Bergrennen Eichenbühl – Absage des letzten Mohikaners

27. Mai 2020

Nun hat auch der letzte im Rennkalender der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup verbliebene Veranstalter, die Waffen gestreckt. Lange hatte man die bittere Entscheidung herausgezögert, doch jetzt gaben die Erftaler bekannt, dass es am 12./13. September diesen Jahres kein Bergrennen Eichenbühl geben wird und dies für 2020 ersatzlos gestrichen wird. In den ersten Monaten von 2020 waren der MSC Erftal noch sehr optimistisch, der September war gefühlt weit genug weg. Alle Werbematerialien lagen gerade druckfrisch bereit – doch dann entwickelte sich das Coronavirus zur weltweiten Pandemie. „Eine solche Ausnahmesituation ist für uns alle neu und beherrscht noch immer unseren Alltag. Ausgangsbeschränkungen, Einschnitte wie Mindestabstand und Maskenpflicht aber auch Lockerungen sowie der korrekte Umgang mit dem Virus sind die aktuell beherrschenden Themen“, reflektiert die Organisationsleitung des 53. Bergrennens im unterfränkischen Eichenbühl. „Wir können nur hoffen, dass sich all dies auf das Jahr 2020 beschränkt, aber genau abschätzen kann das wohl niemand. Die Politik könnte eine aktuelle Entscheidung aufgrund der dynamischen Situation schon morgen wieder revidieren – zum Wohle unser aller Gesundheit. Diese Dynamik raubt dem MSC Erftal und seinen Partnern jegliche Möglichkeit der Planung – das macht eine Durchführung eines Bergrennens in gewohnter Art und Weise leider unmöglich. Die meisten Menschen aus der Bergrennszene rechnen wahrscheinlich mit einer solchen Entscheidung schon länger. Andere können sie vielleicht – gerade in Anbetracht der aktuellen Lockerungen – nicht wirklich nachvollziehen. Unter Einbeziehung aller relevanten Gesichtspunkte bleibt jedoch dem noch jungen Verein aus dem Erftal, leider keine andere Wahl, als das Bergrennen Eichenbühl 2020 abzusagen. “Wir bedauern es sehr diese Entscheidung treffen zu müssen, sehen uns aber auch in der Pflicht, die Sicherheit aller Beteiligten in jeder Hinsicht zu gewährleisten!“, betont Rennleiter Steffen Hofer. „Uns bleibt nur zu hoffen, dass sich die globale Situation schnellstmöglich entspannt und wir uns nächstes Jahr auf eine umso schönere, erfolgreiche und lang ersehnte Bergrennsaison freuen dürfen. Wir arbeiten bereits heute an unserem Bergrennen am 11. / 12. September 2021 und würden uns wünschen Euch bald wiederzusehen“.

DM-Aus 2020 – Bergrennen Mickhausen sagt ab

10. Mai 2020

Das Fünkchen Hoffnung auf eine stark reduzierte Saison in der Deutschen Bergmeisterschaft im Herbst, hat sich nun zerschlagen. Mit der Absage des ADAC Bergrennen Mickhausen vom ersten Oktoberwochenende, wird es erstmals nach dem zweiten Weltkrieg keinen Bergmeister in Deutschland geben. Somit steht einzig uns allein das Bergrennen Eichenbühl (11.-13. September) noch zur Disposition und auch das oberösterreichische Bergrennen von St. Agatha, das ebenfalls in diesem Jahr zur Berg DM zählen sollte, ist aktuell noch offen. „Wir haben die Durchführung des Bergrennens Mickhausen 2020 so lange wie möglich offen gehalten. Die Hoffnung, dass die Corona-Krise doch noch Möglichkeiten für die Durchführung eröffnet, starb zuletzt“, sagt ASC-Organisationslseiter Hinrich Groeneveld. „Heute kann jedoch noch niemand mit Sicherheit sagen, ob eine Großveranstaltung, wie das Bergrennen Mickhausen, im Oktober genehmigungsfähig ist. Auf dieser Grundlage können wir keine Verträge abschließen und in finanzielle Vorleistung gehen. Gleichermaßen müssen wir der Situation unserer zahlreichen Sponsoren Rechnung tragen. Viele von ihnen wurden von der Krise so konkret betroffen, dass sie wirklich andere Sorgen als das Bergrennen haben. Wir müssen einsehen, eine solide Finanzierung unserer Veranstaltung ist so nicht möglich“. Schweren Herzens haben sich die Verantwortlichen des ASC Bobingen deshalb entschlossen, das Bergrennen Mickhausen 2020 abzusagen. „Wir bedanken uns beim DMSB, dass unsere bereits gezahlten Anmeldegebühren nicht verloren gehen und uns für 2021 angerechnet werden. Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen Helfern für die schon jetzt geleistete Arbeit und Unterstützung für die nun abgesagte Veranstaltung. Im nächsten Jahr wollen wir durchstarten. Lasst uns 2021 mit frischem Schwung wieder ein großartiges Bergrennen auf die Beine stellen!“

53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen mit neuem Termin

9. Mai 2020

Dass das neuartige Corona-Virus weltweit zu einschneidenden Beschränkungen führen würde, ahnten wohl vor einigen Wochen nur die Wenigsten. Ebenso waren die Verantwortlichen des MSC Osnabrück e.V. voller Zuversicht, die für den 1./2. August 2020 vorgesehene 53. Auflage des Int. Osnabrücker Bergrennens erneut mit hochklassigem Automobilsport und einem tollen Event-Programm durchführen zu können. Dementsprechend waren die Vorbereitungen, wie schon in den vergangenen Jahren, im Laufe des 1. Quartals 2020 weit fortgeschritten. Als sich das Virus dann rasend schnell weltweit verbreitete und die mit ansteigenden Infektionszahlen immer weiter einhergehenden Verbote und Beschränkungen zum Tragen kamen, wurden bereits Überlegungen angestellt und Konzepte erarbeitet, das Int. Osnabrücker Bergrennen 2020 doch noch den langjährigen Fans präsentieren zu können. Mit der getroffenen Entscheidung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Bundesländer, Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 in Deutschland nicht durchführen zu dürfen, stand fest, dass das 53. Int. Osnabrücker Bergrennen im Jahr 2020 nicht, wie gewohnt, stattfinden konnte. Die Verantwortlichen der Veranstaltung haben daher unter Berücksichtigung des in dieser Situation unumgänglichen Schutzes der Bevölkerung, der durch die gesetzlichen Vorgaben fixiert ist, entschieden, das  53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen „Cars & Fun mit dem 8. E-Mobil-Berg-Cup zu verschieben und nun am 7./8. August 2021 damit an den Start zu gehen. Damit gibt es nach 52 Jahren in diesem Jahr erstmals in der „Borgloher Schweiz“ eine „Rennpause“. Die Organisatoren werden sich in der Zwischenzeit jedoch in keiner Weise zur Ruhe setzen, sondern arbeiten mit viel Elan an der Weiterentwicklung des erfolgreichen Konzept der vergangenen Jahre mit dem „Highlight“ im August und den begleitenden Aktionen und Events im Netzwerk des Int. Osnabrücker Bergrennens weiter. „Im Vorfeld der Entscheidung, das 53. Bergrennen um ein Jahr, in den August 2021 zu verschieben, haben unglaublich viele Partner, Freunde und auch aktive Fahrer des Events uns ihre Solidarität und die weitere uneingeschränkte Unterstützung zugesagt“, freut sich Organisationsleiter Bernd Stegmann. Rennleiter Michael Schrey ergänzt, dass „damit natürlich auch das unermüdliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Funktionäre honoriert und die Motivation hochgehalten wird“. Somit wird es schon bald wieder neue und spannende Informationen zum 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 7./8. August 2021 geben.

Da waren es nur noch zwei – MSC Osnabrück sagt ebenfalls ab

23. April 2020

Die aktuelle Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus des Landes Niedersachsen macht die Durchführung des 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens am 1./2. August 2020 unmöglich. Die Verordnung sieht ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern in Niedersachsen bis zum 31. August 2020 vor. Deshalb ist zum jetzigen Zeitpunkt keine Durchführung des Rennens möglich. So steht es seit dem Abend des 22. April 2020 auf der Webseite des Vereins und der Veranstaltung. Somit bleiben aktuell in der Bundesrepublik lediglich zwei Berg-Veranstaltungen in Freistaat Bayern übrig, die außerhalb des Verbotskorridors (bis einschließlich 31. August 2020) terminiert sind. Doch angesichts der Absage des Münchner Oktoberfests, stehen auch diese beiden Rennen mit einem großen Fragezeichen da, zumal das Bergrennen Mickhausen auf das letzte Wiesn-Wochenende fallen würde.

Coronapause auf Käshofer Straße und Holzweg – Bergrennen Homburg und Iberg auf 2021 verschoben

19. April 2020

Eine nie dagewesene Welle an Veranstaltungsabsagen rollt weiter durch die Republik. Nun haben sich zwei weitere Clubs zu Wort gemeldet und sehen sich außer Stande ihre Bergrennen etatmäßig auszurichten. Das seit 1974 ununterbrochen stattfindende Homburger ADAC Bergrennen, kommt in diesem Sommer nicht zustande. „Wir haben lange gehofft, doch jetzt ist die Zeit gekommen, unser beliebtes Rennsportereignis 2020 abzusagen“, erklärt Organisationsleiter Sascha Ressmann vom veranstaltenden Homburger Automobilclub. „Die durch die Corona-Pandemie erforderlichen Einschränkungen machen eine für alle Beteiligten gefahrlose und unbeschwerte Austragung des Bergrennens Mitte Juli nicht möglich. Dazu kommt, dass nicht abzusehen ist, ob unsere Teilnehmer und Gäste aus ganz Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz überhaupt zu uns kommen könnten. Die Absage trifft uns hart aber nicht unvorbereitet, ist aber in der aktuellen Lage die richtige Entscheidung.“ Vom 10.-12. Juli 2020 sollte in der Saarpfalz zwischen dem saarländischen Homburg und dem westpfälzischen Käshofen die 47. Ausgabe des Bergrennens stattfinden. Doch der Wertungslauf zur Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft, zum KW Berg-Cup und weiteren Prädikaten wird seine Tore frühestens Mitte Juli 2021 wieder öffnen. „Eine Verschiebung unserer reinen Outdoor-Veranstaltung in den Herbst ist keine Option, da wir für einen erfolgreichen Ablauf auch auf ein ordentliches Sommerwetter angewiesen sind. Des Weiteren befindet sich ja das Veranstaltungsgelände mitten im Wald, wir müssten im Herbst mit Laubfall rechnen sodass die Rennstrecke und Zuschauerwege rutschig werden. Wir bündeln nun unsere Kräfte und werden zeitig mit den Vorbereitungen für das Jahr 2021 beginnen“. Langstreckenweltmeister und Le Mans-Sieger Timo Bernhard, von Kindesbeinen an Mitglied des Homburger Automobilclubs, steht auch weiterhin hinter seinem Heimrennen. „Wichtig ist, dass es das Rennen in 2021 wieder gibt. Wenn es mir irgend möglich ist, bin ich am Start“. Der vom Profisport zurückgetretene Porsche-Werksfahrer und GT-Masters Team-Eigner hatte seine Teilnahme am diesjährigen Bergrennen bereits frühzeitig zugesichert und plante erstmals am Karlsberg mit dem „dicken“ Porsche GT3-R aus der GT-Masters Saison 2018 zu fahren. Dazu visierte er eine Teilnahme innerhalb des deutschen Teams beim FiA Hill Climb Masters in Portugal an, dass mittlerweile ebenfalls um ein Jahr verschoben wurde. Auf Grund der Thüringer Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 18. April 2020 musste nur auch der MC Heilbad Heiligenstadt, sein ADAC Ibergrennen 2020 absagen. Das 25. Int. ADAC Ibergrennen findet nun am 26. und 27. Juni 2021 statt. „Es ist nicht so als hätten wir alles versucht“, sagt Organisationsleiter Sascha Herz. „Ans […]

Der Nächste bitte – kein Hauenstein-Bergrennen 2020

17. April 2020

Nun musste auch der MSC Rhön, mit seinem ADAC Hauenstein-Bergrennen der aktuellen Lage, mit dem von der Bundesregierung ausgesprochenen Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende August diesen Jahres, Tribut zollen. Seit 1970 ist es dem MSC Rhön jedes Jahr gelungen, sein beliebtes Bergrennen zu veranstalten. „Leider ist es uns auch aufgrund der jüngst getroffenen Entscheidung der Bundesregierung im Zusammenhang der COVID-19 Pandemie nicht mehr möglich, das Hauenstein Bergrennen vom 24.-26. Juli 2020 durchzuführen“, verlautete es Abend des 16. April über die Kanäle. „Wir hoffen natürlich dass sich die aktuelle Lage bald verbessert, und würden uns riesig freuen, Euch alle wieder zum 51. Hauenstein Bergrennen 2021 gesund und munter begrüßen zu dürfen“, so die Worte der Organisationsleitung. Weitere Absagen von Läufen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft die sich in besagtem Zeitkorridor befinden, werden für die nächsten Tage erwartet. Somit verbleiben rechnerisch lediglich die Bergrennen in Eichenbühl und St. Agatha im September, wobei das letztgenannte Rennen in Oberösterreich sicherlich anderen Kriterien unterliegt, sowie das ADAC Bergrennen Mickhausen Anfang Oktober.

Positives Signal: DMSB beginnt mit Kalenderplanungen für zweite Jahreshälfte

1. April 2020

Niemand kann derzeit absehen, wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten auf das öffentliche Leben in Deutschland auswirken wird. Dennoch versucht der DMSB, eine Perspektive für die Zeit nach dem Verbot öffentlicher Veranstaltungen zu entwickeln. „Vom Motorsport hängen in Deutschland Tausende von Arbeitsplätzen ab”, weiß DMSB-Präsidiumsmitglied Dr. Gerd Ennser. „Fahrer, Teams, Mechaniker, Ingenieure, Rennstreckenbetreiber – überall herrscht derzeit große Unsicherheit. Um möglichst schnell nach dem Ende der völlig berechtigten staatlichen Verbote wieder startklar zu sein, haben wir nun einen Stufenplan entwickelt, den wir regelmäßig prüfen und immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.” Konkret wird ab Anfang April ein Online-Portal eröffnet, dass die Planung von Prädikatsveranstaltungen – also zum Beispiel die 38 Deutschen Meisterschaften vom Rallyesport bis zum Motocross – für die Zeit nach dem 1. Juni vorsieht. Über den Veranstalterzugang von mein.dmsb.de können Termine und Ersatztermine für Prädikatsveranstaltungen benannt und mit Planungen anderer Veranstalter abgeglichen werden. So sieht der ausrichtende Club, der möglicherweise eine Veranstaltung von Anfang Mai in die zweite Jahreshälfte verschieben muss, welches Datum in seiner Disziplin noch frei ist und ob andere Veranstalter möglicherweise den gleichen Termin belegen wollen. „Wenn wir dann irgendwann wieder mit Motorsport beginnen können, dann werden sich Hunderte von Veranstaltungen auf viel weniger Wochenenden verteilen müssen”, so Dr. Ennser. „Wir wollen den veranstaltenden Clubs über unser Portal mein.dmsb.de die Möglichkeit geben, Engpässe zu vermeiden. Dabei sind wir natürlich nicht naiv: Auch wir wissen nicht, ob der 1. Juni nicht viel zu optimistisch gewählt ist. Aber untätig abzuwarten und erst mit Planungen zu beginnen, wenn tatsächlich feststeht, wann es weitergeht, wäre fahrlässig. Wir sehen uns da in der Verantwortung gegenüber den aktiven Sportlern und der gesamten Motorsportbranche.” Daher sollen die Kalenderplanungen regelmäßig überprüft werden. Mit zweimonatigem Vorlauf wird zunächst für den 1. Juni als Stichtag geplant. Anfang Mai wird die Gesamtsituation vom Präsidium des DMSB neu bewertet und der Re-Start der Saison gegebenenfalls auf den 1. Juli – oder noch später – verschoben. Dr. Gerd Ennser: „Dieser Stufenplan ist natürlich nicht ideal, aber er gibt allen Beteiligten ein wenig mehr Planungssicherheit. Natürlich entscheiden nicht wir, wann die ersten Rennen wieder stattfinden können, dafür sind die Behörden zuständig. Aber wir entscheiden, wie gewissenhaft und professionell der DMSB und alle Beteiligten sich auf diesen Tag vorbereiten. Sicher ist: Es wird auch nach der Corona-Pandemie Auto- und Motorradveranstaltungen geben, und für diesen Tag wollen wir für den deutschen Motorsport die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen.”

58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen wird abgesagt

24. März 2020

„Die Corona-Pandemie geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Deshalb haben wir uns entschlossen unsere diesjährige Veranstaltung abzusagen“, gibt Christoph Schackmann als Präsident des EMSC Bitburg, in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt. Jährlich besuchen uns viele Zuschauer aus dem In- und Ausland das Wolsfelder ADAC  Bergrennen, welches zur Deutschen- und Luxemburger Meisterschaft zählt. Für diese und auch die ca. 200 Teilnehmer mit ihren Teams sowie ca.100 weiteren Helfer aus ganz Deutschland kann der EMSC aus gesundheitlichen, sportlichen und auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Veranstaltung nicht durchführen. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, da es auch für die hiesige Region ein nicht unbedeutendes Event ist“, betont Schackmann weiter. „Die wirtschaftliche Lage ist nicht abschätzbar und selbst unsere Sponsoren könnten Ihre Unterstützung wohl nicht mehr gewährleisten. Damit ist die Situation auch für uns nicht kalkulierbar“. Aus diesen ganzen Gründen hat sich der EMSC letztendlich dann darauf verständigt die Veranstaltung nicht durchzuführen und das Jahr 2020 für einige Änderungen und neue Entwicklungen für Pfingsten 2021 zu nutzen. „Wir bedauern diese Entscheidung aus tiefstem Herzen und würden uns freuen, wenn ihr uns trotzdem treu bleibt und wir uns in 2021 gesund wiedersehen“.

Homburger Bergrennen – Vollbremsung oder Durchstarten?

23. März 2020

Nach den halbwegs überstanden finanziellen Sorgen und der teilweisen Umbesetzung im Vorstand war man beim Homburger Automobilclub noch vor wenigen Tage guter Dinge, was die Zukunft des Vereins und der 47. Ausgabe des Homburger ADAC Bergrennens auf der Käshofer Straße angeht. Die motorsportliche Traditionsveranstaltung ist für das Wochenende 11. und 12. Juli 2020 bei Behörden und Sportbünden angemeldet, hängt aber angesichts der aktuellen Corona-Pandemie in der Luft. Bis spätestens Ende April muss entschieden werden ob das Homburger Bergrennen Mitte Juli 2020 wirklich stattfinden kann. Die hinter den Kulissen bereits angelaufenen ersten Vorbereitungen für den Wertungslauf zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft, dem KW Berg-Cup und weiteren Prädikaten wurden erst einmal auf Eis gelegt. “Bis zu einem gewissen Punkt können wir noch abwarten, wie sich die Lage entwickelt“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Da wir aber mit erheblichen finanziellen Mitteln in Vorlage gehen müssen und nicht absehbar ist diese mit einer auf jeden Fall stattfinden Veranstaltung wieder erwirtschaften zu können, gibt es einen Zeitpunkt, wo die Existenz des Rennens und auch des gesamten Vereins auf dem Spiel steht“. Auch der erst im vergangenen Herbst an die Spitze gewählte 1. Vorsitzende und ex-Rennfahrer Andreas Herl verfolgt die dynamische Entwicklung um COVID-19 mit Sorge. „Mit der Ausgangsbeschränkung im Saarland stellt sich im Moment die Frage sowieso nicht, aber als seriöser Club können es nicht verantworten, unsere Fans sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alljährlich aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zu uns kommen, mit einem unnötigen Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu konfrontieren und in alle Himmelsrichtungen zu verbreiten. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang unsere rund 180 Helferinnen und Helfer, die Funktionäre des Deutschen Motorsport-Bundes und auch die Bevölkerung der Kreisstadt Homburg und unsere Mitmenschen im Zielort Käshofen“. Rennleiter Jürgen Guckert stellt sich die Frage, „ist es überhaupt möglich, in dieser wirtschaftlich bedrohlichen Zeit von Sponsoren und Werbepartnern die benötigten Zusagen zu erhalten? Können andere Werbepartner ihr bereits zugesichertes Engagement halten? Ich kann mir vorstellen das sehr viele Unternehmen und Firmen gerade andere Probleme haben und teilweise sogar ums Überleben kämpfen.“ Der Coronavirus macht aktuell so gut wie alle globalen, nationalen und regionalen Sportveranstaltungen zu Nichte. Ein Blick über die Saar-Pfalz-Region hinaus verheißt dabei nichts Gutes. „Im hessischen Vogelbergkreis ist der 17. Internationale ADAC Bergpreis Schottenring, der vom 24. bis 26. April als Auftakt der Berg-Saison hierzulande stattfinden sollte, bereits abgesagt und auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden“, weiß HAC-Pressesprecher und Szenekenner […]

Ibergrennen – Austragung ist noch offen

17. März 2020

Ob das Heiligenstädter Ibergrennen Ende Juni auch wirklich stattfinden kann, soll bis Ostern entschieden werden. Der Coronavirus macht nicht nur aktuell vielen globalen und regionalen Sportveranstaltungen einen Strich durch die Rechnung, sondern erschwert den Verantwortlichen auch die Planungen für anstehende Events – wie das Heiligenstädter Ibergrennen, das am 27. und 28. Juni stattfinden soll. „Bis jetzt steht der Termin noch“, berichtet Pressesprecher Jörg Hübsch. Die Verantwortlichen des Ausrichters Motorsportclub MC Heilbad Heiligenstadt um Organisations-Leiter Sascha Herz wollen laut Pressesprecher Jörg Hübsch bis etwa Mitte April abwarten. „Ich denke, dass wir uns um die Osterzeit mit der Rennleitung und dem Vorstand damit auseinandersetzen müssen, ob das Ibergrennen stattfinden wird oder nicht“, erklärt Hübsch. Ein Blick in die anderen Bundesländer verheißt jedoch nicht unbedingt Gutes. „Im hessischen Schotten im Vogelbergkreis ist der 17. Internationale ADAC Bergpreis Schottenring, der am 24. bis 26. April stattfinden soll, bereits abgesagt und auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden“, weiß Hübsch. „Dass das 25. Internationalen ADAC Glasbachrennen am 13. und 14. Juni in Steinbach bei Bad Liebenstein abgesagt wurde, konnten wir heute erfahren“, verrät der Pressesprecher: „Da diese Veranstaltung nun auch nicht stattfinden, muss man sich überlegen, ob Meisterschaftsläufe, bei denen die Punkte über das Jahr gesammelt werden, überhaupt noch Sinn machen.“ Nichts genaues weiß man also noch nicht, oder, um es mit den Worten von Hübsch auszudrücken: „Es ist alles – wie auch im derzeitigen Leben – noch offen.“ Beim traditionellen Heiligenstädter Ibergrennen, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert, gehen Jahr für Jahr nationale und internationale Spitzenfahrer in der Kurstadt ins Rennen. Im vergangenen Jahr verfolgten knapp 6000 Zuschauer an zwei Tagen die Trainings- und Wertungsläufe. Gewinner Alexander Hin stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf. von Christian Roeben

1 2 3 14