Aufwärtstrend im Team Rahn in Thüringen weitertragen

20. Juni 2022

Innerhalb der ersten vollen Juni-Woche durften die Akteure der Deutschen Bergmeisterschaft und der DMSB Bergcups gleich zwei Mal ran. Für die Teams aus den Rennsport-Gruppen war es ein heißer Meisterschaftsauftakt in die hoffentlich volle Nach-Corona-Saison 2022. Das Formel 3 Motorsport-Team Patrick Rahn, war gut aber nicht ideal auf die „Englische-Woche“ an den Bergen in der Südeifel und am Rennsteig vorbereitet. Für Testfahrten blieb wegen einer privaten Objektsanierung keine Zeit. Dennoch präsentierte man sich in den Fahrerlagern wie gewohnt professionell, mit dem in den Teamfarben Grün-Weiß-Rot gestalteten Equipment. Erstmals waren Patrick und seine Mannen am Pfingstwochenende zum Wolsfelder Bergrennen vor die Tore der Bierstadt Bitburg gereist. Die nur 1, 6 km kurze, sehr kurvenreiche und wellige Strecke ist von Haus aus nicht dem idealen Geläuf für Formel- und Sportwagen. Dem entsprechend war der Einstand für Patrick Rahn eher holprig. Nach der langen Abstinenz durch Corona fehlte noch das Fahrgefühl und Vertrauen in den Dallara F306 OPC-Spiess-Rennwagen. „Es war ein sportliches Wochenende, auf der Suche nach dem Grenzbereich des Autos nach der langen Pause, bei wechselnden Wetterbedingungen“. Trotz des schlussendlichen Ausfalls in der Wertung, war es für den Lipper wichtig die ersten Rennkilometer seit rund 10 Monaten auf die „Uhr“ zu fahren. Drei Tage später war man bereits wieder unterwegs, auf der Autobahn Richtung Bad Liebenstein zum Glasbachrennen. Das 5,5 km lange Asphaltband mit schnellen, flüssigen Kurven auf den Rennsteig kamen Patrick und seinem Formel 3 entgegen. „Das Wochenende in Thüringen entschädigte für Wolsfeld. Unser Formel 3 lief 100%ig und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht“, freute sich Patrick. „Unser Auftreten war rundum gelungen, auch in den sozialen Medien, und vor allem die mittlerweile zahlenmäßig und qualitativ angewachsene Konkurrenz in der pickepacke vollen Gruppe E2-SS bis 2000 ccm lässt noch einiges bei den kommenden Läufen erwarten. Das macht natürlich nicht nur den Piloten Freude, auch die Zuschauer erleben so spannende Rennverläufe. Wir sind glücklich und zufrieden als drittbester Deutscher und Rang vier in der Klasse. Hauptsache es ist auf dieser anspruchsvollen Strecke alles ganz geblieben“. Am 25./26. Juni steht bereits das dritte Bergrennen in diesem Monat auf den schnellen Iberg von Heilbad Heiligenstadt, ebenfalls in Thüringen im Kalender. Das Team ist motiviert und der Pilot wird die in 2019 gesammelten Eindrücke und Daten umsetzten. Man ist guter Dinge, an das gute Ergebnis von vor der Pandemie auf dem sogenannten Holzweg anzuknüpfen. „Wir freuen uns schon riesig darauf, checken das Auto nochmals […]

Pfingsten in Wolsfeld: Mehr als nur Bergrennen

8. Juni 2022

Zwei ganz persönliche Geschichten am Rande zeugen von der Besonderheit der jährlichen PS-Party in der Südeifel. Pfingsten in Wolsfeld, oder besser gesagt in der gesamten Südeifel, das ist mehr als nur Bergrennen. Das ist mehr als nur ein mit Blech vollgestopftes Dorf. Das ist auch mehr als gemähte Wiesen, aus denen ein Fahrerlager gemacht wird und bei dem die Jugendfeuerwehr akribisch darauf achtet, dass auch die angebrachten Müllsäcke benutzt und entleert werden. Das ist auch mehr als von Gästen benutzte Toreinfahrten, Hinterhöfe oder Garagenzufahrten. Das sind manchmal auch ganz berührende, zwischenmenschliche Geschichten. Zwei davon haben wir am Pfingstsonntag zusammengetragen. So wie die von Peter und Paula Schäfer aus der Holsthumer Straße. Vor ihrem Haus ist der Trubel am größten. Dort stellen sich die Teilnehmer zum Vorstart auf, die lautstarken Motoren drehen mit Höchstzahl. Die beiden älteren Herrschaften, weit in die 80 hinein, wie uns Peter Schäfer verraten hat, fühlen sich nicht belästigt. Das Gegenteil ist der Fall. Seit Jahren ist die Familie Pisano, eine Rennfahrerfamilie aus dem schwäbischen Herrenberg mit calabrischen Wurzeln, bei ihnen zu Gast. Im Hinterhof steht der knallrote VW Golf 16 V, dort wird geschraubt, Daten auf dem Laptop ausgelesen, Reifen nachgeschnitten. Peter Schäfer sagt von sich selbst, er sei kein Rennfahrer, aber „ich bin der Meinung, dass jeder sein Hobby ausüben sollte, wenn es irgendwie geht. Das trägt zum Zusammenhalt der Menschen bei.“ Mit den Pisanos haben die Schäfers seit vielen Jahren innige Freundschaft geschlossen. „Die schlafen bei uns im Haus, wir essen gemeinsam. Sie sind zu Gast bei uns.“ Und im Gegenzug machen Peter und Paula Schäfer dann Stopp bei den Pisanos auf dem Weg nach Süden. „Wir waren zur Hochzeit der Tochter eingeladen, waren bei der Kindtaufe dort. Wir sind Freunde geworden.“ Im Hinterhof treffen wir Egidio, der an den Reifen seines Renners arbeitet. Zusammen mit seinem Schwiegersohn Simon, der den Namen Pisano angenommen hat, mit dessen Frau Giuli und dem kleinen, ein paar Wochen alten Leo. „Wir sind hier wie zu Hause beim Bergrennen“, erzählt Simon, während die junge Mama meint, „das Bild können wir g’schwind noch machen. Aber dann muss ich rein, den Leo wickeln. Ich glaube, er riecht schon ein wenig.“ Und sie lacht dabei. Und dann ist da auch noch die Geschichte von Simone und Armin Ebenhöh aus Aufhausen in der Oberpfalz. Als wir uns mit unserer Kamera hinter einem Reifenstapel an einer Leitplanke postiert haben, rennt die junge Frau, […]

30 Jahre KW – vom Einmann-Betrieb zur globalen Unternehmensgruppe

9. Mai 2022

Im Mai 1992 legte der Murrhardter Klaus Wohlfarth mit der Gründung seines Einzelhandelsgeschäfts KW Tuning den Grundstein einer eindrucksvollen Erfolgsgeschichte. Heute, drei Jahrzehnte später ist aus dem Einzelhändler für sportives Autotuning und Zubehör ein in seinem Segment weltbekannter Hersteller für Gewindefahrwerke, Motorsportdämpfer und Leichtmetallräder geworden. Herz der KW automotive Gruppe ist der im schwäbischen Fichtenberg ansässige Fahrwerkhersteller KW automotive, den Klaus Wohlfarth gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen Wohlfarth und engagierten Mitarbeitern zum Weltmarktführer für individuelle Fahrwerksysteme aufbaute. Während in Fichtenberg 360 Menschen tätig sind, beschäftigt die inhabergeführte Unternehmensgruppe weltweit 1.200 Mitarbeiter. Zur KW automotive Gruppe zählen neben dem Leichtmetallräderhersteller BBS auch der Offroad- und Rallye-Fahrwerkhersteller Reiger Suspension, die Stoßdämpfersparte des Technologiekonzerns AL-KO sowie weitere eigene Fahrwerk- und SimRacing-Marken. Geprägt davon, ein Problem eher als eine Herausforderung zu sehen und diese Herausforderung erfolgreich zu meistern, treibt den Unternehmer Klaus Wohlfarth und Gründer von KW automotive jeden Tag an. Im Mai 2022 jährt es sich zum dreißigsten Mal, dass er mit Anfang 20 in seinem schwäbischen Heimatort Murrhardt das Einzelhandelsgeschäft „KW Tuning“ gründet. Drei Jahrzehnte später ist aus dem Einzelhändler ein Weltunternehmen mit 13 Standorten und 1200 Mitarbeitern geworden, dessen innovative Produkte von Automobilherstellern, Motorsportteams und begeisterten Automobilenthusiasten weltweit geschätzt werden. „Da es damals die Produkte, die die Kunden wollten, nicht gab, fingen wir an, ein eigenes Gewindefahrwerk zu entwickeln“, erinnert sich Klaus Wohlfarth zu seinen Anfängen als Unternehmer. Das auf der Essen Motor Show 1995 eingeführte Fahrwerk war ein Meilenstein. Global aufgestellt, regional verwurzelt Mit eigenen Wurzeln im Rennsport und immer den einzelnen Kundennutzen im Fokus, optimierte und verbesserte Klaus Wohlfarth mit seinen Wegbegleitern das Produkt Gewindefahrwerk immer weiter. In den vergangenen 30 Jahren entwickelte der 1998 zur KW automotive GmbH umfirmierte Fahrwerkhersteller zahlreiche große und kleine Innovationen. Bekannte KW Entwicklungen sind beispielsweise in der Höhe einstellbare Hinterachsfederteller, in der Dämpfercharakteristik separat einstellbare Ventiltechnologien, die Fertigung von Federbeinen aus Edelstahl, hydraulische Liftsysteme, die Nutzung von Verbundwerkstoffen bei Federtellern, Smartphone-Apps zur Fahrwerksteuerung und vieles mehr sorgen dafür, dass der von den beiden Brüdern Klaus und Jürgen Wohlfarth geführte Fahrwerkhersteller zum Marktführer für individuelle Fahrwerksysteme wurde. Aber nicht nur Automobilenthusiasten zählen seit Jahren zu den Kunden. So war beispielsweise Mercedes-Benz der erste Automobilhersteller, der KW automotive damit beauftragte ausgewählte Serienmodelle wie Mercedes SLK 55 AMG Black Series mit einem in der Druck- und Zugstufe separat einstellbarem Gewindefahrwerk auszurüsten. „Es blieb aber nicht nur bei AMG“, so Klaus Wohlfarth weiter. Heute arbeitet KW automotive […]

Gerade kein Bergrennen geplant? Hier sind spielerische Alternativen!

6. Mai 2022

Mit Bergrennen als Hobby ist Abwechslung und Nervenkitzel garantiert. Leider kann nicht an jedem Tag oder Wochenende ein neues Rennen in Ihrer Region stattfinden. Damit es nicht langweilig wird, stehen Rennfreunden viele Alternativen in der Freizeitgestaltung offen. Wir haben einige Anregungen zusammengefasst, wobei das sportliche Vergnügen oft eine spielerische Note hat. Auch ohne Bergrennen Dynamik und Fahrspaß erleben Fahrspaß rund um die Bergwelt ist mit keinem anderen Motorsport zu vergleichen. Wenn Sie als Zuschauer spannende Bergrennen in Deutschland und den angrenzenden Nationen verfolgen oder selbst im Cockpit sitzen, werden Sie diesem Statement sicher zustimmen. Trotzdem gibt es Tage, an denen Sie einfach nur zu Hause auf der Couch sitzen und entspannen möchten. Neben dem Blättern von Fachmagazinen oder dem Stöbern durch Ihre liebste Internetseite zum Thema Bergrennen können Sie virtuell ins Cockpit steigen. Spielerischen Nervenkitzel rund um verschiedene Rennserien gibt es für den PC und alle namhaften Konsolen. Zwar fehlt hierbei ein wenig das Live-Flair, trotzdem können Sie Ihrem liebsten Hobby treu bleiben und manche Erfolge im Cockpit einfahren. Realistische Rennspiele bei vielen Fans im Kurs Als spielerische Alternative werden Rennspiele für beliebte Konsolen wie die Switch oder Playstation oft als erstes genannt. Da es via Konsole kaum namhaften Titel mit einem Fokus auf Bergrennen gibt, sollten Spieler via PC und Assetto Corsa in diverse virtuelle Bergmeisterschaften einsteigen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in weiteren, vielfältigen Themenwelten Gas geben und sich mit anderen Spielern messen. Namhafte Serien wie „Need for Speed“ oder „Gearshifters“ werden um Spieltitel ergänzt, bei denen der Fahrspaß nebenbei erlebt werden kann. Man denke nur an den kriminellen Nervenkitzel, der bei allen Gas geben und Fahrzeuge modifizieren bei „Grand Theft Auto V“ auf Sie wartet. Natürlich gibt es auch realitätsnahe Spiele rund um die Formel 1 und andere Rennserien. Hier kommen ambitionierte Motorsport-Fans auf Ihre Kosten, die sich sogar mit speziellem Gaming-Equipment vom Lenkrad bis zu Pedalen ausstatten lassen. So erhält das Spielerlebnis eine besonders realistische und spannende Note. Vom Sportgame zu anderen Spielideen Für echten Nervenkitzel muss das Thema Rennsport nicht im Vordergrund stehen. Mit Lust und Laune auf spielerische Anreize sind Anbieter von Sportwetten oder Casino-Games gefragt. Alle namhaften Wett-Plattformen halten ein Wettangebot für die Formel 1 und weitere Rennserien bereit. Vom Qualifying bis zur finalen Platzierung haben Sie die Möglichkeit, hier aus einem kleinen Einsatz einen höheren Gewinn zu machen. Ganz ohne eigenen finanziellen Einsatz geht es bei vielen seriösen Spiel-Anbietern im Netz. So können Sie bei manchem online Casino Freispiele nutzen, bei […]

Marcel Steiner Kolumne: Erfolgreicher Test mit fatalem Ausgang

5. Mai 2022

Lange war es vermeintlich still bei Steiner Motorsport. Hinter den Kulissen wurde jedoch fleißig an den Vorbereitungen der Saison 2022 gearbeitet. Helftec Engineering hat den Turbo-Motor mit einigen Modifikationen überarbeitet und mit neuen Kolben bestückt. Nach einem sehr erfolgreichen Prüfstandlauf vor Ostern, konnten wir mit der Set Up- und Finish-Arbeit am LobArt/Helftec-Honda beginnen. Daher fühlten wir uns am 28. April 2022 gut vorbereitet, um in Anneau du Rhin, eine erste Testfahrt zu absolvieren. Danach wollten wir gleich nach Abreschviller/F an das erste Rennen aufbrechen, welches in der Nähe von Anneau du Rhin liegt. Trotz relativ langer Rennstreckenabsenz, lief der letzte Schliff für die Piste routiniert. Vor der ersten Ausfahrt war ich dann doch etwas nervös. Nach einigen Kurven fanden der LobArt und ich aber bereits gut zusammen. Nach jedem kurzen Stint untersuchten wir das Auto und Motor auf etwaige Undichtheiten, Abnutzungen oder Defekte. Alles schien perfekt und ich konnte alle Leistungsstufen auf der Strecke ausprobieren und fühlen. In den oberen Leistungsstufen schiebt der Motor schon imposant an und ich freute mich, dies endlich mal am Berg auszutesten. Hierfür wollten wir noch zwei ältere Sätze Reifen kurz anrollen, damit diese im Training beim Bergrennen wieder ihren Grip finden. Ich spürte sofort, dass diese Slicks gleich viel schneller mehr Haftung boten. Eigentlich in Gedanken schon fast auf dem Weg nach Abreschviller, wollte ich nochmal bei Highspeed den Downforce in „Adrenalin“, dem schnellen Rechtsknick nach der langen Geraden, fühlen und danach meine letzte Runde dieses Abends fahren. Doch dann der große Schock! Kurz vor dem Anbremsen der Kurve vor dem Fahrerlager leuchten bei mir am Display alle roten Lampen – Öldruckalarm! Ich bremste das Auto so schnell es ging ab, damit die Fliehkraftkupplung den Motor vom Getriebe trennte (ein Auskuppeln während der Fahrt ist leider so nicht möglich). Als ich zum Stillstand kam, saß ich bereits in dichtem Rauch. Ich dachte erst an ein harmloses Ölleck. Beim Aussteigen aus dem Auto entpuppte sich der Rauch aber als Feuer. Zu allem Unglück kam ich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr an die Feuerlöscherauslösung. Somit konnte ich nur noch zusehen, wie der in unzähligen Stunden mit viel Hingabe aufgebaute LobArt brannte. Nach gefühlt unendlichen Sekunden, kam dann Rettung aus dem Fahrerlager. Fahrerkollege Jürg Ochsner schnappte sich einen Feuerlöscher, rannte herbei und löschte meinen Rennwagen. Unmittelbar danach war auch das Streckensicherungsfahrzeug mit einem weiteren Feuerlöscher zur Stelle. Jemand scheint es nicht gut zu meinen mit uns und dem Turboprojekt. […]

Nachruf auf die Berglegende Anton Fischhaber

16. März 2022

Anton, genannt Toni Fischhaber verstarb am 12. März 2022 im Alter von 81 Jahren in seiner bayrischen Heimatstadt Bad Tölz. Der erfolgreiche Geschäftsmann, er besaß zahlreiche Miet- und Geschäftshäuser sowie Gastronomiebetriebe, zählte zu den erfolgreichsten Bergrennfahrern der 1960er-Jahre. Fischhaber, der auch auf der Rundstrecke bis zur Ur-DTM (Alfa Romeo GTV6) aktiv war, hatte es in seinen 28 Rennjahren zu einem der erfolgreichsten bayrischen Motorsportler aller Zeiten gebracht. Sechs Berg-Europameisterschaften, einen deutschen Berg-Titel und gut 200 Einzelsiege hatte der zierliche Tölzer mit allen möglichen Tourenwagen, GT-Autos und Sportwagen errungen. Als der damals 18-Jährige 1959 bei seinem ersten Bergrennen am heimischen Wallberg starten wollte, wurde er vom legendären Rennleiter und Sportchef des ADAC Südbayern Otto Sensburg als zu jung für diesen Sport abgewiesen. Ein knappes Jahrzehnt später schaffte er es bereits in die „Hall of Fame“ der Europa-Bergmeisterschaft. Seine Karriere begann er 1959 auf einem BMW 700. Es folgten Alfa Zagato, Lotus-BMW, Abarth und die gesamte Porsche-Palette bis zum 8-Zylinder Berg-Spider, mit denen er glanzvolle Jahre am Berg und auf der Rundstrecke markierte. Im Porsche-Werksteam wurde er Teamkollege von Gerhard Mitter, bei Abarth kämpfte er an der Seite von Hans Herrmann. Die wohl schönsten Rennen und atemberaubendsten Duelle lieferte er sich als Privatfahrer Anfang der 60er Jahre mit seinem Münchner Dauerrivale und Freund Ernst Furtmayr. Mit 19 Teilnahmen zwischen 1962 und 1983 ist er Rekordstarter beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring. Seine beste Platzierung war der vierte Gesamtrang 1982, gemeinsam mit seinen „Berg-Kammeraden“ Mario Ketterer und Eckhard Schimpf auf einem BMW 320i. Erwähnenswert ist der fünfte Gesamtrang beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1965, gemeinsam mit Gerhard Koch auf einem Porsche 904 GTS. Nach dem Ende seiner Rennkarriere 1988 widmete er sich dem Immobilienhandel und war 14 Jahre Vorsitzender beim bekannten örtlichen Eishockey-Club EC Bad Tölz. Text mit Auszügen aus „Hallo, wie geht´s?“ von Rainer Braun Fotos: Scuderia Trentino, Maly, Fiorenzo Vaccari, Roland Höfer

DVD zum FiA Hillclimb Masters 2021 von Pilotes.tv

17. Februar 2022

Wie wundervoll doch das Wochenende beim FiA Hillclimb Masters im Oktober letzten Jahres in Portugal war, kann man sich nun noch einmal mit der DVD von Pilotes.tv, in Erinnerung rufen. Mitten in der Pandemie hatte es der portugiesische Motorsportverband geschafft, ein einmaliges Event und Fest des Bergrennsports auszurichten und in vielen Herzen große Emotionen zu entfachen. In 90 Minuten sind noch einmal alle Fahrzeuge auf der Strecke, plus Impressionen und die stimmungsvollen Medaillenzeremonie zu sehen. Die Szenen machen zweifellos Appetit auf mehr und eine hoffentlich relativ unproblematische Saison 2022. Außerdem unterstützt Ihr mit dem Kauf der DVD Gilles Huntzinger und sein Team von Pilotes.TV, die in den letzten beiden Jahren ebenfalls unter der Pandemie stark gelitten haben. Preis der DVD ist 14,99€, zu bestellen unter: https://pilotes.eu/magasin/de/dvd/1505-fia-hillclimb-masters-braga-2021.html

Fernab der Menschenmassen – Sport mit echter Leidenschaft

8. Februar 2022

Ist es nicht erstaunlich, dass es auf der Welt bislang keine abschließende Liste gibt, die sämtliche existierende Sportarten zusammenfasst? Während eine Liste mit Ursprung in Deutschland von gerade einmal 250 verschiedenen Arten spricht, gibt es weitaus ausführlichere Varianten, die mehr als 800 Arten mit Ursprungsland und einer kurzen Entstehungsgeschichte aufführen. Angesichts dieser erstaunlichen Anzahl an Sportarten ist es ziemlich überraschend, wie es in gewissen Ländern schon vor Jahrhunderten dazu gekommen ist, dass sich eine bestimmte Sportart zu einem Nationalsport entwickelt hat. Es reicht, sich anzuschauen, wie viele Fußballfans es gibt, um zu verstehen, wie vielen Sportarten gleichermaßen zu wenig Beachtung geschenkt wird. Nur, weil eine bestimmte Sportart nicht so viele Fans hinter sich vereint, wie der Fußball oder das American Football, bedeutet das noch lange nicht, dass dort weniger leidenschaftlich hinter den Sportlern oder einem Team gestanden wird. Ganz im Gegenteil ist es so, dass die Sportarten, in denen die Fans und die aktiven Sportler eine große Schnittmenge bilden, bei der Ausübung eine besondere Atmosphäre innehaben. Kommt Zuwachs zu einem Team oder tut sich was, so fühlt es sich bei weniger populären Sportarten so an, als wäre man direkt dabei. Die Sportler sind nahbar und scheuen das Bad in der manchmal kleinen Menge nicht. Der sportliche Blick über den Tellerrand hinaus Rennfahrzeuge aller Art üben auf viele Kinder eine Faszination aus. Diese scheint allerdings mit der Zeit bei den meisten wieder zu verfliegen und wer sich einen Funken der Leidenschaft bewahrt, der schaut sich hin und wieder ein Rennen der Königsklasse, der Formel 1 an. Dabei sind es in der Regel nicht die Rennen, in denen große Rennställe und noch größere Sponsoren hinter den Sportlern stehen, die den Zuschauern den größten Spaß bereiten. Es sind die Rennen, bei denen sich nach getaner Arbeit noch mit den Sportlern in aller Ruhe unterhalten kann. Wirft man einen Blick auf die Ehrentafel der Fahrer bei Bergmeisterschaften, so wird sofort deutlich, dass auch ein solcher Sport lebt und mehr denn je das Feuer bei den wirklich treuen Fans entfacht. Wer sich sicher ist, dass der Motorsport nicht das Richtige für einen ist, der sollte dennoch den berühmten Blick über den Tellerrand hinaus wagen und sich nach exotischen Sportarten mit Kultstatus umsehen. Schließlich geht es doch um den Spaß. Dieser Fakt wird in der heutigen Zeit, in der so manche Sportart ein Milliardengeschäft ist, gerne übersehen. Ein neuer Sport zu Wasser lässt sich in den […]

Berg-Legenden: Foto-Story Rolf Rypka

7. Februar 2022

Rolf Rypka, geboren am 05.10.1944, war sowohl am Berg, als auch auf der Rundstrecke „zu Hause“. In seiner langjährigen Motorsportkarriere hielt er immer der Marke „Opel“ die Treue, und fuhr insgesamt zahlreiche Erfolge, mit unterschiedlichen Touren- und Produktionswagen der Rüsselsheimer, ein. Kurz gesagt, er zählte, vor allem in 1980iger-Jahren, zur absoluten, deutschen Bergelite. Rypka, der aus der Nähe von Dudenhofen – bekannt für das Prüffeld der Opel AG – stammt, startete seine Motorsportkarriere bei ersten Einsätzen im Slalomrennsport im Jahre 1967. Neben einem BMW 2002 setzte er auch einen Opel Kadett B ein, und entschied sich damit schon früh für die Marke „Opel“, wobei die räumliche Nähe zum Opel-Werk auch mit ausschlaggebend war. Ab 1971 spezialisierte er sich auf den Bergrennsport. Rypka war mittlerweile beruflich als Versuchstechniker der Opel AG tätig. Ein 11. Platz in der Deutschen Automobil-Meisterschaft 1977 schien ein gutes Zeichen für weitere, zukünftige Erfolge zu sein. Stetig ging es für ihn mit guten Platzierungen aufwärts, und 1978 wurde Rypka, noch vor den älteren Bergidolen Herbert Stenger und Willi Bartels, Achter in der Berg DM. Die Zeit zwischen 1980 und 1985 war bestimmt die erfolgreichste Zeit am Berg von Rolf Rypka. Herausragend vor allem die Leistungen zum Gewinn des Titels des Vizemeisters der Automobil-Bergtrophäe, für den er bei 13 Bergrennveranstaltungen sagenhafte 12 Siege herausfuhr. Dann kamen die Jahre 1984 und 1985, die für ihn den persönlichen Höhepunkt darstellten. 1984 gewann er bei „nur“ 5 Siegen zum 1. Mal den Titel des Meisters der Deutschen Automobil-Berg-Trophäe. Diesen Titel sollte er dann, im Jahre 1985, noch einmal gewinnen. 1986 nahte dann so langsam das Ende seiner Motorsportkarriere. Sporadischen Teilnahmen bei heimatnahen Bergrennen mit dem Ascona B in der Gruppe „H“ folgten. Insgesamt nahm Rolf Rypka an über 380 nationalen und internationalen Rennen, hauptsächlich Bergrennen, teil, bei denen er 150 Mal als Sieger hervorging. Text: Andreas Seidel (Auszug aus dem Buch „Klingenring-Bergpreis“)  

Formel 1 2022 – Können die Nachzügler aufholen?

6. Februar 2022

Während des Winters ist die FIA nicht nur mit dem Angleich der Lizenzvoraussetzungen für Teilnehmer der Deutschen Bergmeisterschaft beschäftigt. Nebenbei gilt es bei der Königsdisziplin, der Formel 1, das Saisonfinale von 2021 aufzuarbeiten, welches für einige Diskussionen gesorgt hat. Auch nächstes Jahr werden, trotz der Veränderungen am Auto, wieder Mercedes und Red Bull als die Favoriten gesehen. Die Frage stellt sich jedoch: Können die Nachzügler aufholen? Die Mittelfeldteams Am ehesten erhoffen sich Alpine und Aston Martin eine Steigerung in der neuen Saison. Alpine ist, Insidern zu Folge, ein Coup gelungen, indem sie eine Lücke im Reglement entdeckt haben. Deswegen haben sie bei Sportwetten auf Winamax mit einer Quote von 40,00 and 75,00 (Stand 31.01.2022) passable Chancen auf den Konstrukteurs Titel 2022. Der Wettanbieter zählt als einer der besten neuen Wettanbieter des Jahres 2022. Die Experten der Buchmacher haben die aktuellen Entwicklungen genau im Auge. Der Chef von Aston Martin will eine konstante Entwicklung im Team sehen, damit in ein paar Jahren sein Sohn Lance sich Weltmeister nennen kann. Dafür wurden im vergangenen Jahr einige Ingenieure von Mercedes und Red Bull abgeworben und keine Kosten gescheut. Der Plan ist in vier Jahren Weltmeister zu sein, die Regeländerungen bieten jedoch bereits jetzt die Möglichkeit einen Sprung nach vorne zu machen. Die Nachzügler Für Williams, Alfa Romeo und Haas steht eine wichtige Saison bevor. Nachdem man in den vergangenen Jahren nur wenig mit Punkten in Berührung gekommen ist, muss das neue Auto schnell sein, um einen Absturz in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Williams war in der vergangenen Saison bereits auf einem guten Weg, verliert jedoch jetzt mit George Russell seinen besten Fahrer. Für Haas steht viel auf dem Spiel. In der vergangenen Saison verbesserte man das Auto während der Saison nicht, um den Fokus bereits auf das 2022 Fahrzeug zu legen. Sollte dieses wieder nicht überzeugen, steht ein Ausstieg vom Besitzer Gene Haas im Raum. Ähnlich sieht die Situation bei Alfa Romeo aus. Bereits im vergangenen Jahr gab es Gerüchte über eine Rückkehr von Andretti, jetzt soll auch Maserati interessiert sein, das Team in den kommenden Jahren zu übernehmen. Für definitive Prognosen ist es noch zu früh. Dennoch gibt es Tendenzen bei den Teams. Alpine könnte eine positive Überraschung werden und auch Aston Martin erhofft sich eine konstante Verbesserung. Bei den Nachzüglern schaut es primär für Williams gut aus. Bei Haas und Alfa Romeo erscheint es als die letzte Chance erfolgreich zu sein. Für […]

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