Europas Topfahrer fasziniert vom Glasbachrennen

11. Juni 2018

Herrlicher Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begleiteten das diesjährige 23. Internationale ADAC Glasbachrennen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald bei Bad Liebenstein. Mit einer spektakulären Zeit von 1:58:395 min unterbot der Italiener Christian Merli seinen eigenen Streckenrekord vom Vorjahr um einen Wimpernschlag und erreichte dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 245 km/h auf der mit 35 Kurven bestückten und 5,5 km langen Naturrennstrecke zwischen Bad Liebenstein und dem Rennsteig. Über 12.000 Fans begleiteten den einzigen Europabergmeisterschaftslauf in Deutschland über das gesamte Wochenende. Bei zunächst unsicheren Wetterprognosen für das Rennwochenende mussten sich die 151 Fahrer aus 12 Nationen auf ein Wetterlotteriespiel einstellen, so schlimm kam es aber nicht. Nur ein kleiner Schauer im Verlauf des zweiten Durchgangs erwischte das Renngelände. Danke der Wertung zwei aus drei, hatte die Nässe kaum Folgen und am Ende ging Christian Merli mit einer unglaublichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h als Sieger hervor. Es war ein sehr spannendes Wochenende für den Italiener, denn seine Konkurrenten Sebastien Petit (FRA) und Christoph Lampert (AUT) waren ihm dicht auf den Fersen. Am Ende siegte Christian Merli mit einem Vorsprung von 7,288 sec in der Gesamtwertung vor seinen Konkurrenten. Bei den Meisterschaftsläufen zur Deutschen Bergmeisterschaft setzte sich Thomas Conrad gegen die internationale Konkurrenz durch. Erstmals waren auch 15 Fahrer aus Luxemburg zum Glasbachrennen am Start. Guy Demuth konnte mit einer Zeit von 2:06.949 min nicht nur gegen seinen Luxemburger Konkurrenten durchsetzen, sondern erlangte auch im Gesamtklassement einen hervorragenden 4.Platz. Rund 360 Helfer in der Organisation sorgten über das gesamte Wochenende bei Fahrern, Zuschauern und Medien für ein rundum gelungenes Wohlfühlwochenende. Die große Gastfreundschaft im Örtchen Steinbach ist wohl auch einer Schlüssel zum Erfolg diese Events. Die große Akzeptanz der Rennveranstaltung in und um Steinbach, lässt sich gut an der Anzahl der mit Stolz getragenen „Glasbach-T-Shirts“ fest machen. Bei den gemütlichen Rennparty-Abenden auf dem kleinen Steinbacher Markplatz war man steht’s von T-Shirtträgerinnen und Trägern mit dem Glasbachlogo umringt. So manche Neuigkeiten und Verbesserungen auf dem Veranstaltungsareal wären noch Erwähnenswert, doch kommen wir nun zum sportlichen Report. Das Christian Merli mit seinem Osella FA 30 Zytek LMR als einziger die 2-Minuten-Schallmauer knacken und kein weiterer Fahrer den Südtiroler ernsthalft gefährden kann, war spätestens nach dem Training klar. Die schwierigen 5,5 Kilometer auf den Sattel des Rennsteig ließen sich in allen Klassen und Gruppen die Zeitabstände deutlicher herausbilden als sonst wo. In der Gesamtwertung entbrannte so ein Kampf um Rang zwei, […]

EM-Vorentscheidung in Tschechien

5. Juni 2018

Christian Merli im Osella Zytek FA30 LRM heißt der Gesamtsieger und neue Streckenrekordhalter beim Berg-EM Lauf „Ecce Homo“ im Tschechischen Sternberk. Das traditionsreiche Rennen war bereits die 5. Runde der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft.  Der Pilot des Team Blue City Motorsport dominierten sowohl im Training als auch in beiden Rennläufen auf der 7,8 km lange Bergrennstrecke, die sich anfangs am Stadtrand Sternberks entlang schlängelt. „Was soll ich sagen? Ich hoffe, dass es so weitergeht. Ich bin überglücklich. Der erste Durchgang in der Mittagszeit war für mich sehr gut, der Osella war perfekt“, schwärmte Merli. „Bei der Zieldurchfahrt hatte ich ein paar Regentropfen auf meinem Visier, was mich aber nicht daran hinderte, die Bestzeit zu setzen und den Streckenrekord um zwei Sekunden zu verbessern. Danach begann kräftiger Gewitterregen. Vor dem zweiten Lauf waren wir unentschlossen mit der Reifenwahl. Wir haben uns dann in letzter Minute für die Intermeds entschieden und das war die richtige Wahl. Als ich mich versah, tröpfelte es erneut im oberen Streckenteil. Der Asphalt im Unterholz und auf den letzten Metern vor dem Ziel blieb nass. Mit unserer perfekten Reifenwahl konnte ich den Sieg nach Hause fahren. Fantastisch. Jetzt freuen wir uns auf das nächste EM-Event beim Glasbachrennen in Deutschland „. Lange Gesichter sah man am Ende beim Team von Simone Faggioli. Er und sein Teamkollege Diego Degasperi waren die einzigen Piloten die auf profillose Slikreifen setzten und damit „baden“ gingen. Die Tagesendwertung führte den Italiener nur auf Rang drei. Aber schlimmer noch, in der E2-SC Gruppenwertung war Faggioli nur Zweiter und damit waren wichtige EM-Zähler weg. Nach diesem zweiten Missgeschick in der ersten Halbsaison, sind die Chancen Faggiolis auf eine erneute Titelverteidigung rapide gesunken, zumal er beim Glasbachrennen am kommenden Wochenende nicht gemeldet hat und sich statt dessen auf sein erstes Abenteuer beim Pikes Peak Bergrennen in den USA (mit einem speziellen Norma-Rennwagen) vernünftig vorberieten möchte. Aktuell führt der Italiener Andrea Bormolini im Osella PA 20 aus der Gruppe CN die EM-Wertung, vor Christian Merli an. In der Tageswertung ging für den Lokalmatador Vaclav Janik im Norma M20 FC auf Platz zwei ein Traum in Erfüllung. „Als ich am Montagmorgen aufwachte, musste ich mich selbst kneifen, ob ich nicht doch alles nur geträumt hatte. Dann ging mein Blick auf die Ergebnisse des Rennens um sicher zu sein. Das Datum stimmte und ja, es ist wahr!“ Ein weiterer Einheimischer Pilot landete mit Milos Benes im Osella FA 30 auf Rang vier, vor dem weiter für Furore sorgenden Vorarlberger Christoph Lampert, ebenfalls auf […]

Viva Italia – Gubbio Austragunsort des Hillclimb Masters 2018

1. Juni 2018

Nun ist endlich alles in trockenen Tüchern und mit einem halben Jahr Verspätung wurden jetzt Ross und Reiter, sprich Veranstalter, Austragungsort und Datum für das dritte FiA Hillclimb Masters genannt. Dank der Zusammenarbeit zwischen den italienischen Organisatoren der Trofeo Fagioli im mittelitalienischen Gubbio, der FIA-Bergkommission ​​und der italienischen Motorsport-Organisation ACI Sport, wird das derzeit größte internationale Ereignis im Bergrennsport, zum ersten Mal in Umbrien statt finden. Hingegen der ursprünglichen Termingebung der FiA, findet das dritte Masters der Geschichte, jetzt eine Woche später vom 12. bis 14. Oktober 2018 statt. Das Bergrennen von Gubbio, rund 40 km nördlich der Stadt Perugia gilt im Kalender der Italienischen Bergmeisterschaft wegen seiner nahen Altstadt als das „Monte Carlo der Bergrennen“. Vom 17. bis 19. August ist man an gleicher Stelle auch Gastgeber der 53° Trofeo Luigi Fagioli, achter Lauf der italienischen Meisterschaft (CIVM). Die Strecke für das FiA Hillclimb Masters im Oktober wird jedoch um 840 Meter verkürzt und misst nur 3,31 km. Der Start erfolgt dann außerhalb der umbrischen Stadtmauern. Die Strecke führt durch die geologisch bekannte Schlucht Bottaccione zum Ziel in Madonna della Cima. Weiter Infos: Strecke auf Google Maps www.trofeofagioli.it

Merli in Spanien im Pech – Faggioli holt auf

22. Mai 2018

Bis zum zweiten Rennlauf beim vierten Berg-EM Lauf der Saison, dem 47. Subida Al Fito in nordspanischen Baskenland, lief für den italienischen Osella-Werksfahrer Christian Merli alles nach Plan. Der Mann aus dem Trentino dominierte im Training und im ersten Rennen klar. Doch dann, in „Carrera 2“ bricht  an Merlis Osella FA30 die rechte Hinterachse und der Pilot des Blue City Motorsport Teams muss aufgeben. Bitter fällt die Resonanz Merlis aus. „Ein dummer Fehler. Die Achswellen werden in der Regel zu einem festen Termin ersetzt und wir waren weitgehend im Rahmen dieser Routinewartung. Natürlich kann sowas passieren, aber wir haben einen bitteren Beigeschmack. Im ersten Anstieg lief alles gut. Wir haben im Rennen bis zu diesem Zeitpunkt dominiert und sogar einen neuen Streckenrekord markiert. Dennoch kehren wir mit null Punkten nach Hause zurück und dieses Rennen wird das Streichresultat der ersten Saisonhälfte bilden. Jetzt dürfen wir in den nächsten beiden Rennen von Ecce Homo und Glasbach keine Fehler mehr machen. Der Wunsch zu gewinnen bleibt. Der Rennsport ist so, aber dieses Wochenende ist schwer zu verdauen.“ Auf der 5,350 km langen Bergpiste in Asturien siegte nach Merlis ausscheiden, Simone Faggioli klar und deutlich, nach zwei Läufen und fast 7,5 Sekunden vor dem Franzosen Sebastien Petit (beide Norma M20 FC). Rang drei ging an den Spanier Javier Villa Garcia im kleinen BRC B53 „CM-Renner“.

Faggioli mit hauchdünnem Sieg in Portugal

14. Mai 2018

Die ersten Station der Tour über die iberische Halbinsel führte den harten Kern der EBM-Fahrer zur Rampa da Falperra in den Norden Portugals. Auf Einladung eines begrennverrückten portugiesischen Unternehmers nahm auch der Schweizer Reto Meisel die „kleine Weltreise“ auf sich und wird dann auf dem Rückweg, am kommenden Wochenende, im Baskenland beim spanischen EM-Lauf von Al Fito antreten. In Portugal angekommen, wurde der Mercedes SLK 340 Judd V8 gleich in den Farben des einheimischen Gönners aufwendig und komplett foliert und erstrahlte danach in ungewohnter Art und Weise. „Leider endete unser erstes Rennen auf der iberischen Halbinsel mit einer Enttäuschung“, resümierte Meisel. „Erhofft hatten wir sommerliche Wetterverhältnisse, wurden dann aber durch den Atlantikeinfluss regelrecht unterkühlt und teilweise durchnässt. Vor unserem ersten Rennlauf am Sonntag wechselten wir viermal die Räder, weil es immer wieder kurz regnete. Auf nicht komplett abgetrockneter Strecke gelang uns dann doch nach rund 30 Minuten Wartezeit an der Startlinie (Unterbruch auf Grund Unfalls von Renzo Napione) mit Sliks ein einigermaßen akzeptabler Lauf. Das Wetter meinte es dann doch noch gut und es trocknete ab 16 Uhr ab. Doch leider machte uns ein weiteres Mal die Defekthexe einen Strich durch die Rechnung. Dieser verflixte Anlasser aus England gab kurz vor der Startlinie zum gefühlt zehnten Mal den Geist auf. Die logische Schlussfolge ist, dass wir nun endgültig alles umbauen werden und auf einen bewährten Anlasser von Bosch zurückgreifen. Trotzdem hoffen wir, dass wenigsten der Ersatzanlasser das Rennen am kommenden Wochenende in Fito überlebt. Um den Gesamtsieg rauften wie gewohnt Simone Faggioli im Norma und Osella-Waffe Christian Merli. Beide fuhren je einmal Laufbestzeit und Merli sogar neuen Streckenrekord in 1:47,890 min und einem Schnitt von 173,51 km/h. Nach der finalen Zieldurchfahrt siegte dennoch zum insgesamt sechsten Mal Faggioli hauchdünn vor Merli. Faggioli ist unterdessen noch immer im 2017ner Modell des Norma M20 FC unterwegs. Das weiter verfeinerte Modell 2018 soll dann erstmals Anfang Juni in Ecce Homo (Tschechien) zum Einsatz kommen. Eschdorf-Sieger Sebastien Petit punktete auf Gesamtrang drei erneut erfolgreich in der EM-Wertung. Nach seiner gelungenen Premiere mit seinem flammneuen Norma M20 FC Judd V8 von Eschdorf, machte sich der Luxemburg ex-Champion Guy Demuth ebenfalls auf die über 1900 km lange Anfahrt ins Umland von Braga. Demuth kam erneut bestens mit dem noch ungewohnten Boliden zurecht und lande am Ende auf Platz vier, noch vor dem spanischen ex-Europameister der 80er und 90er Jahre Andres Vilarino, gleichfalls auf Norma V8, der […]

Merli führt nach Rechberg erstmals die EM an

23. April 2018

Die diesjährige Saison in der Berg-Europameisterschaft verspricht hochinteressant und spannend zu werden – dass mit Sicherheit mehr als in den Vorjahren. So lautet die Erkenntnis nach dem zweiten von zwölf Rennen der EBM vom vergangenen Wochenende am österreichischen Rechberg. Das traumhafte Frühlingswetter lockte die Fans in großen Schaaren ins steirische Almenland. Und auf den Wiesen und Almen entlang der rund 5 km langen klassischen Bergrennstrecke verlebten die Zuschauer einen herrlichen Renntag. Nur wenigen Unverbesserlichen stiegen die Unvernunft und der Alkohol zu Kopf, die dann von der Polizei aus den Sperrzonen entlang der Rechberg-Bundesstraße geholt werden mussten. Diese war im Vorfeld, von Posten 3 bis Posten 16 neu asphaltiert worden. Dass noch ein recht frischer Belag zuweilen rutschig sein kann, mussten einige Piloten am eigenen Leib erfahren, darunter auch der Tscheche Dan Michel (Lotus Elise) und der Schwarzwälder Alexander Hin. Beiden drehte es bei Highspeed den „Hintern weg“ und sie krachten in die Betonelemente. „Leider kein Glück am Rechberg für uns“, resümierte Hins Team-Chef und Konstrukteur Emanuel Pedrazza. „Alex verlor unseren PRC S4 ITC beim anbremsen der Puntigammer Kurve mit über 225 km/h. Obwohl das Fahrzeug eine 14 Jahre alte Konstruktion ist hat der PRC S4 mit Alex Hin zuvor gezeigt, dass wir mit Ausnahme von Merli und Faggioli mithalten können. Wir werden reparieren und schnellstmöglich zur nächsten Attacke blasen“. Die bereits angesprochenen „Italo-Stars“ Christian Merli im Werks-Osella FA 30 und Simone Faggioli im Werks Norma M20 FC bestimmten die beiden Rennläufe am Sonntag in gewohnter Art und Weise. Wie schon ein Wochenende zuvor am französischen Col St. Pierre musste Faggioli seinen Landsmann überraschender Weise ziehen lassen. Vor Wochenfrist gab ein seltener Fahrfehler den Ausschlag zu Gunsten Merlis. Diesmal war es aber unverkennbar Merlis blendende Form, die schlussendlich zum deutlichen und dritten Rechberg-Gesamtsieg in Folge des Südtirolers führte. Ganze 6,5 Sekunden Poster sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem ebenfalls überraschenden Tagessieg am Col St. Pierre des französischen Meisters Sebastien Petit im Norma M20 FC, war man auch am Rechberg auf dessen Abschneiden gespannt. Das Team Petit Autosport plant insgesamt an acht Läufen der aktuellen Berg EM teilzunehmen und kann so zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden, zumal Faggioli wegen seines Starts am Pikes Peak in den USA mindestens einen EM-Laufen auslassen muss und sich somit keine weiteren Patzer mehr leisten kann. Christian Merli muss am 22. Mai nochmals in Slowenien vor Gericht erscheinen, wo weiter die Geschehnisse um den letztjährigen EM-Lauf […]

FIA erwägt revolutionär neue Fahrzeugeinteilung in Performance-Klassen

1. April 2018

Eine ambitionierte Reform der zahllosen Klassen- und Gruppeneinteilungen der Rennfahrzeuge bei nationalen und internationalen Bergrennen auf Basis des „Performance Factor Konzepts“ wird in der Saison 2018 von der FIA erprobt. In aller Bescheidenheit ist der Bergrennsport eine von wenigen Motorsportarten, die sich noch rühmen kann, zu den Menschen vor Ort zu kommen und offen zugänglich zu sein. Das durchschnittliche Niveau der Teilnehmerzahlen am Berg ist hoch. Ungewöhnlich ist es nicht, dass mehr als 150 Teilnehmer, oder sogar an die 200 Autos, an die Startlinie der gleichen Veranstaltung rollen. Die Magie dieser traditionellen Disziplin verzaubert weiterhin. Für die Fahrerinnen und Fahrer ist die Herausforderung zwar meist kurz, aber dafür intensiv und anspruchsvoll, und für das Publikum ist das hautnahe Spektakel einzigartig, aber auch die Vielfalt der konkurrierenden Autos ist ansprechend. Im Bergrennsport ist daher eine Standardisierung und Einteilung  von Rennfahrzeugen nicht so einfach, wie in vielen anderen Disziplinen. Das heißt, die Stärke dieser Motorsportspielart kann manchmal auch eine Schwäche sein. Die Vielfalt der Autos, die bei Bergrennen antreten, machen die Regularien für alle Beteiligten, ob Fahrer, Organisatoren, Sport- und Technikkommissare, Medien oder Zuschauer, sehr komplex. Gerade für letztere ist es schwierig da den Durchblick zu behalten. Zum einen leiden Bergrennserien und Meisterschaften, die ausschließlich auf den FIA-Homologationsgruppen N, A, R, GT usw. basieren, wie beispielweise die FIA​​-Europameisterschaft, unter einem großen Mangel an zugelassenen Fahrzeugen, weil die Hersteller derzeit nur selten ihre Modelle in den FIA-Gruppen homologieren lassen. Auf der anderen Seite hat die große Offenheit und die zahlreichen nationalen Reglements der jeweiligen ASN immer ein großes Fahrerfeld garantiert. Aus diesem Grund kombinieren viele Veranstalter mehrere Wettbewerbe – zum Beispiel sind alle Veranstaltungen der Europameisterschaft mit einer oder mehreren nationalen oder regionalen Meisterschaften verbunden – und jeder dieser Wettbewerbe hat seine eigenen Ergebnisse. Das ein und dasselbe Auto kann sich in verschiedenen Kategorien und Klassen einer Meisterschaft wieder finden. Eine Reform ist überfällig! Um dieser Situation zu begegnen, hat die FIA ​​Bergrenn Kommission mit Unterstützung der technischen Abteilung eine eingehende Überprüfung vorgenommen, deren Hauptziel die Entwicklung von Regeln ist, die so umfassend und praktisch wie möglich sind. So entstand das Projekt „Performance Factor“ – kurz „Pf“.  Die Schaffung eines gemeinsamen technischen Rahmens, der die Einbeziehung einer maximalen Anzahl von Fahrzeugen ermöglicht, ist das Ziel. Mit Ausnahme von Hybrid- und Elektroautos sind alle Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor von weniger als 6.500 ccm Hubraum zulässig, sofern sie den Mindestsicherheitsstandards gemäß dem aktuellen FIA-Anhang J entsprechen. Dies ist der Fall, wenn die Fahrzeuge homologiert […]

Weiterhin dünne Informationslage zum Masters

24. Februar 2018

Wir schreiben jetzt bereits Ende Februar und es herrscht immer noch Funkstille von Seiten der FiA zum Thema Hillclimb Masters 2018. Die bereits für Anfang Dezember 2017 von der FiA Berg-Kommission angekündigten Informationen zum Austragungsort und Veranstalters der dritten Auflage des „Race of Champions der Berge“ blieben bislang aus. Auch der vollzogene personelle Umbruch in der FiA Berg-Kommission dürfte nicht mehr Grund der Zurückhaltung sein. Wie das bekannte, französische Motorsport-Printmagazin Echappement aktuell in einer kurzen Meldung schreibt, muss es wohl zu einem überraschenden Rückzug des vorgesehenen Veranstalters gekommen sein. Wer besagter Veranstalter ist, lässt die Echappement-Redaktion offen. Aktuell sei die FiA auf der Suche nach einer Ausweichlösung. Somit bleibt nur für Fahrer, Fans und Medienvertreter sich weiter in Geduld zu üben, womöglich sogar bis zum nächsten FiA World Council das Mitte März stattfinden soll.

Ein McLaren 650 S GT3 bereichert die Berg-EM

21. Februar 2018

Einen Fahrzeugwechsel wird es für Jan Miloň in dieser Saison 2018 der Berg-Europameisterschaft geben. Der Slowake trennt sich von seinem mächtigen BMW Z4 GT3, der aktuell zum Verkauf steht. Der viert platzierte der vergangenen EBM-Runde war diese Woche in England auf Einkaufstour, und wurde fündig in einem McLaren 650 S GT3 von Strakka Racing Team aus der Blancpain Endurance Championship Series. Mit diesem wunderschönen und potenten Sportwagen plant Jan mit seinem Jantar Team die gesamte europäischen Bergmeisterschaft 2018 zu bestreiten. So dürfen sich auch die Deutschen Bergrennfans freuen, wenn Jan Miloň mit seinem McLaren vom 8. bis 10. Juni beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen an den Start geht.

Berg EM 2018 mit Diego Degasperi auf Osella FA 30

16. Februar 2018

Aus Italien erreichte uns zum Wochenende die Pressemeldung von der Teilnahme des Piloten Diego Degasperi an der kommenden Berg-Europameisterschaft. Der 50jährige Tankstellenunternehmer aus Trento kaufte sich beim renommierten Team von Simone Faggioli ein und wird den Osella FA 30 Zytek V8 pilotieren, der in der Vergangenheit häufig auch von Paride Macario gesteuert wurde . Geplant sind insgesamt sechs Läufe in der EBM und dazwischen auch Bergrennen die zur italienischen Meisterschaft (CIVM) zählen. Mit dem 3 Liter-Osella des Faggioli-Rennstalls hatte Diego Degasperi 2017 bereits den zweiten Platz beim Bergrennen dello Spino und beim Bergrennen Alghero Scala Piccada gewonnen sowie den jeweils dritten Gesamtplatz bei den heimischen Rennen am Monte Bondone und Pedavena Croce d’Aune. Jetzt ist er bereit, die Messlatte höher zu legen! „Ich bin wirklich glücklich, diese Vereinbarung geschlossen zu haben, dass aus vielen Gründe“, sagt Degasperi. „Ich werde ein Teil des Teams von Simone Faggioli sein und eine volle Saison hinter dem Steuer des Osella FA 30 verbringen, das macht mich euphorisch. Neue Eindrücke und Erfahrung in der Europameisterschaft zu sammeln, war schon seit Jahren mein Wunsch. Also wird es ein Jahr 2018 voller hoffentlich positiver Nachrichten von mir sein. Ich kann es kaum erwarten in die neue Saison zu starten. Wir haben eine Reihe von Tests und die Teilnahme an einem der ersten diesjährigen italienischen Rennen, vor dem EBM-Debüt in Frankreich am Col Saint Pierre geplant“.

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