149 Aktive im KW Berg-Cup 2017 – DMV wieder an Bord

15. Februar 2017

Das Erscheinungsbild der KW Berg-Cup Tourenwagen wird sich zur diesjährigen 30. Jubiläums-Saison erneut ändern. Wie schon von 2010 bis 2012, wo das rote DMV-Banner die Windschutzscheiben der Fahrzeuge zierte, wird das Logo des Deutschen Motorsport Verband e.V. auf den 135 gemeldeten Renner präsent sein, diesmal auf beiden Seitenblechen. Nach einem erneuten Kontakt auf der Essen-Motor-Show 2016, wurde man sich schnell Handelseinig. Dabei soll es mehr als nur um Sponsoring gehen. Eine Kooperation und Partnerschaft steht auf der aktuellen Agenda. Mit 149 Fahrerinnen und Fahrern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, schrammte die Traditionsmeisterschaft nach dem Nennungsschluss von Anfang Februar, nur knapp an einem erneuten Einschreiberekord vorbei. Im NSU-Bergpokal haben sich 21 Piloten auf 19 „Prinzen“ eingeschrieben. Im eigentlichen Cup-Geschehen mischen in der Klasse bis 1150 ccm Hubraum 13 Piloten auf 10 Autos mit. Bis 1400 ccm sind es 26 Akteure auf 21 Fahrzeugen. In der 1600 ccm-Klasse starten 16 Fahrer auf 14 Wagen. Bis 2-Liter sind es sage und schreibe 57 Aktive auf 47 Autos. Die Diesel-Klasse verzeichnet 3 Teilnehmer. Bis 3-Liter Hubraum haben 16 Fahrer auf 15 Tourenwagen gemeldet. Über 3-Liter besteht die Konkurrenz aus 5 Fahrern und in der Gruppe E2-SH ist Holger Hovemann leider allein auf weiter Flur.

Marco Fink ist erstmal raus

8. Februar 2017

Eine Woche nach dem offiziellen Einschreibeschluss zum KW Berg-Cup 2017, ist die Bergrenngemeinde sehr gespannt auf die, für die kommenden Tage sehnlichst erwartete Veröffentlichung der brandaktuellen Starterliste. Eines ist jedoch jetzt schon klar, der Allgäuer Marco Fink wird man vergeblich in der Auflistung suchen. Der 31-jährige Automobilkaufmann hat zwischenzeitlich seinen BMW 320si WTCC verkauft und nimmt sich jetzt erst einmal eine Auszeit vom Motorsport. „Wir bekommen in den nächsten Tagen nochmal Familienzuwachs. Es ist ein kleiner Rennfahrer“, freut sich Marco schon auf die Babypause. „Zudem bin ich in unserem BMW und MINI Autohaus immer mehr eingespannt, sodass eine komplette Bergsaison für mich wahnsinnig schwierig ist. Des Weiteren möchte ich nach 10 Jahren Berg-Cup mit meinem E46 auch einfach mal was neueres, moderneres, anderes. Leider ist das Berg-Cup Reglement so ausgelegt, dass die Entwicklung eines zeitgenössischen BMW-Modells für den Berg da leider keinen Platz findet und wenig Sinn macht. Von da her werde ich 2017 erstmal eine Babypause einlegen und auch überlegen, wie es eventuell weitergehen kann. Meinen schönen BMW 320si WTCC konnte ich bereits kurz nach Saisonabschluss in die Schweiz verkaufen. Dieser wird zukünftig in der Schweizer Bergmeisterschaft von Manuel Santonastaso eingesetzt werden, der fuhr bislang einen BMW 320i E21“.

Prölsdorfs rasanter Golf-Treter – Christian Dümler sorgte am Berg für Furore

13. Januar 2017

Christian Dümler ist ein ruhiger Zeitgenosse, doch wenn er sich in seinen VW Golf II setzt und Gas gibt, dann legt er jede Zurückhaltung ab und wird zum Draufgänger und Golf-Treter, der mit bis zu 200 Sachen die Wälder-Bergstrecken hochjagt. Im Jahr 2016 legte es die beste Saison seiner bisherigen Laufbahn hin und sorgte in der Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft für Furore. Denn in seinem schneeweißen Golf fuhr er einige Pokale heraus und erkämpfte sich in der Tourenwagen-Königsklasse Gruppe H (bis 2000 Kubikzentimeter) reihenweise Spitzenplatzierungen. „Der Motorsport ist mein Leben“, sagt der Rennfahrer, dem der Motorsport durch seinen Vater Thomas Dümler in die Wiege gelegt worden war. Thomas Dümler war einst im Slalom- und Bergrennen aktiv und der Sohnemann erlebte den Motorsport von Kindesbeinen an hautnah. Als Zwölfjähriger bestritt Christian Dümler sein erstes Rennen im Jugend-Kart und von 2003 bis 2010 feierte er in großen Rennkarts einige Erfolge. Im Jahr 2011 schlug er das Kapitel Bergrennsport auf und wechselte mit einem VW Golf in den Bergrennsport. Erst mischet er bei Berg-Slaloms und Gleichmäßigkeitsprüfungen, wo die Leistungen der Autos weniger wichtig waren und sich der finanzielle Aufwand in Grenzen hielt. Zwei Jahre später baute sich der 34-Jährige einen neuen und besseren Golf auf, mit er sich rasch in der Automobil-Bergrennmeisterschaft akklimatisierte. Mit dem vorherigen Renner gibt mittlerweile Martin Schug aus dem anderen Rauhenebracher Ortsteil Fürnbach auf den deutschen Bergstrecken Gas. Schon in seiner ersten DM-Saison setzte er eine Duftmarke als Zweiter der Rookie-Wertung im KW Berg-Cup und fortan mischte er in der Kategorie der Achtventilerwertung unerschrocken mit. Er machte sich einen Namen in der nationalen Bergrennszene und schloss sich dem AMC Kitzingen an, der inzwischen ein Fahrer-Sextett am Berg als Feuer im Eisen hat, nachdem sich auch Martin Schug dem Club mit den beiden ehemaligen Deutschen Meistern Norbert Handa und Klaus Hoffmann anschloss. „Die größten Fortschritte habe ich gemacht als wir vor der Saison 2015 ein neues Fahrwerk eingebaut haben“, findet Christian Dümler. Danach lag der Golf viel besser auf der Straße, ließ höhere Kurvengeschwindigkeiten zu und ermöglichte Dümler als Endkonsequenz weit schnellere Laufzeiten auf den Strecken in Deutschland und mehreren Nachbarstaaten. Der junge Vater deutete schon 2015 sein Potenzial an und blies zum Angriff auf die Achtventiler-Spitzenposition in seiner Zwei-Liter-Klasse. Mit 215 PS unter der Haube hat der Prölsdorfer zwar einen Leistungsnachteil gegenüber vielen Konkurrenten, bewegen sich die 16-Ventiler-Agregate doch zwischen 280 und 300 PS. Christian Dümler konnte den Nachteil zunehmend kompensieren […]

KW Berg-Cup läutet die Bergrennsaison 2017 ein

5. Januar 2017

Das neue Kalenderjahr beginnt schon fast traditionell mit der Einschreibezeit des KW Berg-Cup und seit kurzem mit der, des NSU Bergpokals im Berg-Cup e.V. Noch ist genügend Zeit für aktive Motorsportler zur Einschreibung in den Cup, denn Meldeschluss ist erst am Mittwoch, den 1. Februar 2017. Dennoch bitten die Organisatoren des KW Berg-Cup um eine baldige Einschreibung um so den Verantwortlichen die Arbeit zu erleichtern und  Ende Januar weder Stau noch Stress aufkommen zu lassen. Etwas Besonderes soll die 30. Jubiläumssaison des KW Berg-Cup werden, dies beteuert die Vorstandschaft. Neue Unterstützer und ein Kooperativpartner stärken ab der neuen Saison das Gefüge der Traditionsmeisterschaft für Spezial-Tourenwagen am Deutschen Berg. Parallel zur Fertigstellung und Bereitstellung der Ausschreibung und sonstigen Unterlagen zum KW Berg-Cup auf der Webseite der Rennserie, wurde natürlich auch am NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup gearbeitet. Der gravierendste Einschnitt im NSU-Lager ist, dass die einzig mögliche Auslandsveranstaltung 2017 nicht im luxemburgischen Eschdorf, sondern im österreichischen St. Anton an der Jeßnitz stattfinden wird. Auch für die NSU‘ler steht die noch vorläufige Ausschreibung samt aller Formulare im Downloadbereich von www.berg-cup.de ab sofort zur Verfügung.

Lukas Bodtländter im Interview näher betrachtet

29. November 2016

Lukas Bodtländer ist 25 Jahre alt, begeisterter Motorsportler und kommt aus Grügelborn bei St. Wendel im Saarland. Bereits in den Kinderschuhen hat ihn sein Vater Thomas, ebenfalls passionierter Rallye- und Bergrennfahrer, mit zu den Rennen genommen. So schnupperte der sympathische Polizist früh die Rennfahrerluft, kaufte sich mit 17 Jahren sein erstes Rennauto und ist seither in ganz Deutschland auf verschiedenen Rennen am Start. Drei Klassensiege konnte er bereits bei Rennen der Deutschen Berg-Meisterschaft für sich gewinnen. Wie und wann bist du zum Motorsport gekommen? Lukas Bodtländer: Mein Vater hat mich mit seiner Motorsport-Leidenschaft angesteckt; er betreibt ihn schon aktiv seit 30 Jahren. Durch einen Sichtungslehrgang vom ADAC bin ich zum PKW-Slalom gekommen und habe dann den Rennsport für mich entdeckt. Schon im Kinderwagen hat mich mein Vater mit auf die Rallyes genommen. Mit 16 Jahren hab ich mit PKW-Slalom angefangen und bin dann auf Bergrennen umgestiegen. Mit 17 hab ich mir das erste Rennauto gekauft, einen Peugeot 106 1.3. Rallye. Wie läuft ein Bergrennen genau ab? Lukas Bodtländer: Ein Bergrennen geht immer das ganze Wochenende, freitags ist die Anreise und die technische Abnahme, bei der überprüft wird, ob alles regelkonform ist. Samstags ist das reine Training und sonntags findet das eigentliche Rennen statt: immer drei Trainingsläufe und drei Wertungsläufe. Man fährt auf abgesperrten kurvenreichen Landstraßen, die im Tal beginnen und auf dem Berg enden, also immer nur bergauf so zwischen zwei und sechs Kilometer. Man fährt gegen die Zeit und kämpft mit seinen Gegnern um Hundertstel-Sekunden. Da bekommt man schon mal 170 Stundenkilometer drauf. Welche Rennen bist du bisher gefahren und wie hast du abgeschnitten? Lukas Bodtländer: 2008 habe ich mit dem Motorsport angefangen und 2009 wurde ich Dritter in der Saarlandmeisterschaft im Juniorcup. 2014 habe ich vom Peugeot 106 auf den Citroen C2 gewechselt und bin somit in die 1600 ccm-Klasse gestiegen. 2016 hatte ich drei Bergrennen zur Deutschen Bergrennmeisterschaft und alle mit einem Klassensieg beendet. Außerdem bin ich in der Pfalz den Potzberg-Bergslalom gefahren mit einem fünften Platz im Gesamt-Klassement (ca. 120 Teilnehmer) und einem zweiten Platz in meiner Klasse. Was hat dich gereizt, vom PKW-Slalom auf das Bergrennen zu wechseln? Lukas Bodtländer: Der Slalom hat für mich den Reiz verloren, ich wollte auf abgesperrten Strecken mit höherer Geschwindigkeit fahren, nicht nur Slalom im Saarland sondern Rennen in ganz Deutschland. Wie steht deine Familie zu dem doch gefährlichen Hobby? Lukas Bodtländer: Da mein Vater selbst Rennsportler ist, versteht […]

KW Berg-Cup Gala in Abendgarderobe statt im Fahreroverall

10. November 2016

Die Fangemeinde kennt ihre Namen, ihre Autos, ihre Startnummern. Und klar, auch die meisten Gesichter dazu. Besonders dann, wenn die Damen und Herren an ihren Rennern stehen oder ohne Helm im Cockpit sitzen. Aber im eleganten Anzug oder im schicken Abendkleid, da fällt die Zuordnung doch manchmal etwas schwerer. So wie am letzten Samstag (05.11.) bei der großen Jahressiegerehrung des KW Berg-Cups in Bad Mergentheim. Dennoch konnten die 74 Pokale plus die Siegerkränze für die Top-Drei der Gesamtwertung problemlos an den richtigen Mann oder die richtige Frau gebracht werden. Das hatten die Organisatoren des Berg-Cup e.V., die sich über 255 Gäste freuen durften, genauso souverän im Griff wie den gesamten Ablauf der Galaveranstaltung, die vom Einlassbeginn um 17:00 Uhr im stilvollen Ambiente der Wandelhalle bis kurz vor Mitternacht dauerte. Wobei wir hier nur vom offiziellen Teil sprechen, dies sei bitte im Vorhinein angemerkt und klargestellt. Dafür, dass diese rund sieben Stunden niemanden lang erschienen, sorgte neben den drei Essenspausen, in denen die Gaumen der Besucher vom Catering Team des Edelfinger Hofes so richtig verwöhnt wurden, das vielfältige Programm sowie die nochmals optimierten und gestrafften Ehrungszeremonien. Das kam an. Bei den Ehrengästen, zu denen Geschäftsführer Jürgen Wohlfarth vom langjährigen Titelsponsor KW Automotive genauso zählte wie Tilman Sandtler vom bekannten Motorsport Vollsortimenter aus Bochum oder Andreas Ungerer von der König Komfort- und Rennsitze GmbH. Dazu die Vertreter der Veranstalter-Partner des KW Berg-Cups sowie zahlreiche weitere illustre Gäste aus dem Bergrennsport-Umfeld. Sie alle genossen den Abend ebenso in vollen Zügen wie die Mitglieder und Aktiven des Berg-Cup e.V. Zu den Highlights der Meistergala zählten die Präsentation der brandneuen KW Berg-Cup DVD 2016 von „Pilotes“ sowie die Vorausschau auf die geplanten „30 Jahre KW Berg-Cup“ Aktivitäten im nächsten Jahr. Eine davon startet sogar noch vor dem kommenden Weihnachtsfest. Nämlich die in Eigenregie gestaltete 2017er KW Berg-Cup Kollektion, für die Alexander Pleier verantwortlich zeichnet. Wer daran interessiert und vielleicht obendrein noch auf der Suche nach einem attraktiven Weihnachtsgeschenk ist, der sollte in den nächsten Tagen die Homepage www.berg-cup.de verstärkt beobachten. Dort gibt es die Kollektion demnächst nicht nur zu sehen, sondern auch schon zu bestellen. Veränderungen wird es auch beim Berg-Cup Magazin geben, dessen nächste Ausgabe in Kooperation mit dem Rallye Magazin entstehen wird. Wer dieses abonniert hat, bekommt im Frühjahr 2017 beide Magazine im Doppelpack in seinen Briefkasten. Ein bunt gemischtes Programm bot der mehrfache Künstler des Jahres Andreas Hartmann dem Publikum im Rahmen seiner beiden […]

Mickhausen: Forderndes KW Berg-Cup Finale in den Stauden

6. Oktober 2016

Mickhausen ist zurück. 24 lange Monate hatten wir gebangt und gehofft, nun ist es Gewissheit, das „Int. 36. ADAC Bergrennen Mickhausen“ ist gelaufen. Dabei zeigte das Finale vieler Prädikate zwei Gesichter. Am Samstag freundlich und warm, mit zu jeder Zeit vollständig trockener 2,2-Kilometer-Sprintstrecke, auf der die drei anberaumten Übungsauffahrten problemlos durchgeführt werden konnten. Aber über Nacht wandelte sich das Bild. Regen fiel, die Temperaturen gingen leicht nach unten. Zum Rennbeginn um 08:30 Uhr hatten die Niederschläge zwar schon längst wieder aufgehört, aber in den Waldpassagen blieb die Fahrbahn feucht und tückisch. Damit waren die Trainingszeiten Makulatur. Das 160 Fahrzeuge umfassende Feld setzte zu Beginn ausnahmslos auf Regenreifen, erst spät wagten vereinzelte Mutige den Einsatz von Slicks. An den erzielten Zeiten änderte dies nicht wirklich viel, denn so oder so war man irgendwo im Vorteil und auf den anderen Abschnitten dafür etwas eingebremst. Noch während des ersten Race-Heats – etwa nach dem ersten Drittel der verbesserten 2-Liter Tourenwagenklasse, fielen wieder Tropfen. Der Rest des Tages unterlag von da an einem Wechselspiel von Bedingungen, war zum Teil von oben trocken, bot aber ansonsten alles von Nieselregen bis zu heftigen Schauern und Güssen. Lief der Übungssamstag echt entspannt und mit toller Atmosphäre – woran sicher das nicht übergroße Fahrerfeld seinen Anteil hatte – so änderte sich dies am Rennsonntag komplett. Eine ganze Reihe von technischen Defekten und Unfällen, die zum Glück allesamt ohne Personenschaden ausgingen, belasteten den Zeitplan schwer, forderten von allen Beteiligten vollen Einsatz. Aber trotz der widrigen Umstände konnten alle drei ausgeschriebenen Rennläufe durchgezogen werden. Dafür gebührt der Truppe des veranstaltenden ASC Bobingen und deren Helfern ein Riesenkompliment und ein ganz dickes Dankeschön. Das wechselnde Wetter würfelte das Klassement durcheinander, bremste vermeintliche Favoriten aus, gebar aber dafür auch neue Helden. Was der Spannung keinen Abbruch tat – ganz im Gegenteil. Das wollen wir uns nun gemeinsam anschauen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal, der beim Finale in Mickhausen seinen zehnten Saisonlauf absolvierte. Zwar standen mit Jörg Davidovic und Steffen Hofmann die Jahresgewinner schon frühzeitig fest, aber um die noch verbleibenden Podestplätze wurde in den Stauden hart gefightet. Im Training beharken sich Jörg Davidovic und Jörg Höber auf Augenhöhe, aber schlussendlich setzt Jörg Davidovic die schnellste Zeit, 0,479 Sekunden vor Jörg Höber (TP2). Auf der Drei folgt Thomas Krystofiak, Vierter ist Uwe Schindler, Übungsrang fünf holt sich Alexander Follmann. Zum Rennstart zeigt sich Jörg Davidovic bestens motiviert, stürmt zur Bestzeit. Bei Jörg Höber spielt […]

St. Agatha: Top-Bergrennsport wie immer bei Traumwetter

28. September 2016

Bessere äußere Bedingungen hätte sich der veranstaltende MSC Rottenegg für sein „EXCAPE Automobil Bergrennen Esthofen-St. Agatha“ kaum wünschen können. An beiden Tagen Sonne pur, die in der Früh die Nachtkühle schnell verdrängt. Und auch auf dem flüssig-schnellen 3,2-Kilometer-Asphaltband in Oberösterreich alsbald ein brauchbares Griplevel generiert. Am Übungssamstag sowieso, denn der beginnt in St. Agatha traditionell erst um 12:30 Uhr. Der Sonntag fordert die Aktiven dann ab 09:00 Uhr. Oder zumindest diejenigen, die früh aufstehen und gerne noch einmal probieren möchten. Denn an der dritten Trainingsauffahrt nehmen nicht alle teil. Das Rennen selbst beginnt ebenfalls um 12:30 Uhr, es stehen zwei Durchgänge auf dem Programm, deren Zeiten zum Schlussergebnis addiert werden. Wie immer werden in St. Agatha alle Beginnzeiten so exakt eingehalten, dass man die Uhr danach stellen könnte. Trotz einiger Vorfälle – die wir zum Teil später noch näher erwähnen wollen – ist der Ablauf zügig. An beiden Tagen startet die letzte Rückführung jeweils gegen 17:00 Uhr. Für die Nicht-St.-Agatha-Kenner unter uns müssen wir hier und jetzt noch unbedingt erwähnen, dass die Talfahrten dort etwas ganz Spezielles sind: Sie führen durch ein Heer von begeisterten Zuschauern, die dabei ganz nahe an ihre Lieblinge herandürfen. Unter dem Motto „eine Fahrbahnhälfte für die Rennautos, die andere für die Fans.“ Was bei den Aktiven ganz sicher immer wieder für ein echt prickelndes Gänsehaut-Feeling sorgt. So, nach dieser kurzen Einstimmung nun zum aktuellen Geschehen auf der Strecke. Für die Freunde der Statistik sei noch kurz erwähnt, dass einschließlich des rot-weiß-roten Histo-Feldes, das genau wie die modernen Fahrzeuge nach Bestzeitwertung fährt, 168 Teilnehmer an den Start des Rennens gehen. Genau 160 Fahrerinnen und Fahrer beenden die Veranstaltung in Wertung. Zu denen zählen auch alle drei 1150er Piloten. Wobei dies für einen davon echt am seidenen Faden hing. Oder korrekter ausgedrückt am Getriebe, das zwischendurch geöffnet werden musste, um eine gebrochene Schaltgabel zu ersetzen. Was gelang, von der Schaltbox aber im letzten Race-Heat wieder ignoriert wurde. Dennoch war Youngster Tobias Mayer zufrieden, hatte er doch bereits am Samstag mit seinem Ford Fiesta seine persönlichen Fahrzeit-Anforderungen mehr als deutlich unterboten. War zunächst von der 2-Minuten-Schallmauer die Rede, legte er sich die Latte später auf 1:50, blieb mit 1:43,06 (2. TL) klar darunter. Derweil beharkten sich an der Spitze Jörg Eberle im Fiat 127 Super und Thomas Stelberg im Schneider Polo 16V heftig. Jörg geigt gleich in der ersten Probeauffahrt gewaltig auf, markiert in dieser 1,150 Sekunden vor […]

Unterfranken: Bei Kaiserwetter wurde der KW Berg-Cup Sieger gekürt

13. September 2016

Pause für Intermediates und Regenreifen beim 49. Int. AvD/ GAMSC Bergrennen Unterfranken Eichenbühl. Bestes Spätsommerwetter verwöhnt, es ist warm, Slicks haben Hochkonjunktur. An beiden Tagen geht es superpünktlich los, und obwohl es einige Vorfälle abzuarbeiten gilt, können an beiden Tagen drei Läufe ausgetragen werden. Da ist sogar noch eine Mittagsrast drin, auch der Feierabend des aktiven Geschehens auf der Strecke liegt nicht zu spät. Am Samstag dauert das Training bis kurz vor 18 Uhr, am Sonntag erfolgt die letzte Zieldurchfahrt gegen 16:45 Uhr. Die hohen Temperaturen und die 3,05-Kilometer-Strecke mit ihren vielen Vollgasanteilen von Eichenbühl hinauf Richtung Umpfenbach fordern Material und Piloten zugleich. Leider überstehen nicht alle den Dauer-Hochdrehzahltest unbeschadet, aber mit einer einzigen Ausnahme, auf die wir später noch zu sprechen kommen, enden alle Vorfälle relativ glimpflich. Das knapp 130 Teilnehmer umfassende Rennfeld sowie die angegliederte GLP werden vom GAMSC Würzburg rund um Cheforganisator und Rennleiter Peter Thumbeck souverän abgewickelt. Dabei erhalten die Mitglieder des im Juli dieses Jahres in Eichenbühl neu gegründeten MSC Erftal Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken und sich zum Teil auch gleich selbst einzubringen. Das hat mit der Zukunftssicherung des Bergrennens Unterfranken Eichenbühl zu tun, denn nach der 50. Auflage in 2017 wollen Peter Thumbeck und der GAMSC Würzburg einen Gang zurückschalten, möchten nicht mehr die immense Hauptarbeit leisten. Aber beraten und helfen, dafür sind sie auf jeden Fall zu haben. Für das runde 50er-Jubiläum wurde am letzten Wochenende schon mal beste Werbung betrieben, denn Aktive und Fans zeigten sich vom Gipfelsturm-Geschehen in Unterfranken angetan, ja begeistert. Und so eingestimmt wollen wir uns nun dem NSU-Bergpokal und den Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung widmen. Für die „Luftgekühlten“ ist Unterfranken der vorletzte von 10 möglichen Saisonläufen. Jeder Fahrer und jedes Team kann maximal seine besten 8 Resultate in die 2016er Jahresendwertung einbringen. Siebenmal haben Jörg Davidovic/Steffen Hofmann vor Unterfranken hoch gepunktet, haben fünfmal die Klasse gewonnen, haben dazu zwei zweite Plätze auf dem Konto. Eigentlich sind sie damit bereits uneinholbar an der Spitze. Ungeachtet dessen gibt Steffen, der den TT mit der Startnummer 519 in Unterfranken bewegt, wie immer beherzt Vollgas, setzt die Übungsbestzeit, fährt unangefochten zum Sieg, sorgt so für Top-Ergebnis Nummer acht. Für Steffen ist es der elfte Gesamtsieg im NSU-Bergpokal. Neun davon hat er solo geholt, die beiden letzten im Team mit Jörg Davidovic. Spannend geht es hinter den Gewinnern zu. Thomas Krystofiak ist mit seiner NSU 1200C Reiselimousine Zweiter im Jahres-Ranking. […]

Fragestunde am Samstag in Eichenbühl zum Classic-Berg-Cup 2017

2. September 2016

Die Anstrengungen den Classic-Berg-Cup (CBC) ab der Bergrenn-Saison 2017 wieder fest bei den Bergrennen in Deutschland zu etablieren, nimmt weiter Formen an. Info-Flyer wurden zwischenzeitlich bei den Bergrennen am Iberg, in Homburg und zuletzt am Hauenstein in der Rhön verteilt und im Rennbüro ausgelegt. Beim vorletzten Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft am kommenden Wochenende im unterfränkischen Eichenbühl wird es zum Themenkomplex rund um den Classic-Berg-Cup eine Fragestunde geben. Treffpunkt ist am Samstagabend nach den Trainingsläufen, um 20 Uhr vor dem Rennbüro in der Erftal-Grundschule im Fahrerlager. Wer zum CBC-Reglement oder technischen Voraussetzungen der Rennfahrzeuge (z.B. Zündanlage) Fragen hat, sollte diese Gelegenheit nutzen. Zudem ist diese Fragestunde auch dafür vorgesehen um spezielle Fragen direkt am entsprechenden Auto „live“ abzuklären. Die Classic-Berg-Cup-Organisatoren um den Präsidenten Richard Rein freuen sich auf interessierte Aktive.

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