweiz und Anthony Loeuilleux, ebenfalls aus Frankreich, im Formel Tatuus Master Honda, die knapp das Podium verfehlten. Frank Debruyne hatte am Trainingstag einen kleinen Schreckmoment zu verdauen. Kurz vor der haarigen Brückenpassage erwischte der Badener eine Bodenwelle und der Franks Gasfuß rutsche vom Pedal, aber die Zeiten reichten für Gesamtrang drei, vor der Übernachtungspause. Die knappen Abstände bei den Trainingszeiten und die Gewissheit dass die Konkurrenz nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat, versprachen einen extrem spannenden und hoch interessanten Renntag. Dass Hauser im rund 600 PS starken Dallara GP2-Boliden dann davon ziehen würde und auch Uwe Lang die Vorteile seines Osella-Sportwagen ausspielt, war Frank Debruyne von vorne herein klar. Aber mit Gesamtrang drei, vor allen anwesenden Formel 3000, Formel 3 und 2-Liter Formelfahrzeugen, hat der CR-Pilot das erreicht was möglich, aber keines Wegs einfach. Am engsten rückte der Brite Paul Buckingham im Dallara F305 Mercedes Formel 3 (Foto unten) auf Franks Pelle. Mit dem Mann von der Kanal Insel Guernsey lieferte sich Debruyne ein packendes Duell auf Augenhohe. Doch im letzten Lauf, nicht einmal 100 Meter vor der Ziellinie kreiselte Buckingham von Bergstrecke in die Wiese und hatte Glück ohne nennenswerten Schaden davon gekommen zu sein. Somit war die Entscheidung gefallen.

Foto-Galerie Homburg online

18. Juli 2016

Viele gut gelaunte Menschen konnte man am vergangenen Wochenende beim 43. Homburger ADAC Bergrennen sehen, denn der 5. Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft 2016 begeistere viele Zuschauer entlang der Käshofer Straße. Eine Fotogalerie aus der Saarpfalz ist nun online unter Fotos -> Fotos 2016 -> Homburg 2016

Ein Stück Planungssicherheit für das Bergrennen Mickhausen

18. Juli 2016

Die Vorbereitungen für die 35. Auflage des Internationalen ADAC-Bergrennens Mickhausen laufen auf Hochtouren. Nach einem Jahr Pause heulen am 1. und 2. Oktober am legendären Mickhauser Berg inmitten der Stauden wieder die Motoren. Über 200 Fahrer aus ganz Europa werden dann das 2,2 Kilometer lange Kurvenlabyrinth auf der Kreisstraße A 16 von Mickhausen-Münster hinauf nach Birkach unter die Räder nehmen. Organisationsleiter Günter Hetzer freut sich, dass auch die Kreissparkasse Augsburg wieder mit im Boot der Sponsoren ist: Mit 5000 Euro greift das Kreditinstitut dem veranstaltenden Automobil Sport Club (ASC) Bobingen wieder unter die Arme. Hetzer: „Damit haben wir ein gutes Stück Planungssicherheit  für die Neuauflage des Bergrennens mit seiner mehr als 50-jährigen Tradition!“ Das Bergrennen Mickhausen, eines der größten Motorsportevents in ganz Süddeutschland,  lockt an einem schönen Wochenende rund 20 000 begeisterte Zuschauer in die Stauden. von Walter Kleber

Homburg: Die Untertreibung des David Hauser

18. Juli 2016

David Hauser, Simon Hugentobler und Uwe Lang: Das waren die Namen, die während des Trainings zum 43. Homburger Bergrennen von den Fahrern in gegenseitiger Anerkennung als Favoriten auf den Gesamtsieg genannt wurden. Am schnellsten war im Rennen wieder Hauser: Gleich dreimal unterbot der Luxemburger den alten Streckenrekord. Für das Homburger Bergrennen könnte die Ausgabe 2016 ein Durchbruch sein. Einige international startende Rennfahrer, die bisher noch nie den Weg zum Käshofer Berg gefunden hatten, waren von der Strecke angetan. Der Schweizer Simon Hugentobler kann sich vorstellen, 2017 wieder zurückzukommen: „Hier ist es relativ schwierig, wenn man das erste Mal fährt. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist schmal. Neben dem Asphalt kommen gleich die Straßengräben. Man braucht eine gewisse Zeit, um sich alles einzuprägen. Die Piloten sagen: Hier sind nur die schnell, die schon zwei- oder dreimal gefahren sind.“ Das gilt nicht für den Luxemburger David Hauser. Mit seinem feuerroten GP2-Dallara hatte er beim Homburger Debüt 2012 nicht nur den Gesamtsieg geholt. Er unterbot damals auch den zwölf Jahre alten Rekord seines Vaters Christian. Darüber aufgeklärt, war Hugentobler, der einen Formel 3000 Reynard 97D Mugen fährt, baff. David Hauser gab sich während des Trainings indes bescheiden. Seine Chancen schätzte er vorsichtig ein. „Ich habe schon noch ein Gefühl für die Rennstrecke. Ich muss aber sagen, es ist ein paar Jahre her. Das Problem ist, dass ich in der Zwischenzeit viele andere Rennen gefahren bin. Wenn man dann wieder nach Homburg zurückkommt, ist das ein bisschen wie ein Neuanfang.“ Langsam tastete sich Hauser im Training ans Limit der Strecke. Am Samstagabend lag Uwe Lang im Osella Sportwagen noch auf gleicher Höhe mit dem Favoriten. Bei 1:09 Minuten hatten sich beide eingependelt. Sollte sich etwa eine Siegchance für den Schweinfurter eröffnen? „Ich versuche zumindest, aufs Podium zu kommen. Die Chancen für David sind natürlich viel besser.“ Ein zusätzliches Spannungselement bot die teilweise neue Asphaltierung der Käshofer Straße. Rüdiger Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau ist Vater des Sportwagen-Weltmeisters Timo Bernhard. Er vertrat in Homburg seinen Sohn im Carrera Cup-Porsche. Papa Bernhard kennt die Strecke wie seine Westentasche. Für die neuen Bedingungen gab es Lob: „Der Belag ist gut und glatt. Am Brückchen sind ein paar Flicken drin. Aber das ist nicht zu ändern.“ Gerne hätte der veranstaltende Homburger Automobilclub (HAC) im vergangenen Winter erlebt, dass bei der Neuasphaltierung die komplette Rennstrecke erneuert worden wäre. Doch dazu sei wohl ein Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland notwendig, […]

Nach Scheier-Rücktritt – Eschdorfer Hillrace soll weiterleben

15. Juli 2016

Ja, Vereinspäsident Nico Scheier ist von seinem Amt zurückgetreten. Es ist richtig, dass Nico Scheier, Gründungsmitglied der Union des Pilotes im Jahre 1981 und seither eine der treibenden Kräfte des Vereins, aus in erster Linie persönlichen Gründen von seinem Posten als Präsident zurückgetreten ist, Funktion, zu der er seit 2013 zurückgekehrt war, nachdem er bereits während des ersten 2000er-Jahrzehnts kürzer getreten war, um dann im Jahr 2010 nach dem tragischen Unfalltod seines Sohnes David, der sich inzwischen als Orgaleiter um das Eschdorfer Bergrennen verdient gemacht hatte, wieder verstärkt in Szene zu treten. Der Vorstand der Union des Pilotes sowie die gesamten Mitglieder des Vereins bedanken sich hiermit wärmstens bei ihrem scheidenden Präsidenten für seinen vorbildhaften und unerschöpflichen Einsatz, sowohl im Dienste des Clubs, des Eschdorfer Bergrennens, als auch im Interesse des Luxemburger Automobilsports ganz allgemein. Dennoch unterstreicht die Union des Pilotes, dass selbst wenn im Vereinsleben und Bereich des Ehrenamts der Rückzug eines verdienstvollen Mitglieds stets ein harter Schlag ist und sein wird, solche Rücktritte zwangsläufig in allen erdenklichen Bereichen, sei es in Vereinen oder auf beruflicher Ebene, nie ausbleiben werden und es dann gilt, die Herausforderung anzunehmen, die Lücke zu schlieβen, Aufgaben neu zu verteilen und gegebenenfalls, im Rahmen der Möglichkeiten, neue Energien und Kräfte zu mobilisieren. Eine Herausforderung, die der Vereinsvorstand der Union des Pilotes, dessen Vize-Präsident Alain Pier bis zur nächsten jährlichen Vollversammlung den Interim-Vorsitz übernehmen wird, sowie die Clubmitglieder mehr denn je bereit und motiviert sind, im Interesse des Fortbestands des Eschdorfer Bergrennens und des Luxemburger Automobilsports anzunehmen. Organisationsarbeit des Eschdorfer Bergrennen war nie eine «One-ManShow». Obschon es stimmt, dass der scheidende Präsident durch sein Temperament und seinen Perfektionsdrang einen erheblichen Teil der Verantwortungen selbst schulterte, wäre die Organisation eines Groβereignisses eines solchen Ausmaβes niemals ohne den aufopferungsvollen Einsatz und Arbeitsaufwand einer groβen Vielzahl von im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten und Verfügbarkeit in den verschiedensten organisationellen Aufgabenbereichen beteiligten Personen denkbar, sei es auf rein sportlichem Plan in der Rennleitung, dem Sekretariat, im promotionellen Bereich, in punkto Kontakte und Kontaktpflege zu den internationalen Gastfahrern, der Vorbereitung des Veranstaltungsgeländes und der Strecke, inklusive des arbeitsintensiven Aufbaus der imposanten VIP-Struktur, im Logistikbereich oder noch dem Veranstaltungsablauf selbst. Insgesamt sind alljährlich rund fünfzig Mitglieder, zu denen sich unzählige freiwillige Helfer, befreundete sowie lokale Eschdorfer Vereine, deutsche und luxemburgische Streckenposten, Zeitnehmer, Techniker usw… gesellen, vor, während und nach der Veranstaltung am Werkeln, um das erfolgreiche Gelingen und den internationalen Ruf des […]

David Hauser Favorit beim Homburger Bergrennen an diesem Wochenende

14. Juli 2016

Im Titelkampf um die Luxemburger Bergmeisterkrone und somit auf dem Weg zur Qualifikation zum “FIA Hill Climb Masters” Anfang Oktober in Tschechien geht David Hauser dieses Wochenende an den Start des 5. Meisterschaftslaufs in Homburg (D)auf der “Käshofer Strasse”, ein Rennen, das ebenfalls zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum bekannten “KW Berg-Cup” gewertet wird: “In Gedanken werde ich dieses Wochenende vor allem bei meinem Groβvater Jean sein, der selbst in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends im Autosport aktiv war und sozusagen das Rennvirus in die Familie gebracht hat.” Nachdem er dieses Rennen 2012 in seiner ersten Saison im Dallara GP2 gewinnen konnte, wobei seine schnellste Laufzeit bei 1.07,344 min. für die 2,6 km lag und so damals seinen erst zweiten Gesamtsieg zwei Monate nach jenem in Eschdorf feiern konnte, darf David Hauser bei seiner erst zweiten Teilnahme auf dieser eher atypischen Strecke mit vor allem dem im Bergrennsport ungewohnten Bergabstart recht zuversichtlich ins Rennen gehen, zumal er bei seinen beiden letzten Rennstarts in Eschdorf und Wolsfeld (D) jeweils den Gesamtsieger stellte, was ihm zugleich derzeit die klare Meisterschaftsführung mit 246,4 Punkten vor Léon Linden (179,5) und Titelverteidiger Roland Braquet (126,3) einbringt. Doch das eigenwillige deutsche Wertungssystem mit der Addition aller Rennläufe (deren 3 am Sonntag ab 8.30 Uhr vorgesehen sind) ist immer wieder für Überraschungen gut, insbesondere bei eventuell wechselshaften Witterungsbedingungen oder gar technischen Problemen oder einem Fahrfehler in einem der Rennläufe. Eine zusätzliche Herausforderung für David Hauser wird es sein, den seit drei Jahren von seinem Landsmann Guy Demuth (Osella-Zytek Fa30) in 1.06,914 gehaltenen Streckenrekord zu unterbieten. Die wichtigsten Gegner von David Hauser und dessen Dallara-Mécachrome GP2 V8) im Kampf um den Gesamtsieg werden die beiden Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd 97D) und Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50-ex-Nicolas Schatz), sowie der Franzose Daniel Allais (Reynard-Judd 97D) sein, doch neben diesen drei F3000-Fahrern muss man vor allem auch den vierfachen deutschen Meister Uwe Lang (Osella-BMW Pa20 3L), den Franzosen Anthony Loeuilleux (Tatuus-Honda Formula Master), sowie die Formel 3-Meute beachten, die vom Briten Paul Buckingham (Dallara-Mercedes F305-ex-Gary Hauser) und dem zweifachen deutschen Meister Frank Debruyne (Dallara-Opel Spiess F303) angeführt wird. Bei den Touren- und GT-Wagen seien vor allem Holger Hovemann (D) im bulligen Opel Kadett C GT/R mit V8-Motor, die Schweizer René Ruch (Ferrrai 355 GT) und Herbert Schmid (Porsche 996 GT3), die Deutschen Norbert Handa (Lancia Delta Integrale), Rüdiger Bernhard (Vater von 24h Le Mans 2010-Gesamtsieger und Porsche-Werkspilot Timo) im […]

St. Anton: Hochsommer auf der Steinleiten

14. Juli 2016

Naja, nicht sofort. Denn der Samstag wartet zunächst mit teilweise heftigem Regen auf. Aber gegen Ende der ersten Übungssitzung kann man bereits ernsthaft über Slicks nachdenken. In der Folge bleibt es stets trocken, am Rennsonntag regiert der Hochsommer, die Sonne strahlt mit Macht. Konkurrenz machen ihr dabei allerdings die Aktiven und die Fans. Denn ein an beiden Tagen superpünktlicher Beginn sowie die ausgezeichnete Organisation und flüssige Abwicklung lassen echte Freude und Begeisterung aufkommen. Einmal mehr haben sich die Mädels und Jungs von EMSI Motorsport mit viel Power ins Zeug gelegt, um ein Top Event der Güteklasse eins abzuliefern. Neben dem Geschehen auf der hochselektiven, 3,235 Kilometer langen und mit 15 Kurven unterschiedlichster Radien gespickten Piste stemmen sie noch das komplette Drumherum. Bewirtschaften das Festzelt selbst, bieten dem Publikum am Samstagabend eine interessante Fahrerpräsentation, im Anschluss gibt’s ein Video vom Trainingsverlauf, danach spielt Livemusik für alle die, die nicht so zeitig zu Bett gehen müssen oder wollen. Radio Arabella füllt geschickt die Pausen zwischen den einzelnen Heats, springt auch bei den wenigen Unterbrechungen bereitwillig ein, trägt so mit zum „Gute-Laune-Feeling bei“. Dieses steigern übrigens die angenehm frühen Schlusszeiten noch weiter: Am Samstag wird nur bis gegen 16:30 Uhr geübt, am Sonntag ist das aktive Geschehen gar schon um 15:15 Uhr beendet. Da das Parc Fermé im Zielbereich eingerichtet ist, können die Rennautos nach der letzten Talfahrt sofort zur Heimreise verladen werden. Die Prädikate „Österreichische Automobil Berg Staatsmeisterschaft“ mit ihren beiden Abteilungen für aktuelle und historische Fahrzeuge sowie KW Berg-Cup locken 113 Teilnehmer ins landschaftlich reizvolle Ötscherland. Mehr als ein Viertel des „modernen“ Feldes steuern die KW Berg-Cup’ler bei. Wie es dieser kleinen, aber sehr feinen Abordnung in den jeweils drei Läufen pro Tag erging, das wollen wir uns nun im Detail gemeinsam anschauen. NSU und 1150er sucht man 2016 im Mostviertel vergeblich. Aber was nicht ist, kann ja noch (bzw. bei den 1150ern wieder) werden. Also wenden wir uns sofort den 1,4-Litern der stark verbesserten Tourenwagen zu. Bei denen Armin Ebenhöh seinen VW Minichberger Scirocco 16V in der 29. KW Berg-Cup Saison erstmals selbst pilotiert. Eingewöhnungsprobleme hat er in keinster Weise, holt sich souverän die imaginäre Pole Position, legt 3,123 Sekunden zwischen sich und seinen nächsten Verfolger. Das ist „Local Hero“ Jakob Löffler im Suzuki Swift GTI, auf der Drei folgt Hugo Moser im grünen VW Polo mit dem Oettinger 16V Zylinderkopf. Im zweiten „Probegalopp“ fehlte der Grüne übrigens, Elektrikprobleme banden […]

Ein amtierender Weltmeister kommt zum Glasbachrennen!

12. Juli 2016

Der enge Terminkalender von Porsche-Werkfahrer und Le Mans-Sieger Timo Bernhard machte in diesem Jahr die Teilnahme bei seinem Heimat-Bergrennen in Homburg zunichte. Der amtierende WEC-Weltmeister wird am kommenden Wochenende seinem Team 75 Motorsport, beim Lauf des Deutschen Porsche Carrera Cup im niederländischen Zandvoort, zur Verfügung stehen. Timos Vater Rüdiger, schon seit den 1970er Jahren im Bergrennsport aktiv, wird seinen Junior beim 43. Homburger ADAC Bergrennen mit dem für den Berg modifizierten Rallye-Porsche 911 GT3 vertreten. Den zurzeit Dienstältesten Porsche-Werksfahrer reizen neben nationalen Rallyes auch das ein oder andere Bergrennen, da der Saarpfälzer in diversen Berg-Fahrerlagern groß geworden ist. Da es in diesem Jahr zeitlich passt und er die 5,5 km lange Glasbachstrecken von seinen Starts bei der Wartburgrallye her kennt, wird Timo Bernhard am 30./31. Juli beim ADAC Glasbach-Rennen, neunter Lauf der Europa-Bergmeisterschaft 2016, an den Start gehen. Aus dem Fundus des Team 75 Motorsport wird er den aktuellen Cup Porsche vom Typ 991 GT3 entnehmen und sicherlich mindestens für eine Verbesserung des Tourenwagen-Streckenrekords gut sein.

Limanowa: Faggioli mit Trainingscrash

12. Juli 2016

Christian Merli kommt im polnischen Limanowa, beim siebten Berg EM-Lauf des Jahres, zu einem klaren Sieg über Erzrivale Simon Faggioli. Der Südtiroler errang seinen dritten Geamtsieg in der laufenden EM-Saison. Dennoch führen die beiden Italiener die Rangliste weiter gemeinsam an. Nach der Enttäuschung vom letzten Wochenende, als Merli beim heimischen Trennto-Bondone Rennen mit technischen Problemen Faggioli kein Paroli bieten konnte, war der Osella FA 30 Pilot wieder glücklich. „Diesmal lief alles perfekt“. Alles andrer als perfekt lief hingegen das Training für Simon Faggioli. Nach einem seltenen Fahrfehler krachte der amtierende Europameister in die Leitplanken und sein Team hatte alle Hände voll zu tun um den Norma M20 FC Zytek V8 für den Renntag wieder halbwegs auf die Beine, sprich auf die vier Reifen zu stellen. Dem entsprechend lief nicht alles rund und Faggioli musste Merli ziehen lassen. In der Kategorie 1 der Produktionswagen konnte Österreichs Christian Schweiger trotz Niederlage in der Gruppe N gegen den tschechischen ex-Europameister Jaromir Maly (beide Mitsubishi Lancer Evo 8) die EM-Führung übernehmen, da der bislang punktgleiche Serbe Nikola Miljikovic nicht in Polen anwesend war.

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