Neuner-Schallmauer von Trento knapp verpasst

2. Juli 2017

Der Florentiner Simone Faggioli schaffte auf Norma M20 FC Zytek beim Berg EM-Lauf von Trento-Bondone eine historische Rekordmarke von 9 Minuten 00, 52 Sekunden und war fast sieben Sekunden schneller als im Vorjahr. Faggioli gewann zum neunten Mal  das von der Scuderia Trentina organisierte Rennen. Das Podium komplettierten mit Christian Merli und Diego De Gasperi zwei Trentiner auf Osella. „Ich bin begeistert und fast ungläubig“, waren Faggiolis erste Worte nach der Ziellinie. „Das habe ich nicht erwarten, diese Zeit zu erreichen. Es ist wichtig zu sagen, dass es die Arbeit des gesamten Teams und der Pirelli-Techniker war. Auch auf dem letzten Streckenteil, konnte ich den Angriff dank der ausgezeichneten Reifen fortzusetzen“.

Glasbach-Schallmauer vehement übersprungen

12. Juni 2017

Zwei gestandene Männer aus Italien stellten den Rest der 129 gemeldeten Teilnehmer aus 13 Nationen, beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, regelrecht in den Schatten. Die entsprechende Bühne für den „Kampf der Giganten“ und die spannenden Rennen in den einzelnen Klassen und Gruppen boten die Mannen um den „Glasbach-Macher“ Marcus Malsch in hervorragender Weise. Dabei ist es für die RSG-Altensteiner-Oberland, anhand der Streckenlänge von 5,5 km und einem Veranstaltungsgelände das sich über gut und gern über acht Kilometer erstreckt, wesentlich schwieriger die benötigte „Man-Power“ zusammen zu trommeln, als es für die meisten anderen DM-Veranstalter ist – und die haben schon ihre Probleme. Vom Zielauslauf auf dem Rennsteig bis hinunter auf den idyllischen kleinen Marktplatz des Fahrerlagerorts Steinbach, wo unter Einbeziehung der Bevölkerung an zwei Abenden die „Race-Party“ für Stimmung sorgte und am frühen Sonntagabend mit einer urigen Siegerehrung die Rennteams verabschiedet wurden, war alles perfekt aufgebaut und vorbereitet. Hatte man mit dem Ablauf des Trainingstages mit vielen Zwischenfällen noch Mühe den Zeitplan einzuhalten, lief es am Renntag wie am Schnürchen und die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel mit den Organisatoren um die Wette. So aufgestellt gehört die RSG in diesem Jahr mit Sicherheit zu den Top-Veranstaltern in der Berg-Europameisterschaft. Die vom Veranstalter RSG Altensteiner-Oberland genannten 10.000 Zuschauer wurden schon am Samstag von den beiden Streckensprechern auf das mögliche fallen der „Zwei-Minuten-Schallmauer“ eingestimmt. Diese sollte dann auch im alles überragenden Zweikampf der derzeit wohl weltbesten Bergrennfahrern Christian Merli und Simone Faggioli fallen. In Lauf eins blieb zuerst Faggioli im Norma Zytek V8 und dann Christian Merli, als letzter Konkurrent des Feldes, im Osella FA30 unter der magischen 120 Sekunden-Grenze. Die Vorentscheidung im italienischen Duell fiel im zweiten Durchgang, aus dem Merli mit fast einer Sekunde Guthaben auf seinen Erzrivalen hervor ging. Unglaublich, das Merli zum Abschluss im Labyrinth der 35 Kurven nochmals zulegen konnte und mit der neuen absoluten Rekordzeit von 1:58,440 min Faggioli um ganze 2,7 Sekunden distanzierte. Diese Rekordmarke bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 167 km/h, entsprechend einer Fahrstrecke von fast 46,5 Metern pro Sekunde, dies bei stehendem Start und inklusive Bremsschikane! Merli war übrigens der einzige der Top-Fahrer der sich im letzten Lauf noch steigern konnte. Dennoch ging es in diesem Tagessiegduell nur ums Prestige. In der EM-Wertung haben die Beiden ihre Gruppen deutlich gewonnen, und rangieren in der Zwischenwertung weiter punktgleich an der Spitze. Nahezu genauso souverän wie die beiden Italo-Stars, verkaufte […]

131 internationale Teams aus 13 Nationen am Glasbach!

6. Juni 2017

Am kommenden Wochenende findet das 22. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein/ Thüringen statt. Mit 131 internationalen Teams aus 13 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europabergmeisterschaft. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welcher das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt aktuell bei 2:01:557 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen Bad Liebenstein/ Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer permanenten Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser betrug lediglich 0,8 sec. im Gesamtergebnis. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld alle aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger Simone Faggioli (ITA) und seinem direkten Verfolger Christian Merli (ITA) haben auch starke Konkurrenten aus Frankreich und Tschechien genannt. Dies verspricht schon jetzt Spannung pur! Einzigartig ist ebenfalls dass direkt im Ortsbereich Steinbach gelegene Fahrerlager. Hier wird einmal mehr deutlich, was Motorsport zum Anfassen heißt. Neu ist in diesem Jahr, dass bereits die Qualifikationsläufe am Samstag in die Punktewertung eingehen und gleichzeitig die Startreihenfolge für die Wertungsläufe am Sonntag vorgeben, welche jeweils um 08.30 Uhr starten. Bereits am Freitag findet um 17 Uhr im Startbereich eine große Pressekonferenz statt. Im Anschluss wird das 22. Internationale ADAC Glasbachrennen offiziell eröffnet und die Teilnehmer sind mit Präsentationsfahrten auf einem Teilstück der fertig präparierten Bergrennstrecke zu erleben. An diesem Abend besteht die Möglichkeit für alle interessierten Vertreter der Presse in einem Renntaxi selbst Platz zu nehmen. Ergänzt wird dies durch die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag im Ortszentrum von Steinbach und der ebenfalls dort stattfindenden Siegerehrung am späten Sonntagnachmittag. Das Glasbachrennen ist nicht nur direkt vor Ort zu erleben, sondern weltweit über den Live Stream auf www. glasbachrennen.de zu sehen. Bereits im letzten Jahr verfolgten über 40.000 Zuschauer das Rennen in 35 Ländern. Für alle Interessierten rund um das Glasbachrennen gibt es alle News ebenfalls über den Ereignishörfunksender „Glasbach FM“ auf 90,8. Weitere Informationen rund um das Internationale ADAC Glasbachrennen finden Sie unter www. glasbachrennen.de oder Facebook.

Racing-Team-Trier feiert im Juni 50. Vereinsjubiläum

18. Mai 2017

Seit 50 Jahren gibt es das Racing Team Trier (RTT) e.V. im ADAC. Am zweiten Wochenende im Juni, genau am Samstag, 10. Juni, feiern die 55 Vereinsmitglieder zusammen mit ihren Gästen das Jubiläum in Kesselstatts Weinkeller. Ein Termin mit Symbolgehalt, richtete bis vor einigen Jahren der Verein zu diesem Termin immer das Trierer Bergrennen aus. Die Trierer Online-Plattform „Reporter“ traf sich aus diesem Anlass mit Manfred Kronenburg, der seit 1976 die Geschicke des RTT als Vorsitzender lenkt. Irgendwo in Trier-Süd. Hinter dem Haus erstreckt sich ein gepflegter Garten. Eine Oase der Ruhe, fernab von jeglichem Verkehrslärm. ‟Hier haben wir schon zu Zeiten der Trierer Bergrennen zusammen mit Rennsportfreunden und deren Ehefrauen gefeiert‟, erinnert sich Manfred Kronenburg. Zusammen gefeiert, das war dem Verein von jeher wichtig. ‟Den gesellschaftlichen Teil haben wir immer genauso gepflegt wie den sportlichen. Der gehörte und gehört für uns zum Sport dazu.” Der Sport. ‟Anfangs hatten wir Probleme mit unserem Namen. Racing Team Trier. Für viele Menschen waren wir die Raser.” Manfred Kronenburg schmunzelt. Und das aus gutem Grund. Bis 2008 war er als Landesbeamter Leiter der Bußgeldstelle am Polizeipräsidium Trier. Mit den Rasern stand er nicht gerade auf freundschaftlichem Fuß. Wohl aber mit dem Rennsport. Kronenburg gehört nicht zu den RTT-Gründungsmitgliedern. Er stieß erst ein halbes Jahr später dazu. Von den anfänglichen Mitgliedern sind neben dem Vorsitzenden heute noch drei aktiv: Wofram Ornau, Erwin Seiwert und Otto Schroeder. Beruflich sind Ornau, Seiwert, Schroeder und Kronenburg bereits im Ruhestand. ‟Im RTT gibt es inzwischen etliche Rentner‟, stellt Manfred Kronenburg  nachdenklich fest. Und schiebt nach einer kurzen Weile mit einem schelmischen Grinsen nach: ‟Eigentlich könnte man heute das Kürzel RTT neben der tatsächlichen Bedeutung auch auf zwei weitere Weisen definieren: Rentner Team Trier oder Reise Team Trier.” Denn auch wenn der RTT die Rallye Deutschland oder die legendären Bergrennen nicht mehr ausrichtet, am Geschehen in der europäischen Renn- und Rallyeszene sowie am gesellschaftlichen Leben nimmt der Verein unverändert Anteil. Die Bergrennen. Das war das Jahr 1971. Unter der Führung von Norbert Bauer, dem damaligen RTT-Vorsitzenden, riefen die Trierer Motorsport-Enthusiasten das Bergrennen ins Leben. Gefahren wurde auf der Kreisstraße 82, eine kurvenreiche Bergstrecke von Fell nach Thomm. Anfangs fanden diese Rennen noch ohne nationale oder internationale Wertungen statt. ‟Damals gab es 40 Bergrennen in Deutschland‟, sagt Kronenburg. Das Bergrennen in der Region Trier etablierte sich, wurde 1981 als Ausrichter bei der deutschen Bergmeisterschaft aufgenommen. ‟Bis 1990 hatten wir überwiegend deutsche Spitzenfahrer […]

EM-Auftakt nach Maß am Rechberg – Schreckmoment für Waldy

23. April 2017

Der Auftakt zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Österreich hielt alles, was sich die Kenner der Szene erhofft hatten. Das Almenland in der Gegend um Fladnitz in der Steiermark präsentierte sich gottlob schneefrei und vor allem trocken. Dennoch war es genauso stürmisch und „saukalt“ wie in 2016. Die rund 200 Teilnehmer aus neun europäischen Nationen mussten teilweise eine Anreise durch tief verschneite Regionen in Kauf nehmen. Die neue Organisation um Erich Weber funktionierte sehr gut, vor allem das neue Konzept im Training das vorsieht mit rot aufgehaltene Fahrer nicht mehr zurückzuholen und neu starten zu lassen, sondern nach italienischem Vorbild nach Beseitigung der Blockade einfach weiter Richtung Ziel zu schicken, brachte Vorteile. Lediglich eine um fast eineinhalb Stunden verzögerte Siegerehrung hätte man bemängeln können. Doch es bleibt festzuhalten, das neue Orgateam hat sich bewährt. Was vor Wochen noch als „ein Ding der Unmöglichkeit“ angesehen wurde, entpuppte sich am Rennwochenende wider erwarten zur Realität. Österreichs Berg-Legende Herrmann Waldy, der sich über Monate mit Hilfe von Ärzten und Rehateams schindete, um seine inkomplette Querschnittslähmung zu überwinden, hatte es tatsächlich geschafft und steuerte am Trainingstag seinen Tatuus-Formula Master mit 2-Liter Honda-Motor die Rechberg-Bundesstraße hinauf. Der 69-Jährige hatte sein Ziel wieder in seinen Rennwagen zurückzukehren, mit unbändigem Willen erreicht. Doch am Renntag musste Waldy Senior einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Im Streckenabschnitt Harrer-Höhe überschlug sich Waldy mit seinem Auto mehrfach, der Bolide blieb auf dem Rücken liegen. Der Kärntner war sofort ansprechbar, wurde von Streckenposten aus dem Auto geholt und konnte gestützt selbstständig gehen. Waldy wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Eine Computer Tomographie zeigte aber keinerlei Verletzungen. Auch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Gesellschaft bei der Untersuchung im Spital hatte Waldy leider auch vom Deutschen Sportwagen-Senior Erich Öppinger, der sich mit seinem Osella PA16 BMW ebenfalls überschlug. In beiden Fällen gab es aber später Entwarnung von der Rennleitung. Rein sportlich gesehen stand das Duell der beiden italienischen Elitefahrer Simone Faggioli und Christian Merli einmal mehr im Brennpunkt des Interesses. Vor allem wie der neue Fortech-V8-Motor in Merlis Osella FA30 einschlagen würde, war die große Frage. Und er schlug ein! Doch zuerst donnerte Serieneuropameister Simone Faggioli in 1:53,783 von Tulwitz nach Rechberg. Der Norma-Pilot verbesserte damit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Aber Vorjahressieger Christian Merli war noch schneller. In 1:52,916 war Merli zwei Sekunden schneller als Faggioli im Vorjahr und der erste Mensch der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 160 km/h den Rechberg bezwang, was die Sicherheitsexperten der […]

Geheimnis um Merlis Motor gelüftet

16. April 2017

Am Wochenende nach Ostern ist „kick off“ der diesjährigen Berg-Europameisterschaft beim Rechberg-Rennen in Österreich. Einer der Titelfavoriten in der Rennwagengruppe ist erneut der Italiener Christian Merli. Vor einigen Wochen sorgte die Meldung von einem Wechsel des Motorkonzepts im Heck des Blue City-Osella FA 30 für Schlagzeilen. Details zum neuen Motor kamen erst jetzt an die Oberfläche. Der Fortech 3000 V8 stammt aus den Händen des venezianischen Unternehmens Fortech Race Technology und basiert auf dem Motorblock und den Zylinderköpfen von Zytek. Alle anderen Komponenten wurden von Fortech selbst entwickelt. Nach den Tests und dem ersten Rennen in Italien ist Christian Merli optimistisch. „Wir müssen noch am Feintuning arbeiten, doch der Ausgangspunkt ist sehr gut und der Motor sehr stark. Der große Unterschied zum bislang verwendeten englischen RPE-V8  ist ein besseres Ansprechverhalten bei niedrigeren Drehzahlen, das in langsamen und engen Passagen eine bessere Performance bieten wird“. Unterdessen wurden für die Beschickung des Osella FA 30 Fortech V8 in die Europameisterschaft ein neues Einsatzteam gegründet. Christian Merli konnte hierzu seinen Sponsor und Gönner Daniele Sontacchi, den Inhaber von Blue City gewinnen. Das neue Team hat seine Basis in Pietramurata in der Nähe von Trento, wo auch die Rennwagen vorbereitet werden. „Wir haben beschlossen die notwenigen Strukturen und das technische Niveau zu schaffen, um mein Auto in der EBM sowie einen Osella PA21 Jr B 1000, für Luc Splitaler zu betreuen. Er wird sechs Rennen in der Italienischen Bergmeisterschaft CIVM bestreiten“, so Merli weiter. Für 2018 planen wird weiter zu expandieren“. Werksunterstützung erfährt Merli und sein Team auch weiterhin von Chassis-Hersteller Osella. In den Hallen von Enzo Osella und der Firma Evotech wurde über den Winter das Heck des FA30 an den neuen Motor angepasst, aerodynamisch weiterentwickelt und die passende Telemetrie eingebaut.

Tschechisches Jungtalent hoffnungsvoller EM-Aufsteiger

27. März 2017

Der erst 23-jährige Tscheche Petr Trnka, wird als amtierender Vize-Meister der Kategorie II des FiA Hillclimb Cup, ab der bald beginnenden Saison in die Berg-Europameisterschaft aufsteigen. Das Talent aus der mährischen Kleinstadt Sternberk, bekannt Masters-Austragungsort 2016 und EM-Lauf Gastgeber, wird einen Ligier JS53 Evo mit 2-Liter Honda-Motorisierung pilotieren. Außer den beiden „Ausreißern“ im EM-Kalender, den Rennen in Spanien und Portugal, plant Trnka an allen weiteren EBM-Veranstaltungen teil zu nehmen, also auch beim ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni 2017.

BMW Z4 GT3 für die Berg EM 2017

21. März 2017

Der Slowake Jan Milon wird in der Berg-Europameisterschaft 2017 einen über 500 PS starken BMW Z4 GT3 pilotieren. Der spektakuläre V8-Bolide wird derzeit auf dem Fahrdynamikprüfstand bei KW Automotive im schwäbischen Fichtenberg für sein neues Terrain abgestimmt. Milon und sein Jantar Team planen die Teilnahme an allen EBM-Läufen. Der 47-jährige aus dem bekannten Kurort Trencianske Teplice war bereits in der Vergangenheit im Autocross, Rallye und Rundstreckensport unterwegs und steuerte bis zuletzt einen Skoda Fabia WRC am Berg.

Zeitenwende am Rechberg – Weber übernimmt von Seitinger

26. Februar 2017

Seit 1972 gibt es das Rechberg-Rennen in der österreichischen Steiermark. Bislang 45-mal ging der „Große Bergpreis von Österreich“ auf der Rechberg-Bundesstraße über die Bühne. Und 45-mal war es auch Ehrenfried Seitinger der dabei die Fäden der Organisation in Händen hielt und das Rechberg-Rennen zu dem machte was es heute ist, nämlich einem der traditionsreichsten Rennveranstaltungen der Alpenrepublik und zu einem der beliebtesten Rennen im Rahmen der Berg-Europameisterschaft, wie sie seit dem Jahr 1981 an diesem Berg ausgefahren wird. Ehrenfried Seitinger, der im vergangen Herbst seinen 80. Geburtstag feiern konnte, kündigte schon zum letztjährigen Rennereignis seinen Rücktritt an. Zwischenzeitlich wurde mit Erich Weber ein neuer „Macher“ für die Gesamtorganisation gefunden. Erich Weber, alias TESSITORE, kennen viele als aktiven Rennfahrer aus der Berg-Europameisterschaft. Der Mann aus Bruck an der Mur belegt mit seinem Porsche 997 Cup Rang fünf in der letztjährigen EM-Wertung der Kategorie I, dass als bester GT-Pilot. Somit kennt sich Weber, der bereits in den späten 1990er Jahren mit einem PRC-2-Liter Sportwagen den ersten Teil seiner Karriere bestritt, im Metier Bergrennen bestens aus. „Als aktiver Motorsportler bemühe ich mich zukünftig auch darum, dass wir ein wenig moderner werden und unser Marketing verbessern“, skizziert Weber seine Marschrichtung. „Dazu gehören auch ein aktueller Facebook Auftritt, ein neues Logo und eine laufend aktuelle Internet-Homepage. Bestandteil unserer Neuerungen ist auch das neue ONLINE Nennsystem für die Teilnehmer, auf www.rechbergrennen.com sowie für die Fans ein eigener Ticketshop, für die vergünstigten Vorverkaufskarten“. Aber ganz wird sich Ehrenfried Seitinger von seinem Lebenswerk noch nicht zurückziehen. „Ja, der Ehrenfried ist heuer noch im „zweiten Glied“ dabei, aber alles was wirklich wichtig ist, entscheide ich“, so Erich Weber gegenüber unserer Webseite. „Rennleiter ist weiterhin Jakob Schrittwieser, aber er darf jetzt mehr selbst entscheiden. Ihm zur Seite stehen Mario Klammer, selbst aktiver Rallyefahrer und Organisator der Rallye Weiz, sowie Peter Eibisberger (ebenfalls Aktiver und Mit-Organisator bei der Rallye Weiz). Dazu konnten wird mit Omikron eine neue Zeitnehmung, mit einem Internet-Livetiming für all jene die zu Hause bleiben müssen, verpflichtet. Auch der Ablauf wird ein wenig gestrafft, damit wir das geplante Mammutprogramm, mit der modernen und historischen EBM, der Österreichische modernen und historischen Meisterschaft sowie die Wertungsläufe der Slowakischen und Slowenischen Berg-Meisterschaften durchbringen“. Am 22./23. April 2017, dem großen Rennwochenende von Fladnitz an der Teichalm, wird Erich Weber dennoch unter seinem Pseudonym TESSITORE auf der Rechberg-Bundesstraße zwischen Tulwitz und der Rechbergpasshöhe bei Semriach, im Rennauto sitzen. Denn der 50-jährige Geschäftsführer visiert […]

Christian Merli mit neuen Motor im Rücken

6. Februar 2017

Seit ein paar Tagen ist es offiziell, der Osella FA 30 des amtierenden Vize-Europa-Bergmeisters der Kategorie II Christian Merli, wird einen neuen Motor für die Saison 2017 bekommen. Die Vorbereitungen hierzu haben im Hause Osella bereits begonnen. Somit wird wohl die Zusammenarbeit mit dem britischen Motorenbauer RPE, dessen Konzept aus zwei Motorradmotoren einen V8-Motor zu koppeln bestand, vorerst beendet sein. Zum Einsatz wird künftig wieder ein konventionelles 3-Liter-V8-Triebwerk kommen, verbunden mit der Hoffnung wieder auf Augenhöhe mit der Meisterkombination „Norma-Zytek-Faggioli“ zu sein. Welches V8-Aggregart genau nun im Heck des Werks-Osella seinen Platz finden wird, ist zurzeit noch nicht zu erfahren. Experten gehen jedoch von zukünftiger „Waffengleichheit“ aus, also einem Zytek V8-Block. „Mein Auto wird grundlegend verändert werden, insbesondere im Heck, mit einem neuen Achtzylinder 3-Liter Motor mit größerem Drehmoment und ein paar PS mehr Leistung“, freut sich Christian Merli. „Wir hoffen, es ist ein kluger Schachzug. Es ist meine Absicht, die Berg-Europameisterschaft erneut in Angriff zu nehmen und dazu bei ein paar Rennen der Italienischen Bergmeisterschaft am Start zu sein. Auf die Mechaniker von Osella wartet noch viel Arbeit. Das Gewicht und das Volumen der bei beiden Motoren ist sehr unterschiedlich. Damit verbunden sind Anpassungen an der Aerodynamik, der Gewichtsverteilung und der Übersetzung. Kurz gesagt, es beginnt alles wieder von neuem und jedes Rennen wird in seiner Art und Weise anders sein als die letzten Jahre. Das Wichtigste ist, den Fahrplan der Umbauarbeiten zu halten und möglichst vor den ersten Rennen zu testen. Das wird entscheidend sein, um beim ersten Rennen, das für den 23. April am Rechberg in Österreich geplant ist, schon konkurrenzfähig zu sein“.

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