Merli mit Rekord im Alleingang – wieder Podium für Hin

2. Juni 2022

Bergrennsport in EM-Format bekamen die vom Veranstalter angegebenen 20.000 Zuschauer beim EBM-Klassiker im tschechischen Sternberk-Ecce Homo geboten. Auf der knapp 8km langen Highspeedstrecke inklusive Kehren, waren in diesem Jahr 196 Fahrer mit von der Partie, die für spektakulären Rennsport sorgten. Dabei hatte man auch mit dem Wetter viel Glück, denn bis auf zwei Regenschauer am Nachmittag des Trainingstages blieb es am Stadtrand von Sternberk trocken. Der Renntag selbst gestaltete sich durch zahlreiche Zwischenfälle ein wenig zäh, wobei der letzte Teilnehmer um 16.25 Uhr das Ziel, nach zwei Durchgängen erreichte. Zudem kam es am Renntag zu drei brenzligen Situationen, wo anscheinend die Kommunikation mit den Streckenposten im oberen Teil der Strecke und dem Rennleiter gar nicht gut funktionierten. Da muss man sich für das nächste Jahr Gedanken machen, denn solche Fehler hätten auch anders ausgehen können. Im Kampf um den Gesamtsieg setzte sich der erklärte Favorit mit Christian Merli durch. Der Italiener lieferte am Steuer seines Osella FA30 Judd LRM eine beeindruckende Performance ab, welche ihm am Ende den nächsten vollen Erfolg bescherten. Zudem konnte er um 0,08sec. auch seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr im 2. Rennlauf verbessern. Auf dem zweiten Gesamtrang folgte der spektakulär agierende Lokalmatador Petr Trnka, der mit seinem ex-Petit Norma M20FC Mugen sich weiter steigern kann. Mit einer herausragenden Leistung konnte er seine Zeiten vom Vorjahr nochmals deutlich verbessern und sich zudem beim Heimrennen den Sieg in der E2-SC Klasse sichern. Das Podium komplettierte in Sternberk der amtierende Deutsche DMSB Berg-Cup Meister Alexander Hin, der erstmals die anspruchsvolle und knapp 8km lange Strecke in Angriff nahm. Zudem nahm er heuer erstmals Platz am Steuer seines Osella PA30 Zytek LRM, mit dem er aber ebenfalls eine herausragende Leistung ablieferte. Damit stand nicht nur der zweite Platz bei den E2-SC Sportprototypen zu Buche, sondern auch im Gesamtklassement ein mehr als großartiges Ergebnis.“ Ich hatte anfangs große Bremsprobleme da wir ja neue Scheiben und Belege eingebaut haben und ordnungsgemäß zwar eingebremst hatten, aber irgendwie hat es nicht richtig funktioniert. Danach muss ich mich mit diesem Handikap das ganze Wochenende halt irgendwie rumschlagen“, sagte Hin nach dem Wochenende. „Das größere Problem ist dann wahrscheinlich immer das ich das erste Mal überhaupt auf dieser Strecke war und da haben die andern halt einen Riesenvorsprung was Fahrwerksabstimmung und so Streckenkenntnis betrifft. Bin aber natürlich zufrieden mit diesem dritten Platz im Gesamten und zweiter in der Klasse“. Rang Vier-Gesamt sicherte sich der junge […]

Montenegriner Jaksic übernimmt EBM-Führung in Kategorie 1 – Hin im Aus

20. Mai 2022

Der dritte Lauf der diesjährigen FIA Berg-Europameisterschaft, das spanische Bergrennen „Subida Internacional Al Fito“, erwies sich als Wendepunkt in der vorläufigen Wertung der Kategorie 1: Vasilije Jaksic aus Montenegro führt nun allein, nach Rückschlägen für Karl Schagerl, Tomislav Muhvic und Igor Stefanovski. In Kategorie 2 bleibt Christian Merli ungeschlagen, aber der Held der Veranstaltung war Javier Villa, der die schwierigen Wetterbedingungen und den atypischen Kurs von Al Fito voll im Griff hatte. Deutschland´s Alexander Hin schied nach einem Kontakt mit einer Mauer bereits im ersten feuchten Durchgang aus. Das die Sonne bei einer Veranstaltung in Spanien vorherrscht, ist nicht sicher und wird regelmäßig durch die Wetterbedingungen widerlegt, die während des spanischen Laufs der Europa-Bergmeisterschaft in der Region Asturien herrschen, der traditionell im Mai stattfindet. Das Al Fito-Event, das aufgrund seiner gewundenen Route im Vergleich zu anderen Klassikern der Saison, als schwierig bekannt ist, war oft von unbeständigen Bedingungen geprägt. Die Ausgabe 2022 des „Subida Al Fito“ war keine Ausnahme, mit einem dritten Trainingslauf und einem ersten Rennlauf, die auf nasser Straße und besonders tückisch in den Unterholzabschnitten ausgetragen wurden. Merli (Osella FA30) dominierte das Rennen erneut von Anfang bis Ende. Aber Villa nutzte die Gelegenheit, mit seinem „kleinen“ BRC, der von einem Motorradmotor (zugegebenermaßen mit Turbolader) angetrieben wird, eine erstaunliche Leistung zu vollbringen, und zeichnete sich erneut durch ein außergewöhnliches Fahrniveau aus, indem er im ersten Lauf nur 1,9 Sekunden auf Merli verlor. Als die Strecke für die Läufe 2 und 3 abtrocknete, wuchs der Abstand zu Merli, aber Villa schaffte es dennoch, die V8-Protos von Petr Trnka (Norma M20FC) und Milos Benes (Osella FA30) hinter sich zu halten, um den zweiten Gesamtrang und sogar den ersten Platz zu belegen, in der Gruppe E2-SC und wurde er damit Zweiter in der vorläufigen Meisterschaftswertung. Gonzalo Diaz Nieto belegte in einem anderen BRC BR53 (in Spanien hergestellt) mit Motorradmotor, inspiriert von seinem berühmten Teamkollegen, einen beeindruckenden fünften Platz vor Fausto Bormolini‘s Formula Nippon, Gonzalo Fernandes-Capallejas kleinem Norma NP03, Pascal Campis Osella PA21 , Sébastien Petits Nova NP01 und ex-Europameister Andres Vilarino im von SilverCar zur Verfügung gestellten CS-Sportwagen. Nach einem vielversprechenden Start in Frankreich und Portugal konnten Joseba Iraola (Nova NP01) und Alexander Hin (Osella FA30) ihre Punktzahl in der Meisterschaft nicht verbessern, der Spanier litt unter Getriebeproblemen und der Deutsche kam während des morgendlichen ersten Rennens von der Straße ab. In der Kategorie 1, die den geschlossenen Autos vorbehalten ist und […]

Merli und Schagerl glänzen in Portugal – Hin auf Podium

14. Mai 2022

Vor annähernd 100.000 begeisterten Zuschauern dominierten Christian Merli und Karl Schagerl den portugiesischen Lauf zur FIA European Hill Climb Championship, nachdem sie sich bereits beim Auftaktrennen im vergangenen April in Frankreich einen Namen gemacht hatten. Alexander Hin erreichte mit Gesamtrang drei, das beste Resultat eines Deutschen seit rund 25 Jahren bei einem EBM-Lauf. Sieben Monate, nach der Ausrichtung des FIA ​​Hill Climb Masters, vibrierte die Stadt Braga erneut im Klang der Motoren, und die Teilnehmer fanden sich wieder an der traditionellen Strecke der Rampa da Falperra ein, deren 5 km Streckenlänge im Durchschnitt mit mehr als 170 km/h zurückgelegt wurden,  dass im Gegensatz zu den ersten 3 km, die während des Masters verwendet wurden. Die Streckelänge war zwar anders, aber der Name des absoluten Siegers blieb gleich: Der Goldmedaillengewinner vom vergangenen Oktober, Christian Merli (Osella FA30), war einmal mehr unschlagbar und gewann jeden der drei Rennläufe mit großer Souveränität. Einziger Wermutstropfen des Wochenendes war ein kleiner Leitplankenkontakt am Samstag in einem Trainingslauf. Der Bronzemedaillengewinner beim Masters, der Tscheche Petr Trnka (Norma M20 FC), fühlt sich auf der schnellen Braga-Strecke definitiv wohl. Als Zweiter in der Gesamtwertung und Erster in der E2-SC-Gruppe war er ziemlich nah an Merlis Zeiten dran, zum Beispiel verlor er am ersten Anstieg weniger als 2 Sekunden. Der Deutsche Alexander Hin (Osella FA30) und der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) zeigten ebenfalls Mut auf einem Kurs, der viel Standhaftigkeit (Topspeed 265, 15 km/h) erfordert, und belegten jeweils den 3. und 4. Platz, getrennt durch weniger als 4 Zehntel in der kumulierten Zeit ihrer beiden besten Läufe . Der Tscheche Milos Benès (Osella FA30) wurde Fünfter vor dem Spanier Javier Villa, der trotz eines im Vergleich zur Konkurrenz untermotorisierten Autos (BRC53 Suzuki) einmal mehr echtes Können zeigte. Sébastien Petit (Nova NP01), Michele Fattorini am Steuer des kleinen Wolf Thunder GB08 mit Aprilia-Antrieb, folgten. In der Kategorie 1 startete der Sonntag schlecht für den Favoriten Karl Schagerl, der im ersten Rennlauf in die Streckenbegrenzung einschlug. Der Österreicher schaffte es, seinen Golf Rallye für die beiden verbleibenden Anstiege, zu reparieren, um den Mitsubishi Lancer des Kroaten Domagoj Perekovic noch abzufangen, der ebenfalls erleichtert war, nach seinem Ausfall im ersten Rennen, in der Endwertung vertreten zu sein. Am Steuer eines Mercedes AMG GT4, den sie auch auf der Rennstrecke fährt, sorgte die junge Gabriela Correia (Foto) mit dem Erreichen des Podiums der Gruppe 1 für Aufsehen und profitierte von ihren beeindruckenden […]

Italienischer Ferrari-Pilot Luca Gaetani zurück am Uphöfener Berg

28. April 2022

La Bella Italia wird beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August überzeugend vertreten sein. Aus der Nähe von Padua kommt Luca Gaetani mit seinem angriffslustigen Ferrari 488 Challenge zum FiA Hillclimb Cup-Lauf. Beim kürzlichen Saisonauftakt nahe Venedig errang er in fulminanter Rekordzeit den Tagessieg bei den Tourenwagen. Am Uphöfener Berg war er erstmals 2019 dabei, damals noch mit seinem roten Ferrari 458 GT3, und war gleich begeistert: „Wir hatten sehr intensive und spannende Tage bei euch. Ein tolles Erlebnis.“ Mit besserer Streckenkenntnis hofft er seine damalige Zeit in diesem Jahr noch zu verbessern. Sein Ziel für die Saison teilt er mit seinen Fans: „Die Rennwochenenden ganz und gar genießen.“

Merli und Schagerl geben beim EBM-Auftakt den Ton an

13. April 2022

Gemessen an den 48 Fahrern, die für den internationalen Teil des Bergrennens St. Jean du Gard-Col St. Pierre gemeldet waren – ein Rekord für die Veranstaltung, seitdem sie Teil der Europameisterschaft ist – entwickelt sich die Saison 2022 sehr gut. Auch der in Kategorie 1 angewandte „Performance Factor“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit und dürfte im Laufe des Jahres für noch stärkere Teilnehmerlisten sorgen, insbesondere in den Ländern, die diese Regelung bereits auf nationaler Ebene übernommen haben. In Frankreich ließ Christian Merli (Osella FA30) nie Zweifel an seiner Fähigkeit, die Veranstaltung zu dominieren. Vom ersten Trainingslauf an legte er eine Zeit vor, die für alle seine Konkurrenten eine kalte Dusche war. Und selbst wenn ihm in diesem Jahr die Rivalität mit seiner langjährigen Dauerkontrahentin Simone Faggioli (der 2022 sich lieber auf die italienische Landesmeisterschaft konzemtriert) beraubt wird, wird sich Merli mit nicht weniger als einem vierten FIA-Titel zufrieden geben. In St. Jean du Gard dominierte er nicht nur alle Trainingsläufe, auch im Rennen legte er Wert darauf, den absoluten Streckenrekord zu brechen – den er selbst seit 2019 hält! Der Franzose Billy Ritchen (Nova NP01) hat die französische Meisterschaft zu seiner Priorität erklärt, hat aber am Col St. Pierre bewiesen, dass er auch das Zeug dazu hat, im Rahmen der Europameisterschaft gut abzuschneiden. Er hat nicht nur die zweitbeste Leistung des Wochenendes erzielt, sondern auch die E2-SC-Gruppe gewonnen. Der Spanier Javier Villa (Foto oben) zeigte erneut sein Talent, nachdem er zuvor in GP2 und WTCC erfolgreich war. Mit einem BRC „made in Spain“, sicherlich leicht und agil, aber untermotorisiert (mit einem 1,3-t-Suzuki-Hayabusa-Motorradmotor), glänzte er auf der kurvenreichen „Corniche des Cevennen“ so sehr, dass er den Nova Norma mit V8-Motor von Sebastien Petit (4.) und Petr Trnka (5.) schlug, und den Osella FA 30 des deutschen Alexander Hin (7.). Ähnlich wie Villa schnitten auch die Pernot-Brüder Marc (6., Tatuus Master) und Etienne (8., Norma M20FC) mit kleineren Motoren gegen die EM-Stammgäste gut ab. Am Steuer des 1100 ccm Wolf Thunder mit Aprilia-Antrieb belegte der Italiener Michele Fattorini den 11. Platz in der Endwertung und den 5. Platz in der E2-SS-Gruppe. Aufgeben mussten im ersten Rennlauf, der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) und der Andorraner Raul Ferre (Silver Car CS Turbo) und erzielten in Frankreich keine EBM-Punkte und müssen auf den Start bei den Heimrennen der portugiesischen und/oder spanischen Läufe warten. KATEGORIE 1: Golf gegen Lamborghini Mit einer Leistung von rund 700 PS […]

Verheißungsvolle EBM-Wiederaufnahme in Südfrankreich

7. April 2022

Nach zwei Jahren Abwesenheit werden in den südfranzösischen Cevennen am kommenden Wochenende wieder die Motoren aufheulen. Das Bergrennen Saint-Jean-du-Gard – Col Saint-Pierre (09./10. April 2022), das in den letzten beiden Saisons von der Covid-Gesundheitskrise betroffen war, hat seinen Platz als Eröffnungslauf der europäischen Bergmeisterschaft zurückerobert. Es ergibt sich die Gelegenheit für die Protagonisten der nationalen französischen Meisterschaft, sich mit ihren europäischen Kollegen zu messen und einmal mehr zu demonstrieren, dass das Niveau dieser Disziplin in Frankreich sicherlich eines der besten der Welt ist. Wenn wir über die Berg-Europameisterschaft sprechen, richten sich natürlich alle Augen auf den Titelverteidiger Christian Merli. Am Steuer seines Osella FA 30 (Bild oben) wird der Südtiroler-Fahrer wie bei der letzten Ausgabe im Jahr 2019 auf der Suche nach dem Gesamtsieg in die Cevennen sein, indem er den Streckenrekord mit einer Zeit von 2’13“634 ins Visier nimmt. Ihm gegenüber steht Sébastien Petit, der damals den französischen Lauf gewonnen hatte und am Steuer seines Nova Proto NP-01 am vergangenen Wochenende beim Eröffnungslauf der Französischen Meisterschaft in Bagnols Sabran den dritten Platz belegte. Über 200 Piloten haben gemeldet. Neu in der EBM ist der Spanier Joseba Iraola, der beim FiA Hillclimb Master in Portugal positiv auffiel, genauso wie der Deutsche Alexander Hin im Osella FA30. Iraola plant mit seinem Nova NP 01-2 Honda Turbo die komplette Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen wird. Einige italienische EM-Spezialisten, wie das gesamte Team Faggioli, fehlen jedoch und auch Geoffrey Schatz wird noch nicht am Start sein, da sich der dreifache amtierende französische Meister noch in der Finalisierungsphase eines neuen Motor-Projekts befindet. Ähnlich geht es Fabien Bourgeon, dessen Eigenbau-Prototyp Revolt 3P0 von einem neuen Motor angetrieben wird, aber erst am 1. Mai in Abreschviller auftauchen soll. Unter den Favoriten müssen wir natürlich den Sieger von Bagnols-Sabran, Billy Ritchen aus dem Elsass, berücksichtigen, dessen Zeiten sich mit seinem Nova Proto NP-01 (Bild Mitte) ständig verbessern. Beim ersten Aufeinandertreffen der Meisterschaft, trennten 36 Tausendstel den Sieger Billy Ritchen von seinem ersten Verfolger Damien Chamberod. Der Isérois wird sich daher auf Gard-Strecke revanchieren wollen, war aber am Col mit seinem Norma in der E2-SC-Version noch nie am Start. In Bagnols-Sabran war es der junge Belgier Corentin Starck, der seinen Nova Proto an die Spitze der E2-SC/2-Klasse setzte, vor Cindy Gudet im Revolt 3P0. Er wird am Col St. Pierre sein brandneues Fahrzeug zum zweiten Mal pilotieren. Die Berg Europameisterschaft bei den Tourenwagen verspricht ebenfalls sehr spannend zu […]

Mammutprogramm für Alexander Hin – EBM und DBM geplant

2. April 2022

Am kommenden Wochenende startet die Europa-Bergmeisterschaft im südfranzösischen Departement Gard, am Col St. Pierre in die neue Saison. Nach einigen Unwägbarkeiten bleiben neun von ursprünglich einmal zwölf EM-Veranstaltungen in Frankreich, Portugal, Spanien, Tschechien, Italien, Polen, Schweiz, Slowenien und Kroatien zum jetzigen Zeitpunkt übrig. Nach zwölf Jahren der Abstinenz wird erstmals, mit Alexander Hin, ein Deutscher wieder zum Fahrerfeld der EBM zählen – das mit einem Rennsportfahrzeug. Zuletzt 2010 belegten die Tourenwagen-Piloten Roland Wanek und Achim Kreim die Plätze eins und zwei in der EBM-Kategorie 1 und Jörg Weidinger holte sich den Titel in den Jahren 2005 und 2006. Mit einem Rennsportfahrzeug vertrat in den 1990er Jahren, mit Rüdiger Faustmann, letztmals ein Pilot aus der Bundesrepublik die Deutschen Farben in der EBM-Kategorie II. Am kommenden Mittwoch macht sich der Elzacher Alexander Hin aus dem südlichen Schwarzwald auf die rund 750 km lange Reise nach St. Jean du Gard zum Auftakt der diesjährigen Runde der FiA Berg-Europameisterschaft (09./10. April 2022). Mit seinem Osella FA 30 V8 wird der „Häuslebauer“ bei seinen diesjährigen Einsätzen sechs Mal von keinem geringeren als EM-Ikone Christian Merli und seinem Team betreut. Bei den restlichen EM-Läufen und im Rahmen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft kann Hin auf das bewährte Knowhow des Teams von Uwe und Georg Lang bauen. „Ja, da habe ich mir dieses Jahr ein ganz straffes Programm auferlegt“, freut sich Alexander Hin und schmunzelt dabei. Dabei gilt es für Hin, sich auf die vielen, bislang gänzlich unbekannten Strecken einzustellen. „Am Col St. Pierre ist es ohne große Streckenkenntnis ganz schön schwierig sich zu orientieren, da sieht irgendwie alles gleich aus“. Aber beim FiA-Hillclimb Masters letzten Oktober in Portugal konnte er sich doch zügig auf die unbekannte Streckenführung einstellen. Das macht Hoffnung. Zusammen mit den bekannt schnellen französischen Berg-Assen, bahnt sich ein exzellentes Teilnehmerfeld im schon mediterranen Süden Frankreichs an. Die Starterlisten werden am 04. April – 20 Uhr auf der Webseite des Veranstalters https://www.asa-ales.fr/ veröffentlicht. Ein Livetiming produziert http://www.patricksoft.fr/ an beiden Tagen. Betreuung Team Christian Merli: 09./10.04. 2022 – St. Jean du Gard (F/EBM) 07./08.05. 2022 – Rampa Falperra (P/EBM) 14./15.05. 2022 – Subida al Fito (E/EBM) 02./03.07. 2022 – Trento-Bondone (I/EBM) 03./04.09. 2022 – Ilirska Bistrica (SLO/EBM) 17./18.09. 2022 – Buzetski Dani (KRO/EBM) Betreuung Lang Motorsport: 28./29.05. 2022 – Ecce Homo (CZ/EBM) 05./06.06. 2022 – Wolsfelder Bergrennen (D/DBM) 11./12.06. 2022 – Glasbachrennen (D/DBM) 25./26.06. 2022 – Ibergrennen (D/DBM) 09./10.07. 2022 – Homburger Bergrennen (D/DBM) 30./31.07. 2022 […]

Absage Rechberg 2022 – die FIA Bewerbe wurden zurückgezogen

15. März 2022

Am 14. März informierte die Austrian Motorsport Federation (AMF), dass für 2022 die FIA-Bewerbe für das Rechbergrennen zurückgezogen wurden. Dies bedeutet dass sowohl die Läufe der Berg-Europameisterschaft als auch die der Historic Berg Europameisterschaft nicht am Rechberg ausgetragen werden. Ob das traditionelle Rechbergrennen unter diesen Umständen nun wie geplant am 23.-24.04. 2022 über die Bühne gehen wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Dazu wurde vom Veranstalter MSC Mürztal, folgendes Statement von AMF-Präsident Hertz und dem AMF Berg-Vorsitzendem Markus Altenstrasser veröffentlicht: Leider mussten die geplanten FIA Bewerbe im Zuge des Rechbergrennens, geplant für das Wochenende vom 22.-24.4. 2022 in Tulwitz, Fladnitz (Steiermark) zurückgezogen werden. Nach einigen Terminen mit dem Veranstalter MSC Mürztal in den letzten Wochen und Monaten ist man seitens Austria Motorsport zu dem Schluss gekommen, dass eine reibungslose Organisation und vor allem eine sichere und professionelle Umsetzung des Klassikers in Einklang mit den aktuellen FIA Richtlinien für Bewerbe der FIA European Hill Climb Meisterschaft und FIA Historic Hill Climb Meisterschaft mit dem Veranstalter MSC Mürztal nicht durchführbar ist. Daher wurden die FIA Prädikatsläufe abgemeldet. Im vollen Verständnis, dass dieser Schritt für viele eine Enttäuschung ist, müssen wir zu diesem Zeitpunkt unserer Verantwortung nachkommen und diese klare Entscheidung treffen. Unterzeichnet wurde das Kommuniqué von Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz – Präsident und Markus Altenstrasser – Vorsitzender der AMF Bergrennsport Kommission. Aktuell bleibt abzuwarten, ob die Veranstaltung wenigstens abgespeckt, als nationaler Meisterschaftslauf ausgerichtet wird. Update 15.03. 2022: Die Veranstaltung wurde zwischenzeitlich komplett für diese Jahr abgesagt. Text: Hillclimbfans.com Fotos: Meieregger, Hillclimbfans

„King of the Hill“ aus Südafrika am Uphöfener Berg

5. März 2022

Ein echter „King of the Hill“ aus Südafrika geht beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August an den Start: Rennpilot Pieter Zeelie, nahe Johannesburg zu Hause, kann es kaum erwarten, seinen leuchtend roten, rund 800 PS starken Toyota MR 2 V6 im Container auf die lange Seereise zu schicken. Es ist das erste Mal, dass ein Fahrer aus Südafrika an einem Bergrennen in Europa teilnimmt. Der Unternehmer eroberte zunächst Meisterschaften und Rekorde im Drag Racing am Steuer einer Cobra. Später pilotierte er in verschiedenen Disziplinen einen Lotus Exige und einen BMW M3 CSL. Vom Potenzial des Toyota MR2 war er so sehr überzeugt, dass er ihn in akribischer Arbeit vom Serienfahrzeug zu einem bildschönen und leistungsstarken Top-Boliden weiterentwickelte. Der Lohn war 2021 die „King of the Hill“-Trophäe beim Simola-Bergrennen in Knysna ganz im Süden von Südafrika (www.speedfestival.co.za). Und die nächsten Verbesserungen sind schon geplant: „Ich glaube, es kann noch ein ganzes Stück schneller gehen“, sagt der Champion aus Südafrika. Das Publikum am Uphöfener Berg darf sich also auf einen ganz besonderen Auftritt freuen!

ÖM-Star Karl Schagerl greift in der Berg-Europameisterschaft an

27. Februar 2022

Der pfeilschelle KFZ-Technikermeister Karl Schagerl vom Autohaus Purgstall in Niederösterreich wird 2022 den Fokus auf die Berg Europameisterschaft legen. Mit seinem VW Golf Rallye TFSI konnte er sich insgesamt 7x in Folge zum österr. Bergstaatsmeister küren und unzählige Streckenrekorde aufstellen. Nun folgt eine neue Herausforderung in der Berg Europameisterschaft. Dafür wird derzeit eifrig am Rennboliden gearbeitet und die Vorbereitungen für den Saisonstart im französischen St. Jean du Gard – Col St. Pierre (09./10. April) getroffen. Dabei wird der Niederösterreicher auf einigen Strecken erstmals an den Start gehen. Mit Reifenpartner AVON kann man jedoch auf die erfolgreiche und bewährte Unterstützung der letzten Jahre vertrauen. Antreten wird Karl Schagerl dabei in der Performance Klasse 1 der Berg-EM Kategorie 1 für Tourenwagen, wo er auf international starke Konkurrenten treffen wird. Diese werden etwa vom Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO oder dem Tschechen Dan Michl im Lotus Elise angeführt. Der Terminkalender der Berg Europameisterschaft 2022 umfasst insgesamt 10 Rennen in Europa. Unter anderem in diesem Jahr den italienischen Klassiker Trento Bondone mit über 17km Streckenlänge, oder die Highspeed-Rennen von Falperra in Portugal und St. Ursanne in der Schweiz. In Österreich wird das Rechbergrennen am 22.-23. April nach zwei Jahren Pause wieder ausgetragen und als 2. Meisterschaftslauf zur Berg-EM am Programm stehen. Das ADAC Glasbachrennen in Deutschland, sowie der slowakische Lauf in Dobsina, fehlen hier aus unterschiedlichen Gründen. Mit seinem potenten VW Golf Rallye TFSI zählt Karl Schagerl sicherlich zu den absolut schnellsten Tourenwagenpiloten in ganz Europa. Dennoch ist die Berg Europameisterschaft eine Herausforderung, auf die es sich optimal vorzubereiten gilt. Text: Hillclimbfans.com, Fotos: Team Schagerl

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