Auch das Saisonfinale war von Erfolg gekrönt

12. Oktober 2017

Die Bergrennsaison 2017 ist Geschichte und das CR-Racingteam hat diese, wie erwartet sehr erfolgreich mit einem Klassensieg und einem sechsten Gesamtrang beim ADAC Bergrennen Mickhausen beendet. In der Stauden-Region im Augsburger Umland fand am Wochenende vor dem Tag der Deutschen Einheit, die Finalveranstaltung der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft und des internationalen FiA Hillclimb Cups statt. Diese hochrangigen Meisterschaften sorgten erneut für ein erstklassiges Teilnehmerfeld. Frank Debruyne, die Galionsfigur des Pirmasenser CR-Racingteams in Sachen Bergrennsport, stand bereits vor dem Rennwochenende als zweifacher Vize-Champion in der Deutschen Meisterschaft und dem DMSB Berg-Cup für Sportwagen fest. Der schwarz-weiße Dallara F303 Formel 3-Rennwagen mit dem Werbeschriftzug von AST – Abwasser-Sanierungs-Technik lief über die gesamte Saison wie ein Schweizer Uhrwerk. Dem entsprechend konnte es der 46jährige Badener ruhig angehen lassen, denn nicht nur die beiden Vize-Titel hatte er auf dem Habenkonto sondern auch zahlreiche persönliche Bestzeiten und Formel 3 b.z.w. 2-Liter-Formel-Streckenrekorde eingefahren. Beim Bergrennen Unterfranken Anfang September und beim Homburger Bergrennen Mitte Juli fuhr Frank Zeiten, die vor ein paar Jahren noch sehr nahe am damaligen absoluten Streckenrekord gelegen hätten. In den Tageswertungen der DM-Rennen konnte er insgesamt vier Mal auf Platz zwei das Podium erklimmen, wobei beim Wolsfelder Bergrennen an Pfingsten der Gesamtsieg nur hauchdünn verpasst wurde. Auch der Deutschen Berg-Europameisterschaftslauf am Glasbach in Thüringen im Juni war ein Highlight vom Ergebnis her und auch von den gefahrenen Zeiten. Bei diesem Höhepunkt der Deutschen Bergsaison war auch CR-Teamchef Andreas Germann mit seinem Dallara F305/11 in Brawoliner-Farben am Start. Aus beruflichen Gründen blieb dies leider die einzige Teilnahme in der diesjährigen Bergmeisterschaft für den Pirmasenser Unternehmer. Da bleibt nur die Hoffnung auf mehr Starts für Andreas im Jahr 2018. Doch zurück zum furiosen Finalwochenende in Mickhausen. Wunderbares „Altweibersommerwetter“ prägte den Trainingstag und Frank Debruyne beherrschte die Formel-Klasse bis 2-Liter Hubraum ohne Mühe vor bereits großer Zuschauerkulisse, vor dem jungen Nordschwarzwälder Mathieu Wolpert, der im Laufe der Saison auf einen mit Franks baugleichen Dallara F303 umgestiegen war. In der Nacht zum Sonntag kam der vorhergesagte Regen und machte die rund zwei Kilometer lange Sprintstrecke Richtung Birkach zur Rutschbahn. Die Grippverhältnisse sind bei diesen Bedingungen stets extrem schwierig, zumal der Regen alsbald nachließ und der Asphalt allmählich abtrocknete. „Ich wollte ich nichts mehr riskieren, doch nachdem ich nach dem zweiten Durchgang 1,3 Sekunden hinter Mathieu war, musste ich im letzten Lauf doch noch mal alles geben“, resümierte Frank. Auf der trockengefahrenen Ideallinie machte er mit seiner Tagesbestzeit von 55,318 […]

Steiners besonders schöner Saisonabschluss in Mickhausen

3. Oktober 2017

Der Schweizer Bergmeister Marcel Steiner gewann das Internationale Bergrennen Mickhausen nach einem harten Duell mit Patrik Zajelsnik. Romeo Nüssli triumphierte wie im Vorjahr in der Gruppe E1. Schönes Herbstwetter im Training vom Samstag, Regen am Morgen des Renntags, danach trocken und zum Schluss fast perfekte Verhältnisse – die 163 Fahrer aus sieben Nationen mussten sich beim Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen südlich von Augsburg in Südbayern auf alle Bedingungen einstellen. Und am besten gelang dies Marcel Steiner. Nur im ersten Training und im zweiten Rennlauf am Sonntag war sein grosser Gegenspieler Patrik Zajelsnik im Norma M20 FC auf der 2,2 km langen Strecke um jeweils eine Zehntelsekunde schneller. Steiners klare Bestzeit im nassen ersten Rennlauf war aber für nichts, weil der Regen für den Rest des Tages aufhörte und die Piste langsam abtrocknete. Im zweiten Durchgang irritierten ihn die Ölflaggen im schnellen Régal-S, wo lange nach einem heftigen Unfall des Schweizers Patrick Hedinger (Peugeot 205) gar keine Rutschgefahr mehr bestand, etwas mehr als den mit slowenischer Lizenz startenden Deutschen. So musste der dritte, nahezu trockene Lauf die Entscheidung bringen. Steiner zeigte Nervenstärke und legte mit 49,258 die Tagesbestzeit hin, klar vor Zajelsnik (50,035). In der Addition der beiden besten Zeiten lag der Schweizer Bergmeister somit um 0,684 voraus. Nach seinen beiden Tagessiegen von 2010 und 2012 (als er Simone Faggioli bezwang) mit dem Osella FA30 war es für den 42-jährigen Berner der dritte beim grossen deutschen Finalrennen und der erste internationale Erfolg mit dem LobArt-Mugen. „Als weder Merli noch Faggioli auf der Startliste standen, wusste ich, dass ich hier mit Zajelsnik um den Sieg fahren werde. Der Saisonschluss in Mickhausen ist immer schön, und wenn man vor dieser tollen Zuschauerkulisse gut fährt und danach bei einer öffentlichen Siegerehrung gefeiert wird, ist das genial“, freute sich Steiner. Wie zuletzt beim Bergrennen Gurnigel durfte Christoph Lampert als Dritter auf dem Gesamtsiegerpodest mitfeiern. Mit jedem Rennen kommt der Vorarlberger besser mit dem Osella PA2000 Honda Evo zurecht. Hinter den drei Sportwagenpiloten belegte Simon Hugentobler zur eigenen Überraschung den vierten Platz und gewann damit die Gruppe E2-SingleSeater. Von seinem Sohn Robin Faustini gecoacht, der wegen Motorproblemen am Tatuus-Honda FM von Bossy Racing auf den geplanten Start verzichten musste, fand Hugentobler den richtigen Kompromiss, um die Power des Reynard-Mugen 97D bei den tückischen Bedingungen richtig einzusetzen. Fausto Bormolini, Tagessieger von 2007 in Mickhausen, blieb nach einem leichten Leitplankenkontakt im Nassen auch in den zwei weiteren Rennläufen […]

Finale furioso in Mickhausen

27. September 2017

Beim letzte Saisonlauf im FIA International Hill Climb Cup 2017 und dem gleichzeitigen Finallauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und zum KW Berg-Cup fallen am kommenden Wochenende (30.09.-01.10.) die Entscheidungen um die Preisgeldtöpfe und Pokalen. Aber das Bergrennen Mickhausen vor den Toren Augsburgs, als derzeit bedeutendsten Motorsportveranstaltungen in Süddeutschland, steht vor einer ungewissen Zukunft. Der ASC Bobingen e.V. sieht sich als Veranstalter des internationalen Bergrennens in der Staudenregion, nach 17-jähriger intensiver Ehrenamtsarbeit, vorerst nicht in der Lage den enormen Aufwand weiterhin zu schultern. Die Anforderungen in der Organisation sind momentan zu hoch, als dass sie in wichtigen Funktionsbereichen neben großen beruflichen Ansprüchen, ohne Wunden zu hinterlassen, in der nahen Zukunft erfüllt werden können. Umso mehr bemüht sich die Organisation, wieder einen besonderen Abschluss im Motorsportkalender zu präsentieren – und zumindest das sieht gut aus. Sportliches Highlight in den Stauden bei Augsburg bildet auch 2017 das letzte Saisonrennen um den FIA International Hill Climb Cup (IHCC). Wartet hier doch wieder ein spektakuläres Fahrerfeld aus vielen europäischen Nationen darauf, sich vor dem bekannt fachlichen Publikum zu messen. Der Cup wird in 3 Fahrzeugkategorien ausgetragen: 1. die Produktionswagen aus der Großserie in der Kategorie 1, 2. die Rennsportfahrzeuge und Formelwagen der Kategorie 2 und 3. die renntechnisch stark verbesserten Tourenwagen der Gruppe E1 in der Kategorie 3. pro Rennen können die Fahrer in den jeweiligen Kategorien 25 Wertungspunkte einfahren. Die Sportwagenkategorie hat auch 2017 der Tscheche Vaclav Janik vom Nutrend Racing Team auf seinem Prototypen Norma M20 FC bereits gewonnen. Spätestens nach seinem achten Gesamtrang von St. Agatha stand er zum dritten Mal in Folge als Titelträger fest. Janik hat daher auf einen Start in Mickhausen verzichtet. Dennoch sind die Sport- und Rennwagen das Herz der Veranstaltung. Gegen seinen Landsmann Marcel Steiner wird das aber wieder ein schwieriges Unterfangen. Seit Jahren erstmals als Top-Favorit auf den Gesamtsieg wird der Freiburger Patrik Zajelsnik in seinem Norma M20 FC V8 gehandelt. Wenn der LobArt-Mugen V8 des Schweizers Marcel Steiner weiterhin gut läuft, wird das sicher eine ganz spannende Kiste. Beide kennen sich sehr gut und beide kennen die Tücken des Mickhauser Kurses in und auswendig. Ambitionen auf Gesamtrang 3 dürften einige Piloten hegen. Darunter befinden sich auf jeden Fall der Schweizer F3000-Pilot Simon Hugentobler und das EM-Urgestein aus Italien Fausto Bormolini, ebenfalls wie Hugentobler auf einem Reynard. Chancen auf eine Top-10 Position haben sicher auch die Deutschen Asse, wie Uwe Lang (Osella), Frank Derbuyne (Dallara) oder Thomas […]

Termindilemma der Berg DM 2018

12. September 2017

Am vergangenen Sonntagmorgen, während das Bergrennen Unterfranken auf vollen Touren lief, trafen sich einige Vertreter der Veranstaltervereine die 2018 einen Lauf zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ausrichten wollen, zu einem Meeting im Feuerwehrgerätehaus von Eichenbühl. Die Veranstalter konferierten hauptsächlich über ihre Renntermine 2018, die aktuell noch einen vorläufigen Charakter haben. Heraus kam dabei eine massive Ballung der Bergrennen im Monat Juli bis Anfang August, was sicherlich nicht im Sinne der Aktiven, Zuschauern und Medienvertretern sein dürfte. Für eine Überraschung sorgte der MSC Rhön mit der Anmeldung seines ADAC Hauentein-Bergrennens auf den 21./22. Juli. Eine Woche später, also auf dem üblichen Termin 28./29. Juli wird das ADAC Glasbachrennen, aus Lauf zur Berg-Europameisterschaft, zurückkehren. Erneut ein Wochenende darauf folgt das 51. Osnabrücker ADAC Bergrennen, das wie das Glasbachrennen als FiA-Lauf kaum Möglichkeiten hat, Flexibilität in der Terminauswahl an den Tag zu legen. Nicht zu vergessen der Homburger Automobilclub, mit seinem Bergrennen hat er natürlich die Absicht auf seinem Mitte-Juli-Termin (14./15. Juli) zu verbleiben. Somit ergäbe sich die wohl einmalige Konstellation, vier Bergrennen an vier aufeinander folgenden Wochenenden ablaufen zu lassen – ein absolutes Unding! Selbst drei Rennveranstaltungen in Folge sind eine Tortur. Nach einer kurzen internen Beratung haben sich die Homburger nun dazu durchgerungen ihr 45. Homburger ADAC Bergrennen auf den 07./08. Juli beim DMSB anzumelden, mit dem 14./15. Juli in der Hinterhand als Ersatztermin. Das wirft jedoch weitere Probleme auf, denn am 07./08. Juli wird wohl auch das Bergrennen St. Anton in Österreich stattfinden, das die letzten Jahre fest im Kalender des KW Berg-Cup verankert war. Zudem müssen die Homburger auch die Termine der Luxemburger Bergmeisterschaft im Auge behalten, denn in der Zeit Ende Juni bis Anfang Juli gastieren die Luxemburger Bergspezialisten auch beim Bergrennen La Broque im nahen Elsass, dessen nächstjähriger Termin BiD zur Zeit noch nicht bekannt ist. Als Gründe für den plötzlichen Sprung in den Juli geben die Mannen vom MSC Rhön, Fristen und Zeitpunkt der Mäharbeiten der Wiesen, entlang der Rennstrecke „Rhönhofstraße“ an. Zudem kollidiert der übliche Termin über das dritte Augustwochenende mit der ADAC Rallye Deutschland (wie im Jahr 2016), wo das komplette Safety-Car-Team der Funkrettungswacht Motorsport, um Roman Häseler, im Einsatz sein soll. Verständlich ist in diesem Dilemma auch der Wunsch der Rhöner wieder auf den traditionellen Ende-Juli-Termin zurückkehren zu wollen, der nach dem Aufstieg des Glasbachrennens zum EM-Lauf vergeben war. Die „Flucht nach vorne“ angetreten hat der MC Heilbad Heiligenstadt. Die Truppe um den neuen […]

Wachablösung mit Meisterkrönung in Unterfranken

11. September 2017

Mit dem 50. Jubiläums-Bergrennen Unterfranken schließt sich der Kreis beim GAMSC Würzburg. Seit 1966 hatte der Deutsch-Amerikanische Motorsport Club alljährlich das Bergrennen in Eichenbühl bei Miltenberg veranstaltet. Nur im Jahr 1978 war die Strecke hinauf nach Umpfenbach nach einem Unwetter nicht befahrbar und das Rennen musste abgesagt werden. Fünf Jahre später übernahm Peter Thumbeck als bislang dritter Rennleiter das Regiment. Seit 2008 zusätzlich auch aus GAMSC-Präsident, führte der Nürnberger den Club und das Rennen in seiner konsequenten Art und Weise zu vielen Erfolgen. Jetzt soll also Schluss sein für die GAMSC´ler und mit dem Bergrennen vom vergangenen zweiten September-Wochenende ging eine Ära wie am Schnürchen zu Ende. Das Feuer der Begeisterung wird in den nächsten Wochen und Monaten an den vor gut einem Jahr neu gegründeten MSC Erftal übergeben. Noch gilt es einige letzte Hürden, wie die Übergabe des gesamten Aufbaumaterials aus dem Weg zu räumen, doch ab 2018 soll und wird MSC-Präsiden Steffen Hofer und die schon über 150 Mitglieder des MSC Erftal die Fäden der Organisation vollends in die Hände nehmen. Zahlreiche GAMSC´ler wollen ihren Nachfolgeclub dabei tatkräftig unterstützen und so dafür sorgen, dass ihr „Lebenswerk“ weiter besteht. Bodenständig wurde das 50er Jubiläum gefeiert und Zuschauer wie auch die Aktiven eine nahezu perfekte Rennveranstaltung geboten. Am Samstagabend präsentierten MSC-Pilot Nils Abb zusammen mit der örtlichen Feuerwehr eine stimmungsvolle Foto und  Video-Show aus den letzten Jahrzehnten im randvoll besetzten Festzelt. Die 51. Rennveranstaltung auf der Kreisstraße St 507 wird dann am 08. und 09. September 2018 unter dem neuen Namen „Bergrennen Eichenbühl“ laufen. Der Trainingstag begann ungemütlich bei herbstlich, kühlem Nieselregen. Ab dem Mittag trocknete es jedoch ab und der Renntag am Sonntag verlief sonnig aufgelockert und trocken. Packendem Bergrennsport stand somit nichts im Wege. Die Frage nach dem Gesamtsieger 2017 war wie erwartet schnell zu Gunsten von Uwe Lang geklärt. Der Mann vom MSC Sennfeld fuhr mit seinem Osella BMW vorne weg und siegte klar vor Frank Debruyne im AST-Dallara F303. Rang drei hatte der Vorarlberger Peter Amann in seinem ex-Merli Osella PA 2000 Honda im Visier. Der Kaffee-Importeur rangierte nach Lauf 1 an der Spitze der 2-Liter Klasse und zugleich auf Gesamtrang drei, bevor anschließen 200 Meter vor dem Ziel, wegen einer Kleinigkeit das technische Aus kam. Seine Position übernahm Thomas Conrad, dessen Renault-Motor im CRS-Eigenbau-Sportwagen nach Motorschaden nun wieder lief. Der Schwabe kappelte sich lange mit dem Badener Dino Gebhard (Osella BMW), mit dem besseren Ende […]

Björn Wiebe streckt Hand auch nach DM-Titel aus

5. September 2017

Unsere keine Serie zum aktuellen Stand in den DMSB Berg-Prädikaten wollen wir mit der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft abschließen. Vor den beiden letzten Bergrennen in Unterfranken und Mickhausen vermochten sich Tourenwagenpilot Björn Wiebe und Formelfahrer Frank Debruyne vom übrigen Feld abzusetzen. Wiebe liegt derzeit mit 164,8 Punkten an der Tabellenspitze, vor Debruyne mit 151,6 Zählern. Zum jetzigen Zeitpunkt streichen beide, mit 21 beziehungsweise 19,8 Punkten, nahezu das Gleiche. Nach verschiedenen Rechenexempeln ist klar, dass Björn Wiebe beim Bergrennen Unterfranken den nationalen Meistertitel noch nicht unter Dach und Fach bringen kann, auch nicht im Falle eines Ausfalls von Frank Debruyne, denn dann würde das Unterfranken-Rennen zum Streicher und die 19,8 Punkte vom Iberg müssten wieder mit eingerechnet werden. Auf jeden Fall täte ein Klassensieg am Umpfenbacher Berg und somit rund 23 Punkte mehr auf dem Konto, dem Badener Formel 3-Pilot vom CR Racingteam richtig gut. Dem im Wege steht jedoch Peter Behnke, der mit seinem Tatuus Formula Master auf dieser ultraschnellen Strecke in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm leicht favorisiert ist, aber auch schon so manchen technischen Ausfall mit diesem Fahrzeug hinnehmen musste. Gänzlich unkompliziert ist die Situation im Augenblick für Björn Wiebe aber auch nicht. Beim KW Berg-Cup Lauf im schweizerischen Oberhallau demolierte der Hunsrücker seinen Renault Laguna BTCC, bei einem Ausritt. Die Frontpartie wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Wiebes einige Werkstattstunden in die Reparatur des letztjährigen Meisterfahrzeugs unter André Wiebe investieren mussten. An Ersatzteilen und gleichwertigem Fahrzeugersatz mangelt es beim Familienteam nicht, falls in der Vorbereitung des blauen Laguna etwas schief gehen sollte. Eine gewisse Unsicherheit, ob denn auch alles wieder einwandfrei funktioniert, muss Björn Wiebe aber schon aushalten, was für eine gewisse Extraspannung sorgt. Geht alles seinen gewohnten Gang, sollte sich Björn Wiebe in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber auch hier gilt, abgerechnet wird zum Schluss! Eher theoretischer Natur sind die Titelchancen für VW-Pilot Hans-Peter Eller, mit aktuell 139,8 Punkten auf dem Konto und für ex-Europameister Roland Wanek, der mit seinem Mitsubishi Lancer bislang 133,3 Punkte sammelte. Außen vor, sind sicherlich Georg Lang (Formel Renault), der mit 124,2 Punkten auf Rang fünf liegt, gefolgt von Berg-Cup Urgestein Franz Weissdorn im VW Polo mit 120,4 Punkten. Nach seinen zwei Ausfällen infolge eines Getriebeschadens vom Glasbach und Osnabrück, ist der Homburger Kai Neu im Ford Fokus ST aus der Gruppe F bis 2 Liter, aus dem Titelrennen definitiv ausgeschieden.

Zweikampf um den DMSB Team-Cup Titel

2. September 2017

Vor den beiden Abschlussrennen der Bergsaison 2017, wollen wir kurz auf die aktuelle Situation im DMSB Berg-Team-Cup eingehen. Nur fünf Mannschaften, bestehend aus jeweils vier Teammitgliedern hatten sich vor dem Saisonstart gefunden und fristgerecht beim DMSB in Frankfurt eingeschrieben, was zur Durchführung dieser Meisterschaft gerade so reichte. Mindestens drei Teammitglieder müssen bei einem jedem Berg DM-Lauf antreten um Punkte zu erhalten. Bei vier gestarteten Piloten, werden die Punkte (nach dem Schlüssel der Deutschen Bergmeisterschaft) der drei besten Fahrer dem Team gutgeschrieben. Bei den neun Bergrennen des Jahres gilt ein Streichresultat. Dies sind die Eckpunkte dieser noch jungen Cup-Wertung. In der Zwischentabelle nach sieben Veranstaltungen, rangiert das Team „Powered by Wiebe“ weiter auf dem Platz an der Sonne. Mit 359,2 Punkten liegen Björn Wiebe, Markus Goldbach, Kai Neu und Thomas Conrad aber fast gleichauf mit den „Bergfreunden“. Knappe 10,6 Punkte Rückstand, sind für Alexander Bärtl, Stefan Faulhaber, Michael Rauch und Alexander Wolk eigentlich nur ein Pappenstiel, zumal die vier ex-Slalom-Freunde beim Osnabrücker Bergrennen stattliche 19,8 Zähler aufholten und vor den Bergrennen Unterfranken und Mickhausen nun wieder in Schlagdistanz sind. Bereits ohne Titelchancen, aber wacker schlägt sich die Truppe des MSC Erftal. Vor ihrem Heimspiel in Eichenbühl sammelten Nils Abb, Holger Hovemann, Dominik Schlott und Stefan Winkler 191,5 Punkte – diese sind aber real nach der „Nullnummer“ von Eschdorf. Nach dem die „Meisterjäger“, in der Besetzung Armin Ebenhöh, Silvia Ebenhöh, Frank Duscher und André Stelberg in den Vorjahren immer ganz oben vertreten waren, läuft es in diesem Jahr nicht rund. Mit technischen Ausfällen und Ausrutschern ging die Truppe bereits drei Mal punktemäßig leer aus. Irgendwie fast nie komplett, aber wenn glücklos, steht die Mannschaft des MSC Osnabrück, mit Markus Hülsmann, Frank Lohmann, Mario Ruwe und Tobias Stegmann derzeit ohne Punkte da. Hoffen wir dass der Riege aus dem Norden Deutschlands wenigstens noch der „Ehrentreffer“ gelingt. Wer schlussendlich am ersten Oktobersonntag den Sieg im DMSB Berg-Team-Cup 2017 davonträgt ist offen und es wird auf jeden Fall bis zum letzten Wertungslauf spannend bleiben. Eine Hochrechnung ist anhand der vielen Parameter im Punktevergabesystem der Deutschen Bergmeisterschaft, dass noch bei vier Fahrern pro Team, ein Lotteriespiel. Die Wiebe-Truppe ist zwar leicht favorisiert, darf sich aber keinen Schnitzer leisten, denn ob Thomas Conrad nach seinem zweiten Motorschaden dieses Jahr noch einmal auftauchen wird ist fraglich. Ähnlich ist die Situation bei „Die Bergfreunde“. Seit drei Rennen fehlt Alexander Bärtl im Aufgebot. Steht auch der Nordbadener seinem Team heuer […]

Die neue Organisationsleitung des Ibergrennens steht

16. August 2017

Auch im kommenden Jahr kommen Rennfahrzeuge nach Heiligenstadt! Kurz nach dem 22. Ibergrennen vom letzten Juni-Wochenende stand fest: Hermann Ludolph tritt als Organisationsleiter des Ibergrennens zurück. Bereits am Rennwochenwende machte das Gerücht seine Runde und nur Eingeweihte wussten es hier schon sicher: Hermann Ludolph macht Schluss. Ein neuer Organisationsleiter wurde gebraucht, aber auch einer, der Erfahrungen im Motorsportleben mitbringt. Eine Anforderung, die nicht leicht zu erfüllen war. Immerhin sind die Fußstapfen des Vorgängers groß und sein Wirken prägte die vergangenen Jahre auf dem Holzweg. Ebenso spielt das zunehmend Professionelle des Internationalen Renngeschehens eine immer mehr prägnantere Rolle – im Amateurrennsport eine große Herausforderung. Anfang Juli berieten Rennleitung und Vorstand des MC im „Forsthaus Kellner“ Nahe Heilbad Heiligenstadt im Kreis sitzend das Problem. Nicht ohne Grund wurde dieser Ort gewählt, ist das Forsthaus doch auch alljährlich Wendeschleife beim Ibergrennen. Wenden bedeutet kein Ende. Das sollte auch das Ergebnis dieses Abends sein. Vier junge Sportfreunde erklärten sich bereit. Sie baten um vier Wochen Zeit, um ein Konzept für die Zukunft des Bergrennens im Norden Thüringens zu erstellen. Anfang August war es dann soweit. Die neue Rennleitung mit einer Orga-Leitung aus vier motivierten jungen Sportfreunden, gestützt von den Erfahrenen, strebt voller Energie das 23. Ibergrennen im Juni 2018 an. Vieles war und ist zukünftig zu bewältigen: Bewährtes mitnehmen, Neues hinzufügen und in der Praxis durchführbar machen. Somit ist aktuell die erste „Kuh“ des Deutschen Bergrennsports vom Eis! von Jörg Hübsch

Zwischenbilanz vor den Finalrennen – Debruyne aussichtsreich in Berg DM und Cup

13. August 2017

Nach den Doppelwochenenden, mit den Bergrennen Hauenstein am letzten Juli-Wochenende und dem Osnabrücker Bergrennen Anfang August, die vollends in die Urlaubszeit fielen, wird es Zeit eine kurze Zwischenbilanz und Standortbestimmung für das CR-Racingteam, mit seinem Bergspezialisten Frank Debruyne, zu ziehen. Die laufenden Saison der Deutschen Bergmeisterschaft neigt sich schon wieder dem Ende zu, denn mit den Bergrennen Unterfranken (09./10. September) und dem großen Finale vom 30.09. bis 01.10. in Mickhausen bei Augsburg, stehen nur noch zwei Rennveranstaltungen aus. Ein vergleichsweise ruhiges und unaufgeregtes Rennwochenende verbrachte Frank Debruyne beim  48. ADAC Hauenstein Bergrennen. Die Konkurrenz in der Klasse der Formel-Rennwagen bis 2-Liter Hubraum war überschaubar und der schwarz-weiße AST-Abwasser-Sanierungs-Technik Dallara F303 Opel Formel 3 lief wie am Schnürchen. Die 4,2 Kilometer lange Piste in der Hochrhön, die bis auf über 700 Meter über Normalnull ansteigt, verlangte von den Rennmotoren einiges ab. Dem entsprechend vielen die Zeitunterschiede in den Ergebnislisten etwas deutlicher aus als sonst. In seiner Klasse siegte Frank Debruyne unangefochten und nach drei Durchgängen mit einem Polster von 11,8 Sekunden auf den Lokalmatadoren Georg Lang im Tatuus Renault und dem Heiligenstädter Sascha Herz auf Dallara F305 Opel. Dies bedeutete zugleich Rang zwei in der Gesamtwertung der 121 Teilnehmer. Nur Uwe Lang im überlegenen Osella-Sportwagen mit 3-Liter BMW-Motor war schneller als der Badener, der seinerseits auf den am Ende Drittplatzierten Österreicher Peter Amann (Osella Honda 2.0) einen beruhigenden Vorsprung von 4,5 Sekunden herausfuhr. Deine Woche später, beim 50. Osnabrücker ADAC Bergrennen, war die Konkurrenz eine Andere. Denn das Rennwagenfeld war gewaltig und nur wenige der Top-Bergrennfahrer der europäischen Szene fehlten am Uphöfer Berg. Nach einer Rekordzahl an Unterbrechungen und Unfällen, blieben an beiden Tagen für die über 240 Starter nur mehr je zwei Läufe übrig. Ein Jammer für den sportlichen Wert, der mit Spannung erwarteten Rennen. Mit 16 Fahrzeugen war die Klasse der Formelwagen bis 2000 ccm sehr international besetzt. Frank Debruyne traf, wie zuletzt in Homburg, auf den leicht favorisierten Franzosen Anthony Loeuilleux im Tatuus Master „Formel 2“, der die Vorteile seines „Untersatzes“ dann auch zu nutzen wusste und mit 2,7 Sekunden Vorsprung auf das CR-Racingteam-Mitglied gewann. In der Gesamtwertung reichte die Fahrzeit von 1:56,166 Minuten für Rang 17. In den beiden nationalen Bergmeisterschaften des DMSB sieht es zwei Veranstaltungen vor Schluss nach zwei Vize-Meisterschaften für Debruyne aus,  passiert nichts Unvorhergesehenes. In der Deutschen Bergmeisterschaft rangiert der Neurieder mit einem Rückstand von 12 Punkten (inkl. Streichresultat) auf Tourenwagenpilot Björn Wiebe […]

Vorschau Osnabrück 2: Sagenhaftes Tourenwagen und GT-Feld

30. Juli 2017

Absolut außergewöhnlich ist auch das Starterfeld, das das „Berg-Orga-Team“ um Bernd Stegmann, bei den Tourenwagen zur Jubiläumsauflage des Bergrennens in das Osnabrücker Land (04.-06. August) locken konnte. Ein Name verblüfft dabei auf den ersten Blick: Michael Bartels, unter anderem ehemaliger Formel 1-Pilot und Gewinner der FIA GT 1-Meisterschaft bzw. FIA GT 1-Weltmeisterschaft plant einen Start mit einem ganz neuen Maserati MC 12 in der hochkarätig besetzten Kategorie der GT-Fahrzeuge. Damit wird erstmals in Europa ein aktuelles GT 1-Fahrzeug aktiv in den Wettbewerb am Berg eingreifen und sicher ein heißer Aspirant auf den Tourenwagensieg sein. Seinen Start widmet Michael Bartels auch seinem Vater Willi Bartels, dem „Bergkönig“ der 70er Jahre, der unter anderem in 1978 den Tourenwagengesamtsieg in Osnabrück mit dem legendären „Warsteiner“-Porsche errang. So wird es aller Voraussicht nach bei einem spektakulären und einmaligen Gastspiel in der Bergszene des erfolgreichen Profirennfahrers bleiben. Die Konkurrenz, aber auch die Qualität in der GT-Klasse ist phänomenal. So wird der aktuell in der Produktionswagen-Wertung der Französischen Berg-Meisterschaft führende 23 Jahre junge Pierre Courroye mit dem ebenfalls spektakulären McLaren MP4 12 C sicher auch ein Favorit der Tourenwagenkategorie sein. Das Team Walkenhorst Motorsport aus dem Osnabrücker Land hat in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass man gleichzeitig auf der Rundstrecke und am Berg erfolgreich sein kann. Matias Henkola hat sich einiges mit dem BMW M 6 GT 3 vorgenommen und auch Teamchef Henry Walkenhorst wird auf dem bewährten BMW Z 4 GT 3 als einer der Mitfavoriten gehandelt. Weitere spektakuläre Sportwagen präsentieren der Franzose Philippe Schmitter mit einem Lamborghini Gallardo GT 3 F 12 sowie der Schwizer Rene Ruch mit dem Ferrari 458 GT. Aber nicht nur die Tourenwagen jüngeren Jahrgangs sind ganz vorne einzustufen, auch die mit modernster Technik und unglaublichen PS-Leistungen versehenen Tourenwagen älteren Baujahrs fahren am Berg ganz vorne. Der Bulgare Nikolay Zlatkov kommt zum Jubiläumsrennen aus Sofia wieder mit dem allseits beliebten und ultraschnellen Audi Quattro S1, ebenso wie der Brite Keith Edwards. Auch das Haus Porsche ist sehr stark vertreten: der mehrfache Französische Meister Nicolas Werver mit einem neu aufgebauten Porsche 997 GT2, der Österreicher Herbert Stolz mit dem Porsche 935 DP II und das Rundstreckenteam Kremer-Porsche mit dem Rennprofi Wolfgang Kaufmann am Steuer eines Porsche 997 K 3, die Fans des deutschen Sportwagenherstellers werden begeistert sein. Zwei Schweizer Piloten stehen ebenfalls auf der Liste der ganz schnellen Tourenwagen: Erstmals kommt Romeo Nüssli mit einem über 700 PS starken Ford […]

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