Eine Deutsche Masters-Bilanz

20. Oktober 2018

Eines ist sicher, wer bei der dritten Auflage des von der FiA initiierten Hillclimb Masters in der mittelalterlichen Stadt Gubbio in Italien nicht dabei war, der hat definitiv etwas verpasst. Diejenigen die aber die weite Reise nach Umbrien auf sich genommen haben, werden dieses Wochenende für immer in ihr „Bergrennherz“ geschlossen haben und noch lange von unzähligen Gänsehautmomenten zehren können. Das lokale Comitato Eugubino Corse Automobilistiche und der italienische Motorsportverband ACI hatten, in Zusammenarbeit mit der FIA das wundervolle Masters-Konzept prächtig weiterentwickelt. Unter den über 20 Nationen, die ihre besten Bergrennfahrer nach Mittelitalien schickten befand sich auch das deutsche Team, mit den Piloten Hans-Peter Eller, Armin Ebenhöh, Egidio Pisano und Manfred Schulte im Nationen Cup, Markus Fink (U25-Wertung) sowie Alexander Hin und Jörg Weidinger (mit Wild Cards). Zu Diskussionen kam es bereits am Freitag bei der Technischen Abnahme im Fahrerlager, vor herrlicher Kulisse. Streitpunkt war hier der Tribut Plasa BMW, den Jörg Weidinger in Gedenken an den großen Georg Plasa, wie in Goodwood im Wettbewerb pilotieren sollte. Uneins war man sich über die Einstufung des damals für die Gruppe E1 aufgebauten BMW 320 Judd V8. Schlussendlich bestätigten die FIA-Kommissare aber die zuvor gewählte Einstufung in die Gruppe E2-SH, der Silhouetten-Fahrzeuge. Bei einer Zulassung in der Gruppe E1, wäre Weidinger urplötzlich einer der Topfavoriten auf eine Medaille und der Aufschrei unter den arrivierten E1-Piloten sicher groß gewesen. Dem wollte man von Seiten der FiA wohl aus dem Weg gehen. Wie dem auch sei, der Plasa-BMW rollte im ersten Rennlauf am Sonntagmorgen kurz vor dem Ziel mit Getriebeproblemen aus und konnte vom KW-Team für die weiteren Läufe nicht wieder flott gemachte werden. Wenig später wurden die Kehren vor dem Ziel unterhalb des Klosters Madonna della Cima zum „Deutschen Eck“. Alexander Hin verlor das Heck seines Reynard Judd F3000 und rutschte in die Leitplanken. Nach seinem hervorragenden 13. Gesamtrang im Training hatte der Schwarzwälder wohl einen Ticken zu viel gewollt. Hins Team um „Chefmechaniker“ Uwe Lang, konnte den Boliden für die Läufe zwei und drei wieder instand setzten und verhalf dem Hausbau-Unternehmer zu einem versöhnlichen Rang 21, in diesem Feld der Extraklasse. Die weiteren Deutschen Starter spielten bei der Vergabe der Medaillen, wie befürchtet keine Rolle und auch in ihren Gruppen blieb nicht mehr als die Statistenrolle übrig, gegen die Hubraum- und PS-Riesen aus allen Teilen Europas. Dennoch schlug man sich tapfer. Zweitschnellster der DMSB-Fraktion wurde Hans-Peter Eller im 2l-VW Corrado auf Gesamtrang […]

Termine 2019: Deutsche Bergmeisterschaft

27. September 2018

Relativ gefestigt, aber dennoch als vorläufig zu betrachten, sind die Termine der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2019, die zwischenzeitlich vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) über den Fachausschuss Berg bestätigt wurden. Durch das Pfingstwochenende, mit dem Traditionsdatum des Wolsfelder Bergrennens,  im kommenden Jahr drei Wochen später ist als in diesem, waren in diesem Korridor einige Absprachen unter den DM-Veranstaltern nötig. In der Summe, konnte die RSG Altensteiner-Oberland trotz den Gegebenheiten der Berg EM auf den Termin des Ibergrennens ausweichen, welches im Gegenzug wieder auf das angestammten Datum Ende Juni springen konnte. Alle anderen Termine verbleiben an gewohnter Stelle. Zusätzlich taucht das Bergrennen Mickhausen unter neuer Organisationsleitung wieder auf, sodass im DM-Kalender wieder 10 Veranstaltungen aufgeführt sind und der Bergpreis von Schotten aber als reines Tourenwagen-Bergrennen keinen vollen DM-Status besitzt. 26. – 28. April 2019 – Bergpreis Schottenring 04. – 05. Mai 2019 – Hill Race Eschdorf (Lux) 09. – 10. Juni 2019 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 15. – 16. Juni 2019 – ADAC Glasbachrennen 29. – 30. Juni 2019 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 13. – 14. Juli 2019 – Hombuger ADAC Bergrennen 27. – 28. Juli 2019 – ADAC Hauenstein-Bergrennen 03. – 04. August 2019 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 07. – 08. September 2019 – AvD Bergrennen Eichenbühl 05. – 06. Oktober 2019 – ADAC Bergrennen Mickhausen

Bergrennen Mickhausen – Weiter gehts mit neuer Orgaleitung

25. September 2018

Zur bislang 37ten und letzten Ausgabe des Mickhausener Bergrennens vom Oktober 2017 hatte der langjährige Organisationsleiter Günter Hetzer seinen Entschluss bekannt gegeben, sein Amt niederzulegen. Andere verdiente Mitglieder des ASC Bobingen zogen sich ebenfalls aus dem Orga-Team zurück, sodass es in diesem Herbst kein ADAC Bergrennen Mickhausen gibt. Nachdem aber das Bergrennen nicht aufgegeben werden soll, mussten die vakanten Posten neu besetzt werden. Inzwischen wurde ein neues Team zusammengestellt. Unter der Federführung des 1. Vorsitzender des Vereins Michael Kanth, Hinrich Groeneveld und dem in der Bergszene, als Sportleiter des KW Berg-Cup sehr bekannten Wolfgang Glas ist der ASC Bobingen nun wieder dabei das Bergrennen für 2019 vorzubereiten. Hinrich Groeneveld ist beim ASC kein Unbekannter. Vor vielen Jahren war er bereits Mitglied, bevor es ihn beruflich weiter weg von Bobingen verschlug. Beim Bergrennen 2017 war er als Anwärter zum Leiter der Streckensicherung tätig und bekam so Einblicke in die Organisation der Veranstaltung. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des ADAC Südbayern wurde der 59jährige in den Vorstandsrat gewählt. Wie das Trio einhellig beteuert, sind bereits erste Vorbereitungen für 2019 angelaufen. „Um die Veranstaltung in bewährter Qualität durchführen zu können, ist leider die schöpferische Pause in diesem Jahr nötig. Jetzt sind wir jedoch mit frischer Energie und Tatendrang dabei, das Rennen für das nächste Jahr perfekt zu organisieren. Die Vorbereitungen dazu sind schon in vollem Gange“. Um dies alles zu schaffen, hoffen die Drei auch weiterhin auf vielfältige Unterstützung aus den Reihen des eigenen Vereins und natürlich von allen Fahrern und Teams der Bergrenn-Gemeinschaft. Als Termin für das 38. ADAC Bergrennen Mickhausen festgelegt und bereits beim DMSB beantragt wurde das Wochenende vom 04. – 06. Oktober 2019.

Die Meister sind gekürt – Kurioses Berg DM-Finale

15. September 2018

Der Motorsport Club Erftal ist endgültig in der Gemeinschaft der Berg DM-Veranstalter angekommen. Mit dem erstmals in kompletter Eigenregie auf die Beine gestellte Bergrennen Eichenbühl landeten die viel fleißigen Helfer rund um Rennleiter Steffen Hofer gleich einen Volltreffer. Mit rund 180 angenommenen Nennungen, machte man es sich für den Anfang nicht leicht, aber die Trainings.- und Rennläufe brachte man dennoch pünktlich durch. Die gemeinhin spürbare Anspannung in der Organisationsleitung verflog schnell auf Nimmerwiedersehen und das „Wetterglück des Tüchtigen“ gesellte sich hinzu. In den sozialen Medien und auch im analogen Leben erntete das junge Erftaler Team viel Lob zu Zuspruch. So kann es in die Zukunft gehen und eine weitere Kuh ist wieder mal vom Eis geholt. Ein an Spannung kaum zu überbietendes Rennwochenende, schloss den Kreis der diesjährigen Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups, die Ende April beim Bergpreis Schottenring begann. Vielen wird es nicht einmal aufgefallen sein, dass es der Berg-Team-Cup in diesem Jahr nicht zur Disposition stand. Es hatten sich im Frühjahr nicht genügend Teams zusammengefunden und angemeldet, was natürlich sehr schade ist und nach einer besseren Vermarktungsstrategie von Seiten des DMSB Fachausschuss Berg ruft. Beim 51. AvD Bergrennen Eichenbühl war die Frage nach dem Gesamtsieger eigentlich schnell und deutlich beantwortet, doch auf den letzten Metern der Saison 2018 gab es nicht nur spannende, sondern auch tragische Momente vor allem im Kampf um die DM-Krone. Gruppe E1-Pilot Dirk Preißer reiste als Leader in der Bergmeisterschaft an und galt vor dem Wochenende in Unterfranken als klarer Favorit auf den DM-Titel, alle Trümpfe hatte er selbst in der Hand. Doch am Sonntagabend fand sich der Schwabe in der Rolle des tragischen Helden, noch nicht einmal auf dem Meisterschaftspodest wieder. Das Unheil nahm bereits im letzten Trainingsdurchgang seinen Lauf, wo es bereits zwei wertvolle Zusatzpunkte zu holen gab. Mit einem dünnen Nervenkostüm landete Preißer mit seinem Opel Kadett C 16V im unteren, selektiven Streckenteil in der Böschung, um danach kurzer Hand mit dem weidwunden Tourenwagen zur Notreparatur in die 125 km entfernte heimische Werkstatt aufzubrechen. Nach einer langen Nacht tauchten die Preißers am Morgen des Renntags wieder im Fahrerlager auf. Ein zweiter Platz in der Klasse bis 2.000 ccm Hubraum, hinter dem nicht punktberechtigten Tiroler Thomas Strasser war somit absolute Pflicht. Doch ein weiteres Mal hatte der Stahlbauunternehmer kein Glück. Beim alles entscheidenden dritten Rennlauf musste Dirk Preißer nach einem Unfall von Fahrerkollege Alexander Pleier mit rot in Zielnähe […]

Schnitzt sich Uwe Lang seinen Nachfolger?

12. September 2018

Ein Mann, den bis vor ein paar Wochen kaum jemand auf der Rechnung gehabt hatte, durfte sich als Gesamtsieger des 51. Bergrennen Eichenbühl feiern lassen. Der Breisgauer Alexander Hin hatte diese Saison mit einem nagelneuen PRC-Renner aus dem Hause Pedrazza begonnen, musste aber zuletzt wegen Motorsproblemen bei mehreren Rennen zur Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft passen. Jetzt zauberte er eine Reynard 97 D, der er um Weihnachten vom Franzosen Daniel Allias erworben hatte, aus dem Hut und dominierte mit dem Formel 3000-Boliden das Renngeschehen im Erftal. Er verlieh seinen Ambitionen mit der mit Abstand schnellsten Trainingszeit am Samstag Nachdruck. Der 49-Jährige Hausbau-Unternehmer steigerte am Sonntag im ersten Rennlauf auf 1:13,11 Minuten und hatte damit über zwei Sekunden Vorsprung vor dem Rhöner Sebastian Schmitt, der zum zweiten Mal in diesem Jahr am Steuer ehemaligen DTM-Boliden von Lokalmatador Norbert Brenner, dem Opel Vectra V8, saß. „Für das erste Mal ist es ganz gut gelaufen“, meinte Alexander Hin nach dem ersten Lauf lapidar, um dann folgend den Hammer auszupacken. Denn im zweiten Durchgang brannte der Elzacher die Tagesbestzeit von 1:11,92 Minuten in den Asphalt der Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach und verfehlte damit den Streckenrekord nur um vier Zehntelsekunden. „Da habe ich mich selbst überrascht“, bekannte Alexander Hin, der sich die Dienste des fünfmaligen Eichenbühl-Gesamtsieger Uwe Lang zu Eigen machte, der sich damit selbst seinen Nachfolger schnitzte. „Der Uwe hat das Auto komplett zerlegt und mir einsatzfähig hingestellt, das war der Schlüssel zum Erfolg“, konstatierte Alexander Hin. Sebastian Schmitt bot eine starke Performance bis zu einer tiefen 1,15er-Zeit und war damit schneller als einst Norbert Brenner. Den dritten Platz auf dem Siegerpodest sicherte sich der Dettenhausener Thomas Conrad in einem Gruppe-C-Renner. Auf den Rängen sieben bis neun schafften mit Klaus Hoffmann (AMC Kitzingen), Georg Lang (Schweinfurt) und Norbert Handa (AMC Kitzingen) drei Unterfranken noch den Sprung in die Top ten. Norbert Handa beendete als Sieger seiner Klasse und der Tourenwagen-Division seine erfolgreiche Karriere und er beweis seine Klasse im Duell der Altmeister mit dem Innsbrucker Herbert Stolz im über 800 PS starken Porsche 935 DPI II. Die 180 Bergrennfahrer begeisterten die mehreren Tausend Motorsportfans bei schönstem Spätsommerwetter. Die Piloten holten das letzte aus sich und ihren Autos heraus weil es ja noch um einiges ging. Neben dem Tagessieg wurden heuer alle Berg-Titel des Deutschen Motorsportbundes in Eichenbühl als Saisonabschlussrennen vergeben. Der Schwaikheimer Dirk Preißer war als DM-Führender nach Eichenbühl gereist, musste aber am Ende mit leeren […]

Rechenspiele beim Finale in Unterfranken

3. September 2018

Relativ früh steigt in diesem Jahr das Finale der Deutschen Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups in Eichenbühl bei Miltenberg. Bereits nach dem Wochenende des 8./9. September ist Schluss mit den Bergrennen in Deutschland für dieses Jahr. Die Aktiven des KW Berg-Cup dürfen zwei Wochen später noch eine „Sonderschicht“ beim oberösterreichischen Bergrennen in St. Agatha einlegen und spätestens an der Donauschlinge ihre Meister und Jahressieger küren. Aber, für das Jahr 2019 bestehen für alle Beteiligten der Bergszene berechtigte Hoffnungen auf ein Wiederaufleben des traditionellen DM-Finales in Mickhausen bei Augsburg.  Ein Termin wurde bereits von Seiten des ASC Bobingen für Anfang Oktober 2019 beim DMSB angemeldet. Hierzu und dem vorläufigen Berg-DM Kalender 2019, wird man sicherlich in Eichenbühl im Rahmen eines Treffens aller DM-Veranstalter am Samstagabend nach den Trainingsläufen mehr erfahren. Auf eine hoffentlich gut besetzte Mannschaft, unter den Farben Deutschlands, hoffen die Fans hierzulande für das FiA Hillclimb Masters, das vom 12. bis 14. Oktober im italienischen Gubbio stattfindet und den würdigen Abschluss der europäischen Bergrennsaison bildet. Die Qualifikanten für das Masters und nicht zuletzt die neuen Deutschen Meister im Bergrennsport werden also in diesem Jahr beim 51. Bergrennen in Unterfranken, das ab diesem Jahr offiziell Bergrennen Eichenbühl heißt, ermittelt. Der MSC Erftal hat in den vergangenen Wochen und Monaten die Veranstaltung endgültig vom GAMSC Würzburg übernommen und wird mit frischem Wind, neuen Ideen und erstmals in kompletter Eigenregie das Rennen auf den Umpfenbacher Berg durchführen. Der Ansturm auf die Startplätze war diesmal sehr groß, schon Wochen vor dem Nennschluss knackte man die 100er Marke in der Starterliste. Am Ende meldeten sich über 180 Fahrerinnen und Fahrer, darunter 40 Teilnehmer an der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) bei Rennleiter Steffen Hofer und seinem Orga-Team an. Also, volles Haus und alle Hände voll zu tun für den MSC Erftal – ganz so wie man es sich gewünscht hatte. Da sich keiner der Protagonisten in den drei DMSB-Bergprädikaten vorzeitig in der Tabelle hat absetzen können, müssen am zweiten Septemberwochenende wieder einmal die Rechenschieber in erster Linie in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft bemüht werden. In den Berg-Cups, einmal für Tourenwagen und einmal für Sport- und Formelrennwagen, ist die Lage unkomplizierter. Es bleibt aber auch hier spannend. Um sich erstmals die nationale Meisterschaft am Berg zu sichern, sollte Dirk Preißer (Opel Kadett C 16V) tunlichst seine Klasse bis 2000 ccm der Gruppe E1 gewinnen, bzw. mehr als 18,6 Punkte holen. Ungemein hilfreich, ja ein Muss für den […]

Hofers Rennleiter-Premiere in Eichenbühl

30. August 2018

Das 51. AvD-Bergrennen in Eichenbühl (Ldkr. Miltenberg) hat eine lange Tradition, wird aber am 8./9. September eine Premierenveranstaltung. Denn erstmals nach über einem halben Jahrhundert wird nicht der German American Motorsportclub (GAMSC) Würzburg das Bergrennen, sondern der junge Motorsportclub (MSC) Erftal das zweite Bergrennen auf unterfränkischem Boden ausrichten. Der GAMSC-Präsident und langjährige Rennleiter Peter Thumbeck hatte sich Steffen Hofer als seinen Nachfolger ausgeguckt und jetzt steht der 27-Jährige vor seiner Feuertaufe. „Ich bin schon im GAMC aktiv gewesen, denn ich bin mit dem Bergrennen aufgewachsen“, sagt der aus dem Zielort Umpfenbach stammende Hofer, der jetzt in Miltenberg wohnt. Er gehört zur Garde der jungen Wilden, die mit Enthusiasmus an die Sache herangingen und im Juli 2016 dem MSC Erftal aus der Taufe hoben. Denn die Recken des GAMSC Würzburg waren in die Lebensjahre gekommen und nur noch bedingt in der Lage, die Zukunft der Traditionsverstaltung sicherzustellen. „Die Erftaler werden das schon machen und wenn es nötig wird, sind wir weiter mit Rat und Tat an ihrer Seite“, sagt Peter Thumbeck über seine motorsportlichen Erben. Die MSC-Truppe kann auch auf die Expertise vom Deutschen Tourenwagen-Bergrennrekordmeister Norbert Brenner bauen, der sich sein Ruhestands-Domizil in Eichenbühl gebaut hat. Brenner wird die Rolle des Fahrerverbindungsmanns einnehmen und ist prädestiniert für die Funktion. „Wir wollen noch enger als bislang schon mit den Eichenbühler Vereinen zusammenarbeiten“, betont Steffen Hofer. Denn der MSC Erftal will den ganzen Ort mit seinen Bürgern mitnehmen, damit sich möglichst viele mit dem Bergrennen identifizieren. An der Rennstrecke warten Thumbecks Erben derweil mit einer Innovation auf. Im Bereich des ehemaligen Schuttplatzes baut der MSC Erftal eine neue Tribüne, von der aus die Zuschauer einen guten Blick auf drei Kurven im Sichtdreieck der Schuttplatzkurve. Wer wird Nachfolger von Uwe Lang? – das ist die zentrale Fragestellung für das Rennen, denn der fünfmalige Eichenbühl-Sieger aus Schweinfurt ist heuer nur als Ratgeber seines Sohns Georg Lang (Bild Mitte) in Eichenbühl dabei. Um den Sieg werden unter den 200 Startern vordergründig die Armada der Formel 3-Piloten wie Mathieu Wolpert, Christian Triebstein und Frank Debruyne (Dallara NISSAN WS) gegen die Unterfranken Klaus Hoffmann (Bild unten) vom AMC Kitzingen und Sebastian Schmitt vom MSC Rhön in ihren Ex-DTM-Boliden streiten. Aber möglicherweise sticht das Trumpf-Ass von Alexander Hin, denn der Breisgauer, greift erstmals mit einem Reynard Formel 3000 mit einem Drei-Liter-Motor, den er um die Jahreswende in Frankreich von Daniel Allais erworben hatte. Beim letzten DM-Rennen des Jahres werden […]

Großer Sport in der Borgloher Schweiz

6. August 2018

Beim 51. Osnabrücker Bergrennen stand in diesem Jahr der Sport klar im Vordergrund und das war der größte Pluspunkt von vielen, bei einem heißen Wochenende beim nördlichsten internationalen Bergrennen in Europa. Die Mannen des MSC Osnabrück ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und zogen souverän eine klasse Veranstaltung auf und durch. Dann kam auch das Glück des Tüchtigen hinzu und am Renntag, der nicht ganz so von der Hitze dominierte war wie die Tage zuvor, brachte man vier Rennläufe problemlos durch, von denen die schnellsten beiden Chronos gewertet wurden. Mit dem FiA Hillclimb Cup, dem KW Berg-Cup und den drei DMSB-Bergmeisterschaften hatte man wertvolle Prädikate bekommen, machte daraus eines der schillerndsten Bergrennen der bisherigen europäischen Bergsaison. Im Fahrerlager ging es international zu. Von Bulgarien bis Norwegen reisten Teilnehmer an und besonders die drei skandinavischen Teams waren eine bisweilen positiv verrückter Farbtupfer. Die Zuschauerzahlen blieben am extrem heißen Trainingstag etwas hinter den Erwartungen zurück, aber am Sonntag strömte das rennsportbegeisterte Volk wieder in Massen an der Uphöfer Berg. Was eigentlich keiner so richtig auf dem Schirm hatte, trat dann bereits am Trainingstag ein. Der Streckenrekord (51,024 Sek.) des aktuellen EM-Überfliegers Christian Merli aus dem Vorjahr, wurde bereits im letzten freien Trainingslauf kurz nach 18 Uhr vom Franzosen Sebastien Petit in 51,008 inoffiziell unterboten. Die weiteren Favoriten im halben Duzend hielten ihren Ehrgeiz derweil im Zaum. Auf Petit folgten Geheimfavorit Christoph Lampert (Osella FA 30) aus Vorarlberg, der Schweizer Marcel Steiner mit dem LobArt und wieder frischem Kolben im Mugen V8-Motor und Patric Zajelsnik im Norma M20 V8 sowie dem Tschechen-Doppelpack Vaclav Janik und Milos Benes. Nach einer lauen Sommernacht bleib der amtierende und wohl auch kommende französische Meister Petit cool und stürmte in 50,350 Sekunden die knapp zwei Kilometer zum neuen Streckenrekord nach oben. Auch in allen weiteren Durchgängen blieb „Seb“ unter der alten Bestmarke Merlis. Im zweiten Lauf trug er in 50,145 Sek. vorerst seine Rekordmarke in die Ergebnisliste ein. „Eine 49er Zeit ist sicher möglich“, meinte Petit im Siegerinterview. „Ich komme nächste Jahr zurück um den Rekord weiter zu drücken, dann voraussichtlich mit einem Mitsubishi-Turbo Motor im Heck meines Norma“. Schier über sich hinaus wuchs der Freiburger Patric Zajeslsnik. Auch er blieb zwei Mal unter dem Vorjahresrekord von Merli und strahlte nach der letzten Rückführung, die in der Borgloher Schweiz wieder mit viel Spektakel und heißen Girls zelebriert wurde, bis über beide Ohren. Nach den Entbehrungen der letzten […]

Erstmals Video-Live-Stream aus Osnabrück

2. August 2018

An diesem Wochenende findet das 51. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, das beliebte und größte Automobilsport-Event in Nord- und Westdeutschland statt. Es werden wieder viele tausende Besucher erwartet. Der MSC Osnabrück präsentiert ein sportlich hochkarätiges und internationales Teilnehmerfeld mit Piloten aus 14 Nationen. Dabei werden unter anderem Wertungsläufe zu der europäischen Meisterschaft FIA Int. Hill Climb Cup ausgetragen Für alle Motorsportfans im In- und Ausland gibt es in diesem Jahr erstmals einen kostenlosen Live-Stream, produziert von der Firma Ü-tec Fernsehproduktion, der rasante Bilder und aktuelle Informationen zum Bergrennen live in das Internet überträgt. Die Fans vor Ort können die Live-Bilder ebenfalls auf einer großen LED-Wand an der Rennstrecke verfolgen. Wer nicht die Gelegenheit hat, am 4. und/oder 5. August am „Uphöfener Berg“ vor Ort dabei zu sein, kann das Bergrennen am Samstag und Sonntag, jeweils ab 9:00 Uhr über folgende Links miterleben: Training: (Start um 9:00 Uhr) Rennen: (Start um 9:00 Uhr)

Hitzeschlacht in der Rhön

30. Juli 2018

Auch auf den Höhen der Rhön, mit dem höchsten Punkt der Wasserkuppe von 950 Metern ist die aktuelle Hitzewelle angekommen. Ein üblicher Temperaturunterschied zum Rhein-Main-Gebiet, der sonst immer vorherrscht, gab es diesmal nicht. Das ist selten in der beschaulichen Rhön, weitab von den Metropolen Deutschlands, mit seinen unvergleichlichen Landschaften und dem Status eines Biosphärenreservats. Bereits zum 49. Mal organisierte der MSC Rhön das ADAC Hausenstein-Bergrennen und präsentierte erneut eines der sportlichen Highlights in der Region im ganzen Jahr. Nach dem traditionsreichen „Rhöner-Dröner“, spitz sich die Lage in der Deutschen Bergmeisterschaft, vor den beiden abschließenden Läufen am kommenden Wochenende bei Osnabrück und dem Finale Anfang September im unterfränkischen Eichenbühl zu. Der Finallauf der letzten Jahre, das Bergrennen von Mickhausen findet wie bekannt wegen eines Umbruchs im Organisationsteam in diesem Jahr nicht statt. Aber, wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, wurde vor kurzem für die Saison 2019 wieder ein Termin beim Deutschen Motorsport Bund in Frankfurt eingereicht. Im ersten von drei Endspurts um die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft 2018 blieben von den Top-5 Platzierten die noch Meisterschaftsambitionen hegen dürfen, diesmal nur Armin Ebenhöh (VW Scirocco 16 – E1-bis 1400 ccm) siegreich. Trotz seines zweiten Platzes in der Klasse bis 2000 ccm der Gruppe E1, hinter Mario Minichberger im VW Scirocco 16V, bleibt der Schwabe Dirk Preißer im Opel Kadett C 16V an der Tabellenspitze, gefolgt von Ebenhöh, der in der Rhön Formel 3-Pilot Frank Debruyne überflügelte. Debruyne seinerseits, gehandikapt durch einem Hexenschuss, schaffte nur Rang in der Formel 3-Klasse. Der bislang zweifache Bergmeister Norbert Handa (Lancia Delta – E1 über 3000 ccm) musste sich in der Klassen E1-über 3000 ccm dem mit DMSB-Lizenz fahrenden Tiroler Herbert Stolz (Porsche 935 II) beugen, der sich nach dem Rennen als Tourenwagen-Gesamtsieger feiern lassen durfte. Schlimm erwischte es den Saarländer Kai Neu, dessen Ford Focus ST nach einem ansehnlichen Zeitpolster und der Führung in der 2-Literklasse der Gruppe F, am Start zum dritten Durchgang keinen Mucks mehr von sich gab und nicht mehr in Gang bringen ließ. Ein Streichresultat muss jeder in seine Berechnungen einbeziehen. Günter Göser hat sich hier bereits bedient und kann mit seinem Opel Kadett C 16V aus der Klasse E1 über 2000 ccm jeweils noch voll punkten, was ihn nach seinem Klassensieg vom Wochenende noch weit nach vorne bringen kann. Auch Markus Fink aus der Gruppe F bis 1600 ccm kann noch auf einen Spitzenplatz am Ende der DM-Wertung hoffen. Der junge Franke […]

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