Ehrung der Meister beim „Berg-Fever“

19. November 2016

Gastgeber der diesjährigen Siegerehrung der DMSB-Prädikate war der MSC Osnabrück am 12. November im Rahmen des „Berg – Fevers“ im neuen Ambiente des Solarlux – Campus in der Stadt Melle, rund 10 km vom „Uphöfener Berg“ entfernt. Die allermeisten der zu Ehrenden erfolgreichen Fahrer aus der Deutschen Berg-Meisterschaft, den DMSB-Pokalen für Sportwagen und Tourenwagen sowie aus dem DMSB Berg-Team-Cup hatten den Weg in das Osnabrücker Land gefunden, um bei dem großen Fest mit rund 400 Gästen ihre Pokale und Preise auf der Bühne entgegen zu nehmen. Dabei stand der erfolgreichste nationale Berg-Aktive 2016, Andre Wiebe gleich mehrfach im Mittelpunkt und ganz oben auf dem Siegerpodest. Als Deutscher Bergmeister, DMSB Tourenwagen-Pokal Gewinner und Sieger mit dem Team „Poweredby Wiebe“ wurde er gleich dreifach von Moderator Matthias Witte gewürdigt und DMSB-Vertreter Christoph Schackmann mit Preisen bedacht. Wie immer, waren, neben den zu Ehrenden, viele Berg-Aktive der Einladung von Organisationsleiter Bernd Stegmann gefolgt, u.a. das Schweizer Sportwagenass Marcel Steiner und der Neunfache Berg-Champion Norbert Brenner, die neben den Tourenwagen-und Sportwagen-Teams des MSC Osnabrück eine persönlich gestaltete Wanduhr als Dank und Erinnerung an die Saison 2016 überreicht bekamen. Und dann war da noch der Rennleiter des Int. Osnabrücker Bergrennens: Michael Schrey wurde für seine bisher erfolgreichste Saison von den Gästen gefeiert. Der Gesamtsieg des VLN-Langstreckenpokals und des hochdotierten BMW-Sportpokals sind zwei herausragende Erfolge, die er neben seiner Funktionärstätigkeit, mit dem Bonk-Team im BMW 235i erringen konnte. Das Siegerfahrzeug mit der zukünftigen Startnummer 1 hatte er dann auch gleich zur Feier mitgebracht. Mit einem großen Pokal ging auch der Osnabrücker Automobilhändler Michael Starke nach Hause. Er war in der Gesamtwertung des zum 2. Mal ausgetragenen Deutschen E-Berg-Cups für Elektro-und Hybridfahrzeuge mit einem Porsche Panamera erfolgreich. Die vom MSC Osnabrück seit 2006 initiierte Verleihung der „Osnabrücker Planke“ für besondere Verdienste des nördlichsten deutschen Bergrennens gehörte ebenfalls zu den Höhepunkten des Abends. Preisträger waren in diesem Jahr Henry Walkenhorst, Automobilhändler und Rennstallbetreiber, der Renn-Bürgermeister Marc Schewski sowie die Vertreter eines Hauptsponsors, Innogy (früher RWE), die als Partner des Wertungslaufes zum FIA Int. Hill Climb Cup in Osnabrück auftreten.  Kurzweilige Unterhaltung boten der Comedy-Künstler Georg Leiste und die Cadillac-Band, die bis in die Nacht hinein für Stimmung sorgte. Eine weitere Ehrung steht den neuen Bergmeistern im Januar bevor. In Wiesbaden wird der DMSB die Meister aller nationalen Motorsportarten auszeichnen. Ende Oktober 2017, nach der kommenden Saison, wird die Ehrung der deutschen Bergmeisterschaftsprädikate am Glasbach stattfinden. Dies gab der […]

DMSB gibt grünes Licht für die ersten CM-Renner in Deutschland

12. November 2016

Die sogenannten CM-Rennsportfahrzeuge sehen aus wie geschrumpfte Le Mans-Sportwagen oder DTM-Boliden. Doch vom kompakten Aussehen dieser Zwergrennwagen sollte man sich nicht täuschen lassen, denn solche auf Gitterrohrrahmen aufgebauten, quirligen Renner haben es faustdick hinter den Ohren. Zu einem überschaubaren Neupreis oder auch gebraucht, gibt es je nach Hersteller sogar verschiedene, coole Karosserien im Look von BMW, Audi und Co. So ein Paket, angetrieben von PS-starken und leichten Motorrad-Triebwerken ist ideal für den ambitionierten Privatfahrer und bei Bergrennen für Top-Platzierungen in der Gesamtwertung gut. Drei Jahre ist es nun her, dass der Odenwälder Berg-Routinier Ralf Kroll seinen bekannt schnellen VW Golf 16V aus dem KW Berg-Cup in die Ecke stellte, und sich der Faszination der sogrannten „CM-Fahrzeuge“ hingab. Aus Spanien exportierte Kroll einen Silver Car S2 der von einem 1000 ccm-Suzuki GSXr-Motor befeuert wird. Der zweifache Deutsche Bergpokalsieger hatte sich sogleich das Ziel gesetzt diese in Spanien und Frankreich bereits weit verbreitete Art von Rennfahrzeugen auch in Deutschland zu etablieren. Dies war jedoch nicht so einfach wie sich der Mudauer das gedacht hatte. Anfangs durfte Krolls Silver Car nur bei GLP-Gleichmäßigkeits-Bergrennen starten. So konnte Ralf wenigstens sein neues „Gerät“ in nicht ganz freier Wildbahn kennen lernen. Seit 2014 befindet sich Ralf Kroll in Gesprächen mit dem Fachausschuss Bergrennen und dem DMSB selbst, für den diese Rennfahrzeuge ebenfalls Neuland waren. Mit dem Ausschussvorsitzenden Marcus Malsch gewann der Silver Car-Importeur für Deutschland zwischenzeitlich einen Verbündeten. „Mit diesen Fahrzeugen beschäftigt sich der Fachausschuss Bergrennen schon seit geraumer Zeit und hat in Zusammenarbeit mit der DMSB Geschäftsstelle nun die ersten Fahrzeuge in Deutschland mit einem DMSB-Wagenpass ausgestattet. Da für diese Fahrzeuge europaweit keine einheitlichen und ordentlichen Regularien  existieren und diese teilweise von einigen Herstellern sicherheitstechnisch nicht korrekt aufgebaut werden, musste die Abteilung Technik des DMSB nachhelfen und teilweise vor der sportrechtlichen Zulassung, sprich DMSB-Wagenpass, individuelle Umbaumaßnahmen anordnen“, erklärte Malsch. Das Thema stand auch bei der FA-Bergrennen-Sitzung im September zur Debatte. Marcus Malsch ging weiter auf die Problematik ein, dass gültige ASN-Zertifikate für Überrollkäfige von Seiten der DMSB-Geschäftsstelle nur anerkannt werden, wenn diese auch dem Anhang J der FIA entsprechen. Er bat diese Vorgehensweise zu überdenken und empfahl den DMSB-Verantwortlichen, dass gültige ASN-Zertifikate grundsätzlich anerkannt werden sollten, ohne weiter Umbauten anzufordern. Marcus Malsch wird die Hersteller, wie beispielsweise Silver Car, TracKing, BRC und Mitjet, darüber informieren, dass die Sicherheitsbestimmungen der FIA, insbesondere des Anhang J Art. 277, unbedingt eingehalten werden müssen und zukünftig hergestellte Fahrzeuge dahingehende […]

Auftaktveranstaltung zum 50. Jubiläumsrennen in Osnabrück – Termin steht endgültig

1. November 2016

Der Veranstaltungstermin für das 50. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2017 steht jetzt fest: Vom 4. – 6. August 2017 wird am „Uphöfener Berg“ wieder europäischer Bergrennsport der Spitzenklasse ausgetragen und darüber hinaus natürlich auch das „runde“ Jubiläum gebührend gefeiert. Nachdem vor wenigen Tagen die Hill Climb Kommission des Automobil-Weltverbandes FIA den Terminkalender für die europäischen Bergprädikate verabschiedet hat, wurde dem MSC Osnabrück als Veranstalter das 1. Augustwochenende, das schon ursprünglich als Austragungsdatum vorgesehen war, endgültig bestätigt. Somit können jetzt auch die weiteren Detailplanungen für ein attraktives und würdiges Jubiläumsrennen vorangetrieben werden. Auf jeden Fall sollen beim nächstjährigen Wertungslauf um den FIA Int. Hill Climb Cup wieder die Top-Piloten des Kontinents an der Startlinie stehen. Aber daneben bastelt man schon jetzt an einem außergewöhnlichen und attraktiven Programm rund um das sportliche Programm auf der Rennstrecke. Feel the BERG-Racing – die Verantwortlichen des Motorsport Clubs Osnabrück e.V. hatten sich für die offizielle Auftaktveranstaltung zum 50. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen ein Motto ausgewählt, das die vielseitigen Emotionen des jährlichen Automobilhighlights im Norden widerspiegeln sollte. Mit der Starke-Automobilgruppe fand sich schnell ein Gastgeber, der zu den langjährigsten Partnern des Bergrennens am „Uphöfener Berg“ in Hilter-Borgloh gehört. Im passenden Ambiente des Volkswagen-Zentrums Osnabrück erlebten 150 eingeladene Gäste eine interessante, kurzweilige und aktionsreiche Veranstaltung, die aus der Natur der Sache viel mit PS-starken Boliden, aber auch anderen Facetten zu tun hatte. Für die Gastgeber begrüßte Michael Starke, selbst seit rund 40 Jahren am Berg aktiv dabei, die zahlreich erschienen Partner und Freunde des Bergrennens. Mit einem Rückblick auf die Geschichte der Unternehmensgruppe von Michael und Peter Starke und mit einigen äußerst lustigen Werbespots des Wolfsburger Automobilkonzerns sorgte er für den passenden Einstieg. Bernd Stegmann, Organisationsleiter des Bergrennens, erinnerte noch einmal die 49. Auflage, die am ersten Augustwochenende wieder mit spektakulären PS-Boliden und viel „Cars&Fun“ vor mehr als 25.000 Gästen über die Bühne  gegangen war. Er nahm die Gäste noch einmal per Video mit auf die Rekordfahrt des sympathischen Italieners Christian Merli, der im 3. Wertungslauf mit 51,232 sec. einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte. Dann kündigte Bernd Stegmann einen Film der 1. Veranstaltung am 4. August 1968 an. Gerd Bücker, Vorsitzender des MSC Osnabrück,  hatte den Film beim Aufräumen in seinem Keller gefunden und ihn anschließend technisch aufbereiten lassen. Somit erlebten die Gäste des Abends einen rund 15 minütigen Farbfilm aus der Geburtsstunde des Int. Osnabrücker Bergrennens, der spannende und hochinteressante Einblicke in das erste Bergrennen und in die Zeit Ende der Sechziger vermittelte. Der Film fand große Begeisterung […]

Buch über den Solinger Klingenring-Bergpreis erschienen

25. Oktober 2016

Von 1966 bis 1984 war die Klingenstadt Solingen  Teil der deutschen Bergrennsport-Szene. Vor 50 Jahren, genau am 15. und 16. Oktober 1966 dröhnten zum ersten Mal die Motoren in den Wupperbergen. Zum „50-jährigen“ des Klingenring-Bergpreis veröffentlichte kürzlich der Solinger Andreas Seidel ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Klingenring-Bergpreis 1966 bis 1984“. Für den Autor übte das Rennen jenseits der Solinger Stadtgrenze schon immer eine besondere Faszination aus. Der 1961 geborene Solinger hat wohl 1977 das erste Bergrennen als Zuschauer verfolgt, schätzt er. Von Januar bis September dieses Jahres hat Seidel mit Hilfe von Freunden am Buch gearbeitet. Entstanden ist ein wirklich sehr interessantes Werk, mit kurzweiligen Einblicken in die damalige Nord- und Westdeutsche Bergszenerie. Ein MUSS für jeden bergrennsportbegeisterten Motorsportfan. Das Buch hat 250 Seiten, ca. 400 – 500 Fotos in s/w und Farbe, sowie eine fast komplette Liste aller Teilnehmer aus der Zeit, sortiert nach Namen, Wohnort, Fahrzeug, Jahr und evtl. auch Laufzeit. Darin finden sich nahezu alle Angaben zum damaligen Motorsport-Highlight im Bergischen Land. Das Vorwort schrieb der Wuppertaler ex-Rennfahrer Jürgen Neuhaus, der in den 1970iger-Jahren einer der erfolgreichsten Rennfahrer Deutschlands war. Das nur auf 300 Stück limitierte „Jubiläumsbuch“ ist nicht über den Handel zu beziehen und hat daher auch keine  ISBN-Nummer. Im Selbstverlag wird das Buch vertrieben. Der Einzelpreis beträgt 24,80 Euro + 3,- Euro Postversand. Der Versand erfolgt binnen einer Woche. Weitere Infos unter andreas.seidel@online.de Anbei die Bankdaten für eine Bestellung: Andreas Seidel IBAN: DE50342500000000242792 Sparkasse Solingen VZ: Buch, Name & Anschrift

Mickhausen: Der Veteran meldet sich zurück

3. Oktober 2016

Schweizer Doppelsieg beim Berg DM-Finale von Mickhausen – so wird wohl am Dienstag, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach bemühte Schlagzeile in der Staden-Lokalpresse lauten – aber diesmal anders als gedacht. Regenschauer und Ausrutscher waren am Rennsonntag die Spielverderber. Der, dem zu Folge wenige Gripp zeigte auch den Top-Fahrern ihre Grenzen auf, was aber auch nicht wirklich eine Neuigkeit war. Auf das FiA Masters nächstes Wochenende müssen nach diversen Unfällen so Holger Hovemann und Marcel Steiner, der nach dem zweiten Lauf noch in der Gesamtwertung geführt hatte, genauso verzichten wie sein Schweizer Landsmann Reto Meisel, mit Getriebeschaden am populären Mercedes-Boliden. Ein schwerer Schlag für die Masters-Nationalteams von Deutschland und der Schweiz. Der glückliche Gesamtsieger hieß nach überstandenen Regenphasen Romeo Nüssli im schneeweißen ex-Andreas Gabat Ford Escort Cosworth, und dass nach einer Rennpause von 21 Jahren. Der Schweizer dürfte den älteren Motorsportfreunden unter uns, sicherlich noch aus den mittigen 1980er bis 90er Jahren bekannt sein, als der Garagist noch mit Formel Super V und Formel 3-Rennwagen in der Schweizer Meisterschaft, sowohl auf der Rundstrecke und auch am Berg erfolgreich unterwegs war. Neben dem nötigen Quäntchen Glück stellte Nüssli auch sein Können unter Beweis, denn nach dem ersten Durchgang, der wie der gesamte Sonntag von lästigen Unterbrechungen durchzogen war, rangierte er auf Gesamtrang drei, hinter Top-Favorit Eric Berguerand im futuristischen Lola-Cosworth-Eigenumbau und dem dritten Schweizer im Bunde, Marcel Steiner. Derweil ein weiterer Eidgenosse mit Reto Meisel, die Gruppe E2-SH anführte. Holger Hovemann büßte auf Meisel nur eine runde Sekunde ein und legte dann im zweiten Durchgang, bei besseren Streckenverhältnissen noch einen Zahn zu, um nach Meisels ausrollen an der Antoniusbuche, die Führung bei den „Berg-Monstern“ zu übernehmen. Schon zu fortgeschrittener Stunde, nahm das Unheil mit dem kräftigen Ausrutscher Hovemanns seinen Lauf. Der Odenwälder verlor vor der Waldeinfahrt die Kontrolle über seinen Opel Kadett GT-R V8 und landete samt Reifenkette im Waldrand. „Ich war nur noch Passagier“, mailte Hovemann aus dem Augsburger Klinikum, in dem er die Nacht verbringen musste. „Ich hatte beim Einschlag bestimmt noch 160-170 Sachen drauf. Am Montagmorgen durfte ich dann die Klinik verlassen, aber mit tut halt alles weh und ich hoffe wir können den „Dicken“ wieder reparieren“. Im Verlauf der Bergungsarbeiten kam erneut der Regen zurück und die Formel- und Sportwagen-Teams zogen auf den letzten Drücker des Renntags noch den Kürzeren. Seine Hoffnungen auf eine erneute Top-Platzierung verlor danach, an gleicher Stelle wie Hovemann, Marcel Steiner im […]

Hovemann Speerspitze des italienisch angehauchten Masters-Teams

22. September 2016

Nur einen Tag nach dem Nennungsschluss wurde das Team Deutschland für das zweite FiA Hill Climb Masters am Wochenende des 8. und 9. Oktober im tschechischen Sternberk, von der FiA Bergsport-Kommission offiziell bestätigt. Leider war die Nachfrage nach einem Startplatz bei diesem herausragenden Ereignis des internationalen Bergrennsports aus Deutscher Sicht recht überschaubar. Vor zwei Jahren in Eschdorf war der Deutsche Auftritt mit 19 Fahrerinnen und Fahrern recht stattlich. Auf der Bergrennstrecke von Ecce Homo werden diesmal lediglich fünf Piloten die Deutschen Farben vertreten. Die leicht italienisch angehauchten Mannschaft wird gebildet mit der Speerspitze Holger Hovemann (Opel Kadett C GT-R V8) in der Gruppe E2-SH, Thomas Ostermann (BMW E30 Hartge) in der Gruppe E1 über 2000 ccm und Manfred Schulte (Citroen AX Kit Car) in der Gruppe E1 bis 1600 ccm). Alle drei waren bereits vor zwei Jahren bei der Masters-Erstauflage in Luxemburg mit dabei. Neu im Team sind die beiden Italo-Deutschen Egidio Pisano (VW Minichberger Golf 16V) in der Gruppe E1 bis 2000 ccm und der Hattersheimer Silvio Montalto (Peugeot 106 Rallye) in der Gruppe N bis 1400 ccm. Die fünf Fahrer treten jeweils in ihrer Kategorie in der Einzelwertung an. Vier Piloten werden bestimmt um das Team Germany zu bilden, dass für den Nationen Cup gewertet wird.

Unterfranken: Hitze und Strecke setzten Motoren und Fahrern zu

12. September 2016

An solch eine „Affenhitze“ im frühen Herbst, mit Temperaturen über 30 Grad und ohne jeglichen Luftzug, konnte sich keiner erinnern, der das letzte Vierteljahrhundert beim Bergrennen Unterfranken dabei gewesen war. Das 49. Bergrennen in Eichenbühl, wird zum einen als Hitzeschlacht, aber auch als vorletztes Bergrennen unter der Leitung des GAMSC Würzburg und Rennleiter Peter Thumbeck in die Geschichtsbücher eingehen. Die zahlreichen Mitglieder des neu gegründeten MSC Erftal engagierten sich bereits tatkräftig an allen Ecken und Enden, sodass es einem um die traditionsreiche Veranstaltung in der nordwestlichsten Enklave des Freistaat Bayern nicht bange werden muss. Nach dem 50. Jubiläumsrennen im kommenden Jahr werden die „Erftaler“ dann das Heft in die Hand nehmen und der GAMS Würzburg sich langsam zurück ziehen. Eines der Aushängeschilder des jungen MSC Erftal ist Norbert Brenner, der von seinem Wohnzimmer aus auf die 3050 Meter lange Bergrennstrecke von Eichenbühl hinauf nach Umpfenbach blicken kann. Aus der Garage seines Einfamilienhauses im Fahrerlager rollte der noch amtierende Bergmeister zu seinem zweiten Heimsieg in Folge. Bereits am Trainingstag bewältigte der Lokalmatador die ultraschnelle Strecke in neuer persönlicher Bestzeit von 1:15,93 min und überflügelte später auch im Rennen die Tourenwagen-Rekordmarke des Schweizers Reto Meisel aus dem Jahr 2007 um eine dreiviertel Sekunde. Dennoch bleibt der Meisel-Streckenrekord weiter bestehen, da sich zwischenzeitlich das Reglement geändert hat. Der Mercedes 190 Judd V8 von damals und Brenners Opel Vectra V8 DTM fallen heute beide in die Gruppe E2-SH – gelten als Rennsportwagen. Das erwarte Duell um den Tagessieg, Brenner gegen Uwe Lang, viel ins nicht vorhandene Wasser. Der Osella-Pilot aus Schweinfurt zog im zweiten Trainingslauf nach der Honda-Kurve eine Rauchfahne hinter sich her, was nichts Gutes bedeuten sollte. Der Routinier diagnostizierte einen Motorschaden an seinem BMW-Triebwerk. Langs Nullnummer von Eichenbühl lässt für das Bergfinale in Mickhausen extreme Spannung im DMSB Berg-Cup für Sportwagen aufkommen. Nach Frank Debruynes zweiten Gesamtrang und dem Klassensieg bei den 2-Liter Formelwagen ist die Meisterschaft wieder offen, denn Lang und Debruyne liegen vor dem ersten Oktoberwochenende mit je 121 Punkten gleichauf. „Wir werden den alten CN-Motor wieder auspacken um in Mickhausen starten zu können“, verriet Lang. Zurück zum Renngeschehen von Eichenbühl. Nach einem schwierigen Jahr, das die Truppe um Thomas Conrad als Übergangsjahr mit einem von Wiebe-Motorsport weiterentwickelten Renault-Motor im CRS-Eigenbausportwagen sieht, war der dritte Gesamtrang die Saisonbestleistung für die Schwaben. Deutlich zurück folgte Dino Gebhard im Osella PA 20 BMW. Holger Hovemann auf Rang fünf, gab am Freitag mit […]

Vorläufige Termine 2017 – Deutsche Bergmeisterschaft

4. September 2016

Die hier aufgelisteten Termine der Bergrennen in Deutschland 2017 sind ausdrücklich als vorläufig zu betrachten und teilweise noch nicht bestätigt. Wegen des Deutschen Wandertags zum Anlass der Feierlichkeiten „500 Jahre Reformation“ musste das ADAC Glasbachrennen, als Lauf zur Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft, verlegt werden und wird im kommenden Jahr einmalig, auf dem alten „Trier-Termin“ im Juni stattfinden. Unter Vorbehalt zu sehen ist vor allem das Homburger ADAC Bergrennen. Wegen einem großen Mangel an freiwilligen Helfern und Funktionären steht das traditionsreiche Bergrennen in der Saarpfalz auf der Kippe. Wie es nach dem Rücktritt im vergangenen Juli von Organisationsleiter Nico Scheier mit dem Eschdorfer Hill Race weitergeht, ist derzeit nicht konkret. Laut des Veranstaltervereins Union des Pilotes soll das nurmehr einzige verbliebene Bergrennen in Luxemburg jedoch weiter bestehen bleiben. Für den MSC Rhön und sein Hauenstein-Bergrennen eröffnen sich nach der Verlegung des Rennsteigrennens einige Möglichkeiten, wenigstens für ein Jahr, vom ungeliebten „Mitte-August-Termin“ abzuweichen. Genaueres wird man nach dem Veranstaltertreffen am kommenden Wochenende im Rahmen des Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl in Erfahrung bringen können. 29./30. April 2017 – ADAC Bergpreis Schottenring 06./07. Mai 2017 – Hill Race Eschdorf (L) 04./05. Juni 2017 – Wolsfelder AvD Bergrennen 10./11. Juni 2017 – ADAC Glasbachrennen 24./25. Juni 2017 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 15./16. Juli 2017 – Homburger ADAC Bergrennen 05./06. August 2017 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 19./20. August 2017 – ADAC Hauenstein Bergrennen (Update: 29./30. Juli 2017) 09./10. September 2017 – AvD Bergrennen Unterfranken 30.09./01. Oktober 2017 – ADAC Bergrennen Mickhausen

André Wiebe einmal durch – DMSB Berg-Prädikate vor der Entscheidung

28. August 2016

Nur noch zwei Veranstaltungen, dann ist die Saison 2016 der Bergrennen in Deutschland schon wieder Geschichte. Auf dem Terminkalender der vier DMSB-Prädikate sind nur noch das Bergrennen Unterfranken am 10./11. September und das Bergrennen Mickhausen Anfang Oktober abzuarbeiten. Bereits jetzt, zeichnet sich ein klares Bild ab, wer am Ende seine Nase in den jeweiligen Championaten vorne haben wird, und mit Andé Wiebe steht seit dem Rennwochenende in der bayrischen Rhön bereits der Gewinner des erstmals ausgeschriebenen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fest. Deutsche Bergmeisterschaft – Wertung in den einzelnen Klassen: Auch hier ist André Wiebe in seinem Renault Laguna Williams derjenige, der die absolut besten Karten in den Händen hält. Mit vom Streichresultat bereinigten 135,8 Punkten muss der junge Hunsrücker zweimal in seiner Klasse E1 bis 2000 ccm im Vorderfeld ankommen und sein ärgster Verfolger, Formel 3-Pilot Frank Debruyne, kann machen was er will und dennoch die erstmalige Meisterschaft des André Wiebe nicht zu verhindern. Rechnet man das Streichresultat mit ein, rangiert Frank Debruyne derzeit gar mit 123,3 Punkten auf Rang drei, hinter Hans-Peter Eller im 1400er VW Scirocco mit bereinigten 128,6 Zählern. Wenig Chancen noch in die Top 3 vorzudringen haben die beiden Gruppe F-Kontrahenten Kai Neu (Ford Focus ST) und Kevin (BMW 320), die nach Abzug des Streichers Punktgleich mit 112,3 Punkten auf der vier liegen, dicht gefolgt von Sportwagen-Ass Uwe Lang mit bereinigten 111,3 Zählern. Die Top 5 der Meisterschaft sind übrigens, neben weiteren, startberechtigt beim FiA Hill Climb Masters am 8. und 9. Oktober auf der Strecke von Ecce-Homo in der Tschechischen Republik. DMSB Berg-Cup für Tourenwagen – Wertung in der Division: Hier liegt André Wiebe mit 142 (-3) Punkten uneinholbar an der Spitze, gefolgt von Patrick Orth, der es mit seinem BMW 320 is nach Ausfällen und Nichtrennteilnahmen auf 85 Punkte gebracht hat. Mit ähnlichen Saisongeschichten liegen Norbert Handa (Lancia Delta) und Hans-Peter Eller punktgleich mit 77 Zählern auf Rang 3. Michael Rauch (Opel Kadett C 8V) lauert mit 66 (-1) Punkten auf Rang fünf. Nach seinem Tourenwagengesamtsieg vom Glasbach rangiert WEC-Weltmeister Timo Bernhard (Porsche) mit 23 Punkten derzeit auf Platz 12. DMSB Berg-Cup für Sportwagen – Wertung in der Division: Wie erwartet reduziert sich diese Meisterschaft auf den Zweikampf zwischen den beiden Ex-Bergmeistern Uwe Lang (Osella PA 20S BMW) und Frank Debruyne, dem Dallara F303 Opel-Piloten vom CR-Racingteam. Zwei Wertungen vor Schluss liegt Lang mit 121 (-5) Punkten vor Debruyne, der von seinen 115 Punkten aber […]

Hauenstein: Eifelwetter in der Rhön

22. August 2016

Ausgerechnet zum 47. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen zeigte sich die sonst so wunderschöne Rhön von ihrer rauen und unbarmherzigen Seite. Bis Samstag 15 Uhr hatte noch der Sommer die Oberhand rund um die Rhönhofstraße zwischen der 700 Seelengemeinde Hausen und dem Schwarzen Moor, einer der vielen Touristenattraktionen im Biosphärenreservat Rhön. Doch dann erreichten die Vorboten des Herbsts, mit Regen und Nebel das Renngelände mit dem Ziel auf rund 780 m Meereshöhe. Der Renntag begann mit einer 90 minütigen Verspätung. Dichte Nebelschwaden hatten im unteren Streckenbereich den für 8 Uhr 30 geplanten Rennbeginn unmöglich gemacht. Drei kurze, aber heftige Regenschauer, gleichmäßig über den Tag verteilt, prüften die flinken Hände der Teamhelfer und Mechaniker beim Reifenroulette. Rennleiter Klaus Höhn und Bernd Seyd, der den Posten des Organisationsleiters von Christian Leutheuser übernommen hatte, der mit seinem Team bei der VLN auf dem Nürburgring im Einsatz war, haderten über das dritte Hausenstein-Rennen i n Folge, das von den Wetterunbilden beeinflusst wurde. Auch diesmal wurde das Klassement etwas durcheinandergewirbelt und eine Auffahrt musste nach dem verspäteten Beginn und einigen Zwischenfällen gekürzt werden. Nachdem der überlegene Gesamtleader des ersten Durchgangs Uwe Lang im zweiten und letzten Lauf in seinem slikbereiften Osella BMW geduscht wurde und auf Rang 19 abrutschte, wiederholte Norbert Brenner im Opel Vectra V8 DTM (Foto oben) seinen Vorjahressieg, vor einem stark aufkommenden Holger Hovemann im Opel Kadett GT/R V8. Der Odenwälder und sein Team arbeiteten lange auf diesen Moment hin, sich mit den ehemaligen DTM-Boliden messen zu können. Da die 4,2 km lange Strecke in der Rhön Hovemanns Fahrzeugkonzept entgegen kam, reichte es um Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM hauchdünn zu schlagen. Somit standen drei Fahrer aus der Gruppe E2-SH auf dem Gesamtsiegerpodium. Thomas Conrad im CRS-Renault Eigenbau-Sportwagen rettete sich bei aufkommendem Regen noch ins Ziel auf Rang vier und gewann zudem die 2-Liter Sportwagenklasse vor Bernd Letmade (Norma). Als die vier bis dahin schnellsten Fahrer im Ziel waren, entschied sich die Rennleitung für einen weiteren Reifenwechsel. Somit war für Formel 3-Pilot Frank Debruyne nicht mehr zu holen als Gesamtrang 5. In Sachen Berg-Meisterschaft und DMSB Berg-Cup für Rennwagen war dies für den Badener jedoch kein Beinbruch. Die 2-Liter Formelklasse gewann Debruyne dennoch vor den im Regen überraschend starken Youngstern Georg Lang (Formel Renault) und Mathieu Wolpert (BSR Formel 3). Mit Rang 7, rund vier Sekunden hinter dem aus Österreich angereisten Tourenwagen-Gesamtsieger Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2) behauptete André Wiebe […]

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