André und Björn Wiebe gewinnen in St. Agatha den KW Berg-Cup 2019

26. September 2019

Das vorletzte der insgesamt 13 Rennen zur Internationalen Serie KW Berg-Cup hat so richtig Laune gemacht. Der MSC Rottenegg und seine Mannschaft rund um ihren Organisationsleiter Markus Altenstrasser hatte am Wochenende (21./22.09.) alles im Griff. Eine riesige Kulisse von gut 10.000 Besuchern gab dem „NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha“ einen würdigen Rahmen. Die Fans wurden bei angenehmen Herbstwetter vom sportlichen Geschehen auf der 3,2 Kilometer langen, flüssig-schnellen Piste, die zwischen Passau und Linz in der Nähe der Schlögener Donauschlinge in Oberösterreich zu finden ist, mitgerissen und bestens unterhalten. Die positive Stimmung förderte auch einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord und weitere Höchstleistungen zutage. Davidovic und Hofmann gewinnen erneut den NSU Pokal Unter den insgesamt 153 Startern hielt sich die 42 Fahrzeuge starke Delegation des Internationalen KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals hervorragend, ihre aktiven Fahrer durften trotz harter Konkurrenz mehrere Klassensiege und viele weitere Top-Platzierungen feiern, die sich auch auf die Meisterschaftsstände auswirkten. Im NSU-Bergpokal, der erstmals in St. Agatha dabei war und dort super ankam, machten die aktuellen Leader Steffen Hofmann / Jörg Davidovic durch den Sieg von Steffen den Sack endgültig zu, sie haben ihren fünften gemeinsamen Gesamterfolg jetzt sicher in der Tasche. In der Klasse bis 1150 Kubik setzte sich der erst 23-Jährige Niederbayer Tobi Mayer mit seinem VW Polo 16V souverän durch. Die Abteilung bis 1400 Kubik stand ganz im Zeichen des neuen Deutschen Automobil-Berg-Meisters Hansi Eller, der den VW Minichberger Scirocco 1 16V zu seinem achten Saison-Klassensieg fuhr. Bei den 1600ern sahen sich die KW Berg-Cup-Aktiven sehr harter österreichischer Konkurrenz gegenüber, die aber kein Mittel gegen den entfesselt agierenden Erwin Buck und dessen VW Spiess Scirocco 16V fand. Auch die 2-Liter-Abteilung erlebte einen KW Berg-Cup-Fahrer auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Mit einem Gala-Auftritt konnte sich Thomas Strasser, der KW Berg-Cup Gesamtsieger von 2018, im VW Minichberger Scirocco 1 16V diese Position sichern. Auf Platz zwei beendete Björn Wiebe im Renault Clio BTCC seinen St. Agatha-Trip. Damit krönte sich der 32-Jährige zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder André im Team zum dritten Mal nach 2016 und 2017 zum KW Berg-Cup Gesamtgewinner. Schagerl übertrumpft Plasa-Rekord Da in Österreich oberhalb von 2000 Kubik nur mehr eine einzige, mit Super-Boliden gefüllte Klasse ausgeschrieben wird, hatten die KW Berg-Cup-Asse, die mit einer Ausnahme über maximal 3 Liter Hubraum verfügten, naturgemäß einen schweren Stand. Nichtsdestotrotz powerten sich im 26-Wagen-Feld zwei KW Berg-Cup’ler unter die Top-Ten: Günter Göser schaffte im Opel Kadett […]

Alexander Hin vor der Titelverteidigung in Eichenbühl

3. September 2019

Der Motorsportclub Erftal hat angerichtet für das 52. Bergrennen in Eichenbühl und über 200 Starter aus dem In- und Ausland wetteifern um Zeiten und Platzierungen. Eine Frage schient schon vorab geklärt, die nach dem Gesamtsieger. Denn das haushohe Favorit Alexander Hin kann sich nur selbst schlagen oder ein technisches Problem bremst ihn aus wie beim Osnabrücker Bergrennen. Das durchgescheuerte Kabel ist als Ursache identifiziert und der Schweinfurter Uwe Lang hat mit seinem Rennteam Alexander Hin seinen Osella PA 30 perfekt vorbereitet. Alexander Hin hatte im Vorjahr seinen zweiten Gesamtsieg nach dem Jahr 2004 in Eichenbühl gefeiert, damals jeweils in einem Reynard-Formel 3000-Renner. Schon 2018 fuhr er bis auf eine halbe Sekunde an den Streckenrekord heran, den Patrick Zajelsnik seit dem Jahr 2014 mit 1:11,52 Minuten hält. Da der Osella PA 30 ziemlich das Beste ist, was heutzutage im Bergrennsport zu haben ist, „will ich natürlich den Streckenrekord angreifen“, sagt Alexander Hin, der solche Ankündigungen heuer schon mehrmals in die tat umgesetzt hat. Hinter ihm streitet sich die Armada der Formel 3-Piloten um die zwei weiteren Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest. Das Quartett Christian Triebstein, Mathieu Wolpert, Robert Meiers und der Schweinfurter Georg Lang macht sich berechtigte Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen, eine ähnliche Kragenweite haben der CRS-Pilot Thomas Conrad und Klaus Hoffmann vom AMC Kitzingen in seinem Opel Astra V8, der einst in der DTM seinen Dienst tat. Auf der 3,05 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu 250 Km/h in der Spitze fallen Vorentscheidungen in der Deutschen Meisterschaft und den Berg-Cups des DMSB und dem KW-Berg-Cup. Im Tourenwagen-Segment kommen die Fahrer zweier PS-Monster für die Spitzenposition in Betracht, der Österreicher Herbert Stolz im Porsche 935 DPII mit geschätzten 800 PS und Odenwälder Lokalmatador Holger Hovemann im Opel Kadett GT/V8 mit 700 PS. In der Deutschen Bergmeisterschaft führt Scirocco-Pilot Hans-Peter Eller mit 162 Punkten, ihm können auf dem Weg zum Titel nur theoretisch noch Rüdiger Zahn, Christian Triebstein und Kai Neu gefährlich werden. Im DMSB-Sportwagen-Berg-Cup liegt Christian Triebstein mit 116 Punkten an der Spitze, vor Georg Lang und Alexander Hin. Derweil dürfte bei Patrick Orth nichts mehr anbrennen auf dem Weg zum Triumph im DMSB-Tourenwagen-Berg-Cup, hier liegt der BMW-Pilot fast uneinholbar vorne. Aus Sicht der heimischen Fans stehen die Eichenbühler Nils Abb (VW Schneider-Polo), Sophia Faulhaber (Honda Civic Typ R) und Christof Hörnig (Renault Clio) sowie weitere Fahrer des MSC Erftal im Blickpunkt. Gleiches gilt auch für den Mainbernheimer Christian Handa im Lancia Delta […]

E-Berg Cup Routinier und Bergrennen-Urgestein Peter Schaar

26. August 2019

Seit 1970 ist Peter Schaar Mitglied im MSC Osnabrück, und fast genauso lange fährt er beim Bergrennen mit, ob im Fiat 124 Coupé, im Ferrari F40 Replica oder in den 1980er und 90er Jahren im Behnke-Condor-Sportwagen der Gruppe C (Foto Mitte) im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft. Seine Bestzeit von 1:01.68 am Uphöfener Berg war lange die Messlatte für seine Vereinskollegen. Stolz ist er außerdem auf seinen dritten Platz beim Flugplatzrennen in Diepholz mit einem BMW 2002. Der gelernte Kfz-Mechaniker hat all seine Autos selbst vorbereitet. Beruflich war er als Kraftfahrer in ganz Deutschland unterwegs. Kam er nachts nach Hause, machte er oft genug noch einen Abstecher in die Garage, um an seinem Rennwagen zu basteln. Inzwischen ist er längst Rentner, und schrauben muss er auch nicht mehr: Seit 2013 der E-Mobil-Berg-Cup ins Leben gerufen wurde, ist er mit einem Opel Ampera (Foto unten) der Stadtwerke Osnabrück dabei. „Das ist ein normales Straßenauto. Da muss ich nur laden, und dann steige ich ein. Wie ein Gentleman Driver.“ Mit dem Opel-Hybriden kam er unerwartet schnell zurecht: „Ich dachte zuerst, beim Fahren fehlt einem die Rückmeldung des Motors. Es ist aber sogar einfacher. Man muss nur Gas geben und bremsen, man braucht nicht zu überlegen, ob sich das Hochschalten vor einer Kurve noch lohnt.“ Der Motorensound fehlt ihm nicht? Augenzwinkernd sagt er: „Nein, dafür hört man ja jetzt in der Kurve die Reifen quietschen!“ Die Elektro- und Hybridautos messen sich nicht im Geschwindigkeitsrennen, sondern in einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Dabei muss jeder Fahrer in allen Läufen möglichst die gleiche Zeit erreichen. Am besten schneidet ab, wer in der Summe die geringsten Abweichungen von der Sollzeit aufweist. Auch diese Art des sportlichen Wettkampfs weckte bald Peter Schaars Ehrgeiz: „Komischerweise klappt das ganz gut. Wenn man die Strecke kennt und sich darauf eingeschossen hat, kann man auf die Zehntelsekunde genau fahren, das hat man ziemlich gut im Gefühl. Auf den letzten Metern kann man notfalls noch ein bisschen ausgleichen.“ Inzwischen hat er auch im Hybridauto etliche Erfolge erzielt. 2016 etwa holte er am Uphöfener Berg, damals noch ohne Sollzeit, den Gesamtsieg unter den Elektro- und Hybridfahrzeugen. „In den drei Läufen hatte ich eine Abweichung von insgesamt gerade mal 3 Zehntelsekunden.“ Er gewann außerdem die erste Auflage des Deutschen E-Berg-Cups, gewissermaßen die deutsche Meisterschaft für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Danach sicherte sich zweimal sein Osnabrücker Konkurrent Michael Starke, mit dem ihn eine freundschaftliche Rivalität verbindet, den Cup. In diesem […]

KW Berg-Cup bei seinem 9. Lauf in Osnabrück vor vollem Haus

8. August 2019

Man ist versucht zu fragen: „Wie, bei Osnabrück gibt’s ein Bergrennen, ist es denn da nicht topfeben?“ Nun ja, nicht ganz. Deshalb heißt die Gegend, in der die 2,030 Kilometer lange Strecke liegt, sogar Borgloher Schweiz. Die Startlinie liegt 95 Meter über dem Meeresspiegel, das Ziel 73 Meter höher. Auf dem Weg dorthin ist zuerst eine lange Gerade zu bewältigen. Danach wird es technisch, die Kurven ziehen sich enger zusammen. Es finden vier Trainings- und vier Rennläufe statt. Dies übrigens vor großer Kulisse, an Zuschauern mangelte es beim „52. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen“ ebenso wenig wie an attraktivem Rahmenprogramm. Die zu jeder Zeit trockene Piste ermöglichte die Verbesserung des absoluten und des Tourenwagen-Streckenrekordes. Rekordverdächtig war auch das Starterfeld mit 195 Teilnehmern. 44 davon nahmen an Gleichmäßigkeitsprüfungen teil, 151 am Rennen. Mit seinen drei Rennserien steuerte der KW Berg-Cup 66 attraktive Tourenwagen (TW) bei, die beim auch zum FIA Int. Hill Climb Cup zählenden Wettbewerb auf harte, international erfahrene Konkurrenz trafen. Trotz dieser hohen Hürde leisteten sie Bemerkenswertes. So gelang zum Beispiel Holger Hovemann mit seinem 5,7-Liter Opel Kadett GT/R V8 Platz drei der TW-Wertung. André Wiebe (Renault Clio BTCC) sprintete als Zweiter der Hubraum-Abteilung bis 2000 Kubikzentimeter im TW-Ranking auf Rang sieben. Sowohl in der Klassen- als auch in der TW-Wertung taucht direkt dahinter Patrick Orth mit seinem BMW Gerent 320iS E30 auf. Der TW-Zehnte Stefan Faulhaber ist der 1600er-Sieger. Hans-Peter Eller reichen im VW Minichberger Scirocco 1 16V 1400 Kubik (Foto oben) zu TW-Position vierzehn, die er mit dem Klassensieg und dem Ausbau der Gesamt-Führung im KW Berg-Cup sowie in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft nochmals aufwertet. Weitere Klassengewinner aus den Reihen der KW Berg-Cups sind bis 3000 Kubik Günter Göser (Opel Kadett C Coupé Böhm 16V) und Jürgen Schneider im VW Schneider Polo 16V in der Abteilung bis 1150 Kubik. Im NSU-Bergpokal ist Steffen Hofmann erfolgreich, der den Streckenrekord für die luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge gleich mehrfach bis auf 1:08,402 verbessert. Kai Neu ist bei den 2-Litern der Gruppen A/F/CTC mit seinem Ford Focus 2.0 das Maß der Dinge, bis 1400 Kubik ist Robert Maslonka im VW Polo 86C (Foto unten) der Klassenprimus. Nach dem neunten von dreizehn Läufen der 32. KW Berg-Cup Saison sind – auch wenn nur die neun besten Resultate in das Jahresergebnis eingehen – noch so gut wie alle Wertungen offen. In vielen davon spitzt sich die Lage sogar zu. Im Gesamt-Ranking machen die Wiebe-Brüder André und Björn […]

Berg DM und DMSB Cups in der Endphase – Klassen und Gruppenreport aus Osnabrück

5. August 2019

Mit dem 52. Bergrennen von Osnabrück, das 15 km von der Innenstadt entfernt, vor den Toren der Friedensstadt in leicht hügeligen und schon sehr ländlich geprägten Borgloh zu finden ist, biegt die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft so langsam auf die diesjährige Zielgerade ein. Anfang September in Eichenbühl und vier Wochen später beim Bergrennen Mickhausen, werden die deutschen Titelträger im Freistaat Bayern fest gemacht. Der KW Berg-Cup vergibt seine Punkte zusätzlich noch im Schweizerischen Oberhallau und in St. Agatha in Oberösterreich. Das Bergrennen am Teutoburger Wald war am ersten August-Wochenende ein Austragungsort der Superlative und bot ganz großen Sport. Am Abend des Renntags sprach man aus den Reihen des MSC Osnabrück von einem neuen Zuschauerrekord. Erste Schätzungen belaufen sich auf über 30.000 Zuschauer über beide Tage. Und die Rennsportfans, die teilweise sogar als Dänemark und den Niederlanden anreisten, erlebten eine perfekte Organisation von Bernd Stegmann, Streckensicherungsleiter Holger Maes und Rennleiter Michael Schrey, samt ihren vielen Helferlein. Diese Veranstaltungen sucht aktuell international ihresgleichen. In diesem Jahr passte wirklich alles. Der sportliche Wert, die grandiose Atmosphäre lenkte man großartig und das Wetter spielte dazu in optimaler Weise mit. Für die Bergrennsportfans in der Ferne gab es das Spektakel in einem superpofessionellen Livestream sogar frei Haus und kostenlos! In der Gesamtwertung gab es für die Deutschen beim einzigen FIA Hillclimb Cup-Lauf in der Bundesrepublik nicht viel zu holen. Die Übermacht der Meister aller Herren Länder war zu groß. Im Training war die Deutsche Speerspitze Alexander Hin, mit der achtschnellsten Zeit gut bei der Musik, doch am Renntag spielte die Elektronik des roten Osella PA30 verrückt und die Fehlersuche vor Ort blieb erfolglos. Auch Christian Triebstein hatte sich das Wochenende in der Borgloher Schweiz etwas anders vorgestellt. Noch gehandikapt von einer Operation an der Leiste rutschte der Nordhesse mit dem Dallara Opel gleich im ersten Training von der Strecke und war den ganzen restlichen Tag mit der Reparatur des Formel 3 beschäftigt. Ohne Trainingszeit drückten die Sportkommissare ein Auge zu und der aktuell weiterhin Führende im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzuge, wurde zu den Rennläufen zugelassen. Am Ende gelang ihm lediglich Schadensbegrenzung mit Gesamtrang 17. Georg Lang (11. als bester Deutscher), Thomas Conrad (14.) und Neuling Patrick Rahn (15.) musste Triebstein diesmal ziehen lassen. Im DMSB Berg-Cup verpasste Alexander Hin durch sein Ausscheiden das Aufschließen zu Triebstein. Georg Lang im MSW F3 übernahm somit den zweiten Ranglistenplatz von Hin. Mit Luft nach oben wie unten hat sich […]

Ein super attraktiver BMW 2002 16V

29. Juli 2019

Nicht nur die zahlreichen Fans des Münchener Automobilherstellers BMW werden sich auf das Osnabrücker Bergrennen am kommenden Wochenende freuen. Für alle Fans top vorbereiteter und getunter Fahrzeuge ist es ein absolutes Highlight: der neu und mit viel Liebe aufgebaute BMW 2002 16 V von Mario Minichberger ist sowohl optisch als auch mit dem  Sound ein Anziehungspunkt und dazu auch äußerst schnell. Nach einer langen Aufbauzeit, bedingt durch die vielen Kundenarbeit, konnte Minichberger Motorsport beim Homburger Bergrennen Mitte Juli ein super Premierenrennen abliefern und in der heiß umkämpften 2-Liter Klasse der Gruppe E1 gleich an der Spitze mitfahren. Im Rahmen des KW Berg Cups werden, in der Borgloher Schweiz darüber hinaus eine große Anzahl von Top getunter Fahrzeuge der unterschiedlichsten Marken an den Start gehen – ein „Muss“ für alle Tuning-Freunde.

Sicherheitsschulung mit Training fand vor dem Ibergrennen statt

3. Juli 2019

Am Donnerstagabend vor dem 24. ADAC Ibergrennen fand eine beispielhafte Aktion zur Schulung von Sportwarten auf dem Firmengelände der Thüringer Straßeninstandsetzung (TSI), gleich neben der Startgerade am Holzweg statt. Initiator war die IG Rennsportfahrzeuge, Gastgeber der MC Heilbad Heiligenstadt. In beiden Institutionen ist der Heiligenstädter Sascha Herz aktiv, der einer der Ideengeber war. Die Sicherheit der Zuschauer, vor allem aber auch der Fahrerinnen und Fahrer, liegt jedem Rennsportveranstalter im Besonderen am Herzen. Auch wenn die letzten Stunden vor solch einem Event organisatorisch belastend sind, ließ es sich Sascha Herz, unterstützt durch die IG Rennsportvereinigung ,nicht nehmen, eine Schulung der Streckenposten und einigen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Glasehausen, Kalteneber und Heilbad Heiligenstadt auf den Plan zu rufen. Thomas Flik vom MSC Odenkirchen brachte seinen Renault Clio 3 Cub und Dino Gebhard sein offenes Norma Rennsportfahrzeug in Stellung. Wie löste man einen Sicherheitsgurt bei Rennsportfahrzeugen? Keine einfache Aufgabe für den Laien, denn die Gurtverschlüsse mit denen der normalen Autos sind sehr unterschiedlich. Wie kann ich die Bordelektrik bei einem verunglückten Fahrzeug von außen unterbrechen oder gar die bordinterne Feuerlöscheinrichtung auslösen? Die Veranschaulichungen waren für alle Beteiligten sehr interessant und mussten aber im Verlauf des Eichsfelder Rennwochenendes nicht zum Einsatz gebracht werden – Gott sei Dank. Der zweite Teil des Abends galt dem Umgang mit einem Feuerlöscher. In der Theorie sicher schon mal gehört, nur wie ist die praktische Anwendung, vor allem wenn´s hektisch wird? Marcel Janik von der Freiwilligen Feuerwehr Glasehausen erläuterte aufschlussreich die Handhabung, was auch bei manchem Kameraden der Feuerwehr Anklang fand. Haben die doch meist bei der Brandbekämpfung den Feuerwehrschlauch in der Hand und wohl seltener einen Feuerlöscher. Jeder konnte sich selbst beim Löschen eines Feuers zeigen und erhielt hierbei Hinweise des Spezialisten.

Eine Wolsfelder Klassen und Gruppen-Bilanz

12. Juni 2019

Kommen wir zu den Highlights in den einzelnen Klassen und Gruppen beim 57. Wolsfelder ADAC Bergrennen, dass aktuell das älteste noch gefahrene Bergrennen Deutschlands ist. Die zusammengelegte Gruppe G gewann Harald Ludwig im Audi R8 doch weniger deutlich aus erwartet vor Frank Bamberg im BMW 130i. Im „Citroen AX GTI-Pokal“ der Gruppe N bis 1400 ccm setzte sich Boris Schmidt überraschend deutlich gegen Rüdiger Zahn durch. Die blau-weiß-rote Truppe plant an allen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft an den Start zu gehen. Ein Dauersieger in dieser Klasse hat also in der Bergmeisterschaft gute Aussichten auf eine vordere Platzierung am Jahresende. In der Gruppe F bis 1400 ccm kehre Slalom-Spezialist Jürgen Plumm nach zweijähriger Abstinenz wieder an den Wolsfelder Berg zurück und dominierte wie in früheren Zeiten gleich wieder im quirligen Daihatsu Charade 4×4, fast 9 Sekunden vor Robert Maslonka im Polo. In der F-1600 machten zwei Saarländer den Sieg unter sich aus. Lukas Bodtländer im Citroen C2 (Foto Mitte) setzte sich gegen Giosi Galati durch. Der Deutsch-Italiener war erstmals nach seinem Überschlag in Homburg vor zwei Jahren, im neu aufgebauten Citroen Saxo wieder am Berg unterwegs und freut sich schon auf sein Heimrennen in Homburg. Etwas geboten wurde den vielen Zuschauern in der Bit-Kurve auch von den Akteuren der Klasse bis 2000 ccm. Auf die im letzten Training ausgelobten Zusatzpunkte in der Berg DM musste Kai Neu verzichten. Der Ford Focus ST rollte nach der Bit-Kurve aus und ließ sich nicht mehr starten. Nach einer mühevollen Suche entdeckte man ein beschädigtes Kabel, das schnell repariert war. Am Renn-Pfingstmontag lief dann alles nach Plan und der Mann vom Homburger Automobilclub (HAC) konnte seine Stärken wie gewohnt ausspielen. Markus Goldbach mit dem Wiebe Renault Megane hatte erneut das Nachsehen, doch sein zweiter Platz war am Ende gut gefestigt. Danach folgten mit Abstand zwei weitere HAC´ler mit Martin Kraus (VW Polo G60), der immer besser in Form kommt und Gino Kruhs, dem im zweiten Trainingslauf am rallyeerprobten Citroen DS3 R3T eine Felge brach. Gottlob in der langsamen Bit-Kehre. In der F/A über 2000 ccm verpasste der Luxemburger Marc Zenners den Klassensieg durch einen verunglückten Startvorgang im Subaru Imprezza. Roland Herget (Mitsubishi) sagte Danke, und gewann. Nicolas Uenzen (BMW E36) und Albert Vogt (Subaru) zogen ebenfalls noch an Zenners vorbei. Nicht viel zu sagen gibt es über die NSU-Fraktion aus dem KW Berg-Cup. Mehr als deutlich siegte Steffen Hofmann, fast 10 Sekunden in drei Läufen […]

NSU-Liebhaber Pit Schabacker hat uns verlassen

17. Mai 2019

Am 07. Mai 2019 verstarb nicht unbedingt überraschend, Peter Schabacker. Der Göttinger, der in der Bergrennszene und vor allem im NSU-Bergpokal, als „Pit“ Schabacker über viele Jahre aktiv und bekannt war, musste sich letztendlich einer schweren Krankheit beugen, wegen derer der Psychotherapeut, Supervisor und Managementtrainer, im Jahr 2014 den Bergrennsport mit seinem NSU TT aufgegeben hatte. Seit 2006, also ganze neun Jahre zählt der Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft P.S.-TEAM „Personal- und Sozialmanagement“ (seit 1984) zum lebenden Inventar des NSU Bergpokals. Pit Schabacker war Jahrgang 1945, und hinterlässt seine Frau Conny und den erwachsenen Sohn Bastian. In den Fahrerlagern war Pit immer ein warmherziger, mitfühlender und angenehmer Gesprächspartner und das nicht nur über den geliebten Rennsport mit der Marke NSU. R.I.P. Pit!

Hessischer Doppelsieg in Schottener GLP-Wertung

1. Mai 2019

Die GLP-Wertung im Rahmen des Schottener Bergpreis auf Sollzeit, mit 53 Fahrern, wurde zum Doppelsieg aus heimischer Sicht und ging in den Main-Kinzig-Kreis. Stellvertretend für alle Fahrer brachte es Dennis Treml (BMW) aus Schotten vielleicht auf den Punkt. „Eine super Veranstaltung. Samstag war nicht so schön, aber der Sonntag war super bei bestem Wetter. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei“. Es gewann nach drei Wertungsläufen Christian Strott aus Sinntal im VW Golf 2 (+0,325 sec.) vor Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco 16V (+0,957 sec.) und Michael Beer im Peugeot 206 (Foto oben /+1,701 sec.). Letzterer nahm am Freitag auch erfolgreich beim DMSB-Lizenzlehrgang teil und wird voraussichtlich zum Eichenbühler Heimrennen im September, in den Rennbetrieb der Deutschen Bergmeisterschaft wechseln. Der Peugeot soll in der Gruppe E1 eingesetzt werden. Aus hessischer Sicht komplettiert der Grünberger Adrian Mirthes im Opel Ascona die Top-10 (+3,313 sec.). von Heiko Schäfer und Thomas Bubel

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