Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Werkstatt-Report # 22: Youngster-Rookie aus dem Slalomsport

7. März 2017

Aus dem Umfeld der KW-8V Trophy Paarung Johann Hatezic und Roland Christall wird der Neckarsulmer Felix Bürker zur neuen Saison in den KW Berg-Cup einsteigen. In der Vergangenheit war der KfZ-Mechatroniker mit seinem Opel Corsa im Slalomsport aktiv. In der Saison 2016 schnupperte der erst 21-jährige Schwabe bei den Rennen in Wolsfeld und Unterfranken in den Bergrennsport hinein. Über den Winter wurde mit einem Opel Kadett C City, für die E1-Hubraumklasse über 2000 ccm, ein reines Berg-Auto aufgebaut. Das Auto stammt aus dem Drag-Race-Sport und ist Baujahr 1975. Die komplette Restauration begann im September 2015 und wurde komplett bei Auto-Technik Christall, der Firma von Roland und Oliver Christall durchgeführt. Die Karosserieteile sind größtenteils von Dirk Schweigler und die geschraubte Zelle wurde von Pleie Sport angefertigt. Die meisten Arbeiten und Umbauten wurden von Felix Bürker und seinem Stiefvater Oliver Christall geleistet. Der 8V-Motor ist nun auch so gut wie fertig und stammt von UP Motorsport, sowie das Fahrwerk vom Berg-Cup Sponsor KW. Anvisiert wird die komplette Saison 2017 im KW Berg-Cup.

Werkstatt-Report # 21: Tom Strasser und sein Scirocco wieder fit

2. März 2017

Der Neuaufbau und die Unfallschadenbeseitigung am VW Minichberger Scirocco 16V von Tom Strasser, schreitet sehr gut voran. Nach dem Crash beim letztjährigen Bergrennen in Eichenbühl, war das ehemalige KW Berg-Cup Gesamtsiegerfahrzeug, das im Salzburger Land eine neue Heimat gefunden hat, ganz schön mitgenommen. Die neuen Teile an der Front und auch der Unterboden sind soweit hergestellt und wurden auch bereits erfolgreich angepasst. Danach standen die Lackierarbeiten auf dem Programm, bevor kürzlich der 2-Liter VW-Motor wieder seinen angestammten Platz unter der Motorhaube fand. Für Thomas und seinem Team wird auch in der Saison 2017 das Hauptaugenmerk im KW Berg-Cup liegen, wo man mit dem Boliden an den Start gehen wird.

Porträt Pascal Achen – Rennfahrer und Filmberichterstatter

2. Februar 2017

Was mit filmischen und fotografischen Ausflügen als junger Mann zu diversen Autorennen begann, sollte sich sehr schnell in einer langen Karriere hinterm Lenkrad fortsetzen und seit 2010 vergnügt sich Pascal Achen wieder exklusiv mit der Kamera bei Motorsportveranstaltungen. Luxemburger Motorsport ohne Pascal Achen ist für mich kaum denkbar. Beides ist eng miteinander verknüpft, denn seit meinen Anfängen als Foto-Journalist Ende der 1980er Jahre war dieser Mann mit der Kamera oder als spektakulärer Rennfahrer immer präsent. 1978 besuchte er als Zuschauer sein erstes Autorennen, ausstaffiert mit einem Fotoapparat der einfachsten Art, aber zutiefst fasziniert von diesem Sport. 1986 sollte er seine erste Filmkamera geschenkt bekommen, und sogleich zog er damit hinaus zur Deutschland Rallye. Heute kennt man ihn nur noch so, denn kaum eine Rallye, ein Slalom, ein Bergrennen oder was weiß der Geier noch mal, wird ohne seine Präsenz abgewickelt. Rund 50 Motorsportveranstaltungen pro Jahr sucht er auf und stellt daraus seine Sendungen auf dok.tv und als RacingMag her. Seine aktive Rennfahrerkarriere begann 1993. Alf Gaspar verkaufte ihm sein erstes Auto, Pascal Achen legte zwei Drittel des Kaufpreises bar auf den Tisch und den Rest verdiente er sich mit kleineren Jobs, um nach und nach seine Schulden abzuzahlen. Aber erst als der letzte Cent überwiesen war, bestritt er sein allererstes Autorennen, und zwar das Bergrennen Nommern 1993. Gott sei Dank führte er genau Buch und hielt alles in seinem Archiv fest, so dass wir sagen können, von 1993 bis Ende 2009 ging Pascal Achen 193 Mal bei Autorennen an den Start und hat hierbei 19 verschiedene Rennwagen eingesetzt. Da er ein Faible für Rallyes besitzt, verschliss er hierbei 19 verschiedene Beifahrer, die aber alle diese Rennabenteuer mit dem absoluten Quertreiber nicht bereut haben. Stammbeifahrer waren Alf Gaspar und Annick Steichen, die mit ihm bis heute zusammen lebt und beide erfreuen sich an ihrer gemeinsamen Tochter. Mit ein Bisschen Glück wird sie auch einmal Autoverrückt und ahmt ihren Eltern nach. Denn Annick Steichen begleitet ihren Pascal so oft sie kann zu Motorsportveranstaltungen und filmt mit genauso viel Hingabe wie ihre Schwiegermutter, die auch zum festen Team von Pascal Achen gehört. Eine echte Familienaffäre demnach, die sympathischer nicht sein könnte. Werfen wir einen kurzen Blick auf Pascal Achens Palmarès und picken uns aus dem Sammelsurium der Resultate die Highlights heraus: 1994 krönte er seine erste komplette Premierensaison mit dem Meistertitel bei den Débutant und beispielsweise einem beachtlichen 4. Gesamtrang beim Schwebsbinger Slalom. […]

Homestory: Franco Berto mit neuer Herausforderung in 2017

28. Dezember 2016

Im vergangenen Sommer besuchte „Bergrennen in Deutschland“ Franco Berto, den Österreichischen Berg-Vize-Meister von 2015, in seiner italienischen Heimat am Gardasee und beim Bergrennen Alpe del Nevegal im Belluno. Der 55-jährige Italo-Schweizer bestreitet seit 1989 Bergrennen. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Mann aus dem mit unter weltbekannten Ferien- und Weinbauort Bardolino auf die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft, wo er in der abgelaufenen Saison Rang 4 in der Endabrechnung des Rennwagenchampionats belegen konnte. Als Mitteleuropäer, von der Nordseite der Alpen kommend, ist man schon ein bisschen neidisch auf die in Norditalien und am Gardasee gerne praktizierte unbeschwerte Lebensart. Hektik und Stress scheint es hier nicht zu gegen. Dem entsprechend trafen wir den Bergspezialisten erst einmal in einem typischen Straßenkaffe, jedoch etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade im der Bar Centrale in Calmasino, 80 Meter über dem See, im Hinterland von Bardolino. Hier kann man Franco Berto unter der Woche fast jeden Morgen zu seiner angestammten Zeit antreffen. Bei einem sensationellen Blick über den See ist Motorsport da kaum Thema, höchstens wenn Ferrari in der Formel 1 den Gesprächsstoff liefert. Vielmehr stehen lokale Ereignisse und das genießen eines Cappuccino oder Espresso im Vordergrund. Wenig später ging es weiter zu Francos Anwesen etwas oberhalb von Bardolino, wo er mit Ehefrau und Tochter Giulia lebt. Die Garage im Garten beherbergt den Formel Renault Monza, samt Equipment, mit dem Berto im Jahr 2015 die Österreichische Vize-Bergmeisterschaft hausgefahren hatte. Hier ist es recht eng, doch der Rennwagen samt Ersatzteilen, Werkzeugen und Pflegemittel hat seinen Platz gefunden. Auch ein Teil der unzähligen Pokale ist hier her ausquartiert. „Nur die wichtigsten Trophäen stehen im Haus, genauer gesagt im Schlafzimmer, sonst spielen meine beiden Frauen nicht mit“, lacht Franco. Kleinere Wartungsarbeiten und aerodynamische Weiterentwicklungen nimmt der Vertreter in der Sanitärbranche selbst an seinem Formel Boliden vor. Es ist ein recht ungewöhnliches und eher seltenes Rennfahrzeug. Der Formel Renault „Monza“ stammt aus der italienischen Formel Renault Serie auf der Rundstrecke und ist, anders als üblich mit einem 1600 ccm, statt einem 2-Liter Triebwerk ausgerüstet. Der Motor in Francos Rennwagen entspricht in den letzten Jahren den bekannten Super 1600-Motoren, wie sie im Rallyesport beispielsweise im Renault Clio Verwendung finden. In der Klasse bis 2 Liter der Berg ÖM kann der Mann vom Gardasee dennoch hervorragend mitthalten. Wie viele am Bergrennsport begeisterte Sportler kann Franco Berto auf eine zweigeteilte Laufbahn schauen. Ende der 1980er Jahre, genau 1989 begann Franco mit einem Peugeot 205 1,9 GTI mit […]

Aus AH Video Concept wurde Pilotes

11. Dezember 2016

Dem veränderten Medienverhalten seiner Kunden geschuldet, hat sich Gilles Huntzinger im Frühjahr diesen Jahres entschlossen mit seiner neuen Marke „Pilotes“ neue Wege zu gehen. Gleichzeitig verschwindet der Name AH Video Concept langsam und im wahrsten Sinne von der Bildfläche. Pilotes ist eine neuartige Downloadplattform vorrangig für Aktive aus dem Bergrenn- und Rallyesport, aber auch für die echten Fans. Die gute alte DVD oder Blu-ray von einzelnen Rennen oder die beliebten Jahreszusammenfassungen des KW Berg-Cup oder der Französischen Bergmeisterschaft gibt es natürlich weiter. Merchandising-Artikel wie T-Shirts, Caps, Regenschirme und dergleichen sind das dritte Standbein von Pilotes. Der Clou der neuen Downloadplattform auf www.pilotes.tv ist, dass zeitnah nach jedem Bergrennen persönliche Zusammenschnitte aller Teilnehmer zur Verfügung stehen. Für 19,99€ kann sich jeder Fahrer sein Video herunterladen und beispielweise gleich in Facebook posten oder Sponsoren und Freunden anschaulich machen. Zur Weihnachtszeit sind natürlich die DVD´s aus der Saison 2016 besonders gefragt. Die Auswahl ist wie immer groß unter www.pilotes.eu

Hillclimbfans Wandkalender 2017 – Rabatt für BiD-Leser

1. Dezember 2016

Unsere österreichischen Freunde und Kollegen der Webseite Hillclimbfans.com bieten auch in diesem Winter fünf Variationen von Foto-Wandkalendern für das Jahr 2017 in gewohnter Top-Qualität und dennoch werbefrei an. Schon traditionell wurde der „International Hill Climb Calendar“ und zum dritten mal der „Formel & CN Kalender“ aufgelegt. Auch der „Historic Cars Kalender“ für die Histo-Freunde am Berg ist wieder dabei. Zudem wurden zwei der populärsten Tourenwagen-Bergpiloten der Alpenrepublik bedacht. Der „Pailix Kalender“ mit Motiven des  Lancia-Urgesteins Felix Pailer sowie der „Schagerl Kalender“, zu Ehren des Bergmeisters Karl Schagerl, wurden aufgrund der großen Nachfrage wieder neu aufgelegt! Das Format ist wie in den Vorjahren 460 x 313 mm. Um ein perfektes Produkt zu liefern wurde ein 300 gr. seidenmatt hochweißes Bilderdruck Papier verwendet. Die Qualität der Fotos und die werbefreien Kalenderblätter machen die Kalender zum Sammlerobjekt. Zahlungsmethoden sind PayPal, Kreditkarte und Vorkasse. „Bei PayPal und Kreditkarte können wir den Versand am schnellsten abwickeln“, gibt Wolfgang Maringer zu bedenken. Erstmals erhalten Leser von „Bergrennen in Deutschland“ einen Rabatt von 5€ auf eine Bestellung. Bitte hierzu diesen Rabattcode angeben: bid2016 Zu besseren Veranschaulichung  stellen die Hillclimbfans drei Kalender in eigens produzierten Videos vor. International: https://youtu.be/C2_kafE-Lxw Formel: https://youtu.be/KlNtwjEvr6c Historisch: https://youtu.be/0OMoTah0Pj0 Hier ist der Link zu den News und Bestellmöglichkeiten: http://www.hillclimbfans.com/news/hcf-kalender-2017/

Buchverstellung: Der Bergkönig Sepp Greger

15. November 2016

Er hat als privater Rennfahrer drei Jahrzehnte den Bergsport maßgeblich geprägt, wurde zu einer wichtigen Symbolfigur von Porsche und ließ sich als „Bergkönig“ feiern: Sepp Greger, dreimaliger Europa-Bergmeister und dreimaliger Deutscher Meister am Berg. Anlässlich des 100sten Geburtstags von Sepp Greger wurden sein Leben und seine Rennkarriere aufgearbeitet und in einem Buch zusammengefasst. Entstanden ist ein Kaleidoskop von Geschichten aus dem Motorsport, umrahmt von Erinnerungen seiner Rennfahrerkollegen wie Jürgen Barth, Toni Fischhaber, Hans Herrmann, Herbert Linge, Rudi Lins, Eberhard Mahle, Prinz Leopold von Bayern, Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck. Gemeinsam ist den Zeitzeugen die Achtung vor den sportlichen Leistungen des sympathischen und ehrgeizigen, verdient geehrten und hoch dekorierten Bergkönigs: Er hat nicht viel Worte draus gemacht. Der hat sich in sein Auto gesetzt, ist den Berg hochg’fahren und hat gewonnen. Vielleicht hat er grad amal g’sagt: ‚Gell, da schaugst!’. Mit einem Blick hinter die Kulissen des Bergrennsports und einem seltenen Fundus an Bildern, vor allem aus den 1950erund 1960er-Jahren, kann man amüsiert und mit leichter Wehmut den großen Jahren des Bergrennsports frönen und in das Leben des legendären Bergrennfahrers Sepp Greger eintauchen. Sepp Greger, eine Kultfigur des Motorennsports der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre, gilt als Ausnahmetalent und König der Bergrennen. Man könnte ihn mit Augenzwinkern auch als „hemdsärmeligen“ Typen bezeichnen, ohne Starallüren, gesellig und ehrgeizig. Lange fährt er im Karohemd, mit Lederhelm und ohne Sicherheitsgurt. Mehr als vier Jahrzehnte startet Greger bei Bergrennen, Rallyes und Rundstrecken, und wird in dieser Zeit zu einer der wichtigen Symbolfiguren von Porsche. 1915 in sehr arme Verhältnisse hineingeboren, muss Sepp Greger früh aus dem Haus, um im Allgäu als Hirtenbub zu arbeiten. Nach dem Krieg gründet er in Obermenzing unter freiem Himmel einen Kfz-Reparaturbetrieb, gleichzeitig entdeckt er die Liebe zum Rennsport. Im CCG-Käfer, mit Transporter-Bremsen und Porsche-Motor, macht er die ersten Renn-Erfahrungen, später wechselt er zu verschiedenen Porsche-Modellen, die er selbst weiterentwickelt. Die Bilanz seiner fast 40-jährigen Rennkarriere: 1200 Starts, 600 Siege und 900 Pokale. Die größten Erfolge: Zwei Klassensiege in der Rallye Monte Carlo, dreimal Bergmeister-Europameister und dreimal Deutscher Meister am Berg. Zur Legende wird auch die Greger-Racing-Show. 1972 hat Sepp Greger das Großereignis ins Leben gerufen. 20 Jahre lang folgen ihm die bekanntesten Rennfahrer mit ihren Boliden nach München in die Olympiahalle. Was Rang und Namen hat, ist mit dabei. Ob Lauda, Röhrl oder Stuck: Die Show ist das Highlight am Ende der Rennsaison, und wenn man als Rennfahrer in die Greger-Racing-Show […]

Die 2,2 Kilometer von Witzhelden

4. November 2016

Es waren der 15. und 16. Oktober 1966, als sich knapp 10 000 Menschen am Klingenring in Witzhelden bei Solingen versammelt haben. An den Hängen und Pisten der 2,2 Kilometer langen Strecke standen die Neugierigen, um sich das erste Bergrennen vom Wupperhof nach Orth anzusehen. 99 Starter waren damals, vor mittlerweile 50 Jahren, dabei. Und es war der Start für den Aufstieg zu einem der schönsten und anspruchsvollsten Bergrennen in Deutschland, das aber nur bis 1984 gefahren wurde. Für Andreas Seidel aus Solingen übte das Rennen schon immer eine große Faszination aus. Der 1961 geborene Solinger hat wohl 1977 das erste Rennen als Zuschauer verfolgt, schätzt er. „Ich war von Haus aus mit dem Auto verbunden“, sagt er und zählt sich selbst zur „Generation Autoquartett“. Noch heute kenne er die Werte der Wagen von damals, erzählt er. Seidel hat jetzt ein Buch zu dem Bergrennen herausgebracht. Von Januar bis September hat er mit Hilfe von Freunden daran gearbeitet. „Ich bin ganz blauäugig daran gegangen, habe erstmal im Internet geguckt. Da findet man aber nichts“, sagt er. Dann habe er im Solinger Stadtarchiv nachgesehen und mit ehemaligen Fahrern des Rennens gesprochen. „Und so kam eins zum anderen.“ Und Seidel kam so zu Gesprächen mit Fahrern und Zugängen zu Kellerarchiven. Beim ersten Mal sei das Bergrennen noch eine komplett lokale Veranstaltung gewesen, so Seidel. Alle aus der bergischen Region, die „etwas Vierrädriges unterm Hintern hatten, haben sich gezeigt“, erzählt er. „Die Fahrer sind teils mit ihren Privatautos gekommen und die Piste mit VW-Kombis gefahren“, sagt Seidel lachend. Erst 1978 sei aus der lokalen Veranstaltung eine überregionale geworden, als der Klingenring Teil des Endlaufs des deutschen Bergpokals wurde. Gleichzeitig nahmen mit den Jahren aber die Zuschauerzahlen ab. Am Ende seien es nur noch um die 1500 gewesen, erzählt Seidel. Neben dem Schwund der Zuschauer kämpfte der Veranstalter, der MSC Benzinfüchse Solingen, aber auch mit immer größeren Auflagen durch die Landesbehörden in Düsseldorf. So mussten Doppelleitplanken installiert oder das Fahrerlager befestigt werden. Teure Maßnahmen, die die Kasse des Vereins schrumpfen ließen, bei schwindenden Einnahmen. „Am Ende sind die Organisatoren schlicht müde gewesen“, sagt Autor Seidel. 1300 Teilnehmer gab es in all den Jahren des Rennens. Trotzdem hat das Feld von insgesamt über 1300 Fahrern in all den Jahren einige Berühmtheiten der Motorsportszene hervorgebracht, wie etwa Jürgen Neuhaus, Ralf Stommelen, Willi Bergmeister oder Roland Asch. Viele der ehemaligen Fahrer hätten sein Buch schon bestellt, sagt […]

Leserbrief Reaktionen II: Deutsche Oldtimer Bergmeisterschaft

25. Oktober 2016

Die Jugend kennt sich aus! Sorry, bei dem was der Kollege Schmid da von sich gibt, kann man gar nicht ruhig bleiben. Eins vorweg liebe BiD-Redaktion, eine super Berichterstattung über alle Rennen (danke!) und gut das ihr diesen Leserbrief öffentlich gemacht habt. Ich glaube an der allgemeinen Empörung sieht man wie viele Fans der Bergrennsport trotz seiner „Oldtimer“ hat. Ich selber bin schon seit denn 1980iger Jahren ständiger Besucher von Bergrennen, die leider in meiner Region fast nicht mehr stattfinden (Weserbergpreis Höxter, Sauerland Bergpreis Nuttlar, Rinteln usw.), was mich nicht davon abhält auch die 550 km nach Mickhausen zu fahren. Ich habe auch schon Berg EM-Läufe besucht (Rechberg, Sternberk usw.). Schau Sie Herr Schmid, da fahren auch „Oldtimer“ in aktueller Wertung. Ich kann nur allen Aktiven aller höchsten Respekt zollen, für die super Autos mit einer tollen Technik, auf einem sehr hohen Niveau. Ach Herr Schmid, ich habe in über 30 Jahren noch keinen Zuschauer erlebt der nicht wusste was für ein Auto gerade vorbei kam. Sie sollten die Jugend, die ernsthaftes Interesse am Bergrennsport hat nicht unterschätzen. Natürlich auch einen großen Dank an alle Veranstalter, die ein solches Erlebnis erst ermöglichen. MFG Oliver Bunte Hallo BID-Redaktion, Eine Frage drängt sich mir auf. Weshalb wird der so zweifelhafter Leserbrief „Deutsche Oldtimer-Bergmeisterschaft“ hier veröffentlicht? Ist dies nicht eine schmerzvolle „Watsch`n“ für die Besitzer der vielen, allseits beliebten und sehr aufwendig entwickelten Spezial-Tourenwagen? Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, das müssten Sie eigentlich am besten wissen, was die Zuschauer anlockt und fasziniert. Mit sportlichen Grüßen Friedrich Ruder Sehr geehrter, vollkommen ahnungsloser Herr Schmid In erster Linie ist dem, was Richard Rein zu ihrem Leserbrief kommentiert hat, nichts hinzuzufügen. Außer der Tatsache, dass die Fahrzeughersteller in den letzten Jahrzenten ihre Produkte schwerer, opulenter und vom Schwerpunkt her höher produziert haben. Als kleiner Hobbyracer brauche ich nicht versuchen einen VW Golf 6 oder aktuellen Opel Astra so umzubauen, das dieser unter 1000 kg kommt. Das kann außer einem versierten DTM-Team kein Mensch mehr bezahlen. Wir sind Hobbysportler, der eine mehr, der andere weniger. Dennoch sind wir alle froh, dass es den Bergrennsport überhaupt noch gibt. Zurück zu den eigentlichen Grundlagen der Fahrphysik. Entscheidend am Berg ist das Leistungsgewicht! Es errechnet sich aus der Motorleistung, den gefederten und ungefederten Massen. Leider wurden entsprechend geeignete Autos nur bis etwa 1990 gebaut. Sorry, Herr Schmid…aber es zwingt Sie ja auch niemand diesen furchtbaren Event beizuwohnen. m.f.G. Armin Westenhöfer (Oldtimerbesitzer) 42855 Remscheid Verehrte […]

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