R5-Premiere beim Homburger Bergrennen – Nennschluss am Dienstag

22. Juni 2018

Noch bis zum kommenden Dienstag, den 26. Juni – 24 Uhr können sich lizensierte Motorsportlerinnen und Motorsportler für die 45. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in die Starterliste einschreiben. Am Freitagabend, gut vier Tage vor dem Anmeldeschluss wurde die 100er Marke in der Teilnehmerliste der saarpfälzischen Traditionsveranstaltung geknackt. Da der Homburger AC in diesem Jahr vom Automobile Club Luxembourg (ACL) leider nicht für einen Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft berücksichtigt wurde, werden dem Veranstalter wohl rund 20 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr fehlen. Daher ging der Homburger AC auch im lokalen Umfeld auf die Suche nach aktaktiven Teilnehmern und wurde im Rallyesport fündig. Uwe Gropp, fünfmaliger Sieger der Euro Rallye Trophäe wird wieder einmal Bergluft schnuppern und nebenbei für die Premiere eines R5-Rallyeboliden in der Deutschen Bergmeisterschaft sorgen. Der Schreinermeister und Produzent von Hightech-Rennsportteilen aus Neunkirchen-Wiebelkirchen wird seinen über 280 PS starken Citroen DS3 R5, der auch dem WRC2-Reglement entspricht, auf der Käshofer Straße pilotieren, freilich ohne seine etatmäßige Co-Pilotin. In letzter Zeit gab es aus dem Fahrerfeld einige Anfragen wegen der Erhöhung des Nenngeldes zum diesjährigen Rennen. Rennleiter Jürgen Guckert bittet hier um Verständnis und erklärt. „Das hat rein betriebswirtschaftliche Gründe. Der KW Berg-Cup verlangt für seine eigeschriebenen Fahrer in diesem Jahr auch in der Gruppe A, F, R2+3, CTC/CTG pro Fahrzeug 21€, dazu kommt der Poolbeitrag. Des Weiteren haben sich in den beiden letzten Jahren die Genehmigungsgebühren und die Versicherung erhöht, genauso wie die Kosten für den Rettungsdient wie ASB und Feuerwehr. Da unsere Rennstrecke durch zwei Bundesländer führt, fallen faktisch die doppelten Genehmigungsgebühren an. In Gegensatz zu anderen Veranstaltern ist bei uns bereits der Strom (vom THW produziert) und der Stellplatz im Nenngeld enthalten und muss nicht zusätzlich bezahlt werden“. Hier geht’s zur Online-Nennung: https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/  

Traumhafter erster Gesamtsieg für Frank Derbuyne

19. Juni 2018

Das neu gebildete Organisationsteam des MC Heilbad Heiligenstadt um Sascha Herz hat sich mit dem 23. ADAC Ibergrennen, dem fünften Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft 2018, die ersten Sporen verdient. An beiden Tagen brachte man vier Läufe durch und am Renntag verstummten die Rennmotoren rechtzeitig vor dem Fußball WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko, das sich sicherlich bei der Zuschauerzahl negativ bemerkbar machte. Dennoch wollten an die 3.000 Fans die über 100 Akteure am Berg sehen, die mitten in der Innenstadt der thüringischen Kleinstadt im Eichsfeld ihre Zelte aufschlugen. Diese verwandelten ganze Straßenzüge in ein großes Fahrerlager. Einen Supermarkt, ein Pizza-Bistro, eine Bäckerei, Tankstelle und Bank findet man hier in unmittelbarer Nähe – sowas gibt es nur in Heiligenstadt. Die Spannung auf den Renntag war so groß wie lange nicht mehr, denn insgesamt vier Fahrer lagen mit ihren Trainingsbestzeiten innerhalb einer Sekunde und die Insider ahnten, dass alle noch eine Schippe drauflegen konnten. Alexander Hin im offenen PRC-Sportwagen mit dem legendären Opel-ITC Triebwerk im Heck setzte in 55.324 Sekunden die Bestzeit der Probeläufe, hauchdünn vor den Dallara Formel 3-Piloten Christian Triebstein und Frank Debruyne, sowie Wolsfeld-Gesamtsieger Thomas Conard im 2 Liter CRS-Renault Sportwagen. Doch bereits bei der Ausfahrt aus dem Fahrerlager zum ersten Rennlauf reduzierte sich der prophezeite Vierkampf auf einen Dreikampf und kurz dachen auf ein Duell. Thomas Conrads Kupplung trennte nicht und Alexander Hin brachte keinen Öldruck im Motorsystem zusammen. Mit neuen Reifen hatte Frank Debruyne ein Ass im Ärmel, aber durch das notwendige anfahren der Reifen im letzten Trainingslauf, hatte er die zwei DM-Zusatzpunkte erneut an Christian Triebstein abgeben müssen. In allen vier Durchgängen setzte anschließend Frank Debruyne knapp die jeweiligen Laufbestzeiten vor Christian Triebstein, der erst im letzten Herbst vom Alfa Romeo Diesel in einen Formel 3-Rennwagen umgestiegen war und am Iberg genauso seinen bislang größten Erfolg feiern konnte wie Debruyne mit seinem allersten Gesamtsieg nach 13 Jahren im Bergrennsport. Ebenfalls bis dato noch nie stand Mathieu Wolpert in einem weiteren Dallara Formel 3 mit Rang 3 auf dem Podium eines DM-Laufs. Im DMSB Berg-Cup für Rennwagen liegen die Drei aktuell an der Spitze, wobei sich Debruyne etwas absetzten konnte. Im Lager der Tourenwagen war Norbert Handa im Lancia Delta Evo III der absolut schnellste. Der Franke, der nach 42 Jahren Bergrennsport am Saisonende den Helm an den Nagel hängen möchte, liegt damit auch im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen weiter an der Spitze, vor Dirk Preißer der im Opel […]

WEC-Weltmeister Timo Bernhard startet beim Berg DM-Lauf in Homburg

7. Juni 2018

Genau vier Wochen vor dem Startschuss zum 45. Homburger ADAC Bergrennen hat sich der amtierende FiA-Langstreckenweltmeister Timo Bernhard in die Teilnehmerliste seines Heimatrennens eingeschrieben. Der langjährige Porsche-Werksfahrer und von Kindesbeinen an Mitglied im veranstaltenden Homburger Automobilclub wird nach 2013 und 2014, wo der Lokalmatador auf feuchter Strecke sogar den Gesamtsieg einfahren konnte, zum dritten Mal aktiv und in Wertung ins Renngeschehen auf der Käshofer Straße eingreifen. Der sympathische Rennprofi und Team-Besitzer plant in der Gruppe E1 mit einem seiner Porsche 911 GT3 seine Fahrkünste dem heimischen Publikum zu zeigen und wird dabei an Orte zurück kommen, wo er schon als Bub die Rennstarts seinen Vaters Rüdiger miterlebt hatte und erste Rennsportluft schnupperte. Das KÜS Team 75 Bernhard wird beim Homburger Bergrennen mit insgesamt drei Porsche-Rennfahrzeugen antreten. Team-Chef Rüdiger Bernhard geht wie im Vorjahr mit seinem Porsche Cayman S über die Startline und der zweimalige HAC-Clubmeister Jochen Stoll wird das zweite Mal überhaupt seinen Porsche 997 GT3 Cup pilotieren. Natürlich wird auch einer der großen Renntrucks der Westpfälzer, die im Normalfall bei den Rennen des ADAC GT Masters Base des Teams an den Rennstrecken sind, im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus stehen. Dieser Race-Shuttle wurde übrigens nicht einmal in zwei Kilometer Luftlinie von der Homburger Bergrennstrecke, bei der Firma A6-Jung Fahrzeugbau gefertigt, die das Bergrennen in diesem Jahr auch mit unterstützen. A6-Jung Race Shuttle laufen bereits für Teams in zahlreichen Rennserien, bis hinauf in die DTM oder gar Formel 1. Nach dem werkseitigen Ausstieg von Porsche aus der LMP-1 Klasse hat Timo Bernhard den notwenigen Freiraum um sich wieder einmal bei seinem Heimatevent sehen zu lassen. Aktuell ist der Mann aus Bruchmühlbach-Miesau dennoch viel beschäftigt. An diesem Wochenende gilt es die angestrebten Ziele beim ADAC GT-Master Rennen auf dem Red-Bull Ring in Österreichumzusetzen, bevor am kommenden Wochenende das 24h-Rennen von Le Mans ansteht. Chancen auf seinen dritten Le Mans-Gesamtsieg hat Timo dort kaum, mit dem kleineren Werks-Porsche will er jedoch in der GTE-Pro Klasse um den Sieg fahren. Nach den Umbesetzungen im Organisationsteam des saarpfälzischen Bergrennens hoffen die Verantwortlichen mit dem Start von Timo Bernhard auf ein gesteigertes Medieninteresse am 45. Homburger ADAC Bergrennen und trotz Fußball WM auf eine große Zuschauerkulisse an beiden Veranstaltungstagen. Weitere Infos: www.homburger-bergrennen.de www.team75motorsport.de

Volles Haus am Glasbach – 151 Teams aus 12 Nationen

3. Juni 2018

Am kommenden zweiten Juni-Wochenende findet vom 08.-10.06.2018 das 23. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein in Thüringen statt. Mit 151 internationalen Teams aus 12 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europa-Bergmeisterschaft, der Deutschen- und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie im KW Berg-Cup. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welches das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt auf der mit 34 Kurven bestückten Naturbergrennstrecke aktuell bei 1:58:440 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h (bei stehendem Start) und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 245 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen dem Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer „permanenten“ Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser lag im Tausendstel- Sekundenbereich. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld viele der aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter bei den offenen Sportwagen der Gruppe E2-SS, Christian Merli  (ITA) haben auch starke Konkurrenten, wie der spanische Bergmeister Javier Villa auf seinem superschnellen BRC BR 53 sowie der ehemalige luxemburgische Bergmeister Guy Demuth im brandneuen Norma M20 FC Zytek (Foto Mitte) und der aktuelle französische Berg-Champion Sebastien Petit in seinem Norma M 20 FC Mugen genannt. Mehr als nur Außenseiterchancen besitzen zudem der letztjähre Viert platziere an gleicher Stelle, der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, der ebenfalls einen Norma M20 FC Mugen pilotiert. Nach seinem ausgezeichneten fünften Gesamtrang im Vorjahr, brennt der Belgier Jelle de Coninck im turbobefeuerten Norma-Sportwagen, bei seinem zweiten Start am Glasbach, mit besserer Streckenkenntnis im Gepäck auf mehr. Noch in der Testphase befinden sich Cyrille Frantz aus Frankreich im Osella PA 30 Cosworth und bei seiner Deutschlandpremier mit dem PRC S4 mit ehemaligem V6-Opel-Werkstriebwerk aus ITC-Serie, Alexander Hin. Simone Faggioli hingegen, werden die fachkundigen Fans aber vergeblich auf der offiziellen Starterliste suchen. Der EM-Titelverteidiger hatte in der ersten Halbsaison bereits zwei Niederlagen in seiner Gruppe E2-SC einstrecken müssen und wird wohl dieses Jahr seinen Titel nicht verteidigen können. Außerdem konzentriert sich Faggioli auf seinen ersten Anlauf beim legendären Pikes Peak Bergrennen in den USA, das am 24. Juni stattfindet. […]

Neue Zeiten beim Homburger Bergrennen

31. Mai 2018

Wenn am Wochenende des 7. und 8. Juli 2018 zum 45. Mal die Rennmotoren beim Homburger ADAC Bergrennen angelassen werden, ist beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup einiges anders als die Jahre zuvor. Erst einmal feiert der ausrichtende Homburger Automobilclub (HAC) in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen und das Rennspektakel findet diesmal eine Woche früher statt als gewohnt. Grund dafür ist das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, dem man vorsichtshalber aus dem Wege gehen möchte, in der Hoffnung dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Titel aus 2014 verteidigen wird. Im letzten Winter gab es zudem einige Umbesetzungen im Organisationsteam und in der Vorstandschaft des saarländischen ADAC Ortsclubs. An der Spitze des Bergrennens steht nun Sascha Ressmann, der das Urgestein Hartmut Schöffler beerbt, der aus Altersgründen den Job des Organisationsleiters an den Nagel hängte. Weiter wird es einige Veränderungen bei der Bewirtung im Festzelt geben, das erneut im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhauses aufgebaut sein wird. Den Festzeltbetrieb wird der Caterer Feinkost Jacob aus Ottweiler-Lautenbach übernehmen, der auch seit Jahren bei den Veranstaltungen des ADAC Saarland für das leibliche Wohl sorgt. Die Verpflegungsstände und Imbissbuden an der Käshofer Straße (Start, Brückchen, Posten 8 und Zielkurve) werden weiterhin vom HAC in Eigenregie betrieben. Alles in allem stehen dem Organisationsteam und den Clubmitgliedern des Homburger AC schweißtreibende Wochen der Vorbereitung ins Haus. Eine Erleichterung ist da sicher das neu Online-Einschreibeportal für die erwarteten Rennteams aus dem gesamten Bundesgebiet, als Luxemburg, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz (es gibt wieder Sonderkonditionen für ausländische Gaststarter). Hier kann zudem jedermann tagesaktuell die Liste der Rennfahrer und Fahrzeuge einsehen, die am Bergrennen teilnehmen werden (https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/). Unterstützung erfahren die Motorsportenthusiasten seit neustem auch vom Team 75 Motorsport, der Profi-Truppe des amtierenden Weltmeisters und Le Mans-Siegers mit Porsche, Timo Bernhard. Der Bruchmühlbacher fördert derzeit das Bergrennen seines Heimatvereins nach Kräften und könnte nach seinem Gesamtsieg von 2014 am ersten Juli-Wochenende wieder einmal aktiv in Renngeschehen am heimischen Berg eingreifen und mit einem hochkarätigen Porsche aus seinem eigenen Rennstall starten. Das ist aber derzeit noch offen. Der saarpfälzische Automobilclub erwartet in diesem Jahr über 160 Fahrerinnen und Fahrer auf der zur Rennpiste umgebauten Käshofer Straße, die in der Nähe der Karlsberg-Brauerei am Homburger Stadtrand beginnt und auf die Sickingerhöhe bei Käshofen führt. In der Woche vor der traditionsreichen Veranstaltung sind hier die Helfer aus den Reihen des Clubs mit Aufbau und Streckensicherungsarbeiten beschäftigt. Reifenstapel werden herangekarrt, Schutzzäune gezogen, Kabel verlegt […]

Emotionen pur nach Conrads erstem Gesamtsieg

23. Mai 2018

Das Wolsfelder Bergrennen kann man durchaus mit dem Fußball DFB-Pokal vergleichen – es gelten eigene Gesetze, denn die Charakteristik der Bergrennstrecke von Wolsfeld ist einzigartig im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft, des KW Berg-Cup und der gastierenden Luxemburger Bergmeisterschaft. Nach der breiten und extrem schnellen Luxemburger Piste von Eschdorf wechselte man zum Pfingstwochenende die wenigen Kilometer herüber ins beschauliche Wolsfeld vor den Toren der Bierstadt Bitburg. Die charismatische Bergrennstrecke in der Südeifel mit seinen schmalen, engen, welligen und winkligen Abschnitten erinnert eher an eine Rallyepiste, und viel PS unter Motorhaube sind hier eher hinderlich. Man wundert sich dass hier die WM-Helden der Rallye Deutschland noch nicht aufgetaucht sind. Das Wetter zur 56. Ausgabe des Bergklassikers spiele im Großen und Ganzen gut mit, nur am Trainingstag dem Pfingstsonntag beließ man es bei einsetzendem Regen, kurz nach dem Ende des zweiten Laufs dabei. Frank Debruyne vom pfälzischen CR-Racingteam reiste als Leader im DMSB Berg-Cup für Rennwagen und als Vierter in der Deutschen Bergmeisterschaft in die südliche Eifel. Im Gepäck hatte er wie immer seinen AST-Dallara F303 Formel 3. Der Badische Formel 3-Spezialist war von den „Buchmachern“ zum Favoriten auf den Gesamtsieg erkoren worden, doch im Laufe des Trainings meldete auch Sportwagenpilot Thomas Conrad seine Ansprüche an. Die beiden Rivalen hielten sich dennoch vornehm zurück und zogen nicht alle Asse aus dem Ärmel. Am Renntag sollte die Hatz erst richtig beginnen. Nach einem Motorschaden in Eschdorf wurde Conrads 2-Liter Eigenbau-Sportwagen vom Typ CRS MTK 55/7 mit Renault-Triebwerk erst in letzter Minute fertig und das Team aus Schwaben war gespannt ob alles halten würde. Dies bewahrheitete sich und schnell war klar – es geht noch mehr! Mit einer tollen Performance fuhr Thomas Conrad am Pfingstmontag zum ersten Tagessieg seiner Karriere. In allen drei Durchgängen setzte Conrad knapp die Bestzeit vor Frank Debruyne, der in der Summenwertung nach drei Durchläufen nur 0,7 Sekunden Rückstand hatte und wie im Vorjahr hauchdünn seinen ersten Gesamtsieg verpasste. „Ich gönne natürlich Thomas den Sieg, aber hätte selbstverständlich lieber selbst das goldene Bit-Fass für den Gesamtsieg mit nach Hause genommen“, resümierte ehrlich heraus Frank Debruyne fair bei der Siegerehrung. Sichtlich gerührt nahm Thomas Conrad sein erstes Fässchen, das es traditionell in Wolsfeld für den Gesamtsieger gibt entgegen. Nebenbei gewannen Conrad und Debruyne die 2-Liter-Klassen bei den Sport- und Formelwagen souverän, und kassierte dafür anständig Punkte in der Bergmeisterschaft. Sehr zufrieden mit dem erreichten dritten Podiumsrang zeigte sich der junge Georg Lang, […]

Mitte Juni brüllen die Motoren am Heiligenstädter Iberg

11. Mai 2018

„Der Berg ruft“, ein Film aus den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts zur Erstbesteigung des Matterhorns. Auch südlich der Stadt Heilbad Heiligenstadt ruft ein bewaldeter Höhenrücken aus knapp 470 Meter allen Motorsportbegeisterten zu. Dass auch in diesem Jahr ein Bergrennen am Heiligenstädter Iberg stattfindet, ist -obwohl schon eine Tradition der letzten Jahre- keine Selbstläufer. Die kräftezehrenden Wochen vorm Wettstreit um Meter und Sekunden hinterließen in den vergangen Jahren ihre Spuren. Hermann Ludolph ist nicht nur Vorsitzender des Motorsportsclubs Heilbad Heiligenstadt e. V., er war zugleich bis vergangenes Jahr Organisationsleiter des Ibergrennens. Beides gebündelt in einer Person und der Herausforderung allen Rennteams und den Zuschauern ein eindrucksvolles Wochenende im Eichsfeld zu bieten, war kaum noch zu stemmen. Hermann Ludolph stellte die Funktion des Organisationsleiters der bisher alljährlichen Rennveranstaltung im Sommer 2017 zur Verfügung. Manche nennen es „Krisensitzung“, wir vom MC Heilbad Heiligenstadt nannten es „Neuorientierung“. In einem waren sich Rennleitung und Vorstand bald einig – das Ibergrennen im Stadtwald darf nicht sterben. Noch am gleichen Abend im Juli wurde im Forsthaus Kellner ein neues Orga-Team unter der Leitung des Heiligenstädters Sascha Herz aus der Taufe gehoben. Eine Herausforderung, dass sich das junge vierköpfige Team nun stellen muss. Begleitet von der Rennleitung, dem Vorstand und vielen Mitgliedern des Heiligenstädter Motorsportsclubs bleiben sie auf diesem Weg nicht allein. Einem bekannten deutschen Soulsänger folgend: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.Die heiße Phase in Vorbereitung des Events am Berg läuft. „Klein Monaco“, wie die Rennveranstaltung in Motorsportkreisen mancherorts genannt wird, rüstet sich der Herausforderung. Der Vergleich mit dem Fürstentum an der Côte d’Azur ist ehrenwert, aber auch Ansporn diesen schmeichelnden Ruf nicht zu verspielen. Kommenden Monat ist es soweit. Am 16. und 17. Juni 2018 zieht Benzingeruch den Iberg hinauf. Bei einer Steigung bis zu 10 Prozent und einer Streckenlänge von 2050 Meter geht es durch die Kurven. 195 km/h bis zur ersten Kurve, die mancher Bolide nahe der 250 km/h steigert, faszinierten in den letzten Jahren tausende Zuschauer. Stellvertretend für die Fahrerinnen und Fahrer sei der Österreicher Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg genannt. Sein Porsche 911 GT2 R ziert das diesjährige Motiv zum 23. Ibergrennen. Mehrere hundert Pferdestärken zaubert sein 6 Zylinder Boxermotor auf die Straße und verhalf Pregartner im vergangen Jahr den Iberg in weniger als einer Minute hinaufzueilen. von Jörg Hübsch

Harte Prüfung für Berg DM-Teams in Luxemburg

8. Mai 2018

Zum Auftakt seiner Saisonrunde war die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft zu Gast in Eschdorf im Herzen Luxemburgs. Die Deutschen Bergspezialisten trafen an gleicher Stelle, wo im Jahr 2014 das erste FiA Hillclimb Masters der Geschichte stattfand, auf eine geballte internationale Elite der Bergszene, die man sonst nur noch bei einem Berg-Europameisterschaftslauf zu Gesicht bekommt. Zur 30. Jubiläumsveranstaltung gelang es der Union des Pilotes Luxemburg die Top-Fahrer aus Frankreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz in das Ardennendorf zu locken und erneut ein spitzenmäßiges Rennwochenende zu organisieren. Einen dem entsprechend schweren Stand hatten die Deutschen im Gesamtklassement, sieht man einmal vom Deutsch-Slowenen Patric Zajelsnik ab. In den jeweiligen Hubraumklassen und Gruppen, in der die Punkte zur Berg DM ausgefahren werden, fiel die Bilanz nach der letzten Zieldurchfahrt positiver aus. Gegen die Praxis bei den Bergrennen in Deutschland, wo alle Läufe in der Addition gewertet werden, verfährt man in Luxemburg nach dem „Französischen Modell“, allein den schnellsten von drei Durchgängen zu werten. Gerade beim vorherrschenden „Kaiserwetter“ des vergangenen Wochenendes, mit gleichbleibenden Bedingungen, garantierte dieser Wertungsmodus den rund 4.000 Fans an der nur 1,85 km kurzen Sprintstrecke, Spannung bis zur letzten Sekunde. Im ersten Lauf am Morgen, zeigte sich der amtierende französische Meister Sebastien Petit im Norma M20 FC Mugen V8-Sportwagen (Foto oben) am ausgeschlafensten und stellte gleich einen neuen Streckenrekord, in 48, 260 Sekunden auf. Der junge Freiburger Patrik Zajelsnik, auf einem baugleichen Auto, präsentierte sich in blendender Frühform und verpasste auf dem zweiten Tagesrang nur um 57/100 Sekunden die Bestzeit von Petit. Bemerkenswert ist, dass Patriks Vater und Teamchef Josef Zajelsnik bei der Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens vor genau 30 Jahren ebenfalls zweiter der Gesamtwertung in einem Ralt BMW Formel 2 war. Das Podium komplettierte der Belgier Jelle de Coninck in einem turbobefeuerten Norma-Sportwagen. Der schnellste Pilot mit DMSB-Lizenz saß in einen Dallara-Opel F303 Formel 3, und hieß Frank Debruyne auf Gesamtrang 19. Die Favoriten auf den diesjährigen nationalen Berg-Meistertitel kommen aus den Teilnehmerstarken Tourenwagen-Gruppen A/F und E1 sowie bei den Rennsportwagen aus den 2-Literklassen der Formel- und Sportwagen – das ist schon sicher. In der Gruppe A/F war es der junge Franke Markus Fink im Citroen C2 VTS, der die 1600 ccm Klasse gewinnen konnte. In der seit Jahren hart umkämpften 2-Literklasse, war es die Überraschung des Tages, den Seriensieger aus dem Vorjahr Kai Neu im Ford Focus ST, nur auf Rang drei einlaufen zu sehen. Es siegte Slalom-Ass Ralf Orth im BMW […]

Wieder reichlich Bergmonster zum Jubiläum in Eschdorf

28. April 2018

Seit 2004, also nunmehr 14 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 DPII die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird auf eine ganze Meute von hochmotivierten Gegnern treffen, deren Fahrzeuge ebenfalls weit über 600 und teilweise sogar 700 PS leisten. Nennen wir beispielsweise den Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der im Vorjahr bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb. Oder auch und ganz besonders dessen Landsmann Ronnie Bratschi, zweifacher Sieger des Internationalen FIA-Bergpokals 2015 und 2016, der im Laufe der vergangenen Monate einen komplett neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO mit spektakulärer Aerodynamik aufgebaut hat. Oder Thomas Kessler als dritten schnellen Eidgenossen im Bunde, der im Mitsubishi Lancer bei der verregneten 2015-Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens den ausgezeichneten 7. Gesamtrang belegt hatte. Aus Frankreich möchten der sechsfache Tourenwagen-Bergmeister 2010, 2012-2016 Nicolas Werver im wunderschönen, knallgelben Porsche 997 GT2, Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter-Frey im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor oder noch die aus den Vogesen anreisenden Gebrüder Yannick (zweifacher Vize-Bergmeister 2011 und 2012) und Christophe Poinsignon (BMW M3 E92 bzw. Simca CG Turbo) das Feld der „Autos mit Dach“ ordentlich aufmischen, genau wie der zweifache deutsche Bergmeister 2002 und 2010 Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) sowie der mehrfache KW Berg-Cup-Gesamtsieger Holger Hovemann im bulligen Opel Kadett C Coupé mit 5.7 Liter-V8-Motor. Aus eidgenössischer Sicht gilt es neben den bereits erwähnten Bratschi, Nüssli und Kessler natürlich auch den Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 Frédéric Neff im Porsche 997 GT-R, René Ruch, treuer Eschdorf-Gast im Ferrari F355 GT, den sehr schnellen Michel Zemp im Seat Leon TCR Mk3, sowie die beiden Mitsubishi Lancer von Arnaud Murcia und Cédric Milliquet zu beachten. Nicht zu vergessen der belgische Bergmeister 2017 Martin Bach, dessen knallgelber Mitsubishi als Ur-„Bergmonster“ diese Bezeichnung einst ins Leben rief. Oder noch die Luxemburger Mannschaft Schilling Performance mit dem Bergmeister 2015 Nico Schilling und Vize-Bergmeister 2016 und 2017 Charles Valentiny (beide Subaru Impreza WRX STi) sowie Cédric Schilling im neu aufgebauten Mitsubishi Lancer, der belgische Bergmeister 2014 und 2016 Stéphane Emond (BMW M3 3.2L) sowie der Lamera Cup mit Ford Focus RS-Motor des Luxemburgers Gilles Bruckner. Im Feld der insgesamt 6 Porsche sei auch noch der Cayman Cup […]

Topfeld zum Eschdorf-Jubiläum mit 190 Fahrzeugen am Start

24. April 2018

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20 BMW. Knapp 30 Jahre später organisiert die Union des Pilotes nun am Wochenende des 5./6. Mai zum 30. Mal ihr traditionelles «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und dem NSU-Bergpokal. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit zwei Jahren über neuen Belag verfügt. Nach sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 konnte sich Sébastien Petit im Vorjahr endlich den französischen Bergmeistertitel sichern. Die Saison 2018 begann er mit einem wahren Highlight, als er am Col St Pierre (F) zum Auftakt der Berg-EM seit langen Jahren der erste Fahrer war, der die Phalanx der italienischen Bergtenöre schlagen konnte. In Eschdorf nun möchte Petit im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 diesmal nach zwei Jahren Abwesenheit erstmals zum Sieg fahren. Der Eschdorf-Sieger 2013, vierfache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012 und 2017 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits konnte am österreichischen Rechberg beim zweiten EM-Lauf Platz 3 direkt vor Seb Petit belegen, sein LobArt-Mugen Honda scheint nun ausgereift, um ganz vorne mitzufahren. Ob wohl nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 vielleicht nun dieses Jahr auch für Marcel zum zweiten Mal in Eschdorf […]

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