DM-Kalender 2020 mit Fragezeichen – Masters möglicherweise in Deutschland

10. September 2019

Am frühen Samstagabend, gleich nach den Trainingsläufen des Eichenbühler Bergrennens, trafen sich Vertreter der Clubs und Vereine aus den Reihen der Berg DM-Veranstalter zur üblichen Sitzung im Feuerwehrhaus unweit des Renngeländes. Geleitet wurde die Besprechung vom Fachausschussvorsitzenden Marcus Malsch und dem DMSB-Delegierten Christoph Schackmann. Für den KW Berg-Cup war Uli Kohl mit von der Partie. Von der Luxemburger Union des Pilotes war leider niemand anwesend, eine Abordnung des MSC Osnabrück ließ sich entschuldigen. Das wichtigste Thema des Abends war die Abstimmung des Terminkalenders 2020, der wie sich herausstellte zum aktuellen Zeitpunkt noch voller Fragezeichen steckt. Dies hängt hauptsächlich mit dem FiA Hillclimb Masters zusammen, das im Oktober 2020 erstmals in Deutschland stattfinden könnte. Marcus Malsch und seine RSG Altensteiner Oberland haben sich bei der FiA in Paris für das nur alle zwei Jahre stattfindenden „Race of Champions der Berge“ angetragen. Ob die Deutsche Bergfamilie der Gastgeber der besten Bergpiloten aller Herren Länder sein wird, entscheidet sich erst am 6. November diesen Jahres im Rahmen des FiA World Motor Sport Council. Beginnen wird die 2020er Runde der DMSB Prädikate ganz sicher mit dem Bergpreis Schottenring (24.- 26. April), als reines Tourenwagen-Bergrennen. Unbestätigt ist der 02./03. Mai für das Eschdorfer Hillrace in Luxemburg. Save ist auch der übliche Pfingsttermin des Wolsfelder Bergrennens am 31. Mai und 01. Juni. Ob dann am 13./14. Juni das ADAC Glasbachrennen folgt, hängt von der Vergabe des Masters ab. „Wir werden nur eine Veranstaltung in 2020 ausrichten“, stellte Malsch heraus. „Bekommen wird das Hillclimb Masters zugesprochen, wird es im Juni keinen EM, DM und KW Berg-Cup Lauf am Rennsteig geben“. Der von der FiA und der RSG angestrebt Termine für das Masters ist das Wochenende 2.-4. Oktober, just am üblichen und vom ASC Bobingen anvisierten Datum für das ADAC Bergrennen Mickhausen. Kommt das Masters nach Thüringen, müsste das Rennen in der Nähe von Augsburg von ihrem Termin weichen. Eine Verschiebung auf das zweite Oktober-Wochenende haben die Verantwortlichen des ASC Bobingen bereits ausgeschlossen. Hier sucht man momentan eine Lösung, für den Fall der Fälle. Ende Juni, genau am 27. und 28. steigt die 25. Auflage des ADAC Ibergrennens von Heilbad Heiligenstadt. Im Juli soll danach das unter Helfermangel leidende Homburger Bergrennen am 11./12. 07. stattfinden. Analog der Vorjahre plant der MSC Rhön für das Wochenende 25./26. Juli das 51. Hauenstein Bergrennen ein, bevor es am darauf folgenden Samstag und Sonntag beim Osnabrücker Bergrennen (01./02. August) wieder international zugeht. […]

Ende gut alles gut für Hin – Eller und Orth holen erste Titel

9. September 2019

Am ersten Herbstwochenende des Jahres und ausgerechnet zum 52. Bergrennen Eichenbühl, dem vorletzten Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft 2019, drehte das Wetter zwischen Spessart und Odenwald  von spätsommerlich in den Herbstmodus. Beide Veranstaltungstage begannen feucht, wobei es am Renntag anfangs ganz schön schüttete und so für Extraspannung gesorgt war. Zum zweiten Mal richtete die Traditionsveranstaltung der noch junge MSC Erftal aus und Rennleiter Steffen Hofer fällte stets die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeitpunkt. Der frische Wind ist also weiter spürbar! Zum Leitwesen der vielen einheimischen Fans, mussten einige „Heim-Ascaris“  vorzeitig die Segel streichen. Nils Abb braucht nach einem Überschlag an der „Klinge“ eine neue Polo-Karosse und für Holger Hovemann steht erneut eine kostspielige Motorinstandsetzung ins Haus, nachdem das 5,7-Liter V8-Triebwerk seines Opel Kadett C GT/R bereits im letzten Training „fest ging“. Zuvor konnte der Odenwälder die fünfte Trainingszeit des 180er Feldes setzten und war für den Renntag bester Dinge. Der Top-Favorit auf den Gesamtsieg Alexander Hin, deckte derweil schon am Samstag seine Karten auf, mit zwei bärenstarken 1:11er Zeiten, einmal knapp unter und über dem Streckenrekord (1:11,523 min) von Patrik Zajelsnik aus dem Jahr 2014. Doch nach dem ersten Rennlauf am verregneten und kühlen Sonntagmorgen, kam die Ernüchterung für den Schwarzwälder. Der feuerrote Osella PA 30 „war unfahrbar und viel zu hart“, kommentierte Hin seine nur achtschnellste Fahrzeit. Nach Lauf 1 führte überraschend Thomas Conrad im 2-Liter Sportwagen und dem „Mann der Stunde“, dem Österreicher Lucas Boric im kleinen und quirligen TracKing RC01 mit Motorradmotor. „Uns fehlen noch die Erfahrungswerte den Osella auch im Regen perfekt abzustimmen“.  Doch die Stunde des Alex Hin sollte noch kommen, denn die dunklen Wolken verzogen sich und die 3.050 Meter lange Piste Richtung Umpfenbach trocknet zögerlich ab. Schon wieder nahezu beste Bedingungen herrschten ab Ende zweiten Durchgangs bis zum Rennende und Alexander Hin überflügelte mit seinem V8-Boliden in einer Zeit von 1:11,640 min den gesamten Spitzenpulk. Bevor die nächste Regenfront Unterfranken erreichte, tilgte Hin auch offiziell Zajelsniks Rekordmarke und verwirklichte doch noch den erträumten vierten Gesamtsieg der Saison, vor Conrad und Formel 3-Mann Mathieu Wolpert. Rang vier belegte Christian Triebstein und fünfter Lucas Boric (Foto Mitte). Im Kampf um die Deutschen Bergmeisterschaft ließ sich Hans-Peter Eller (VW Scirocco 16V) nicht aus der Ruhe bringen. Mehr als souverän kam der Mitarbeiter im Tuningbetrieb von E1-2 Liter Pilot Mario Minichberger zum Klassensieg in der 1400er E1-Klasse und steht vorzeitig als neuer Deutscher Titelträger fest, dass zudem mit […]

Eller und Orth können den Sack vorzeitig zu machen

28. August 2019

Das Ende der Berg-Saison 2019 erscheint bereits am Horizont. Mit dem Bergrennen im unterfränkischen Eichenbühl in gut einer Woche und dem Finale Anfang Oktober im bayerischen Schwabenland von Mickhausen, wird es Ernst um die Vergabe der Titel in den drei DMSB-Meisterschaften. In zwei von drei Championaten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, die Meister vorzeitig feiern zu können. Im obersten Bergprädikat, der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, hat Hansi Eller alle Trümpfe selbst in der Hand. Mit seinem bisherigen Durchmarsch in der 1400er Klasse der Gruppe E1 benötigt der Staufener nur noch eine Top-Platzierung in seiner Klasse und könnte in Eichenbühl den Deutschen Meistertitel zementieren. Theoretisch müsste Eller dann in Mickhausen nicht mehr antreten oder kann sich in den Stauden einen Totalausfall, dank des Streichresultats leisten. Die Vizemeisterschaft vor Augen hat der Rheinhesse Rüdiger Zahn im kleinen Citroen AX GTI aus der Klasse bis 1400 ccm der Gruppe N. Ihn noch auf Rang 3 zu verweisen, dürfte für Formel 3 Pilot Christian Triebstein ein schwieriges Unterfangen werden. Hier hat es Zahn einfacher die Klassensiege zu holen. Mit Mathieu Wolpert, Georg Lang und Frank Debruyne im erstmals von ihm eingesetzten neuen Dallara F316, hat Triebstein alle Hände voll zu tun, um die nötigen Zähler, auch im DMSB Berg-Cup für Sportwagen und Formelfahrzuge einzufahren. Mit zwei Klassensiegen in der Gruppe F bis 2 Liter kann der Homburger Kai Neu mit seinem Ford Focus ST sogar noch DM-Platz Drei auf den letzten Metern entern. Patrick Orth vom MSV Osann-Monzel hat sich im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen, der nach den Platzierungen in der Division, sprich Tourenwagen-Gesamtwertung gepunktet wird, ebenfalls einen schönes Punktepolster herausgefahren. Dem jungen 2-Liter BMW-Piloten aus der Südeifel genügt in Eichenbühl ein dritter Platz in der Division, um schon ein Rennen vor Schluss den Titel sicher zu haben. Der aktuell Zweitplatzierte Stefan Faulhaber im Opel Kadett 1600 ccm, müsste dagegen zwei Mal die Division gewinnen und Orth Junior sogar einmal ausfallen. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Faktisch steht Patrick Orth vor seinem ersten großen Titelgewinn. Wie der aktuell Dritte Erwin Buck (VW Scirocco 16V) und Vierte Björn Wiebe (Renault), haben alle Protagonisten bereits Nuller eingefahren, sodass Streichresultate nicht mehr anfallen und mit eingerechnet werden müssen. Im Kampf um den Vize-Titel liegt Faulhaber drei Zähler vor Buck. Spannung bis zum Schluss ist hier angesagt. Wie schon angesprochen liegt Formel 3 Mann Christian Triebstein in der DM und im Berg-Cup für Rennsportwagen aussichtsreich im Rennen. Vor dem Renn-Wochenende beim […]

Der Berg ruft wieder! Das Bergrennen Mickhausen ist zurück

16. August 2019

Das Bergrennen Mickhausen ist zurück! Nach einjähriger Pause röhren heuer am ersten Oktober-Wochenende wieder die Motoren am legendären Mickhauser Berg. Veranstalter der Motorsport-Großveranstaltung ist erneut der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen, der die Unterbrechung dazu genutzt hat, sein Orga-Team neu aufzustellen. Nach dem Rückzug von Organisationschef Günter Hetzer und seinem Stellvertreter Robert Andratzek hat diese Aufgabe ein „Dreigestirn“ übernommen. Neuer Orga-Leiter ist mit Hinrich Groeneveld ein ausgewiesener Rennsportfachmann mit langjähriger Erfahrung in der Organisation hochkarätiger Motorsportevents. Ihm zur Seite stehen ASC-Vorsitzender Michael Kanth und der aktive Rennfahrer und Berg-Cup-Sportleiter Wolfgang Glas aus dem nahen Scherstetten. Es ist das einzigartige Flair mit hautnahen Begegnungen im Fahrerlager, dem Klang der Motoren und dem Geruch von Benzin und Reifengummi, das die kleine Staudengemeinde Mickhausen alljährlich im Herbst zum Mekka für die Freunde des Motorsports macht. Am ersten Oktober-Wochenende ist es wieder soweit: beim Internationalen 38. ADAC-Bergrennen Mickhausen am 5. und 6. Oktober kämpfen die rund 180 erwarteten Fahrer in ihren PS-strotzenden Boliden im 2,2 Kilometer langen Kurvenlabyrinth von Münster hinauf nach Birkach wieder um Hundertstelsekunden. Die vom ASC Bobingen auf höchstem (Sicherheits-)Niveau organisierte Motorsportveranstaltung zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bergrennen in ganz Europa. Bei der Neuauflage des 1964 erstmals durchgeführten Bergrennens wird nach den Regularien des Deutschen Motosportbundes (DMSB) der letzte Lauf der diesjährigen Deutschen und der Luxemburger Bergmeisterschaft ausgetragen. Neu im Rennprogramm ist heuer erstmals ein eigener E-Mobil-Cup für Elektro-Serienfahrzeuge, 15 Startplätze sind dafür reserviert. Wenn das Wetter mitspielt, dann werden am Rennwochenende bis zu 20.000 Zuschauer an der malerischen Rennstrecke im Herzen der Stauden erwartet. Sie bilden eine grandiose Kulisse für das mittlerweile größte Sportevent im Augsburger Land. Der neue Orga-Leiter Hinrich Groeneveld und das Heer der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer jedenfalls haben auch im Vorfeld der 38. Auflage des Bergrennens Mickhausen keine Mühen gescheut, den Zuschauern wieder packenden Motorsport „zum Anfassen“ zu bieten. Bei den Fahrern und ihren Teams, die aus ganz Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern in den Stauden erwartet werden, genießt das Bergrennen Mickhausen einen hohen Stellenwert. Sprichwörtlich und in Fahrerkreisen weit gerühmt ist die Gastfreundschaft, die der großen internationalen Rennfahrerfamilie vor allem in Münster alljährlich entgegen schlägt. Der ganze Ort wird ein Wochenende lang zum Fahrerlager umfunktioniert, das auch den Zuschauern offen steht – „Hautkontakt“ mit Fahrern, Mechanikern und Rennfahrzeugen inklusive. Ihre Garagen, Hofeinfahrten und Scheunen überlassen die Münsterer bereitwillig dem Tross der Rennfahrer. Doch zurück an die Rennstrecke: Die Zuschauer können entlang der gesamten Strecke […]

Glanzleistungen der Schweizer in Osnabrück – Protest gegen Zajelsnik

5. August 2019

Mit dem zweiten Gesamtrang schlug sich Marcel Steiner beim Bergrennen Osnabrück ebenso glänzend wie der neue Tourenwagen-Rekordhalter Ronnie Bratschi und F3000-Junior Robin Faustini. Joël Volluz erlitt einen Unfall. Von den besten Rennsportwagenpiloten aus Europa fehlten nur Multichampion Simone Faggioli, Frankreichs Meister Geoffrey Schatz und der Schweizer Eric Berguerand (hatte wegen seines verletzten Vaters abgesagt). Entsprechend hoch waren Niveau und Spannung beim 52. Int. ADAC Bergrennen Osnabrück. Dank seiner Bemühungen um solvente Sponsoren konnte der Veranstalter MSC Osnabrück das bisher bestbesetzte Bergrennen in diesem Jahr präsentieren. Nur im ersten Rennlauf ließ Europameister Christian Merli im Osella FA30 (Foto oben) dem mit neuen Reifen gestarteten Patrik Zalesnjk auf einem Norma-Mugen um vier Hundertstel den Vortritt. Danach zog der bald 47-jährige Südtiroler alle Register und fuhr mit 50,055 eine neue Rekordzeit für die 2030 Meter kurze Strecke. Hätte er in der Zielkurve wegen einer verdreckten Stelle nicht kurz vom Gas müssen, wäre die erste 49er-Zeit Tatsache. Auch in den zwei weiteren Läufen war Merli der Schnellste, sodass er sich in der Addition der zwei besten Zeiten den dritten Tagessieg nach 2016 und 2017 holte. In zwei Wochen dürfen sich die Schweizer Fans auf Merlis Start beim EM-Lauf in St-Ursanne und auf das Duell mit Landsmann Simone Faggioli freuen. Im Training noch um ein paar Hundertstel vor Zajelsnik und Vorjahressieger Sébastien Petit in einem Norma-Mugen gelegen, behauptete der Schweizer Meister Marcel Steiner mit seinem LobArt-Mugen (Foto Mitte) in allen Rennläufen den dritten Rang, womit er durchaus zufrieden war. Marcel Steiner: «Das Podium unser Ziel. In diesem Klassefeld hätte ich genauso gut nur Sechster oder Achter werden können. Meine erste Zeit von 50,615 war super. Schade, kam nicht noch eine zweite unter 51 Sekunden.» Der fällige Protest: Fast mehr Kribbeln als beim Fahren hatte Steiner, weil er schon vor Abschluss der Veranstaltung bei den FIA-Kommissären einen schriftlichen Protest gegen den V8-Motor im Sportwagen von Zajelsnik deponierte. Dessen Topspeedwerte waren hier wie schon anderswo dermaßen gut, dass hinter den Kulissen schon lange Unmut herrschte. Steiner Motorsport musste dafür tief in die Tasche greifen. Weil Zajelsnik die Unterschrift unter die Kenntnisnahme des Protest verweigerte, wurde er spätabends aus der Wertung genommen (separater Bericht folgt). Unfall von Volluz: Joël Volluz vermochte mit seinem Osella FA30 zwar nicht direkt ins Duell um das Gesamtsiegerpodium einzugreifen, sah aber die Chance, den zweifachen französischen Bergmeister Petit noch von Rang 4 zu verdrängen. Markenkollege Christoph Lampert, der mit dem schmalen Leitplankenkanal nicht […]

Alexander Hin reißt Uwe Langs Rekord hin

30. Juli 2019

Egal in welches Auto sich Alexander Hin setzt, er weiß alles aus seinen Rennern herauszuholen, was er auch beim 50.Hauenstein-Bergrennen in Hausen in der Rhön bewies. Er hat erst seit drei Monaten einen Osella PA 30 und fährt seitdem von Gesamtsieg zu Gesamtsieg und bricht dabei alle Streckenrekorde in Deutschland. Beim Jubiläumsrennen in der Hochrhön verbesserte er im ersten Rennlauf  vor mehreren Tausend Motorsportfans den Streckenrekord des fünfmaligen Siegers Uwe Lang um einige Zehntelsekunden. Im letzten Durchgang pulverisierte er auf der 4,2 Kilometer langen Strecke mit der Jopp-Kurve und der Jopp-Schikane  förmlich seine eigene Bestmarke auf jetzt geltende 1:38,77 Minuten. „Das war noch nicht die letzte Rille“, verriet der Elzacher Hausbau-Unternehmer nach seiner erst Auffahrt im Biosphärenreservat. Alexander Hin hat sich die Dienste des Equipements und des technischen Supports des Teams von Uwe Lang gesichert und beide Partner ergänzen sich kongenial und professionell. Uwe Langs Sohn Georg Lang mischte in seinem Formel 3-Renner aus dem Hause Weidler vorne mit. Georg Lang und andere Piloten haderten aber mit Rennleiter Klaus Höhn, weil er die Mittagspause relativ bald angesetzt hatte und die Piloten der Rennsportfahrzeuge den zweiten Lauf erst nach einem Schauer auf Regenreifen bestreiten mussten. So drehte Herbert Stolz verärgert ab und lud seinen Porsche 925 DP II unvermittelt auf und machte sich vorzeitig auf die heimreise. Am Ende belegte Georg Lang den Gesamtrang fünf, hinter Thomas Conrad (Dettenhausen), die weiteren Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest (Foto unten) neben Alexander Hin errangen Vorjahressieger Mathieu Wolpert (2., Bad Herrenalb) und Christian Triebstein (3., Habichtswald). Auf dem Gesamtrang sechs platzierte sich Holger Hovemann in seinem 700 PS starken V8 Motor unter der Haube seines Opel Kadett. Der Kadett-Treter aus Buchen-Böddigheim markierte dabei einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord von 1:46,90 Minuten. Im Feld der 180 Fahrer hatte der veranstaltende MSC Rhön elf Eisen im Feuer und die Jungs wie Johannes Wetzel aus Rüdenschwinden sichtlich ihren Spaß und mischten munter im Feld der Gleichmäßigkeitsfahrer (GLP) mit. Der Sieg unter allen GLP-Teilnehmern holte sich Axel Reß aus Wülfershausen, womit der Pokal in Unterfranken blieb. Der Deutsche Berg-Trophäenmeister der Jahr 1992 und 1993 strahlte nach seinem Schnapszahl-Auftritt, ist er doch 66 Jahr alt und fährt seit stolzen 44 Jahren im deutschen  Bergrennzirkus mit. Den Damenpokal in Hausen sicherte sich zum wiederholten Male die Golf –Fahrerin Sabine Röck (Leutkirch). Das Feld der 180 Fahrer aus dem In- und Ausland bot bildschöne Renner wie den Lancia Delta Integrale HF des Mainbernheimers Christian […]

Das KULT- Rennen am „Uphöfener Berg“ – die Show der Auto-Sensationen beim Osnabrücker Bergrennen

25. Juli 2019

Bei der 52. Auflage des Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens am 3. und 4. August 2019 dürfen sich die Besucher auf ein Feuerwerk an grandiosen Automobilen des Rennsports freuen – 200 Piloten aus ca. 15 Nationen bieten beim 5. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup 2019 (dazu Deutsche und Luxemburger Bergmeisterschaft und KW Berg-Cup) einen spannenden sportlichen Fight auf der 2, 030 km langen Piste des legendären „Uphöfener Berges“ in Hilter-Borgloh (südlich von Osnabrück). Automobilsport in dieser Vielfalt ist einmalig und daher ist es umso attraktiver, als dass das komplette Fahrerlager für alle Gäste offensteht und der direkte Zugang zu den Teams besondere Einblicke in die Innenleben der Fahrzeuge und die Vorbereitungen bietet. Die Fans des europäischen Bergrennsports freuen sich auf den amtierenden Europa-Bergmeister Christian Merli (Italien). Mit seinem Osella FA 30 LRM V8 eilt er bei allen Läufen zur Europameisterschaft von Sieg zu Sieg und stellt dabei einen Streckenrekord nach dem anderen auf. Es ist der einzige Start des sympathischen Titelträgers, der 2018 auch noch die hochkarätige italienische Meisterschaft für sich entscheiden konnte, in diesem Jahr in Deutschland. Er gilt natürlich als Top-Favorit auf den Sieg, doch die internationale Konkurrenz ist äußerst groß. Der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik (Freiburg) mit seinem Norma M 20 Mugen V8, der letztes Jahr auch unter 51 sec blieb und am Ende Zweiter wurde, ist ebenso wie der Schweizer Marcel Steiner im LobArt LA 01, der Österreicher Christoph Lampert (Osella FA 30), der vielfache Tschechische Champion Milos Benes (Osella FA 30) und der Luxemburger Guy Demuth (Norma M 20 FC) als Anwärter auf einen Podiumsplatz einzuschätzen. Zudem hat der Streckenrekordhalter Sebastien Petit rechtzeitig nach seinem Unfall in diesem Jahr in Portugal, wieder ein leistungsstarkes 3-Liter-V8-Fahrzeug der Marke Norma zur Verfügung und ist somit wieder ein ernstzunehmender Gegner beim Rennen um den Gesamtsieg. Zahlreiche Fans freuen sich auch auf den Schweizer Joel Volluz, der sich bereits in 2015 am „Uphöfener Berg“ feiern ließ und nunmehr mit seinem äußerst schnellen Osella FA 30 zurück kehrt. Für alle gilt: das Maß aller Dinge – also bei der Jagd nach den Zeiten ist der Streckenrekord von 50, 145 sec/Lauf. Bei den Besuchern sehr beliebt sind auch die Formel 3000 Rennwagen, nicht weniger spektakulär als die Boliden aus der Formel 1. Hier gilt der junge Schweizer Robin Faustini (Reynard K 01) als Favorit, aber auch der langjährig erfolgreiche Ungar Laszlo Szasz (amtierender Bergmeister von Kroatien) mit seinem Reynard Zytec wird schnelle Zeiten „in […]

Regentropfen verhindern Streckenrekord in Homburg

15. Juli 2019

Die Überraschung des Wochenendes, beim 46. Homburger ADAC Bergrennen auf der Käshofer Straße, war nicht die Tatsache dass sich Alexander Hin (Elzach)den Gesamtsieg erstmals in der Saarpfalz holte, sondern die Art und Weise wie er dies bewerkstelligte. Schon mit seine Trainingsbestzeit von 1:07, 818 min, deutlich vor dem Rest des 150 Fahrer starten Feldes, meldete der Schwarzwälder seine Ansprüche auf diesen Wertungslauf der Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft deutlich an. Als „Spielverderber“ brachte sich am Sonntagmorgen ein Regenschauer in das Geschehen ein. Die Bedingungen auf der so schon sehr anspruchsvollen Bergstraße hinauf nach Käshofen verschlechterten sich. Die gefahrenen Zeiten und Erfahrungen aus den Trainingsläufen waren Makulatur und man war im Schnitt zwischen 15 und 20 Sekunden länger unterwegs. Nach und nach trockneten die 2,6 kurvenreichen Kilometer ab und die Bestzeiten purzelten wieder. Am Anfang noch unter Druck von Thomas Conrad (Dettenhausen) im CRS MTK Renault und Christian Triebstein (Dörnberg) im Dallara F302 Formel 3 vermochte sich Alexander Hin in seinem feuerroten „Spielmobil“ à la Osella PA 30 Zytek deutlicher zu steigern als seine ärgsten Gegner. Im abschließenden dritten Lauf, der wie im Vorjahr bereits kurz vor 16 Uhr 30 beendet war, waren die Bedingungen wieder fast optimal und Hin fuhr mit seinem über 500 PS starken Boliden aus Italien allen davon. Dabei verfehlte der Zimmerermeister den bestehenden Streckenrekord des Luxemburger David  Hauser (Dallara GP2), der vor drei Jahren in 1:05,404 das Ziel sah, nur um hauchdünne 3/10 Sekunden. „Ein zweiter Lauf trockener  Lauf, mit top Konditionen hat mir gefehlt, dann wäre die Rekordmarke sicher gefallen“, blicke Hin auf den Tagesverlauf zurück. „Aber ich weiß jetzt was das Auto zu leisten im Stande ist“. Wie im Vorjahr sicherte sich Thomas Conrad Rang zwei. Rund 1,5 Sekunden dahinter, besetzte Christian Triebstein den dritten Platz. In den Klassen und Gruppen der Tourenwagen, die erneut die Masse des Teilnehmerfeldes am Karlsberg stellten, lockte der morgendliche Regenschauer einige passionierte „Regenspezialisten“ auf den Plan. Der Luxemburger Bergmeister Canio Marchione fuhr im ersten Lauf absolute Bestzeit und rangierte, im Ziel angekommen, auf Rang vier der Gesamtwertung vor etlichen reinrassigen Rennsportfahrzeugen. Der Italo-Luxemburger im BMW 320 STW ließ auch später nichts anbrennen und wurde Tourenwagen-Gesamtsieger. Vier der schnelleren Rennsportwagen konnte er zwar nicht halten, aber Rang 8 in der Tageswertung, vor Publikumsliebling Holger Hovemann (Bödigheim) im Opel Kadett  GT/R V8 belegen. In der E1-Klasse bis 2000 ccm des KW Berg-Cup spielten sich unterdessen Dramen ab. Patrick Orth (Bergweiler) witterte […]

2. Vorschau Homburg: Der Top-Favorit kommt aus dem Schwarzwald

9. Juli 2019

Rein sportlich gesehen erwarten die Insider eine spannende Sekundenhatz um den Gesamtsieg. Alexander Hin reist indes mit stolz geschwellter Brust zum Homburger Bergrennen an. Der Tagessieg des letzten DM-Laufs in Heilbad Heiligenstadt, inklusive neuem Streckenrekord stempeln den Breisgauer zum Favoriten auf den Gesamtsieg. Der Unternehmer aus Elzach kommt in der Saarpfalz zu seinem erst zweiten Renneinsatz in seiner neuen „Italo-Granate“ Osella PA 30, mit einem weit über 500 PS leistenden Zytek V8-Triebwerk. Bei Idealen Wetterbedingungen ist so der Streckenrekord (1.05,404 min, David Hauser (L), Dallara GP2, aus 2016) in Gefahr. Hin das Wasser reichen möchte Anthony Loeuilleux- mit seinem Tatuus Formula Master ist der Franzose Titelverteidiger am Karlsberg. Zum engeren Favoritenkreis zählen weiter Christian Triebstein (Habichtswald-Dörnberg), als Deutscher Berg-Cup Vize-Meister 2018, in einem Dallara Opel Formel 3, sowie die weiteren Formel 3-Vertreter Georg Lang (MSW HS-001) aus Schweinfurt und aus Frankreich Daniel Allais, der den früheren Rennwagen (Foto oben) des heutigen Formel 1-Piloten Valtteri Bottas besitzt. Nicht zu vergessen aus dem Sportwagen-Lager der Schwabe Thomas Conrad im CRS-Renault. Die Masse der Teilnehmer kommt traditionell aus dem Tourenwagen und Silhouetten-Bereich. Die Riege der großvolumigen „Berg-Monster“ führt Holger Hovemann (Buchen) im Opel Kadett GT/R mit V8-Chevrolet-Motor an. Dazu gesellen sich der Schweizer René Ruch im knallroten Ferrari 355 GT, in dessen Heck ein Zytek-V8 aus einem Formel 3000-Rennwagen für den entsprechenden Vortrieb sorgt sowie einige Porsche 911 und das Luxemburger Schilling Team. Zahlreiche Renntourenwagen der Marken VW, Opel, BMW oder Audi aus dem KW Berg-Cup runden das imposante Feld ab. HAC stellt Rekordmannschaft Der Homburger AC ist unter den 10 Veranstaltern aus der Deutschen Bergrennszene, der Verein mit den meisten aktiven Fahren. Rekordverdächtige 18 Aktive aus den Reihen der Grün-Weißen haben sich in die Starterliste eingeschrieben. Dies sind im Einzelnen: Boris Schmidt (Fockenberg-Limbach) Citroen AX GTi, Christian Bächle (Homburg) Peugeot 206 RC, Heinz-Peter Boch (Eberbach) Peugeot 206 Rallye, Volker Stoll (Gehrweiler) Peugeot 206 RC, Ulrich Zeitz (Kelkheim) Citroen C2 GT, Gino Kruhs (Quierschied) Citroen DS3 R3T, Fredi Marquitz (St. Ingbert) BMW 318 is, Martin Kraus (Blieskastel) VW Polo G60, Jonas Steinbrenner (Mandelbachtal) BMW 323i, Daniel Thum (Bexbach) BMW 318i, Rüdiger Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) Porsche 911 GT3, Jochen Stoll (Gundersweiler) Porsche 911 GT3 und Christoph Schwarz (Otterberg) NSU TT. Hervorzuheben ist der Homburger Kai Neu, der mit seinem Ford Fokus ST in der laufenden Saison schon mehrfach den Klassensieg davontrug und aktuell auf Rang 6 in der Tabelle der Deutschen Bergmeisterschaft rangiert. Hinzu kommen […]

1.Vorschau Homburg: Im Rennwagen mit 200 km/h hinauf nach Käshofen

7. Juli 2019

Die Saison der Bergrennen in Deutschland ist mit dem 46. Homburger ADAC Bergrennen vom 12.-14. Juli 2019 praktisch auf dem Höhepunkt angelangt. Nach den Läufen am hessischen Vogelsberg bei Schotten, dem Auslandsstart im luxemburgischen Eschdorf im Mai, dem Eifel-Klassiker von Wolsfeld an Pfingsten, dem auch zur Europameisterschaft zählenden Glasbachrennen in Thüringen und dem Ibergrennen vom letzten Juni-Wochenende im Eichsfeld, zieht es nun den Tross der PS-starken Bergsteiger samt „Schraubern“ und Familien, weiter in die Saarpfalz zur Traditionsveranstaltung auf der Käshofer Straße, zwischen der saarländischen Kreisstadt Homburg und dem westpfälzischen Dorf Käshofen, die Sickinger Höhe hinauf. Dazugesellen werden sich die Fahrerinnen und Fahrer aus der Luxemburger Bergmeisterschaft sowie Gaststarter aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz, sodass das 150 Rennwagen zählende Feld international aufgewertet wird. Wie bei Bergrennen üblich, geht so ziemlich alles an den Start was vier Räder hat, außer Go-Karts, Renntrucks und der Formel 1. Die Vielfalt ist groß. Von 75 bis 750 PS  reicht die Leistungsspanne. Am Ablauf zum Einzelzeitfahren stehen Tourenwagen verschiedener Verbesserungsgrade, Rennsportwagen à la Le Mans und Monoposto-Rennwagen bis Formel 3 und 2. Auch die Old- und Youngtimer-Liebhaber kommen bei der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) auf ihre Kosten. Straffer Zeitplan mit Rahmenprogramm Schon ab dem kommenden Mittwoch werden die ersten Rennteams im Fahrerlager an der L 120 zwischen dem Homburger Schießhaus und dem Stumpfen Gipfel erwartet, um ihre Zelte und Renntransporter in Stellung zu bringen. Ab Freitag (12. Juli – 15 Uhr) ist die Käshofer Straße bis Sonntag 21 Uhr, für den Straßenverkehr voll gesperrt. Um diese Zeit beginnt auf der Fahrerlagerwiese bereits die Technische Abnahme der Rennfahrzeuge, bei freiem Eintritt für interessierte „Technikfreaks“. Jeweils drei komplette Durchgänge an beiden Tagen, werden die Zuschauer zu Gesicht bekommen. Am Samstag stehen von 8 Uhr 30 bis 18 Uhr die Trainings- und Qualifikationsläufe auf dem Programm. Für die Rennläufe um Siege in den Klassen und Gruppen und natürlich in der Gesamtwertung schaltet am Sonntag, ebenfalls bereits um 8 Uhr 30, beginnend mit den leistungsschwächeren Klassen, die Startampel auf Grün. Gegen 19 Uhr ist dann die Siegerehrung im Fahrerlagerfestzelt anberaumt, wo drei Tage lang auch für das leibliche Wohl gesorgt wird. Das Rahmenprogramm besteht aus der Band „Hot Docs“ die am Samstagabend ab 17 Uhr im Festzelt aufspielen wird. Zwischen den Trainings- und Rennläufen geht der 12-jährige Max Reis aus Ramstein, aktuell jüngstes HAC-Mitglied, auf die Strecke. Der Deutsche Meister im Kart-Sport und WM-Teilnehmer präsentiert zwischendurch seinen Rennkart auch am […]

1 2 3 12