KW Berg-Cup macht aus der Not eine Tugend

3. Februar 2018

Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung stellte der Berg-Cup e.V. am 21. Januar 2018 in Bad Mergentheim sein revolutionäres Rennserienkonzept für die kommende Saison vor. Dieses überraschte und stellte für die 80 anwesenden Mitglieder Dinge wie Rechenschaftsberichte und Teilneuwahlen hintan. Allerdings dauerte es rund 60 Minuten, bis die Katze aus dem Sack gelassen wurde. Schließlich sah die mit der Einladung versandte Tagesordnung nach der Begrüßung formelle Dinge vor. Zum Beispiel die Feststellung der Anzahl der Stimmberechtigten und den Bericht des Präsidiums über das Sport- und Geschäftsjahr 2017. Dieser fiel durchwegs positiv aus, wertete die 30. Saison des KW Berg-Cups unter dem Strich als einen rundum gelungenen Auftritt. Daran wollte man natürlich 2018 anknüpfen, stellte früh die Weichen, reichte die nur in minimalen Details veränderte Ausschreibung beim DMSB ein. Mit dem man schon Mitte 2017 einen Stufenplan erarbeitet hatte, der im Rahmen der Anpassung an die von der FIA für Internationale Rennserien (IS) geforderten Sicherheitsstandards die Einführung von Sicherheitstanks erst 2021 vorsah. Lange standen die Ampeln für diese Terminierung auf grün, aber am 6. Dezember schaltete der FIA-Weltrat auf Rot um, erklärte FT-Kraftstoffbehälter ab sofort für obligatorisch und nicht verhandelbar. Das versetzte die KW Berg-Cup Verantwortlichen in Alarmzustand. Wusste man doch aus einer von den eigenen Technischen Kommissaren in der letzten Saison durchgeführten Erhebung, dass nur knapp über die Hälfte der begutachteten Berg Cup Renner über aktuelle Sicherheitstanks verfügen. Die unerwartet entstandene Situation wurde sofort analysiert, danach verschiedene Szenarien durchdacht und durchgespielt, wobei die berechtigten Interessen aller Berg-Beteiligten immer Berücksichtigung fanden. Um diesen in vollem Umfang zu entsprechen, entschied man sich zur Zweigleisigkeit. Was im Klartext bedeutet, dass der KW Berg mit seinen Sonderwertungen KW 8V-Trophy, Rookie und Ravenol Youngster wie vorgesehen weiter als IS durchgeführt wird. Möglicherweise kommen sogar noch zwei weitere Veranstaltungen dazu, nämlich am 21./22. April der Rechberg in Österreich und am 26./27. Mai das Bergrennen Verzegnis in Norditalien. Entsprechende Verhandlungen laufen, ein definitives Ergebnis wird spätestens am 31. Januar vorliegen. Wie auch immer dieses aussehen wird, an der Zahl der maximal gewerteten Rennen wird das nichts ändern, die bleibt auf jeden Fall bei acht. Neu im Angebot des Berg-Cup e.V. ist 2018 der „KW Berg-Cup National“. Er pflegt den Breitensportgedanken und gibt all denen, die bisher in der IS völlig regelkonform mit nationalen DMSB-Sicherheitsstandards unterwegs waren die Möglichkeit, ohne Nach- oder Umrüstung weiterhin KW Berg-Cup’ler zu bleiben. Darüber hinaus soll die neu installierte Serie auch den Berg-Einstieg erleichtern. Deshalb werden […]

Jahressiegerehrung im Classic-Berg-Cup

26. Januar 2018

Am vergangenen Samstag trafen sich die bundesweit verstreuten Teilnehmer des Classic-Berg-Cups zu ihrer Jahres-Sieger-Ehrung im vogtländischen Treuen. Im jährlichen Wechsel treffen sich die Mitglieder in der Nähe eines ihrer Teilnehmer, um weitab vom motorsportlichen Alltagsgeschäft zu relaxen, auf die vergangene Saison zurückzublicken und dabei ihre jeweils Besten „ordentlich“ zu ehren. In diesem Jahr war der Gasthof „Zur goldenen Höhe“ im vogtländischen Treuen Treffpunkt der klassischen Bergrennfahrer und ihrer Begleitung. Nach einem stärkenden Essen und ausgiebigen Benzin-Gesprächen ging´s dann zur Ehrung. Andreas Gmeinder aus dem Allgäu setzte sich mit deutlichem Vorsprung an die Spitze und erhielt als Würdigung für Platz 1 ein 60 Liter-Fass vollsynthetisches Motoröl vom neuen CBC-Sponsor G-Oil aus dem bayrischen Gersthofen. Platz zwei teilten sich der NSU-Treter Uwe Schindler und Albert Vogt auf Subaru Impreza. Auch für die beiden Zweitplatzierten stellte die Firma G-Oil hochwertiges Motoröl zur Verfügung. Dritter wurde ein weiterer NSU-Pilot, mit Thomas Krystofiak vor CBC-Sportleiter Richard Rein auf Ford Capri. Trotz seines kapitalen Motorschadens kam der VW Scirocco-Pilot Ronny Hering noch auf Platz fünf vor Detlef Schröder auf VW Polo. Für alle Platzierten gab es je einen Fotokalender 2018 mit Fahrzeugmotiven aus dem Classic-Berg-Cup aus der Kamera von Thomas Bubel. Schatzmeisterin Dr. Jutta Fischer-Neuner verteilte anschließend noch Kuverts mit Preisgeldern. Insgesamt also ein toller Anreiz am Classic-Berg-Cup teilzunehmen. Insgesamt bestritten die Classic-Berg-Cup-Teilnehmer in der abgelaufenen Saison 2017 genau 50 Veranstaltungen, die in der Hauptsache im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft stattfanden.

Classic-Berg-Cup e.V. bei Facebook

9. Dezember 2017

Der Verein Classic-Berg-Cup fährt ab sofort mit seiner Kommunikation zweigleisig. Neben der altbekannten Webseite wird die Vereinigung für den klassischen Rennsport am Berg zukünftig auch im Bereich Socialmedia vertreten sein. Seit wenigen Tagen gibt es eine gleichnamige Facebook-Seite, die zukünftig Neuigkeiten, Fotos und auch mal ein kurzes Video bereit hält. Schaut doch mal vorbei und unterstützt die Sache mit einem Like! Die Adresse laute www.facebook.com/classicbergcup

Termine 2018: KW Berg-Cup

22. November 2017

Altbewährtes findet sich im Kalender des Deutschen KW Berg-Cup auch in 2018 wieder. Einige Daten der Rennen haben sich zwar verschoben, doch können die gleichen 12 Rennveranstaltungen wie in diesem Jahr unter die Räder genommen werden. Auch der NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup wird größten Teils dieser Auflistung folgen. Da die NSU´ler aber als nationale Rennserie auftreten, dürfen die „Prinzen“ laut FiA-Statuten nur ein Auslandsrennen pro Jahr bestreiten. Der Auslandsausflug 2017 führte die NSU´ler nach St. Anton an der Jessnitz in Österreich. Ob dies in 2018 ebenso gehandhabt wird, oder eine Rückkehr nach Echdorf in Luxemburg geplant ist, oder gar der erste Auftritt in Oberhallau oder St. Agatha folgt, entzieht sich aktuell unserer Kenntnis. 28./29. April 2018 – ADAC Bergpreis Schottenring 05./06. Mai 2018 – Hill Race Eschdorf (L) 20./21. Mai 2018 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 09./10. Juni 2018 – ADAC Glasbachrennen 16./17. Juni 2018 – ADAC Ibergrennen Heiligenstadt 30.06./01. Juli 2018 – Bergrennen St. Anton a.d. Jessnitz (A) 07./08. Juli 2018 – Homburger ADAC Bergrennen 28./29. Juli 2018 – ADAC Hauenstein Bergrennen 04./05. August 2018 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 25./26. August 2018 – ACS Bergrennen Oberhallau (CH) 08./09. September 2018 – AvD Bergrennen Eichenbühl 22./23. September 2018 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A)

Saisonresümee der Aktiven des Classic-Berg-Cup e.V.

19. November 2017

Unter der Flagge des Classic-Berg-Cup e.V. waren in der abgelaufenen Motorsportsaison 2017 insgesamt 11 Mitglieder als aktive Rennsportler unterwegs. Neben der Stammdisziplin Bergrennen wurden von verschiedenen CBC-Fahrern auch Gleichmäßigkeits-Bergrennen und Slalomveranstaltungen absolviert. Es wurden somit fleißig Punkte und Resultate für die Clubmeisterschaft des Classic-Berg-Cups gesammelt. Nur wer den großen, ovalen CBC-Aufkleber auf seinem Rennfahrzeug zeigte, wurde in der Clubmeisterschaft 2017 gewertet. Bis zum 15. November konnten die Aktiven ihre gesammelten Ergebnisse beim Clubvorstand einreichen. Aktuell laufen die Auswertungen und erst im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit Siegerehrung, die im Januar 2018 stattfindet, wird das Geheimnis gelüftet und die Sieger und Platzierten dürfen auf das Podium steigen. Erste Anhaltspunkte, wer in der Clubmeisterschaft ganz weit vorne auftauchen wird, soll dieses Resümee aller Clubfahrer in alphabetischer Aufzählung liefern. Beginnen wollen wir mit dem Hessen Jürgen Fechter, der in 2017 aus familiären Gründen nur wenige Bergrennen im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft bestritt. Als Untersatz wählte er seinen VW Scirocco II, mit dem er nach einer Umstufung durch die Sportkommissare in der stark besetzten 2-Literklasse der Gruppe H und E1 antreten musste. Hier hingen die Trauben entsprechend hoch. Mit dem in dieser Klasse unterlegenen Fahrzeug zeigte er sich am Iberg, in Eichenbühl und Mickhausen und belegte die Ränge 14, 20 und 25. Dazu absolvierte der Mann, der auch für den MSC Rhön startet, einige kleiner Veranstaltungen. Jutta Fischer-Neuner, die Kassenwartin des CBC brachte heuer keine Saison zusammen und starte nur, schon fast traditionell mit dem weißen NSU von Ehemann Bernhard beim Slalom auf dem Norisring im heimischen Nürnberg. Mit Andreas Gmeinder kommen wir zum „Vielfahrer des Jahres“. Der Allgäuer war insgesamt 19 Mal bei Rennen, GLP´s, Slaloms, Demo-Fahrten und sogar beim IAAP Skijöring in Weissenbach im Einsatz. Dabei wurden mit dem Audi 80, Audi 50, VW Passat und dem PRC-Sportwagen alles bewegt was die heimische Garage so hergab. CBC-Vize-Präsident Ronny Hering kehrte nach einer zweijährigen Abstinenz wieder hinter das Lenkrad seines VW Scirocco I zurück und sorgte gleich bei seinem ersten Start beim Ibergrennen Ende Juni, mit Rang zwei in der Klasse bis 1600 ccm der Gruppe A/F/CTC für eine Überraschung. Eine weiter unliebsame Überraschung folgte dann beim Hauenstein-Bergrennen mit einem Motorschaden und dem zeitigen Saisonende. Kommen wir zu Jörg Höber, der sich schlussendlich Gesamtrang 5 im NSU Bergpokal 2017 unter den Nagel riss. Bei den Bergrennen in Schotten und Hauenstein gelangen dem Nürnberger Klassensiege und in Osnabrück sowie Mickhausen war er jeweils Zweiter. Nur […]

Gelungenes KW Berg-Cup-Finale in den Mickhausener Stauden

5. Oktober 2017

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten. Für die Freunde der Statistik halten wir noch schnell fest, dass 163 Fahrzeuge das Rennen aufnehmen, 159 davon beenden es in Wertung. Im […]

Flottes Rennen vor vollem Haus – Der KW Berg-Cup in St. Agatha

27. September 2017

Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab. Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen. Bei den leider nur zwei 1,15-Litern der stark verbesserten Tourenwagen (TW) ist lange Zeit heftiges Augenreiben angesagt. Denn Jörg Eberle turnt mit seinem 8- Ventiler Fiat 127 Super frech, fröhlich und frei vor dem Schneider Polo 16V von Thomas Stelberg herum. Dessen Kupplung rutscht, obendrein schwächelt die Differentialsperre. Dennoch verringert Thomas den Trainingsrückstand von 2,7 Sekunden in Rennlauf eins auf nur mehr 27 Hundertstel. Ins Finale geht er voll motiviert, ignoriert die technischen Gebrechen, schafft mit 1:31,60 noch die „last […]

Endphasenaufgalopp des KW Berg-Cup in Unterfranken

14. September 2017

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel. Und schon sind wir bei den Wassergekühlten angelangt, widmen uns hier zuerst der Klasse bis 1150 Kubik der nach Gruppe H, FS und E1 Technik-Regeln vorbereiteten Fahrzeuge. Die Ränge eins bis fünf dieser […]

Uwe Lang steht vor der Titelverteidigung

31. August 2017

In gut einer Woche steht der Deutschen „Berggemeinde“ wieder Großes bevor. Beim 50. AvD Bergrennen Unterfranken wird nicht nur das eindrucksvolle Jubiläum gefeiert, sondern auch der spannende Endspurt in Sachen DMSB Berg-Prädikate eingeläutet. Zum zweiten Mal in der Geschichte wird der Titelgewinner des DMSB Berg-Cup für Sportwagen gesucht und zum zweiten Mal  könnte der Champion Uwe Lang heißen. Über den nahezu kompletten Saisonverlauf belauerten sich die beiden früheren Deutschen Bergmeister Uwe Lang im Dreiliter Osella BMW und Frank Debruyne im Dallara Formel 3 an der Tabellenspitze. Die Verfolgerrolle übernahm mit Ehrgeiz Georg Lang, der Junior aus dem Hause Lang Motorsport im Tatuus Formel Renault. Eine markellose Bilanz kann bis zu jetzigen Zeitpunkt der Schweinfurter Osella-Pilot vorweisen. Außer beim Saisonstart in Eschdorf, wo er seinen weißen Sportwagen an den Luxemburger Frank Maas vermietet hatte und die Veranstaltung aus Streichresltat in Kauf nahm, sackte Uwe Lang anschließend die maximal mögliche Punktzahl von je 20 ein. Jeweils drei Zusatzpunkte für die schnellste Laufzeit am Renntag wurden dazu gutgeschrieben, sodass Lang Senior im Augenblick 138 Zähler auf seinem Konto vorweisen kann. Frank Debruyne im AST-Dallara F303 Opel gab alles um den Titelkampf so lange wie möglich spannend zu halten, doch beim Ibergrennen Ende Juni war auch er Machtlos. Als einziger der Spitzenleute kam der Badener in den Regen und verlor viele wertvolle Zähler mit Rang vier. Rechnet man dieses Resultat als Streicher ab, kommt der Mann vom CR-Racingteam auf 108 Zähler. Echte 20 Zähler zurück rangiert Georg Lang auf Position drei. Aussichtslos liegen derweil E2-SH Vertreter Holger Hovemann auf der Vier, vor Sportwagen-Pilot Dino Gebhard und Debruynes Formel 3-Kumpel Sascha Herz zurück. Vor den beiden Abschlussrennen in Eichenbühl und Mickhausen ergibt sich folgendes Szenario: Uwe Lang kann bereits am zweiten Septemberwochenende den Sack zumachen und seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Dem Industriemeister bei SACHS genügt ein zweiter Platz in der Rennwagen-Division und er kann sich in Mickhausen sogar eine Nullnummer leisten. Frank Debruyne könnte dennoch bei beiden Rennen die Divisionswertung für sich entscheiden und würde am Ende einen Punkt hinter Lang liegen. Einen Doppelsieg für die Langs ist zwar noch nicht ausgeschlossen, doch da müsse Georg Lang schon auf ein Missgeschick von Debruyne hoffen. Aller Voraussicht nach werden sich die aktuellen Meisterschaftspositionen auf dem DMSB Berg-Cup-Podium nicht mehr ändern.

Björn Wiebe auf Titelkurs im DMSB Berg-Cup

26. August 2017

Die Bergrennsaison 2017 neigt sich schon wieder, langsam aber sicher, dem Ende zu. Nur noch zwei Wertungsläufe, nämlich das Bergrennen Unterfranken in zwei Wochen und das Bergrennen Mickhausen am September-Oktober Übergangswochenende,  stehen uns noch bevor. In den vier DMSB-Bergprädikaten, sprich Meisterschaften, hat sich im Saisonverlauf bereits die Spreu vom Weizen getrennt und nur noch wenige Piloten kommen für den jeweiligen Titel und die Podiumsplätze in Frage. In einer kleinen Serie wollen wir zuerst die aktuelle Situation im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen beleuchten. Punkte gibt es hier nach dem alten Bergmeisterschafts-Schema, also in der Gesamtwertung der Divison und nicht für Siege in den jeweiligen Hubraumklassen. Drei Zusatzpunkte erhält der Fahrer, der den schnellsten Wertungslauf zustande bringt. Ein Streichresultat wird pro Fahrer aus der Punktetabelle herausgenommen. Die weitaus besten Aussichten auf den Titel des Meisters im DMSB Automobil-Berg-Cup für Tourenwagen besitzt Björn Wiebe. Mit seinem Renault Laguna sammelte der Hunsrücker  bislang 131 Punkte. Da die Wiebe-Truppe Ende April beim Saisonauftakt in Schotten noch nicht antreten konnte, ist das Streichresultat bereits inbegriffen. Läuft alles in gewohnten Bahnen weiter, ist dem jungen Familienvater der Titel kaum mehr zu nehmen, denn Norbert Handa der im Lancia Delta HF Integrale 14 Punkte zurück rangiert, müsste schon auf einen Patzer oder Ausfall des älteren Wiebe-Bruders hoffen. Beide Kontrahenten sicherten sich bislang je drei Mal die Maximalpunktzahl 23. Die Titelentscheidung in diesem Zweikampf wird aller Voraussicht erst am Final-Wochenende von Mickhausen fallen. Falls jedoch Norbert Handa in Eichenbühl das Ziel nicht sehen sollte, würde Björn Wiebe ein 5. Platz in der Tourenwagen-Division zum Titel reichen. Mit aktuell 92 Zählern (bereinigt  85) ist der dritte Platz für Hans-Peter Eller im VW Golf 16V derzeit komfortabel. Die Opel-Kadett-Treter Dirk Preißer (62) und Michael Rauch (bereinigt 61), können unter normalen Umständen den Allgäuer nicht mehr vom Podium verdrängen. Auf Rang sechs liegt im Moment Patrick Orth (BMW 320), vor Günter Göser und Stefan Faulhaber (beide Opel Kadett C).

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