Prominenter Zuwachs für den historischen Bergrennsport

29. Dezember 2021

Andres Vilarino, der mittlerweile 70-jährig vierfache Berg-Europameister der Jahre 1989 bis 1992, kehrt in der kommenden Saison noch einmal auf die europäische Bühne des Bergrennsports zurück, dies hat der Spanier nun über seinen Facebook-Account bekannt gegeben. Geplant ist die Teilnahme an der Berg-Europameisterschaft der FiA für historische Fahrzeuge, die bei insgesamt sieben Veranstaltungen, darunter fünf im Rahmen der modernen Berg-EM ausgetragen wird. „Ende der 1980er Jahre habe ich mit dem Italienischen Motorentuner Franchino Tunzi meinen ersten europäischen Titel errungen. Nächste Saison 2022, werde ich zusammen mit einem anderen italienischen Team nach Europa zurückkehren, um an der FIA Historic Hill Climb Championship teilzunehmen“, sagt Vilarino in seiner Meldung. „Es ist eine neue Motivation für mich und ein Wiedersehen mit der guten alten H-Schaltung, ohne Traktionskontrolle oder elektronische Hilfen. Ich bin schon jetzt aufgeregt, denn im kommenden März ist der erste Test in Modena geplant. Der erste Meisterschaftslauf startet beim Rechbergrennen in Österreich“. Seinen „Untersatz“ für dieses Abenteuer, hält der Mann aus dem Baskenland derzeit noch geheim.

Termine 2022: FIA International Hillclimb Cup

25. Dezember 2021

Erneut aus nur vier Veranstaltungen bestehen, wird 2022 der FIA Hillclimb Cup. Das technische Reglement (Performancefaktor) wird dabei von der Berg-Europameisterschaft übernommen. Jedoch finden sich im Kalender gegenüber dem Vorjahr neue Veranstaltungen. Dabei wird der Saisonauftakt erneut in Polen über die Bühne gehen, jedoch erstmals in Korczyna. Dort wird zum ersten Mal ein Lauf zum FIA Hillclimb Cup über die Bühne gehen. Nach knapp über einem Monat Pause geht es nach Italien, wobei durch das Rotationsprinzip mit Trento, wieder in Ascoli bei der Coppa Paolino Teodori gefahren wird. Danach steht in Slowenien das Bergrennen Gorjanci in Novo Mesto auf dem Programm, welches auch zur österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft zählen wird. Das Finale läuft dann bereits Anfang August in Osnabrück vom Stapel, womit dies das einzige Rennen mit FIA Prädikat in Deutschland im Jahr 2022 sein wird. 21./22. Mai 2022: GSMP Korczyna (Polen) 25./26. Juni 2022: 61° Coppa Paolino Teodori (Italien) 09./10. Juli 2022: GHD Gorjanci (Slowenien) 06./07. August 2022: Osnabrück (Deutschland)

Keine EM-Wertung 2022 – Glasbach-Macher fühlen sich im Stich gelassen

18. Dezember 2021

Erstmals seit 10 Jahren, wird kein stattfindendes deutsches Bergrennen zur FiA Berg-Europameisterschaft zählen. Nach dem Ende des Trierer ADAC Bergrennens im Jahr 2011 und der Aufbauphase des EM-Nachfolgers Glasbachrennen, fühlen sich die Mannen der RSG Altensteiner-Oberland seit geraumer Zeit von den Dachverbänden DMSB und ADAC Hessen-Thüringen im Regen stehen gelassen und haben auf die Beantragung des höchsten FiA-Bergprädikats verzichtet, sodass Merli, Faggioli, Bratschi und Co in 2022 nicht am Rennsteig Station machen werden. Wie es scheint, macht sich eine Gleichgültigkeit gegenüber dem nationalen Bergrennsport in Deutschland breit. In der Coronakriese hat es die noch neun deutschen Bergrennen, bedingt durch ihre Finanzierungsart und die typisch, geografischen Rahmenbedingungen vor Ort, bereits hart getroffen. Auch die Dachverbände lassen den Bergrennsport links liegen. Bestes Beispiel dafür, ist das Dessinteresse des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) am Internationalen FiA Hillclimb Masters im vergangen Oktober. Auch wird die so ursprüngliche Motorsportdisziplin Bergrennen bei der laufenden Gremienreform (alle Fachausschüsse werden sukzessive aufgelöst, Disziplinen werden nach extern delegiert) nicht gut wegkommen. „Funkverkehr“ mit seinem ADAC-Gau, nur in eine Richtung, beklagt die Rennsportgemeinschaft seit eineinhalb Jahren. Ohne eine Unterstützung, gleich in welcher Art und Weise, sieht sich RSG-Macher Marcus Malsch (Foto: Mitte) nicht in der Lage mit seinen Vereinsmitgliederinnen und Mitgliedern ein kostspieliges FiA-Prädikat zu stemmen. „Wir können das Risiko alleine nicht eingehen und haben auch zuerst eine Verantwortung unseres eigenen Vereins gegenüber. Auch die Tatsache, dass die Rennsportgemeinschaft jeden einzelnen der vergangen Monate dafür gekämpft hat, die aus eigenem Engagement in die Bergrennstrecke getätigten Investitionen (Doppelleitplanken, Befestigungen, Verkabelung, Sicherheitsmaßnahmen) für die Zukunft zu sichern und bald wieder zum Einsatz zu bringen, blieb unbeachtet.  Dies trug demotivierend für die Durchführung einer FiA-Veranstaltung in 2022 bei. Durch die bereits vor zwei Jahren tiefgründig analysierte Budgetplanung hinsichtlich der Durchführung eines Internationalen FiA Prädikates und die bis heute ausstehende Entscheidung des ADAC Dachverbandes, wie man diese finanziell und organisatorisch zu stemmende Herausforderung gemeinsam bewältigen kann, hat sich der Vorstand dazu entschlossen das höchste FiA Prädikat für 2022 nicht zu beantragen. Nicht zuletzt die durch die FiA und den DMSB geforderte Terminanmeldung, welche bereits mit einer Sonderfrist versehen war, machten eine Entscheidung schon zum 1. November 2021 notwendig“. Dennoch plant man in Bad Liebenstein und seinem Ortsteil Steinbach auf eine Bergrennveranstaltung am 11./12. Juni 2022 hin. Zu Austragung kommen Wertungsläufe der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup. Erstmals erwartet man am Schloss Altenstein die Garde der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Wegen einer Terminhäufung hat unterdessen […]

Termine 2022: FiA Europa-Bergmeisterschaft

16. Dezember 2021

Nach der Verabschiedung auf dem FiA World Motor Sport Council diese Woche, stehen nun die Termine der Berg-EM 2022 definitiv fest. Es fällt das Fehlen zweier Veranstaltungen auf. Aus deutscher Sicht schmerzt natürlich der EM-Verzicht der RSG Altensteiner–Oberland, die für 2022 das höchste FiA-Berg-Prädikat für ihr Glasbachrennen (DM, ÖM, KW Berg-Cup) nicht beantragt haben. Zum anderen taucht die slowakische Veranstaltung Dobsinky Kopec nicht mehr auf, nachdem diese in diesem Jahr abgebrochen wurde. Auch ein in Erwägung gezogenes zweites EM-Rennen in Portugal (Boticas) ist nicht zustande gekommen. 09./10. April 2022:  Course de Côte St. Jean du Gard – Col St. Pierre (FRA) 23./24. April 2022:  ÖAMTC Rechbergrennen (AUT) 07./08. Mai 2022:  Rampa Internacional de Falperra-Braga (POR) 14./15. Mai 2022:  Subida Internacional al Fito (ESP) 28./29. Mai 2022:  Sternberk Ecce Homo (CEZ) 02./03. Juli 2022:  Trento-Bondone (ITA) 30./31. Juli 2022:  Limanowa (POL) 20./21. August 2022: Course de Côte St. Ursanne – Les Langiers (SUI) 03./04. September 2022:  GHD Petrol Ilirska Bistrica (SLO) 17./18. September 2022:  Buzetski dani (CRO)

Interview Christian Merli – Glasbach ist mir auf den Leib geschneidert

28. November 2021

Den italienischen Kollegen von „Cronoscalate Che Passione“ bot sich kürzlich die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit dem vielfachen Berg-Champion Christian Merli. Man traf sich zu einem Chat mit dem Piloten aus dem italienischen Trentino um über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sprechen. Heraus kam eine 360°-Rundumschau über Christian Merli im privaten, sowie natürlich auch im Rennsport. CCP: Hallo Christian, vielen Dank, dass Du unsere Interviewanfrage angenommen bist. Fangen wir also mit der ersten Frage an. Wer ist Christian Merli im Rennsport und wer ist Christian Merli im Alltag? Christian Merli: „Es ist schwer, sich selbst zu beurteilen, es sollten andere tun. Ich habe das Gefühl, dass ich im Rennsport jemand bin, der immer das Maximum hineinsteckt. Im Alltag schätze ich die Normalität, mache banale Unternehmungen und treibe Sport. Aber ich widme mittlerweile viel Zeit dem Rennsport und wenn wir nicht auf Rennen unterwegs sind, arbeiten wir in der Werkstatt, um unser Auto oder die der Kunden zu pflegen.“ CCP: Woher hast Du die Leidenschaft für den Motorsport? Christian Merli: „Diese Frage hat mir auch mein Vater vor ein paar Jahren gestellt, in der Familie gab es niemanden mit einer Leidenschaft für Motoren. Papa hatte schon immer ein paar Räder, um in die Berge zu fahren, aber mehr auch nicht. Mama, das muss ich sagen, ist im Auto nie langsam gefahren, aber schon als Kind hatte ich diese Leidenschaft, zuerst für Mopeds, dann für Motorschlitten, mit denen ich meine ersten Rennen gefahren bin und dann für Autos. Ich habe die Tage damit verbracht, alles zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.“ CCP: Es wird immer schwieriger, ein High-Level-Pilot zu werden, wenn man nicht die richtige Ausrüstung hat. Wenn Du heute einen Nachwuchsfahrer triffst, der am Berg debütieren möchte, was würdest Du empfehlen? Christian Merli: „Zunächst würde ich ihm sagen, dass es viel Mühe und viel Geduld braucht. Dann würde ich ihm raten, erst einmal mit einem kleinen Tourenwagen eine Meisterschaft zu fahren, das würde ihm erlauben, Erfahrungen zu sammeln.“ CCP: Du bist seit vielen Jahren im Geschäft. Hat sich deine Art die Dinge anzugehen im Laufe der Jahre verändert? Wie bereitet Ihr Euch auf die zahlreichen Rennwochenende vor? Christian Merli: Bevor wir zu einem neuen Rennen fahren, versuche ich, die Streckenführung an Hand von Onboard-Videoaufnahmen zu lernen und komme meist schon donnerstags an, um die Strecke auswendig zu lernen und zu versuchen, unsere Osella auf das bestens abzustimmen.“ CCP: Was war […]

Portugal mit möglicherweise zwei Läufen der Berg-EM 2022

26. Oktober 2021

Wie die portugiesischen Kollegen von „autosport“ berichten, stehen die Chancen gut, dass Portugal im kommenden Jahr 2022 zwei Rennen in der Berg-Europameisterschaft austragen kann. Nachdem in diesem Jahr erstmals die Rampa Boticas bei der Europameisterschaft zum Zuge kam und die Stadt Braga mit ihrer Rampa Falperra das glorreiche FIA Hill Climb Masters austrug, darf Portugal 2022 zwei Rennen in der EBM bestreiten. Und es gibt bereits reservierte Termine. Die Rampa Falperra ist für den 7. und 8. Mai angesetzt und kehrt wie geplant zur FIA ​​European Hill Climb Championship zurück, aber die eigentliche Überraschung ist die Durchführung der Rampa Internacional Boticas eine Woche später, am 14. und 15. Mai, wahrscheinlich auch in der FIA-Bergmeisterschafts-Europameisterschaft. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Veranstaltungen im Wettbewerb bleiben oder nur eine von ihnen. Aber die Möglichkeit, dass sich beide Rennen im EBM-Kalender wiederfinden, ist sehr groß. Das Rennen vor den Toren Bragas ist aufgrund seines Layouts, seiner Organisation und auch der vielen Tausend Zuschauer, ein „Muss“ für die FiA-Bergkommission, und Boticas war im Frühjahr eine große Überraschung, da die Teilnehmer vom Streckenlayout, von der Organisation, dem Ambiente und auch der Sicherheit begeistert waren. Nach Meinung vieler EM-Starter war Boticas das schönste Rennen der abgelaufenen EBM-Saison.

Masters: Merli absolut schnellster – Meisels goldene Rückkehr

11. Oktober 2021

So schon kann Bergrennen sein. Auch beim vierten FIA Hill Climb Masters, diesmal in Portugal kam das Schweizer Team zu einer Medaille, diesmal mit Reto Meisel. Die Österreicher fehlten hingegen komplett und die drei Deutschen schlugen sich tapfer. Den grandiosen Dreikampf um den Tagessieg entschied Christian Merli für sich. Wer es nicht miterlebt hat, kann sich die Stimmung fast nicht vorstellen. Laut Schätzungen der Organisatoren kamen rund 80’000 Zuschauer ans Training, am Renntag sollen es gegen 100’000 gewesen sein. Der exzellente Livestreream der FiA verwöhnte auch die Daheimgebliebenen. Normalerweise zahlen die Portugiesen bei einem Bergrennen keinen Eintritt. Doch für die drei verlangten Euro plus ein paar mehr für Tribünenplätze kamen sie beim FIA Hill Climb Masters 2021 in Braga voll auf ihre Rechnung. Dreikampf der Champions: Vor dieser beeindruckenden Kulisse lieferten sich die Italiener Simone Faggioli und Christian Merli mit dem französischen Champion Geoffrey Schatz bei schönstem Spätsommerwetter einen sensationellen Fight um Sekundenbruchteile. Dabei hatte Rekord-Europameister Faggioli für einmal nie die Nase vorn. Auf der 2970 Meter kurzen Version der Rampa da Falperra, wo ansonsten noch gute 2,2 Kilometer länger um Punkte zur Berg-EM gefahren wird, lagen Schatz, Merli und Faggioli nach dem ersten Rennlauf nur um vier Zehntel getrennt. Im zweiten Sprint packte der Südtiroler den Hammer aus und trieb den Osella FA30 Zytek in 1’02,033 den Berg hoch, was einem Schnitt von 172,4 km/h entspricht. Dies bedeutete den Tagessieg, für den nicht wie in der Berg-EM üblich die Additionen der zwei besten Zeiten galten, sondern der schnellste Lauf in drei Versuchen. Faggioli für einmal nur Dritter: Im zweiten Sprint an Faggioli vorbei auf Rang 2 vorgerückt, montierte Schatz (Foto) im Gegensatz zu seinen Gegnern erst im dritten Durchgang neue Reifen. Die Mehrleistung seines Oreca-Turbomotors im Nova Proto-Sportwagen vermochte der Franzose aber nicht so auszuspielen, dass er Merlis Sieg noch verhindern konnte. Dessen Vorsprung betrug am Ende 359 Tausendstel, Faggolis Rückstand auf seinen Landsmann etwas mehr als sechs Zehntel. Simone Faggioli: «Ich hatte im letzten Lauf einen kleinen Fehler drin. Ich denke aber nicht, dass ich Merli abgefangen hätte, wohl aber Schatz.» Christian Merli eroberte so wie vor drei Jahren in Gubbio Gold und Faggioli Silber bei den FIA-Rennsportwagen der Kategorie 2, während Schatz die Kategorie Open für unlimitierte bzw. nicht FIA-homologierte Fahrzeuge für sich entschied. Sein älterer Bruder Nicolas hatte 2014 mit einem Norma-BMW V8 beim ersten FIA Hill Climb Masters in Eschdorf (LUX) den Gesamtsieg errungen. Starke […]

Zehn TV-Kameras für den Masters-Livestream

9. Oktober 2021

Der portugiesische Organisator und die FIA betreiben einen enormen Aufwand, um das FiA Hillclimb Masters der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, während vor Ort Zehntausende bei Spätsommerwetter erwartet werden. Der offizielle Livestream ist jedoch nur am Sonntag (3 Rennläufe), ab 10 Uhr MESZ zu sehen. Dazu kommen das Livetiming, aktualisierte Startlisten, Zeitplan und Informationen unter : https://www.youtube.com/watch?v=SnlsVtoxe40 oder https://hcmasters2021.com/livestream-oficial/ oder https://chronomoto.hu/fiahillclimb/masters.php Foto: Manuel Baptista

Bergmonster-Parade beim FiA Hillclimb Master – Vorschau Kategorie 1 und 3

2. Oktober 2021

Im Bereich der Tourenwagen und GTs hat es im Vergleich zu den Vorjahren einige Veränderungen in der Einteilung gegeben, was neue Chancen eröffnet. Die Einführung des Performance Faktors spielt hier eine große Rolle. Ähnlich der Klassifizierung der Rennsportfahrzeuge ist die Kategorie 3 den Open Touring Cars und GTs nach nationalen Reglements vorbehalten, was zum Beispiel dem einzigen Deutschen Tourenwagen-Starter Erwin Buck zu Gute kommt. Heiß umkämpft ist sicherlich die Kategorie 1 mit zahlreichen PS-Giganten und Berg-Monstern. KATEGORIE 1: EIN PS-GEWITTER DER BERGMONSTER 65 „geschlossene“ Fahrzeuge, sowohl Tourenwagen als auch GT, treten in der Kategorie 1 an und werden gemäß der neuen Performance-Faktor Werteskala in die Gruppen 1 bis 5 eingeteilt. Dabei handelt es sich um die innovative Klassifizierungsmethode, die bereits in der Kategorie 1 der EBM angewandt wird: Sie besteht darin, Autos anhand physikalisch messbarer Parameter wie Gewicht, Motor, Fahrwerk, Getriebe und aerodynamische Anbauten eine Leistungsbewertung zuzuordnen. Diese Eigenschaften werden in einen Online-Computer (www.fiaperformancefactor.com) eingegeben, der jedem Auto einen „Pf“-Wert zuweist. Dieser Wert wird dann verwendet, um die Fahrzeuge in verschiedene Gruppen in Schritten von 40 Pf-Punkten einzuteilen, wobei die Gruppe 1 die extremsten Boliden (Pf von 1 bis 39) zusammenfasst. Einer der Reize des Bergrennens besteht darin, dass Autos mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen kommen. In Braga wird die Palette sehr breit sein, zwischen einer guten Auswahl an GTs, einer Schaar übermächtiger Mitsubishis und einigen exzentrischen Kreationen, wie den Alfa Romeo 4C Picchio (Foto) des Italieners Alessandro Gabrielli. Die Fans nennen diese Boliden gerne „Bergmonster“. Hier hat sich übrigens auf internationaler Ebene der Deutsche Ausdruck eingebürgert. Mitsubishi Lancer-Modelle waren die Könige der Gruppe N im Rallyesport und für Bergrennen sind diese durch die Hände verschiedener Tuner gegangen, die sie sowohl ästhetisch als auch mechanisch aufgerüstet haben. Der Schweizer Ronnie Bratschi und die Polen Michal Ratajczyk, Daniel Stawiarski, Szymon Lukaszczyk und ‚Dubai‘ (Foto) haben Modelle mit faszinierender Power. Die GT-Autos werden ihren „Adelstitel“ leidenschaftlich verteidigen. Zu sehen sind in Braga unter anderem der Franzose Ronald Garcès (Audi R8 LMS Ultra), der Italiener Luca Gaetani (Ferrari 488 Challenge), der Franzose Nicolas Werver (Porsche 997 GT2), die Spanier Manuel Aviles und Christian Broberg (Ginetta G55) und der Pole Jedrzej Szczesniak (Lamborghini Huracan). KATEGORIE 3: EIN BISSCHEN VON ALLEM – BUCK CHANCHENREICH Zu Recht als Breitensport angesehen, ermöglicht Hillclimb Racing die Ausübung des Motorsports zu geringen Kosten, ist aber gleichzeitig prägend und fordernd in Bezug auf Konzentration und Fahrweise. Für Einsteiger oder für diejenigen, die im […]

Goldene Aussichten auf das FiA Hillclimb Masters – Vorschau Kategorie 2 und 4

30. September 2021

Das „Masters“ macht seinem Namen wieder mal alle Ehre: Quantität und Qualität stehen mit einjähriger Verspätung auf dem Programm der 4. Ausgabe des FIA Hill Climb Masters, das am 9. und 10. Oktober 2021 im portugiesischen Braga ausgetragen wird. Die Zahlen sprechen für sich: 158 eingeschriebene Fahrer aus 19 verschiedenen europäischen Ländern – darunter vier Deutsche, 15 Teams im Nationenpreis, 27 Autos (jeder sechste!) mit V8-Motor und Zehntausende von Zuschauern werden erwartet. Die Ausgabe 2021 des FIA Hill Climb Masters hat sicher für jeden etwas zu bieten! KATEGORIE 2: FAGGIOLI UND MERLI IN EINEM WEITEREN DUELL Simone Faggioli und Christian Merli dominieren seit mehr als einem Jahrzehnt die Europa- und Italienischen Berg-Meisterschaft und sind die großen Favoriten in der Kategorie 2, die den Prototypen und Einsitzern vorbehalten ist, die den FIA-Vorschriften entsprechen. Es gibt jedoch noch viele andere Anwärter auf die Podiumsplätze in Portugal mit den Italienern Domenico Cubeda (Foto) und Diego Degasperi, dem Tschechen Petr Trnka, dem französischen Duo Sébastien Petit und Fabien Bourgeon und dem neuen Deutschen Berg-Cup Meister Alexander Hin als Spitzenreiter. Allen gemeinsam ist die Wahl eines bewährten 3-Liter-V8-Saugmotors. Mit den mehr und mehr aufkommenden (aber eingeschränkten) Turbomotoren fordern der Spanier Joseba Iraola und der italienischen Junior Luigi Fazzino die Arrivierten heraus. Die Kategorie 2 glänzt weiter durch die Vielfalt seiner Autos, mal sind es Einsitzer unterschiedlicher Herkunft (Formel 3000, Formula Nippon, F3, Gloria, Formel Renault), mal sind es leichte und wendige Prototypen mit Motorradmotoren, wie der BRC Suzuki Turbo des spanischen Meisters Javier Villa (Foto), der Silver Car EF10 Suzuki Turbo des Andorrianers Raul Ferre oder der Osella PA21 JrB BMW des Luxemburger Meisters Canio Marchione, des Italieners Samuele Mirko Cassibba und des Spaniers Cesar Rodriguez. Für Deutschland treten hier Georg Lang und Robert Meiers mit ihren Formel Renaults an. KATEGORIE 4: FRANZÖSISCH-BRITISCHES LÄNDERSPIEL Die Kategorie 4 ist Einsitzern und Sportwagen bestimmter nationaler Serien vorbehalten, die nicht für die FIA-Europameisterschaft zugelassen sind. Man könnte quasi die in den USA und am Pikes Peak übliche Bezeichnung „Unlimited“ verwenden. Die Briten haben ein sehr offenes technisches Reglement für ihre speziellen Bergrennen. Ihre Veranstaltungen sind demnach sehr spezifisch, kurz und auf Straßen, die normalerweise in Privatbesitz sind und nicht viel breiter als die Rennfahrzeuge selbst! Nur mit diesen besonderen Bedingungen vertraut, haben die Top-Piloten der Insel aber bei den vergangenen Masters-Veranstaltungen bewiesen, dass sie auch auf dem Kontinent absolut Konkurrenzfähig sind. Seit der Masters-Premiere 2014 in Luxemburg sind […]

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