Leseprobe: Helmut Kalenborn – Der Bergkönig von Mallorca

25. Oktober 2022

Der sportliche und interkulturelle Siegeszug des am 2. April 1940 geborenen Straßfelders Helmut Kalenborn begann anfangs der siebziger Jahre. 1976 fuhr er sein erstes Rennen auf Mallorca. Zuvor hatte der gelernte Kfz-Meister mit eigener Werkstatt in Euskirchen bereits einen Großteil seiner Ersparnisse in Rennwagen investiert. Mit ihnen nahm er am Wochenende an nationalen und internationalen Rundstrecken- und Bergrennen in Deutschland, Luxemburg, Belgien in den Niederlanden sowie der damaligen Tschechoslowakei teil. Mit einem NSU-Brixner Rennwagen gelang Helmut Kalenborn beim ADAC-500-Km-Eifelpokal-Rennen am 3. September 1972 der internationale Durchbruch. Auf der Nordschleife belegte er mit seinem 1300er Brixner in der Klasse bis 1600 ccm hinter dem Engländer John Blankley auf einem 1,6-Liter-Prototypen sensationell den zweiten Platz. Bis 1975 startete Kalenborn in zahlreichen Rennen auf dem Nürburgring, in Hockenheim, auf dem Flugplatz-Kurs in Mainz-Finthen und in Diepholz. Als er ab Mitte der siebziger Jahre auch zahlreiche Formel-Super-Vau-Rennen bestritt, zählten u.a. der spätere Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg sowie eine Vielzahl der damaligen Super-Vau-Spitzen-Piloten wie Prinz „Poldi“ von Bayern, Mario Ketterer, Eje Elgh, Manfred Schurti, Josef Kaufmann, Manfred Trint, Axel Plankenhorn, Arie Luyendyk und Kenneth Persson zu seinen Gegnern. Mit einem Überraschungssieg 1975 auf seinem Kaimann Super Vau beim Internationalen Bergrennen in Luxemburg sorgte der Straßfelder – einmal mehr – nicht nur landesweit für sportliche Schlagzeilen. Dann kamen die Karnevalstage 1976. „Ich hatte mir in diesem Jahr fest vorgenommen, dem ganzen Klamauk zu entfliehen“, erinnert sich Kalenborn. Über ein Reisebüro buchte er eine viertägige Pauschalreise nach Mallorca. Auf einem eher langweiligen Ausflug nach Sóller wurde Kalenborn schlagartig hellhörig, als der Busbegleiter von einer Straße erzählte, die von dem kleinen Orangen-Dorf Sóller auf den höchsten Berg der Insel, den Puig Major führte – und auf der jedes Jahr im September das Finalrennen der regionalen Bergrennmeisterschaften stattfand. Nach seiner Rückkehr berichtete Kalenborn seinem Bekannten im Reisebüro in Euskirchen von der Möglichkeit, im kommenden Herbst an einem Autorennen auf der Insel teilzunehmen. Der wiederum bat seinen Geschäftspartner auf Mallorca, Martin Cardona, um Unterstützung. Wie der Zufall es wollte: Cardona war neben seiner Tätigkeit als Reisekaufmann auch begeisterter Bergrennfahrer. Und darüber hinaus erfreut, dass Rennfahrer Kalenborn als erster Deutscher an mallorquinischen „Pujadas“ (Bergrennen) teilnehmen wollte. „Martin war der Schlüssel für meinen Start auf der Insel. Er sprach perfekt Deutsch, machte mich bei Freunden bekannt und beherbergte mich später in seinem Haus“, sagt Kalenborn. Der Deutsche kam anfangs nur im September für das Saison-Abschlussrennen am Puig Major mit eigenem Rennwagen auf die […]

Buch-Tipp: Helmut Kalenborn – Der Bergkönig von Mallorca

19. Oktober 2022

Im Rahmen der 7. Swisttaler Lesetage vom 16. bis 25. September 2022 wurde das Buch „Helmut Kalenborn: Der Bergkönig von Mallorca“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Gestaltet wurde der Band von Kalenborns Freund Rainer Rossbach. Erschienen ist das Werk, welches eine Pflichtlektüren für jeden Freund des Bergrenn- und Motorsports darstellt im Eigenverlag Födisch/Rossbach. Der Band hat einen Umfang von 112 Seiten und ist mit 129 Abbildungen illustriert. Das Format: 210 x 297. Der Preis: 24.90 Euro. Zu beziehen über den Buchhandel via ISBN: 978-3-00-073042-9. Bestellmöglichkeit: https://www.rallyandracing.com/racingwebshop/buecher/buchneuheiten/helmut-kalenborn-der-bergkoenig-von-mallorca?sPartner=GS18RAR

Herzliche Grüße aus Südafrika – Pieter Zeelies Abendteuer Osnabrücker Bergrennen 2022

14. Oktober 2022

Pieter Zeelie, Unternehmer aus Südafrika, ist beim deutschen Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup gestartet, dem 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August 2022. Mit seinem Toyota MR2 Super GT, seinem Siegerauto beim Simola Hillclimb in Südafrika 2021, wurde Zeelie Zweiter in der höchsten Performance-Factor-Klasse (Pf1) und Gesamtdritter bei den Tourenwagen. Der Mann vom Kap der Guten Hoffnung war begeistert vom herzlichen Empfang durch seine europäischen Fahrerkollegen, den Zuschauer, Medienleuten und Organisatoren. Im Gespräch ist bereits eine Rückkehr Zeelies nach Europa, dann mit weiteren Bergpiloten aus Südafrika im Schlepptau. Einer der ganz Großen des Simola Hillclimb in Knysna – Südafrikas wichtigstem Motorsport-Event – hat einen glänzenden Einstieg auf der internationalen Bühne gefeiert. Mit seinem selbst weiterentwickelten, hochmodifizierten und perfekt vorbereiteten Toyota MR2 Super GT V6 Turbo startete Pieter Zeelie, „King of the Hill“ 2021 in der Kategorie Modified Saloon Cars, Anfang August beim deutschen Lauf zum prestigereichen FIA International Hill Climb Cup in Osnabrück – und zu sagen, er habe die südafrikanischen Farben würdig vertreten, wäre noch stark untertrieben. Als erster Südafrikaner bei einem Bergrennen in Europa trat Zeelie gegen einige der besten Bergpiloten der Welt an. In den verschiedenen Klassen waren insgesamt 185 Fahrer aus 14 Ländern am Start. Obwohl es sein erster internationaler Auftritt war, schaffte es Zeelie sogleich aufs Podium, nämlich als Zweiter in der höchsten Performance-Factor-Klasse (Pf1) und als Gesamtdritter bei den Tourenwagen. Schauplatz dieses außergewöhnlichen Erfolges war die schmale und sehr selektive Strecke in Osnabrück (Niedersachsen), wo vor rund 25 000 Zuschauern das 54. Int. Osnabrücker Bergrennen ausgetragen wurde. „Die Osnabrücker Strecke ist mit 2,03 km ähnlich lang wie die von Simola mit 1,9 km, aber sie hat 13 Kurven statt rund 8 – je nachdem, was man beim Simola Hillclimb als Kurven ansieht, da manche wie Geraden gefahren werden“, sagt Zeelie. „Die Kurven in Osnabrück sind grundsätzlich viel langsamer; man ist im Tourenwagen rund 60 Sekunden unterwegs, verglichen mit 40 Sekunden in Simola.“ „Der Streckenbelag in Osnabrück ist phänomenal“, erklärt Zeelie weiter, „und somit ist auch der Grip hervorragend. Für mich kam das etwas unerwartet, weil ich nicht wusste, wie weit ich das Auto pushen konnte. Auch die Kurvenbeschaffenheit spielt eine Rolle. Man braucht daher ein paar Läufe, bevor man weiß, wo man zulegen kann und wo man vorsichtiger sein muss. Die Strecke ist schmal, und am Rand des Asphaltbelags ist sie durch Leitplanken begrenzt, während man in Simola mehr Platz hat, falls […]

Endlich normale Menschen – sportauto-Feature Homburger Bergrennen

13. September 2022

Wo steht der Bergrennsport in Deutschland nach fast zwei Jahren Pandemie-bedingter Ausfälle? Die Frage stellte sich der Redaktion des bekannten Auto, Tuning und Rennsportmagazins „sportauto“. In der aktuellen Ausgabe 10/2022 lassen Reporter Philipp Körner und Fotograf Hans-Dieter Seufert die Leser an ihren Eindrücken beim diesjährigen Homburger ADAC Bergrennen des Homburger AC teilhaben. Auf ganzen vier Doppelseiten haben die beiden Journalisten ihre Begeisterung nach ihrem ersten Bergrennen überhaupt zu Papier gebracht, nachdem HAC-Pressesprecher Thomas Bubel eine Einführungsrunde als Scout mit Ihnen in Fahrerlager und an der Käshofer Straße drehte. Viele Schmankerl und interessante Geschichten kamen dabei in den Fokus von „sportauto“ und werfen ein symatisches Bild auf den Bergrennsport in Deutschland, dass aus einem völlig neuen Blickwinkel. Reich bebildert kommt der Artikel des Motorpresse Stuttgart-Verlags daher. In der aktuellen Printausgabe finden sich zahlreiche Aktive wieder, so z.B. Alexander Wolk, Erwin Buck, Roman Szott, Markus Nellessen, Karl-Heinz Schlachter, Georg Lang, Thomas Grimm, Alexander Hin, Harald Luwig, Patrick Orth, Jochen Stoll, Jens Weber, Mario Minichberger, Thomas Ostermann, Frank Debruyne, Uwe Werner, Helmut Sam, Stefan Armbruster und Andreas Paßreiter (Crew Knüttel). Kosten pro Heft 5,50 €, im Zeitschriftenhandel.

Ein Faible für historische Rennwagen: Stephan Collisi

15. August 2022

Der bayerische Unternehmer Stephan Collisi hat sich den historischen Rennwagen verschrieben. „Ich liebe diese alten Autos, und ich fände es schade, sie nur im Museum zu sehen. Denn dafür sind sie nicht gebaut worden.“ Als er sich mit 17, 18 Jahren ernsthaft für Autos zu interessieren beginnt, sitzt er bald im ersten eigenen Rennwagen. Mit der Zeit werden die Autos größer: „Auf der Rundstrecke bin ich u.a. Formel 5000 gefahren. Das sind Formel-1-Chassis aus den 1960er Jahren mit einem Chevy-Motor. Ich hatte auch Can-Am-Autos, großvolumige zweisitzige Rennsportwagen mit bis zu 9,5 l Hubraum und um die 1000 PS.“ Jetzt fährt er mit seinem weißen Behnke Condor mit dem BMW-M10-Vierzylinder und rund 200 PS jedes Jahr ein Dutzend Bergrennen im In- und Ausland. Als Präsident der Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge e.V. setzt er sich für die Belange seiner Fahrerkollegen ein. Aktuell baut er zudem einen weiteren Condor auf, mit dem er auf der Rundstrecke fahren will. Der Behnke Condor ist ein legendärer offener zweisitziger Rennwagen, dem Lotus aus England nachempfunden. Der Münchner Lotus-Importeur Peter Behnke baute davon bis 1974 insgesamt 17 Exemplare. Seine beiden Söhne firmieren heute als „Team Behnke Motorsport“, auf das auch Stephan Collisi vertraut: „Mit der Familie Behnke bin ich gut befreundet, und bei ihren Fahrzeugen habe ich meine motorsportliche Heimat gefunden. Ein besonderer Dank geht an Peter Behnke senior. Er unterstützt mich immer noch regelmäßig, und ich glaube, er freut sich sehr, dass jemand die Fahrzeuge, die er damals gebaut hat, noch so hochhält.“ Collisi legt auch selbst Hand an: „Ich habe bei mir zu Hause eine eigene Werkstatt.“ Bei Rennen ist er sein eigener Mechaniker. „Auch wenn ich mit den Behnkes zusammen bin, schraube ich an dem Auto eigentlich alles allein. Und egal wie gut man es vorbereitet, es bleibt eine Herausforderung, ein Auto mit einer so filigranen und schon älteren Technik über ein Wochenende am Laufen zu halten.“ Seine Familie begleitet ihn selten, doch das könnte sich bald ändern: „Meine Söhne sind jetzt 14 und 11 und haben den Spaß am Schrauben entdeckt. In diesem Sommer kommen sie zu ein paar Rennen mit.“ Abseits der Rennstrecke ist Collisi leidenschaftlicher Klavierspieler, und um seine Mitte zu bewahren, praktiziert er Tai Chi. Das gibt ihm wiederum Energie für seine Ziele im Rennsport: Seine Vorjahreszeiten stetig zu verbessern und in der deutschen Bergmeisterschaft möglichst weit vorn zu sein. Neben Gesamtsiegen in der historischen Berg-Europameisterschaft und der historischen Wertung der österreichischen Bergmeisterschaft hat er viele […]

Livestream zum 54. Int. Osnabrücker Bergrennen

3. August 2022

Für alle Fans, die nicht live dabei sein können, bietet der Veranstalter auch in diesem Jahr den Livestream zum 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August an. Die Produktion übernimmt wieder das Team Ue-Tec mit Michael Meyer. Offizieller Partner und Präsenter des Livestreams 2022 ist die Firma Maxton Design Deutschland mit ihren Produkten Maxton Floor (modulare Bodensysteme). Der Livestream wird an beiden Veranstaltungstagen das Int. Osnabrücker Bergrennen weltweit zu empfangen sein. Er wird direkt über den Link www.msc-osnabrueck.com/livestream zu empfangen sein.

Marcel Steiner Kolumne: Wir kommen der Sache langsam näher

2. August 2022

Mit behobenen Schäden von La Roche-La Berra, erholt und entspannt von einem Kurzurlaub in Italien, reisten wir Donnerstagabend ins schöne Wallis nach Anzère. Unser Teambus kam ordentlich ins Schnaufen, um den Skiort auf 1‘500 M.ü.M zu erreichen. Nach unserer Ankunft stellten wir top motiviert und bei angenehmen Temperaturen noch vor der Dämmerung das Teamzelt auf. Somit bereits startklar mit unserem Lagerplatz, konnten wir den Freitag gemütlich angehen und sogar etwas länger schlafen. Der LobArt/Helftec-Honda wurde routiniert ausgeladen und vorbereitet. Die administrative und technische Abnahme war bald erledigt und ich konnte ich mich ausgiebig der Streckenbesichtigung widmen. Training am Samstag: Samstags ging es schon sehr früh zu einer kurzen Streckenbesichtigung. Der Trainingsbeginn für die ersten Fahrer war bereits auf 7:00 Uhr angesetzt. Wir waren gegen 10:00 Uhr an der Reihe, um über die Rennstrecke Richtung Start zum 1. Trainingslauf zu rollen. Im ersten Lauf fand ich eine gute Ideallinie, aber noch nicht so viel Gripp. Daher war ich im Ziel mit 1:30.198 zufrieden. Vor mir Eric Berguerand (Lola-F3000, 1:29.341) und hinter mir  Robin Faustini (Osella FA30, 1:30.672) sowie Joel Volluz (Osella FA30, 1:32.383). Optimierungen am Auto: Mit höherer Leistungsstufe, aber sonst unverändertem Auto, machte ich mich zum 2. Trainingslauf bereit. Irgendwie schien der LobArt nun gar keine Bodenhaftung mehr zu finden. Ich musste ordentlich kämpfen, um den Wagen auf der Straße zu halten. Die Zeit von 1:30.039 entsprach somit nicht meiner Vorstellung und ich rutschte damit hinter „Bergus“ (1:26.891) und Faustini (1:29.777). Andere Reifen und eine andere Federabstimmung auf der Hinterachse sollten dem Problem Abhilfe schaffen für den 3. Probelauf. Dies schien mit einer Zeit von 1:28.132 zu funktionieren. Dies bedeutete Platz 2 hinter Eric (1:25.668), jedoch vor Robin (1:29.652) und Joel (1:31.311). Bei der abendlichen Kontrolle des LobArt/Helftec-Hondas fanden wir ein ausgerissenes Gewinde an einer Bremssattelbefestigung. Dies raubte uns einige Zeit für die Reparatur. Ansonsten war das Auto einwandfrei. Rennläufe am Sonntag: Am Sonntag war der erste Rennlauf wieder auf 7:00 Uhr angesagt. Für uns stand 10:00 Uhr auf dem Zeitplan. Gerade als ich um acht Uhr von meiner Joggingrunde zurückkam, wurde unser Feld für 8:30 Uhr aufgerufen. Die letzte Vorbereitung des LobArt hatte Priorität und das Frühstück fiel somit aus. Mein eingespieltes Team meisterte die rasche Vorbereitung problemlos, womit dem Start nichts mehr im Weg zu stehen schien. Bereits startklar für die Rückführung zum Start, geriet ein Fahrer von der Straße ab und es stand eine stündige Leitplankenreparatur an. […]

Wie wird man eigentlich Rennfahrer?

31. Juli 2022

Der Motorsport hat in Deutschland eine große Tradition. Das betrifft nicht nur die Formel 1 oder die DTM, sondern ebenfalls Motorsportdisziplinen wie Bergrennen. Hier braucht es abseits von starken Nerven ebenfalls ein Höchstmaß Konzentration. Doch wie werden Interessierte überhaupt Rennfahrer, um an Rennen und speziell an Bergrennen teilnehmen zu können? Voraussetzungen für das Leben als Rennfahrer Wer schon immer ein Faible für PS, schnelle Boliden und rasante Strecken hatte, der kommt bei Bergrennen voll auf seine Kosten. Schließlich bietet sich hier eine große Variation an Rennwagen und Piloten, die versuchen, in besten Zeiten kurvenreiche, anspruchsvolle Straßen bis zum Gipfel zu erklimmen. Wer allerdings selbst in den Motorsport einsteigen will, muss sich nicht nur über seine Ambitionen im Klaren sein, sondern braucht auch die passende Grundlage. Erst einmal ist es wichtig, entspannt an diese Thematik heranzugehen. In jedem Fall ist der Rennsport etwas komplett anderes, als wenn mit dem Sportwetten.de Bonus an den Rennen partizipiert wird. Zwar kann auch bei dem Platzieren von Wetten auf den Motorsport ein hohes Maß an Nervenkitzel erreicht werden; das ist aber keinesfalls vergleichbar mit dem Level, das im Motorsport herrscht. Dennoch sind Sportwetten eine gute Möglichkeit, um das Gefühl und die Emotionen rund um den Lieblingssport zu steigern. Schließlich wird hier gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Wird das Ganze mit einem Bonus garniert, gelingt auch Anfängern ein guter Einstieg. Grundsätzlich es ist weniger kompliziert, an Rennen teilzunehmen, als gemeinhin angenommen wird. Im Grunde braucht es dafür erst einmal nur ein Rennauto, das fähig ist, in die Konkurrenz zu anderen zutreten. Auch das eigentliche Fahren ist für viele nicht die große Herausforderung. Darüber hinaus sind noch das passende Equipment und eine entsprechende Rennlizenz nötig. Autos, mit denen Interessierte vor allem an Bergrennen teilnehmen können, finden sich mitunter viele. Zudem ist es möglich, sich Fahrzeuge für solch ein Vorhaben ebenso zu mieten. Vielleicht stellt ein Freund oder ein Familienmitglied einen PS-starken Wagen zur Verfügung? Die passende Rennlizenz Wer in den Rennsport einsteigen möchte, muss wissen, dass der Besitz des Führerscheins nicht ausreicht, um an einem Rennen teilzunehmen. Hierfür wird eine extra Rennlizenz benötigt. Für diese ist allerdings im Gegensatz zu vielen Videospielen keine extra Fahrprüfungen nötig. Einzig ein wenig Kleingeld – um die 200 Euro – sowie ein für den deutschen Motorsportbund ausgefüllter Antrag auf eine H-Lizenz. Eingereicht werden muss dieser zusammen mit einem ärztlichen Attest, auf welchem ein Arzt die Renntauglichkeit des zukünftigen Rennfahrers bestätigen […]

Präsident des VfL Osnabrück startet beim Bergrennen

24. Juli 2022

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem VfL Osnabrück und dem 54. Int. Osnabrücker Bergrennen geht der Präsident des Fußball-Drittligaclubs, Holger Elixmann, am 6./7. August im 9. E-Mobil-Berg-Cup mit einem Ford Mustang Mach-E der Rahenbrock-Gruppe an den Start. Beim 9. E-Mobil-Berg-Cup um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück messen sich 24 Pilotinnen und Piloten mit ihren Elektro- bzw. Hybridfahrzeugen im Gleichmäßigkeitswettbewerb. Erstmals ist in diesem Jahr Holger Elixmann dabei. „Ich werde mich hier einmal in einer ganz anderen Disziplin ausprobieren“, sagt der Präsident des VfL Osnabrück bei einem Ortstermin an der Strecke in Hilter-Borgloh. „Wie ich bereits von anderen Teams gehört habe, treten dort teilweise sehr versierte langjährige Rennfahrer an. Insofern habe ich zunächst sehr bescheidene Ziele – ganz anders als der VfL in der 3. Liga. Dadurch, dass es bei den umweltfreundlichen E-Fahrzeugen um Gleichmäßigkeit geht, sind die Unterschiede in der Erfahrung möglicherweise nicht ganz so offensichtlich.“ „Hier werden zwei Aushängeschilder der Region verknüpft, die jeweils in der Region über ein starkes Netzwerk und eine hohe Anziehungskraft für Sportfans verfügen“, sagt VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling. „Da bietet sich eine gemeinsame Kooperation geradezu an.“ Und diese Aktion ist nicht die einzige: Beim jüngsten VfL-Fanfest etwa war der Rennsimulator des MSC Osnabrück geradezu umlagert. „Wir freuen uns sehr, dass der VfL Osnabrück so prominent bei unserer Veranstaltung vertreten sein wird“, erklärt Organisationsleiter Bernd Stegmann. Ein langjähriger Bergrennen-Partner stellt das Fahrzeug für den VfL-Präsidenten: „Der Mustang Mach-E ist das erste vollelektrische SUV von Ford“, erläutert Marc Kappler von der Rahenbrock-Gruppe bei der Vorstellung des gemeinsamen Projekts. Der leistungsstarke Tourenwagen beschleunigt in 3,7 sec auf 100 km/h. Den zukunftsgerichteten Antriebsformen kommt am Uphöfener Berg ein großer Stellenwert zu. Beim E-Mobil-Berg-Cup geht es darum, möglichst nah an eine vorgegebene Zeit heranzufahren. Außerdem fighten am 6. und 7. August auf der 2,030 km langen Kultstrecke zwischen Hilter-Borgloh und Bissendorf-Holte über 150 top-getunte Rennfahrzeuge aus rund 15 Nationen mit bis zu 1.500 PS um Punkte und Platzierungen in mehreren Meisterschaften, u.a. im großen diesjährigen Finale zum europäischen Prädikat des FIA Int. Hill Climb Cup 2022. Ob der Streckenrekord von 50,055 sec dabei wohl unterboten wird? Abseits der Rennstrecke erwartet die großen und kleinen Gäste ein attraktives Unterhaltungs- und Familienprogramm. Samstag, 6. August: 8:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr Training Sonntag, 7. August: 8:00 Uhr bis ca. 17:30 Uhr Rennläufe

Starke Bergpremiere – Sebastian Kühn fuhr auf Gesamtrang 18

14. Juli 2022

Sebastian Kühn ist eigentlich in der DMV BMW Challenge auf der Rundstrecke unterwegs. Am vergangenen Wochenende gab er seine Premiere am Käshofer Berg. Bei über 100 Teilnehmern landete der BMW-Pilot auf einem starken 18. Gesamtplatz. Wie Kühn das Homburger Bergrennen erlebt hat, erzählt er uns im Interview. Am vergangenen Wochenende gab es für dich die Premiere beim Bergrennen in Homburg. Wie bist du mit deinem Rennen den Käshofer Berg hinauf zufrieden? Das Rennwochenende am Käshofer Berg hat mich beeindruckt. Der Ablauf war sehr gut organisiert und es gab wenige Unterbrechungen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, gerade im Hinblick darauf, dass mein Fahrzeug ja für die Rundstrecke konzipiert ist. Das berühmt berüchtigte Brückchen ist eine wirkliche Mutpassage und kann mit einem guten Setup sicherlich noch schneller gefahren werden. Musstest du dein Fahrzeug für das Bergrennen speziell vorbereiten? Eine spezielle Vorbereitung habe ich leider nicht vornehmen können. Ich bin mit dem Setup und der Übersetzung für den Nürburgring angetreten. Und auch das Thema war eher kritisch zu sehen. Nach vielen Telefonaten konnte ich noch einen Satz gebrauchte (aus 2018) AVON’s mit Bergmischung organisieren. Wie war für dich als Fahrer die Umstellung? Die Umstellung war schon besonders. Die Fahrbahn ist natürlich nicht so breit wie auf einer richtigen Rennstrecke und ein Fehler wird am Berg direkt bestraft und damit meine ich nicht nur das zeitliche Thema. Es war für dich die erste Teilnahme in Homburg, konntest du auf anderen Strecken schon Bergerfahrung sammeln? Bergerfahrung konnte ich in der Vergangenheit schon sammeln. Von 2005 bis 2015 bin ich mit einem Opel Kadett GSI 16V bei einem anderen Verband (NAVC) am Berg gefahren. War der Auftritt ein einmaliges Ereignis oder hast du nun Blut geleckt? Ob dieses Jahr noch ein weiterer Einsatz am Berg erfolgt ist eher unwahrscheinlich. Durch meine lange Übersetzung und die stehenden Starts ist meine Kupplung abgeraucht und ich muss jetzt das Auto für den nächsten Lauf der DMV BMW Challenge auf dem Nürburgring (Ende Juli) vorbereiten. Da bleibt nicht mehr viel Zeit. Ein weiterer Einsatz ist dann auf dem Lausitzring in der BMW Challenge auf dem Programm. von Patrick Holzer (www.auto-rennsport.de)

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