Auch kein 47. Homburger Bergrennen in diesem Juli – Hoffnungen ruhen auf 2022

5. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie findet die ursprünglich im Jahr 2020 abgesagte und für den 10./11. Juli 2021 neu angesetzte 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in diesem Jahr erneut nicht statt. Der Homburger Automobilclub sieht sich außer Stande die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung unter den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen und setzt all seine Hoffnungen auf einen neuen Termin im Juli 2022. Gut drei Monate vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf der Käshofer Straße, ziehen die Verantwortlichen im Organisationskomitee des saarpfälzischen Rennsportklassikers die Reißleine. Unter den Veranstaltervereinen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cups, geht man aktuell mit den „Leidensgenossen“ des MSC Rund um Schotten und der Union des Pilotes Luxemburg konform, die ihre Bergrennen ebenfalls für das laufende Jahr schon gestrichen haben. Es ist stark damit zu rechnen, dass in Kürze weite Veranstalter, gerade aus den Monaten Mai bis August, das Handtuch werfen. Mehrere Veranstalter auf Herbstterminen haben noch etwas mehr Zeit zur Entscheidungsfindung als die Homburger und die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. „Eine solche Großveranstaltung mit vielen tausend Menschen ist in der aktuellen Lage nicht zu verantworten“, betont der 1. Vorsitzende des Homburger ADAC Ortsclubs Andreas Herl. „Die Entscheidung zur Absage wurde in der Vorstandschaft einvernehmlich getroffen. Zählt man eins und eins zusammen, macht es keinen Sinn an der Veranstaltung für dieses Jahr festzuhalten, zumal der Status des Rennens international ist“, so der Pirmasenser Unternehmer weiter. Eine Verlegung in den Herbst kommt für die HAC ´ler nicht in Frage. Eigentlich wären in diesen Frühlingstagen die Vorbereitungen im stillen Kämmerlein der Hauptverantwortlichen bereits angelaufen, die wichtigsten Sponsorenverträge unter Dach und Fach oder das Werbematerial kurz vor der Fertigstellung. „Das alles haben wir aus der vorherrschenden, großen Unsicherheit heraus sein lassen und kein Geld investiert, das nachher verloren ist“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Und da sind wir schon beim wesentlichsten Punkt, der Finanzierung. Ohne zahlenden Zuschauer läuft am Käshofer Berg nichts, außerdem macht es allen Beteiligten keinen Spaß vor leeren Hängen zu agieren. Selbst mit einem Zuschauerkontingent von 1000 Personen kommen wir nicht über die Runden“. Auf ausländische Teilnehmer gerade aus dem grenznahen Frankreich und Luxemburg, die das Salz in der Suppe bilden, müsste man wohl ebenfalls verzichten. Dazu kommen umfangreiche zusätzliche Aufgaben im Rahmen eines Hygienekonzepts. „Viele von uns engagieren sich alljährlich an der Grenze des ehrenamtlich leistbaren“, sagt Rennleiter Jürgen Guckert. „Da unser Helferstamm begrenzt ist, wären weitere zusätzliche Aufgaben im Rahmen von Covid-19 Schutzmaßnahmen, […]

Bergpreis Schottenring erneut abgesagt – Keine Verschiebung ins Spätjahr

16. März 2021

In seiner letzten virtuellen Vorstandssitzung haben sich die Dame und Herren Vorstandsmitglieder des MSC Rund um Schotten mit der Durchführung des 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring befasst. Es wurde hier schnell klar, auch aufgrund der Rückmeldungen seitens der Behörden und der aktuell geltenden Schutzverordnungen, dass eine Veranstaltung im Zeitraum vom 23.-25. April 2021 nicht durchführbar sein wird. Damit fällt der Auftakt zur Bergrenn-Saison in Deutschland ein zweites Mal in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer. „Wir haben seitens des Vereins in den vergangenen Monaten viel dafür getan, um den Bergpreis irgendwie möglich zu machen, so sicher als möglich und trotzdem zugänglich für Fans“, kommentiert MSC-Vorstandsmitglied Timo Neumann den Beschluss seines Clubs. „Dazu haben wir ein umfassendes Hygienekonzept erstellt, dass von Anfang an genau auf diese Punkte abgezielt haben, aber auch flexibel in der Gestaltung waren, um umgehend auf neue Punkte zu reagieren. Jedoch haben wir uns, auch in den stattgefundenen virtuellen Veranstaltertagungen klar positioniert, dass wir unter keinen Umständen eine Veranstaltung ohne Zuschauer machen werden, da dies finanziell für unseren Verein nicht tragbar wäre“. Diese Haltung haben die Schottener nach außen transparent, nicht zuletzt auch sehr ausführlich in einem Video dokumentiert und „ja, wir hatten auch durchaus eine sicher nicht ganz unberechtigte Hoffnung, bis vor kurzem“. „Uns tut die erneute Absage in der Seele weh, gerade weil wir wirklich voller Hoffnung waren und endlich wieder loslegen wollten“, so Neumann weiter. „Für uns alle im Sport bleibt nun zu hoffen, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten die Lage bessert. Bezüglich der bei uns „geparkten“ Nenngelder aus 2020 und der weiteren Vorgehensweise werden wir uns Anfang April 2021 per Mail an die betreffenden Teilnehmer-/innen wenden. Da mit Sicherheit die Frage nach einer Durchführung des Bergpreises später im Jahr kommt, diese können wir heute beantworten, dass dies nicht passieren wird. Wir setzen den Fokus von vorne herein auf 2022, da vermutlich im 2. Halbjahr dann auch wieder Bergrennen stattfinden werden, dadurch auch die Einstellfahrten eher nicht gebraucht werden und sich das Ganze dann kaum für uns rechnen würde“. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring wurde von den Verantwortlichen bereits auf den 22.-24. April 2022 terminiert.

Ohne Zuschauer kein Homburger Bergrennen finanzierbar

27. Februar 2021

Nachdem das traditionelle Homburger Bergrennen 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, bangt man beim veranstaltenden Homburger Automobilclub auch um die dies­jährige Auflage. Wie bei so vielen anderen Sportvereinen der Saar-Pfalz-Region, ruht dort derzeit das Vereinsleben, wie der Verein mitteilt. Clubabende und Vorstandssitzungen fänden auf Grund der Corona-Pandemie nicht statt. Die letzte Zusammenkunft der HAC-Mitglieder, die sich in erster Linie aus dem Saarpfalz-Kreis und der Westpfalz rekrutieren, datiere vom 11. Ju­li 2020, dem Tag, an dem das 47. Hom­bur­ger ADAC-Bergrennen hätte stattfinden sollte. Ob die 47. Auflage seit 1974 in diesem Sommer ausgerichtet werden kann, stehe in den Sternen. Alljährlich, in der Woche nach Fasching, träfen sich die Mitglieder des Homburger ADAC-Ortsclubs zur Mitgliederversammlung, samt Neuwahlen einiger Vorstandspositionen. Im vergangen Jahr hatte man Glück noch vor dem Ausbruch von Covid-19 den Vereinsstatuten zu genügen. Aktuell habe diese auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Der Vorstand berate via Whats­App und in Online-Meetings. Thema Nummer eins sei dabei stets das Bergrennen. Rückblick: Eigentlich hätten am zweiten Juli-Wochenende 2020 auf der Käshofer Straße die Rennmotoren erklingen sollen. Doch anstelle Tausenden Besuchern und Teilnehmern aus dem In- und Ausland, die dem Nervenkitzel PS-starker Rennwagen frönen, herrschte Ruhe. Das Bergrennen des Homburger Automobilclubs fiel, wie alle anderen Bergrennen in Deutschland, Corona zum Opfer. Für 2021 spielt man im Organisationsteam des HAC auf Zeit. Der Deutsche Meisterschaftslauf ist für den 10. und 11. Juli beim nationalen Motorsportverband DMSB angemeldet. Die Prognosen sehen derweil wohl kaum vor, dass für Veranstaltungen dieser Größe und Tragweite im Juli alle Auflagen hinfällig sind. „Und ohne Zu­schauer ist unsere Veranstaltung nicht finanzierbar“, sagt HAC-Pressesprecher Thomas Bubel. „Dies ist auch die einhellige Meinung aller bundesweiten Veranstaltervereine aus der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft.“ Unter diesen Vorzeichen ist der erste Lauf zur nationalen deutschen Meisterschaft Anfang Mai im luxemburgischen Eschdorf bereits gecancelt worden und auch in der Berg-Europameisterschaft wurden die geplanten Auftaktveranstaltungen im südfranzösischen Saint Jean du Gard und am Rechberg in Österreich auf unbestimmte Zeit verschoben oder gleich ganz abgesagt. Weitere Rennabsagen sind wahrscheinlich. Als sehr unsicher sehen die HAC’ler die momentane Lage an. „Selbst mit Besuchereinschränkungen und der damit einhergehenden Überwachungsproblematik können wir nicht leben“, erläutert Rennleiter Jürgen Guckert aus Kirkel. „Eine Einzäunung des kompletten Veranstaltungsgeländes, vom Fahrerlager am Stumpfen Gipfel bis vor die Tore von Käshofens ist schlicht unmöglich.“ Inzwischen halte der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB) für seine Veranstalter ein Online-Registrierungsystem für Fahrer, Helfer, Organisatoren und Zuschauer samt Nutzungsgebühr bereit, das bei voller Zuschauerkapazität zum […]

Ausgabe 2021 des Eschdorfer European Hill Race findet nicht statt

8. Februar 2021

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung treffen musste, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 30. April bis 2. Mai 2021 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise auch dieses Jahr nicht auszutragen. Können wir sicher sein, dass die Entwicklung der sanitären Lage es Anfang Mai erlauben würde, das Rennen überhaupt stattfinden zu lassen? Wäre es wirklich denkbar, unter bestmöglichen gesundheitlichen Sicherheitsbedingungen ein internationales Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu mehr als 4.000 Zuschauern zu empfangen, davon rund die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, England oder der Schweiz anreisend? Wäre es auch nur irgendwie vorstellbar, bei einer solchen Veranstaltung im Freien gegebenenfalls den Zutritt für Zuschauer zu begrenzen oder gar ganz zu verbieten, umso mehr die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern in normalen Jahren etwa die Hälfte der Veranstaltungskosten decken? Ist es unseren treuen, von der Pandemie ohnehin wirtschaftlich gebeutelten Sponsoren zumutbar, finanziell und/oder logistisch in eine Veranstaltung zu investieren, deren Durchführbarkeit derzeit niemand garantieren könnte und auch nicht, welchen Werbefallout sie sich je nach Anfang Mai eventuell geltenden Beschränkungen erwarten könnten? Eine Vielzahl an Fragen, welche die Verantwortlichen der Union de Pilotes rund um ihren Präsidenten Alain Pier bereits seit Wochen beschäftigten, Fragen, die es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist zu beantworten, auf die es aber auch in einem, in zwei Monaten wohl keine definitiven Antworten geben wird. Doch um eine Veranstaltung solchen Ausmaßes auf die Beine zu stellen ist eine gewisse Planungssicherheit nötig, um den Arbeits- und Zeitaufwand eines eher kleinen Kreises von Ehrenamtlichen sowie die finanziellen Einsätze zu rechtfertigen, wobei derzeit die Durchführbarkeit ohnehin eher einer Lotterie mit höchst unwahrscheinlichem Treffer gleicht. Zumal die örtlichen Begebenheiten mit einem Teil des Fahrerlagers inmitten des Dorfes in direkter Nähe zu den Anrainern beim derzeitigen Stand der Pandemie eine zusätzliche Schwierigkeit darstellen. Genau wie im Vorjahr sieht sich die Union des Pilotes somit gezwungen, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen bevor sie blindlings die ersten Veranstaltungskosten eingeht: „Unsere finanziellen Reserven erlauben uns nicht, das Risiko einer Ausgabe unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar einer kurzfristigen Absage eingehen zu können. Zudem stehen verschiedene unserer ohnehin raren freiwilligen Helfer uns aufgrund der sanitären Lage derzeit weniger zur Verfügung, was die Organisationsarbeit nicht vereinfachen würde. So haben wir nun also schweren Herzens innerhalb des Veranstalterstabs die einstimmige Entscheidung treffen müssen, die für das erste Mai-Wochenende geplante 2021er Ausgabe […]

Schottener Wolfgang Wagner-Sachs neuer DMSB-Präsident

31. Januar 2021

Wolfgang Wagner-Sachs ist neuer Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB). Seine Wahl erfolgte durch die Mitgliederversammlung des Dachverbandes der deutschen Motorsportler im Rahmen einer Online-Sitzung am 30. Januar. Neben seinem Amt als neuer DMSB-Präsident ist der Vollblut-Motorsportler auch 1. Vorsitzender des ADAC Ortsclubs MSC Rund um Schotten e. V., Sportleiter des ADAC Hessen-Thüringen und Präsident des Hessischen Fachverbandes für Motorsport e. V. Mit seinem Heimatverein MSC Rund um Schotten und mit dem dortigen Bergpreis, ist Wolfgang Wagner-Sachs auch Teil der Berg-Community. „Ich freue mich über das Vertrauen der Delegierten und darauf, meine Arbeit im Präsidium nun in neuer Funktion fortsetzen zu können”, so der 59-Jährige, der zuvor bereits vier Jahre lang im DMSB-Präsidium für den Motorradsport zuständig war. „Der Zweiradsport wird natürlich auch als Präsident meine Leidenschaft bleiben, aber als ehemaliger Rallye-Beifahrer und durch meine Tätigkeit auf unterschiedlichen Ebenen des Motorsports habe ich selbstverständlich auch den Automobilbereich intensiv kennen gelernt.” Quelle: DMSB

Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft am Glasbach

17. Januar 2021

Noch in den letzten Zügen das alten Jahres hat in Österreich die nationale Sportbehörde AMF mit der Planung für die Saison 2021 begonnen. Zwar kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie diese schlussendlich aussehen wird. Trotzdem möchte man damit die Fahrer und Teams informieren. Die Berg-ÖM 2021 sollte nach einem Jahr Pause wieder in der Steiermark mit dem Klassiker am Rechberg beginnen. Dieser Event zählt bekanntlich auch wieder zur Berg Europameisterschaft. Nach Kärnten mit dem Rennen in St. Urban steht 2021 auch wieder das Bergrennen St. Anton/J. in Niederösterreich auf dem Programm. Weiter geht es mit Lauf 4 in Tschechien, wo es den Klassiker in Sternberk zu bewältigen gilt. Die 1. Saisonhälfte beschließt das Europameisterschaftsrennen am deutschen Glasbach, wo erstmals die Berg-ÖM zu Gast sein wird und womit nach einigen Jahren Pause wieder ein Rennen in Deutschland zur nationalen österreichischen Meisterschaft zählt. In Thüringen treffen sich zudem die Deutsche und Luxemburger Bergelite. Die „2. Saisonhälfte“ startet in Gasen in der Steiermark, wo zum zweiten Mal ein ÖM-Lauf auf das Straßegg ausgetragen wird. Danach geht es nach Italien zum Rennen Alpe del Nevegal in Belluno, welches nach ein paar Jahren Pause wieder zur Berg-ÖM zählen wird. Als nächstes steht in Slowenien der Klassiker in Ilirska Bistrica auf dem Programm, ehe man nach Oberösterreich zum Highspeedevent in St. Agatha reisen wird. Zum Abschluss geht es nochmals nach Italien zum Rennen in Cividale in den Friaul. von Hillclimbfans.com

Ticketsystem und Kontaktnachverfolgung für den Berg in der Pipeline

2. Januar 2021

Wie der vorläufige Terminkalender der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2021 in die Tat umgesetzt werden kann, steht nach dem Jahreswechsel weiterhin in den Sternen. Viele Veranstalter können sich aktuell beim besten Willen nicht vorstellen, dass speziell in der ersten Jahreshälfte 2021 alle angemeldeten Bergrennen durchführbar sein werden. Viele Unwägbarkeiten und Herausforderungen kommen auf die jeweiligen Organisationsteams schon jetzt zu. In einem Punkt gibt es einen positiven Fortschritt zu vermelden. Aktuell entwickelt die Fa. TW Sportsoft in Zusammenarbeit mit dem DMSB ein Ticketsystem worüber u.a. eine lückenlose Kontaktnachverfolgung von allen bei einem Bergrennen anwesenden Personen möglich ist. Wenige Tage vor Weihnachten schalteten sich Kevin Ferner (MC Heilbad Heiligenstadt) und Michael Lippke (MSC Osnabrück) zu einem Webmeeting mit dem DMSB und Timo Weigert (TW Sportsoft) zusammen. Ziel dieses Onlinemeetings war es, den von der Veranstaltergemeinschaft bestimmten Verstretern das Konzept kurz vorzustellen und die Anforderungen der Bergrenn-Veranstalter an solch einem System aufzunehmen. Dieses vom DMSB unterstütze System wird keine Vorgabe des Verbandes werden. Das heißt, jeder Veranstalter kann auch sein eigenes System, oder beispielsweise die Onlineplattform Ticketpay.de benutzen. Bei einer Bergrennveranstaltung gibt es zahlreiche Personengruppen, wie Fahrer, Helfer und Mechaniker, Organisatoren, Funktionspersonal, Zuschauer oder Medienvertreter. Um ein Event coronakonform durchzuführen ist eine Ticket- und Nachverfolgungssystem wesentlicher Bestandteil des Hygienekonzepts. Hier einige Details zur Entwicklung von TW Sportsoft, das bereits in der vergangenen Saison im Kartsport zum Einsatz kam und derzeit für den Berg angepasst wird. Unterteilt in Gruppen erfolgt die Anmeldung über das Nennportal oder auch über die jeweilige Webseite der Veranstaltung. Eine Verbindung der Fahrerhelfer-Daten mit den Fahrern ist ebenfalls möglich. Via QR Code müssen sich registrierte Personen beim Betreten und Verlassen des Geländes an bzw. abmelden. Zuschauer können sich vorab ihr Ticket online sichern, optional sind hier Zusatzartikel wie Programmheft und Merchandising. Bezahlt wird per E-Payment – also ausschließlich online z.B. via PayPal. Der Zuschauer bekommt sein personalisiertes Ticket per Mail zugesandt. Darauf ist der QR Code, den er beim Betreten der Veranstaltung scannen muss um die Zugangskontrollen zu passieren. In ähnlicher Form erfolgt das Besuchermanagement bereits seit Jahren in anderen Sportarten und Konzerten. Gedruckte Eintrittskarten gibt es vielerorts schon lange nicht mehr. So könnte die Corona-Krise für den Bergrennsport auch zu einer Chance werden. „Mich hat das Konzept überzeugt“ sagt Kevin Ferner. „Aus meiner Sicht wurde alles berücksichtigt, was auf Grund der Corona Bestimmungen notwendig ist und was die Veranstalter benötigen. Das System wird aller Vorrausicht nach Ende Januar fertig sein. […]

DBM-Veranstalter tagten erneut online – Ohne Zuschauer geht nichts

16. Dezember 2020

Aus den vor Corona sicheren Wohnzimmern und heimischen Büros schalteten sich am Abend des 9. Dezembers zehn Veranstalter der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft via DMSB-Campus Plattform zusammen. Zur üblichen Runde gesellte sich diesmal Wolfgang Wagner-Sachs als DMSB-Präsidiumsmittglied, dessen Heimatclub MSC Rund um Schotten ja in der Bergszene involviert ist. Geleitet wurde die Sitzung erneut von DMSB-Mitarbeiter Alexander Geier. Angesichts der aktuellen wieder stark ansteigenden Infektionszahlen war die Stimmung unter den zugeschalteten Vereinsvertretern eher gedämpft optimistisch. Man berichtete reihum über den jeweils aktuellen Stand der zuletzt abgesprochenen Maßnahmen und auch neue Ideen kamen zur Sprache. Die vereinbarten Kontaktversuche zu den jeweils örtlichen Genehmigungsbehörden, gestalteten sich in der momentanen Situation grundsätzlich schwierig. Es wurden für den Moment relativ ungenaue Aussagen getroffen, sofern überhaupt ein Kontakt zustande kam. Weiter hatten viele Organisatoren versucht Zuschüsse bei den Sportabteilungen von ADAC und AvD zu bekommen. Dabei stellte man fest, dass die jeweils zuständigen Sportabteilungen der DMSB-Trägerverbände Zuschüsse für die Durchführung einer Berg-Veranstaltung bewilligen, diese jedoch eher in einem zu geringen Rahmen ausfallen. Wolfgang Wagner-Sachs wird sich mit seinen Sportleiter-Kollegen abstimmen und sich dafür einsetzen, dass die Zuschüsse während der Covid-19 Krise gegebenenfalls angehoben werden können. Alexander Geier und Wolfgang Wagner-Sachs berichteten, dass es von Seiten des DMSB-Präsidiums angedacht ist, die Genehmigungsgebühren für alle DMSB genehmigten Veranstaltungen im Jahr 2021 zu reduzieren. Weitere Infos hierzu folgen in Kürze nach dem nächsten Meeting des DMSB-Präsidiums. Christoph Schackmann wird, als Mitglied des DMSB Fachausschuss Berg, im Namen aller DM-Veranstalter auf den KW Berg-Cup zugehen und versuchen die Konditionen bzw. finanziellen Rahmenbedingungen, zumindest während der Covid-19-Krise, für die Veranstalter zu verbessern. Wo wir beim wichtigsten Thema, der Budgetplanung der Berg-Veranstalter angekommen sind. Alle Berg-Veranstalter haben in den letzten Wochen eine vorläufige Budgetplanung (ohne Zuschauer/mit Hygienekonzept) erstellt. Dabei wurde deutlich, dass die allermeisten Bergrenn-Veranstaltungen ohne Zuschauer keines Falls finanzierbar sind. Bei einer Spanne der Gesamtkosten von 70 bis über 120.000€, je nach Veranstaltung,  ist das finanzielle Risiko für die Vereine untragbar. Erhebliche Unterdeckungen wurden von den jeweiligen Schatzmeistern prognostiziert, die die Clubs in große finanzielle Nöte bringen würden. Eine neue Idee wurde ebenfalls erörtert. Einige Berg-Veranstalter denken über eine alternative auf Rennstrecken oder Flugplätzen nach, so dass eine DBM-Saison unter Covid-19 gesichert und aufgefüllt werden könnte. Ein erstes Konzept beschreibt quasi ein „Bergrennen auf der Ebene“. Der Ablauf der Veranstaltung wäre analog zur einem Berg-Zeitplan. Das Bergrennen Wolsfeld könnte z. B. auf den Flugplatz Bitburg und das Bergrennen Homburg auf den […]

Unsichere Zeiten für Berg-DM Veranstalter – Konzepte auf dem Weg

24. Oktober 2020

Das aktuelle Ziel aller Rennveranstalter aus der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ist es, selbstbestimmt und handlungsfähig zu sein um im kommenden Jahr wieder Bergrennen zu organisieren. Dies wird in der jetzigen Zeit auf eine harte Probe gestellt. Die Dynamik um Covid 19 der letzten Wochen, hat einen enormen Einfluss auf deren Planungen. Was vor wenigen Wochen noch als tragfähige und schlüssige Idee daherkam, ist nun schon wieder hinfällig. Noch ist es bis zu einem möglichen Saisonstart 2021 über ein halbes Jahr hin, aber schon jetzt  müssen sich die Veranstaltervereine ihre Gedanken machen, ob sie das zweifellos herrschende Risiko, verbunden mit immer wieder neuen Herausforderungen eingehen können. Unlängst, beim Online-Meeting der Vertreter aller Veranstalterclubs, diskutierte man über die Durchführbarkeit von Veranstaltungen in Zusammenhang mit Hygieneauflagen rund um das Covid-19 Virus. Für den Moment können die Veranstalter noch nicht garantieren, dass ihre Veranstaltungen mit oder ohne Zuschauer und mit hohem Kontroll- und Prüfaufwand unter der Einhaltung sicherlich zwingender Hygienemaßnahmen (z. B. Kontaktnachverfolgung / Absperrung) überhaupt möglich sind. Wie man aus der Runde hört, halten sich die Gesundheitsbehörden vor Ort sehr bedeckt, wenn es um eine entsprechende Veranstaltung im kommenden Jahr geht, zu der Teilnehmer und Zuschauer aus ganz Deutschland und teilweise darüber hinaus anreisen. Der Kreis der Veranstalter rechnet für mögliche Rennen im kommenden Jahr mit Mehrkosten um die 30%. Die Veranstalter wurden daher vom Fachausschuss gebeten schon jetzt die Finanzierung und ein Budget hochzurechnen. Man rechnet derzeit erst einmal ohne Zuschauereinnahmen und den Kosten der rein sportlichen Aufwendungen, also den Grundkosten. Die Ergebnisse der Sondierungen stehen beim nächsten Online-Meeting im Dezember erneut auf der Tagesordnung. Dass jedoch für mögliche Rennveranstaltungen in 2021 die Ausgabenseite spürbar entlastet werden müsse, darüber waren sich alle Vertreter einig, da die Existenz vieler Vereine sonst auf dem Spiel stehen würde. Die Veranstalter verständigten sich grundsätzlich auf eine Reihe von Rahmenbedingungen für die kommende Saison. Man wolle dem Beispiel aus dem Kartsport folgen und eine Sicherheits- und Hygieneabgabe für alle Fahrer, Teammitglieder und Begleitpersonen erheben. Bei Kartrennen betrug diese in diesem Jahr 19€ pro Person. Weiter wird man um eine Nenngelderhöhung nicht herumkommen. Preisgelder für Klassen-, Gruppen- oder Tagessiege sollen ebenfalls gestrichen werden. Zudem wird man mit Serienbetreibern, wie dem KW Berg-Cup, über Poolbeiträge und Multimediagebühren reden. Der Berg-Fachausschuss Vorsitzende Marcus Malsch brachte es abschließend auf den Punkt. Wenn im kommenden Jahr Bergrennen in Deutschland stattfinden sollen, müssen Aufwand und Kosten auf ein Minimum zurückgefahren werden. Dazu gilt […]

Bergrennen Mickhausen zukünftig im Sommer? – ASC Bobingen stellt erste Weichen

20. Oktober 2020

Nach der Corona-bedingten Absage der diesjährigen Veranstaltung und einem beträchtlichen finanziellen Defizit des Rennens im vergangenen Jahr 2019 stand die Zukunft des ADAC-Bergrennens Mickhausen bei der Mitgliederversammlung des Automobil Sport Clubs (ASC) Bobingen erwartungsgemäß im Mittelpunkt. Nahezu einstimmig (bei lediglich zwei Enthaltungen) sprachen sich die Mitglieder in einer Grundsatzabstimmung dafür aus, Organisationsleiter Hinrich Groeneveld bis zur nächsten Versammlung im Frühjahr mit der Ausarbeitung eines tragfähigen Konzeptes zu beauftragen. Es soll vor allem eine klare finanzielle Absicherung und alle großen organisatorischen Kernpunkte abdecken. Zudem sollen alle kostspieligen Ausgaben auf den Prüfstand. Auf der Basis dieses Konzeptes wird die Mitgliederversammlung im März dann final entscheiden, ob der ASC Bobingen das Bergrennen 2021 wieder als Veranstalter schultert. Um keine Meldefristen zu versäumen, soll die Traditionsveranstaltung am Mickhauser Berg aber schon jetzt im Rennkalender 2021 verankert werden. Der wiedergewählte Vorsitzende Michael Kanth hatte vor der Diskussion vor einem gewagten finanziellen Abenteuer für den traditionsreichen Motorsportclub mit seiner fast 70-jährigen Geschichte gewarnt. Ein weiteres Defizit könne der Verein nicht verkraften, ohne an den Rand einer Insolvenz zu schlittern. Zudem sei es künftig nicht mehr vertretbar, vor einem Rennen ohne eine entsprechende vertragliche Absicherung für enorme Kostenpakete in Vorleistung zu gehen. Das Minus in der Kasse nach dem Bergrennen 2019 lag im unteren fünfstelligen Bereich. Neben einem verregneten Trainingstag am Samstag, der viele Zuschauer von einem Besuch der Rennstrecke von Münster hinauf nach Birkach abgehalten hatte, trug auch das erstmals in Eigenregie des Vereins betriebene Gastronomiezelt im Fahrerlager zum Defizit bei. Michael Kanth: „Ein enormer Kostenfaktor, den wir leider unterschätzt haben. Aufgrund des schlechten Wetters kamen einfach zu wenig zahlende Zuschauer – insgesamt lediglich nur rund 4800 an beiden Tagen.“ Die Akzeptanz der Motorsportveranstaltung in den Staudenorten Mickhausen, Münster und Birkach sei nach wie vor ungebrochen, berichtete Wolfgang Glas (Foto Mitte). Neben seiner Mitarbeit im Orgateam nimmt der schnelle Malermeister aus Scherstetten das Kurvenlabyrinth alljährlich als aktiver Rennfahrer selber unter die Räder. Sprichwörtlich in Fahrerkreisen sei nach wie vor die Gastfreundschaft der Menschen in Münster, die ihren ganzen Ort am Rennwochenende in ein einziges großes Fahrerlager verwandelten und dafür ihre Garagen, Höfe und Scheunen größtenteils unentgeltlich dem „Rennzirkus“ zur Verfügung stellten. Auch Mirko Kujath, der neugewählte Bürgermeister von Mickhausen, habe bereits mit dem ASC Bobingen Kontakt aufgenommen und seine uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. Sei das Bergrennen Mickhausen doch seit seinem Beginn in den 1960er Jahren ein Aushängeschild der Staudengemeinde, das an einem schönen Rennwochenende bis zu 20.000 […]

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