2. Vorschau Homburg: Der Top-Favorit kommt aus dem Schwarzwald

9. Juli 2019

Rein sportlich gesehen erwarten die Insider eine spannende Sekundenhatz um den Gesamtsieg. Alexander Hin reist indes mit stolz geschwellter Brust zum Homburger Bergrennen an. Der Tagessieg des letzten DM-Laufs in Heilbad Heiligenstadt, inklusive neuem Streckenrekord stempeln den Breisgauer zum Favoriten auf den Gesamtsieg. Der Unternehmer aus Elzach kommt in der Saarpfalz zu seinem erst zweiten Renneinsatz in seiner neuen „Italo-Granate“ Osella PA 30, mit einem weit über 500 PS leistenden Zytek V8-Triebwerk. Bei Idealen Wetterbedingungen ist so der Streckenrekord (1.05,404 min, David Hauser (L), Dallara GP2, aus 2016) in Gefahr. Hin das Wasser reichen möchte Anthony Loeuilleux- mit seinem Tatuus Formula Master ist der Franzose Titelverteidiger am Karlsberg. Zum engeren Favoritenkreis zählen weiter Christian Triebstein (Habichtswald-Dörnberg), als Deutscher Berg-Cup Vize-Meister 2018, in einem Dallara Opel Formel 3, sowie die weiteren Formel 3-Vertreter Georg Lang (MSW HS-001) aus Schweinfurt und aus Frankreich Daniel Allais, der den früheren Rennwagen (Foto oben) des heutigen Formel 1-Piloten Valtteri Bottas besitzt. Nicht zu vergessen aus dem Sportwagen-Lager der Schwabe Thomas Conrad im CRS-Renault. Die Masse der Teilnehmer kommt traditionell aus dem Tourenwagen und Silhouetten-Bereich. Die Riege der großvolumigen „Berg-Monster“ führt Holger Hovemann (Buchen) im Opel Kadett GT/R mit V8-Chevrolet-Motor an. Dazu gesellen sich der Schweizer René Ruch im knallroten Ferrari 355 GT, in dessen Heck ein Zytek-V8 aus einem Formel 3000-Rennwagen für den entsprechenden Vortrieb sorgt sowie einige Porsche 911 und das Luxemburger Schilling Team. Zahlreiche Renntourenwagen der Marken VW, Opel, BMW oder Audi aus dem KW Berg-Cup runden das imposante Feld ab. HAC stellt Rekordmannschaft Der Homburger AC ist unter den 10 Veranstaltern aus der Deutschen Bergrennszene, der Verein mit den meisten aktiven Fahren. Rekordverdächtige 18 Aktive aus den Reihen der Grün-Weißen haben sich in die Starterliste eingeschrieben. Dies sind im Einzelnen: Boris Schmidt (Fockenberg-Limbach) Citroen AX GTi, Christian Bächle (Homburg) Peugeot 206 RC, Heinz-Peter Boch (Eberbach) Peugeot 206 Rallye, Volker Stoll (Gehrweiler) Peugeot 206 RC, Ulrich Zeitz (Kelkheim) Citroen C2 GT, Gino Kruhs (Quierschied) Citroen DS3 R3T, Fredi Marquitz (St. Ingbert) BMW 318 is, Martin Kraus (Blieskastel) VW Polo G60, Jonas Steinbrenner (Mandelbachtal) BMW 323i, Daniel Thum (Bexbach) BMW 318i, Rüdiger Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) Porsche 911 GT3, Jochen Stoll (Gundersweiler) Porsche 911 GT3 und Christoph Schwarz (Otterberg) NSU TT. Hervorzuheben ist der Homburger Kai Neu, der mit seinem Ford Fokus ST in der laufenden Saison schon mehrfach den Klassensieg davontrug und aktuell auf Rang 6 in der Tabelle der Deutschen Bergmeisterschaft rangiert. Hinzu kommen […]

1.Vorschau Homburg: Im Rennwagen mit 200 km/h hinauf nach Käshofen

7. Juli 2019

Die Saison der Bergrennen in Deutschland ist mit dem 46. Homburger ADAC Bergrennen vom 12.-14. Juli 2019 praktisch auf dem Höhepunkt angelangt. Nach den Läufen am hessischen Vogelsberg bei Schotten, dem Auslandsstart im luxemburgischen Eschdorf im Mai, dem Eifel-Klassiker von Wolsfeld an Pfingsten, dem auch zur Europameisterschaft zählenden Glasbachrennen in Thüringen und dem Ibergrennen vom letzten Juni-Wochenende im Eichsfeld, zieht es nun den Tross der PS-starken Bergsteiger samt „Schraubern“ und Familien, weiter in die Saarpfalz zur Traditionsveranstaltung auf der Käshofer Straße, zwischen der saarländischen Kreisstadt Homburg und dem westpfälzischen Dorf Käshofen, die Sickinger Höhe hinauf. Dazugesellen werden sich die Fahrerinnen und Fahrer aus der Luxemburger Bergmeisterschaft sowie Gaststarter aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz, sodass das 150 Rennwagen zählende Feld international aufgewertet wird. Wie bei Bergrennen üblich, geht so ziemlich alles an den Start was vier Räder hat, außer Go-Karts, Renntrucks und der Formel 1. Die Vielfalt ist groß. Von 75 bis 750 PS  reicht die Leistungsspanne. Am Ablauf zum Einzelzeitfahren stehen Tourenwagen verschiedener Verbesserungsgrade, Rennsportwagen à la Le Mans und Monoposto-Rennwagen bis Formel 3 und 2. Auch die Old- und Youngtimer-Liebhaber kommen bei der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) auf ihre Kosten. Straffer Zeitplan mit Rahmenprogramm Schon ab dem kommenden Mittwoch werden die ersten Rennteams im Fahrerlager an der L 120 zwischen dem Homburger Schießhaus und dem Stumpfen Gipfel erwartet, um ihre Zelte und Renntransporter in Stellung zu bringen. Ab Freitag (12. Juli – 15 Uhr) ist die Käshofer Straße bis Sonntag 21 Uhr, für den Straßenverkehr voll gesperrt. Um diese Zeit beginnt auf der Fahrerlagerwiese bereits die Technische Abnahme der Rennfahrzeuge, bei freiem Eintritt für interessierte „Technikfreaks“. Jeweils drei komplette Durchgänge an beiden Tagen, werden die Zuschauer zu Gesicht bekommen. Am Samstag stehen von 8 Uhr 30 bis 18 Uhr die Trainings- und Qualifikationsläufe auf dem Programm. Für die Rennläufe um Siege in den Klassen und Gruppen und natürlich in der Gesamtwertung schaltet am Sonntag, ebenfalls bereits um 8 Uhr 30, beginnend mit den leistungsschwächeren Klassen, die Startampel auf Grün. Gegen 19 Uhr ist dann die Siegerehrung im Fahrerlagerfestzelt anberaumt, wo drei Tage lang auch für das leibliche Wohl gesorgt wird. Das Rahmenprogramm besteht aus der Band „Hot Docs“ die am Samstagabend ab 17 Uhr im Festzelt aufspielen wird. Zwischen den Trainings- und Rennläufen geht der 12-jährige Max Reis aus Ramstein, aktuell jüngstes HAC-Mitglied, auf die Strecke. Der Deutsche Meister im Kart-Sport und WM-Teilnehmer präsentiert zwischendurch seinen Rennkart auch am […]

Hin überzeugt am Iberg in seiner neuen Italo-Granate

1. Juli 2019

Das 24. Ibergrennen von Heilbad Heiligenstadt war für Alexander Hin ein Quantensprung. Erstmals saß der Schwarzwälder „Häuslebauer“ unter Wettbewerbsbedingungen im idealen Osella PA 30 Zytek V8 und dominierte gleich den fünften Lauf der diesjährigen Deutschen Bergmeisterschaft in Thüringen. Bereits im zweiten Probelauf unterbot der zuletzt noch glücklose Routinier den Streckenrekord (53, 124 sek.) von Patrick Zajelsnik aus dem Jahr 2014. Mit 53,079 Sekunden ging die Trainingsbestzeit aller 120 gestarteten Fahrer (plus 17 GLP-Teilnehmer) klar an Hin. Zur Erinnerung, Zajelsnik war ein Jahr später zwar noch schneller auf dem Holzweg unterwegs, wurde aber damals von den Sportkommissaren nach einer Spritprobe aus der Wertung genommen. Zu den Rennläufen am Sonntag prognostizierte der Wetterdienst bis zu 39 Grad. Die Rennleitung , die am Samstag den Teilnehmern noch vier Durchgänge auf der 2,050 km langen Strecke ermöglichte, ließ es mit drei Rennläufen gut sein, um alle Beteiligten nicht länger als nötig der großen Hitze auszusetzen. Kurz nach 16 Uhr war dann bereits Schluss mit der „Hitzeschlacht“ am Iberg – das war auch gut so! Doch zuvor ließ es Alexander Hin noch einmal krachen und nutze die etwas kühleren Grade am Morgen zur seiner neuen Rekordfahrt in 52,080 Sekunden. Danach waren seine Zeiten nur etwas langsamer und der erste Gesamtsieg der Saison nur noch Formsache. Am Ende fast 10 Sekunden dahinter langen Peter Behnke (Tatuus Master) und Georg Lang (MSW-HS F3) im Klinsch. Wobei Lang Junior um gut eine Sekunde schneller fuhr als im Vorjahr,  zwar Behnke im letzten Lauf einen Schnitzer hatte, aber dennoch auf Rang zwei landete. Christian Triebstein (Dallara F3) auf Rang vier, war nach den Erfolgen der letzten Rennen, nicht ganz glücklich. Er konnte seine Zeiten aus dem Vorjahr, im Gegensatz zu Georg Lang, kaum steigern und hatte das Nachsehen (4.). Dahinter fand sich Thomas Conrad (CRS Renault), als Klassensieger der 2-Liter Sportwagen wieder. „Berg-Neuling“ Patrick Rahn konnte mit seinem ex-Waldy-Dallara Formel 3 als Sechster, erneut erstaunlich gut mithalten. Vernünftig und gefasst präsentierte sich Bernd Simon bei seinem Comeback  nach elf Jahren im potenten, an die 500 PS starken Reynard 97D Judd Formel 3000. Der Dillenburger, der in den 2000er Jahren im Osella PA 20 BMW CN zum Inventar der Berg DM zählte, zeigte sich mit seinen Zeiten deutlich unter der Minutengrenze zufrieden, reklamierte für sich aber eine weitere „Einarbeitungszeit“ ein. In einer anderen Art auf einem guten Stand, befindet sich aktuell Holger Hovemann mit seinem „Berg-Monster“ á la Opel Kadett […]

Wetterkapriolen forderten Patrick Rahn und sein Team beim Glasbachrennen

24. Juni 2019

Für Berg-Neueinsteiger Patrick Rahn stand am mittleren Juni-Wochenenden der erst zweite Einsatz mit dem neu erworbenen Dallara F306 Formel 3 auf dem Plan. Der Mann aus der Region Lippe hatte beim 24. Internationalen ADAC Glasbachrennen genannt, dem einzigen Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschem Boden. Zugleich wurde das Rennen am Rennsteig in Thüringen zur Deutschen Bergmeisterschaft gewertet. Die 5,5 km lange Bergpiste bei Bad Liebenstein, ist sehr anspruchsvoll und auf Grund der Länge und des Höhenunterschieds eine Herausforderung für jeden Rennfahrer, besonders aber für Neulinge an diesem „längsten Berg“ Deutschlands. In den drei Trainingsläufen am Samstag und dem Warm-Up am Sonntag in der Früh, herrschten sommerliche und trockene Bedingungen. Patrick schaffte es sich von Lauf zu Lauf im Kurvenlabyrinth der Glasbachstraße, die sich die ersten zwei Kilometer oberhalb des Örtchens Steinbach entlang schlängelt, besser und besser zu Recht zu finden. Doch pünktlich zu den beiden entscheidenden Rennläufen zur sonntäglichen Mittagszeit, drehte das Wetter und kurze Schauer überquerten mehrfach das Renngelände. So wurde die Reifenwahl zum Lotteriespiel, da zwischendurch der Asphalt immer wieder am Abtrocknen war. Im Gegensatz zur einigen Tourenwagenklassen hatten die Starter in den Klassen und Gruppen der Rennsportfahrzeuge zwei Mal das Los „feuchte Strecke“ gezogen, was es für unseren Formel 3-Newcomer besonders schwer machte. Die im Training gesammelten Eindrücke waren somit dahin und die Fahrzeiten purzelten nicht mehr, sondern wuchsen an. Zudem summieren sich die Abstände auf einer so langen Strecke deutlich heraus. Die Chancen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung „schwammen“ für Patrick Rahn mit dem Regenwasser förmlich davon. Am Ende stand ein 52. Platz in der Gesamtwertung von knapp 140 Teilnehmern zu Buche. In der Klasse E2-SS bis 2000 ccm der Formel-Rennwagen belegte er Platz vier, hinter seinen Konkurrenten, die die Strecke und ihre Tücken bereits aus den Vorjahren kannten. Am letzten Wochenende in Juni folgt für das Team von und mit Patrick Rahn das nächste Neuland, mit dem ADAC Ibergrennen in Heiligenstadt, dann auf dem nur rund zwei Kilometer kurzen, sogenannten Holzweg. Zuvor wird das Team ihr „Schmuckstück“ auf einer lokalen Ausstellung zeigen den zahlreichen Besuchern und im Lokalradio dabei Rede und Antwort stehen. Da Patrick und seine Frau bald Nachwuchs erwarten, ist für den Hochsommer eine „Babypause“ ohne Renneinsätze eine Selbstverständlichkeit für den werdenden Vater. Frühestens Anfang August zur seinem Heimspiel beim Osnabrücker Bergrennen möchte sich Patrick wieder hinter das Lenkrad seines weiß-grünen Renners klemmen.

Glasbacher Gruppen und Klassen-Highlights

20. Juni 2019

Bei wechselndem Wetter zeigten die internationalen Rennfahrer des 24. Internationalen Glasbachrennens am Wochenende ihr Können. 139 Fahrer starteten am Samstag zum 24. Internationalen Glasbachrennen 2019 bei sonnigem Wetter in die Trainingsfahrten. Bereits in diesen Läufen schien es spannend zu werden, hatten doch Jörg Weidinger im Tribute-Plasa BMW E36 Judd V8 und Porsche-Profi Timo Bernhard im Porsche GT3-R den Streckenrekord für Tourenwagen inoffiziell gebrochen. Wieder einmal konnte die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. ihre organisatorische Leistungsfähigkeit für diesen internationalen Lauf unter Beweis stellen. Viel Lob gab es von den Fahrern, Zuschauern und auch den FIA-Kommissionsmitgliedern für eine rundum gelungene Veranstaltung. Beginnen wir mit einem Blick in die Gruppe N/CTC bis 1400 ccm. Hier verzeichnete der Klassensieger von Wolsfeld Boris Schmidt bereits im Training einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung seines Citroen AX GTi, der vor Ort nicht in den Griff zu bekommen war. Markenkollege Rüdiger Zahn, vergriff sich wohl bei er Reifenwahl, siegte jedoch dennoch vor seinem Neffen Daniel Zahn und Publikumsliebling Holger Stracke im Wartburg 312/1. Die Gruppe F bot zwei gut gefüllte Klassen, die bis 1600 ccm und natürlich die bis zwei Liter. In ersterer machte Markus Fink im Citroen C2 VTS das Rennen vor seinem fränkischen Fahrerkollege Florian Hildner im ex-DTC Procar Ford Fiesta. Eine Etage höher bremsten die wechselhaften Bedingungen den Homburger Kai Neu ein, der Ford Focus-Pilot gewann dennoch, aber nur um 1/10 Sekunde vor Kevin Veit im Wiebe-Megane Leihwagen und 3/10 Sekunden vor Markus Goldbach in einem weiteren Wiebe-Megane. Die schnellste Dame am Berg kam mit Sophia Faulhaber im Honda Civic Type R, ebenfalls aus dieser Klasse. Der Gruppensieg ging an Lars Bröker im Mitsubishi Lancer. Kommen wir in den Bereich des KW Berg-Cup. Die NSU-Meute führte am Ende Jörg Davidovic an, vor Uwe Schindler und Thomas Krystofiak. Mit 16V-Schneider-Power hatte Dominik Schlott im VW  Polo (Foto oben) diesmal leichtes Spiel gegen die 8V´ler Jürgen Hessberger und Tobias Stegmann in der E1-1150 ccm. Eine Stufe höher gibt weiter Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco den Ton an. Der aktuell auf Rang zwei der Deutschen Bergmeisterschaft rangierende Allgäuer, dominierte über Franz Weissdorn im VW Polo und dem 8V-Besten Nils Abb. Bis 1600 ccm war der Klassensieg diesmal Nebensache für Stefan Faulhaber im Opel Kadett C 16V. Der Badener hatte doppeltes Wetterglück und landete mit Fortüne sogar auf dem dritten Platz der Gesamtwertung. Ohne Wenn und Aber gelang Thomas Strasser in der E1-Klasse bis 2000 ccm der Sieg, vor […]

Bratschi räumt auf der geilen Meile von Wolsfeld ab

11. Juni 2019

Das Wetter hat diesmal gehalten, nicht wie schon so manches Mal beim Wolsfelder ADAC Bergrennen, als Petrus die Sieger in der Regenlotterie auswürfelte. Knapp war´s aber dennoch, denn pünktlich zum Ende der Gesamtsiegerehrung im Startbereich, fing es zu regnen an. Doch dies konnte auf eine makellose Rennveranstaltung, organisiert vom Eifel-Motor-Sport-Club Bitburg, keinen Schatten werfen. Ein Rekordstarterfeld wirbelte durch den slalomähnlichen Parcours hinauf auf den Wolsfelderberg und zeigte einmal mehr, das Alleinstellungsmerkmal dieser Bergrennpiste auf, wo weniger am Ende oft mehr ist. Gemeint sind weniger PS und Verbissenheit dafür aber mehr Drehmoment und Bodenfreiheit. Es musste also an vielen Rädchen gedreht werden um sich selbst und sein Rennfahrzeug optimal auf die besonderen Belastungen diese „Achterbahn“ einzustellen. Dies bewerkstelligte am langen Pfingstwochenende am besten der Schweizer Gaststarter Ronnie Bratschi (Foto oben) mit seinem schon extremen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO. Bereits in den Trainingsläufen drehte der Urner an der PS-Schraube, aber nicht hoch sondern runter. Mit „nur“ 600 PS konnte sich der zweifache FiA Hillclimb Cup-Gewinner gut einschießen, um am Renntag noch ein paar Schippen drauf zu legen. Doch das Höchstmaß von rund 750 PS ließ er unangetastet, dafür nutzte Bratschi mehr das Drehmoment des EGMO-Triebwerks (ehemals Eggenberger). Somit war er nicht zu schlagen – als Tagessieger wohlgemerkt, vor sämtlichen Sport- und Rennwagen. Für ihn der erste Gesamtsieg unter regulären Bedingungen, nachdem er 2016 in Verzegnis (I) als Führender der Tourenwagenwertung vom Abbruch infolge eines Unwetters profitiert hatte. „Die Strecke in Wolsfeld ist ähnlich wie jene bei uns in Massongex, also sehr wellig und schmal“, sagte Bratschi. „Als ich nach dem ersten Rennlauf nur knapp vorne lag, habe ich die vier Rennen alten Reifen gegen neue ausgetauscht. So klappte es dann auch mit einem neuen Tourenwagenrekord in 1.01,550 Minuten“. Somit bleibt der Rekord in Schweizer Hand, den Bruno Ianniello im Jahr 2011 aufstellte und jetzt um rund 1/10 Sekunde gedrückt wurde. „Raketen Bruno“, der hier mit seinem Lancia Delta S4 in seinen besten Jahren ebenfalls schon den Tagessieg errungen hatte, kam mit 16,7 Sekunden Rückstand zu Gesamtrang 17. In der Addition der drei Zeiten (3’06,058) auf der nur 1,64 Kilometer kurzen Strecke verwies der Schweizer den schnellsten Deutschen Christian Triebstein in einem Dallara F302 Opel F3 (Foto Mitte) um 2,7 und den Franzosen Anthony Loeuilleux in einem Tatuus-Honda FM um 4,1 Sekunden auf die verbleibenden Podiumsränge. Triebstein gewann somit auch die heißumkämpfte Rennwagenklasse bis 2 Liter und widmete seinen Erfolg seiner Großmutter, […]

Rekord-Starterfeld zum Pfingstklassiker in Wolsfeld

6. Juni 2019

Traditionell steht das Wolsfelder ADAC Bergrennen am Pfingstsonntag (Training) und –Montag (Rennen) in der Südeifel bei Bitburg auf dem Programm, wo der EMSC Bitburg zum Bergfestival einlädt. Dabei darf man sich einen äußerst spannenden Kampf um den Gesamtsieg erwarten, wobei auf der 1,6km kurzen Bergstrecke das Rekord-Feld der 206 Formel- und Tourenwagen wieder sehr eng zusammen liegen wird. Bei den offenen Boliden wird wohl der Franzose Anthony Loeuilleux (2018 Gesamtsieger in Homburg) mit seinem Tatuus Formel Master S2000 einer der großen Favoriten in Wolsfeld sein. Mit dem spektakulären Boliden ist ihm auf der recht schmalen Strecke, auf der er erstmals antritt,  sicherlich einiges zum zuzutrauen. Dabei wird es ihm aber die Konkurrenz keines Falls leicht machen, allen voran der Deutsche Georg Lang, der mit seinem spektakulären MSW-VW/Audi HS001 sicherlich nicht unterschätzt werden sollte. Mit diesem Boliden wird er im Kampf um den Gesamtsieg durchaus ein kräftiges Wort mitreden. Aber auch der Nordhesse Christian Triebstein ist hier mit seinem Dallara F302 keines Falls außer Acht zulassen. Auch er sollte im Kampf um den Gesamtsieg durchaus ein entscheidende Rolle tragen. Gespannt darf man auch auf den ersten Deutschland Auftritt von Alexander Hin im PRC FPR 12 Honda sein, der mit diesem Boliden ebenfalls erstmalig in Wolfsfeld mit von der Partie sein wird. Mit seiner bekannt spektakulären Fahrweise dürfte er durchaus im Kampf um den Gesamtsieg ein kräftiges Wort mitreden. In dieser Klasse bekommt er es mit starker Konkurrenz in Form von Thomas Conrad zutun, der mit seinem CRS MTK S5/7 ebenfalls nicht außer Acht zulassen sein dürfte und der in Wolsfeld schon große Erfolge feiern konnte. Aus der Tourenwagenabteilung dürfte wohl die Schweizer Berglegende Bruno Ianniello  wohl wieder eine kräftige Rolle einnehmen. Mit dem spektakulären Lancia Delta S4 konnte er schon des öfteren „in seinem Wohnzimmer“ die Gesamtwertung für sich entscheiden, womit ihm auch 2019 durchaus einiges zugetraut werden darf. Jedoch bekommt er diesmal äußerst starke Konkurrenz aus der eigenen Nation. Ronnie Bratschi wird mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) wieder einmal in Wolfsfeld an den Start gehen und mit dem spektakulären Boliden sicherlich für ein Highlight sorgen. Man darf gespannt sein wie er auf der 1,6km kurzen Strecke von Wolsfeld mit seinem „Bergmonster“ zu Recht kommen wird. Aber auch der Belgier Martin Bach ist bei den Tourenwagen mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 6 keines Falls zu unterschätzen. Auch ihm ist als amtierender belgischer Bergmeister jederzeit ein voller Erfolg […]

Never-Forget-Tribute-To-Georg-Plasa-KW-Team startet beim Glasbachrennen

3. Juni 2019

Nach dem spektakulären Auftritt beim Goodwood Festival of Speed 2018 in Großbritannien (Link zum “Tribute-to-Georg-Plasa YouTube-Video The Way to Goodwood”: https://youtu.be/YSKCm3jD_TU ) und einem Gaststart beim FIA Hillclimb Masters im Oktober 2018, nimmt das „Never-Forget-Tribute-To-Georg-Plasa-KW-Team“ beim 24. Glasbachrennen in Thüringen teil. Das von dem oberbayerischen Rennfahrer Georg Plasa entwickelte und aufgebaute BMW 320 (E36) Coupé mit seinem über 550 PS starken JUDD KV675 V8 Triebwerk wird dabei erneut von Georg Plasas Weggefährten und Freund Jörg Weidinger pilotiert. Der Rennwagen fährt auf Deutschlands längster Bergrennstrecke keine Demo-Läufe, sondern startet vom 14. bis 16. Juni 2019 im Wettbewerb gemäß Reglement im FIA E1-EG-Meisterschaftslauf. Am Freitag, 14. Juni 2019 um 17:00 Uhr stellen das „Never-Forget-To-Georg-Plasa-KW-Team“ und Fahrer Jörg Weidinger auf einer Pressekonferenz des Veranstalters den legendären BMW 320 Judd von Georg Plasa vor. Das Glasbachrennen in Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach zählt mit seinen Läufen zur Europabergmeisterschaft (EBM), Deutschen Berg-Meisterschaft, KW Berg Cup Gruppe H und vielen weiteren Meisterschaftsrennen zu den spannendsten Motorsportterminen in Deutschland. Nirgendwo sonst können Rennsportfans so viele unverwechselbare Rennwagen und prominente Fahrer der Bergszene hautnah erleben. 2019 wird auch einer der Ikonen der europäischen „Bergrennsport-Community“ nach über einer Dekade wieder bei einem Rennen in Deutschland starten: Das „Never-Forget-Tribute-To-Georg-Plasa-KW-Team“ stellt sich vom 14. bis 16. Juni 2019 der Herausforderung, auf Deutschlands längster Bergrennstrecke mit dem legendären BMW 320 Judd V8 des leider 2011 tödlich verunglückten Bergrennfahrers Georg Plasa an den Start zu gehen. „Nach Jörg Weidingers Husarenritt beim Goodwood Festival of Speed im Sommer 2018, erhielten wir zahllose Anfragen von deutschen Veranstaltern, um mit Georgs BMW vor heimischem Publikum zu starten“, erklärt Teameigner und KW automotive Geschäftsführer Klaus Wohlfarth. „Ganz im Sinne unseres Freundes Georg Plasa werden wir uns dem harten Wettbewerb stellen.“ Intern stimmten sich die Verantwortlichen des Teams ab, dass sie nicht mit dem BMW E36 Judd V8 an Rennen oder auf Strecken fahren werden, an denen damals Georg Plasa mit seinem BMW fuhr. „Wir möchten einfach verhindern, dass irgendwelche Vergleiche zwischen Georgs damaligen Zeiten und mit den Zeiten von Jörg gezogen werden können. Der Start in Thüringen ist eine sportliche Hommage für die Fans von Georg.“ Auch Jahre nach dem tödlichen Unfall von Georg Plasa ist sein Sportsgeist in der europäischen Bergrennsportszene präsent. Der Oberbayer vom „MSC Tegernsee“ lebte für den Bergrennsport und war jemand, der nie nur an sein Team oder an sich als Fahrer dachte. Viel mehr setzte sich Georg Plasa für die Belange und Nöte […]

Mickhausen kehrt mit Neuerungen in die Bergszene zurück

25. Mai 2019

Nach dem Ausfall 2018 wird es in diesem Jahr wieder ein Bergrennen in Mickhausen im Landkreis Augsburg  geben. Der Termin verbleibt auf dem traditionellen Datum Anfang Oktober. Erstmals werden die Motoren bei dem Großereignis in den Stauden nicht nur dröhnen, sondern auch surren. Denn zum ersten Mal wird es eine Klasse mit Elektroautos geben. Der Aufschrei bei vielen Fans und den aktiven Fahrern aus ganz Deutschland und dem Ausland war damals groß, als der ASC Bobingen ankündigte, dass es 2018 und vielleicht auch darüber hinaus aus organisatorischen Gründen kein Mickhausener Bergrennen geben werde. Entscheidend dafür war, dass sich unter anderem wegen Arbeitsüberlastung der langgediente Organisationsleiter Günter Hetzer zurückzog und es technische Probleme gab, die auf die Schnelle nicht gelöst werden konnten. Zwischenzeitlich  hat sich einiges verändert und aufgeklärt. Es hat sich eine neue Organisationsspitze gebildet, bestehend aus dem Trio Michael Kanth (Vereinsvorsitzender), Hinrich Groeneveld und Wolfgang Glas. Zum Rennwochenende  stößt noch Jürgen Guckert vom Homburger Automobilclub hinzu, der erstmals auf der rund zwei Kilometer langen Strecke hinauf Richtung Brikach als Rennleiter fungiert.  Sie haben nun ein schlagkräftiges Team um sich geschart, das gewillt ist, den Arbeitsaufwand für das Bergrennen zu stemmen. Die Genehmigungen für die Veranstaltung vom 4.-6. Oktober samt dem Drumherum sind bereits eingeholt, die bis zu 500 Hilfskräfte stehen Gewehr bei Fuß, und die wichtigen Finanzen sind geklärt. „Die Vorfreude auf das Großereignis, zu dem wieder bis zu 20.000 Besucher erwartet werden, bei allen Beteiligten, auch im Dorf, ist jetzt schon riesig“, sagt Kanth. Das alles konnte nur erreicht werden, weil der ASC Bobingen das Rennen etwas umstrukturiert hat. Ein entscheidender Schritt dabei ist, dass bei den Verbrennungsmotoren kein Rennen mehr nach den Regeln des internationalen Automobilsportverbandes FIA ausgetragen wird. Also, das Prädikat FiA International Hill Climb Cup nicht angestrebt wurde. „Die Auflagen dafür waren riesig, die Kosten hoch, der Arbeitsaufwand gigantisch und der Ertrag nicht so wie erwartet“, erklärt Kanth. Wie sich das auf die Internationalität des Starterfeldes auswirkt, wird sich zeigen. Ein neuer Pluspunkt  ist hierbei sicherlich die Wertung zur Luxemburger Bergmeisterschaft, die auch potente Rennfahrzeuge und einige namhafte Piloten mitsichbringt. Ansonsten wird nichts weggelassen, im Gegenteil, es kommen neue Dinge dazu: „Wir bauen neben dem VIP-Zelt ein weiteres Zelt für bis zu 350 Personen auf. Darin soll es am Freitagabend einen Unterhaltungsabend mit Musik, Essen und Trinken nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Öffentlichkeit geben“, betont Glas. Und auch am Samstagabend gibt es […]

Grundsolider Berg-DM Einstand von Patrick Rahn

13. Mai 2019

Beim Bergrennen „European Hill Race“ im luxemburgischen Ardennen-Dorf Eschdorf (04./05. Mai 2019) wurde Neueinsteiger Patrick Rahn, im wahrsten Sinne des Wortes, gleich ins kalte Wasser geworfen. Bei seiner ersten Rennteilnahme, mit dem über den Winter neu angeschafften Formel 3-Rennwagen vom Typ Dallara F306 Opel-Spiess, waren die Gegebenheiten alles andere als optimal und sonst üblich. Durch die Staatstrauer im Großherzogtum war ein geregelter Trainingstag, mit gewohnt drei Läufen, nicht möglich. Erst nach 18 Uhr durften am Samstag die Motoren angelassen werden. Nach einigen Unterbrechungen war dann nicht einmal eine Besichtigungsfahrt bei anbrechender Dunkelheit für Patrick möglich. Zudem herrschten über das gesamte Wochenende das nass-kaltes Wetter nur knapp über dem Gefrierpunkt, was die Abstimm- und Wartungsarbeiten im Fahrerlager nicht gerade zu einem Vergnügen machten. Die Truppe aus Detmold fand sich schnell im Fahrerlager in Mitten von Eschdorf zurecht und konzentrierte sich dann voll auf den Sonntag, der mit einem Trainingslauf am Morgen und drei Rennläufen bis kurz nach 18 Uhr, optimal über die Bühne gehen sollte. Die rund 2.500 Zuschauer entlang der 1,85 km langen Strecke, erlebten einen zugleich heißen und eisigen Renntag. Patrick Rahn hatte sich vorgenommen ruhig und konzentriert seinen ersten Auffahrten in der Deutschen Bergmeisterschaft und in einem stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld anzugehen. Das für eine Bergrennstrecke unüblich breite Asphaltband mit zwei langen Geraden, ließ hohe Geschwindigkeiten zu. Im ersten Durchgang blieben die Uhren bei 1:03,326 min stehen, was schon gleich Rang 6 und 14 Akteuren der Klasse der Formel-Rennwagen E2-SS bis 2000 ccm bedeutete. Im Tagesverlauf konnte sich der in der LKW-Entwicklung tätige Ostwestfale weiter steigern und verpasste die magische Minutengrenze nur hauchdünn in 1:00,296 min im zweiten Lauf. Potential ist also vorhanden! An diesem Tag machte sich die große Motorsporterfahrung von Patrick Rahn bemerkbar, denn schon in frühster Kindheit betätigte er sich im Kartsport und auch seine Erfahrungen, beispielsweise in der ADAC Pro-Car-Serie auf der Rundstrecken, machten sich bezahlt. Rang sieben in der Klasse und Rang 36 (bei 150 Startern) in der Gesamtwertung kann sich wahrlich für den „Berg-Neuling“ sehen lassen, zumal Eschdorf alljährlich eines der bestbesetzten Bergrennen in ganz Europa ist. Die nächsten Veranstaltungen in der Deutschen Berg-Meisterschaft und im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge stehen erst im Juni an. Das Team um Patrick Rahn plant im kommenden Monat zwei Starts. Vom 14.-16. Juni steht der Berg-Europameisterschaftslauf „Glasbachrennen“ in Thüringen auf dem Programm, das mit einer Streckenlänge von 5,5 km und zwei Wochen später das Ibergrennen in […]

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