Vorschau Schotten: Duell der Allradler oder Porsche?

23. April 2017

Bergsteiger bereiten sich penibel auf ihre Tour vor. Das gilt auch für den Bergrennsport. Als Basislager dient dazu am kommenden letzten April-Wochenende Wochenende der Schottener Stadtteil Rudingshain. Alles muss passen, will man sich als Bergkönig am Schottenring als erneuter Auftakt zur diesjährigen Deutschen Berg Meisterschaft (DBM) krönen lassen. Gewissermaßen erschwerend kommt hinzu, dass die Tourenwagen, beim 14. ADAC Bergpreis des verantwortlichen MSC Rund um Schotten sind Streckenbedingt keine Formelfahrzeuge zugelassen, über die Wintermonate auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden sind. Falls es vorher keine Testmöglichkeit für einige Fahrer gab, besteht dazu am Freitag vor dem Rennwochenende die letzte Möglichkeit. Anmeldungen zu den Einstellfahrten sind noch im laufenden Testbetrieb möglich. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das Wetter, was den Fahrern und auch Helfern letztes Jahr mit teils ergiebigen Schneeschauern in Rudingshain zu schaffen machte. Wie eng der Grenzbereich sein kann, bekam Routinier Herbert Stolz wenige Meter nach dem Start mental schmerzlich zu spüren. Der Österreicher, Sieger von 2014, rutschte mit seinem Porsche 935 Allrad auf teils feuchter Fahrbahn kurz nach dem Start von der Strecke. Stolz blieb zwar unverletzt, seine Siegchancen waren jedoch geplatzt. Während sich Rudingshain kurz in einem weißen Winterkleid zeigte, fiel „am Gipfel“ der Poppenstruth praktisch keine Schneeflocke und umgekehrt. Aus Sicherheitsgründen wurde das Rennen von vier auf drei Läufe gekürzt. Wie auch immer die äußeren Bedingungen in diesem Jahr werden, alle Fahrer bereiten sich akribisch vor. Jeder Fehler auf der 3033 Meter langen Strecke wird bestraft. Volle Konzentration ist gefragt. Insgesamt liegen 117 Nennungen vor, davon 80 in der Bestzeitwertung und 37 in der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP). Zur Freude der Zuschauer, die spannenden Bergrennsport erwarten dürfen. Vorjahressieger Herbert Pregartner aus Österreich kann seinen Sieg vom Vorjahr im Porsche 911 GT 3 nicht verteidigen, weil sein Auto nicht rechtzeitig fertig wird. Er hat bereits mit einem Brief an den MSC sein Fehlen bedauert. Dafür unternimmt dessen Landsmann und Allrad- Markenkollege Herbert Stolz im dp Porsche 935 II nach seinem Pech im Vorjahr einen weiteren Angriff auf seinen zweiten Sieg. Auch die gesundheitlichen Probleme, die den Tiroler in 2016 plagten, sind überwunden. Zum Favoritenkreis zählt auch der Kitzinger Klaus Hoffmann, der im Jahr 2013 im Opel Astra V8 DTM in Schotten Gesamtzweiter wurde und in dieser Saison mit einem rundstreckenerprobten Porsche 996 GT2 wieder ganz weit vorne abscheiden möchte. Im Kampf um den Sieg in der Bestzeitwertung könnte es je nach Wetter zu einem Allrad-Duell in der Topklasse 19, über 3- […]

Adieu Karl-Heinz Conrad

4. April 2017

Karl-Heinz Conrad, der Gründer und Ehrenteamchef von Conrad Racing Sport, ist am vergangen Freitag, den 31. März 2017, an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Der Vater des Berg DM-Vizemeisters von 2015, Thomas Conrad wurde 75 Jahre alt. Zeit seines Lebens war der Schwabe vom Motorsport begeistert. Bereits in den 1960er Jahren begann er mit dem Slalomsport auf einem BMW 700, gefolgt vom Aufstieg zur Rundstrecke und zum Berg. Hier erreichte der Dettenhausener auch seine größten Erfolge. Ein Highlight in der Karriere von Karl-Heinz Conrad war die Vize-Meisterschaft, hinter dem unvergessenen Peter Stürz, im Deutschen –Sportwagen-Pokal, der damals ausschließlich am Berg ausgetragen wurde und viele klangvolle Namen zu den Bergrennen zog. In diesen Jahren begann Conrad auch mit der Fertigung von Eigenbau-Sportwagen, ganz so wie es heutzutage auch seine beiden Söhne Thomas und Manuel betreiben. In den 1980er Jahren konzentrierte sich Conrad auf den Bergrennsport und betätige sich in der Deutschen Bergmeisterschaft und nahm an zahlreichen EM-Läufen, wie Truckheim, Trento-Bondone oder St. Ursanne-Les Rangiers teil. Auch bei den Bergrennen in Luxemburg war er öfters zu Gast, was ihm 1994 den Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Sportwagen einbrachte. Neben seinen Eigenkonstruktionen pilotierte er lange einen Chevron B26 Gruppe 6-Rennwagen mit BMW-Formel 2 Motor. Zu den vielen Klassen und Gruppensiegen wurde der Tüftler und Pilot auch mit dem ADAC Sportabzeichen in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Im Jahr 1995 beendete Conrad Senior eine Karriere als Aktiver und widmete sich als Teamchef den Aktivitäten seinen Sohnes Thomas auf der Rundstrecke, die ihn 2014 wieder zu seiner alten Liebe Bergrennen zurück führte. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 13.04.2017 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Dettenhausen bei Tübingen statt. Homburger ADAC Bergrennen 1988 bei Posten 10 Teufelskopf Bergrennen, Reichweiler bei Kusel 1985 – „Mietwagenfahrer“ Günter Schmid (Neu-Ulm) unter Betreuung von Karl-Heinz Conrad

Klaus Hoffmann geht weiter Fremd

1. April 2017

Im vergangenen Sommer schaute der Kitzinger Klaus Hoffmann bereits im Rundstrecken-Rennsport vorbei und fand an seinem Einsatz im Porsche 996 Turbo schnell gefallen. Der 52-jährige Deutsche Bergmeister von 2012, der seit über 20 Jahren Motorsport vor allem bei Bergrennen betreibt, hat auch in der Saison 2017 sein Hauptaugenmerk auf Starts in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) gelegt. Dass ihm das Reglement und der Punktevergabemodus in der Deutschen Bergmeisterschaft aktuell missfallen, daraus machte der Lackierspezialist aus Mainfranken keinen Hehl. „Die Chancen den DM-Titel mit meinem Opel Astra V8 DTM nochmals einzufahren sind gleich Null, somit habe ich mich entschieden weiter Fremd zu gehen“. Somit bleibt der DTM-Bolide in der Garage und Hoffmann wird sich erneut hinter das Lenkrad des Klos Motorsport GT2-Porsche bei den Läufen der STT-Meisterschaft klemmen. Rein zum Spaß, plant die Truppe des KLZ Racing Teams auch einige wenige Gaststarts in der Berg DM, dies ebenfalls mit dem gelben 3,8 Liter Porsche. Das erste Mal könnte es sogar schon beim Saisonauftakt in Schotten passieren. Spruchreif ist dieses Vorhaben aber noch nicht. Aber immerhin besteht somit die Möglichkeit dass gleich drei potente Porsche-Boliden beim Bergpreis-Schottenring Ende April mit von der Partie sind.

DM-Punkte schon im Training – Startreihenfolge im Spannungsbogen

8. März 2017

Ab der bald beginnenden neuen Motorsport-Saison wird bei den Läufen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft eine interessante und pfiffige Neuerung greifen. Am letzten Februar-Samstag fand die alljährliche Veranstaltertagung in den Räumlichkeiten des DMSB in Frankfurt statt. Neben den bekannten Themen rund ums Reglement, den Terminen und der Meisterschaft, wurde auch die Neueinführung einer Zusatzbepunktung für den letzten gewerteten Trainingslauf vorgestellt. Dies bedeutet, dass der Bestqualifizierte  jeder Hubraumklasse zwei Zusatzpunkte in der DBM-Wertung bekommt, und macht den letzten Trainingslauf am Samstag somit quasi zu einer „Practice Power Stage“, um es im Rallye-Jargon auszudrücken. Die Rangliste des letzten Trainingsdurchgangs soll dann auch für einen perfekten Spannungsbogen in den Rennläufen am Sonntag sorgen. Entsprechend der Trainingszeiten bildet sich die chronologische Startreihenfolge. Somit startet der Bestqualifizierte als letzter in seiner Klasse. Diese Spannungsaufwertung für die Zuschauer wird erstmals beim Wolsfelder ADAC Bergrennen an Pfingsten umgesetzt. Den danach folgenden Veranstaltern steht es zunächst frei diese Umstellung in der Startreihenfolge anzuwenden. In diesem Zusammenhang weißt der Fachausschuss Berg noch einmal deutlich darauf hin, dass jedes Teilnehmerfahrzeug, auch schon im Training, dem Reglement entsprechen muss. Die Nachkontrollen vom letztjährigen Ibergrennen förderten da einiges zu Tage. Dies gilt ausdrücklich auch für das Fahrzeug-Gewicht. „Dies ist eigentlich nicht neu, hat sich aber aus dem Verständnis der Teilnehmer teilweise verdrängt“, so der Fachausschussvorsitzende Marcus Malsch. „Das beim freiwilligen Wiegen am Trainingstag bislang keine Ahndung erfolgte, wird es wohl so nicht mehr geben. Bereits zur technischen Abnahme muss der reglementskonforme Zustand des Fahrzeuges gewährleistet sein“, so Malsch weiter.

Wagenpassabnahme vor Ort(h)

25. Februar 2017

Neben den bereits auf „Bergrennen in Deutschland“ bekannt gegebenen Terminen, die DMSB-Technik-Kommissar Christian Schleicher in den kommenden Wochen anbietet, wird auch die Firma Reifen Orth, Röntgenstr. 6, in 54516 Wittlich sich erneut dem Thema DMSB-Wagenpass annehmen. Am 11. März 2017 stellen die aktiven Bergrennfahrer Ralf und Patrick Orth ihre Geschäftsräume inklusive Werkstatt allen Motorsportlern aus den Bereichen Bergrennen, Slalom, Rallye und Rundstrecke zu ihrem „3. Wagenpass-Tag“ zur Verfügung. Sachverständige aus den Reihen des DMSB sind vor Ort(h) und kümmern sich um Wagenpasseintragungen, Verlängerungen oder Abnahmen. Auch Kraftfahrzeugpässe (KFP), für Rennfahrzeuge mit Straßenzulassung, werden bearbeitet. Als besonderen Service stehen auch eine Radlastwaage und ein Achsmessstand, zur Vermessungen und Einstellung der Fahrzeuge bereit. Um eine rechtzeitige Anmeldung unter der Telefonnummer 0151 / 44532360 wird gebeten.

race and fun Challenge kann  Preisgeldtopf aufstocken

14. Februar 2017

Wie „Bergrennen in Deutschland“ schon im vergangenen Dezember berichtete, hat die Firma Seitz KG Pumpentechnik aus Rutesheim zur Belebung der 2-Liter Formelklasse am Deutschen Berg, für die kommende Saison 2017 die „race and fun Challenge“ aus der Taufe gehoben, mit der Besonderheit dass hier die jeweilige Zweitplatzierten unter dem Motto „first fun – second win“ ein Preisgeld abstauben. Zwischenzeitlich gibt es sehr erfreuliche Neuigkeiten. Es konnte für die total neue und ungewöhnliche zweite Platz Wertung in der 2 Liter Formelklasse der Berg DM ein zusätzlicher Sponsor gewonnen werden. Die Firma BAT-motorsport.de aus Leutkirch im Allgäu, einigen Motorsport Insidern schon länger bekannt als leistungsstarker Fachlieferant für die weit verbreiteten blau und weinrot eloxierten DASH Anschlüsse für Stahlflexschläuche, steigt als Co-Sponsor mit einem beachtlichen Betrag in die Race ans Fun Challenge ein. „Wir können somit jedes der geplanten 9 Rennen im Rahmen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, nun mit einem Preisgeld von 333,–€  für den zweiten Platz ausstatten“, freut sich Ideengeber Franz Seitz. „Der Inhaber von BAT-Motorsport.de, Eugen Weber ist überzeugt und fasziniert vom Potential dieser Sache. Eugen Weber selbst, ist ein erfolgreicher Fahrer im Slalom Sport und ähnlich wie Frank Debruyne oft ohne echten Gegner in seiner Klasse, schätzt die Vorteile dieser 2. Platz-Wertung für den Sport und den Aufmerksamkeitswert hoch ein“. Weiter konnte Bernd Grell für das „managen“ einer geplanten  Facebook-Gruppe „race and fun Challenge“ gewonnen werden. Grell, ein junger rühriger Fan des Formel Bergrennsportes, ist Besitzer eines sehr schön restaurierten Reynard Opel Lotus MK1. Er führt schon seit einiger Zeit erfolgreich eine von ihm gegründete Opel-Lotus Gruppe in Facebook (siehe Bernd Grell). Er stellt unermüdlich Kontakte zu früheren Fahrern, ehemaligen Rennstallbesitzern, Mechanikern etc. der Opel Lotus Szene her und sammelt alle Infos über diese Formel-Fahrzeuge. Wie ihn, gibt es noch manchen jungen Fahrer und auch älteren potentiellen Wiedereinsteiger, die sehr gerne Formel Rennsport am Berg betreiben würden. Leider sind die Zugangsvoraussetzungen (int. C-Lizenz) für diesen Interessenten zurzeit zu hoch. Möglicherweise der Hauptgrund warum die Division 2 der „Formel und Rennsportfahrzeuge“ am deutschen Berg kaum neue Teilnehmer verzeichnen kann. Aber fahrbereite und bezahlbare, jedoch leider stillgelegte Fahrzeuge dieser Division gibt es viele. „Dies ist eine anstehende Aufgabe für die Verantwortlichen des Bergrennsportes beim DMSB und des Fachausschuss“, beteuert Franz Seitz. „Gerne in Zusammenarbeit mit uns. Denn einen vertretbaren und einfacheren Lizenz-Zugang zur früher am Berg so teilnehmerstarken Formel- und Rennsportfahrzeuge Klassen zu schaffen, wäre unser ein großes Anliegen“.

Interview Ralf Kroll: Die Einführung der CM-Rennwagen ist weiter auf dem Vormarsch

26. Januar 2017

Nach dem enormen Interesse an unserem November-Artikel über die Zulassung der ersten CM-Fahrzeuge durch den DMSB, hat sich „Bergrennen in Deutschland“ vorgenommen an diesem interessanten Thema dran zu bleiben und führte kürzlich ein Interview mit dem Ziehvater dieser in Deutschland neuen Rennwagenkategorie Ralf Kroll. BiD: Deine Bemühungen für die „CM-Autos“ eine Zulassung am Deutschen Berg zu bekommen, waren jetzt schlussendlich von Erfolg gekrönt. Wie gingen die Verhandlungen vonstatten und wer hat Dich dabei unterstützt? Ralf Kroll: Begonnen hat es 2012, als ich mich mit dem damaligen DMSB Fachausschuss Berg über die CM Fahrzeuge unterhalten habe. Konkreter wurde es im Winter 2013 mit dem neu formierten Fachausschuss, die von den CM Fahrzeugen sehr angetan waren. Eine Unterstützung seitens des Fachausschusses wurde mir für das Vorhaben signalisiert. Im Sommer 2013 besuchte ich den EM Lauf von Mont Dore in Zentralfrankreich, alle CM Hersteller waren mit Ihren Fahrzeuge vertreten. Zuvor hatte ich mit dem Hersteller Silver-Car in Spanien Kontakt aufgenommen. Silver-Car hat für mich sehr viel Potential, das war schon damals mein Eindruck. Ich nutzte die Gelegenheit und schaute mir die Fahrzeuge von den verschiedenen Herstellern  näher an, und durfte auch mal im ein oder anderen CM probesitzen. Ich schaute dabei, ob es zu mir passen könnte und ein Wohlfühleffekt aufkommt. Im Frühjahr 2014 bekam ich die Möglichkeit, dass Meisterschaftsauto von Frankreich zu kaufen. Der Silver-Car S2 lief bis dahin nur fünf Rennen und hatte Vollausstattung. Die Gespräche mit dem Fachausschussvorsitzenden Marcus Malsch und Rüdiger Julius–Bernhart wurden intensiver, weil ich den S2 kaufen wollte. Im Juni 2014 habe ich den S2 beim französischen Silver-Car Händler abgeholt und nach Spanien ins Werk für einen Check gebracht. Im Vorfeld hatte ich schon den Technischen DMSB-Kommissar Christian Schleicher wegen eines Wagenpass kontaktiert, denn das Ibergrennen war als das erste Rennen mit dem S2 geplant. Dann gab es leichte Probleme, weil es für Deutschland noch kein nationales CM Reglement gab und ein paar Dinge nicht den DMSB Bedingungen bzw. Regularien entsprachen. BiD: Die Zulassung für den DMSB-Bereich zu bekommen, war dann doch komplizierter als gedacht? Ralf Kroll: Ich ging damals davon aus, da Silver-Car für den S2 eine nationale spanische und französische Homologation und ein Zertifikat für den Gitterrohrahmen hatte, dass es keine Probleme gibt. In Europa und Übersee, wurden Silver-Car Fahrzeuge seit 2006 verkauft und im nationalen  Motorsport ohne Zulassungsprobleme eingesetzt. Dem war dann leider nicht so, und es mussten mehrere Dinge abgeklärt und besprochen werden. […]

Gewichtsprobleme im Hochsommer

23. Januar 2017

Wie sich schon in der Vergangenheit gezeigt hat, sind die Örtlichkeiten beim Ibergrennen von Heiligenstadt geradezu prädestiniert für eine Wägung der Rennfahrzeuge durch die DMSB-Kommissare. Auf die Einhaltung der Gewichtslimits in den einzelnen Kategorien zu achten, ist am Iberg schon zu einer kleinen Tradition geworden. Auch im vergangen Juni bot das Gelände der Straßenmeisterei, direkt angrenzend an die Startgerade, ideale Voraussetzungen. Angeboten wurden am Trainingstag zwei freiwilligen Wägungen, bevor am Renntag die Sportkommissare die Fahrerinnen und Fahrer stichprobenartig mit ihren Rennwagen auf die DMSB-Waage baten. Hier wurden durch die DMSB-Offiziellen bereits auf den Tag genau sechs Monate vor dem Weihnachtsfest einige Gewichtsprobleme festgestellt, dies aber weniger bei den Aktiven selbst, sondern bei deren Rennfahrzeugen. Hierzu wurden zwischenzeitlich vom DMSB-Sportgericht die Urteile gesprochen. Mit nur ganzen 4 kg Untergewicht geriet Gruppe F-Pilot Ralf Orth ins Visier der Obrichkeit. Bei der freiwilligen Wägung am Vortag waren es noch 20 kg, die am oder im BMW 320 is  fehlten. Bei der Aufrüstung mit Zusatzgewichten machten die Orths jedoch einen Fehler, wobei das geringe Untergewicht zustande kam. Durch die Suspendierung von allen nationalen und internationalen Veranstaltungen bis Ende Oktober 2016, gingen dem Mann aus der Südeifel aussichtreiche Positionen im Berg- und Slalomsport verloren. Schlimmer erwischte es die Rennlady Sabine Röck. Nach Abzug entsprechender Toleranzen wurden am VW Golf Turbo der Allgäuerin ein Untergewicht von 33 kg festgestellt und an Ort und Stelle ein Wertungsausschluss verfügt. Wie sich später herausstellte hatte man beim Team Röck, bei den Umbauarbeiten im letzten Winter, nicht die Auswirkungen auf das Fahrzeuggewicht bedacht. Das ersetzten einen Schaltgetriebes durch eine sequentielles Getriebe und der Ausbau der Hebeanlage, fielen dann doch ins Gewicht. In Anbetracht des eklatanten Gewichtsunterschiedes wurde eine Sperre bis zum 31. Mai 2017 vom Sportgericht verhängt. Ebenfalls im Rahmen des Ibergrennens wurde der Südhesse Francesco D‘ Acri wegen eines fehlenden Katalysators am Elia-Sportwagen von der Wertung ausgeschlossen und bis zu Jahresende 2016 von allen nationalen und internationalen Veranstaltungen suspendiert. Der Betroffene hat sich vor Ort geäußert, dass er noch bis einen Tag vor der Veranstaltung an seinem Rennfahrzeug gearbeitet hat und er die Zeit nicht mehr hatte, den Katalysator einzubauen. Nach einer ersten Kontrolle, so D’Acri weiter, habe die Zeit zwischen dem 1. und 2. Lauf nicht ausgereicht um den Katalysator nachzurüsten.

Alle Jahre wieder – Termine für Wagenpassabnahmen

18. Januar 2017

Auch dieses Jahr bietet DMSB-Technikkommissar Christian Schleicher wieder einige Wagenpasstermine für Motorsportler der Disziplinen Bergrennen, Slalom und Rundstrecke an. Neben den üblichen Möglichkeiten im Rahmen diverser Veranstaltungen zur Deutschen Bergmeisterschaft (DBM), können sich Interessierte an folgenden Tagen und Orten bei Christian Schleicher einen Termin für die Abnahme von DMSB-Wagenpässen geben lassen: 04.03.2017 ab 10:00 Uhr bei Reuter Motorsport GmbH, Grünberger Str. 87, 35394 Gießen 11.03.2017 ab 10:00 Uhr bei Franz Koob, Tiefertswinkel 6, 64658 Fürth 18.03.2017 ab 10:30 Uhr bei Gebr. Joho GmbH & Co. KG, Im Altenschemel 12, 67435 Neustadt-Speyerdorf Bei folgenden DBM-Veranstaltungen wird Herr Schleicher, Stand heute, sicher anwesend sein und in diesem Rahmen ebenfalls Wagenpassabnahmen durchführen können: 28.-30.04.2017 – Bergrennen Schotten 09.-11.06.2017 – Glasbachrennen 23.-25.06.2017 – Ibergrennen 04.-06-08.2017 – Bergrennen Osnabrück Weitere Einsätze im Rahmen der DBM sind geplant aber noch nicht bestätigt. Diese werde ich zu gegebener Zeit bekannt geben. Abnahmen von DMSB-KFP sind in diesem Rahmen leider nicht möglich. Um eine rechtzeitige Anmeldung wird gebeten. Christian Schleicher Tel.: +49 (0)6224 148929 Mobil: +49 (0)160 3610024 Fax:  +49 (0)6224 148987          E-Mail: cschleicher69@gmail.com

Neue Technik-Regeln im Tourenwagenbereich

17. Januar 2017

Wie von der DMSB-Abteilung Technik Automobilsport bereits veröffentlicht, hat die FIA in den Gruppen N, A und R einen FT- Sicherheitstank ab 01.01.2017 zur Pflicht gemacht. Wegen der Kurzfristigkeit und teilweiser Lieferprobleme gilt im DMSB-Bereich für 2017 folgende Übergangsregelung: Bei allen DMSB-genehmigten Veranstaltungen in Deutschland gelten grundsätzlich die Regelungen zum Kraftstoffbehälter gemäß Anhang J 2016 bis zum 31.12.2017. Dies bedeutet, dass bis Ende 2017 weiterhin auch die serienmäßigen Kraftstoffbehälter zugelassen sind, falls in der betreffenden Serienausschreibung nichts anderes festlegt ist. Vorstehende DMSB-Regelung gilt grundsätzlich nicht für Serien mit dem Status International und nicht bei Wettbewerben mit FIA- Prädikat; hier gilt ab 01.01.2017 die Vorschrift aus dem Art. 253-14 bzw. 260-401-a1 im Anhang J 2017. Ab 2018 wird es in der Gruppe F nachfolgende Regelung hinsichtlich Heckspoiler im Art. 18 des Gruppe F Reglements geben: „Die Breite von nicht-serienmäßigen Heckspoilern darf maximal 80% der Karosseriebreite, gemessen an den hinteren Kotflügeln senkrecht über der Radmitte, betragen. Die Höhe des Heckspoilers darf den höchsten Punkt des Daches nicht überschreiten. Aerodynamische Hilfsmittel am Ende des Fahrzeugs dürfen nicht mehr als 40 cm nach hinten über den äußeren Rand der Karosserie hinausragen“.

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