KW Berg-Cup Kalender 2020 fix – alle Deutschen Veranstalter an Bord

18. Januar 2020

Die Misere zwischen dem Berg-Cup e.V, als Serienbetreiber des KW Berg-Cup und einigen Veranstaltern aus der Deutschen Bergszene, ist vorerst beigelegt. Quasi auf den letzten Drücker sind nun auch die beiden letzten noch ausstehenden Unterschriften, von den Vertretern des MSC Heilbad Heiligenstadt (Ibergrennen) und der RSG Altensteiner-Oberland (Glasbachrennen) unter die Verträge gesetzt worden. Somit sind alle deutschen Veranstalter an Bord und bilden das Grundgerüst für den Terminkalender mit erstmals 14 Rennen. Neben den neun Bergrennen in Deutschland, trifft man sich einmal in Luxemburg und je zweimal in Österreich und der Schweiz. Überraschender Neuzugang, ebenfalls in letzter Minute, ist das Bergrennen St. Urban – Simonhöhe in Kärnten, gelegen 240 km von der Deutschen Grenze bei Salzburg. In allerletzter Minute, quasi um fünf vor zwölf, haben sich der KW Berg-Cup und der MC Heilbad Heiligenstadt für die Saison 2020 einigen können. Unter anderem durch die großzügige Unterstützung eines Sponsors konnte das Organisationsteam rund um Sascha Herz den Vertrag unterzeichnen. „Im Jubiläumsjahr 2020 sind am Iberg wieder alle Rennserien mit an Bord und versprechen ein brillantes Teilnehmerfeld“, bestätigt der sonst in der Berg DM aktive Formel 3-Pilot. Auch die Mannen vom Rennsteig haben nun eingelenkt und somit ist der KW Berg-Cup auch beim einzigen deutschen Lauf zur Berg-Europameisterschaft, beim ADAC Glasbachrennen vom 12.-14. Juli präsent. Im Rahmen von weiteren Gesprächen zwischen allen Veranstaltern und dem Berg-Cup e.V., die im Anschluss an die DMSB-Veranstaltertagung am 8. Februar in Frankfurt anberaumt sind, wird an einem tragfähigen Konzept gearbeitet um die weitere Zusammenarbeit sicherzustellen. Unterdessen wurde das neue, von Thomas Hoffmann konzipierte Online-Einschreibeportal für alle drei Rennserien des Berg-Cup e.V. geöffnet. Zu finden ist dies auf der Webseite www.berg-cup.de über den Menüpunkt „Einschreibung“. „Wir sind auf den Praxistest schon sehr gespannt“, freut sich Berg-Cup Vorstand Uli Kohl. „Und natürlich darauf, wer in der Internationalen Serie (IS) KW Berg-Cup, im KW Berg-National und im NSU-Bergpokal 2020 dabei sein wird“. Bis 31. Januar 2020, also unter einem sportlichen Zeitplan, bleibt das Portal geöffnet. „Danach geht es mit Vollgas an die Produktion des Berg-Cup Magazins, das bereits bis Ende Februar fertig sein soll“, so Kohl weiter. Da das anvisierte Datum Mitte Januar nun vorbei ist, hier das endgültige Meisterschaftsprogramm: 25./26. April 2020 – 17. ADAC Bergpreis Schottenring (D) 02./03. Mai 2020 – European Hill Race Eschdorf (L) 16./17. Mai 2020 – Bergrennen St. Urban-Simonhöhe (A) 31./01. Mai / Juni 2020 – 58. Wolsfelder ADAC Bergrennen (D) 13./14. Juni 2020 […]

Berg-Cup-Legende Klaus Pfannschmidt mit 86 Jahren verstorben

14. Januar 2020

Wie jetzt erst in Bergrennkreisen bekannt wurde, verstarb bereits am 21. Oktober 2019 der langjährig im Bergrennsport aktive Klaus Pfannschmidt. Der gebürtige Berliner begann mit dem Motorsport im Jahr 1962. Zunächst bestritt der später in Daxweiler im Landkreis Bad Kreuznach lebende Camaro-Liebhaber allerlei Slalom, Rallye und Rundstreckenveranstaltungen bis hin zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring. In den 1980er und ´90er Jahren fand er im Bergrennsport seine absolute Leidenschaft und bereicherte mit seinem bulligen 5,8 Liter Chevrolet Camaro Z28 die große Klasse der Gruppe H. Mit diesem 490 PS starken US-Schiff und seinem charakteristischen Schnauzbart war Pfannschmidt einer der Publikumslieblinge der damaligen Zeit und bekannt wie ein bunter Hund. Lange Jahre war der im Alter von 86 Jahren Verstorbene aktives Mitglied des Gruppe H Berg-Cup und des MC Heilbad Heiligenstadt. In den Jahren 2006 und 2007 wechselte der Rheinland-Pfälzer in den Classic-Berg-Cup und beendete danach seine Motorsportaktivitäten unter dem Teamnamen Nieswurz Racing.

Veranstalter auf den Barrikaden – KW Berg-Cup Kalender 2020 weiter vorläufig

11. Januar 2020

Mit der Veröffentlichung des noch vorläufigen Terminkalenders des KW Berg Cup 2020, kommt ans Tageslicht, was schon lange im Untergrund brodelte. Einige Rennveranstalter, meist aus der Deutschen Szene, aber auch ein Österreichischer Veranstalterverein, sind mit den Konditionen des Berg-Cup e.V. zur Vergabe eines Cup-Laufs nicht mehr einverstanden. Lange Zeit spielte man schon mit dem Gedanken die Verträge des Berg-Cup e.V. zu den gegebenen Konditionen nicht mehr zu unterzeichnen. Noch im alten Jahr brachte der MC Heilbad Heiligenstadt den Stein ins Rollen und unterbreitete dem Berg-Cup e.V. ein Gegenangebot. Parallel dazu reagierten drei weitere Orga Teams ähnlich und verweigerten vorerst die Unterschriften unter den Verträgen mit dem Berg-Cup e.V. „So kann es nicht mehr weitergehen“, sagte Christoph Schackmann vom Bitburger Eifel-Motorsportclub, „die Relationen stimmen nicht mehr“. Thomas Bubel vom saarländischen Homburger AC gibt zu bedenken, „dass alle Veranstalter ihre Rennen ehrenamtlich in ihrer Freizeit auf die Beine stellen und es immer schwieriger wird Sponsoren und vor allem Helfer zu akquirieren. Vor allem freiwilligen Helfer zu gewinnen wird mehr und mehr zum Problem, was somit auch zum finanziellen Negativpunkt wird. Denn fehlen die Helfer, muss beispielsweise Personal (Security) teuer eingekauft werden, um behördliche Auflagen sicher zu erfüllen“. Kevin Ferner vom Iberg bringt es auf den Punkt. „Es möchte niemand dem KW Berg-Cup schaden oder ihn kaputt machen, ganz im Gegenteil. Nur die Konditionen für die Veranstalter, die die unternehmerischen Risiken ganz allein tragen, müssen stimmen“. Stein des Anstoßes ist der an den KW Berg-Cup zu entrichtende Poolbeitrag, der in seiner Höhe vielen Rennveranstaltern mittlerweile schmerzlich in der Vereinskasse und dem Budget der Veranstaltung zu Buche schlägt. Ein weiterer Kritikpunkt war und ist das Berg-Cup Magazin, welches von den Veranstaltern über den Multimediabeitrag mitfinanziert wird. Nach Meinung vieler Organisatoren sollte das Magazin, das es seit 1998 in nahezu unveränderter Form gibt, zeitgemäßer in elektronischer und somit kostengünstigerer Form herausgeben oder die Papierausgabe einem völligen Neudesign unterwerfen werden. Im Dezember nahmen die Vertreter der Clubs MC Heilbad Heiligenstadt (Ibergrennen), RSG Altensteiner-Oberland (Glasbachrennen), EMSC Bitburg (Wolsfelder Bergrennen) und des Homburger Automobilclubs (Homburger Bergrennen) eigenständige, mitunter langwierige Verhandlungen mit dem Berg-Cup e.V. auf. Nach zähen Ringen und Zugeständnissen des Rennserienbetreibers haben der EMSB Bitburg und der Homburger AC zwischenzeitlich ihre Unterschriften unter das Vertragswerk gesetzt und haben die Konditionen zumindest für die Saison 2020 akzeptiert. Die beiden Thüringischen Rennen am Iberg und Glasbach konnten sich aktuell noch nicht dazu durchringen. „Wir haben dem Berg-Cup unserer Angebot […]

TCR Hill Climb Serie 2020 – Eine neue Tourenwagenserie soll endlich den Berg erobern

4. Januar 2020

Die Tourenwagen-Kategorie TCR boomt. Neben Welt- und Europameisterschaften gibt es auch zahlreiche nationale TCR-Serien, die äußerst beliebt sind. China, Thailand, Russland, Großbritannien, Portugal, Deutschland und viele andere Nationen führen erfolgreich TCR-Rundstreckenrennen durch. Aber das ist noch nicht alles: Nach einer Verschiebung im vergangenen Jahr soll die TCR 2020 auch den Berg erobern! Auto Sport Schweiz organisiert zusammen mit dem Veranstalter BZ Consult die „ASS TCR Hill Climb Series“ in Europa. Der Wettbewerb ist eine offizielle, von der FIA anerkannte internationale Rennserie. Der Kalender enthält die sechs Veranstaltungen, die schon im Vorjahr nominiert waren. Die Austragungsorte der  einzelnen Rennen in Mitteleuropa, wurden bewusst ausgewählt. Die Läufe ´finden in Ländern statt, in denen eine Affinität zu TCR garantiert ist. Die „ASS TCR Hill Climb Series“ kann zukünftig auf acht Events erweitert werden. Interessierte Fahrer sind eingeladen, sich ab sofort  und bis zum 28. Februar 2020 einzuschreiben. Eine Nachnennung kann bis zum 18. April erfolgen, das für die gesamte Saison oder einzelne Veranstaltungen. Die Einschreibegebühr wurde zwischenzeitlich etwas nach unten angepasst. Zum ersten Nennschluss beträgt diese 3.900 €, bei einer Nachnennung werden 4.800 € gefordert. Die Teilnehmerzahl ist nicht begrenzt. Ziel ist es, in drei bis fünf Jahren bis zu 20 TCR-Fahrzeuge in dieser Serie zu haben. Die folgenden sechs Veranstaltungen sind im Kalender 2020 geplant und von den Veranstaltern genehmigt: 02./03. Mai 2020 – Hillrace Eschdorf (LUX) 30./31. Mai 2020 – Verzegnis (ITA) 20./21. Juni 2020 – CdC Beaujolais (FRAU) 25./26. Juli 2020 – ADAC Hauenstein-Bergrennen (GER) 15./16. August 2020 – CdC St. Ursanne-Les Rangiers (SUI) 19./20. September 2020 – Auto-Bergrennen St. Agatha               (AUT) Infos zur Anmeldung: Die Gesamtzahl der Einschreibungen in der Serie ist nicht begrenzt. Einsendungen für nur einen Wettbewerb / Gasteintrag sind möglich. Der Fahrer muss seinen Antrag auf Zulassung mindestens zum 18.04.2020 unter Verwendung des vom Serienveranstalter bereitgestellten Formulars „Antrag auf Registrierung“ einreichen. Der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag ist an folgende Adresse zu senden: ASS TCR Hill Climb Serie c/o Auto Sport Schweiz Koenizstrasse 161 CH-3097 Liebefeld Schweiz Mit der Einreichung des „Antrags auf Registrierung“ erhebt der angegebene Teilnehmer und Fahrer eine Gebühr und ermächtigt den Serienorganisator, in seinem Namen Anmeldeformulare für die Wettbewerbe einzureichen, also sind Einschreibungen und Nenngeldzahlungen bei den einzelnen Veranstaltungen nicht mehr nötig. Die Organisatoren der Serie ASS TCR Hill Climb Series senden eine Blockeintragung. Mit der Anmeldung verpflichten sich jeder Teilnehmer und / oder Fahrer, an allen Wettbewerben teilzunehmen. Anmeldeformular zum herunter […]

KW Berg-Cup auch 2019 auf der Essen Motor Show präsent

27. November 2019

Das ist dann schon der zwölfte aufeinanderfolgende Auftritt des KW Berg-Cups auf der Essen Motor Show. Letztes Jahr war der Stand der populären Berg-Rennserie auf der EMS – so das Kürzel für die wohl größte und bedeutendste Messe ihrer Art in Europa – vom Rand mehr in die Mitte der Halle 5 gerutscht. Dort ist er auch aktuell zu finden, B24 ist die Nummer dazu. Nach Ansicht des „Berg-Cup Messe-Managers“ Manfred Schulte und der den Stand betreuenden Mitglieder, hat das für noch mehr Aufmerksamkeit und Interesse der EMS-Besucher gesorgt. „Weil wir am neuen Standort über mehr Platz verfügen, gibt es dieses Jahr dort sogar drei Fahrzeuge zu bewundern“, freut sich Berg-Cup Präsiden Uli Kohl. Eines davon ist das Siegerauto aus dem NSU-Bergpokal, der von Steffen Hofmann und Jörg Davidovic pilotierte NSU TT RPM. Der VW Golf 2 16-Ventiler von Sarp Bilen wird nicht nur den KW Berg-Cup Stand bereichern, sondern am ersten Messesamstag (30.11.) live ab 14:30 Uhr in der Motorsportarena Demorunden drehen. Im Rahmen dieses Auftritts werden auch die drei Berg-Cup e.V. Rennserien präsentiert und Sarp interviewt. „Unser drittes Ausstellungsstück ist der brandneu aufgebaute BMW 2002 von Mario Minichberger, der in seiner Optik der früheren Gruppe 5 entspricht und dessen weiter verbesserter Formel 2 Motor deutlich über 300 PS Leistung abgibt“. Insgesamt wird am Stand B24 Werbung und Öffentlichkeitsarbeit nicht nur für den KW Berg-Cup betrieben, sondern für den vielfältigen Bergrennsport in seiner Gesamtheit. Der auf der EMS aus seinem Nischendasein geholt und großem Publikum gezeigt wird. Betreut wird der Gesamtauftritt wie immer von kompetenten Ansprechpartnern. Am ersten Messe-Wochenende steht freitags und samstags zusätzlich auch Uli Kohl, der Präsident und permanente Streckensprecher des Berg-Cup e.V., für alle Fragen und Anregungen rund um die Themen Bergrennen, KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal bereit. Die Essen Motor Show läuft 2019 vom 30. November bis zum 8. Dezember, der mit erhöhten Preisen verbundene Previewday ist der 29.11. An diesem sowie samstags und sonntags ist die Messe von 9 bis 18 Uhr geöffnet, an den Wochentagen geht’s jeweils ab 10 Uhr los. Das Tagesticket für Erwachsene kostet an der Tageskasse 16 Euro (Previewday 28 Euro). Wer den Kauf vorab unter www.essen-motorshow.de per Internet tätigt kann einen Euro sparen und braucht sich nicht vor den Kassen in die Schlangen stellen. Außer den Standard-Karten gibt es weitere Angebote, wie zum Beispiel am 02.12. den Girlsday oder an den Wochentagen ab 15 Uhr Nachmittags-Tickets zu sehr günstigen Preisen. […]

André und Björn Wiebe gewinnen in St. Agatha den KW Berg-Cup 2019

26. September 2019

Das vorletzte der insgesamt 13 Rennen zur Internationalen Serie KW Berg-Cup hat so richtig Laune gemacht. Der MSC Rottenegg und seine Mannschaft rund um ihren Organisationsleiter Markus Altenstrasser hatte am Wochenende (21./22.09.) alles im Griff. Eine riesige Kulisse von gut 10.000 Besuchern gab dem „NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha“ einen würdigen Rahmen. Die Fans wurden bei angenehmen Herbstwetter vom sportlichen Geschehen auf der 3,2 Kilometer langen, flüssig-schnellen Piste, die zwischen Passau und Linz in der Nähe der Schlögener Donauschlinge in Oberösterreich zu finden ist, mitgerissen und bestens unterhalten. Die positive Stimmung förderte auch einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord und weitere Höchstleistungen zutage. Davidovic und Hofmann gewinnen erneut den NSU Pokal Unter den insgesamt 153 Startern hielt sich die 42 Fahrzeuge starke Delegation des Internationalen KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals hervorragend, ihre aktiven Fahrer durften trotz harter Konkurrenz mehrere Klassensiege und viele weitere Top-Platzierungen feiern, die sich auch auf die Meisterschaftsstände auswirkten. Im NSU-Bergpokal, der erstmals in St. Agatha dabei war und dort super ankam, machten die aktuellen Leader Steffen Hofmann / Jörg Davidovic durch den Sieg von Steffen den Sack endgültig zu, sie haben ihren fünften gemeinsamen Gesamterfolg jetzt sicher in der Tasche. In der Klasse bis 1150 Kubik setzte sich der erst 23-Jährige Niederbayer Tobi Mayer mit seinem VW Polo 16V souverän durch. Die Abteilung bis 1400 Kubik stand ganz im Zeichen des neuen Deutschen Automobil-Berg-Meisters Hansi Eller, der den VW Minichberger Scirocco 1 16V zu seinem achten Saison-Klassensieg fuhr. Bei den 1600ern sahen sich die KW Berg-Cup-Aktiven sehr harter österreichischer Konkurrenz gegenüber, die aber kein Mittel gegen den entfesselt agierenden Erwin Buck und dessen VW Spiess Scirocco 16V fand. Auch die 2-Liter-Abteilung erlebte einen KW Berg-Cup-Fahrer auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Mit einem Gala-Auftritt konnte sich Thomas Strasser, der KW Berg-Cup Gesamtsieger von 2018, im VW Minichberger Scirocco 1 16V diese Position sichern. Auf Platz zwei beendete Björn Wiebe im Renault Clio BTCC seinen St. Agatha-Trip. Damit krönte sich der 32-Jährige zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder André im Team zum dritten Mal nach 2016 und 2017 zum KW Berg-Cup Gesamtgewinner. Schagerl übertrumpft Plasa-Rekord Da in Österreich oberhalb von 2000 Kubik nur mehr eine einzige, mit Super-Boliden gefüllte Klasse ausgeschrieben wird, hatten die KW Berg-Cup-Asse, die mit einer Ausnahme über maximal 3 Liter Hubraum verfügten, naturgemäß einen schweren Stand. Nichtsdestotrotz powerten sich im 26-Wagen-Feld zwei KW Berg-Cup’ler unter die Top-Ten: Günter Göser schaffte im Opel Kadett […]

Alexander Hin vor der Titelverteidigung in Eichenbühl

3. September 2019

Der Motorsportclub Erftal hat angerichtet für das 52. Bergrennen in Eichenbühl und über 200 Starter aus dem In- und Ausland wetteifern um Zeiten und Platzierungen. Eine Frage schient schon vorab geklärt, die nach dem Gesamtsieger. Denn das haushohe Favorit Alexander Hin kann sich nur selbst schlagen oder ein technisches Problem bremst ihn aus wie beim Osnabrücker Bergrennen. Das durchgescheuerte Kabel ist als Ursache identifiziert und der Schweinfurter Uwe Lang hat mit seinem Rennteam Alexander Hin seinen Osella PA 30 perfekt vorbereitet. Alexander Hin hatte im Vorjahr seinen zweiten Gesamtsieg nach dem Jahr 2004 in Eichenbühl gefeiert, damals jeweils in einem Reynard-Formel 3000-Renner. Schon 2018 fuhr er bis auf eine halbe Sekunde an den Streckenrekord heran, den Patrick Zajelsnik seit dem Jahr 2014 mit 1:11,52 Minuten hält. Da der Osella PA 30 ziemlich das Beste ist, was heutzutage im Bergrennsport zu haben ist, „will ich natürlich den Streckenrekord angreifen“, sagt Alexander Hin, der solche Ankündigungen heuer schon mehrmals in die tat umgesetzt hat. Hinter ihm streitet sich die Armada der Formel 3-Piloten um die zwei weiteren Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest. Das Quartett Christian Triebstein, Mathieu Wolpert, Robert Meiers und der Schweinfurter Georg Lang macht sich berechtigte Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen, eine ähnliche Kragenweite haben der CRS-Pilot Thomas Conrad und Klaus Hoffmann vom AMC Kitzingen in seinem Opel Astra V8, der einst in der DTM seinen Dienst tat. Auf der 3,05 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu 250 Km/h in der Spitze fallen Vorentscheidungen in der Deutschen Meisterschaft und den Berg-Cups des DMSB und dem KW-Berg-Cup. Im Tourenwagen-Segment kommen die Fahrer zweier PS-Monster für die Spitzenposition in Betracht, der Österreicher Herbert Stolz im Porsche 935 DPII mit geschätzten 800 PS und Odenwälder Lokalmatador Holger Hovemann im Opel Kadett GT/V8 mit 700 PS. In der Deutschen Bergmeisterschaft führt Scirocco-Pilot Hans-Peter Eller mit 162 Punkten, ihm können auf dem Weg zum Titel nur theoretisch noch Rüdiger Zahn, Christian Triebstein und Kai Neu gefährlich werden. Im DMSB-Sportwagen-Berg-Cup liegt Christian Triebstein mit 116 Punkten an der Spitze, vor Georg Lang und Alexander Hin. Derweil dürfte bei Patrick Orth nichts mehr anbrennen auf dem Weg zum Triumph im DMSB-Tourenwagen-Berg-Cup, hier liegt der BMW-Pilot fast uneinholbar vorne. Aus Sicht der heimischen Fans stehen die Eichenbühler Nils Abb (VW Schneider-Polo), Sophia Faulhaber (Honda Civic Typ R) und Christof Hörnig (Renault Clio) sowie weitere Fahrer des MSC Erftal im Blickpunkt. Gleiches gilt auch für den Mainbernheimer Christian Handa im Lancia Delta […]

E-Berg Cup Routinier und Bergrennen-Urgestein Peter Schaar

26. August 2019

Seit 1970 ist Peter Schaar Mitglied im MSC Osnabrück, und fast genauso lange fährt er beim Bergrennen mit, ob im Fiat 124 Coupé, im Ferrari F40 Replica oder in den 1980er und 90er Jahren im Behnke-Condor-Sportwagen der Gruppe C (Foto Mitte) im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft. Seine Bestzeit von 1:01.68 am Uphöfener Berg war lange die Messlatte für seine Vereinskollegen. Stolz ist er außerdem auf seinen dritten Platz beim Flugplatzrennen in Diepholz mit einem BMW 2002. Der gelernte Kfz-Mechaniker hat all seine Autos selbst vorbereitet. Beruflich war er als Kraftfahrer in ganz Deutschland unterwegs. Kam er nachts nach Hause, machte er oft genug noch einen Abstecher in die Garage, um an seinem Rennwagen zu basteln. Inzwischen ist er längst Rentner, und schrauben muss er auch nicht mehr: Seit 2013 der E-Mobil-Berg-Cup ins Leben gerufen wurde, ist er mit einem Opel Ampera (Foto unten) der Stadtwerke Osnabrück dabei. „Das ist ein normales Straßenauto. Da muss ich nur laden, und dann steige ich ein. Wie ein Gentleman Driver.“ Mit dem Opel-Hybriden kam er unerwartet schnell zurecht: „Ich dachte zuerst, beim Fahren fehlt einem die Rückmeldung des Motors. Es ist aber sogar einfacher. Man muss nur Gas geben und bremsen, man braucht nicht zu überlegen, ob sich das Hochschalten vor einer Kurve noch lohnt.“ Der Motorensound fehlt ihm nicht? Augenzwinkernd sagt er: „Nein, dafür hört man ja jetzt in der Kurve die Reifen quietschen!“ Die Elektro- und Hybridautos messen sich nicht im Geschwindigkeitsrennen, sondern in einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Dabei muss jeder Fahrer in allen Läufen möglichst die gleiche Zeit erreichen. Am besten schneidet ab, wer in der Summe die geringsten Abweichungen von der Sollzeit aufweist. Auch diese Art des sportlichen Wettkampfs weckte bald Peter Schaars Ehrgeiz: „Komischerweise klappt das ganz gut. Wenn man die Strecke kennt und sich darauf eingeschossen hat, kann man auf die Zehntelsekunde genau fahren, das hat man ziemlich gut im Gefühl. Auf den letzten Metern kann man notfalls noch ein bisschen ausgleichen.“ Inzwischen hat er auch im Hybridauto etliche Erfolge erzielt. 2016 etwa holte er am Uphöfener Berg, damals noch ohne Sollzeit, den Gesamtsieg unter den Elektro- und Hybridfahrzeugen. „In den drei Läufen hatte ich eine Abweichung von insgesamt gerade mal 3 Zehntelsekunden.“ Er gewann außerdem die erste Auflage des Deutschen E-Berg-Cups, gewissermaßen die deutsche Meisterschaft für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Danach sicherte sich zweimal sein Osnabrücker Konkurrent Michael Starke, mit dem ihn eine freundschaftliche Rivalität verbindet, den Cup. In diesem […]

KW Berg-Cup bei seinem 9. Lauf in Osnabrück vor vollem Haus

8. August 2019

Man ist versucht zu fragen: „Wie, bei Osnabrück gibt’s ein Bergrennen, ist es denn da nicht topfeben?“ Nun ja, nicht ganz. Deshalb heißt die Gegend, in der die 2,030 Kilometer lange Strecke liegt, sogar Borgloher Schweiz. Die Startlinie liegt 95 Meter über dem Meeresspiegel, das Ziel 73 Meter höher. Auf dem Weg dorthin ist zuerst eine lange Gerade zu bewältigen. Danach wird es technisch, die Kurven ziehen sich enger zusammen. Es finden vier Trainings- und vier Rennläufe statt. Dies übrigens vor großer Kulisse, an Zuschauern mangelte es beim „52. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen“ ebenso wenig wie an attraktivem Rahmenprogramm. Die zu jeder Zeit trockene Piste ermöglichte die Verbesserung des absoluten und des Tourenwagen-Streckenrekordes. Rekordverdächtig war auch das Starterfeld mit 195 Teilnehmern. 44 davon nahmen an Gleichmäßigkeitsprüfungen teil, 151 am Rennen. Mit seinen drei Rennserien steuerte der KW Berg-Cup 66 attraktive Tourenwagen (TW) bei, die beim auch zum FIA Int. Hill Climb Cup zählenden Wettbewerb auf harte, international erfahrene Konkurrenz trafen. Trotz dieser hohen Hürde leisteten sie Bemerkenswertes. So gelang zum Beispiel Holger Hovemann mit seinem 5,7-Liter Opel Kadett GT/R V8 Platz drei der TW-Wertung. André Wiebe (Renault Clio BTCC) sprintete als Zweiter der Hubraum-Abteilung bis 2000 Kubikzentimeter im TW-Ranking auf Rang sieben. Sowohl in der Klassen- als auch in der TW-Wertung taucht direkt dahinter Patrick Orth mit seinem BMW Gerent 320iS E30 auf. Der TW-Zehnte Stefan Faulhaber ist der 1600er-Sieger. Hans-Peter Eller reichen im VW Minichberger Scirocco 1 16V 1400 Kubik (Foto oben) zu TW-Position vierzehn, die er mit dem Klassensieg und dem Ausbau der Gesamt-Führung im KW Berg-Cup sowie in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft nochmals aufwertet. Weitere Klassengewinner aus den Reihen der KW Berg-Cups sind bis 3000 Kubik Günter Göser (Opel Kadett C Coupé Böhm 16V) und Jürgen Schneider im VW Schneider Polo 16V in der Abteilung bis 1150 Kubik. Im NSU-Bergpokal ist Steffen Hofmann erfolgreich, der den Streckenrekord für die luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge gleich mehrfach bis auf 1:08,402 verbessert. Kai Neu ist bei den 2-Litern der Gruppen A/F/CTC mit seinem Ford Focus 2.0 das Maß der Dinge, bis 1400 Kubik ist Robert Maslonka im VW Polo 86C (Foto unten) der Klassenprimus. Nach dem neunten von dreizehn Läufen der 32. KW Berg-Cup Saison sind – auch wenn nur die neun besten Resultate in das Jahresergebnis eingehen – noch so gut wie alle Wertungen offen. In vielen davon spitzt sich die Lage sogar zu. Im Gesamt-Ranking machen die Wiebe-Brüder André und Björn […]

Berg DM und DMSB Cups in der Endphase – Klassen und Gruppenreport aus Osnabrück

5. August 2019

Mit dem 52. Bergrennen von Osnabrück, das 15 km von der Innenstadt entfernt, vor den Toren der Friedensstadt in leicht hügeligen und schon sehr ländlich geprägten Borgloh zu finden ist, biegt die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft so langsam auf die diesjährige Zielgerade ein. Anfang September in Eichenbühl und vier Wochen später beim Bergrennen Mickhausen, werden die deutschen Titelträger im Freistaat Bayern fest gemacht. Der KW Berg-Cup vergibt seine Punkte zusätzlich noch im Schweizerischen Oberhallau und in St. Agatha in Oberösterreich. Das Bergrennen am Teutoburger Wald war am ersten August-Wochenende ein Austragungsort der Superlative und bot ganz großen Sport. Am Abend des Renntags sprach man aus den Reihen des MSC Osnabrück von einem neuen Zuschauerrekord. Erste Schätzungen belaufen sich auf über 30.000 Zuschauer über beide Tage. Und die Rennsportfans, die teilweise sogar als Dänemark und den Niederlanden anreisten, erlebten eine perfekte Organisation von Bernd Stegmann, Streckensicherungsleiter Holger Maes und Rennleiter Michael Schrey, samt ihren vielen Helferlein. Diese Veranstaltungen sucht aktuell international ihresgleichen. In diesem Jahr passte wirklich alles. Der sportliche Wert, die grandiose Atmosphäre lenkte man großartig und das Wetter spielte dazu in optimaler Weise mit. Für die Bergrennsportfans in der Ferne gab es das Spektakel in einem superpofessionellen Livestream sogar frei Haus und kostenlos! In der Gesamtwertung gab es für die Deutschen beim einzigen FIA Hillclimb Cup-Lauf in der Bundesrepublik nicht viel zu holen. Die Übermacht der Meister aller Herren Länder war zu groß. Im Training war die Deutsche Speerspitze Alexander Hin, mit der achtschnellsten Zeit gut bei der Musik, doch am Renntag spielte die Elektronik des roten Osella PA30 verrückt und die Fehlersuche vor Ort blieb erfolglos. Auch Christian Triebstein hatte sich das Wochenende in der Borgloher Schweiz etwas anders vorgestellt. Noch gehandikapt von einer Operation an der Leiste rutschte der Nordhesse mit dem Dallara Opel gleich im ersten Training von der Strecke und war den ganzen restlichen Tag mit der Reparatur des Formel 3 beschäftigt. Ohne Trainingszeit drückten die Sportkommissare ein Auge zu und der aktuell weiterhin Führende im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzuge, wurde zu den Rennläufen zugelassen. Am Ende gelang ihm lediglich Schadensbegrenzung mit Gesamtrang 17. Georg Lang (11. als bester Deutscher), Thomas Conrad (14.) und Neuling Patrick Rahn (15.) musste Triebstein diesmal ziehen lassen. Im DMSB Berg-Cup verpasste Alexander Hin durch sein Ausscheiden das Aufschließen zu Triebstein. Georg Lang im MSW F3 übernahm somit den zweiten Ranglistenplatz von Hin. Mit Luft nach oben wie unten hat sich […]

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