Domenico Scola gewinnt Trofeo Luigi Fagioli 2017

23. August 2017

Zu den wichtigsten und interessantesten Automobilveranstaltungen in Italien, in Bezug auf Bergrennen, zählt das italienische Rennen Luigi Fagioli bei Gubbio, das nach einem der größten Fahrer des letzten Jahrhunderts genannt wurde. Die Veranstaltung wird jährlich von dem Eugubino Corse Automobilistiche Committee von Gubbio organisiert und findet in den steilen Bergstraßen unweit von Perugia, in der italienischen Region Umbrien, statt. Mit seinen 4.150 Metern Streckenlänge ist es eines der interessantesten und mit größter Spannung erwarteten Rennen des „Campionato Italiano Velocità Montagna“, also der Italienischen Bergmeisterschaft. Die Trofeo Luigi Fagioli findet zwischen den Orten Gubbio und Madonna della Cima statt, unterquert die Autobahn vor Ort und ist, wie schon erwähnt, 4.150 Meter lang mit einem Höhenunterschied von 270 Metern und einer Durchschnittssteigung von 6,5%. Das Rennen hat dieses Jahr die 52. Edition erreicht und ist eine wahre Tradition im italienischen Bergrennen Milieu geworden, so sehr, dass in den letzten Jahren dank dieses Rennens einige der besten Fahrer weltweit hervorgebracht wurden. Ein Beispiel davon ist Simone Faggioli, Jahrgang ’78, neunmaliger Europameister des Bergrennens zwischen 2005 und 2016 und elfmalige Gewinner von Luigi Fagioli zwischen 2001 und 2015. Die 52. Edition der Trofeo Luigi Fagioli wurde dieses Jahr, eigentlich nicht allzu überraschend, erneut von Domenico Scola gewonnen: der 26-jährige Pilot wurde in Cosenza, in Kalabrien, geboren und triumphierte in Gubbio an Bord seines Osella FA 30 Zytek. Mit diesem Triumph hat er zwei Siege erreicht; auch letztes Jahr gewann der kalabrischer Rennerfahrer die Luigi Fagioli Trophäe und brach somit die Hegemonie von Simone Faggioli, die seit acht aufeinander folgende Jahren gedauert hatte. Domenico Scola erweist sich so als einer der Favoriten des Campionato Italiano Velocità Montagna 2017, mit den wichtigsten italienischen Bergrennen. Die Liebe für diesen Sport liegt wahrscheinlich in der DNA, da auch der Großvater von Scola, der auch Domenico heißt, ein unvergesslicher Champion dieser Disziplin ist. Mit 88 Siegen im Campionato Italiano Velocità Montagna und zwei Luigi Fagioli Titeln (in den Jahren 1971 und 1973) ist der im Februar 2016 verstorbene Scola Senior einer der Symbole des italienischen Bergrennens. Nach einem spektakulären Sprint, gelangte Domenico Scola auf die oberste Stelle des Podiums, in dem er Domenico Cubeda aus Catania, ebenfalls an Bord eines Osella FA 30 und Omar Magliona, aus Sassari in Sardinien, in seinem ex-Faggioli Norma M20 FC Zytek, überflügelte. Wenn Sie auch Fan dieser Sportart sind, aber nicht die Möglichkeit haben diese auszuüben, können Sie einen Blick auf Royal Vegas […]

Der Gurnigel lockt die Schweizer Bergfahrer

22. August 2017

In knapp drei Wochen geht im Schweizer Gantrischgebiet wieder das Bergrennen am Gurnigel über die Bühne. Wie in den beiden Vorjahren findet der Traditionsanlass – seine Geschichte reicht über 100 Jahre zurück – am zweiten September-Wochenende statt. Er kollidiert damit weder mit dem Großen Preis von Italien in Monza noch mit dem Arosa Classic Car Event, die beide anfangs Monat auf dem Programm stehen. Selbst wenn bei einem Motorsport-Fan die Formel 1 oder der Historische Sport erste Priorität besitzen, braucht er also nicht wegen Überschneidungen im Terminkalender auf den Berner Klassiker zu verzichten. Sofern das Wetter einigermaßen mitspielt, dürften auch in diesem Jahr wieder gegen 15‘000 Zuschauer die Naturtribünen entlang der Strecke bevölkern. Das Teilnehmerfeld steht noch nicht definitiv fest, hatten doch die Piloten noch letzten Montag um Mitternacht Zeit, um sich einzuschreiben. Wer nicht am Wochennede beim Bergrennen von Les Rangiers sein Auto nachhaltig beschädigt hat, dürfte sich den Meisterschaftslauf im Bernbiet kaum entgehen lassen, gehört doch dieser zu den Lieblingsrennen in der Schweizer Szene. Nicht nur die imposante Publikumskulisse lockt, sondern auch die fahrerisch anspruchsvolle Piste. Seit geraumer Zeit laufen die Vorbereitungen für das Großereignis vor den Toren Berns auf Hochtouren. So begann bereits entlang der Strecke die Montage zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen, wobei neben Funktionären aller Stufen auch viele Rennfahrer aus der Region beim Streckenbau mitmachen. Die Unterstützung der lokalen Bevölkerung ist dem Veranstalter ebenfalls gewiss. Der organisierende Verein Bergrennen Gurnigel ist auf die zum überwiegenden Teil ehrenamtlichen Helfer angewiesen, denn trotz zahlreicher Sponsoren und Gönner lässt sich das Budget von weit über 300‘000 Franken nur auf diese Weise ausgeglichen gestalten.

Reinhold Köster – beim 1. und 50. Osnabrücker Bergrennen dabei

24. Juli 2017

Sein silberfarbener Fiat 850 Coupé trug beim allerersten Osnabrücker Bergrennen 1968 die Startnummer 5. Reinhold Köster aus Herford wird der einzige Fahrer sein, der sowohl beim 1. als auch beim 50. Rennen auf die Strecke gegangen ist. Die alten Filmaufnahmen zeigen ihn 1968 bei der Siegerehrung. Ob er auch 2017 mit einem Pokal nach Hause kommt? Neben Bergrennen fuhr er auch Lang- und Rundstreckenrennen, insgesamt wohl fast 1000 Veranstaltungen. 1977 bekam er das ADAC Sportabzeichen in Gold mit Brillianten verliehen. Dafür waren viele Punkte aus guten Platzierungen nötig. Reinhold Köster sammelte sie, indem er zeitweise an einem Wochenende drei Rennen fuhr, darunter auch in Frankfurt und am Hockenheimring. Über viele Jahre hat er die Rennszene mitgeprägt, zuletzt die Serie der historischen Tourenwagen bis 1300 ccm, den „Kampf der Zwerge“. Und immer waren „die Jungs“ dabei. „Gutes Auto, gute Freunde, einigermaßen fahren, dann passt das.“ Bescheiden waren sie, der Teamgeist war ihnen wichtiger als ein bequemes Hotelbett. „Noch vor ein paar Jahren haben die Jungs darauf bestanden, im Hänger zu schlafen. Nicht mal im Wohnmobil, sondern im Hänger. Die sind jetzt alle über 60.“ Beim Jubiläumsrennen steigt er wieder in seinen bewährten Fiat 850 Abarth und wird im „Kampf der Zwerge“ sicher ein gewichtiges Wort um den Klassensieg mitsprechen.

Eiertanz am Morgen in Reitnau – Große Show am Mittag

2. Juli 2017

Bei der 52. Austragung des Bergrennen Reitnau im Schweizer Kanton Aargau führte zuerst einmal Petrus Regie. Der herrschende Dauerregen den er schickte, zwang die Rennfahrer dazu, es etwas vorsichtiger angehen zu lassen. Trotzdem war gut zu sehen, dass sich die üblichen Verdächtigen am Ende wohl durchsetzen würden. Dass die Piloten die Strecke und die Verhältnisse im Griff hatten zeigt die Tatsache, dass am Morgen bei schwierigen Verhältnissen nur gerade ein paar Dreher produziert wurden, die allesamt ohne Folgen waren. Mutiger wurden alle nach dem Mittagessen als die Strecke abtrocknete. Die Bestzeiten purzeln. Nach einem gewerteten Rennlauf zeigte sich, dass sich Eric Berguerand aus Martigny mit seinem Lola FA 99 (3000 ccm) und einer Zeit von 49.32 Sekunden die Butter nicht vom Brot nehmen liess. Er verwies Marcel Steiner aus Oberdiessbach auf dem LobArt LA01 Mugen V8 (3000 ccm) mit 51.15 Sekunden auf den 2. Platz. Dritter wurde Simon Hugentobler aus Suhr der mit seinem Reynard 97D Formel 3000 in 52.39 Sekunden das Ziel erreichte. Viel Pech hatte Chris Steiner. Nach einem heftigen Einschlag in die Leitplanke der Zielkurve musste er aus seinem Porsche befreit werden. Er war ansprechbar und wurde für weitere Abklärungen mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Dieser Crash bedeutete auch zugleich das Ende des Bergrennens. Laut Thomas Kohler vom ACS hätten die Aufräum- und Reparaturarbeiten zu lange gedauert um das Rennen mit der größtmöglichen Sicherheit weiterführen zu können.

Romain Dumas mit Pikes Peak-Sieg Nummer drei

26. Juni 2017

Der ehemalige Porsche-Werksfahrer Romain Dumas gewann am vergangenen Wochenende das legendäre Pikes Peak Bergrennen in den USA. Der Sieg beim diesjährigen 95. Race to the Clouds war der dritte in vier Jahren für den Franzosen. „Das war der erste Teil unseres Ziels mit dem Norma MXX RD Limited“, so Dumas nach getaner Arbeit. „Die zweite Mission, den Rekord, konnte ich nicht erfüllen. Wir näherten uns jedoch weiter dem absoluten Streckenrekord von Sebastian Loeb. Ich hatte leider ein technisches Problem von Beginn an des Aufstiegs. Es ist schrecklich frustrierend, aber ich will nicht meine Jungs kritisieren. Wir wurden eben nur teilweise belohnt“. Unter den Zuschauern weilten übrigens auch Berg-Europameister Simone Faggioli und die in der französischen Bergmeisterschaft aktive Britin Charly Martin.

Nach Showfahrt-Crash am Hemberg – FiA fordert Stellungnahme

14. Juni 2017

Wie der weltweiten Presse zu entnehmen war, kam es am Samstag, 10. Juni 2017 während Showfahrten im Rahmen des Bergrennens Hemberg, erster Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft 2017, zu einem schweren Unfall. Nach der Zieldurfahrt kam Richard Hammond im Elektrofahrzeug „Concept One“ des kroatischen Herstellers Rimac, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit, rund 300 Meter nach der Ziellinie des Bergrennens von der Straße ab. Der Moderator der Auto-Kultsendung „Top-Gear“ riss das Hemberger Ortsschild mit sich und stürzte in die Tiefe, zwischen Häusern den Hang hinunter und kam erst kurz vor einem Zuschauerweg auf dem Dach zu liegen. Der 2-Millionen-Bolide mit über 1000 PS ging in Flammen auf, nur  Sekunden, nachdem sich Hammond aus dem Wrack retten konnte. Der TV-Star erlitt lediglich eine Knieverletzung, wurde aber per Hubschrauber ins Krankenhaus verbracht. Hierzu veröffentlichte die Schweizer Motorsport Behörde „Autosport Schweiz“ auf Ihrer Webseite folgendes: Dieser Unfall war dem Motorsport und dem Bergrennsport nicht sehr zuträglich hat sich doch bereits die FIA (Fédération International du Sport Automobile) gezwungen gesehen, bei Auto Sport Schweiz eine Stellungnahme einzufordern. Auto Sport Schweiz seinerseits sieht sich veranlasst, diesen Fall eingehend zu untersuchen und ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werden vorderhand keine weiteren Informationen an Dritte erteilt. Wir bitten um Verständnis. Gut 7.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das sonnig-warme Wetter am Samstag und Sonntag, um das Bergrennen Hemberg zu besuchen. Knapp 200 Fahrer nahmen an den 3 Trainingsläufen am Samstag (der vierte Trainingslauf wurde gestrichen) und den drei Rennläufen am Sonntag teil. Sieger der Veranstaltung wurde Marcel Steiner (LobArt Mugen V8) von der Equipe Bernoise, der mit einer Zeit von 1:49.31 die 1758 Meter lange Strecke über eine Höhendifferenz von 157 Metern meisterte. 

Viel Spannung vor Schweizer Saisonstart in Hemberg

7. Juni 2017

Mit dem Bergrennen in Hemberg beginnt am kommenden Wochenende (10./11. Juni) die Schweizer Bergmeisterschaft 2017. Die Titelfavoriten sind dieselben wie im Vorjahr, doch tut sich bei den Tourenwagen und Rennsportwagen einiges. Die Saison umfasst dieselben sieben Bergrennen in derselben Reihenfolge wie 2016. Den Anfang macht am 11. Juni das 2012 wiederbelebte Rennen in Hemberg im Kanton St. Gallen, knapp eine Fahrstunde südlich des Bodensees. Am 2. Juli lockt die Eintagesveranstaltung in Reitnau Teilnehmer und Zuschauer ins Schweizer Mittelland. Mit 1758 bzsw. 1605 m sind es die beiden kürzesten Strecken im Kalender. Mitten in den Walliser Bergen findet am 23. Juli der dritte SM-Lauf statt, dessen Ziel im Ferienort Anzère liegt. Die wohl schnellste Bergrennstrecke Europas von St-Ursanne nach Les Rangiers, wo Simone Faggioli seit Jahren die eigenen Rekorde stetig verbessert und 2016 auf 182,6 km/h geschraubt hat, ist am 20. August der vierte Schauplatz. Seit 1972 zählt dieses Rennen zur EBM und zur Schweizer Meisterschaft, wobei das malerische Städtchen St-Ursanne in gut einer Stunde ab dem Dreiländereck in Basel zu erreichen ist. Wer schon mal in der unglaublich schnellen Kurve „Les Gripons“ stand, die unter der Autobahnbrücke verläuft, kennt das Gefühl von Gänsehaut. Joël Volluz begrub dort im Vorjahr bei einem horrenden Unfall im Osella FA30 seine Titelchancen, ist aber wie die ganze Fachwelt froh, ihn heil überstanden zu haben. Ganz nahe an der süddeutschen Grenze ist eine Woche später das Bergrennen Oberhallau im Schaffhauser Klettgau. Dort ist auch der KW-Berg-Cup wieder zu Gast. Das Aufeinandertreffen der deutschen und Schweizer Tourenwagenelite ist das Salz in der Suppe dieser tollen Veranstaltung. Am 10. September steht das 1910 erstmals durchgeführte Bergrennen am Gurnigel vor den Toren der Hauptstadt Bern auf dem Programm. Wie bei allen Bergrennen in der Deutschschweiz werden dort bei schönem Wetter weit über 10.000 Zuschauer erwartet, was überall für prächtige Kulissen sorgt. Den Abschluss der Saison bildet am 17. September das auf der zweitschnellsten Strecke ausgetragene Bergrennen Châtel-St-Denis–Les Paccots (der Rekord von Volluz liegt bei 171 km/h) oberhalb von Montreux und des Genfersees. Joël Volluz ist zwar mit dem Neuaufbau eines Osella FA30 beschäftigt, wird damit jedoch aus zeitlichen und finanziellen Gründen wohl dieses Jahr nicht mehr fertig. So ist Eric Berguerand mit seinem Lola FA99-Cosworth, dessen Aerodynamik der fünffache Meister im Detail modifiziert hat, erneut der Kronfavorit auf den Titel bei den Rennsportwagen. Marcel Steiner macht ihm diesen zwar mit dem LobArt-Mugen V8 streitig, ob Fahrer und Fahrzeug im […]

Walter Treser zu Gast in der Formel 1 Eventhalle bei Uwe Kaufel

1. Juni 2017

Walter Treser, der am 18. April 1940 in Bad König im Odenwald geboren wurde, ist den Motorsport-Insidern seit Jahrzehnten als Ingenieur für Kraftfahrzeug- u. Flugzeugbau, Rennfahrer, Rennleiter und Sportchef bei Audi und Opel bekannt. Als Projektleiter und Namensgeber des revolutionären Audi Quattro, wie auch durch die Erfolgsgeschichte von Walter Röhrl, sind beide Rennsportler untrennbar mit diesem Fahrzeug verbunden. Angefangen hat alles als Treser Junior im elterlichen Hotelbetrieb einen Opel Blitz mit Holzvergaser und ein Sachs Motorrad entdeckt hatte. Mit acht Jahren konnte er beides fahren und der Wunsch Rennfahrer  zu werden war unauslöschlich entstanden. Nach dem Studium für Kraftfahrzeug- u. Flugzeugbau, fährt er 1962/63 tatsächlich Rennen im DKW Junior, wird Werksfahrer bei der Auto Union und kauft sich 1964 einen Lotus-DKW Formel 3 Rennwagen. 1969/70/71 leitet er die Geschicke beim BMW Alpina Werksteam und bestreitet die Tourenwagen Europameisterschaft. Ab 1982 entstand seine eigene Firma für Automobiltechnik und Design in Hofstetten und dann in Ingolstadt. Parallel erfolgt in Berlin ab 1985 die Entwicklung und Produktion des Sportwagens Treser TR 1, mit dem er seinen Traum vom selbständigen Automobilproduzenten verwirklichte. Jedoch der Höhepunkt seines Rennfahrer- und Autolebens war der Start beim Avus-Rennen in Berlin am 29.5.1988 in seinem selbst entwickelten und in der eigenen Fabrik gebauten Treser TR 1. Auch an der Einführung des spektakulären Allrad-Calibra 1992 in die DTM, der von Keke Rosberg pilotiert wurde, war Walter Treser als Sportchef federführend beteiligt. Die weit über 100 Mitglieder des Treser Clubs waren sichtlich angetan von dem Ambiente rund um die Formel 1 Ausstellungs-Eventhalle in Osterode. Da auch das Wetter mitspielte waren einige Formel 1 Rennwagen, der Speedway-Käfer mit BMW Motor und der PRC Prototyp im Biergarten neben dem Fischteich ausgestellt. Von den Anderen in der Ausstellungshalle verbliebenen originalen Rennfahrzeugen waren einige als Race-Simulatoren mit Großbildschirmen umgerüstet. Dort konnten die Gäste im originalen Rennwagen ihre Fahrkünste testen ohne dass es mit einem Totalschaden endete. Nach der Bewirtung der zahlreichen Gäste zwischen den Rennwagen fand die Siegerehrung des Treser Clubs für Ihre erfolgreichen Teilnehmer in den einzelnen Wertungsklassen statt. Großes Interesse erzeugte auch der jetzt zu Pfingsten von Uwe Kaufel zum Bergrennen Wolsfeld an der luxemburgischen Grenze wieder eingesetzte PRC Prototyp. Mit dem neu eingebauten Motor und ohne Testkilometer wird Uwe Kaufel bei seinem Comeback in der Südeifel erst einmal in der GLP-Gleichmäßigkeitswertung fahren. Als die Verkleidungen abgenommen wurden und der Motor mit Getriebe sichtbar war, bildete sich eine große Menschenmenge um das Fahrzeug. Unter großem Beifall stieg Walter Treser in den super flachen Rennwagen ein […]

Loeb im Peugeot 208 T16 Pikes Peak in Turckheim

21. Mai 2017

Der neunfache Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb wird beim vorletzten Rennen der Französischen Bergmeisterschaft 2017 am zweiten Septemberwochenende im elsässischen Weinort Turckheim, der vor den Toren der Stadt Colmar liegt, mit dem spektakulären Peugeot 208 T16 Pikes Peak teilnehmen. Der 43-jährige „Allround-Racer“ wird dabei jenes Fahrzeug pilotieren, mit dem er den absoluten Rekord beim legendären US-Bergrennen Pikes Peak  von Colorado im Jahr 2013 aufstellte und den sein Landsmann Romain Dumas  diese Jahr erneut versuchen wird, mit seinem Norma MXX RD Limited, zu brechen. Loeb wird leider nicht im Wettbewerb starten, aber in Demonstrationsläufen das Potential des reinrassigen Bergrennwagens zeigen.

Thomas Amweg in den F3000-Fußstapfen seines Vaters

19. Mai 2017

Lange musste Thomas Amweg warten, um die Zukunftsweichen für sein Rennsportprogramm nach eigenem Wunsch stellen zu können. Doch jetzt ist alles in trockenen Tüchern. Der Sohn des fast vor 20 Jahren zurück getretenen „König der Schweizer Berge“ Fredy Amweg wird einen Lola Cosworth Formel 3000 in der Schweizer Bergmeisterschaft pilotieren. Der Viert platzierte in der Endabrechnung der Berg SM 2016 hatte in den letzten Jahren viele Erfahrungen im ex-Sebastian Vettel Dallara Mercedes Formel 3 sammeln können. Der 32-jährige betätigte sich sowohl auf der Rundstrecke, im REMUS Formel-Pokal, als auch im Bergrennsport. Zudem sicherte sich Amweg mehrere Siege in einem PRC-Honda von Walter Pedrazza, in dessen Sports Car Challenge. Das mit finanzieller Unterstützung von Hans Peter, Inhaber der Phimmo Immobilien AG und Besitzer jenes historischen Ralt BMW Formel 2 mit dem Amweg im vergangen Jahren den Tagessieg bei der Arosa Classic Car gewann, neu angeschaffte F3000-Fahrzeug mit der Typenbezeichnung B99/50 stammt aus den Beständen des zurückgetretenen dreifachen Berg-Europameisters Franz Tschager aus Südtirol und wurde auch schon von den späteren Formel 1-Größen Mark Webber und Juan-Pablo Montoya gefahren. „Nach der Formel Renault und der Formel 3 ist dies nun mein nächster logischer Schritt“, freut sich Thomas Amweg in einem Gespräch mit Peter Wyss von motorsport.com. „Es ist sensationell, dass mir nun Hans Peter dies ermöglicht. Das Auto befindet sich in einem exzellenten Zustand und ist von Franz Tschager schon gut für den Berg eingestellt. Wir bereiten den Wagen derzeit sauber vor und ergänzen einige Updates des Modells B02, die im Gesamtpaket enthalten waren“. In den nächsten Wochen plant der Aargauer Testfahrten in Hockenheim. Läuft alles in gewünschten Bahnen ist schon ein Start beim Heimrennen am 2. Juli in Reitnau anvisiert, bevor es nach Anzère und Oberhallau gegen soll. Ab der Saison 2018 ist dann die komplette Schweizer Bergmeisterschaft geplant. Mit seinem Sohn Thomas fiebern wird Fredy Amweg auf alle Fälle. Der mittlerweile 67jährige ist unbestritten eine Legende in der Schweiz. Auf Formel 2 und Formel 3000 gewann Amweg Senior zwischen 1971 und 1998 mehrmals jedes Bergrennen in der Schweiz und auch zahlreiche im Ausland – insgesamt rund 200 Tagessiege! Genau 15x gewann Amweg den „Coupe der Schweizer Berge“, aus dem später die Schweizer Bergmeisterschaft erwuchs.

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