Ein McLaren 650 S GT3 bereichert die Berg-EM

21. Februar 2018

Einen Fahrzeugwechsel wird es für Jan Miloň in dieser Saison 2018 der Berg-Europameisterschaft geben. Der Slowake trennt sich von seinem mächtigen BMW Z4 GT3, der aktuell zum Verkauf steht. Der viert platzierte der vergangenen EBM-Runde war diese Woche in England auf Einkaufstour, und wurde fündig in einem McLaren 650 S GT3 von Strakka Racing Team aus der Blancpain Endurance Championship Series. Mit diesem wunderschönen und potenten Sportwagen plant Jan mit seinem Jantar Team die gesamte europäischen Bergmeisterschaft 2018 zu bestreiten. So dürfen sich auch die Deutschen Bergrennfans freuen, wenn Jan Miloň mit seinem McLaren vom 8. bis 10. Juni beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen an den Start geht.

Berg EM 2018 mit Diego Degasperi auf Osella FA 30

16. Februar 2018

Aus Italien erreichte uns zum Wochenende die Pressemeldung von der Teilnahme des Piloten Diego Degasperi an der kommenden Berg-Europameisterschaft. Der 50jährige Tankstellenunternehmer aus Trento kaufte sich beim renommierten Team von Simone Faggioli ein und wird den Osella FA 30 Zytek V8 pilotieren, der in der Vergangenheit häufig auch von Paride Macario gesteuert wurde . Geplant sind insgesamt sechs Läufe in der EBM und dazwischen auch Bergrennen die zur italienischen Meisterschaft (CIVM) zählen. Mit dem 3 Liter-Osella des Faggioli-Rennstalls hatte Diego Degasperi 2017 bereits den zweiten Platz beim Bergrennen dello Spino und beim Bergrennen Alghero Scala Piccada gewonnen sowie den jeweils dritten Gesamtplatz bei den heimischen Rennen am Monte Bondone und Pedavena Croce d’Aune. Jetzt ist er bereit, die Messlatte höher zu legen! „Ich bin wirklich glücklich, diese Vereinbarung geschlossen zu haben, dass aus vielen Gründe“, sagt Degasperi. „Ich werde ein Teil des Teams von Simone Faggioli sein und eine volle Saison hinter dem Steuer des Osella FA 30 verbringen, das macht mich euphorisch. Neue Eindrücke und Erfahrung in der Europameisterschaft zu sammeln, war schon seit Jahren mein Wunsch. Also wird es ein Jahr 2018 voller hoffentlich positiver Nachrichten von mir sein. Ich kann es kaum erwarten in die neue Saison zu starten. Wir haben eine Reihe von Tests und die Teilnahme an einem der ersten diesjährigen italienischen Rennen, vor dem EBM-Debüt in Frankreich am Col Saint Pierre geplant“.

Simone Faggioli startet mit Norma und Pirelli am Pikes Peak 2018

18. Januar 2018

Der Traum des Simone Faggioli vom US-amerikanischen Pikes Peak Bergrennen lag schon seit seinem Debüt mit der Marke Norma zur Saison 2014 in der Schublade. Seit dem Nachmittag des 18. Januar 2018, mit der Veröffentlichung der offiziellen Liste des Pikes Peak International Hillclimb, beginnt dieser Traum Formen anzunehmen und wurde Realität in Sachen Auto, Motor, Team und sogar der Startnummer 11. Simone Faggioli startet mit seinem Best Lap-Team am 24. Juni diesen Jahres beim weltbekannten Pikes Peak Bergrennen in Colorado. Der 10fache Europameister wird zusammen mit seinem Teamkollegen und Freund Fabien Bouduban das Abenteuer wagen, einem Schweizer, der seit 2016 Fahrer in Faggiolis Team ist. Die beiden werden sich den rund 20 Kilometern asphaltierter Rennpiste, die auf eine Meereshöhe von 4.300 Höhenmeter führt, aus sportliche Herausforderung persönlich stellen. Jedem der beiden wird ein spezielles Norma-Fahrzeug namens M20 SF PKP mit einem 3.700 ccm Biturbo TFT-Motor von fast 800 PS zur Verfügung stehen. Der französische Hersteller Norma Auto Concept wird den Überseeausflug offiziell unterstützen, und auch Reifenhersteller Pirelli wird dies tun, um das Know-how für die bestmögliche Leistung einzubringen. Ein enthusiastischer Simone Faggioli sagt: „Ein Projekt, das schon so lange in der Pipeline ist, hat sich endlich bewahrheitet. Nach der Eroberung meines zehnten europäischen Titels in der letzten Saison, suchte ich nach einem anderen Reiz, und fand ihn in den USA. Ich hoffe natürlich, dass ich in der Lage bin gut abzuschneiden, und alle meine Bemühungen, von Fabien und des ganzen Teams, haben dieses eine Ziel. Unsere Referenz ist die Rekordmarke von Sebastien Loeb mit dem Peugeot 208 T16 aus dem Jahr 2013. Am Ende der letzten Saison haben Fabien Bouduban und ich uns mit den Norma-Verantwortlichen Norbert Santos und Guillem Roux getroffen und haben uns entschlossen, dieses ehrgeizige Projekt durchzuführen, das für mein Team ein echtes Geschäft in jeder Hinsicht ist. Die Kosten sind so hoch, die Logistik extrem kompliziert, ganz zu schweigen von der physischen Anstrengung, die von uns Piloten abverlangt wird, und den surrealen Bedingungen, in denen Motoren und Technik arbeiten müssen. Der atmosphärische Druck in dieser Höhenlage ist eine der größten Schwierigkeiten. Viele illustre Gegner und wichtige offizielle Hersteller stehen in der aktuell registrierten Liste und das macht die Herausforderung umso schöner. Während wir dem Rennen entgegenfiebern, werden wir weitere Details preisgeben, aber jetzt arbeiten wir weiter und bereiten uns auf´s Beste vor“. http://ppihc.org/wp-content/uploads/2018-PPIHC-Competitor-List.pdf

Umbruch in der FiA Bergkommission – wenig Neues zum Masters

16. Dezember 2017

Ein gewaltiger personeller Umbruch brachte das Motorsport World Council der FiA vom 6. und 7.Dezember in Paris, im Bereich Bergrennen zu Tage. Bekannte Persönlichkeiten verließen die Bergrenn-Kommission des Welt-Automobil-Verbandes, dafür stießen junge Hoffnungsträger in den Rat. Das 18-köpfige Expertengremium ist für sämtliche Belange des internationalen Bergrennsports zuständig. Im Rahmen der Wahlen wurde der scheidende, langjährige Präsident der FIA Hillclimb Commisson, Paul Gutjahr zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auf den vakanten Spitzenposten wurde anschließend erstmals ein Funktionär aus dem Mittleren Osten gewählt. Für Viele überraschend heißt der neue Präsident der FiA Bergkommission jetzt Imad Lahoud und kommt aus dem Libanon. Dem Mann aus Beirut steht der Brite David Grace als Vize-Präsident zur Seite. Grace war lange Jahre selbst aktiver Fahrer in der Britischen Berg-Meisterschaft und gewann diese zwischen 1993 und 2000 insgesamt fünf Mal. Eine weitere Überraschung ist, das Wolfgang Sauer aus Österreich, der Schweizer Patrick Falk und der Tscheche Stan Minarik nicht mehr in der Liste der Kommissionsmitglieder auftauchen. Die Tschechische Republik, die traditionell zahlreiche Aktive in der Berg EM und dem Hillclimb Cup ins Rennen schickt, ist nun nicht mehr mit einem eigenen Funktionär vertreten. Den Sitz Österreichs übernimmt der 39-jährige Markus Altenstrasser, bekannt als OK-Chef beim Bergrennen St. Agatha und Präsident des MSC Rottenegg. Filippo Lura vertritt ab sofort die Eidgenossenschaft. Weiter an Bord sind dagegen der Deutsche Marcus Malsch von der RSG Altensteiner Oberland und der Luxemburger Marc Joseph. Unter den weiteren Vertretern aus Italien, Spanien, Slowenien, Slowakei, Frankreich, Polen, Portugal, Kroatien, Saudi Arabien und Indien befinden sich sogar mit Gaby Kreiker, ein zweiter Vertreter aus dem Libanon. Dazu gesellt sich der Abgesandte in Sachen Technik, der Brite Gordon Forbes. Unterdessen halten sind die Kommissionsmitglieder und die FiA selbst weiterhin bedeckt in Sachen FiA Hillclimb Masters 2018. Informationen zu Austragungsort und Veranstalter, die eigentlich für die 50. Kalenderwoche angesagt waren, sind längst überfällig. Die aktuellen personellen Umbesetzungen in der Kommission dürften hier des Rätsels Lösung sein. Gut informierte Kreise sprechen als Termin über das Wochenende des 5.,6. und 7. Oktober 2018. Von der FiA veröffentlicht wurde zwischenzeitlich auch das Reglement für das Hillclimb Masters 2018. Die wichtigste Neuerung betrifft die Piloten der E1-Tourenwagen, denn diese erhalten zukünftig eine eigene Kategorie samt Medaillensatz!

Termine 2018: Berg-Europameisterschaft

7. Dezember 2017

Das FiA World Motorsport Council vom 6. Dezember in Paris bestätige nur die bislang vorläufigen Termine in der Europa-Bergmeisterschaft 2018 (EBM). Schon traditionell stehen 12 Rennwochenenden auf dem Programm. Bei den Rennen in Italien und Frankreich greift erneut die Rotation. Für den Klassiker von Trento-Bondone rückte wieder das mittelitalienische Bergrennen Coppa Teodori in die höchste Berg-Liga und in Frankreich tauschten der Mont Dore und der Col St. Pierre die nationalen Plätze. 14./15. April 2018 – CdC St. Jean du Gard – Col St. Pierre (F) 21./22. April 2018 – Rechbergrennen (A) 12./13. Mai 2018 – Rampa da Falperra (P) 19./20. Mai 2018 – Subida al Fito (E) 02./03. Juni 2018 – Sternberk Ecce Homo (CZ) 09./10. Juni 2018 – ADAC Glasbachrennen (D) 23./24. Juni 2018 – Coppa Teodori (I) 21./22. Juli 2018 – Dobsinsky Kopec (SK) 28./29. Juli 2018 – Limanowa (PL) 18./19. August 2018 – CdC St. Ursanne-Les Rangiers (CH) 01./02. September 2018 – GHD Ilirska Bistica (SLO) 15./16. September 2018 – Buzetski Dani (HR)

Hillclimb Masters wird fortgesetzt

13. Oktober 2017

Das FiA Hillclimb Masters wird im Jahr 2018 seine dritte Auflage erleben, so ist es bereits auf der Internetseite der Federation Internationale de l´Automobile nachzulesen. Auf Anfrage von „Bergrennen in Deutschland“ gab David Moretto, der FiA Sporting Coordinator für die Bereiche Historischer Motorsport, Bergrennen und Off-Road, noch keine konkreten Informationen Preis, doch für die nächsten Wochen sind die ersten Pressemeldungen angekündigt. Mit Spannung wird erwartet welche Location nach Eschdorf 2014 und Ecce Homo 2016 das Race of Champions der Berge sehen wird. Natürlich kursieren in Fachkreisen bereits die ersten Gerüchte und Spekulationen über den Austragungsort der Edition 2018 des FiA Hillclimb Masters. Diesmal könnte die Schweiz das Gastgeberland sein. Eine der möglichen Bergrennstrecken die für Anfang Oktober 2018 zur Debatte stehen sollen, ist die EM-Piste von St. Ursanne – Les Rangiers im Jura, freilich auf einer verkürzten Streckenvariante. Das sind bislang alles nur Spekulationen, aber Bergrennen in Deutschland lag ja schon öfters nicht so ganz daneben. Aber, Warten wir´s ab. Wir bleiben auf jeden Fall an diesem interessanten Thema dran.

Auf Messers Schneide – EM-Titel geht nach Österreich

18. September 2017

Mit einer solch dramatischen Wendung und einer Spannung bis in die Haarspitzen hatte eigentlich niemand mehr, beim letzten Lauf der Berg-Europameisterschaft 2017 im kroatischen Buzet, gerechnet. Alles schien in gewohnten Bahnen zu verlaufen. Seit zwei Wochen, nach dem technischen Ausfall von Christian Merli in Ilirska Bistrica, stand zum 10. Mal Simone Faggioli bereits vorzeitig als alter und neuer Euro-Champion bei den Rennwagen fest. Doch in der Kategorie 1 der Tourenwagen und GT wurde der Meister noch gesucht. Der Österreicher „Tessitore“ benötigte nur eine Zielankunft um den Europameistertitel der Berge erstmals wieder seit den frühen 1970er Jahren in die Alpenrepublik zu holen. Doch schon beim zweiten Trainingslauf passierte es, kapitaler Getriebeschaden am Audi R8 LMS. Die EM-Hoffnungen des Erich Weber drohten im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufzugehen, denn entsprechende Ersatzteile hatte man nicht zur Verfügung. Bis in die Nachtstunden wurde am silbergrauen GT-Boliden gearbeitet. Übrig blieb nur eine Notreparatur. Mit der Hilfe des Teams von Klassenkontrahenten Jan Milon gelang es dann schließlich den Audi wieder halbwegs flott zu bekommen, mit der bangen Frage ob die Flunder die zwei Rennläufe am Sonntag packen würde. Und „Tessitore“ und der Audi GT3 schafften es, zwar nur auf Rang 3 in der GT-Wertung, doch das war am Ende absolute Nebensache. „Danke an das Jantar Team von Jan Milon und Mario König“, so Erich Weber. „Dank Eurer Hilfe überlebt die Chance auf die FIA Berg-Europameisterschaft und nur so schaffte ich es heute unseren waidwunden Audi R8 LMS GT3 nach Eurer Wahnsinnsleistung einfach nur ins Ziel zu bringen. Sorry, an die Fans an der Strecke, meine Zeiten waren schlecht. Aber eine Zielankunft war das absolute Muss!“ Die GT-Gruppe gewann schließlich Milon im BMW Z4 GT3, ein verdienter Lohn für die überaus sportliche Geste. Somit nutzte der zweite Platz in Gruppe N dem Tschechen Tomas Vavrinec (Mitsubishi Lancer) nichts mehr, der somit in der Endabrechnung Rang 2 und FiA-Trophäe für sich einfuhr. Um den Tagessieg entbrannte, wie nicht anders zu erwarten, der übliche Zweikampf Faggioli gegen Merli. Und wie schon so oft in dieser Saison sollte die Entscheidung über den Streckenrekord fallen. In der Rekordzeit 2:05,395 min legte Simone Faggioli (Norma M20 FC V8) im letzten Lauf die Latte schon sehr hoch, doch Christian Merli (Osella FA 30 Fortech) revanchierte sich mit der neuen absoluten Streckenrekordzeit von 2:04,689 min wenigsten ein klein wenig für den entgangenen EM-Titel. Rang drei ging an an diesem Tag an Milos Benes […]

Defektteufel bringt die EM-Entscheidung

3. September 2017

Über die bislang zehn von zwölf Veranstaltungen in der Europa-Bergmeisterschaft lieferten sich die beiden Italiener Simone Faggioli und Christian Merli ein faszinierendes Duell um den EBM-Titel 2017. Streckenrekorde purzelten und die Gesamtsiege wurden durchweg  im Kampf um Hundertstelsekunden  untereinander ausgemacht. Im elektrisierenden Zweikampf der beiden „Ausnahmefahrer der Berge“ vermochte sich niemand, auch nur ansatzweise einzumischen. Für viele Insider und Fans überraschend, fiel beim vorletzten EM-Lauf am vergangenen Wochenende im slowenischen Ilirska Bistrica die Entscheidung zu Gunsten von Simone Faggioli, der im Zielauslauf vergeblich auf seinen Rivalen wartete. Was war passiert? Als Merli zu seinem zweiten und letzten Rennlauf starten wollte, streikte plötzlich der Fortech-Motor im Heck seines Osella FA 30 und ließ sich nicht wieder starten. Nachdem der Südtiroler am Mont Dore mangels Gegner nur halbe Punkte einfuhr, bedeutete die Nullnummer von Bistrica das Aus im EM-Duell. Ein Geschenk war der vorzeigte Titelgewinn für Faggioli jedoch beileibe nicht. Der Norma-Werksfahrer im Modell M20 FC schraubte erneut an der Rekordmarke für diesen Berg. Seinen nunmehr neunten EM-Titel in der Kategorie II krönte Faggioli mit zwei Laufzeiten unter der bislang unerreichten zwei Minuten-Schallmauer. Dies war sein sechste Gesamtsieg in der Slowenischen Kleinstadt. Auf Gesamtrang zwei landet dennoch ein Osella FA 30, und zwar der mit dem Tschechen Milos Benes hinter dem Steuer, vor dem EM-Urgestein Fausto Bormolini im Reynard Cosworth F3000. In der EM-Wertung der Kategorie I, der Produktionswagen und GT, geht das Rechenspiel weiter. Hier wird die Entscheidung um die Europameisterschaft definitiv erst in zwei Wochen beim Endlauf im kroatischen Buzet fallen. Tabellenführer Tessitore aus Österreich gab sich keine Blöße und siegte mit seinem Audi R8 LMS in der Gruppe GT über seinen Hauptkontrahenten Jan Milon aus der Slowakei im BMW Z4 GT3. Milon ist damit so gut wie aus dem Titelrennen heraus, dafür ist der Tscheche Tomas Vavrinec zum Hauptgegner von Tessitore herangereift. Der EM-Rückkehrer gewann mit seinem Mitsubishi Lancer die Gruppe N und besitzt vor Buzet 156 Punkte, inklusive Streichresultat. Tessitore, alisa Erich Weber, der zu Jahresbeginn die Organisationsleitung beim Rechberg-Rennen übernommen hat, muss aktuell neun Punkte (aus Polen) streichen und kommt so auf 170 Zähler. Gehen wir in zwei Wochen von einem N-Gruppensieg von Vavrinec aus, für den es 25 Punkte gibt, benötigt Tessitore 12 Zähler um als erster Österreicher, nach Johann Ortner den Berg EM-Titel zu holen. Ortner war 1970 und 1971 Titelträger auf einem Fiat Abarth.

Dicke Luft am Mont Dore – Eine Momentaufnahme der Berg EM

15. August 2017

Die Berg-Europameisterschaft entwickelt sich derzeit mehr und mehr zur Farce. Der sportliche Wert des einst so glorreichen Championats leidet. Dies wurde am vergangenen Wochenende beim neunten von zwölf Veranstaltungen am Mont Dore im französischen Zentralmassiv deutlich. Ein Grund dafür ist das Wirrwarr der nationalen Klassen und Gruppen, die nicht immer mit den FiA-Gruppen der EBM konform gehen. Dazu sinkt die Anzahl der Fahrer die permanent in der Berg-Europameisterschaft aktiv sind. Mit gutem Willen kann man aktuell 22 Aktive benennen die an der EM teilnehmen. Acht bei den Produktionswagen und GT sowie 14 bei den Renn- und Silhouettenfahrzeugen. Die einst vollbesetzten Produktionswagengruppen N und A, wo sich die Mitsubishis und Subarus tummelten sind verweist. Die Homologationen dieser Fahrzeuge laufen oder liefen aus und diejenigen die begonnen hatten, brechen nach und nach die Saison ab. Kurios ging es in diesen Gruppen am Mont Dore zu. Die beiden Tschechen Lukas Vojacek (Subaru Gruppe A) und Tomas Vavrinec (Mitsubishi Gruppe N) waren allein auf weiter Flur und kassierten als Gruppensieger halbe EM-Punkte. Vavrinec  landete mit seinem Lancer Evo 9 im zweiten Lauf in der Botanik und schleppte sich nach einer Notreperatur im letzten Lauf in über vier Minuten, fast eineinhalb Minuten länger als im ersten Durchgang  den Berg hoch, um wenigstens noch seine halben EM-Zähler zu retten. Vojacek „überführte“ drei Mal seinen Impreza STI WRX sichtlich unmotiviert ins Ziel – wen wundert´s. Ärger und Diskussionen gab es in der Gruppe der GT Fahrzeuge, die zusammen mit den Gruppen N und A einen eigenen Europameister der Kategorie 1 ausfahren. Die Ginetta G55 GT3 des Spaniers Sanchez wurde vorab noch wegen einer fehlenden GT3-Homologation noch in die Gruppe E2-SH umgestuft, in der danach Vladimir Vitver im Audi TT-R DTM nicht mehr als „Alleinunterhalter“ unterwegs war. EM-Leader „Tessitore“, der seit dem EM-Lauf in Polen seinen Porsche gegen einen Audi R8 LMS GT3 eingetauscht hat,  monierte jedoch zwei weitere GT-Renner als nicht dem GT3-Reglement entsprechend. „Die Brüder Philippe und Christian Schmitter aus Frankreich, fahren in ihren Lamborghini und Porsche kurze Getriebeeinheiten die nicht für die Berg EM homologiert sind und das ist allgemein bekannt. So wurden uns EM-Fahrern Punkte weggenommen“. Überhaupt finden sich nach dem sehr späten Rennende am Mont Dore, allein der erste Lauf hatte fünf Stunden gedauert, mindesten fünf Fahrer in der Resultatsliste der EBM, die zugleich in der separaten Ergebnisliste der französischen Meisterschaft auftauchen, jedoch mit abweichenden Gruppenbezeichnungen. Einmal in der EM geführt in der […]

Neuner-Schallmauer von Trento knapp verpasst

2. Juli 2017

Der Florentiner Simone Faggioli schaffte auf Norma M20 FC Zytek beim Berg EM-Lauf von Trento-Bondone eine historische Rekordmarke von 9 Minuten 00, 52 Sekunden und war fast sieben Sekunden schneller als im Vorjahr. Faggioli gewann zum neunten Mal  das von der Scuderia Trentina organisierte Rennen. Das Podium komplettierten mit Christian Merli und Diego De Gasperi zwei Trentiner auf Osella. „Ich bin begeistert und fast ungläubig“, waren Faggiolis erste Worte nach der Ziellinie. „Das habe ich nicht erwarten, diese Zeit zu erreichen. Es ist wichtig zu sagen, dass es die Arbeit des gesamten Teams und der Pirelli-Techniker war. Auch auf dem letzten Streckenteil, konnte ich den Angriff dank der ausgezeichneten Reifen fortzusetzen“.

1 2