Volkswagen nimmt am 4. E-Mobil-Berg-Cup teil

31. Mai 2016

Der 4. E-Mobil-Berg-Cup und „Cars&Fun“ 49. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August sind um eine Bereicherung reicher: Volkswagen wird mit dem weltberühmten  Ein-Liter-Fahrzeug XL 1 am „Uphöfener Berg“ dabei sein und man wird sich auch dem Wettbewerb, in dem es um eine möglichst gleichmäßige Fahrweise geht, stellen. Das Fahrzeug wird von keinem geringeren als dem Projektleiter des XL 1, Clemens Zach, gefahren. Seit 2014 wurden bei Volkswagen in Osnabrück 200 Stück des Plug-in-Hybrid gebaut. Der VW XL1 ist flach wie ein Bugatti Veyron, sieht aus wie ein Hai und verbraucht bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h gerade mal einen Liter Diesel. In der Stadt fährt die Flunder mit ihren 27 Elektro-PS völlig abgasfrei, erst ab 100 km/h schaltet sich der 48 PS starke Zweizylinder-Diesel des XL1 zu. Während der XL1 in etwa so lang und breit ist wie ein VW Polo, duckt er sich flacher auf den Asphalt als so mancher Sportwagen. Dementsprechend anspruchsvoll gestaltet sich der Einstieg ins Cockpit. Im großen E-Zelt am neuen Standort entlang der Besuchermeile dürfte das Fahrzeug für viel Aufsehen sorgen und von den Automobilfreunden dicht umlagert sein.

Michael Kerber´s Step-1-Projekt feierte erste Erfolge

30. Mai 2016

Schon zu seinen aktiven Zeiten in der Deutschen Bergmeisterschaft träumte Michael Kerber vom Bau eines eigenen Rennsportwagens für die damaligen Gruppe C. Der Fahrzeug-Ingenieur war zunächst Ende der 1990er bis Anfang der 2000er Jahre in einem Peugeot 205 GTI im Berg-Cup unterwegs und pilotierte dann zwischen 2004 und 2008 einen URD C394 mit einem 1600 ccm-BMW Triebwerk (Foto Mitte). Doch ein „Träumer“ war Michael Kerber nie, und so schmiedete der Württemberger ein Technologie-Netzwerk um sich und setzte seine Idee Stück für Stück um. Startschuss für das Step-1-Projekt war im Jahr 2008: Es fanden sich ein paar Enthusiasten zusammen, um ein eigenes Rennauto zu entwickeln und zu bauen. Es erhielt die Bezeichnung MiKar C 301 und sollte nach Fertigstellung der FIA-Homologation für Sportprototypen-Fahrzeuge der Gruppe E2/SC bzw. vormals C3 entsprechen. Aus der Vision wurde im Laufe der Zeit ein professionelles Projekt an dem mittlerweile über 35 deutsche mittelständische Automobilzulieferer und Dienstleister sowie andere Unternehmen beteiligt sind und zum großen Teil auch aktiv mitwirken. Die gebündelten Ideen der vielen Kernkompetenzen sind die wichtigsten „Bauteile“ dieses etwas anderen Rennwagens. Nach seiner Fertigstellung war der Sportprototyp im Oktober 2014 startklar für den ersten ernsthaften Test auf dem Hockenheimring. Seither sorgt der weiter entwickelte Technologieträger immer wieder für Aufsehen: Etwa auf Messen und Veranstaltungen sowie bei Bergrennen oder auf Rundstrecken wie dem Bilster Berg, wo bei zweiten Test überhaupt, gleich der offizielle Streckenrekord der noch jungen Rennstrecke verbessert wurde. Der 9. April 2016 war ein perfekter Test-Tag für das „Sportprototype Team Engineering Project-1“, kurz Step-1. „Wetter, Streckenverhältnisse, äußere Bedingungen und der Support des Bilster Berg Drive Resort haben zusammen gepasst und dann natürlich vor allem Sven Barth, unser Fahrer, denn er ist es ja am Ende, der das alles auch umsetzen muss“, kommentiert Michael Kerber, Initiator und Netzwerk-Sprecher von Step-1. Er verrät: „Im Testprogramm war der Rekordversuch gar nicht vorgesehen, wir haben uns erst spät am Nachmittag entschieden einen Versuch zu wagen.“ Die bisherige Rekordmarke eines Oreca-Judd LMP2-Prototypen stammt aus dem Oktober 2013 und betrug 1:34,7 Minuten. Mit einer Zeit von 1:33,707 Minuten hat das Forschungs- und Entwicklungsfahrzeug „step-1“ den Streckenrekord am Bilster Berg um eine Sekunde unterboten. Umso glücklicher war das Team um Sven Barth, Pilot im ADAC GT Masters, als der neue absolute Streckenrekord aufleuchtete, zumal die Bilster-Berg-Teststrecke im Teutoburger Wald nahe Bad Driburg als äußerst ambitioniert gilt: 19 Kurven, 44 Kuppen und Senken sowie ein Gefälle von 26 Prozent und Steigungen von […]

Verzegnis: Tourenwagenpiloten im Glück

29. Mai 2016

Wertvolle Punkte zur Italienischen und Österreichischen Bergmeisterschaft, sowie zum FiA International Hill Climb Cup wurden am letzten Maiwochenende beim Bergrennen Verzegnis im italienischen Firaul vergeben, aber anders als gedacht. Chancenlos waren am Ende die zahlreichen Rennwagenpiloten um die Tainingsbesten Simone Faggioli, Christian Merli und Omar Magliona nach einem Schlechtwettereinbruch mit monsunartigem Niederschlagen. Ronnie Bratschi, am Samstag noch auf Trainingsrang 23 in der Tageswertung, kam beim einzig durchführbaren Rennlauf noch trocken die 5,6 km lange Strecke hoch und wurde im 600 PS Mitsubishi Lancer überraschend Gesamtsieger und vor dem besten Österreicher Karl Schagerl im VW Rallye Golf und dem Italiener Marco Iacoangeli im BMW. Pech hingegen für Reto Meisel, zweiter Schweizer im Rekordfeld der 282 Fahrer,  der mit seinem Mercedes SLK 340 Judd V8 wegen des Regens nicht starten konnte. Mit dem Trainingstag war der Aargauer aber recht zufrieden. 1. Ronnie Bratschi (Mitsubishi Lancer Evo) 2’51″97 min 2. Schagerl (VW Golf Rallye-Tfsi-R) + 3″42 3. Iacoangeli (BMW 320i) + 4″71 4. Sbrollini (Lancia Delta Evo) + 5″16 5. Cimarelli (Alfa Romeo 156) + 7″58 6. Pailer (Lancia Delta Integrale) + 8″84 7. Karl (Audi S2-R Quattro) + 8″95 8. Neumayr (Ford Escort 16V) + 10″25 9. Wiedenhofer (Mitsubishi Mirage R5) + 10″40 10. Strasser a (Volkswagen Scirocco) + 11″42.

Werkstatt-Report #20: Comeback mit edlen Absichten

24. Mai 2016

Dirk Pesch, der Classic-Berg-Cup Gesamtsieger von 2007, plant ein Comeback am Berg. Dass im KW Berg-Cup, wo er zuletzt 2008 im Team mit dem Eichsfelder Thomas Klingelberger unterwegs war. Den VW Polo Kit Car, den die Beiden damals abwechselnd steuerten, konnte nun der Solinger Versicherungsunternehmer aus dem Besitz von Thomas Klingelberger übernehmen. Zum ersten Mal rennmäßig ausrücken möchte Dirk Pesch frühestens zum Osanbrücker ADAC Bergrennen Anfang August. Zuvor werden und wurden einige Modifikationen am flinken Wolfsburger vorgenommen. „An erster Stelle steht die Gewichtsreduzierung, da das Auto immer fast 40 kg zu schwer war. Dafür habe ich die Anbauteile gegen Kohlefaser ausgetauscht und gleichzeitig das Auto etwas verbreitert. Auch im Bereich der Aerodynamik tun wir was, insbesondere am Unterboden und dem Heckspoiler“, verriet Pesch. „Darüber hinaus habe ich in Zusammenarbeit mit Franz Weißdorn und H&R das Fahrwerk umgebaut bzw. ausgetauscht sowie die Achsgeometrie etwas verändert. Ob ich beim Motor auch auf die Motorradzylinderkopftechnik, á la Franz Weissdorn, umsteige, ist noch nicht klar. Vermutlich wird die Motor-Getriebeeinheit für die E1-Klasse bis 1600 ccm Hubraum erst mal so bleiben, obwohl mir im Vergleich zur Konkurrenz sicher eine Menge Leistung fehlt. Möglich wäre auch Umstieg in die 1400er Klasse. Wenn alles klappt, hoffe ich frühestens in Osnabrück fahren zu können. Allerdings habe ich beruflich gerade auch eine Menge zu tun, sodass sich das auch noch verschieben kann. Ich möchte dieses Jahr auf jeden Fall noch an den Start gehen um erste Anhaltspunkte zur weiteren Verbesserung des Polos in der Winterpause 2016/2017 zu haben. 2017 eine volle Saison am KW Berg-Cup teilzunehmen, ist das Ziel. Nach meinen Besuchen in Schotten, Eschdorf und Wolsfeld, kribbelt es aber schon wieder ganz gewaltig!“ Die Sponsorflächen des VW Polo Kit Car werden bei der Rückkehr von Dirk Pesch aus edlen Beweggründen frei gehalten. Durch Peschs Geschäftspartner Martin Cieklinski, wurde der Solinger auf  „Sportler helfen“ aufmerksam. Schirmherr dieser Aktion ist übrigens Joey Kelly. Diese Vereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, hilfebedürftige Kinder zu unterstützen. „Statt einen neuen Hauptsponsor auf meinem Auto zu präsentieren, werde ich hauptsächlich für diese Organisation „an den Start“ gehen und dort auch aktiv mitwirken, so Pesch. Infos auch unter: www.sportlerhelfen.de

Erinnerungen an «Conny», Roman und all die Andern

24. Mai 2016

Die Motorsportwelt und ganz besonders die groβe Familie des Bergrennsports stand unter Schock, als Mitte Februar die Nachricht sich wie ein Lauffeuer ausbreitete: Marco Conrardy, besser bekannt unter seinem Pseudonym “Conny”, hat uns im Alter von 61 Jahren verlassen. Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Rennsportler des Groβherzogtums hatte den Start zu seinem allerletzten Rennlauf genommen. Nachdem “Conny” die Anfangsjahre des Eschdorfer Bergrennens mit seinen spannenden und siegreichen Kämpfen gegen die damaligen deutschen Messlatten wie Klaus Koch, Frank Taubert oder Werner Eckert in der Formel 3-Klasse geprägt hatte, drückte der Moutforter Krauskopf besonders ab 1994 dem “European Hill Race” seinen Stempel auf, nachdem er sich über Winter einen Ralt Rt23 F3000 mit Ford-Cosworth-Motor (Foto unten) zugelegt hatte, einen der ersten Formel 3000 überhaupt im Bergrennsport. Bereits am 1. Mai des gleichen Jahres konnte sich “Conny”, nach einem nervenraubenden Zweikampf-Krimi gegen den Schweizer Heinz Steiner im Martini-BMW Mk69 Formel 2, wobei mehrfach die Führung und der Streckenrekord den Besitzer wechselten, erstmals den Eschdorf-Gesamtsieg sichern und war damit nach Christian Hauser 1991 erst der zweite Luxemburger, der seinen Namen in die Siegerliste eintragen durfte. Konnte sich Heinz Steiner, der Papa von Marcel, anschlieβend 1995 und 1996 durchsetzen, gefolgt von Christian Hauser 1997, so fand “Conny” 1998 zum Ende seiner Karriere zurück auf das oberste Podiumstreppchen unseres Bergrennen, erneut nach einem knappen Kampf um Hundertstelsekunden mit dem Franzosen Christian Debias im Martini-BMW Mk74 Formel 2. Mit drei internationalen Luxemburger Bergmeistertiteln 1994, 96 und 97, dem belgischen Bergmeistertitel 1997, aber auch 12 (!) Luxemburger Slalommeistertiteln und mehreren Siegen in der “Trophée Honoré Wagner”, damals inoffizielle nationale Luxemburger Bergmeisterschaft, sowie natürlich unzähligen Gesamtsiegen und Podiumsplätzen in Luxemburg (Holtz, Nommern, Lorentzweiler…) und im Ausland stellt das Palmarès von “Conny” eines der besten sämtlicher Luxemburger Rennfahrer aller Zeiten dar. Bereits knapp drei Monate zuvor, und fatalerweise unter ähnlich dramatischen Umständen, war Roman Sonderbauer zu seinem letzten Rennen aufgebrochen. Im bildschönen weiβen Opel Kadett (Foto oben) zählte der Niederbayer seit einigen Jahren zu den Pfeilern im Startfeld des “KW-Berg-Cups”, das seit 1989 bereits in Eschdorf gastiert. In den Jahren 2012 und 2013 konnte Roman sich in Eschdorf den Sieg in der stark besetzten und stets hart umkämpften 2 Liter-Klasse der (damaligen) Gruppe H sichern. Insgesamt gingen seit seinem Debüt im “Berg-Cup” 2009 5 Klassensiege, 22 Podiumsplätze und 54 Top10-Ränge auf Romans Konto, was ihm zwei dritte Gesamtränge in der Endwertung des “KW-Berg-Cups” 2013 und 2015, sowie den Vize-Meistertitel seiner […]

2017 ist das Jahr der Renaissance des Classic-Berg-Cup

21. Mai 2016

Der Classic-Berg-Cup, die Traditions-Meisterschaft für klassische Tourenwagen und GT im deutschen Bergrennsport wird 2017 wieder aufleben. Die Weichen wurden vom Veranstalterverein Classic-Berg-Cup e.V. frühzeitig gestellt, um die seit 2006 geführte Ehrentafel der CBC-Gesamtsieger und Platzierten in der Motorsportsaison 2017 fortzuschreiben. Als Bestzeit-Rennserie im Rahmen der Läufe zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ist der CBC das Sammelbecken und die Interessengemeinschaft für Besitzer klassischer Tourenwagen nach den ehemaligen Gruppe 1 bis 5 Richtlinien, aus der Homologation herausgefallener Gruppe B, F, N und A-Rennfahrzeuge sowie der Fahrzeuge, die weiter nach dem auslaufenden Gruppe H-Reglement eingesetzt werden sollen. Dazu kommen wie gehabt Tourenwagen und GT-Fahrzeuge nach Anhang K, ab Periode F (1962) bis inklusive H2 (1976). Als Maxime gilt hierbei das Sportgerät möglichst nahe dem originalen Zustand zu belassen. Das heißt: Tourenwagen aus den Baureihen, deren Produktionsbeginn einschließlich im Jahr 1995 liegt. Nicht zuletzt auch aus Kostengründen bestehen die CBC-Richtlinien auf manuelle 5-Gang H-Schaltungen (serienmäßige 6-Gang-H-Schaltungen sind erlaubt) und auch die Motoren samt Gemischaufbereitung müssen der gleichen Baureihe wie der des Fahrzeuges entsprechen oder seinerzeit homologiert gewesen sein. Außer serienmäßiger Elektronik ist keine weitere oder zusätzliche Elektronik erlaubt. Elektronische Fahrhilfen müssen deaktiviert werden. Vierventil-Motoren und Turbolader sind erlaubt, wenn diese serienmäßig verbaut wurden. GFK-Teile als Ersatz für nicht mehr erhältliche bzw. schwierig zu beschaffende Blechteile (Motorhaube, Türen, Kotflügel  vorne, Heckdeckel) sind erlaubt. Daraus folgendes Untergewicht muss sodann mit Ballast bis zum Mindestgewicht ausgeglichen werden. Der Ballast ist dort anzubringen, wo das Gewicht entfernt wurde. Kunststoffscheiben laut DMSB-Reglement sind erlaubt. Die Lichtanlage darf nicht durch Kunststoffattrappen ersetzt werden. Gegen das Wettrüsten zielen auch die ausgeklügelten Mindestgewichte. Bis zur Hubraumgrenze 1300 ccm sind das 600 kg. Bis 1600 ccm Hubraum gelten 690 kg. Zwei-Liter Fahrzeuge müssen mindestens 780 kg auf die Waage bringen und Autos mit mehr als 2000 ccm Hubraum Minimum 900 kg. Interessenten und Neueinsteiger in den Classic-Berg-Cup 2017 werden gebeten frühzeitig den Kontakt mit dem CBC-Vorstand zu suchen. Ein Flyer mit allen Informationen wird ab dem Ibergrennen Ende Juni bei den restlichen Bergrennen verteilt werden. Alle Infos auch via www.classic-berg-cup.de

Wolsfeld: Sportlich wertvoll mit echt starken 8-Ventilern

19. Mai 2016

Spannend war es in der Südeifel auf alle Fälle. Denn das „54. Wolsfelder ADAC / EMSC Bergrennen“ bot an den beiden Pfingsttagen actiongeladenen Bergrennsport mit vielen Positionswechseln und teils knappen Entscheidungen, die häufig erst im letzten Heat fielen. Und das nicht nur in den einzelnen Klassen, sondern auch im Gesamt-Ranking. Sowohl am Sonntag als auch am Montag konnten die jeweils drei vorgesehenen Auffahrten durchgezogen werden. Feierabend auf der 1,64 Kilometer kurzen, engen Sprintpiste gab es dabei allerdings immer erst nach 18:30 Uhr. Am Übungssonntag verzögerten diverse technische Probleme im Streckenumfeld den Ablauf. Dazu gesellte sich so gegen 10 Uhr ein heftiger, an Schotten erinnernder Graupelschauer, der eine Reifenwechselpause nötig machte. Im auf feuchter Bahn begonnenen Rennen selbst sorgte dann die Summe vieler kleinerer Vorfälle im 121 Teilnehmer starken Berg-Racer Feld für das relativ späte Rennende. Noch in Run eins trocknete das Geläuf auf, ab der 1400er KW Berg-Cup Klasse konnten Slicks aufgezogen werden. Von da an spielte das berühmt-berüchtigte Eifelwetter keine Streiche mehr. Es war zwar kühl, aber von oben blieb es stets trocken. Was dem veranstaltenden EMSC Bitburg, der am Sonntagabend im Festzelt wieder seinen traditionellen Sommernachtsball in Szene setzte, auch erfreulich viele Zuschauer bescherte. Und genau wie diese wollen auch wir uns nun gemeinsam den sportlichen Part näher ansehen, beginnend wie immer mit dem NSU-Bergpokal. In dessen in Wolsfeld leider kleinem Feld Steffen Hofmann eine deutliche Trainingsbestzeit setzt. 2,25 Sekunden vor Uwe Schindler (TP2) und Alexander Follmann auf der Drei. Auch der Rennauftakt sieht Steffen Hofmann vorne. Sein nächster Verfolger heißt Alexander Follmann (P2), Thomas Krystofiak hat sich auf die Drei nach vorne gearbeitet. Der zweite Heat bringt keine Positionsänderungen. Steffens Vorsprung beträgt nun 4,13 Sekunden, Thomas fehlen deren 1,2 auf Alex. Mit einer weiteren NSU-Laufbestzeit sichert Steffen seinen Klassensieg final ab. Alex kann sich zeitlich nicht mehr verbessern, wird sogar knapp vier Zehntel langsamer. Thomas startet eine entschlossene Schlussattacke. Und hat Erfolg damit, holt sich Endrang zwei vor Alex, der Dritter wird. Auf der Vier läuft Uwe Schindler ein, der mit einem flotten dritten Run noch bis auf 0,73 Sekunden an Alex Follmann herangekommen ist, Rang fünf geht an Roman Szott. Damit verlassen wir die Luftgekühlten und kommen zu den verschiedenen Klassen der stark verbesserten Tourenwagen (TW) der gemeinsam gewerteten Gruppen H, FS und E1. Deren 1150er Abteilung hat im Vergleich zu den beiden Auftaktläufen zugelegt. Also anzahlmäßig, meine ich. Jürgen Schneider sitzt erstmals in diesem Jahr im […]

An Sensation vorbeigeschrammt

18. Mai 2016

Es wäre die Sensation schlechthin gewesen: Der Feldkircher Berg-Spezialist Christoph Lampert düpierte mit seinem „nur“ 190 PS starken TracKing-Silhouetten-Renner, angetrieben von einem 1000-Kubik-Suzuki-Motorrad-Motor, beim Berg-DM-Lauf in Wolsfeld bei Bitburg beinahe die komplette, 120 Starter umfassende Konkurrenz. Im Training lag er mit einer Laufbestzeit von 1:06,02 Minuten auf der 1,64 km langen und mit engen Kurven bespickten Strecke an der großartigen fünften Stelle, inmitten von Formel- und Gruppe-CN-Sportwagen-Boliden! Auf den Trainingsschnellsten Bruno Ianniello im 650 PS starken Lancia-Delta S4 fehlten Lampert nur 1,39 Sekunden. Einen Rang hinter Lampert zurück: Der spätere Tagessieger David Hauser aus Luxemburg in einem Dallara-GP2-Renner! Im ersten Rennlauf am Pfingstmontag zog der 34-jährige Feldkircher dann nochmals alle Register seines Könnens, toppte seine Trainingsbestzeit nochmals um sagenhafte 1,44 Sekunden auf 1:04,58 Minuten (91,42 km/h Schnitt) und fand sich hinter Ianniello, dem Deutschen Formel-3-Piloten Frank Debruyne und dem Sportwagenpiloten Francesco D’Acri an unglaublicher vierter Zwischenposition! Auf  Debruyne fehlten Lampert nur 22, auf D’Acri gar nur sieben Hundertstelsekunden. Hauser lag mit seinem infernalischen GP2-Monoposto-Renner mit 1:04,96 erneut hinter ihm zurück! Eine Mega-Sensation lag also in der Luft, doch es sollte nicht sein. Im zweiten Rennheat streikte urplötzlich die Benzinpumpe. Lampert: „Das Auto hat mitten auf der Piste einfach abgestellt und ging nicht mehr zum Starten. Ich glaube, dass die Sicherung der Benzinpumpe rausgeflogen ist. Somit war es erledigt, da bei dieser Veranstaltung für die Wertung alle drei Rennläufe zusammengezählt werden. Die Zeit im ersten Rennlauf war wirklich der Hammer und da wäre sogar für die restlichen zwei Gipfelstürme noch etwas drinnen gewesen.“ Schlussendlich siegte Hauser vor Debruyne und Ianniello. Der Höchster Werner Walser, zweiter Vorarlberger im Feld, wurde mit seinem Opel Kadett C Gesamt-96. Lamperts nächster Renntermin ist am 4./5. Juni der Bergrennslalom von Damüls (Vorarlberg). Autor: Dietmar Gasser

Fito: Weiter Kopf an Kopf-Rennen in der EM

18. Mai 2016

Nach dem Abstecher auf die iberische Halbinsel liegen die beiden italienischen EM-Favoriten Simone Faggioli und Christian Merli nach jeweiligen Gruppensiegen weiter punktgleich an der Tabellenspitze. Faggioli im Norma Zytek V8 gelang im ersten Rennlauf am Samstag eine Verbesserung seines eigenen Streckenrekords, für die 5,3 km Strecke im Baskenland. Eine ¾ Sekunde war er schneller als im Vorjahr. In der Tageswertung folgten Merli im Werks-Osella FA 30 auf Rang zwei vor den Markenkollegen Paride Macario (I) und Milos Benes (CZ). Pech hatte dagegen E2-SH Lancia Delta-Pilot Fulvio Giuliani, der seinen dritten Rang in der EM-Tabelle mit einem Leitplankeneinschlag verlor. Auch bei den Produktionswagen gibt es ein Kopf an Kopf-Rennen um die EM-Krone. Der Serbe Nikola Miljkovic bleibt mit seinem Gruppe-N-Sieg in der Tabelle weiter knapp in Front vor dem Österreicher Christian Schweiger (beide Mitsubishi), der die Gruppe A gewann und schnellster Tourenwagen des knapp 100 Fahrzeuge starken Feldes war.

Wolsfeld: Überraschungssieg für David Hauser

17. Mai 2016

Nach dem Training hatten Fahrer in sechs grundverschieden Fahrzeugkonzepten auf der engen und winkeligen Piste in der Eifel reelle Siegeschancen, was so nur in Wolsfeld möglich ist. Sowohl Platz sechs der Trainingsläufe am Sonntag als auch Rang sechs nach dem ersten Rennlauf am Montagvormittag, nichts deutete darauf hin, dass sich David Hauser beim 54. Wolsfelder EMSC Bergrennen am Ende als Gesamtsieger würde feiern lassen können. “Mit dem Dallara GP2 auf dieser recht engen und kurvenreichen Strecke zu fahren ist wie mit einem Renntruck einen Slalom zu fahren”, zog der junge Wormeldinger nach den drei Trainingsläufen am Pfingstsonntag ein eher skeptisches Fazit. In 1.06,22 lag er auf Platz 6 hinter dem unantastbaren Bruno Ianniello (CH), dessen allradgetriebener Lancia Delta S4 wie maβgeschneidert zu dieser Strecke passt, auf der der Italo-Schweizer in der Vergangenheit schon so manchen Tagessieg feiern durfte. In 1.04,63 lag Ianniello vor dem überraschenden Francesco D’Acri auf dem kleinen Elia ST 09-Sportwagen mit 1,3-Liter-Suzuki-Motorradmotor (1.04,76), dem zweifachen deutschen Bergmeister Frank Debruyne (Dallara-Opel F303) in 1.05,03, dem vierfachen deutschen Meister Uwe Lang im Osella-BMW PA 20 3 Liter (1.05,42) und dem Österreicher Christoph Lampert im TracKing (1.06,02). Wissend, dass das etwas eigenwillige deutsche Regelwerk zur Wertung die Addition aller drei Rennläufe heranzieht und somit keinen Joker gewährt, kündigte sich demnach ein heiβer Kampf um die ersten Plätze an. Sonntagvormittag war die Strecke gerademal nach einer Regenschauer zu Beginn des Rennens abgetrocknet, als Ianniello in 1.03,59 die Führung übernahm, mit recht deutlichem Vorsprung auf Debruyne (1.04,36), D’Acri (1.04,51), Lampert (1.04,58) und Lang (1.04,88), während David Hauser bereits 1,37 Sekunden hinter dem Leader zurücklag. Doch bereits im zweiten Rennlauf konnte sich der Adoptiv-Pariser in der Addition auf den 3. Platz vorkämpfen, indem er in 1.02,70 die schnellste Laufzeit für die 1,64 km  hinlegte und sich somit um über 2 Sekunden verbessern konnte. Fuhren Ianniello und Debruyne in 1.02,94 die exakt gleiche Zeit und belegten so in der Addition die Ränge 1 und 2, so konnten weder D’Acri noch Lang die 1.04-Schallmauer durchbrechen, während Lampert, wie am Trainingstag mit einer defekten Sicherung der Benzinpumpe mit dem TracKing ausrollte und vorzeitig aufladen musste. Dritter Lauf, erste Überraschung: Ianniello muss sich nach einem leichten Fehler in der Bit-Kurve mit 1.04,19 zufrieden geben. Doch weder D’Acri (1.04,04), noch Lang (1.03,37) schaffen es, den Delta S4 in der Addition von der Führungsposition zu stoβen, im Gegensatz zu Frank Debruyne, der in 1.02,64 die Spitze übernimmt und bereits voreilig […]

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