Berg-Urgesteine: Fotostory Volker Angelberger

19. Januar 2021

Man sieht es ihm zwar nicht an, aber vor genau 51 Jahren begann Volker Angelberger mit dem automobilen Motorsport. Und in dieser langen Zeit spielte die Marke NSU immer die Hauptrolle, gleich ob im Slalom, am Berg oder auf der Rundstrecke. 1970 erstand der Zahntechniker-Meister, der in Bensheim an der hessischen Bergstraße aufwuchs, seinen ersten NSU TTS, dazu ein gebrauchtes Sportgetriebe und die obligatorischen Weber-Vergaser. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und schon im darauf folgenden Jahr tauschte er seinen TTS mit dem NSU Spiess des späteren F3-Fahrers Peter Wieskirchen. Mit diesem Gerät stand der heutige Wahl-Pfälzer auch beim 1. Homburger ADAC Bergrennen 1974 am Start. Bevor Volker Angelberger Ende 1977 den NSU nach Norwegen verkaufte,  hatte er viele Berg- und Rundstreckenrennen auf der Uhr. Es folgte die berufliche Auszeit, bis ihn im Jahr 2000 wieder der Rennsportbazillus befiel und er sich, was auch sonst, wieder einen NSU zugelegt. Gefahren wurde im GLP-Sport und zwischen 2005 und 2009 im NAVC Heck-Mo-Cup, mit vier Siegen. Ab dem Saisonfinale von Mickhausen 2010 hat Volker Angelberger seine Heimat im DMSB-Bergrennsport und im KW Berg-Cup gefunden. Mit Kumpel Nicolas Dietz teilt er ab und an seine Fahrzeuge und wenn in diesem Jahr coronabedingt am Berg die Räder weiter stillstehen müssen, planen Angelberger und Dietz ein paar Einsätze in der NSU Trophy auf der Rundstrecke – rein zum Spaß.  

Rückspiegel: 6. ADAC Bergrennen „Schleizer Dreieck“ 26./27. April 2003

20. November 2020

Das Bergrennen von Schleiz, war die ideale Auftaktveranstaltung für die Piloten der Deutschen Bergszene 2003. Auf dem 2,1 km langen und mit, für einem Bergrennen ungewöhnlich viel Sturzraum ausgestatteten, Teilstück des traditionsreichen Schleizer Dreieck, konnten die 125 gemeldeten Fahrer bereits am Freitag ausgiebig testen. Dennoch waren einige Akteure unzufrieden. Dem amtierenden Tourenwagen-Bergmeister Norbert Handa, war spätestens nach dem Training klar, dass er wohl in dieser Saison seinen Titel wird nicht verteidigen können. Ab Schleiz griffen die neuen Einschränkungen für Turbo-Allrad-Fahrzeuge der Gruppe H. Der DMSB wollte die Überautos, a la Lancia Delta S4, Ford RS 200 oder Porsche, mit weniger Luft und mehr Gewicht bremsen. Die haben jedoch mittlerweile das Feld geräumt oder sind wie Herbert Stolz (Porsche Turbo) in die Gruppe FS (E1-FiA) gewechselt, wo es jedoch keine DM-Zähler zu verdienen gibt. Handa schaffte mit seinem Eingebremsten Lancia Delta Integrale nur Rang vier in der großen Gruppe H-Klasse. Im Top 20 Finale konnte Handa noch von der feuchten Bahn profitieren und erkämpfte sich noch Platz drei in der Tourenwagenendwertung. Der Innsbrucker Herbert Stolz war über seinen überlegenen Tourenwagensieg erfreut. “Ich habe alles richtig gemacht“ so Stolz über seinen Gruppenwechsel. Mann des Wochenendes war wie so oft Herbert Stenger im Eigenbau CN-Sportwagen. Schon im Training sorgte der regierende Bergmeister der Rennwagen, mit einer inoffiziellen Rekordfahrt für Aufsehen. „Mister Bergrennen“ lies auch am Renntag, mit zwei Streckenrekorden nicht viel anbrennen. Hauptkonkurrent Uwe Lang (Osella BMW CN) sorgte mit einer Laufbestzeit im Top 20 Finale für Spannung. Ein Regenschauer lies Lang dann zu vorsichtig agieren. Stenger hingegen spielte seine ganze Routine aus und kam so klar zum Sieg. „Ich hätte fast noch auf den letzten Metern das Auto verloren“, kommentierte Stenger seinen Extremtrifft in der Zielkurve. Die schnellsten Formel-Fahrzeuge wurden von Micha Gräfling (Reynard VW) und Bernd Simon (Dallara Opel) bewegt. Beide wechselten mit ihren Formel 3-Autos ins Lager der formelfreien Rennwagen und versprechen sich so einen engeren Kontakt zur Spitze. Eine Spannende Angelegenheit verspricht die DM für Tourenwagen zu werden. Der Oberbayer Christian Auer (BMW M3) ist der erste Tabellenleader des Jahres. In den drei Quali-Läufen war zwar Norbert Brenner im Mercedes 190 Evo II der Schnellere, der Werkstattleiter mehrerer Mercedes-Autohäuser musste jedoch wegen eines Getriebedefektes  auf die Finalläufe verzichteten. Auf der 1923 eingeweihten Naturrennstrecke von Schleiz, startete auch der KW Berg-Cup der Gruppen H und FS in sein mittlerweile sechzehntes Jahr. 119 eingeschriebene Fahrer bilden eine Rekordstreitmacht. Dreizehn Rennen in […]

Neue Technologien – warum Innovationen heutzutage notwendig sind

18. November 2020

In der heutigen Zeit stehen Rennveranstalter vor enormen Herausforderungen. Neue Technologien, der Einfluss der Globalisierung sowie die besondere Situation aufgrund der Corona-Pandemie erfordern anspruchsvolle Lösungen. Innovationen könnten in vielen Bereichen die Weichen für die Zukunft stellen. Neue Ideen und Konzepte können den Lebensstandard verbessern Experten sind sich darüber einig, dass jede Innovation dazu beitragen kann, den Lebensstandard zu verbessern. Vor allem in unsicheren Zeiten sind neue Konzepte notwendig. In dynamischen Branchen wie dem Rennsektor können alternative Lösungsmodelle zu einem Wissens- und Zeitvorsprung führen. Neue Ideen und Konzepte werden daher dringend benötigt. Um innovative Vorschläge zu entwickeln, sind allerdings auch gründliche Vorbereitungen sowie kontinuierliche Recherchen nötig. Bevor ein kreatives Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann, vergeht eine gewisse Zeit. Meist werden neue Konzepte im Rahmen von Projektarbeiten erstellt. Es empfiehlt sich deshalb, alle Teammitglieder daran zu beteiligen und Verbesserungsvorschläge zu berücksichtigen. Bei einer Innovation handelt es sich um eine neue kreative Idee, deren praktische Umsetzbarkeit überprüft werden muss. Erst wenn feststeht, dass ein innovatives Konzept auch praktikabel ist, kann dieses realisiert werden. Neuartige Lösungen findet man heutzutage in vielen Bereichen. Innovative Finanzinstrumente wie die Kryptowährungen sollen im Finanzsektor dazu beitragen, Zahlungsprozesse zu vereinfachen und den weltweiten Zahlungsverkehr zu optimieren. Zu den virtuellen Währungen gehört auch Ethereum (ETH). Die dezentralisierte Open-Source-Plattform, die ähnlich wie Bitcoin auf einer Blockchain basiert, soll interessierten Entwicklern, Unternehmern und Privatpersonen die Möglichkeit bieten, eigene Smart Contracts oder dezentralisierte Organisationen zu entwickeln und diese selbst zu betreiben. Aufgrund besonderer technischer Eigenschaften ist Ethereum im Grunde dem Informatik-Sektor zuzuordnen. Grundsätzlich kann die Digitalwährung von jedem Computer-Netzwerk weltweit, das über eine eigenständige Client-Server-Architektur verfügt, als sichere, effiziente und günstige Finanz-Alternative genutzt werden. Inzwischen wird Ethereum auch am Devisenmarkt gehandelt. Um Ethereum zu kaufen, ist die Registrierung bei einer Online-Börse, die auf den Handel mit Kryptowährungen spezialisiert ist, notwendig. Auf diesen Börsen im Internet kann der Ether im Austausch gegen herkömmliche Währungen wie US-Dollar oder Euro oder Digitalwährungen wie Bitcoins erworben und gehandelt werden. Alternative Lösungen finden Zu den Vorteilen der Kryptowährung zählt unter anderem die Dezentralisierung der Technik, die Ethereum zu einem Gegenentwurf zu den zentralen Servern, die allgemein die Internet-Infrastruktur dominieren macht. Die Ethereum-Plattform unterscheidet sich von anderen Blockchain-basierten Zahlungsmitteln dadurch, dass diese für verschiedene Einsatzzwecke genutzt werden kann. Über das Ethereum-System können nicht nur finanzielle Transaktionen zeitsparend abgewickelt werden, sondern auch der Kauf oder Verkauf von Software sowie deren Lizenzierung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mithilfe der innovativen […]

Virtuelles Int. Osnabrücker Bergrennen – Start ab 15. November

10. November 2020

Am 15. November geht es los! Bis einschließlich 14. Februar 2021 haben die Fans und solche, die es noch werden wollen, die Chance den „Uphöfener Berg“ unter echten Rennbedingungen in einem Formel Tatuus Rennwagen gegen die Uhr zu bezwingen. Dabei hat jeder Teilnehmer die Chance, so oft er möchte, die 2,030 km lange Strecke zu bezwingen und seine eigene und auch die Zeiten der anderen Teilnehmer zu verbessern. Die gefahrenen Läufe können anschließend jederzeit auf der Forumsseite von GTR4u über einen Link zum Liveserver eingesehen werden. Innerhalb des Zeitraumes sind dazu drei Livestreams geplant, an denen interessierte virtuelle Racer „vor Publikum“ gegen die Uhr fahren werden und die Partner und Sponsoren des virtuellen Events besonders präsentiert werden. Folgende Termine der Livestreams sind geplant: Sonntag, 29. November 2020 Sonntag, 27. Dezember 2020 Sonntag, 31. Januar 2021 jeweils in der Zeit von 18:00 – 20:00 Uhr Das Team von GTR4u – German SimRacing Community – stellt dafür dem MSC Osnabrück e.V. seinen Server zur Verfügung. In wochenlanger Vorbereitung haben Thomas Schmid (renntom), Thomas Schacht und Michael Zilch die technischen Voraussetzungen für dieses tolle E-Racing-Angebot erstellt. Gunnar Frei, visio mediadesign, hat außerdem die Rennstrecke im Osnabrücker Land mit neuester digitaler Technik extra neu gebaut und dabei auch die aktuellen Sponsoren des virtuellen Events aufgenommen. Damit man nun an den Start gehen kann, benötigt man das Spiel Assetto Corsa. Der Skin und die Strecke werden unter folgendem Link zur Verfügung gestellt: www.gtr4u.de/liga/Assetto_Corsa/2020/Osnabrueck/Osnabrueck_Pack.zip Alle Informationen zum virtuellen Rennerlebnis am „Uphöfener Berg“ findet man in der ausführlichen Information hier: Reglement_virteuell_OS_2020

F1 zuversichtlich unter COVID-Spielregeln das Jahr nach Plan zu beenden

10. November 2020

Die Formel-1-Teams sind zuversichtlich, dass sie sich an die neuen COVID-19-Beschränkungen anpassen können, die diese Woche in ganz Europa angekündigt wurden. Die von der deutschen Regierung ergriffenen Maßnahmen als Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie sind hart aber notwendig. Auf der anderen Seite bietet der Lockdown oder die Quarantäne auch neue Möglichkeiten. Zum Beispiel können Fans der Formel 1 und anderer Sportarten ihr Glück versuchen und viel Geld gewinnen, wetten Sie hier. Die Isolierung Großbritanniens, wo viele F1-Teams ihren Sitz haben, begann im März, und bis Juli blieben strenge Maßnahmen in Kraft, um die Übertragung von COVID-19 zu reduzieren, was positive Fälle zur Folge hatte. Doch die Rekordzahlen an Fällen und die Prognosen über viele weitere Todesfälle in Großbritannien haben die Wiedereinführung vieler Maßnahmen veranlasst, die von Donnerstag bis zum 2. Dezember 2020 in Kraft treten sollen. Die Industrie wird ermutigt, weiterzumachen, und obwohl von internationalen Reisen abgeraten wird, sollte es ihr erlaubt sein, zu arbeiten. Im Frühjahr entließen eine Reihe von britischen F1-Teams Mitarbeiter und schlossen ihre Fabriken, um Kosten zu sparen, bevor die Saison Anfang Juli endlich begann. Es ist klar, dass die F1-Offiziellen dank der Ausnahmeregelungen für diejenigen, die im Fahrerlager arbeiten, nach wie vor zuversichtlich sind, dass die Serie trotz der ergriffenen Maßnahmen weiter normal funktionieren wird. Auf die Frage von Motorsport.com nach den Problemen, die der zweite Lockdown mit sich bringen wird, meinte Mercedes-Teammanager Toto Wolff, dass die Formel 1 dieses Problem lösen könnte. „Der aktuelle Lockdown, den wir jetzt in Europa sehen, unterscheiden sich sehr von der im Frühjahr“, sagte Wolf. „Damals im Frühling wurden alle Aktivitäten vollständig eingestellt. Ich denke, dass diesmal, zumindest nach dem, was wir aus Frankreich und Deutschland sehen, nur der Zugang zu Kneipen, Restaurants und Freizeiteinrichtungen geschlossen wurde, aber es ist den Berufstätigen immer noch erlaubt, zur Arbeit zu gehen“. „Dies wird unser Leben auf jeden Fall beeinflussen. Es wird große Auswirkungen auf einige Branchen haben. Aber ich denke, wir können einen Weg für die Formel 1finden“. Der Formel 1-Kalender für 2020 sieht noch vier weitere Stationen in der Türkei, Bahrain (x 2) und Abu Dhabi vor, die alle hinter verschlossenen Türen, also ohne Zuschauer vor Ort stattfinden werden. Wolf sagte, dass die einzelnen Gesundheitsbehörden in diesen Ländern über Maßnahmen entscheiden müssen, war aber zuversichtlich, dass die F1 dank ihrer strengen Covid-Testprotokolle nur ein kleines Risiko bei Rennen darstellt. „Es liegt in den Händen der Gesundheitsbehörden in den Ländern, die wir […]

Berg-Urgesteine: Fotostory Alexander Hin

6. November 2020

Seit genau 31 Jahren ist Alexander Hin im Autorennsport aktiv, denn 1989 hat er den Motorsport für sich entdeckt. Angefangen hat alles mit lokalen Rallyes. Danach folgten einige Rundstrecken- und Slalomrennen, die ihm jedoch bald zu langweilig wurden. Der „Schwarzwälder Bub“ entdeckte Anfang der 1990er Jahre, inspiriert durch die damals starke Fahrer-Truppe des MSRT Freiamt, den Bergrennsport für sich. Wohl kaum ein Fahrerkollege aus der Bergszene hat in seiner Karriere bislang derart viele unterschiedliche Fahrzeuge pilotiert, wie der Elzacher. Alexander Hin ist einer von Wenigen die in allen Kategorien die am Berg zugelassen sind gefahren sind – vom Tourenwagen, über Formel-Rennwagen bis zu den Sportwagen. Alexander Hin investiert nicht nur Einiges an Geld, sondern vor allem viel Herzblut und Zeit in den Bergrennsport. Stets an Hins Seite ist Benjamin Dufner. Er ist vor allem für das logistische Drumherum verantwortlich. Mit dem aktuellen Boliden, dem Osella FA30 Zytek V8 und zuvor bereits im letzten F3000, betreuen den Unternehmer zudem noch Uwe und Georg Lang von Lang Motorsport aus Schweinfurt. Mit seinem Unternehmen „Hin Hausbau“ in Elzach hat sich Alexander Hin schon vor vielen Jahren beruflich auf eigene Füße gestellt, daher gibt es in seiner langen Bergrennkarriere immer wieder kleine Lücken und Aussetzer. Denn in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland baut er mit seinem versierten Team von Spezialisten Holzhäuser und mehr. Darüber hinaus realisiert der 51jährige auch weitere Projekte, wie den Aufbau des von seiner Schwester Andrea betriebenen Sportcenters „Informa“ mit angeschlossenem Lokal „La Calma“ in Elzach. An Ideen mangelt es dem umtriebigen Unternehmer nicht.

Buch-Tipp: Die Solinger Elite des Bergrennsports

21. Oktober 2020

Es ist bereits das fünfte Werk von Autor Andreas Seidel als literarische Fortsetzung im Bereich Solinger Motorsport. Das knapp 200 Seiten starke Werk steht nun in den Startlöchern und ab sofort sind auch Vorbestellungen möglich! In diesen Oktobertagen erscheint das Buch in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren.  Fahrer, wie Klaus Braun, Peter Birth, Egon Evertz, Uwe Reich, Karl Meissner, Bernd Drenkow, Horst Hans, Dieter Engelien, Siegfried Rost, Peter Diekmann, die nicht nur in Solingen bekannt sind, werden nach Namen alphabetisch geordnet gewürdigt. Das Buch bieten einen Überblick über alle Solinger Protagonisten, die jemals Bergrennsport betrieben haben, aber auch bei Slaloms, ORIs, Rallyes oder Langstreckennrennen erfolgreich waren. Das alles untermalt mit unzähligen s/w- und Farbfotos, von denen viele bislang unveröffentlicht sind! Das Buch ist zu beziehen über den Autor Andreas Seidel per eMail unter klingenring-bergpreis@web.de oder auch telefonisch. Der Preis beträgt 29,80 Euro (evtl. + 4,- € Postversand). Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder beliebte Zusatzartikel, wie den obligatorischen Kalender für 2021 in DIN A3 bzw. DIN A4 und den Tischkalender in DIN A5. Preise hierfür: 24,50 € / 19,50 € / 10,00 €. Andreas Seidel Adolf-Kolpingstr. 22 D-42719 Solingen Deutschland Tel.: 0212/329766 Mobil: 0049 (0)157-50333742 (auch: WhatsApp) Bestellemailadresse: klingenring-bergpreis@web.de

Berg-Urgesteine: Fotostory Ralf Kroll

3. Oktober 2020

Viele aktive Bergrennfahrer kommen aus Gegenden in denen es früher ein Bergrennen gab oder heute noch gibt, so auch Ralf Kroll. Als Bub war das Bergrennen in Eichenbühl, das nur 20 km von Ralfs Heimatort Walldürn entfernt liegt, alljährlich ein Pflichttermin und man freute sich wochenlang vorher auf das Rennwochenende Anfang September. An so einem Septemberwochenende reifte im damaligen Teenager der Wunsch bei diesem Rennspektakel auch einmal selbst aktiv dabei zu sein. Damals, wie heute, ist Ralfs Vater der Begleiter und Helfer. Im Jahr 1986, mit damals 20 Lenzen begann Ralf Kroll seinen motorsportlichen Werdegang mit einem Opel Kadett GSi 16V im Slalomsport. Zwei Jahre später, hier schon mit dem Gruppe A VW Golf, der ihn lange Jahre bis in die Spitze der Gruppe H-Klasse bis 1600 ccm begleiten sollte, kam es zur ersten Teilnahme bei einem Bergrennen – natürlich beim Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl. Schnell fühlte er sich in dieser Motorsportdisziplin pudelwohl und sein technisches und fahrerisches Potential wuchs stetig an. Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Die Anfangsjahre gipfelten 1995 mit dem Gewinn der ONS Berg-Trophäe und einem mit Wetterglück begünstigten Gesamtsieg beim Wolsfelder Bergrennen. Der gelb-violette Golf war Ralfs Wegbegleiter bis zur Jahrtausendwende, die folgenden 13 Jahre hatte er den blauen Lehmann-Golf unter dem Hintern, lange Zeit in der Klasse bis 1600 ccm zum Ende hin in der 2-Liter Klasse der Gruppe H/E1. Gekrönt wurde diese Epoche vom Titelgewinn im DMSB Berg-Pokal 2004. Im Jahr 2012 wurde der inzwischen in Mudau im Neckar-Odenwald-Kreis lebende, auf die flinken CM-Boliden aufmerksam. Ab 2014 widmete sich Kroll dieser Spezies von Rennwagen und tauchte in diesem Jahr erstmals mit einem SilverCar S2F bei Bergrennen in Deutschland auf. Mit seiner Firma RAK Performance übernahm er zwischenzeitlich die Generalvertretung des spanischen Rennwagenherstellers im deutschsprachigen Raum.  In diesen Tagen kann Ralf Kroll also auf 30 Jahre Bergrennsport zurückblicken, im Jubiläumsjahr coronabedingt leider ohne Renneinsatz.  

Werkstatt-Report #40: Verbessertes Schweizer Berg-Monster

28. August 2020

Es sind Renn-Tourenwagen, wie sie auch der Deutschen Bergszene gut zu Gesicht stehen würden, die Mitsubishi-Berg-Monster aus der Schweiz. Ronnie Bratschi und Roger Schnellmann waren in der Vergangenheit dafür die besten Beispiele. Jetzt ist auch der Schwyzer Thomas Kessler mit seinem Mitsubishi Lancer optisch und technisch aufgeschlossen. Bei einem Test auf der französischen Rundstrecke von Circuit de l’Anneau du Rhin wurde der Renner kürzlich erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt. „Es war ein reiner Funktionstest und das Einstellen grundlegender Funktionen. Leider hat sich am Nachmittag eine defekte Benzinpumpe bemerkbar gemacht, worauf wir denn Test frühzeitig beendet haben“, berichtet der Besitzer und Pilot Thomas Kessler. „Bis dahin funktionierte die Elektronik, Mechanik und Aerodynamik einwandfrei“. Nach dem Unfall beim Bergrennen Anzeré hatte Thomas Kessler mit Hilfe von MS Racing und MT Carbon die komplette Aerodynamik des grauen Mitsubishis überarbeitet und optimiert. Ein neues, stimmigeres Steuergerät wurde durch IRC Performance verbaut und durch das optimieren des Abgasstranges konnte der E1-Bolide auf dem Prüfstand an Leistung zulegen. „Uns war es sehr wichtig dass es für das Auge auch stimmig ist. Für dieses Jahr planen wir noch 1-2 Rundstreckenbesuche danach konzentrieren wir uns voll auf die Saison 2021, wenn sie dann stattfindet“.

Elektra X Motorsport-Simulatoren neu bei Hauser

14. August 2020

Sieht man einmal von den millionenteuren Simulatoren aktueller Formel 1-Teams ab, ist der erst neu auf dem Markt erschienene Motorsport-Simulator „Elektra X“ eine neue Dimension auf dem Gebiet des SIM-Racing und des virtuellen Rennsports. Seit einem halben Jahr beschäftigt sich das Luxemburger Team Racing Experience um die früheren Berg-Champions Christian und David Hauser (und Bruder Gary) mit dieser hervorragenden Test- und Trainingsmöglichkeit, quasi auf dem trocknen. Nebenbei kann man auch einfach nur seinen Spaß haben.  „Elektra X“ schließt die Lücke zwischen hochprofessionellen Simulatoren der Industrie und den Heim-Gaming-Wheels an PC und TV-Bildschirmen. Nach zweijähriger Entwicklungszeit stellte die Firma Motorsport Simulator nun zwei spektakuläre und brandneue Simulatortypen für den semiprofessionellen und professionellen Einsatz vor, die nun unter der neuen Marke Elektra X auf den Markt sind. Eine offene und teilweise geschlossene Plattform sind erhältlich. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist das in der Tschechischen Republik ansässige Unternehmen Motorsport Simulator dafür bekannt, erstklassige kundenspezifische und professionelle Rennsimulatoren für Profi- und Amateur-Rennfahrer herzustellen und richtet sich darüber hinaus auch an anspruchsvolle Sim-Rennsportbegeisterte. Exklusiver Händler für die BeNeLux-Staaten und Frankreich ist Racing Experience, das auch im realen Rennsport sehr aktive Team um die Luxemburger Rennfamilie Hauser. Wer jetzt darüber nachdenkt sich einen Elektra X Simulator ins heimische Wohnzimmer zu stellen, sollte jedoch den Anschaffungspreis von rund 85.000€ bedenken. Am Teamsitz von Racing Experience im luxemburgischen Wormeldange, in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland, haben die Hausers die offene Version „X2-Xtreme“ installiert. Das neue Simulatorsystem zeichnet sich durch ein luxuriöses Design, hochwertige Materialien und die neuesten Technologien aus, um ein möglichst realistisches Erlebnis zu gewährleisten. Die Anlage wird von den Piloten des Teams zu Trainings- und Vorbereitungszwecken genutzt. Jedermann kann sich aber auch für ein paar Runden stundenweise einmieten und so in der Coronapandemie die Fahrpraxis im Rennsport nicht zu verlieren oder einfach aus Neugier einmal dem Rennsport in großer Realitätsnähe zu frönen. Schon für 108€ pro Stunde ist man dabei. „Unser Simulator ist schon jetzt stark nachgefragt und gut gebucht“, sagt Teamchef Christian Hauser. „Die Möglichkeiten werden von Rundstrecken- und Kartfahrern angenommen. Entsprechende Rennstrecken und Kartkurse können geladen werden. Diverse Bergrennstrecken sind in Vorbereitung. Teamintern können wir uns virtuell auf unseren Start in Le Mans mit unserem LMP3-Rennwagen vorbereiten, da in der Realität die Trainingsrunden dort stark limitiert sind. Dabei können wir zum Beispiel das Cockpit unseres Duqueine D08 einblenden“. Elektra X simuliert ein realistisches Fahrerlebnis wie in einem echten Rennwagen, unter allen möglichen Bedingungen und auf […]

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