Besuch beim Osnabrücker Bergrennen am Uphöfener Berg

27. September 2020

Im August 2017 durften die Veranstalter des Osnabrücker Bergrennens ein großes Jubiläum feiern: Damals fand das in Niedersachsen einmalige Event zum 50. Mal statt. Bergrennen passen tatsächlich nicht gut in dieses flache Bundesland, darum fand diese Veranstaltung im hohen Norden noch keinen einzigen Nachahmer. Auch existiert kein Rennen dieser Art, das noch höher in Deutschlands Norden angesiedelt ist – darum freuen sich vor allem die niedersächsischen Motorsportfans über „ihren“ Uphöfener Berg. Die Geschichte hinter dem Event – Der offizielle Name dieser Veranstaltung lautet „Internationales Osnabrücker ADAC Bergrennen“ und findet nicht direkt in Osnabrück statt, sondern in Borgloh am Teutoburger Wald. Die Strecke misst insgesamt 2,03 Kilometer und verfügt vom niedrigsten Punkt (dem Start) bis zum höchsten Punkt (dem Ziel) über eine durchschnittliche Steigung von ungefähr 3,8 Prozent. Die Aufsicht führt der MSC Osnabrück, ein traditioneller ADAC-Motorsportclub. 1968 gingen die ersten 144 Teilnehmer an den Start, während sich etwa 7.000 Zuschauer versammelt hatten, um dem Geschehen gebannt zu folgen. 1971 erfolgte bereits ein Upgrade, damals durften zum ersten Mal Formel-3-Fahrzeuge den Parcours nutzen. Erst Ende der 70er wurde die Strecke mit doppelten Leitplanken gesichert, um für mehr Sicherheit zu sorgen. 1980 traten erstmals Formel-2-Boliden zum Rennen an, von da an erlebte das Teilnehmerfeld stetige Verbesserungen. Berühmte Rennfahrer traten auf den Plan und sorgten für ein glänzendes Showprogramm. Derzeit liegt der Streckenrekord bei 50,145 Sekunden. Er wird von dem Franzosen Sébastien Petit gehalten, der im Jahr 2018 mit seinem Norma M20FC als Erster über die Ziellinie raste. Der Nervenkitzel nach dem Nervenkitzel – Das Osnabrücker Bergrennen findet traditionell im Hochsommer statt, genau die richtige Zeit für einen Ausflug in den Landkreis Osnabrück. Einige Zuschauer nehmen eine lange Anreise auf sich, nicht nur, um dem Event beizuwohnen, sondern auch, weil ihnen die Stadt und das Umland gefällt. Denn: Nach einem anstrengenden Tag als Zuschauer oder gar als Teilnehmer muss das Vergnügen noch längst nicht zu Ende sein! Am Rande der Osnabrücker Innenstadt lädt die Spielbank Osnabrück dazu ein, einen entspannten Abend zu verbringen. Wie auch schon in einigen der ältesten Casinos der Welt, ist hier vom Pokerspiel über das Roulette bis hin zum Blackjack alles unter einem Dach zu haben. Für den Besuch der Spielstätte empfiehlt es sich, Rennanzug und Straßenkleidung gegen eine elegante Abendgarderobe zu tauschen. Zu den Gästen gehören sowohl die Einheimischen als auch begeisterte Pokerspieler und natürlich die Autofans, die vom Bergrennen direkt hierher strömen. Das Casino bietet mehrmals pro […]

Sébastien Petit siegt erneut im neuen Nova NP 01-4 Turbo-Allrad

24. August 2020

Sébastien Petit hatte für 2020 ein klares Ziel: „Wir wollten das Auto dieses Jahr entwickeln, um dann im nächsten Jahr leistungsfähig zu sein“, erklärte der Osnabrück-Gesamtsieger 2018 und Sieger im FIA Int. Hill Climb Cup 2019 kürzlich im Interview des neuen französischen YouTube-Kanals „InsideHillclimb“. Trotz der Corona-Zwangspause ist der Franzose bereits auf gutem Wege: Beim allerersten Rennen mit seinem neuen Boliden kürzlich im tschechischen Náměšť nad Oslavou siegte er sogleich mit Streckenrekord ebenso wie am vergangen Wochenende im ebenfalls tschechischen Lanskroun. In der französischen Meisterschaft hat dagegen der Meister von 2019, Geoffrey Schatz (Norma M20 FC Turbo), kürzlich beim ersten Lauf am Mont Dore noch die Nase vorn. Der brandneue Nova NP 01-4 ist dennoch vielleicht die größte Sensation der neuen Bergsaison. Nova Proto (ex Norma) und EMAP Motors haben ein Rennsportfahrzeug der Gruppe E2-SC mit Allradantrieb und einem turboaufgeladenen 1750-ccm-Honda-Motor geschaffen. Es liefert 550 PS bei einem Gewicht von 620 kg. Das höhere Gewicht gegenüber seinem alten Norma M20 FC nimmt Sébastien Petit in Kauf, um die Leistung des Turbomotors durch den Allradantrieb bestmöglich auf die Straße bringen zu können. „Die Leistung des Motors auf andere Weise zu nutzen ist eine Wette auf die Zukunft“, sagt er nicht zuletzt im Hinblick auf die Pläne des Automobil-Weltverbandes FIA, die Leistung in den großen Hubraumklassen zu begrenzen. Sébastien Petits Fans in Deutschland sind schon jetzt gespannt, wie er den Nova NP 01-4 beim 53. Int. Osnabrücker Bergrennen 2021 am Uphöfener Berg in Szene setzen wird.

Sieg und Rekord für Merli beim 46. Alpe del Nevegal

10. August 2020

Die italienische Bergmeisterschaft 2020 begann mit dem 46. Alpe del Nevegal-Bergrennen, das von zeitweise mehr als 1.500 Fans online und live verfolgt wurde. Christian Merli gewann auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM aus der Gruppe-E2SS das enge Duell mit Erzrivale Simone Faggioli auf Norma M20 FC Zytek aus der E2SC-Gruppe. Vom Trentiner Merli, dem der bis dato gültige Streckenrekord gehörte, und vom Florentiner Faggioli, der erstmals überhaupt in Nevegal antrat, erwartete Jedermann nicht weniger als neue Rekordzeiten. Faggioli startete mit einer neuen Rekordmarke im ersten Lauf,  in den wie sich erst später herausstellen sollte, langen Tag.  Merli, der Fahrer des Blue City Teams reagierte mit 2’23”01 prompt und verkürzte die Bestmarke um weitere 47 Hundertstelsekunden. Im zweiten Lauf, der sich durch zwei länge Zwischenfälle bis knapp 19 Uhr hinzog, stellte Merli mit einer Zeit von 2’22″66 einen neuen und mindestens ein Jahr gültigen Rekord für die 5,5 km lange Strecke auf. Ein weiterer Osella FA 30 Zytek, aber aus der Mannschaft von Simone Faggioli, schaffte es aufs Podium. Dass Diego Degasperi aktuell die unbestrittene Nummer 3 in Italien ist, bestätigte der Trentiner in seinem einsitzigen Prototyp. “Es war nicht einfach“, sagt Christian Merli in seiner Pressemittteilung. „Faggioli hatte die Startnummer 19, und nachdem wir im ersten Rennen seine Zeit gesehen hatten, war es schwer, konzentriert zu bleiben, bis wir mit der Nummer 1 als letzter an der Reihe waren. Ich konnte es kaum glauben, dass ich diese Zeit geschafft hatte. Streckenrekord und Sieg. Im zweiten Rennen lief alles bestens, und wir haben den Rekord noch einmal verbessert. Ich freue mich sehr und bedanke mich bei meinem Mechaniker Giuliano, meiner Partnerin Cinzia und den Freunden, die mir in den letzten drei Wochen geholfen haben. Nicht zu vergessen auch die Arbeit der Petriglieri-Brüder am Motor, Avon für die Reifen und Osella. Ein toller Team-Erfolg“. „Mit den im Training gesammelten Daten konnten wir gut arbeiten und schnell Fortschritte machen“, kommentierte Faggioli. „Ich freue mich sehr, bei meinem Debüt hier in Nevegal direkt mit Christian kämpfen zu können. Ein Grund dafür war auch die Auswahl von Pirelli, die mir die am besten geeignete Reifenmischung gaben“. In Podiumsnähe gelangte der junge Francesco Conticelli, der aus dem über 1.600 km entfernten Trapani auf Sizilien anreiste. Conticelli wird zusehends mit dem leistungsstarken Osella FA 30 Zytek vertraut und macht deutliche Fortschritte. Hervorragender fünfter Platz für den nächsten Sizilianer Franco Caruso, der erstmals seinen brandneuen Nova Proto […]

Doppelerfolg für Schatz beim Auftakt in Frankreich

9. August 2020

Geoffrey Schatz, der bereits am Samstag das erste Rennen der diesjährigen französischen Bergmeisterschaft auf den Mont-Dore im französischen Zentralmassiv gewann, hat es auch am Sonntag geschafft und das Rennen auf der ehemaligen EM-Strecke gewonnen. Auch wenn zu Beginn des Nachmittags schwere Wolken drohten, verschonte der Regen diese 60. Ausgabe. Wie am Tag zuvor mussten sich die Teilnehmer mit sengenden Temperaturen auseinandersetzen. Schwierige Bedingungen, die Geoffrey Schatz nicht daran hinderten, erneut mit dem aus 2017 von Christian Merli aufgestellten Streckenrekord zu flirten. Der Bruder von Nicolas Schatz fuhr im Norma M20 FC mit Oreca-Turbomotor um 3 Zehntel an die geltende Rekordmarke heran. Geoffrey Schatz festigte so mit zwei Siegen seine Position als Tabellenführer in der Meisterschaft „Sport“. Einen Achtungserfolg erzielte Fabien Bourgeon mit seinem neuen „Baby“. Obwohl der durch die TracKing-Renner bekannt gewordene Konstrukteur und Pilot, ein kleiner Ausrutscher daran hinderte den ersten Lauf in Ziel zu bringen, platzierte er seinen brandneuen Revolt 3P0-Eigenbau (Foto oben) auf dem dritten Platz. Weniger als 8 Zehntel lag Bourgeon am Ende hinter Sébastien Petit, der mit dem brandneuen Allrad-Turbo Nova Proto NP01 mehr und mehr seine Erfahrung umsetzten kann. David Meillon, der am Samstag von einem Kraftstoffdruckproblem eingebremst war, belegte immerhin noch den vierten Platz in seinem Norma V8-4 Liter. Der französische Tourenwagen und GT-Bergmeister von 2017, Pierre Courroye, ist in dieser Saison der Favorit auf der Suche nach einem neuen Titelträger in der Kategorie „Produktion“. Klar ist nach diesem Wochenende, dass der junge McLaren-Pilot sein ganzes Können einsetzen muss, um sich den Titel zu sichern. Die Konkurrenz ist sehr real und personalisiert hauptsächlich von Ronald Garcès. Der bislang nur Insidern bekannte Südfranzose auf seinem Audi R8 LMS (Foto unten) verpasste nur um 7 Zehntel den Sieg. Das Duell zwischen Courroye und Garcès ist also eröffnet und findet am ersten Septemberwochenende in Turckheim seine Fortsetzung. Der Drittplatzierte in dieser Produktionsrangliste ist der Porsche 997 GT2, den Steve Compain von Nicolas Werver mietet. Philippe Schmitter (Renault R.S. 01) belegte den vierten Platz, während die GTTS-Gruppe von Christian Schmitter (Porsche 997 GT3 R) vervollständigt wird. An beiden Tagen dominierte Anthony Dubois die GT Sport Gruppe, indem er seiner Alpine GT4 auf den fünften Rang der Tourenwagen-Gesamtwertung platzierte. In seiner Kategorie liegt er vor Sylvain Caroff im Ginetta und Philippe Marions im Porsche 997 GT2.

Italiener eröffnen Bergmeisterschaft in Nevegal

6. August 2020

Das 46. Bergrennen „Alpe del Nevegal“ wird am kommenden Wochenende die Italienische Bergmeisterschaft 2020 eröffnen. Das von Tre Cime Promotor vom 7. bis 9. August organisierte Rennen im Belluno bildet durch Corona den verspäteten Startschuss dieser wichtigen Meisterschaft in Europa. Die italienische Sport Federation ACI musste das Championat nach dem ausbrechen der Pandemie erheblich umgestalten. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ist die Veranstaltung nicht öffentlich. Das gesamte Wochenende kann jedoch online auf der Website www.acisport.it auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/CIVelocitaMontagna sowie auf der Website der Organisation https://cronoscalatanevegal.com verfolgt werden,  auch in direktem Streaming. Das Rennen ist dank sorgfältiger Arbeit der Organisatoren garantiert, da die Veranstaltung an die geltenden Bestimmungen angepasst und daher grünes Licht von den örtlichen Behörden gegeben wurde. Dem entsprechen groß ist der Zuspruch an Teilnehmern. Rund 200 Fahrerinnen und Fahrer haben sich registriert, darunter auch die beiden Deutschen Mario Minichberger mit seinem potenten BMW 2002 16V und VW Golf-Pilot Valentin Schneider, der unter österreichischer Lizenz antritt. In der Landesmeisterschaft starten in Venetien viele prominente Namen wie, Angelini, Berto, Bicciato, Faggioli, Iaquinta, Loconte, Loffredo, Lombardi, Merli, Migliuolo und Nappi  um nur einige Jungs zu nennen. Dazu kommen aus der EM-Szene Bormolini, Napione, Degasperi die sich zusammen mit Merli und Faggioli zwischenzeitlich bei Bergrennen in Kroatien in Form gehalten haben. Dazu kommen drei Wolf Thunder GB 08 mit 1000 ccm Aprilia-Motoren, aus der italienischen Prototypen-Rundstreckenmeisterschaft, mit  Enrico Zandonà, Damiano Schena und Friedrich Paller. „Fangen wir an und respektieren die Regeln“, sagt Topfavorit Christian Merli. „Ein Rennen hinter verschlossenen Türen spiegelt ein ganz besonderes, schmerzhaftes, unerwartetes Jahr mit der Pandemie. Sponsoren sind von der Krise betroffen und ich danke denen, die mich unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Saison beenden können. Dies würde bedeuten, dass sich die gesundheitliche Situation deutlich verbessert. Es ist ein schwieriges Jahr für alle“. Der Rennkalender der CIVM 2020 wird bis Mitte November somit sieben Rennveranstaltungen umfassen. Der Süden Italiens sollte auch im Spätherbst noch gute Wetterbedingungen ermöglichen und so doch noch einen Italienischen Landesmeister 2020 hervorbringen.  Hier die restlichen Termine die auf das Bergrennen von Alpe del Nevegal folgen: 22./23. August – 55. Trophy Luigi Fagioli Gubbio (Umbrien) 29./30. August – 58. Svolte di Popoli (Abruzzen), 12./13. September – 59. Alghero Scala Piccada (Sardinien) 03./04. Oktober – 43. Cividale Castelmonte (Friaul) 24./25. Oktober – 62. Monte Erice (Sizilien) 14./15. November – 25. Luzzi Sambucina (Kalabrien)

Stromer im Motorsport auf dem Vormarsch

3. August 2020

Motorsport macht Spaß, das können vor allem diejenigen bestätigen, die den Sport selbst ausüben. Ohne laute Motorgeräusche, quietschende Reifen und Menschengegröle können wir gar nicht von Motorsport sprechen. Allerdings scheint es, dass diese Art von Motorsport schon bald von einer anderen, neuen Form abgelöst wird – der Formel-E. Anstatt Benzingeruch stehen nun Volt an der Tagesordnung und der Motorensound wird von einem leisen Surren abgelöst. Aber was hat es eigentlich genau mit dieser neuen Sportart auf sich? Was ist die Formel-E? Bei der Formel-E handelt es sich im groben Sinne um eine Rennserie für Formelwagen, die über einen Elektromotor verfügen. Das Wort Formel stammt vom Formelsport, einer Kategorie des Motorsports, die die Leistungsfähigkeit der einzelnen Fahrzeuge mithilfe von technischen Regeln festlegt. Derzeit gibt es zwölf Formel-E-Teams die mit insgesamt 24 Fahrern in diversen Großstädten der Welt antreten. Anders als bei einer normalen Formel-1 finden die Rennen nicht auf herkömmlichen Strecken statt, sondern auf abgesteckten Routen, die sich mitten in der Großstadt befinden. Rennwagen mit Elektromotor Zwar sehen Rennwagen im E-Sport den herkömmlichen Flitzern sehr ähnlich, sind jedoch weitaus futuristischer designt. Auch der Sound, den die Fahrzeuge von sich geben, ist nicht mit lautem Motorgeheul vergleichbar. Ganz im Gegenteil: Der laute Motor wird hierbei durch ein elektronisches Surren ersetzt. Formel E-Rennwagen schaffen mittlerweile eine Leistung von bis zu 250 kW, das sind in etwa 335 PS. In nur 2,8 Sekunden beschleunigen sie von 0 auf 100 km/h. Anschließend sind Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h möglich. Ähnlich wie im normalen Straßenverkehr ist natürlich auch die Reichweite der Elektroautos im Rennsport ein großes Thema. Die Akkus halten mittlerweile deutlich länger als noch in den ersten Jahren der Formel-E. Während zu Beginn die Autos noch mitten im Rennen gewechselt werden mussten, ist heutzutage eine weitaus längere Renndistanz möglich. So sollte auch angemerkt werden, dass regelmäßig umfangreiche Tests durchgeführt werden, damit auch wirklich sichergestellt werden kann, dass alle Komponenten des E-Autos miteinander kompatibel sind. Auch beim anspruchsvollen Pikes Peak Bergrennen wurden diverse Tests auf die Anforderungen des Lebenszyklus durchgeführt, die sogar alle Erwartungen übertroffen. Formel-E birgt größere Risiken Allerdings ist nun besonders der sicherheitstechnische Aspekt ein vollkommen anderer und muss nach wie vor noch weiter ausgebaut werden. Neben den Risiken eines Unfalls bei einem Formel-1-Rennen birgt die Formel-E weitaus größere Gefahren. So ist nicht nur die Stromschlag-Gefahr nach einem Fahrzeugbrand weitaus höher, sondern auch die Selbstzündung des Fahrzeuges. Abgesehen davon können im schlimmsten Fall sogar Giftgase austreten, die […]

Zweibrücken wird im September zum Motorsport-Mekka

25. Juli 2020

Der ehemalige Militär- und Verkehrsflugplatz im westpfälzischen Zweibrücken erfährt im September 2020 eine motorsportliche Aufwertung der besonderen Art. Mit freundlicher Unterstützung der TRIWO AG, dem Besitzer des Areals, locken zwei Rennsportveranstaltungen nach den großen Einschränkungen der Coronakriese mit jeder Menge Fahrspaß für Besitzer unterschiedlichster Rennfahrzeuge und einer lange vermissten Racing-Atmosphäre für die Besucher. Die Konzepte beider Veranstaltungen sind recht unterschiedlich, es wird jedoch vielen Interessierten möglich sein bei beiden Events an den Start zu gehen und endlich seinem geliebten Rennvehicle wieder einmal den nötigen Auslauf zu geben. Beginnen wird am 04./05. September ein „Motorsport-Festival“ bei dem Formel Fahrzeuge, Tourenwagen sowie Renn-und Sportwagen präsentiert und im Wettkampfmodus gefahren werden. Drei Wochen später erinnert die Klassik-Veranstaltung „Historisches Flugplatzrennen Zweibrücken“ an das frühere Rennen zur Super-Tourenwagen Meisterschaft (STW), als reine Gleichmäßigkeitsprüfung und Präsentationsfahrt für klassische und historische Zwei- und Vierräder. Eine gültige Fahrerlizenz (z.B. DMSB) wird einem bei beiden Anlässen nicht abverlangt. Motorsport-Festival am 04./05. September 2020: Seit 2001 wird der Mythos Sportwagen von Veranstalter Wolfgang Fousek mit Events im süddeutschen Raum gelebt, gezeigt und gefahren. Beispielsweise die „Chiemgau Motorzone“ bei Seebruck am Chiemsee ist den Sportwagenenthusiasten ein Begriff. Um diese und viele andere Boliden auch im Rennsport einzusetzen, erweitert Fousek nun sein Programm mit „Racing“ in Zweibrücken! Wie Ende September beim Flugplatzrennen an gleicher Stelle bekommen auch die Old- und Youngtimer ein eigenes Feld, hier unter Rennbedingungen. Geplant ist zudem ein Lauf der Tourenwagen-Classics mit den wunderbaren Tourenwagen der alten DTM und STW. Weiter bekommen Super-Sportwagen wie McLaren, Porsche, Lamborghini, Maserati oder Ferrari ihren Spielraum auf dem Zweibrücker Flugplatzrundkurs genauso wie ein Feld mit Formel-Rennwagen und Sportprototypen. Willkommen sind weiter Rennserien, Clubs und Vereine. Parallel findet auf dem weitläufigen Gelände eine „Rallye-Demo“, ganztägig organisiert vom MSC Schiffweiler statt, sodass die Rallye-Zunft ebenfalls mit von der Partie sein kann. Der saarländische ADAC-Ortsclub ist auch Teil der Gesamtorganisation. Initiator Wolfgang Fousek reiste bereits mehrfach zu Gesprächen mit Institutionen und Behörden in die Westpfalz, sodass die Ampel für eine reine Rennsportveranstaltung mit einer festgelegten Zuschaueranzahl auf grün steht. „Aufgrund der in diesen Zeiten nicht hundertprozentigen Planungssicherheit, werden wir dieses Jahr einen „Test-Tag“ mit Einstellungsfahrten organisieren, eine offizielle Zeitnahme von Veranstalterseite ist dieses Jahr noch nicht möglich. Bei erfolgreicher Durchführung planen wir für 2021 richtiges „Airport-Racing“ in Zweibrücken und zusätzlich auf den Flugplätzen Pferdsfeld im Hunsrück und in Oberpfaffenhofen bei München“, so Fousek. „In Gruppen von GT-Fahrzeugen über Formel Boliden bis zum Supersportwagen präsentiert sich ein […]

Tourenwagen Legenden – Hoffnung auf 2021 am „Uphöfener Berg“

14. Juli 2020

Es sollte ein absolut neuer Höhepunkt im ohnehin attraktiven Programm des 53. Int. Osnabrücker Bergrennens am 1./2. August werden, doch ein Virus machte dem MSC Osnabrück und den Aktiven der Tourenwagen Legenden leider einen Strich durch die Rechnung. Da das Rennen auf den 7./8. August 2021 verlegt wurde, hoffen nun die Verantwortlichen sowohl des Veranstalters als auch der äußerst beliebten Serie, die bereits einen freundschaftlichen Kontakt pflegen,  dass der Terminplan im kommenden Jahr „passt“ und die spektakulären Ex-DTM-Fahrzeuge, STW und anderen Tourenwagen der 80er und 90er am „Uphöfener Berg“ dabei sein können. Dabei wird dann auch der im Osnabrücker Land bestens bekannte und beliebte Schauspieler Norbert Heisterkamp sein, der bereits in 2020 nach einjähriger Pause wieder auf den Berg „brannte“; schließlich ist er bei den Tourenwagen Legenden in dieser Saison mit einem Ex-DTM Mercedes 190 aktiv dabei. Ganz aktuell hat die Top-Serie ihren Rennkalender für 2020 herausgegeben. Am 24./25. Juli geht es Hockenheim verspätet in die verkürzte Saison. Sieben Veranstaltungen stehen im Spätsommer und Herbst noch auf dem Programm. Inwieweit die Rennen allerdings von Zuschauern besucht werden können, wird jeweils rechtzeitig bekanntgegeben (www.tourenwagen-legenden.de). So hoffen alle Beteiligten, dass es am 7./8. August 2021 zu dem besonderen Treffen der Tourenwagen Legenden mit den vielen Fans der einmaligen Rennboliden der Ex-DTM, STW und anderer renommierter Serien der 80er und 90er beim 53. Int. Osnabrücker Bergrennen kommt.

Arlberg-Bergslalom: 10 Deutsche starten in ungewisse Saison

5. Juli 2020

Am Wochenende des 10. – 11. Juli 2020, also am Freitag und Samstag dieser Woche,  gastiert der Vorarlberger Drytech Race Automobil Cup zusammen mit verschiedenen Sondergruppen am berühmten Arlberg zu einem Berg-Slalom. Stuben am Arlberg ist mit seiner hochstehenden Gastronomie und Hotelerie der Startort mit Fahrerlager zum Rennen auf den Arlberg Pass. Die Veranstaltung auf Clubsportniveau ist eine von sehr wenigen Rennen am Berg, die aktuell in Mitteleuropa bereits wieder stattfinden. Dem entsprechend groß war der Ansturm an „Fahrwilligen“, auch aus der Deutschen Bergrennszene hatten sich zahlreiche Piloten registrieren lassen, aber nur 10 Akteure aus dem KW Berg-Cup, der GLPberg und der Berg DM wurden schlussendlich angenommen. Für 190 mögliche Startplätze, hatten sich 315 Interessenten angemeldet. Leider konnte der ausrichtende Renn-Rallye-Club Vorarlberg  125 Anmeldungen nicht annehmen. Die Arlberg Passtrasse ist eine der wichtigsten Verbindung zu Österreichs Osten, mit entsprechend hohem Verkehrsaufkommen.  Kurioserweise  kann die Strecke  für die Rennläufe nur jeweils 15 Minuten gesperrt werden,  danach muss der angestauten Individualverkehr durchlassen werden. Die Gruppengröße und das gesamte Teilnehmerfeld ist dadurch stark eingeengt. Zudem sind die Plätze im Fahrerlager in Stuben limitiert und zusammen mit den Covid-19 Maßnahmen wird auch nicht um Zuschauer geworben. Pro Tag gibt es ein abgeschlossenes Rennen, mit eigener Preisverteilung am Abend. Eines am Freitag, 10. Juli und eines am Samstag, 11. Juli 2020. An beiden Tagen werden in 3 kleinen Gruppen mit maximal 50 Fahrzeugen, alle Läufe sofort hintereinander ausgefahren. 2 Trainingsläufe und 4 Wertungsläufe, unterbrochen lediglich für kurze Öffnungszeiten der Straße für den normalen Verkehr. Hier die deutschen Starter in alphabetischer Reihenfolge: Hans-Joachim Brett (BMW Z4), Pascal Ehrmann (Peugeot), Jürgen Frommknecht (Radical), Günter Hoor (Porsche), Mario Minichberger (BMW 2002 16V), Richard Rein (Ford Capri), Walter Voigt (VW Polo), Franz Weissdorn mit Fragezeichen (VW Polo), Alexander Wolk (VW Golf) und Oliver Zierl (Citroen Saxo). Mit um die jeweiligen Tagessiege kämpfen sicherlich die einheimischen Patrick Nickel im ex-Sebastian Schmitt Opel Kadett und Lucas Boric im TracKing. Weitere Infos unter www.rrcv.at

Auch Portugiesische Bergmeisterschaft läuft wieder an

4. Juni 2020

Noch in diesem Monat nehmen die Portugiesen ihre Bergmeisterschaft wieder auf. Zwischen Ende Juni und Ende Oktober wurden fünf Veranstaltungen der „Campeonato Portugal Montanha“ terminlich neu angesetzt. Da vor den Corona-Beschränkungen bereits zwei Bergrennen gelaufen sind, leider auch mit einem tödlichen Unfall (BiD berichtete), wird nach aktuellem Stand einen Portugiesischen Berg-Meister des Jahres 2020 gekürt werden können. Das im Frühjahr erstmals als EM-Lauf vorgesehene Rennen von Boticas findet nun Ende September statt und auf dem ursprünglichen Hill Climb Masters-Termin, dem 10./11. Oktober werden auf der ehemaligen EBM-Strecke von Serra da Estrela die Motoren angelassen. 27./28. Juni 2020 – Arrabida 25./26. Juli 2020 – Caramulo 26./27. September 2020 – Boticas 10./11. Oktober 2020 – Serra da Estrela 24./25. Oktober 2020 – Penha

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