Zeitenwende am Rechberg – Weber übernimmt von Seitinger

26. Februar 2017

Seit 1972 gibt es das Rechberg-Rennen in der österreichischen Steiermark. Bislang 45-mal ging der „Große Bergpreis von Österreich“ auf der Rechberg-Bundesstraße über die Bühne. Und 45-mal war es auch Ehrenfried Seitinger der dabei die Fäden der Organisation in Händen hielt und das Rechberg-Rennen zu dem machte was es heute ist, nämlich einem der traditionsreichsten Rennveranstaltungen der Alpenrepublik und zu einem der beliebtesten Rennen im Rahmen der Berg-Europameisterschaft, wie sie seit dem Jahr 1981 an diesem Berg ausgefahren wird. Ehrenfried Seitinger, der im vergangen Herbst seinen 80. Geburtstag feiern konnte, kündigte schon zum letztjährigen Rennereignis seinen Rücktritt an. Zwischenzeitlich wurde mit Erich Weber ein neuer „Macher“ für die Gesamtorganisation gefunden. Erich Weber, alias TESSITORE, kennen viele als aktiven Rennfahrer aus der Berg-Europameisterschaft. Der Mann aus Bruck an der Mur belegt mit seinem Porsche 997 Cup Rang fünf in der letztjährigen EM-Wertung der Kategorie I, dass als bester GT-Pilot. Somit kennt sich Weber, der bereits in den späten 1990er Jahren mit einem PRC-2-Liter Sportwagen den ersten Teil seiner Karriere bestritt, im Metier Bergrennen bestens aus. „Als aktiver Motorsportler bemühe ich mich zukünftig auch darum, dass wir ein wenig moderner werden und unser Marketing verbessern“, skizziert Weber seine Marschrichtung. „Dazu gehören auch ein aktueller Facebook Auftritt, ein neues Logo und eine laufend aktuelle Internet-Homepage. Bestandteil unserer Neuerungen ist auch das neue ONLINE Nennsystem für die Teilnehmer, auf www.rechbergrennen.com sowie für die Fans ein eigener Ticketshop, für die vergünstigten Vorverkaufskarten“. Aber ganz wird sich Ehrenfried Seitinger von seinem Lebenswerk noch nicht zurückziehen. „Ja, der Ehrenfried ist heuer noch im „zweiten Glied“ dabei, aber alles was wirklich wichtig ist, entscheide ich“, so Erich Weber gegenüber unserer Webseite. „Rennleiter ist weiterhin Jakob Schrittwieser, aber er darf jetzt mehr selbst entscheiden. Ihm zur Seite stehen Mario Klammer, selbst aktiver Rallyefahrer und Organisator der Rallye Weiz, sowie Peter Eibisberger (ebenfalls Aktiver und Mit-Organisator bei der Rallye Weiz). Dazu konnten wird mit Omikron eine neue Zeitnehmung, mit einem Internet-Livetiming für all jene die zu Hause bleiben müssen, verpflichtet. Auch der Ablauf wird ein wenig gestrafft, damit wir das geplante Mammutprogramm, mit der modernen und historischen EBM, der Österreichische modernen und historischen Meisterschaft sowie die Wertungsläufe der Slowakischen und Slowenischen Berg-Meisterschaften durchbringen“. Am 22./23. April 2017, dem großen Rennwochenende von Fladnitz an der Teichalm, wird Erich Weber dennoch unter seinem Pseudonym TESSITORE auf der Rechberg-Bundesstraße zwischen Tulwitz und der Rechbergpasshöhe bei Semriach, im Rennauto sitzen. Denn der 50-jährige Geschäftsführer visiert […]

Christian Merli mit neuen Motor im Rücken

6. Februar 2017

Seit ein paar Tagen ist es offiziell, der Osella FA 30 des amtierenden Vize-Europa-Bergmeisters der Kategorie II Christian Merli, wird einen neuen Motor für die Saison 2017 bekommen. Die Vorbereitungen hierzu haben im Hause Osella bereits begonnen. Somit wird wohl die Zusammenarbeit mit dem britischen Motorenbauer RPE, dessen Konzept aus zwei Motorradmotoren einen V8-Motor zu koppeln bestand, vorerst beendet sein. Zum Einsatz wird künftig wieder ein konventionelles 3-Liter-V8-Triebwerk kommen, verbunden mit der Hoffnung wieder auf Augenhöhe mit der Meisterkombination „Norma-Zytek-Faggioli“ zu sein. Welches V8-Aggregart genau nun im Heck des Werks-Osella seinen Platz finden wird, ist zurzeit noch nicht zu erfahren. Experten gehen jedoch von zukünftiger „Waffengleichheit“ aus, also einem Zytek V8-Block. „Mein Auto wird grundlegend verändert werden, insbesondere im Heck, mit einem neuen Achtzylinder 3-Liter Motor mit größerem Drehmoment und ein paar PS mehr Leistung“, freut sich Christian Merli. „Wir hoffen, es ist ein kluger Schachzug. Es ist meine Absicht, die Berg-Europameisterschaft erneut in Angriff zu nehmen und dazu bei ein paar Rennen der Italienischen Bergmeisterschaft am Start zu sein. Auf die Mechaniker von Osella wartet noch viel Arbeit. Das Gewicht und das Volumen der bei beiden Motoren ist sehr unterschiedlich. Damit verbunden sind Anpassungen an der Aerodynamik, der Gewichtsverteilung und der Übersetzung. Kurz gesagt, es beginnt alles wieder von neuem und jedes Rennen wird in seiner Art und Weise anders sein als die letzten Jahre. Das Wichtigste ist, den Fahrplan der Umbauarbeiten zu halten und möglichst vor den ersten Rennen zu testen. Das wird entscheidend sein, um beim ersten Rennen, das für den 23. April am Rechberg in Österreich geplant ist, schon konkurrenzfähig zu sein“.

Zweiter EM-Anlauf für Antonino Migliuolo

18. Januar 2017

Nach den sehr positiven Erfahrung aus der Saison 2016, als der Südtiroler Antonino „O‘ Play“ Migliuolo erstmals in der Kategorie I der Berg-Europameisterschaft startete und gleich den dritten Schlussrang hinter Europameister Nikola Milijkovic und dem FiA-Trophäen-Gewinner Christian Schweiger belegte, sind nun die ersten Vorplanungen für die Saison 2017 angelaufen. Migliuolo hat sich erneut entschieden eine volle Saison in der Berg EM mit seinem Mitsubishi Lancer EVO IX anzugehen. Für den Mann aus dem Örtchen Zambana bei Trento war das Premierenjahr in der EBM, trotz der hervorragenden Platzierung, nicht optimal verlaufen. Zwei Motorschäden bremsten den Gruppe N-Piloten zwar ein, doch das gute Kennenlernen der anspruchsvollen EM-Strecken bewertet er hoch. In einem Gespräch mit der italienischen Webseite cronoscalate.it betonte er: „Ich bin froh, dass ich unabhängig von den Rückschlägen des letzten Jahres, viele Erfahrungen sammeln konnte. Die Rennen der Berg EM waren absolutes Neuland für mich, aber ich bin zufrieden, da ich oft im Kampf mit den Gegnern mithalten konnte. Ich freue mich schon auf die kommenden EM-Rennen. Abgesehen davon, werde ich wahrscheinlich ein paar italienische Rennen bestreiten, aber nicht mit meinem Mitsubishi, an dem wir gerade arbeiten um ein paar Detailverbesserungen umzusetzen“. Da der serbische Europameister Nikola Milijkovic seinen Wechsel auf die Rundstrecke angekündigt hat und somit seinen EBM-Titel nicht verteidigt, zählt Antonino Migliuolo klar zu den Favoriten auf den 2017ner Titel in der Kategorie I. Foto: Marco Zambaldi

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