Meisterauto von 1979 soll zurück ins Siegerland

7. Februar 2016

Im Jahr 1979, als der Deutsche Sportwagen Pokal ausschließlich bei Bergrennen ausgetragen wurde, weist die Ergebnisliste diese Jahres Wilfried Güllert als den Meister und Pokalgewinner auf. Der Mann aus Wilgersdorf bei Siegen fuhr damals einen Chevron B19 mit einem 2-Liter Cosworth-Motor, ein sogenannter Zweisitziger Rennwagen, nach Gruppe 6-Reglement. Derzeit versucht Peter Güllert, der heute 56 jährige Sohn von Wilfried Güllert, den mittlerweile  zu einem gesuchten Oldtimer gereiften Chevron wieder in den Familienbesitz zurück zu bringen. „Unser Gruppe 6-Sportwagen lief ursprünglich ab 1973 unter Paul Campell Racing Ltd. in der 2-Liter Europameisterschaft auf der Rundstrecke, gefahren von John Burton, beispielsweise auf dem Nürburgring, in Zolder oder Brands Hatch“, zählt Peter Güllert auf. Im Jahr 1976 erwarb Norbert Przybilla aus Klotten die Flunder und nur ein Jahr später stand der Rennwagen dann in der Garage von Rolf Färber in Neuwied. Beide fuhren mit dem Auto in der Interserie. „Ende 1977 kaufe mein Vater, der im Jahr 2008 leider verstarb, den B19 von Rolf Färber und rüstete den Wagen über den Winter für den Berg um. Er baute etwas Gewicht aus und einen kleinen Tank ein“. Wilfried Güllert begann seine Motorsportlaufbahn auf einem Glas 1304ts und einem Simca 1200 S auf der Rundstrecke. Später wechselte er auf Lotus 47 an den Berg. „Vor dem Chevron besaß mein Vater einen Lotus 23 mit Brixner-Karosserie, den er damals selbst bei Kurt Brixner in Stuttgart abholte. 1978 folgten dann die ersten Bergrennen mit dem Chevron. Am Ende des Jahres sprang für unser Team, mit meinen Vater als Pilot, meinem Bruder Jürgen und mir als 17-jähriger Mechaniker Gesamtrang 5 im Deutschen-Sportwagen-Pokal heraus. Nach einer Motorrevision bei Heini Mader in der Schweiz, ging es dann 1979 richtig los“. Wilfried Güllert sammelte 130 Punkte gegen so bekannte Namen wie Horst Deutsch (Toj), Karl-Heinz Conrad (CRS Chevron), Peter Stürtz (Lola BMW), Willy Frenz (Lola) oder die beiden Osella-Piloten Heinz Wengert und Franz Engstler sen. und gewann den Deutschen Sportwagen Pokal 1979, der bei den Bergrennen Dünsberg, Krähberg, Walberg, Schauinsland, Hauenstein, Schaumburg, Augusta (heute Mickhausen) und beim Sauerland-Bergpreis ausgefahren wurde. „Auf Drängen unserer Mutter verkaufte unser Vater den Chevron im Jahr 1983 wieder an Rolf Färber zurück, der damit später Oldtimer-Rennen fuhr und den Wagen irgendwann nach England, an Dr. Robin Harvey verkaufte“, berichtet Peter Güllert weiter. Aktuell steht der Chevron bei wieder Campell Racing und wird von Dr. Harvey bei Oldtimer-Events bewegt. „Ich versuche derzeit alles zusammenzutragen was mit der […]

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