Buch zu den Krähbergrennen des vergangenen Jahrhunderts

13. August 2017

Der Odenwald war bis zur Jahrtausendwende eine Hochburg des Bergrennsports in Deutschland. Zahlreiche bekannte und erfolgreiche Fahrer vertraten das südhessische Mittelgebirge bei den Veranstaltungen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Namen wie Horst Fendrich, Dieter Knüttel, Werner Eckert, Helmut Kirchmeier oder Klaus Koch hielten die Tradition des Rennsports auf Bergstraßen lange aufrecht. Auch einige Rennveranstaltungen gab es im Gebiet zwischen Mannhein und Miltenberg. Neben dem Bergrennen von Zotzenbach, das zwischenzeitlich wieder als Bergslalom auf die Bildfläche zurück gekehrt ist, zog das Krähbergrennen Fahrer und Fans wie magisch an. Zwischen 1911 und 1993 ereigneten sich an diesem Odenwaldberg erstaunliche Motorsportgeschichten. Nach intensiven Recherchen und einer enormen Fleißarbeit, die sich über vier Jahre hinzog, verkündete der Beerfeldener Heimatforscher und Buchautor Michael Schmitt im vergangen Frühjahr „ich habe fertig“. Nach der Drucklegung wurde das Standardwerk mit dem Namen „Am Krähberg donnern wieder die Motoren“ Anfang April diesen Jahres offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. „Der Krähberg im Hessischen Odenwald hat eine Motorsportgeschichte die in ganz Deutschland Ihresgleichen sucht“, betont Autor Schmitt. „Nur ganz wenige Orte können da mithalten“. Die Anfänge reichen bereits bis ins Jahr 1911 zurück. Der Hessische Automobilclub Darmstadt war damals der Initiator und Ideengeber. Die erste Epoche der Krähbergrennen lief von 1921 bis 1927. Danach verstummten die Motoren für viele Jahre. Erst 1964 erinnerte man sich wieder an die alten Rennsportzeiten und der MSTC Erbach war dann 30 Jahre lang für die zweite Serie der Bergrennen am Krähberg verantwortlich. Eigentlich wollte Michael Schmitt nur die Rennen der Nachkriegszeit beleuchten, die er als kleiner Junge noch mit eigenen Augen gesehen hatte, doch bei seinen Nachforschungen förderte er noch so viel Material zutage, dass er auch die Zeit zuvor noch mit aufnahm. „Schon vor dem ersten Weltkrieg sind die Autos den Krähberg hochgefahren“, macht er deutlich. „Mit allen möglichen Modellen“. Nach dem ersten Buch „Als Caracciola an den Krähberg kam“, welches die Jahre 1921-1927 ausführlich beleuchtete, zeigt das neue Buch nun die ganze Geschichte auf. Insbesondere die Bergrennen 1964-1993 mit tollen, oft farbigen Fotos stehen nun im Mittelpunkt. Die kompletten Ergebnistabellen sind ebenso beeindruckend. Das Buch im Format 21×26 cm bietet 352 Seiten mit 440 Fotos. Preis 29,- Euro + 2,50 Versand per Rechnung. Zu beziehen über den Autor. Tel: 06068 / 3371 und eMail: michael.schmitt3@gmx.net oder beim Heimat- und Geschichtsverein im Museum der Oberzent in 64743 Beerfelden, im regionalen Buchhandel sowie in den Tourist-Informationen Beerfelden und Erbach im Odenwald.

Vorschau Osnabrück 3: Stars und Sternchen schmücken den Berg

2. August 2017

Natürlich ist auch das Rahmenprogramm in Osnabrück gespickt voller Höhepunkte. Ob ein Original LMP Le Mans-Sportwagen, ein Ford GT 40, ein Ex-WRC Skoda Octavia, historischer und aktueller Ford Mustang, Historischer Porsche Carrera und exklusive aktuelle Ferrari-Modelle (u.a. LaFerrari) – für die vielen Fans ein Automobil-Paradies, wie es nur selten zu sehen ist. Dazu mischen sich TV-Stars, u.a. Martin Schneider („Ich bin der Maddin“) am Freitag und Samstag, außerdem Schauspieler Norbert Heisterkamp, TV-Moderatorin Lina van de Mars, Titus Dittmann, Rally-Profi und TV-Moderator Niki Schelle (am Sonntag) und Motorrad-Artist Horst Hoffmann unter das Publikum und stehen für Autogrammwünsche zur Verfügung. Natürlich werden sie auch auf der Strecke mit verschiedenen Top-Fahrzeugen zu sehen sein. Am Samstagmittag findet eine große Jubiläums-Fahrzeugparade auf der Strecke mit Serienfahrzeugen aus den Jahren 1967 bis 2016 statt. Erstmalig wird es am Sonntagmittag eine große Fahrerparade mit Show und Musik auf einem eigens umgebauten Truck mit einer Reihe von Fahrern geben, die dem Publikum vorgestellt werden, eine eigens zum Bergrennen-Jubiläum initiierte Aktion. Zu den weiteren Aktionen gehören auch der „Kürzeste Charity-Lauf der Welt – Vom Ziel zum Start“ am Samstag nach Abschluss des Trainings (Start ca. 19:15 Uhr) sowie ein Fotoshooting mit einem historischen Formel-Fahrzeug im Fahrerlager. Der MSC Osnabrück hat alle Aktiven aus Anlass seines Jubiläums zu einem spektakulären Abend auf der neuen E-Kart-Bahn sowie Europas spektakulärsten Wasserrutschen am Donnerstagabend und zu einem Jubiläums-Racing-Happening mit einem hochkarätigen Unterhaltungsprogramm am Freitagabend eingeladen und möchte nicht nur gemeinsam feiern, sondern insbesondere „Danke“ für die jahrelange Treue und Freundschaft sagen.Der MSC Osnabrück und das gesamte Team freuen sich auf ein spektakuläres langes Wochenende am „Uphöfener Berg“! Alle Informationen, die kompletten Starterlisten sowie Tickets zum 50. Int. Osnabrücker Bergrennen gibt es unter www.msc-osnabrueck.com .

SWR-Doku „DorfLeben“ über Wolsfeld

22. Juli 2017

Weniger als tausend Einwohnern zählt Wolsfeld im Bitburger Land. Am Pfingstwochenende startet dort alljährlich das Wolsfelder Bergrennen, das kürzeste seiner Art in Deutschland. Die Strecke ist nur 1640 Meter lang, aber ganz Wolsfeld ist auf den Beinen, um zu helfen oder einfach nur dabei zu sein. Drei Menschen, drei Generationen, ein Dorf: Wie sie heute in ihrem Dorf leben, das will die Serie „DorfLeben“ des SWR zeigen. Es geht um das Alltägliche. „Wir stellen keine Paradiesvögel vor, sondern ganz normale Menschen, die auch mal die Kneipe putzen oder das Vereinsblatt verteilen“, heißt es in der Pressemitteilung des SWR. „Man trifft sich auf der Dorfbank, die wir mitbringen. Und jede teilnehmende Dorfgemeinschaft darf diese Bank, die sie an das gemeinsame Erlebnis erinnert, behalten“. In der Episode über Wolsfeld ist das Bergrennen eines der zentralen Themen. Die Erstausstrahlung der 45 Minuten langen Sendung startet am kommenden Freitag, den 28. Juli um 21 Uhr im 3. Fernsehprogramm von SWR und SR. Danach ist der Beitrag für eine gewisse Zeit auch in der SWR-Mediathek zu finden.

Foto-Galerien von Wolsfeld über Glasbach bis Iberg online!

2. Juli 2017

Der Juni war nicht nur hart für zahlreiche Berg-Piloten, sondern auch für so machen Pressevertreter. Drei Bergrennen in nur vier Wochen waren zu bewältigen und zu verarbeiten. Wir haben etwas nachsitzen müssen, doch jetzt sind die Foto-Galerien aus Wolsfeld, Glasbach und vom Iberg online! Zu sehen gibt es wie immer Rennaction und natürlich Impressionen.

Werkstatt-Report #27: Aufrüstung in der Formel 3

1. Juni 2017

Ende letztes Jahr konnte der Heiligenstädter Formel 3-Pilot Sascha Herz unter beratender Hilfe von Frank Debruyne, ein bis auf die letzte Schraube zerlegtes Formel 3-Fahrzeug erwerben. Dieses ist erneut ein italienisches Dallara-Modell, jedoch vom Baujahr und den Nachrüstsätzen her ein aktuelleres Modell als Saschas bisheriger F302. Das erstandene Fahrzeug ist größten Teils, obwohl aus dem Baujahr 2005, mit Technik und Aerodynamik des 2011er ausgestattet. Motorisiert ist das Ganze von einem Opel-Spiess, einem sogenannten „Challenge-Motor“. So verfügt es weiter über ein aktuelles Drexler Getriebe, das modernste was SACHS an Stoßdämpfern zu bieten hat und aerodynamische Bauteile die nicht der Serie entsprechen. Die standartmäßige Bosch-Elektronik wurde durch eine KMS Steuerung  mit AIM-Formellenkrad  und weiteren Features ersetzt, welchen Part Saschas neuer Sponsor CER (Comfort-Elektronik-Raulf) übernahm. „Das so ein kompletter Neuaufbau auch seine Tücken hat, bekamen wir Mitte April auf dem Leistungsprüfstand zu spüren. Getriebeprobleme waren dort nur der Anfang. Nach dem wir eine Leistungssteigerung von 10% gegenüber der Serie erreicht hatten, kam es zu einer heftigen Fehlzündung beim Starten welche den Anlasser in seine Bestandteile zerlegte. Dieser ist vom Hersteller natürlich nicht sofort lieferbar“, so Herz. „Nun musste ich als gelernter Werkzeugmacher selbst ran. Das heißt, es lieft alles weiter“. Am kommenden Pfingst-Wochenende wird der Reißverschluss-Fabrikant noch ein mal mit dem älteren F302-Modell an den Start gehen. Letzte Teilelieferungen in Sachen Anlasser sind für die kommende Woche angekündigt, sodass ein Start beim Glasbachrennen am zweiten Juni-Wochenende mit dem F 2005/11 fest eingeplant ist. Ein für Mitte Mai geplanter Test im Mai fiel dem Anlasserproblem zum Opfer. Die Abstimmung des Fahrwerkes, verbunden mit späteren Renneinsätzen legt Herz in die erfahrenen Hände von Frank Debruyne, der letzten Winter schon zahlreiche Stunden am Fahrzeug verbracht hat. „Geht unser Plan auf, bringen wir den aktuell modernsten Formel 3 am deutschen Berg an den Start, welcher mit seiner Motorleistung alle baugleichen Formel 3 in den Schatten stellt, das verspricht uns CER“, freut sich der Thüringer weiter. Beim Osnabrücker Bergrennen Anfang August wird dann Herz Motorsport mit beiden Formel 3-Rennen antreten, so wie es auch zuvor am heimischen Iberg mit Gerhard Dietrich geplant ist. Bernd Könemann, einer der „Berg-Legenden“ aus den 1980er Jahren, hat sich bereits das Cockpit des weißen Dallara F302 Opel-Spiess für den FiA-Lauf im Osnabrücker Land angemietet. Die älteren Bergrennfreunde werden den Verkaufsleiter aus Porta Westfalica sicherlich von seinen Einstätzen im Team von Herbert Stenger und den Rostek-Brüdern her kennen. Könemann für damals Formel V, Gruppe […]

Werkstatt-Report #26: Formel 3000-light mit Schweden-Power

14. April 2017

Franz Seitz und sein Sohn Florian Hartmann gehen gern ungewöhnliche Weg und verfolgen nicht alltägliche Ideen. Die Auslobung der neuen „Race and Fun Challenge“, wo bekanntlich der jeweilige Zweitplatzierte der Rennwagenklasse bis 2-Liter Hubraum, Pokal und Preisgeld abstaubt, ist nur ein Beispiel. Bezahlbarer Motorsport, bei maximalem Spaßfaktor war schon immer die Maxime des Familien-Teams aus dem Schwabenländle. So reifte nach und nach die Idee in einem Formel 3000-Chassis einen unkomplizierten und kostengünstigen, aber dennoch PS-starkes Triebwerk zu verbauen. Lange suchten die Beiden nach dem idealen Motor für ihr Vorhaben. Schlussendlich wurde man in Schweden fündig. Ein, im Rallyecross-Sport häufig verwendeter Volvo-Motor, der dank seines massiven Blocks mühelos auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wird, fiel dem Team Seitz bei Internetrecherchen auf. Der Reihen-4-Zylinder mit Vierventilkopf wurde in Skandinavien geordert und quasi als Weihnachtsüberraschung kurz vor den Festtagen 2016 geliefert. Aus Kostengründen verzichtete man bewusst auf ein V8-Aggregat und hat dennoch 390 PS bei 360 Newtonmeter zur Verfügung. „Das Drehzahlband wollen wir vorerst nur bis 8.000 Umdrehungen nutzen, es geht aber mehr“, erläutert Franz Seitz. Während der Wartezeit auf den Motor widmete man sich in Rutesheim-Perouse dem Reynard-Chassis vom Typ 88D. Der Formel 3000 stammte ursprünglich vom Paul Stewart Team aus England und wurde anschließend, zwischen 1992 und 1999 vom Grazer Norbert Binder in der Berg ÖM gefahren, jedoch auch nicht mit dem etatmäßigen V8-Motor, sonder mit einem BMW. 1998 fanden Fahrer und Fahrzeug sogar den langen Weg zum Osnabrücker Bergrennen, das damals zum Österreichischen Mobil-Berg-Cup zählte. Das allererste Rollout vor einer Woche beim Testtag auf dem Flugfeld in Lahr verlief zufriedenstellend. „Die Stromversorgung via Batterie war zu knapp bemessen, wir werden eine Lichtmaschine einbauen, dann wird die Zündung rund laufen. Unser Reynard 88D Volvo 16V ist sehr gutmütig fahrbar, das können wir auf jeden Fall schon sagen“. Aus beruflichen Gründen musste die anvisierte Premiere beim Hillrace in Eschdorf verworfen werden. Somit arbeitet man nun auf die Jungfernfahrt am 24./25. Juni am Iberg in Heiligenstadt hin. Weiter möchte das Vater-Sohn-Gespann noch nicht denken. Klappt der erste Renneinsatz, sind weitere Läufe im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft geplant.

Werkstatt-Report # 25: Der Dicke ist wieder unter den Lebenden

11. April 2017

Mit dem haarigen Crash auf regennasser Piste beim Berg-Saisonfinale 2016 von Mickhausen, hatte sich Holger Hovemann und sein Team ihre zeitraubende Winterbeschäftigung gesichert. Der siebenfache Berg-Cup Gesamtsieger war nach der Antoniusbuche mit hoher Geschwindigkeit von Piste abgekommen und krachte am Waldeingang in die aufgestellten Reifenstapel und Bäume. Die Wucht des Aufpralls hinterließ mehr als deutliche Spuren. Nach dem ersten Schock und einer Schadensaufnahme entschloss man sich den gelben Opel Kadett C V8 GT-R wieder aufzubauen und bereits fünf Tage nach dem tragischen Zwischenfall traf das waidwunde „Berg-Monster“  bei Norbert Vornholt und seinem Team, in den geheiligten Hallen der Firma Veritruck in Henstedt-Uulzburg bei Hamburg ein. Seit Mitte Oktober letzten Jahres wurden hier rund 250 Arbeitsstunden, wohlgemerkt nach Feierabend von Norbert Vornholt, Markus Saß, Markus Stirnberg, Marco Kläre, Kay Hofrichter, Sven Werner, Marco von Appen und Werner Kahle geleistet. An vier Wochenenden machte sich auch Holger Holvemann auf die 650 km lange Reise vom Odenwald in den Norden Deutschlands um beim Wiederaufbau des „Dicken“ mit Hand anzulegen. Als erstes wurde eine gebrauchte Chevrolet Corvette, als Teilespender für die „Wiederauferstehung“ des populären Konzepts einer C-Kadett Silhouette mit einem 5,7-Liter Lotus Triebwerk, gekauft. Glücklicherweise bekamen Motor,  Getriebe und die Hinterachse beim Unfall recht wenig ab, sodass sich die ersten Arbeiten im vergangenen Herbst um den Wiederherstellung der Karosse drehten. Rahmenteile des Vorderbaus mussten gefertigt und angepasst werden. Danach fanden nach und nach die gesamte Technik und der potente Lotus-Motor wieder seinen angestammten Platz im Bug des E2-SH Boliden. Die dezimierten Karbonteile entstanden zwischenzeitlich neu und ein paar Neuerungen am Fahrwerk und der Aerodynamik werden unter „Weiterentwicklung“ verbucht. Seit Ende März 2017 seht der „Dicke“ wieder auf eigenen Beinen, sprich auf seinen vier Rädern. In der ersten April-Woche wurden alle Anbauteile angepasst und für die Lackierung vorbereitet. Aktuell befindet sich das „Yellow-Berg-Monster“  beim Lackierer. Ob es gelingt den Opel Kadett C V8 GT-R bis zum Saisonstart beim Bergpreis Schotten am letzten April-Wochenende fertig zu stellen, ist jedoch fraglich. Eine Menge an vermeintlichen Kleinigkeiten ist noch zu erledigen. Auch für das Luxemburger Hill Race in Eschdorf, nur eine Woche später, wird es eng. Zudem ist der Renner nach all den Arbeiten noch keinen Meter gelaufen. „Bevor es zum ersten Bergrennen geht, werde ich auf alle Fälle noch einen Testtag auf der BOSCH-Teststrecke Boxberg absolvieren. Ohne ein gescheites Roll-Out macht es keinen Sinn wieder ins Renngeschehen einzugreifen. Da brauche ich zuerst Vertrauen in mich und ins […]

Werkstatt-Report #24: Berg-Cup Rookie mit Startschwierigkeiten

26. März 2017

Mit dem Honda Civic CRX von Neueinsteiger Jürgen Frommknecht wird in der 30jährigen Geschichte des „Gruppe H-Berg Cups“ der erst dritte Tourenwagen der Marke Honda in Deutschlands Breitensport-Bergrennserie Nummer eins mitmischen. Jürgen Frommknecht aus dem Landkreis Lindau-Bodensee, visiert nach vielen Jahren Pause seine erste Saison im Herrschaftsbereich des DMSB an, doch es gibt Anfangsschwierigkeiten administrativer Art – dazu später. Keine oder nur wenig Probleme gibt es dagegen mit den Vorbereitungen und Anpassungen des „Japan-Racers“ auf das im KW Berg-Cup und der Berg DM gültige Reglement. Mit Hilfe von Minichberger Motorsport wurde ein Umbau auf eine Renneinspritzung mit Einzeldrosselklappen realisiert, sodass der 1,6 Liter ZC01-Motor, der mit Mugen-Teilen zusätzlich verbessert wurde, eine Leistung von 192 PS abgibt. Gleich über der nahen Grenze zu Österreich beteiligte sich Frommknecht in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren am Vorarlberger Automobil Cup bei Slaloms und Berg-Slaloms. Ursprünglich stammt der Honda aus der NAVC-Szene und wurde vom Dortmunder Honda-Spezialisten Ralf Sonnenberg gebaut. Vor zweieinhalb Jahren konnte Frommknecht den Wagen übernehmen und seine Motorsportkarriere, die ihn von 1988 bis 1994 zu Slaloms und Rennstreckenrennen führte, weiterführen. Dem entsprechend sind und waren jetzt einige Änderungen an Technik und Ausrüstung angesagt. So wurden ein neuer FiA-Tank, inklusive Leitungen und Pumpen und eine FiA-Sitzbefestigung für den neuen Sparco-Sitz mit Kopfschutz montiert. Auch am Fahrwerk wurde gewerkelt. Dazu kam von wenigen Tagen ein neues Display-Cockpit, im Volksmund „Mäusekino“ genannt. Auch die persönliche Ausrüstung, wie das HANS-System, Fahrerschuhe und Overall musste neu angeschafft werden. Das Mitglied des WAC Lindenberg, wo ein gewisser Hansi Eller den Clubmeistertitel inne hat, freute sich mit seinem dreier Helferstaab auf sechs Rennen im KW Berg-Cup und plant zusätzlich vier Starts in Vorarlberg. Doch gerade der Saisonstart beim Bergpreis Schotten kann für Frommknecht nicht wie erhofft stattfinden, denn der 47-jährige Gewerbetreibende in Sachen Kaffee-Vollautomaten besitzt derzeit nur eine C-Lizenz. Auch mit Unterstützung von Berg-Cup Macher Uli Kohl ließ sich der DMSB nicht erweichen die Lizenzstufe anzupassen. Die zahlreich vorhandenen vorderen Platzierungen wurden vom Honda-Piloten in Österreich herausgefahren und zählen somit nicht für eine passende DMSB-Lizenz. Dennoch wird der Allgäuer alles daran setzten um wenigstens beim D-Lizenz Lehrgang im Rahmen der Freitagstests (nur für im KW Berg-Cup eingeschriebene Fahrerinnen und Fahrer) in Schotten dabei zu sein. Danach muss er drei weitere Platzierungen bei DMSB-Slalomveranstaltungen bringen. „Das werde ich hoffentlich bis Anfang Juni geschafft haben, um dann noch die Bergrennen Glasbach, St. Anton, Oberhallau, Unterfranken, St. Agatha und Mickhausen bestreiten zu können“, so […]

Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Werkstatt-Report # 22: Youngster-Rookie aus dem Slalomsport

7. März 2017

Aus dem Umfeld der KW-8V Trophy Paarung Johann Hatezic und Roland Christall wird der Neckarsulmer Felix Bürker zur neuen Saison in den KW Berg-Cup einsteigen. In der Vergangenheit war der KfZ-Mechatroniker mit seinem Opel Corsa im Slalomsport aktiv. In der Saison 2016 schnupperte der erst 21-jährige Schwabe bei den Rennen in Wolsfeld und Unterfranken in den Bergrennsport hinein. Über den Winter wurde mit einem Opel Kadett C City, für die E1-Hubraumklasse über 2000 ccm, ein reines Berg-Auto aufgebaut. Das Auto stammt aus dem Drag-Race-Sport und ist Baujahr 1975. Die komplette Restauration begann im September 2015 und wurde komplett bei Auto-Technik Christall, der Firma von Roland und Oliver Christall durchgeführt. Die Karosserieteile sind größtenteils von Dirk Schweigler und die geschraubte Zelle wurde von Pleie Sport angefertigt. Die meisten Arbeiten und Umbauten wurden von Felix Bürker und seinem Stiefvater Oliver Christall geleistet. Der 8V-Motor ist nun auch so gut wie fertig und stammt von UP Motorsport, sowie das Fahrwerk vom Berg-Cup Sponsor KW. Anvisiert wird die komplette Saison 2017 im KW Berg-Cup.

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