Jubiläumsjahr für Alt-Bergmeister Claus Dupré

4. Oktober 2020

Hallo Claus, wie geht´s! Diese Gelegenheit der Nachfrage bot sich „Bergrennen in Deutschland“ kürzlich beim Event „Mythos Sportwagen“ auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände. Claus Dupré wird vielen Motorsportinteressierten als erfolgreicher Teamchef und Pilot aus dem Rundstrecken-Rennsport ein Begriff sein. Seine motorsportlichen Anfänge setzte der heute 72-jährige Saarländer im Bergrennsport, insbesondere beim Homburger Bergrennen, das quasi vor seiner Haustür lag. Für die These das Motorsport jung hält, ist der Betreiber eines Autohauses in Schiffweiler bei Neunkirchen ein Paradebeispiel. Immer noch drahtig und sportlich trotzt er dem Älterwerden. Sein Sieg im Deutsche Berg-Pokal 1980, der mit der Bergmeisterschaft gleichzusetzten ist, ist in diesem Jahr genau 40 Jahre her. Seit 50 Jahren existiert Dupré Motorsport und vor 85 Jahren entstand das Autohaus als Familienbetrieb. 2020 ist also ein großes Jubiläumsjahr im Hause Dupré. Als VAG-Vertragshändler für die Marken VW und Audi setzte Claus Dupré auch genau diese Marken im Bergrennsport ein. Die Meisterschaft im Berg-Pokal gewann Dupré auf jenem VW Golf GTi der später auch Dieter Knüttel zu vielen Erfolgen führte. Nach dem Verkauf des Meisterautos in den Odenwald entstand in Duprés Werkstatt das legendäre Audi Coupé in KAMEI-Farben mit dem er in den 1980er Jahren zahlreiche Klassen- und Tourenwagen-Gesamtsiege am Berg holte. „Mein Coupé habe ich noch immer in Besitz, es steht in einer unserer Hallen. Fahrbereit ist der Wagen leider nicht mehr, denn es wurden immer wieder Teile entnommen für andere Fahrzeuge“, erläutert Dupré Senior leicht verärgert aber mit einem Schmunzeln im Gesicht“. Mit dem Audi vollzog sich damals der Übergang zur Rundstrecke, denn das Coupé wurde oftmals in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) eingesetzt. Claus Dupré, der auch sieben Rennen in der legendären Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) bestritt, ist nie vom aktiven Rennsport zurückgetreten. Auch heute noch klemmt sich der Senior ab und an hinters Volant, überlässt aber weiterstgehen Junior Christoph Dupré die Geschäfte in Autohaus und Rennteam. Von Schiffweiler aus starten Claus und Christoph Dupré in alle Welt, um an Autorennen teilzunehmen. Die beiden haben nicht nur bereits an unzähligen Veranstaltungen teilgenommen und viele Siege errungen, sie entwickeln auch Rennfahrzeuge verschiedener Hersteller weiter und treiben Renn- und Entwicklungsprojekte voran. „Wir sind dafür bekannt, Ideen zu entwickeln“, sagt Christoph Dupré. Der Diplom-Ingenieur ist seit 25 Jahren im Motorsport tätig. „Gefühlt schon immer, ich wurde da reingeboren“, so der Junior. Auf der Rennstrecke waren und sind die Saarländer mit ihren Kunden in zahlreichen Meisterschaften und Serien zuhause. Die Palette reicht in all den Jahren […]

Länderkampf beim französischen Berg-Lauf in Turckheim

24. August 2020

Im Rahmen der französischen Bergmeisterschaft in Turckheim im Elsass wird eine separate 5-Nationen-Trophäe ausgeschrieben. Auch Schweizer und Deutsche Fahrer zeigen Interesse. Für moderne Rennfahrzeuge gibt es in diesem Jahr in Deutschland, Luxemburg, Österreich der Schweiz am Berg keine Startgelegenheiten. In unmittelbarer Nachbarschaft findet jedoch am 5./6. September das zum 64. Mal ausgetragene Bergrennen Turckheim–Trois Epis statt, wo auch Zuschauer zugelassen sind. Legendäre Schweizer Tagessieger: Die 5950 Meter lange Bergrennstrecke nahe Colmar im Elsass zog schon immer Deutsche und Schweizer Fahrer an – dieses Jahr wohl noch mehr als sonst. Von 1956 bis 2003 zählte Turckheim–Trois Epis ununterbrochen zur Berg-Europameisterschaft. Der legendäre Heini Walter aus Aesch BL feierte in den 50er- und 60er-Jahren sechs Tagessiege. Letzter Schweizer Gesamtsieger war Xavier Perrot 1971 auf March F2. Seither kamen noch mehrere Klassen- und Gruppensieger aus dem südöstlichen Nachbarland hinzu. Ausnahmen für Ausländer: Da die Franzosen eine eigene Fahrzeugeinteilung vornehmen, sind ausländische Teilnehmer eher rar, sofern nicht eine eigene Wertung für sie ausgeschrieben wird. Gutes Beispiel ist das Bergrennen Abreschviller, wo 2019 Joël Volluz und Ronnie Bratschi dieses separate Klassement anführten, oder Vuillafans–Echavans mit einer Schweizer IS-Klasse. Für das diesjährige Rennen in Turckheim kamen aber offenbar viele Anfragen aus verschiedenen Ländern. Nachdem die Elsässer zuerst das Interesse ihrer Landsleute ausgelotet hatten, bevor sie sich zur Durchführung entschlossen, öffnen sie es nun auch für andere Lizenznehmer, Kategorien und Fahrzeugtypen. 5-Nationen-Trophäe: Für sie wird die «Trophée des 5 Nations» ausgeschrieben, also eine Art Länderkampf für Fahrer aus Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg und der Schweiz. Wie beim französischen Saisonauftakt in Mont Dore gibt es zwei in sich abgeschlossene Bergrennen am Samstag und am Sonntag, bestehend aus je einem Trainingslauf am Morgen und zwei Rennläufen am Nachmittag. Die Ausländer, deren maximale Teilnehmerzahl auf 40 beschränkt ist, sind jeweils nach den VHC-Fahrzeugen (Historische Klassen) an der Reihe. Wie bei den Franzosen zählt die schnellere von zwei Laufzeiten für das Klassement. Turbopremiere von Marcel Steiner: Bereits ist sicher, dass Marcel Steiner die Schweizer Fahne hochhalten wird, genauso wie Alexander Hin im Osella PA30 die Deutsche. Für Steiner, den fünffachen Bergmeister wird dies die Premiere mit dem neu motorisierten und beklebten LobArt-Honda-Turbo darstellen. Beim Testtag diese Woche in Bresse traten zwar Probleme im Motorumfeld auf, diese können aber bis zur Abreise ins Elsass gelöst werden. Auch die bereits bei Bergslaloms im Vorarlberg angetretenen Philip Egli und Marcel Maurer bekunden ihr Interesse. Auf die mit Spannung erwartete Teilnehmerliste gehen wir dann in […]

Auch Österreich ohne Bergrennen – kein St. Agatha 2020

8. Juli 2020

Leider sieht sich der MSC Rottenegg gezwungen, auch das geplante NOBLEND-Autobergrennen Esthofen – St. Agatha für 2020 abzusagen. Anfangs haben die Lockerungen der Österreichischen Bundesregierung für Veranstaltungen ab 1. September bis 10.000 Personen das Organisationskomitee sehr positiv gestimmt und mit Euphorie wurden die Planungen für das Events begonnen. Wenige Tage später erreichte Markus Altenstrasser und sein Team die Info, dass die Veranstaltung nur mit zugewiesenen Sitzplätzen und einer ganzen Menge unerfüllbarer Auflagen möglich sein wird. Nüchtern betrachtet, hatte man erst eine positive Info seitens der Regierung erhalten und dann wurde wieder ganz schnell zurückgerudert. „Im Anschluss der Besprechung mit der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen stand fest, dass die Vorgaben der Bundesregierung unmöglich einzuhalten sind und wir deshalb gezwungen sind die geplante Veranstaltung schweren Herzens abzusagen“, so Altenstrasser. „Auf diesem Wege möchten wir uns auch bei der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen für das faire und ehrliche Gespräch bedanken, welche uns auch ausdrücklich mitteilte, dass die BH keine Einwände zur Veranstaltung habe, dass aber leider die Vorgaben der Bundesregierung verordnet werden müssen – was natürlich in der derzeitigen Lage völlig nachvollziehbar und verständlich ist“. Die aktuellen Fallzahlen in Oberösterreich und die ab morgen erneut geltende Maskenpflicht, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, helfen dem ganzen Projekt auch nicht unbedingt positiv weiter. Gesundheit geht vor – keine Frage! Jedoch schaden diese Maßnahmen dem Sport extrem und es wird viel Aufbauarbeit notwendig sein, um wieder einem normalen Motorsportbetrieb entgegen sehen zu können.

Auch keine Internationale Serie KW Berg-Cup 2020

24. Juni 2020

Aber: Es gibt erste Pläne für eine Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. am 26./27. September im Rahmen des Int. Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha. Nachdem schon am 10. Mai fest stand, dass die beiden Rennserien NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup und KW Berg-Cup National des Vereins Berg-Cup e.V. mangels durchführbarer Rennen 2020 nicht mehr zur Austragung gelangen können, haben die seitdem neu bekannt gewordenen Veranstaltungsabsagen oder Verschiebungen auf das kommende Jahr auch den Terminkalender der Internationalen Serie KW BergCup derart minimiert, dass selbst diese Meisterschaft 2020 nicht ausgefahren werden kann. Ihre 33. Auflage verschiebt sich somit auf 2021. Damit ist nun leider genau das eingetreten, was die organisierende Vorstandschaft des Berg-Cup e.V. schon am 10. Mai ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit als mögliches Szenario angekündigt hatte. Das ist bitter. Aber die Gesundheit aller Beteiligten sowie die Überwindung der Corona-Pandemie haben nach wie vor oberste Priorität. Von den ursprünglich für diese Saison geplanten rekordverdächtigen 14 KW Berg-Cup Veranstaltungen betreibt aktuell nur noch das Int. Noblend Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha in Oberösterreich. Vorbereitungen auf den Stammtermin am 26./27. September sind noch im Gange. Der dortige Chef-Organisator Markus Altenstrasser erstellt im Moment die Ausschreibung und hofft auf eine weiterhin günstige Entwicklung der Corona-Pandemie, in deren Folge dann auch Veranstaltungen selbst in der Größe von St. Agatha wieder möglich werden könnten. „Ich erhoffe mir spätestens im Juli Klarheit darüber, wie es nach dem 31. August in Österreich in Sachen behördlicher Auflagen für Veranstaltungen weitergehen wird. Unser Auto-Bergrennen bereiten wir jedenfalls mit vollem Einsatz weiter vor“ gibt er sich optimistisch. Gerne würden er und sein MSC Rottenegg dann auch wieder möglichst viele Aktive aus den Reihen der Deutschen Bergmeisterschaft und des Berg-Cup e.V. am Start begrüßen. Als Alternative zu den 2020 nicht durchführbaren KW Berg-Cup Rennserien wurde nun die Idee geboren, den nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernten Berg-Event für eine Art Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. zu nutzen, an der alle eingeschriebenen Fahrerinnen und Fahrer der Rennserien NSU-Bergpokal sowie der zwei KW Berg-Cup Varianten National und International teilnehmen können. Ein Konzept dafür ist zurzeit in Arbeit. Detaillierte Informationen dazu erfolgen rechtzeitig vor der Veranstaltung, die allen Beteiligten zumindest eine kleine Ration an motorsportlicher Betätigung und Spaß in einem schwierigen Jahr ermöglichen soll. „Ein besonderer Dank gebührt gerade jetzt nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer Art und Weise fortsetzen“, lässt der Berg-Cup Vorstand verlaute . […]

17. ADAC Bergpreis Schottenring wird auf das Jahr 2021 verlegt

9. Juni 2020

Am vergangenen Montagabend hat der Vorstand des MSC Rund um Schotten die Entscheidung getroffen, den 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring nicht im Jahr 2020 auszutragen, sondern auf das kommende Jahr 2021 zu verlegen. Im zeitigen Frühjahr, zu Beginn der Coronakriese hatten die Hessen es mit einer Verlegung in den Herbst versucht, mussten jedoch nun der aktuellen Situation Tribut zollen. „Die Gründe liegen darin, dass vermutlich nicht sehr viele Fahrerinnen und Fahrer Lizenzen gezogen haben und ohne Fans, was ja durchaus im diesem Jahr noch länger als August der Fall sein kann, das ganze aus finanzieller Sicht nicht durchführbar ist, so Vorstands- und Organisationsmitglied Timo Neumann. “ Aber alles, was wir in diesem Jahr vorhatten, nehmen wir mit ins kommende Jahr 2021 und hoffen auf ein pickepackevolles Starterfeld im kommenden April“. Die noch in der Online-Meldeliste stehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der Rennleitung in den kommenden Tagen bezüglich Erstattung von Nenngeldern bzw. alternativer Vorgehensweisen angeschrieben. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring, wieder als reines Tourenwagen-Rennen und mit Testtag am Freitag, wird neu terminiert für den Zeitraum 23.-25. April 2021.

Bernhard Permetinger präsentierte seinen neuen BMW Z4 GT3

3. Juni 2020

Eine neue Herausforderung wird der Salzburger Bernhard Permetinger in Angriff nehmen. Der selbstständige KFZ-Technikermeister hat sich vor gut einem Jahr einen neuen Rennboliden zugelegt. Nach langer und intensiver Suche nach einem BMW Z4 GT3 wurde man schließlich in Tschechien fündig. Beim international bekannten Senkyr Motorsport Team holte sich Bernhard dann sein neues „Spielzeug“ ab. Der Rennbolide wurde vom Team des ehemaligen Berg-Europameisters betreut und eingesetzt. Der letzte Renneinsatz des BMW Z4 GT3 lag aber schon einige Zeit zurück. Trotzdem war der Bolide in einem äußerst guten Zustand und sehr gepflegt, zumal das Fahrzeug nie in einen Unfall verwickelt war. In der heimischen Werkstatt wurde der BMW Z4 GT3 von Bernhard Permetinger komplett zerlegt und optisch sowie technisch wieder auf Topniveau gebracht. Dabei wurde die Karosserie Außen komplett gestrahlt und dann neu lackiert. Ganz besonders interessant ist dabei, dass die gesamte Historie vom Aufbau bis zur Auslieferung und des ersten Einsatzes nachvollziehbar ist. Und mittlerweile sind renntaugliche BMW Z4 GT3 nicht leicht zu finden. Zusammen mit einem befreundeten Grafiker wurde dann das Design für den Boliden entworfen, traditionell denn „BMW-Farben“ entsprechend. Der Österreicher hatte sich zu Jahresbeginn in den KW Berg-Cup eingeschrieben. Hier gibt es wohl in 2020 aber nichts zu fahren, die nationale Variante der deutschen Traditionsmeisterschaft ist bereit der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Die Absage des KW Berg-Cup International steht dagegen noch aus. Nach ersten Testfahrten, welche man auf der Rundstrecke durchführen möchte, wird Permetinger mit seinem BMW Z4 GT3 an den Berg wechseln. Dafür muss erst die passende Getriebeübersetzung gefunden werden, da das GT3-Reglement ein recht langes Getriebe vorsieht, das aber für den Berg nicht optimal ist. Der bullig aussehende Bolide wird dabei sicherlich nicht nur optisch begeistern, sondern auch mit seinem einmalig klingenden V8-Saugmotor. Voraussichtlich aber erst in 2021. von Hillclimbfans.com

Mangels Rennen: KW Berg-Cup National und NSU-Bergpokal 2020 abgesagt!

10. Mai 2020

Einige werden es sicher bereits den sozialen Netzwerken oder anderen Quellen wie „Bergrennen in Deutschland“ entnommen haben: Auch die Bergrennen in Oberhallau und Mickhausen mussten wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie deren Folgen nun definitiv abgesagt werden. Das hat gravierende Auswirkungen auf die drei Berg-Rennserien des Berg-Cup e.V. Im KW Berg-Cup National und NSU-Bergpokal liegt die Anzahl der eventuell 2020 noch zur Austragung kommenden Veranstaltungen jetzt aktuell bei maximal drei und damit weit unter der Hälfte der ursprünglich geplanten zehn Rennen. Dies sind für eine seriöse, den Anforderungen und dem hohen sportlichen Niveau der Vorjahre entsprechenden Meisterschaft deutlich zu wenig. Daher bleibt dem Organisations-Team nach eingehenden Beratungen nur die bittere Konsequenz, sowohl den KW Berg-Cup National als auch den NSU-Bergpokal 2020 endgültig abzusagen. Diese Entscheidung ist niemanden leicht gefallen, war aber den aktuellen Entwicklungen geschuldet, war unumgänglich und nicht weiter aufschiebbar. Auch für die Internationale Serie (IS) KW Berg-Cup ist die Lage angespannt. Im Moment stehen hier noch die Bergrennen Eichenbühl und St. Agatha im Kalender. Dazu kommen noch die Veranstaltungen St. Urban und Bergpreis Schottenring, die ja nicht abgesagt, sondern nur auf einen späteren, zurzeit noch nicht benannten Termin verschoben wurden. Dennoch ist es auch für die IS KW Berg-Cup fünf vor zwölf. Denn es steht fest: Sollte die Zahl der Rennen bei weniger als vier liegen, muss selbst diese Traditionsmeisterschaft für 2020 mit größtem Bedauern abgesagt werden. Per Mail wurden heute alle eingeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den drei Rennserien des Berg-Cup e.V. vom Organisationsteam detailliert über die aktuellen Entscheidungen und Entwicklungen sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen informiert. Keine angenehme Aufgabe für die Kernmannschaft, die sich stets mit großem Einsatz und viel Herzblut um einen möglichst reibungslosen Ablauf „ihrer“ Serien bemüht und dabei immer das Wohl des gesamten Bergsports mit im Auge hat. Für die schwierige Lage der Veranstalter hat das Berg-Cup Team volles Verständnis. Die Gesundheit aller und die baldige Überwindung der Corona-Pandemie hat zurzeit oberste Priorität. „Ein besonderer Dank gebührt in dieser schwierigen Phase nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer, der Lage angepasster Übereinstimmung mit Elan fortsetzen“, so Berg-Cup Sprecher Uli Kohl. „Mit in diesen Dank einzuschließen sind die Veranstalter-Partner, die Dachverbände und Sportbehörden, dazu alle Freunde und Fans des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals. Ihnen allen sei hier fest versprochen, dass – unabhängig davon, wie 2020 noch verläuft – […]

Auch kein KW Berg-Cup-Lauf in Oberhallau

1. Mai 2020

Mit schwerem Herzen hat der Verein Bergrennen Oberhallau (VBO) die diesjährige Austragung des Laufes zur Schweizer Berg-Meisterschaft und zum deutschen KW Berg-Cup abgesagt. Das anhaltende Verbot von Großveranstaltungen in der Schweiz bis Ende August 2020 wegen des Corona-Virus, zwingt den Vereinsvorstand zu diesem Schritt. „Wir wollen kein Geisterrennen in Oberhallau“, sagt Vereinspräsident Sascha Schlatter (33). „Ohne die Fans im Dorf oder in der Tarzankurve fehlt die einmalige Atmosphäre, die unser Rennen so einzigartig macht.“ Auch beim VBO hat die Gesundheit von Zuschauern und Rennfahrern oberste Priorität, deshalb respektiert der Verein die Entscheidung des Bundesrates. Durch die frühzeitige Absage hält sich zudem der finanzielle Schaden in Grenzen. „Alles was wir für dieses Jahr schon aufgegleist haben, können wir auch nächstes Jahr wieder nutzen, denn 2021 findet definitiv wieder ein Bergrennen Oberhallau statt!“, sagt Schlatter zuversichtlich und verrät schon das Datum. Das nächste Bergrennen Oberhallau findet am Wochenende vom 28. und 29. August 2021 statt.

Schweizer Hemberg-Bergrennen abgesagt

12. April 2020

Nun auch das Bergrennen in Hemberg im Kanton St.Gallen in der Ostschweiz musste aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden. Dies teilen die Veranstalter am Donnerstag vor Ostern mit. Zum neunten Mal hätte am 20./21. Juni 2020 das Bergrennen Hemberg nach der Wiederbelebung des ehemaligen Rennens St. Peterzell-Hemberg, stattfinden sollen. Aufgrund der herrschenden außerordentlichen Lage hat auch das Orga-Team des Bergrennen Hemberg die laufende Situation verfolgt. Doch die Umstände lassen keine anderen Entscheidung zu, als das Bergrennen Hemberg 2020 abzusagen. Besonders schade ist diese Absage, da das Bergrennen Hemberg in diesem Jahr zum ersten Mal eine internationale Veranstaltung im Kalender der FIA gewesen wäre. Nach mehreren Jahren Vorarbeit konnte eine Zusammenarbeit mit dem deutschen KW Berg-Cup fixiert werden. Nach bisherigem Stand sollte es der Saisonauftakt dieser beliebten Bereitensport-Rennserie sein. Einerseits seien die ehrenamtlich wirkenden OK-Mitglieder aufgrund der Corona-Krise beruflich in Krisenstäben oder in ihren Firmen stark engagiert. Ihnen fehlten im Moment die notwendigen Ressourcen für das Bergrennen. Ein weiteres Problem zeichne sich im Bereich der Helfer ab. Da das Bergrennen Hemberg keine Unterstützung mehr durch den Zivilschutz bekommt, wäre es auf unzählige Helfer beim Streckenaufbau angewiesen, die Urlaub nehmen müssten, um am Rennen mitzuhelfen. Das werde auch in Zukunft ein Problem darstellen. Da viele Betriebe jetzt in Kurzarbeit oder am Abbauen von Überstunden und Urlaubstagen sind, werde es herausfordernd Helfer zu finden, die für ihren Einsatz am Bergrennen Hemberg Urlaub bekommen können. Unterdessen wurde die nächste Absage im Schweizer Bergrenn-Kalender bekannt. Das zur Schweizer Berg-Meisterschaft zählende Rennen in Massongex (11./12. Juli) findet in diesem ebenfalls Jahr nicht statt. Damit reduziert sich der Kalender der Schweizer Berg-Meisterschaft (Stand vor Ostern) auf sechs Termine.

Die Rennkalender lichten sich – KW Berg-Cup Auftakt in Hemberg?

25. März 2020

Immer mehr wird klar: Der Motorsport steht noch wochenlang still. Auch bereits verschobene Rennen sind davon betroffen. Wann es in der Schweiz losgeht, ist ungewiss. Logisch, verständlich und völlig angebracht: In den nächsten Wochen wechseln keine Startampeln auf Grün. Im Schweizer Rennkalender 2020 gab es in den vergangenen Tagen keine weiteren Absagen. Hinter den Kulissen wird die aktuelle Situation aber mit Besorgnis verfolgt. Etwa beim Verein Bergrennen Hemberg, der sich Anfang April telefonisch beraten und wohl danach entscheiden wird, ob die laufende Vorbereitung auf den ersten Lauf der Schweizer Bergmeisterschaft vom 20./21. Juni gestoppt oder bis zum 19. April zugewartet wird. Dann oder eventuell früher wird der Schweizer Bundesrat verlauten lassen, ob bisherige Maßnahmen gelockert, beibehalten oder sogar verschärft werden. Deutscher Bergrennauftakt in Hemberg? In Deutschland sind die ersten vier zur Landesmeisterschaft zählenden Bergrennen abgesagt worden. Saisonstart in dieser Disziplin wäre das Ibergrennen am letzten Juni-Wochenende. Käme das Hembergrennen eine Woche zuvor tatsächlich zustande (was wir natürlich insgeheim hoffen und wünschen), hätte zumindest der KW Berg-Cup dort seinen Auftakt. Erstmals soll diese beliebte deutsche Tourenwagen-Bergrennserie im Toggenburg zu Gast sein. von Peter Wyss / www.autosprint.ch

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