Volksfeststimmung und Besucherrekord beim Edelweiß-Bergpreis Roßfeld

23. Oktober 2018

Nicht weniger als 12.000 Besucher pilgerten am letzten September-Wochenende 2018 nach Berchtesgaden, um bei der fünften Auflage des Edelweiß-Bergpreises mit dabei zu sein. Das Prachtwetter und die traumhafte Herbstkulisse bildeten den perfekten Rahmen für die Classic-Veranstaltung, welche die hochgesteckten Erwartungen der internationalen Oldtimer-Fans sogar noch übertraf. Im Eindruck diesen großen Erfolgs zieht Initiator Joachim Althammer zufrieden Bilanz – und plant bereits für die Fortsetzung im September 2020. Legendäre Renn- und Tourenwagen, spektakuläre Vorkriegs-Boliden, wilde Gesellen in Lederkombis auf historischen Motorrädern, die allseits beliebten Oldtimer-Busse und lachende Gesichter wohin man auch blickte – der diesjährige Edelweiß-Bergpreis am Roßfeld wurde für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis. Grandios: Die Stars der Veranstaltung – allen voran Roßfeld-Botschafter Walter Röhrl, aber auch Jochi Kleint in seinem VW Twin-Golf II „Pikes Peak“, Triple-Le Mans-Gewinner Benoit Treluyer oder die Rennhelden Karl Wendlinger und Frank Biela – waren während des Wochenendes am Berg ebenso gut gelaunt wie die unzähligen Besucher, die sich in bewährter Manier von den OIdtimer-Bussen gen Gipfel chauffieren ließen. Auch Moderatoren-Legende Rainer Braun zeigte sich in Höchstform und entlockte seinen Gesprächspartnern, darunter Herbert Schnitzer und Kurt Bergmann, so manche Anekdote aus der goldenen Ära des Motorsports. Angesichts der Begeisterung aller Beteiligten fällt das Resümee von Organisator Joachim Althammer äußerst positiv aus: „Unsere Strategie, Jahr für Jahr in die Qualität und Originalität des Teilnehmerfelds zu investieren, hat sich 2018 erneut ausgezahlt. Wir hatten sensationelle Autos mit dabei, allen voran natürlich der einzigartige Ferrari 212 E Montagna, der 1969 alle Läufe der Berg-Europameisterschaft gewonnen hat.“ Wenngleich sich beim Edelweiß-Bergpreis alle Teilnehmer als Gewinner fühlen dürfen, bewertete eine Jury auch in diesem Jahr die Geschichte der teilnehmenden Fahrzeuge sowie den optischen Eindruck der teilnehmenden Fahrer. Auch die Sympathie-Bekundungen der Zuschauer flossen in diese Wertung ein. Gesamtsieger über alle Klassen wurde Heinrich Maltz, der bereits beim ersten Roßfeldrennen 1958 mit dabei gewesen war, auf einem DKW Junior, Baujahr 1959. 12.000 zahlende Gäste an den beiden Veranstaltungstagen am Berg bedeuten einen neuen Besucherrekord – und gute Nachrichten für die Lebenshilfe Berchtesgadener Land, welcher der Reinerlös zugute kommt. „Mein Dank gilt dem gesamten Team und allen Helferinnen und Helfern, ohne die der Edelweiß-Bergpreis in dieser Form nicht möglich wäre“, so Joachim Althammer im Anschluss an die Veranstaltung. „Angesichts des enormen Besucheransturms werden die Eintrittskarten für den nächsten Edelweiß-Bergpreis voraussichtlich nur noch im Vorverkauf verfügbar sein. Damit wollen wir sicherstellen, dass die Qualität der Veranstaltung für jeden einzelnen Besucher erhalten bleibt und […]

Karriere im Motorsport – Das sind die Bergrenn-Legenden

18. Oktober 2018

Eine Karriere im Motorsport ist der Traum vieler. Während der Einstieg in den Motorsport zwar alles andere als einfach ist, haben es dennoch bereits einige Größen zu wahren Erfolgen im Motorsport geschafft. Formel 1 ist die Königsdisziplin des Motorsports, die bereits eine Vielzahl internationaler Rennfahrer mit übertrefflichen Erfolgen und Millionenbeträgen auf dem Konto hervorgebracht hat. Doch auch wenn die Formel 1 weltweit mehr Bekanntheit genießt, darf natürlich auch der Bergrennsport nicht vernachlässigt werden. Mit einer Geschichte des Sports, die ihren Ursprung bereits Ende des 19. Jahrhunderts feierte, wurden auch in der Bergdiziplin bereits einige Bergmeister-Legenden hervorgebracht, die bis heute Ruhm und Ansehen genießen und dem ein oder anderen den Wunsch nach einer Karriere im Bergrennsport weiter verstärken. Formel 1 macht’s vor Geht es um die Karriere im Motorsport, kann die Formel 1 wohl nicht ausgelassen werden. Als bekanntester Motorsport wurden hier bereits eine Vielzahl an Rennfahrerlegenden hervorgebracht, die in dieser Aufzählung nicht völlig unerwähnt bleiben sollten. Beginnen wir in der heutigen Zeit. Der britische Rennfahrer Lewis Hamilton ist momentan auf Platz eins der Bestenliste der Formel 1, bereits vier Mal konnte er sich den WM-Titel holen. Er gehört somit nicht nur zu den Top 10 Verdienern der Sport-Superstars, sondern soll sogar mit seinen jungen 33 Jahren bereits jetzt zu den besten Fahrern der Geschichte des Sports gehören. Wenn das mal nicht ein Vorbild im Rennsport ist. Geht man in der Zeit etwas zurück, gehören Größen wie der Österreicher Niki Lauda, der drei WM-Titel ergatterte, zwei davon nach seinem furchtbaren Crash auf dem alten Nürburgring, ebenfalls dazu, sowie auch der argentinische Formel-1-Fahrer Juan Manuel Fangio, der von vielen als größter Rennfahrer aller Zeiten angesehen wird. Er trat nicht nur bei 51 Formel-1-Grand-Prix an, sondern holte sich auch bei insgesamt sieben WM-Teilnahmen fünf WM-Titel. Doch kommen wir zu unserem eigentlichen Lieblingssport, dem Bergrennsport. Auch hier gibt es einige Legenden, die eine Erwähnung verdient haben. Der Bergkönig: Hans Stuck Wohl die Bergrennsportlegende schlechthin ist der deutsch-österreichische Rennfahrer Hans Stuck (Vater des heutigen DMSB-Präsidenten Hans-Joachim Stuck), der als „Der Bergkönig“ zu seiner Zeit in die Geschichte des Sports einging. Die 1900 in Warschau geborene Legende begann 1925 seine Karriere im Bergrennsport und gewann direkt im ersten Jahr sein erstes Rennen. Ende der 1920er erklomm er den Berg in einem Austro Daimler und holte sich mit ihm einen Sieg nach dem anderen nachhause. Er fuhr u.a. auch mit Mercedes und Porsche Rennen und gewann den Grand […]

FIA Hillclimb Masters: Offizieller Zeitplan

8. Oktober 2018

Am kommenden Wochenende, also in wenigen Tagen, richtet die italienische Kleinstadt Gubbio die dritten FiA Hillclimb Masters der Geschichte aus. Für alle die die weite Reise nach Umbrien auf sich nehmen, oder das  Geschehen via Livestream von zuhause aus verfolgen möchten, hier der Zeitplan für den Rennablauf und das Unterhaltungs- und Showprogramm. Zeitplan FIA Hillclimb Masters 2018 – Rennablauf Freitag, 12. Oktober 10.30-17.00: Papierabnahme 11.00-17.00: Technische Abnahme 18.00: Fahrerbesprechung Samstag, 13. Oktober 09.00: Sperrung der Rennstrecke 10.00: 1. Zeittraining Im Anschluss: 2. Zeittraining Im Anschluss: Parade und offizielle Zeremonie mit allen Fahrern Sonntag – Sonntag 14.10.2018 08.30: Sperrung der Rennstrecke 09.00: 1. Rennlauf ca. 12.00: Start 2. Rennlauf ca. 15.00: Start 3. Rennlauf Im Anschluss: Podiums Zeremonie und Pressekonferenz (Podiumzeremonie: Piazza dei Quaranta Martiri, Fahrerlager) (Pressekonferenz: Centro Servizi Santo Spirito, Piazzale Frondizi) Anmerkung: Demonstrationsfahrten von G. Urbani (Osella PA2 1 S-Honda) vor jeder Kategorie 4 Training / Rennen   Zeitplan FIA Hillclimb Masters 2018 – Rahmenprogramm Freitag, 12. Oktober 17.00: Food Truck steht Piazza dei Quaranta Martiri mit Produkten Made in Italy. 18.00: Musik mit DJ. 20.45: LOLA SWING ITALIANO – Live Konzert Samstag, 13. Oktober 17.00: Food Truck steht auf der Piazza dei Quaranta Martiri mit Produkten Made in Italy. 17.30: Team-Parade von der Piazza dei Quaranta Martiri zur Piazza Grande mit Live-Musik 18.30: Teampräsentation auf der Piazza Grande. 19.00: Marktabend: Die mittelalterlichen Straßen werden zu einem Freilichtmarkt. 20.00: Musik mit DJ. 20.00: P-FUNKING BAND Live Konzert Sonntag, 14. Oktober 17.00: Food Truck steht auf der Piazza dei Quaranta Martiri mit Produkten Made in Italy. 17.30: Musik mit DJ. 18.00: Preisverleihung

Berchtesgaden ist bereit zum ultimative Oldtimer-Spektakel – Edelweiß-Bergpreis Roßfeld 2018

20. September 2018

Oldtimerfans aus ganz Europa zählen bereits die Stunden zum offiziellen Start des diesjährigen Edelweiß-Bergpreises Roßfeld. Zu Recht – denn die bevorstehende fünfte Auflage der renommierten Oldtimer-Veranstaltung in den Berchtesgadener Alpen hält 2018 eine Vielzahl spektakulärer Highlights bereit. Bereits am Freitag in einer Woche werden die rund 150 historischen Renn- und Sportwagen den Weihnachtsschützenplatz von Berchtesgaden beleben. Am darauf folgenden Wochenende (28./29. September) finden dann die Gleichmäßigkeitsläufe aufs Roßfeld statt. Alle wichtigen Last-Minute-Infos zum Event. VW präsentiert legendären Pikes Peak-Golf mit Jochi Kleint am Steuer: Während die Vorbereitungen für das Oldtimer-Event des Jahres auf Hochtouren laufen, verlautbart Initiator Joachim Althammer eine weitere Sensation: Dank der tollen Unterstützung von Volkswagen wird der originale VW Twin-Golf II „Pikes Peak“ von 1987 in diesem Jahr im Rahmen des Edelweiß-Bergpreises zu sehen sein. Nur echte Motorsport-Fans wissen noch, dass der legendäre Pikes Peak-Sieg von Walter Röhrl mit dem Audi S1 Quattro lange Zeit am seidenen Faden hing: Denn bis kurz vor dem Ziel war damals Röhrls persönlicher Freund und Konkurrent Jochi Kleint mit seinem Bi-Motor-Golf in Führung gelegen. Lediglich der Bruch eines Spurstangenkopfs verhinderte damals die Sensation. Konstruiert wurde der Golf mit zwei 1,8-Liter-Turbomotoren, 652 PS und Allradantrieb von niemand Geringeren als Kurt Bergmann, der sein Kommen ebenso angekündigt hat wie Jochi Kleint. Ferrari 212 E Montagna am Berg mit dabei – Ein nicht minder beeindruckendes Fahrzeug ist auch der Ferrari 212 E Montagna, mit dem der Schweizer Peter Schetty in der Saison 1969 alle sieben Läufe und damit auch den Titel der Berg-Europameisterschaft gewann. Das originale Chassis mit der originalen Karosserie wurde Ende 1969 von Ferrari verkauft, ein zweites Chassis (mit neuer Nummer) gebaut und mit einer neuen Sportwagenkarosserie versehen. In diesem Auto ist der originale 12-Zylindermotor verbaut. In das ursprüngliche Fahrzeug wurde ein 6-Zylinder Dino-Motor mit 2.000 ccm und 240 PS verpflanzt, und es wurde Anfang der 70er Jahre noch bei Rennen eingesetzt. Der damalige Käufer besitzt den Wagen noch immer und hat ihn nun für den Edelweiß-Bergpreis 2018 aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Optimal informiert genießen: Ein echtes Spektakel stellt auch das Feld der originalen DTM- und STW-Boliden dar, die unter Führung des dreifachen Le Mans-Gesamtsiegers Benoit Treluyer mit dem Audi RS 5 DTM-Vorausauto den Gipfel erobern werden. Um dieses und all die anderen Highlights bestmöglich genießen zu können, bitten wir alle Besucher, auch in diesem Jahr die großen Parkflächen in der Oberau sowie an der Roßfeld-Scheitelstrecke zu nutzen. Die Shuttlebusse fahren in kurzen Abständen ab 08:00 Uhr vom Bahnhof Berchtesgaden und dem […]

Berguerand mit Rekord – Steiner holt fünften Meistertitel

10. September 2018

In diesem Jahr fand das traditionelle Gurnigel-Rennen bei prachtigem Spätsommerwetter statt, und entsprechend fanden zahlreiche Zuschauer (rund 10‘000) den Weg ins schweizerische Gantrischgebiet. Während das Training am Samstag eher harzig verlief, konnte das Programm am Sonntag problemlos eingehalten werden, und überdies begeisterten die Piloten das Publikum mit zahlreichen spannenden Kämpfen. Unter idealen Bedingungen wurden zahlreichen Klassen- und Gruppenbestzeiten verbessert. Auch der seit 2012 bestehende abslute Streckenrekord von Marcel Steiner wurde nach sechs Jahren endlich unterboten. Eric Berguerand, der bereits die letzten fünf Auflagen des populären Berner Klassikers für sich entschieden hatte, war auch heuer wieder der schnellste Fahrer. Sowohl der mit einem kräftigeren Motor ausgestattete und aerodynamisch weiterentwickelte Lola-Einsitzer als auch sein Chauffeur waren in Topform, blieb doch der Walliser bereits im ersten Trainingslauf bloss eine Sekunde über Steiners Bestmarke. Am Sonntagmorgen knallte Berguerand dann fantastiche 1:39,81 auf die noch kühle Piste und verbesserte den Rekord um fast 1,6 Skunden. Marcel Steiner kam auf seinen LobArt-Rennsportwagen ebenfalls noch in die Nähe der früheren Bestmarke und wurde wie im Vorjahr vor dem schnellen Vorarlberger Christoph Lampert Zweiter. Zugleich holte der Lokalmatador am Gurnigel vorzeitig seinen fünften Bergmeistertitel. Ebenfalls bereits als Meister durfte sich der 22-jährige St-Galler Thomas Schmid in der mit identischen Serienfahrzeugen ausgetragenen Junior-SM feiern lassen. Bei den Tourenwagen wird die Entscheidung hingegen erst am kommenden Wochenende in Les Paccots fallen.   Gesamtklassement nach zwei Rennläufen: Eric Berguerand (CH-Martigny), Lola FA99-Cosworth, 3:19,82 2. Marcel Steiner (CH-Oberdiessbach), LobArt LA01-Mugen, 3:23,27 3. Christoph Lampert (A), Osella FA30-Zytek, 3:25,00     Die kompletten Resultatlisten gibt es ab Montag als Download auf www.gurnigelrennen.ch

Steiner darf wohl schon am Gurnigel feiern

2. September 2018

Bald ist die 3,7 km lange Strecke zwischen Dürrbach und Gurnigelbad in der Schweiz wieder fest in der Hand der Motorsportler. In einer Woche steht die 49. Auflage des traditionellen Bergrennens am Gurnigel auf dem Programm. Wie erwartet war das Interesse der Aktiven an diesem publikums­wirksamen Anlass vor den Toren Berns sehr groß, umfasst doch die Startliste auch in diesem Jahr beinahe 270 Namen. Während die Saison für Lokalmatador Marcel Steiner durchwegs erfolgreich verlief, war dies bei seinen wichtigsten Gegnern keineswegs der Fall. Insbesondere Eric Berguerand, als härtester Widersacher, hatte mehrfach mit technischen Problemen an seinem selbst optimierten Lola-Einsitzer der ehemaligen Formel 3000 (Foto oben) zu kämpfen und ist daher im Titelrennen weg vom Fenster. Steiner hingegen benötigt am Gurnigel bloß noch ein paar wenige Punkte, um sich nach 2017 erneut als Schweizer Bergmeister bei den Rennsportwagen feiern lassen zu können. Sein LobArt-Mugen V8 ist mittlerweile ein sicherer Wert, auch wenn der Oberdiessbacher gewisse Rekorde, die er vor einigen Jahren mit einem Osella FA30 aufgestellt hat (z.B. auch am Gurnigel mit 1’41,39‘‘) mit dem italienischen Unikat bisher nicht unterbieten konnte. Wenn es Berguerand am Gurnigel wie im Vorjahr rund läuft, wird Steiner alle Reserven mobilisieren müssen, und auf das Duell der beiden darf man sich schon jetzt freuen. Berechtigte Ambitionen, nach 2017 erneut den Sprung auf das Podest zu schaffen, hat auch der Vorarlberger Christoph Lampert. Für den Oberländer Marcel Maurer, der momentan hinter Steiner in der Berg-SM an zweiter Stelle liegt, dürfte es bei den zwei verbleibenden Läufen schwierig werden, diese Position zu verteidigen, ist doch der F3000-Reynard des jungen Aargauers Robin Faustini weit stärker motorisiert als Maurers von einem Formel Renault abgeleiteter Tatuus. Und auch der Wilderswiler Christian Balmer besitzt materialmässig die besseren Karten. Die Entscheidung bei den Tourenwagen wird wohl noch nicht im Bernbiet, sondern erst eine Woche später beim SM-Finale in Les Paccots fallen, haben doch alle drei Titelanwärter bisher fünf Volltreffer in sechs Rennen aufzuweisen. Ronnie Bratschi gibt aktuell auf seinem über 700 PS starken Mitsubishi (Foto unten) in der Gruppe E1 europaweit den Ton an, und wenn es ihm gelingen sollte, auch am Gurnigel einen neuen Kategorienrekord aufzustellen, könnten die zwei Zusatzpunkte in der Endabrechnung entscheidend sein im Fernduell gegen seine Rivalen Frédéric Neff (InterSwiss-Porsche) und Andy Feigenwinter (Lotus Exige SuperSerie). Bei der 2017 neu ins Leben gerufenen Junior-Bergmeisterschaft mit identischen Toyota GT86 ist hingegen der dreifache Saisonsieger Thomas Schmid haushoher Favorit. Spitzenplätze in […]

Bergrennen am Gurnigel – back to the roots

23. August 2018

Wie bereits Anfang des Jahres auf Bergrennen in Deutschland zu lesen war, ist der Verein Bergrennen Gurnigel aus der Schweiz, wieder allein verantwortlich für die Austragung der traditionellen Berner Großveranstaltung. Die in den zwei letzten Auflagen einer Vermarktungsorganisation übertragenen Aufgaben erledigt nun wieder das Organisationskomitee selbst. Durch den stärkeren Eventcharakter drohte das eigentliche Renngeschehen, mit den dem Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft,  in den Hintergrund zu rücken, ohne dass, wie erhofft, die finanziellen Risiken der Veranstaltung geringer wurden. Künftig sollen die Automobilsportler wieder ganz klar die Hauptrolle spielen. „Wir sind ist überzeugt, dass diese Rückkehr zum traditionellen Format des Bergrennens im Sinn des Publikums und der Aktiven ist“. Das 1910 erstmals ausgetragene Gurnigel-Rennen wird auch in diesem Jahr zu den Highlights im Schweizer Automobilsportkalender zählen. Analog den letzten Jahren konnte eine Terminkollision mit dem Formel-1-GP in Monza vermieden werden, womit sich die Schweizer Motorsportfans nicht mehr zwischen internationalem Glamour und familiärem Ambiente entscheiden müssen. „Bei uns benötigt man keinen teuren Tribünenplatz, um etwas von Geschehen zu erhaschen, sondern die ideale Topografie garantiert einen tollen Überblick auf die interessantesten Partien der 3,5 Kilometer langen Strecke zwischen Dürrbach und dem Gurnigelbad. Zudem kann man sich entlang der Piste frei bewegen, durch das Fahrerlager schlendern oder im Zielbereich mit den Piloten plaudern“, lassen die Organisatoren wissen. Das Teilnehmerfeld steht definitiv fest, hatten doch die Fahrer bis am Montagabend, den 20. August Zeit, ihre Anmeldung einzusenden. Es lockt nicht nur die imposante Publikumskulisse – bei schönen Wetter bis 15.000 Besucher – , sondern auch der fahrerisch anspruchsvolle Parcours. Reservieren Sie also in Ihrer Agenda schon jetzt den 8. und 9. September. Details zu den Teilnehmern und zum Rahmenprogramm folgen später. News werden laufend im Internet unter www.gurnigelrennen.ch aufgeschaltet.

20. Jochpass-Memorial – Im Jubiläumsjahr bis zur Baujahresgrenze 1986

11. August 2018

Die Motoren dröhnen wieder: Von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Oktober 2018, findet zum 20. Mal das Jochpass-Oldtimer-Memorial, von Bad Hindelang nach Oberjoch statt. Als letzte große Veranstaltung im Oldtimerjahr ist das „Jochrennen“ im Oberallgäu zu einer festen Größe für Motorsportbegeisterte geworden. Im Jubiläumsjahr dürfen auch jüngere Baujahre als in den Jahren zuvor teilnehmen. Schon seit 1924 war das Bergrennen auf’s Oberjoch, das lange Jahre das einzige Deutsche Bergrennen in der Berg-Europameisterschaft war, ein Erfolg und ist heute, nach dem Wiederaufleben in Form einer Gleichmäßigkeitsprüfung im Jahre 1999, eine feste Größe im Oldtimer-Veranstaltungskalender. Beweist doch der starke Besucherandrang und die immer größer werdende Zahl der Teilnehmer, dass für das Jochpass-Memorial ein erhebliches Interesse besteht. So finden jedes Jahr tausende Besucher ihren Weg zur Strecke im Ostrachtal, um sich die historischen Fahrzeuge aus der Nähe ansehen zu können. Wegen der großen Nachfrage von Teilnehmern mit jüngeren Fahrzeugen reicht die Baujahresgrenze dieses Mal bis zum Jahr 1986. Für diese Fahrzeuge wird es eine eigene Gruppe mit dem Namen „Modern Classic“ geben, sie wird unabhängig von den anderen Gruppen gewertet. Der Jochpass zwischen Bad Hindelang und Oberjoch ist die höchstgelegene deutsche Bundesstraße. Sie ist außerdem die kurvenreichste Pass-Straße Deutschlands. 6,4 km lang, 400 Meter Höhenunterschied und 105 Kurven. Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung geben sich die Fahrer vor dem Start eine Zeit vor, in der sie die Bergstrecke bewältigen wollen. Dazu haben sie über mehrere Läufe Gelegenheit. Wer am Ende am nächsten an dieser Zeit ist, gewinnt! Am Samstag und Sonntag startet das Jochpass Memorial ab 8.30 Uhr und wird jeweils bis ca. 18 Uhr dauern. Am Freitag zuvor kommen die Teilnehmer mit ihren Oldtimern in Hindelang an und müssen sich der technischen Abnahme stellen. Dieses Mal stammt das älteste Motorrad aus dem Jahr 1928 eine Imperia H Sport mit 23 PS. Das älteste Auto sogar aus dem Jahr 1908, ein Lion Peugeot Racing Voiturette. Am Festplatz gastieren ehemalige Rennfahrer wie der frühere Schweizer „Berg-König“ Fredy Amweg. Amweg hält seit 1986 den Streckenrekord mit 3.08.26 Minuten mit einem Martini BMW Formel 2. Viele Teilnehmer mit Vorkriegsfahrzeugen sowie Youngtimer sind zudem auf dem Festplatz in Bad Hindelang zu sehen. Dort werden auch Essensstände aufgebaut – Verpflegung gibt es außerdem an der Strecke, an der „Schnitzelalm“ und in Oberjoch am Parkplatz. Am Freitag und Samstag steigen jeweils ab 20.00 Uhr in der „Schnitzelalm“ die diesjährigen Racepartys. Dort wird dieses Jahr wegen Bauarbeiten auch gestartet, nicht wie sonst […]

Mit Karacho den Rennsteig hinauf – Luxemburger Bilanz

17. Juli 2018

Erstmals wurde das Glasbachrennen in Bad Liebenstein für die Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet, und zur Premiere waren viele Piloten aus dem Großherzogtum angereist, die sich allesamt mehr als zufrieden gaben. Am 8. September 1974, noch zu seligen DDR-Zeiten, wurde vor 6.000 begeisterten Zuschauern das 1. Glasbachrennen ausgetragen. Heute verkörpert die mit 35 Kurven bespickte Strecke vom Ortsteil Steinbach hinauf zum Glasbachstein die längste und modernste Bergrennstrecke Europas, die daher zurecht den EBM-Status (Europa Bergmeisterschaft) trägt und 2018 erstmals auch zur Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet wurde. ACL-Sport hatte ein gutes Näschen bewiesen, um dieses Rennen in unseren Kalender einzufügen und schon zum 2. Mal durfte der ACL-Sportpräsident Marc Joseph ebenfalls das Ehrenamt als FIA-Observer (Präsident) für diese Veranstaltung bekleiden. 15 Luxemburger Piloten hatten sich zu dieser Premiere angemeldet und 13 reisten schlussendlich in den Thüringer Wald, um das überaus spektakuläre Rennen in Angriff zu nehmen. Sie sollten ihr Kommen nicht bedauern, denn zum einen glänzt dieses Bergrennen durch seine perfekte Organisation, dann sind die Menschen dieser Region überaus freundlich und schließlich verlangt die endlose Fahrt hinauf von Mensch und Maschine alles ab, und nur wer richtig gut im Bergrennsport ist, hat eine Chance einigermaßen fehlerfrei diesen kniffligen Parcours zu bewältigen. Allen voran glänzte der amtierende europäische Champion Christian Merli (Osella FA30 Zytek) bei diesem Rennen und holte sich unangefochten den Gesamtsieg. Gegen den Italiener war kein Kraut gewachsen und das mussten die Sébastien Petit, Jelle De Coninck, Patrick Zajelsnik (alle Norma M20FC) und Konsorten allesamt einsehen. Zum einen, weil sie an die Zeiten des Christian Merli nicht annähernd herankamen und zum anderen, weil sie sich überschätzten und ihre Sportwagen gegen die auf 5,5 km errichteten doppelten Leitplanken setzten. Das wusste Guy Demuth zu vermeiden, und an seinem 49. Geburtstag brachte er das Kunststück fertig, nach dem guten EM-Rennen im portugiesischen Braga (Falperra) einen weiteren  grandiosen Parforceritt am Rennsteig hinzulegen. Mit Rang 4 und nach 2 Läufen insgesamt 14,8 Sekunden Rückstand hinter Merli wurde er für seinen Einsatz und sein Können am Lenkrad seines neuen Norma M20FC (Foto oben) belohnt. In Windeseile hat er sich an sein schwarzes „Ungeheuer“ gewöhnt und ihm wird in Zukunft noch viel mit seinem fahrbaren Untersatz zuzutrauen sein. Kein Wunder, dass abends die Korken beim Team Demuth knallten und sie gemeinsam mit ihren überaus liebenswerten Gastgebern, vor deren Haus sie ihre Zelte und den Lkw abgestellt hatten, feierten. Aber auch bei Daniel Donkels (Tatuus Renault) und Tania Flammang im […]

Plasa BMW weckt Emotionen in Goodwood – Dumas schreibt erneut Geschichte

16. Juli 2018

Romain Dumas hat das Shootout-Race beim legendären Goodwood Festival of Speed ​​2018 auf der britischen Insel gewonnen. Der Franzose siegte in einem spannenden Berg-Einzelzeitfahren und fuhr die insgesamt drittschnellste jemals gefahrene Zeit auf den Goodwood-Hügel ganz im Süden Englands, in der 25-jährigen Geschichte des Festivals. Der ehemalige Le-Mans-Sieger schaffte mit dem allradgetriebenen  Volkswagen ID.R Pikes Peak eine Zeit von unglaublichen 43,86 Sekunden, womit erstmals ein Elektroauto den Preis gewann. Allerdings war sein Auto nicht das einzige ohne Verbrennungsmotor. Der ehemalige DTM-Fahrer Peter Dumbreck steuerte den elektrischen Allrad-NIO EP9-Hypercar trotz einer zweirädrigen Graspartie in 44,32 Sekunden ins Ziel. Der Schotte war mit 118 Meilen pro Stunde unterwegs, bevor er Molecomb Corner erreichte! Der dritte Platz in der Endwertung und der erste Fahrer, der mit dem Auto mit Verbrennungsmotor fuhr, war der Deutsche Jörg Weidinger an Bord des BMW E36 Judd V8 mit dem einst der unvergessene Georg Plasa die Bergwelt begeisterte. Das kreischende Coupé querte den Zeitstrahl mit einer Zeit von nur 46,43 Sekunden. Erst kurz vor Beginn des FOS ließ KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfarth die Katze aus dem Sack. Das legendäre BMW-Modell des am 10. Juli 2011 tödlich verunfallten Georg Plasa, hatte die letzten Jahre in seiner Tiefgarage geschlummert und wurde eigens für das Festival of Speed wieder zum Leben erweckt. Still und leise hatte damals Klaus Wohlfarth den Plasa-BMW gekauft und “versteckte” ihn in den “Heiligen KW Hallen”. 2017 reifte dann die Idee, Georgs BMW wieder ans Tageslicht zu bringen, schließlich war und ist dieser BMW weit mehr als nur besonders. Selbst ein Auszug der technischen Daten wie etwa ein Gewicht von 895 kg und einem bei 10.200 Umdrehungen 560 PS mobilisierenden Judd V8 wird diesem E36 nicht gerecht. Der emotionale Wert dieses “Berg-Dreiers” mit JUDD V8-Triebwerk, mit dem Georg viermal den europäische FIA Berg-Cup und viele andere Bergläufe gewann sowie Rekorde aufstellte, die teilweise heute noch gültig sind, sind in Worte zu fassen schier unmöglich. Aber der BMW war es nicht allein. In langen Regalreihen lagern zahlreiche Komponenten und Ersatzteile, des von Georg aufgebauten und vor allem mit sehr vielen selbstentwickelten Rennsportteilen verfeinertem Coupé. Neben unendlichen Kleinteilen lagern hier auch diverse Leichtbaukarosserieteile wie Schürzen, Motorhauben und Verkleidungen der im Windkanal erprobten Aerodynamik. Georg war damals einer der ersten, der Formel-1-Motorsporttechnologie in die europäische Bergrennszene brachte und so viele andere Fahrer dazu brachte ebenfalls diesen aufwendigen Technologiesprung für Tourenwagen am Berg zu wagen. In den letzten Monaten hat eine Taskforce aus dem […]

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