News von der Luxemburger Meister-Gala

29. Januar 2017

Das mondäne Casino 2000 in Bad Mondorf beherbergte am Samstagabend des 21. Januar, ein weiteres Mal das große „Klassentreffen“ des Luxemburger Autosports anlässlich der Soirée du Sport Automobil 2016. Der Automobilclub des Großherzogtum, genauer gesagt die Sportkommission des ACL, bescherte den rund 300 Gästen einen glanzvollen und flotten Abend mit einer Mischung von kulinarischen Raffinessen und den Ehrungen der erfolgreichsten Motorsportler aus den Bereichen Kart, Slalom, Rallye, Rundstrecke und Bergrennen, moderiert von Paul Christ. Als Landesmeister in der Bergmeisterschaft wurde bei den Rennwagen David Hauser gefeiert, der jedoch verhindert war und durch Papa Christian, selbst ehemaliger Berg-Champion, würdig vertreten wurde. Die Formel 3-Piloten Roland Braquet und Leon Linden komplettierten das Podium. Bei den Tourenwagen blieb erstmals Canio Marchione, mit seinem ehemaligen Berg-Cup VW Scirocco, siegreich, knapp vor den beiden Schilling Performance Team-Piloten Charel Valentiny und Team-Oberhaupt Nico Schilling. In der Wahl zum „Autosportler vum Joer 2016“ landete Marcione, der zudem noch den Vize-Titel in der Kart-Meisterschaft „KZ2-Master“ einfuhr, auf Rang drei. Der „Coupe des Dames“, das war schon vor der Verkündung klar, würde diesmal an eine Frau namens Becker gehen. Ivana Becker-Huber, nicht verwandt oder verschwägert mit ihrer Konkurrentin Sandra Becker, ist die neue Titelträgerin. Interessante Gespräche am Rande der Veranstaltung förderten einige Neuigkeiten im Vorfeld der Bergsport-Saison 2017 zu Tage. Das Trio vom Schilling-Performance-Team wird mit weiter verbesserten Tourenwagen in der Vorjahresbesetzung Nico Schilling, Cedric Schilling und Charel Valentiny um das Luxemburger Championat fahren, wobei Letzter mittlerweile den PS-stärkste Wagen des Teams pilotiert. Wo die Reise für David Hauser hin geht, ist indes noch nicht klar. Im Hause Hauser hält man sich noch bedeckt, nachdem die Sondergenehmigung für den 4-Liter Dallara GP2-Rennwagen in der Luxemburger Meisterschaft zwischenzeitlich abgelaufen ist. Nach wie vor befindet sich David im Renningenieursstudium, wo weiter Praktika anstehen. Einer ist dafür auf jeden Fall wieder dabei. Auch mit 78 Jahren plant der rüstige Formel 3-Pilot Leon Linden eine weitere Saison in der Bergmeisterschaft. An Ehrgeiz wird es dem Petinger auch in seinem 55. Motorsportjahr nicht fehlen. Auch der Bergmeister von 2014 Tommy Rollinger, der sich in letzter Zeit mit einem Peugeot S2000 mehr dem Rallyesport zuwandte, weilte unter den Gästen der Gala. Nachdem der Wagenpass seines Osella FA 30 Zytek zwischenzeitlich abgelaufen war, musste der Bauunternehmer sicherheitsrelevante Teile nachrüsten lassen. Wieder mehr Bergrennen mit dem Italienischen „Dampfhammer“ sind eingeplant.

Piaggio Ape als optischer Blickfang fürs 50. Bergrennen

23. Januar 2017

Schon frühzeitig im Herbst 2016 hat der MSC Osnabrück e.V. mit verschiedenen Artikeln die  Werbetrommel für das 50. Int. Osnabrücker Bergrennen, am ersten Augustwochenende 2017, gestartet. Ob die klassischen Kfz-Aufkleber, Magnete, Bonbondosen oder Grillschürzen – alles im Design des Jubiläumsrennens – sorgt bereits jetzt für die verdiente Aufmerksamkeit und erhöht schon frühzeitig die Spannung. Dazu hat sich Holger Maes aus der Rennleitung und Sicherheitschef am Berg etwas Besonderes einfallen lassen: Eine vor kurzem erworbene Piaggio Ape wurde kurzerhand großflächig mit einer tollen Werbung zum Jubiläums-Bergrennen beidseitig beklebt. Bergrennen-Partner Jens Hinrichs, von Hinrichs Licht & Druck, gestaltete zwei wunderschöne und unterschiedliche Motive, zum einen im „Ferrari-Look“ und zum anderen mit Bildern aus den frühen Jahren der Veranstaltung. Die Ape wird in den kommenden Wochen fast täglich im Osnabrücker Südkreis bewegt und wird somit für reichlich Aufmerksamkeit sorgen. Organisationsleiter Bernd Stegmann und Holger Maes, beide mit Grillausrüstung stellten die Ape kürzlich in einem Pressetermin der Öffentlichkeit vor.

Nach Schicksalsschlag kämpft Hermann Waldy mit steilstem Berg

13. Januar 2017

Hermann Waldy, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs erklimmt zurzeit den wohl steilsten Berg seines Lebens. Der Kärntner Motorsport-Evergreeen laboriert seit Wochen an einer inkompletten Querschnittlähmung und befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in der Gailtal-Klinik von Hermagor in der Nähe von Villach. Mit sieben Bergstaatsmeistertiteln, zwischen 2004 und 2016 ist Hermann Waldy Senior der erfolgreichste Rennwagenpilot der Neuzeit in der Österreichischen Bergmeisterschaft. Der Bergrennsport bestimmte seit den beginnenden 1990er Jahren das Leben des mittlerweile 68-Jährigen Feldkirchners. Schon im Jahr 1968 begann seine Motorsportkarriere in einem 1000er Simca auf Rallyepfaden. Über die Disziplinen Autocross und Skijöring fand Waldy schließlich an den Berg. Nach dem dritten Schlussrang in der Berg ÖM des vergangenen Jahres, peilte Hermann Waldy für 2017 eine weitere Saison im weißen Lola B06/51 der Formel 3000 an. Sein Karriereziel, das 50. Motorsportjahr in 2018, ist wenn nicht noch ein Wunder geschieht, kein Thema mehr. Beim Auto-Bergrennen St. Agatha im letzten September wurde er noch fünfter in der Gesamtwertung. Doch wenig später bemerkte Waldy schmerzen in den Beinen, denen Lähmungserscheinungen folgten. Nach der ernüchternden Diagnose inkomplette Querschnittlähmung wird sich Hermann Waldy Senior mindestens noch bis Anfang März 2017 einer langwierigen Reha-Maßnahme in Hermagor unterziehen. Nach einer erst vor kurzem überstandenen Krebserkrankung, mit der er teilweise sogar ins Rennwagencockpit kletterte, ist nun erneut der Kämpfer in Hermann Waldy gefordert. „Es kam aus heiterem Himmel. Es ist einfach schlimm, wenn du von heute auf morgen nicht mehr die einfachsten Dinge erledigen kannst, für Toilette und Dusche Hilfe benötigst“, äußerte sich Waldy in einem Zeitungsinterview. Tagtäglich gilt es für den Formel 3000-Liebhaber ein anstrengendes Rehaprogramm zu absolvieren. „Die Ärzte und das Pflegepersonal kümmern sich aufopferungsvoll um mich, sie leisten unglaubliches“, lobt Waldy. „Aber selbst Aufstehen oder Schritte gehen, schaffe ich im Moment nicht“. Das Schicksal einer inkompletten Querschnittlähmung teilt Hermann Waldy übrigens mit dem Österreichischen Skispringer Lukas Müller. Auslöser der Lähmung war eine Wucherung, die trotz einer gelungenen Operation den Wirbelkörper in Mitleidenschaft gezogen hat und die Nerven schädigte. „Meine Nerven werden ständig geprüft und gereizt“, plaudert Waldy weiter. „Aber – und das sagen alle, ich muss Realist bleiben“. „Bergrennen in Deutschland“ wünscht der sympathischen Berg-Legende der Alpenrepublik auf jeden Fall viel Kraft und Durchhaltevermögen für eine bestmögliche Genesung!

Termine 2017 – British Hillclimb Championship

7. Januar 2017

Die Bergmeisterschaft von Großbritannien feiert in diesem Jahr ihr 70. Jubiläum und ist damit wohl das älteste Bergrennchampionat der Welt. 16 Veranstaltungen, zum Teil als Doppelwertungsläufe, das heißt mit einer Punktevergabe an beiden Tagen, bilden ein Mammutprogramm für die Top-Fahrer der Szene. Die Rennen finden in England, Schottland, Nordirland und den Kanal Inseln statt. Neben der Meisterschaft zählen die Rennen auch zur British Hillclimb Leaders Championship. 22.-23. April 2017 – Prescott 29. April 2017 – Craigantlet 06.-07. Mai 2017 – Harewood 27.-28. Mai 2017 – Gurston Down 10.-11. Juni 2017 – Loton Parc 17.-18. Juni 2017 – Doune 01. Juli 2017 – Barbon Manor 02. Juli 2017 – Harewood 12. Juli 2017 – Bouley Bey (Jersey) 15. Juli 2017 – Val des Terres (Guernsey) 29.-30. Juli – 2017 – Wiscombe Park 12.-13. August 2017 – Shelsley Walsh 26.-27. August 2017 – Gurston Down 02.-03. September 2017 – Prescott 16.-17. September 2017 – Doune 23.-24. September 2017 – Loton Parc

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