Neuer Club wird Eichenbühler Bergrennen weiterführen

17. August 2016

Die Weichen für die mittel- und langfristige Zukunft des traditionsreichen Bergrennen Unterfranken sind gestellt. Seit eh und je wurde das Rennen vom GAMSC Würzburg ausgerichtet, aber das soll sich bald ändern. Nachdem der Initiatorclub des Bergklassikers von Eichenbühl, bereits im vergangenen Jahr nach außen signalisierte, nach der 50. Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2017 die Organisation nicht mehr weiterführen zu wollen, hat sich am 23. Juli diesen Jahres mit dem MSC Erftal ein neuer und lokaler Club gegründet, der das beliebte Bergrennen weiterführen möchte. Die verantwortlichen Mitglieder des German-American-Motorsport-Club Würzburg, um Peter Thumbeck, den derzeit Dienstältesten Rennleiter der Deutschen Bergmeisterschaft sind mittlerweile in die Jahre gekommen und möchten die Veranstaltung, die sie seit dem Jahr 1967 alljährlich am Umpfenbacher Berg veranstalten, in jüngere Hände legen. Und die junge Generation aus Eichenbühl und Umgebung ist dazu bereit – das ist das erfreuliche! Eine Gruppe aus zehn,  teilweise langjährigen Helfern des Bergrennens aus Eichenbühl und der Umgebung fand sich im Frühjahr diesen Jahres zu einer Interessengemeinschaft zusammen, um die Zukunft des Bergrennens in die Hand zu nehmen und führte im Mai eine erste Informationsveranstaltung zur Gründung des neuen Vereines durch. Die Gründungsversammlung des MSC Erftal im Juli stieß auf große Resonanz. Von den 75 anwesenden Personen schlossen sich gleich 68 als Gründungsmitglieder dem neuen Verein an. Jeweils einstimmig wurde der erste Vorstand gewählt: Präsident Steffen Hofer, Vizepräsident Meinrad Miltenberger, Schatzmeister Roland Dassing, Schriftführer Nadine Lutz und die Beisitzer Dieter Hofer, Nico Breunig, Arno Neuberger, Harald Scheurich und Dirk Wohlfeil. Als Kassenprüfer wurden Alexander Grein und Achim Steffan bestimmt. Charly Zeiss, Sprecher des GAMSC Würzburg und Urgestein des Eichenbühler Bergrennens, freute sich in seinem kurzen Grußwort auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten beiden Jahren. Er sicherte zu, auch nach dem 50. AvD-GAMSC Bergrennen ab 2018 mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Schließlich seien auch einige GAMSC-Mitglieder dem neuen Verein beigetreten.

Osnabrück: Grandiose Berg-Show

8. August 2016

Der Macher des Osnabrücker Bergrennens, Bernd Stegmann, versammelte erneut ein internationales Spitzenfeld an Renn- und Tourenwagen in der Borgloher Schweiz, und vermochte das schon exzellente Starterfeld des Vorjahres erneut zu toppen. An die Rekordbesucherzahlen aus dem Vorjahr kam der MSC Osnabrück zwar nicht ganz heran, aber der Zuschauerzuspruch aus dem gesamten norddeutschen Raum, dem Ruhrgebiet und aus den Niederlanden war großartig und sorgte für eine wundervolle Atmosphäre entlang der 2,03 km langen „Hügelstrecke“. Die glänzende Organisation und ein souveräner Rennleiter, der bekannte VLN und 24h-Pilot Michael Schrey, begeisterten gerade die ausländischen Gastfahrer, die sich dann auch bei der letzten Rückführung per „Abklatscher“ aus dem Rennkockpit heraus, bei den MSC-Organisatoren bedankten. Zum ersten Mal gelang es Stegmann und Co den aktuellen EM-Zweiten Christian Merli in den deutschen Norden zu holen. Mit seiner Teilnahme in Osnabrück und dem gleichzeitigen Verzicht auf des italienische Bergrennen Reventino, wo Erzrivale Simone Faggioli siegte, ist nun klar das sich der Südtiroler für den Rest der Saison auf die Berg-Europameisterschaft konzentriert und die heimische Meisterschaft wohl abgeschrieben hat. Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30 mit einem englischen PRE-Motor, der aus zwei Motorradmotoren zu einem V8-Triebwerk zusammengesetzt ist, wurde seiner Favoritenrolle gerecht, wenn auch auf den letzten Drücker – aber mit neuen Streckenrekord von 51,232 Sekunden. Der Schweizer Vorjahressieger Joel Volluz (Osella FA 30) bot dem Star aus Italien erstaunlich gut Paroli. Im zweiten Lauf war der junge Walliser sogar, mit der bis dahin zweitschnellsten je am Uphöfer Berg gefahren Zeit,  schneller als Merli. Der Start zum dritten und letzen Lauf verlief für Volluz nicht optimal und damit war der Käse in Sachen Gesamtsieg und Titelverteidigung endgültig gegessen. Einen herausragenden dritten Platz in der Tageswertung erkämpfte sich der Tscheche Vaclav Janik im Norma M20 FC V8, der den Schweizer Champion Eric Berguerand (Lola Cosworth) niederrang. Sich äußerst achtbar aus der Affäre zog sich auf Gesamtrang vier, als bester Deutscher und noch vor dem V8-Vertreter Patrik Zajelsnik (Norma Mugen), der Schweinfurter Uwe Lang im betagten Osella PA 20 S Evo mit dem 6-Zylinder BMW-Triebwerk. Immerhin Platz 7 stellte den Schweizer Routinier Marcel Steiner im neuen LobArt LA01 Mugen V8 nicht zufrieden. Seine Ansprüche liegen doch etwas höher in der Resultatsliste. Geduld und Spucke ist bei Steiner Motorsport weiterhin gefragt. Bemerkenswert ist auch das Comeback des Luxemburgers Guy Demuth mit seinem überarbeiteten G-Force Formula Nippon, den er zuletzt 2010 einsetzte. Den Osella FA 30 aus dem Rollinger-Team pilotierte er […]

Rekordverdächtig – 216 Fahrerinnen und Fahrer aus 16 Nationen kommen nach Osnabrück

4. August 2016

Was der 2, 030 km lange „Uphöfener Berg“ am 6./7. August anlässlich des 49. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens zu bieten hat, verdient uneingeschränkt das Prädikat „absolute Spitze“. Egal, in welchen Fahrzeuggruppen man sich die Starterlisten ansieht, überall präsentieren sich grandiose internationale und nationale PS-Boliden mit ihren Sportfahrern. So ist es wohl ein wenig ein Zufall, dass sich im Jahr 2016 insgesamt 216 Fahrerinnen und Fahrer aus 16 Nationen für den 6. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup 2016 und Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft 2016 eingeschrieben haben. Endlich kommt er auch nach Deutschland: So wird sich eine große Fanschaar auf den Weg machen, um das derzeit wohl in Europa mit am meisten bewunderte Fahrzeug am Berg erstmals in Deutschland zu erleben. Der Schweizer Automobilhändler Reto Meisel kommt mit dem phantastischen Mercedes Benz Carlsson SLK 340 Judd V 8 in das Osnabrücker Land und eins ist schon jetzt sicher: das Fahrzeug wird das gesamte Wochenende von den Fans und den Medienvertretern dicht umlagert sein. Mehr als zwei Jahre hat das Team Meisel an dem Aufbau gearbeitet und in diesem Jahr werden erstmals mehrere Einsätze, vorrangig in der Schweizer Meisterschaft gefahren und jetzt präsentiert der ehrgeizige Rennfahrer ein mit einem unglaublichen Sound ausgestattetes supermodernes Rennfahrzeug, das immer besser in Fahrt kommt. Bisher schien den absolut schnellsten europäischen Bergfahrern jenseits der Alpen der Weg zum nördlichsten Bergrennen zu weit zu sein, doch in diesem Jahr wird einer der besten Profis in der Europa-Bergmeisterschaft die Strecke am „Uphöfener Berg“ in Angriff nehmen und dabei sicher auch den im Jahre 2013 aufgestellten Streckenrekord von 51,434 sec. bei günstigen Bedingungen im Visier haben: Christian Merli, Werksfahrer bei Osella, startet auf seinem in dieser Saison äußerst erfolgreichen Osella FA 30, mit dem er bis heute bei 6 von 7 Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft 2016 in seiner Gruppe volle Punkte einfahren konnte und aktuell auf dem 2. Platz immer noch in Lauerstellung zum Titel steht. Sein großer Widersacher in Osnabrück dürfte der junge Schweizer Joel Volluz werden (ebenfalls Osella FA 30), der in 2015 einen glanzvollen Sieg in Osnabrück errang und dem die Strecke bestens vertraut ist. Und dann ist da noch sein Landsmann Eric Berguerand, Osnabrück-Gewinner 2014, der seinem nochmals optimierten Lola FA 99 Formel 3000 immer für eine Überraschung gut ist und somit mit zu den engsten Favoriten zählt. Weitere sechs Formel 3000-Piloten sorgen nicht nur für einen begeisternden Sound, sondern werden allesamt mit ihren rund 500 PS starken […]

Homburg: Die Untertreibung des David Hauser

18. Juli 2016

David Hauser, Simon Hugentobler und Uwe Lang: Das waren die Namen, die während des Trainings zum 43. Homburger Bergrennen von den Fahrern in gegenseitiger Anerkennung als Favoriten auf den Gesamtsieg genannt wurden. Am schnellsten war im Rennen wieder Hauser: Gleich dreimal unterbot der Luxemburger den alten Streckenrekord. Für das Homburger Bergrennen könnte die Ausgabe 2016 ein Durchbruch sein. Einige international startende Rennfahrer, die bisher noch nie den Weg zum Käshofer Berg gefunden hatten, waren von der Strecke angetan. Der Schweizer Simon Hugentobler kann sich vorstellen, 2017 wieder zurückzukommen: „Hier ist es relativ schwierig, wenn man das erste Mal fährt. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist schmal. Neben dem Asphalt kommen gleich die Straßengräben. Man braucht eine gewisse Zeit, um sich alles einzuprägen. Die Piloten sagen: Hier sind nur die schnell, die schon zwei- oder dreimal gefahren sind.“ Das gilt nicht für den Luxemburger David Hauser. Mit seinem feuerroten GP2-Dallara hatte er beim Homburger Debüt 2012 nicht nur den Gesamtsieg geholt. Er unterbot damals auch den zwölf Jahre alten Rekord seines Vaters Christian. Darüber aufgeklärt, war Hugentobler, der einen Formel 3000 Reynard 97D Mugen fährt, baff. David Hauser gab sich während des Trainings indes bescheiden. Seine Chancen schätzte er vorsichtig ein. „Ich habe schon noch ein Gefühl für die Rennstrecke. Ich muss aber sagen, es ist ein paar Jahre her. Das Problem ist, dass ich in der Zwischenzeit viele andere Rennen gefahren bin. Wenn man dann wieder nach Homburg zurückkommt, ist das ein bisschen wie ein Neuanfang.“ Langsam tastete sich Hauser im Training ans Limit der Strecke. Am Samstagabend lag Uwe Lang im Osella Sportwagen noch auf gleicher Höhe mit dem Favoriten. Bei 1:09 Minuten hatten sich beide eingependelt. Sollte sich etwa eine Siegchance für den Schweinfurter eröffnen? „Ich versuche zumindest, aufs Podium zu kommen. Die Chancen für David sind natürlich viel besser.“ Ein zusätzliches Spannungselement bot die teilweise neue Asphaltierung der Käshofer Straße. Rüdiger Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau ist Vater des Sportwagen-Weltmeisters Timo Bernhard. Er vertrat in Homburg seinen Sohn im Carrera Cup-Porsche. Papa Bernhard kennt die Strecke wie seine Westentasche. Für die neuen Bedingungen gab es Lob: „Der Belag ist gut und glatt. Am Brückchen sind ein paar Flicken drin. Aber das ist nicht zu ändern.“ Gerne hätte der veranstaltende Homburger Automobilclub (HAC) im vergangenen Winter erlebt, dass bei der Neuasphaltierung die komplette Rennstrecke erneuert worden wäre. Doch dazu sei wohl ein Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland notwendig, […]

Nach Scheier-Rücktritt – Eschdorfer Hillrace soll weiterleben

15. Juli 2016

Ja, Vereinspäsident Nico Scheier ist von seinem Amt zurückgetreten. Es ist richtig, dass Nico Scheier, Gründungsmitglied der Union des Pilotes im Jahre 1981 und seither eine der treibenden Kräfte des Vereins, aus in erster Linie persönlichen Gründen von seinem Posten als Präsident zurückgetreten ist, Funktion, zu der er seit 2013 zurückgekehrt war, nachdem er bereits während des ersten 2000er-Jahrzehnts kürzer getreten war, um dann im Jahr 2010 nach dem tragischen Unfalltod seines Sohnes David, der sich inzwischen als Orgaleiter um das Eschdorfer Bergrennen verdient gemacht hatte, wieder verstärkt in Szene zu treten. Der Vorstand der Union des Pilotes sowie die gesamten Mitglieder des Vereins bedanken sich hiermit wärmstens bei ihrem scheidenden Präsidenten für seinen vorbildhaften und unerschöpflichen Einsatz, sowohl im Dienste des Clubs, des Eschdorfer Bergrennens, als auch im Interesse des Luxemburger Automobilsports ganz allgemein. Dennoch unterstreicht die Union des Pilotes, dass selbst wenn im Vereinsleben und Bereich des Ehrenamts der Rückzug eines verdienstvollen Mitglieds stets ein harter Schlag ist und sein wird, solche Rücktritte zwangsläufig in allen erdenklichen Bereichen, sei es in Vereinen oder auf beruflicher Ebene, nie ausbleiben werden und es dann gilt, die Herausforderung anzunehmen, die Lücke zu schlieβen, Aufgaben neu zu verteilen und gegebenenfalls, im Rahmen der Möglichkeiten, neue Energien und Kräfte zu mobilisieren. Eine Herausforderung, die der Vereinsvorstand der Union des Pilotes, dessen Vize-Präsident Alain Pier bis zur nächsten jährlichen Vollversammlung den Interim-Vorsitz übernehmen wird, sowie die Clubmitglieder mehr denn je bereit und motiviert sind, im Interesse des Fortbestands des Eschdorfer Bergrennens und des Luxemburger Automobilsports anzunehmen. Organisationsarbeit des Eschdorfer Bergrennen war nie eine «One-ManShow». Obschon es stimmt, dass der scheidende Präsident durch sein Temperament und seinen Perfektionsdrang einen erheblichen Teil der Verantwortungen selbst schulterte, wäre die Organisation eines Groβereignisses eines solchen Ausmaβes niemals ohne den aufopferungsvollen Einsatz und Arbeitsaufwand einer groβen Vielzahl von im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten und Verfügbarkeit in den verschiedensten organisationellen Aufgabenbereichen beteiligten Personen denkbar, sei es auf rein sportlichem Plan in der Rennleitung, dem Sekretariat, im promotionellen Bereich, in punkto Kontakte und Kontaktpflege zu den internationalen Gastfahrern, der Vorbereitung des Veranstaltungsgeländes und der Strecke, inklusive des arbeitsintensiven Aufbaus der imposanten VIP-Struktur, im Logistikbereich oder noch dem Veranstaltungsablauf selbst. Insgesamt sind alljährlich rund fünfzig Mitglieder, zu denen sich unzählige freiwillige Helfer, befreundete sowie lokale Eschdorfer Vereine, deutsche und luxemburgische Streckenposten, Zeitnehmer, Techniker usw… gesellen, vor, während und nach der Veranstaltung am Werkeln, um das erfolgreiche Gelingen und den internationalen Ruf des […]

Ein amtierender Weltmeister kommt zum Glasbachrennen!

12. Juli 2016

Der enge Terminkalender von Porsche-Werkfahrer und Le Mans-Sieger Timo Bernhard machte in diesem Jahr die Teilnahme bei seinem Heimat-Bergrennen in Homburg zunichte. Der amtierende WEC-Weltmeister wird am kommenden Wochenende seinem Team 75 Motorsport, beim Lauf des Deutschen Porsche Carrera Cup im niederländischen Zandvoort, zur Verfügung stehen. Timos Vater Rüdiger, schon seit den 1970er Jahren im Bergrennsport aktiv, wird seinen Junior beim 43. Homburger ADAC Bergrennen mit dem für den Berg modifizierten Rallye-Porsche 911 GT3 vertreten. Den zurzeit Dienstältesten Porsche-Werksfahrer reizen neben nationalen Rallyes auch das ein oder andere Bergrennen, da der Saarpfälzer in diversen Berg-Fahrerlagern groß geworden ist. Da es in diesem Jahr zeitlich passt und er die 5,5 km lange Glasbachstrecken von seinen Starts bei der Wartburgrallye her kennt, wird Timo Bernhard am 30./31. Juli beim ADAC Glasbach-Rennen, neunter Lauf der Europa-Bergmeisterschaft 2016, an den Start gehen. Aus dem Fundus des Team 75 Motorsport wird er den aktuellen Cup Porsche vom Typ 991 GT3 entnehmen und sicherlich mindestens für eine Verbesserung des Tourenwagen-Streckenrekords gut sein.

Homburger Kultberg lockt die Fans

8. Juli 2016

Einmal im Jahr wird das westpfälzische Dörfchen Käshofen anders geweckt als sonst. Bereits morgens ab 8 Uhr dröhnen am 16. und 17. Juli die ersten Rennmotoren, wenn es zum 43. Mal heißt, das Homburger ADAC Bergrennen wird wieder ausgetragen. Was 1974 klein begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, mit nationaler und internationaler Beachtung gemausert. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der Automobilsport nicht nur Freunde hat. Dennoch scheute der Homburger Automobilclub den enormen Aufwand abermals nicht und wurde, wie in der Vergangenheit, dazu berufen Wertungsläufe zur Deutschen und Luxemburger Meisterschaft sowie zum KW Berg-Cup auszurichten. An der Käshofer Straße und bei Bergrennen im Allgemeinen, herrscht eine unglaubliche Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. Besucher dürfen im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus und im Vorstartbereich so nah an die Rennboliden, wie kaum wo anders. Und auch entlang der aufwendig abgesicherten Kultstrecke hinauf auf die Sickinger Höhe sind die Zuschauer mittendrin, statt nur dabei. 131 Fahrerinnen und Fahrer aus 6 Nationen stellen sich am dritten Juli-Wochenende dem Starter und den 14 Kurven – darunter mischen sich allein 13 Aktive aus den Reihen des Veranstalters Homburger Automobilclub. Die Piloten werden der Konkurrenz auch in diesem Jahr keine Hundertstelsekunde schenken und versuchen ihre persönliche Bestzeit oder gar den Streckenrekord zu unterbieten. Die kleine Formel 1 der Saarpfalz-Region Diesmal ist das Feld der PS-starken und pfeilschnellen Formel-Rennwagen so groß wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Monoposto im Outfit der Grand-Prix Wagen verströmen mit ihren V8-Triebwerken den Geruch und Sound der guten alten Formel 1. Diese Königsklasse der Berge wird auch auf der Käshofer Chaussee den Gesamtsieger unter sich ausmachen. Anwärter sind hier der junge Luxemburger David Hauser, im  620 PS starken Dallara GP2, der sich sicherlich auch den drei Jahre alten Streckenrekord (1:06, 914 min, Guy Demuth, Luxemburg) wieder zurückerobern möchte. Ebenfalls mit einem PS pro Kilogramm Fahrzeuggewicht kommen die drei 500 PS starken Formel 3000-Boliden daher. Zu den Top-Fahrern in der Schweizer Meisterschaft zählen Simon Hugentober (Reynard 97D Mugen) und Philippe Guélat (Lola T94/50 Cosworth) die erstmals in der Saarpfalz am Start sind sowie der Franzose Daniel Allais, der mit seinem bewährten Reynard 97D Judd bereits mehrfach auf dem Podium des Homburger Bergrennens stand. Über eine der besten Streckenkenntnisse und  längste Erfahrung auf der Käshofer Straße verfügt der vierfache Deutsche Meister und zweifache Gesamtsieger Uwe Lang in seinem Osella BMW-Sportwagen. Der Schweinfurter startet seit Mitte der 1980er Jahre regelmäßig in […]

Nennungsschluss in Homburg am 5. Juli – 24 Uhr

3. Juli 2016

Darauf haben viele Motorsport-Fans aus der Saar-Pfalz-Region und Interessierte aus ganz Deutschland und Luxemburg gewartet: Die Starterliste zum 43. Homburger ADAC Bergrennen am 16./17. Juli verspricht bereits vor dem offiziellen Nennungsschluss am Dienstag, den 5. Juli 2016 – 24 Uhr (Poststempel) einiges. Fünf Tage vor dem Anmeldschluss liegen dem Homburger Automobilclub bereits knapp unter 100 Nennungen vor. Der Veranstalter rechnet mit einem Teilnehmerfeld zwischen 140 und 150 Teilnehmern. Gerade bei den Formel-Fahrzeugen der Formel 3000, GP2 und Formel 3 bahnt sich ein hochklassiges Plateau an. Rennfahrzeuge von über 20 Marken und Teilnehmer aus 6 Nationen sind schon sicher. Ab Mitte der Kalenderwoche 27 wird dann die erste, noch vorläufige Starterliste auf der Webseite www.homburger-bergrennen.de erwartet.

Bergrennen in Deutschland 2016 – Ein Zwischenbericht

29. Juni 2016

Die Pflanze Bergrennsport gedeiht nach wie vor üppig. Zuwendung und Pflege von Seiten der Veranstaltervereine, Medien, Aktiven und nicht zuletzt des DMSB Fachausschuss Bergrennen tragen Früchte. Die Gattung Tourenwagen blüht in allen Farben und Formen vor allem in den sechs Hubraumklassen der Gruppe E1 und der Gruppe A/F, hier besonders in der 2-Liter-Klasse. Bei den Rennsportfahrzeugen, mit ihren Formelrennwagen und Sportprototypen  ist der „grüne Daumen“ seit Jahren nicht so ausgeprägt. Gerade im internationalen Vergleich sind die Top-Fahrer und Fahrzeuge dieser Spezies hierzulande dünn gesät. Im Hinblick auf das zweite FiA Hillclimb Masters am 8./9. Oktober 2016 im tschechischen Sternberk Ecce-Homo fallen die Medaillenchancen somit äußerst gering aus. Als zusätzlichen Dünger wurde zur Saison 2016 von Seiten des Fachausschuss Berg der neue DMSB Berg-Cup untergemischt. Erstmals werden in dieser Meisterschaft Titelträger in den Gattungen Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge separat gesucht. Die Punktezuteilung erfolgt, wie einst in der Berg-Meisterschaft nach dem Veranstaltungs-Gesamtergebnis der beiden Divisionen. Dafür wurde die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft etwas zurück geschnitten. Ab sofort wird es nach den zehn Veranstaltungswochenende nur noch einen nationalen Meister des Bergrennsports geben. Wertvolle Zähler werden hierzu in den jeweiligen Hubraumklassen zugeteilt. Die neu gestaltete Meisterschaft ist somit ein „Chancengeber“ für alle die, die in ihrer Klasse regelmäßig um den Sieg mitfahren, ganz egal ob in der Gruppe N, A, E1 oder in den E2-Rennwagen-Kategorien. Spannung und Action steigen und der Titelkampf wird somit auf wesentlich mehr Schultern verteilt, als in der Vergangenheit. Das zarte Pflänzchen DMSB Berg-Team-Cup ist nach einigen Anfangsschwierigkeiten mittlerweile zu einem bunten Strauß herangewachsen. Im dritten Jahr seiner Durchführung kann mit acht Teams und 32 Fahrerinnen und Fahrern ein Rekord-Einschreibeergebnis vermeldet werden. Beispielhaft voran ging hier der MSC Osnabrück, der als Veranstalter des Osnabrücker ADAC Bergrennens am ersten August-Wochenende, die Initiative ergriff und gleich zwei Mannschaften, sortiert nach Sportwagen und Tourenwagen, zusammenstellte und ins Rennen schickt. Hier sind die Möglichkeiten der Teambildung für die Zukunft mannigfaltig und lässt noch einiges erwarten. Dass es in Deutschland interessante und sichere Bergrennstrecken gibt und viele Veranstalter von Läufen der Deutschen Berg-Meisterschaft für eine tolle Atmosphäre und das gewisse Flair bei ihrem Event sorgen, dass gestemmt ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften, hat sich mittlerweile bis auf die britischen Inseln herum gesprochen. Immer wieder kommen einige Bergspezialiten, wie zum Beispiel Keith Edwards mit seinem spektakulären Audi Sport Quattro S1 in Pikes Peak-Ausführung (Foto mitte),  über den Ärmelkanal und bereichern hierzulande die Teilnehmerfelder. In der laufenden Bergsaison stehen zehn Meisterschaftsläufe […]

Iberg: Gewichtiger Gesamtsieg für Uwe Lang

27. Juni 2016

Das letzte Juni-Wochenende bot den am Bergrennsport Interessierten eine Fülle von hochkarätigen Veranstaltungen, quasi über den Globus verteilt. In den USA siegte beispielsweise Porsche Werksfahrer Romain Dumas im Norma-Sportwagen am weltbekannten Pikes Peak. In der Schweizer gewann Eric Berguerand den zweiten SM-Lauf von Reitnau. Dazu wurde in La Broque im Elsass um Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft gefahren und der Österreichische Bergrallye-Cup machte Station in Naas bei Weiz. Ebenfalls zur Spezies der Bergrennen kann man das einzigartige Festival of Speed im englischen Goodwood bezeichnen, das ebenfalls traditionell am vergangenen Wochenende stattfand. Last but not least versammelte sich am Iberg in Thüringen die Deutsche Bergelite und stellte sich am Ortsausgang von Heilbad Heiligenstadt dem Starter. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren war der Ablauf des Rennens auf dem Holzweg beispielgebend für die Deutsche Bergmeisterschaft. Vier Läufe reibungslos durchzubringen und dann noch bereits um kurz nach 17 Uhr alle Pferde in den Stall getrieben zu haben, sprich das Rennen abzuschließen, kann als Idealzustand bezeichnet werden. Hier war klar die Handschrift von Kevin Ferner zu lesen, der jedoch als Vize-Rennleiter die Rennleiterpremiere von René Trautvetter von der RSG Altensteiner-Oberland aus dem Hintergrund begleitete. Dass es an beiden Tagen keine nennenswerten Ausritte ins üppige Grün gab, spielte der Rennleitung zusätzlich in die Karten und zwei unwetterartige Gewitterschauer trafen das Renngelände zu günstigen Zeitpunkten, wenn man das so sagen kann. Trotz Windböen und Sturzbächen im Fahrerlager blieben die Schäden gering. Wie so oft in den vergangenen Jahren nutzten die DMSB Kommissare die idealen Örtlichkeiten des Bauhofs direkt an der Startgerade um die entsprechenden Fahrzeuggewichte zu kontrollieren. Am Samstag stand die Waage den Teilnehmern zu freiwilligen Wiegung zur Verfügung. Am Sonntag baten die Offiziellen dann stichprobenartig zur Kontrolle. Dabei wurden drei Fahrzeuge mit, teilweise erheblichem Untergewicht festgestellt, die von der Werterung ausgeschlossen wurden. Hier werden wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit Sportstrafen die Folge sein. Uwe Lang ist weiter der schnellste Bergrennfahrer Deutschlands. Der Schweinfurter im Osella PA 20  BMW 3.0 gewann den 4. Berg DM Lauf. Ohne ausländische Konkurrenz dominierte Lang in allen vier Auffahrten das 118 Fahrer starkem Feld nach Belieben, orientierte sich aber am Streckenrekord von Patrik Zajelsnik (Norma Mugen V8) aus dem Jahr 2014, den er mehrfach knapp verfehlte. Peter Behnke, der die zweitschnellste Zeit des Trainings fuhr, kreiselte im Tatuus Master Honda gleich in der ersten Auffahrt von der Strecke und war aus dem Rennen. So übernahm F3-Mann Frank Debruyne kampflos Rang […]

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