Hoher Sachschaden bei Brand in Steinbach

23. November 2017

Nur wenige Tage nach der glanzvollen Meisterschaftsfeier der diesjährigen Berg-Europameisterschaft,  inklusive der Deutschen Bergmeisterschaft, die von der RSG Altenteiner-Oberland ausgerichtet wurde und ein Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte war, traf ein Tiefschlag den Veranstalter des ADAC Glasbachrennens in Thüringen. In der Nacht vom 19. auf den 20. November stand eine Lagerhalle im Ortskern von Steinbach in hellen Flammen. Der Hallenkomplex, der sich gleich unterhalb des neuen Multifunktionsplatzes befindet, wurde von der RSG Altenteiner-Oberland genutzt. Zwölf PKW, darunter auf Rennfahrzeuge von Vereinsmitgliedern wurden ein Raub der Flammen. Das Feuer wütete vor allem im hinteren, von der Straße abgewandten Teil des Gebäudes, das beim ADAC Glasbachrennen auch als Fahrerlager und KfZ-Werkstatt genutzt wird. Nach der Alarmierung der Feuerwehr gegen 18 Uhr, dauerten die Löscharbeiten bis ein Uhr in der Nacht an. Zeitweise waren bis zu 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, doch der Schaden ist immens. Mit zerstört wurde auch eine Photovoltaikanlage, sodass der finanzielle Schaden auf über 400.000 € beziffert wird. Dazu kommt der ideelle Schaden. Die Brandursache ist noch unklar. Die Behörden ermitteln.

Termine 2018: Italienische Bergmeisterschaft

5. November 2017

Die Campionato Italiano Velocità Montagna (CIVM) wird in der kommenden Saison 2018 mit einigen Neuheiten aufwarten. Zwei Neulinge umrahmen die Meisterschaft. Der Saisonstart erfolgt Anfang Mai ganz im Norden mit dem Bergrennen von Alpe Nevegal im Belluno. Das CIVM-Finale steigt erst Mitte Oktober beim Rennen Luzzi Sambucina im Süden des Stiefels. Zuvor finden auf Sizilien innerhalb einer Woche zwei Läufe statt. Alle drei Schlussveranstaltungen sind aufgewertet durch den Multiplikator 1,5. Die Termine der 12 CIVM-Bergrennen wurden bereits genehmigt und müssen noch vom italienischen Motorsportverband endgültig bestätigt werden. 05./06. Mai 2018 – 44^ Alpe del Nevegal (BL) 26./27. Mai 2018 – 49^ Verzegnis Sella Chianzutan (UD) 09./10. Juni 2018 – 61^ Coppa Selva di Fasano (BR) 23./24. Juni 2018 – 57^ Coppa Teodori (AP) 30.06./01. Juli 2018 – 68^ Trento Bondone (TN) 21./22. Juli 2018 – 8^ Salita Morano Campotenese (CS) 04./05. August 2018 – 28° Trofeo Scarfiotti (MC) 18./19. August 2018 – 53° Trofeo Luigi Fagioli (PG) 01./02. September 2018 – 36^ Pedavena Croce d’Aune (BL) 15./16. September 2018 – 60^ Monte Erice (TP) Faktor 1,5 22./23. September 2018 – 64^ Coppa Nissena (CL) Faktor 1,5 13./14. Oktober 2018 – 23^ Luzzi Sambucina (CS) Faktor 1,5

Berg- und Tuninglegende Günther Gabat verstorben

25. Oktober 2017

Nur knapp vier Wochen nach der Todesnachricht von Hermann Waldy, verstarb jetzt mit Ing. Günther Gabat eine weitere Bergrennsport-Legende Österreichs. Noch am 7. August diesen Jahres feierte der Aichfelder seinen 80zigsten Geburtstag. Günther Gabat war 40 Jahre im Motorsport aktiv und sowohl auf der Rundstrecke als auch am Berg einer der erfolgreichsten steirischen Motorsportler auf vier Rädern. In den 1970er bis Mitte 80er Jahren steuerte Gabat Senior Renntourenwagen der Marke BMW, bevor er 1987 zu Ford wechselte und dabei blieb. Die Ford Sierra und Escort-Modelle, meist vom Typ Cosworth, waren durchweg schwarz lackiert, was sein Markenzeichen war. Neben dem internationalen Bergrennsport war Günther Gabat auch im Bergrallye-Cup sehr aktiv, wo er in den Jahren 2000 und 2008 zu Meisterehren kam. Zwei Mal war der Begründer von Ing. Gabat Tuning auch Österreichischer Vize-Staatsmeister im Bergrennsport. Das war 2001 und 2002. Sein letztes Rennen fuhr Gabat im Jahr 2013 am Rechberg. Nach seiner aktiven Laufbahn galt sein ganzes Engagement dem Tuningbetrieb in St. Stefan ob Leoben im Ortsteil Kaisersberg, den seinem Sohn Ing. Andreas Gabat zwischenzeitlich übernommen hatte. R.I.P. Günther!

Daniel Donkels on top!

22. Oktober 2017

Mit Daniel Donkels können wir einen neuen Meister in der Kategorie Sportwagen der Luxemburger Bergmeisterschaft feiern, der sich von klein auf nach vorne gekämpft und mit bescheidenen Mitteln in dieser Saison tatsächlich Großes geleistet hat. Im Motorsport mangelt es nicht an Angebern, die es nur wegen einem endlos scheinenden Budget weit nach oben schaffen. Daniel Donkels ist das genaue Gegenteil, er verkörpert den jungen ehrgeizigen Kerl, der sich schon immer für schnelle Autos begeistert hat und mühevoll seinen Weg gegangen ist, und das ohne viel Geld. An der Seite seines Vaters besuchte er Autorennen soweit er zurückdenken kann, jedes Wochenende konnte man die Beiden auf einer Rennstrecke, bei einem Bergrennen oder einer Rallye antreffen. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet Daniel Donkels Spa-Francorchamps als seine „zweite Heimat“. Die Piloten waren die Helden in seinem Leben und wenn er mit ihnen ein Wort wechseln konnte, dann war dies ein unvergessliches Erlebnis. So wie der Umstand, dass der leider viel zu früh verstorbene Camille Justen unseren Protagonisten beim Bergrennen in Laroche (B) von der Zielankunft in seinem Opel Calibra runter in eine Kurve mitnahm, wo der Knirps dann den nächsten Lauf verfolgen konnte. Einmal im Rennauto sitzen und sich die Strecke, wenn auch verkehrt herum, anschauen, das war schon was! Mit 13 Jahren fing er mit dem Kartfahren an, zuerst allerdings nur auf gemieteten Untersätzen. Zwei Jahre später kaufte er von seinem Ersparten den ersten Zweitakter. Kaum hatte der am 7. September 1985 geborene Daniel den Führerschein erworben, wurde die Peugeot Driving Academy in Malmedy besucht. Durch Vermittlung von Patrick Gassmann, der in belgischen Rennsportkreisen kein unbeschriebenes Blatt ist, schaffte es Daniel Donkels zum ersten richtigen Autorennen, 2007 bei den 25h Spa im VW Fun Cup, wo sein deutsches Team Platz 25 unter 170 Startern belegte. Zusammen mit seiner Partnerin Sandra Becker erfolgte dann der Kauf des ersten richtigen Rennwagens, einem BMW E36 318is. Seinen Privatwagen, einen Clio 3 RS, baute er zwei Jahre später nach Gruppe N-Reglement um, womit sie sich dann sowohl an der Berg- als der Slalom-Meisterschaft beteiligten. Kurz darauf bestritt er zusammen mit Sandra die erste Rallye und zwar die Éisleck, was für den Moestroffer gewissermaßen ein Heimspiel war. Seine Karriere verfolgte er weiterhin in kleinen Schritten, so wie es ihm sein Budget erlaubte. Als nächstes folgte der Kauf eines Renault Clio 3 Cup. Leider währte das Glück nicht lange, denn Regeländerungen bewirkten, dass der Clio in die Gruppe E1 […]

VW-Werkseinsatz beim Pikes Peak Bergrennen

19. Oktober 2017

Volkswagen Motorsport entwickelt derzeit einen 100% elektrischen Prototyp für die nächste Ausgabe des Pikes Peak Bergrennens in den USA, die am 24. Juni 2018 über die Bühne gehen wird. Das Ziel des überraschenden Projekts wird sein, mindestens den Streckenrekord für die elektrische Kategorie zu schlagen, die aktuell von Rhys Millen  in einer Zeit von 8 Minuten und 57 Sekunden gehalten wird. Die letzte Teilnahme der Wolfsburger an diesem legendären Bergrennen liegt genau 30 Jahre zurück. Damals war es der zweifach motorisierte VW Golf, der jedoch die Erwartungen der VW-Ingenieure nicht erfüllte. Das heißt aber, Volkswagen Motorsport ändert ein Stück weit seine Ausrichtung im automobilen Rennsport und kommt mit großen Ambitionen an den Pikes Peak zurück. Informationen zum Piloten der im Cockpit des VW-Prototypen beim kommenden „Race tot he Clouds“ Platz nehmen wird, gibt es noch keine.

Manfred Lewe feiert einen Riesenerfolg!

18. Oktober 2017

Mit dem diesjährigen Gesamtsieg der Hankook Cup-und Tourenwagen-Trophy feiert Manfred Lewe, langjähriges Mitglied im MSC Osnabrück und ehemaliger KW Berg-Cup Pilot, den wohl größten automobilsportlichen Erfolg seiner Karriere. Am letzten Wochenende, bei den beiden Rennen am Nürburgring im Rahmen der ADAC Westfalen Trophy wurde er zweimal Klassensieger und sicherte sich damit die Gesamtwertung 2017 mit seinem Seat Leon WTCC. Zu Lewe´s Sieger-Team gehören auch einige Helfer, die am Berg bekannt sind wie zum Beispiel Frank Brügge mit seinem Junior sowie „Siggi“ vom Team Ruwe. Beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen im vergangenen August ging der Unternehmer und Spediteur noch einmal, und nach eigenen Angaben zum letzten Mal bei einem Bergrennen an den Start, sicherte aber gleichzeitig zu, seine enge und freundschaftliche Verbindung zu Deutschlands nördlichster Bergveranstaltung fortzusetzen. Übrigens, auf Rang zwei der Jahresendwertung der Hankook-Trophy landete mit dem Pfullinger Sascha Faath ein weiterer, ehemaliger Aktiver aus dem KW Berg-Cup. Faath pilotierte in diesem Jahr einen BMW M3 WTCC. Zwischen 2007 und 2010 war er mit seinem Opel Kadett C im Bergrennsport aktiv.

Die Bernina Gran Turismo 2017 verlangte Teilnehmern alles ab

11. Oktober 2017

Die Bernina Gran Turismo hat auch in diesem Jahr wieder einmal auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen, dass Bergrennen einfach zu den Schweizern gehören, wie es auch beim Käse der Fall ist. Dabei sind nicht nur für die Fahrer Attraktionen wie schöne Landschaften ein waschechtes Highlight der Saison, sondern natürlich auch für die Zuschauer des Events. Die Abnahme der Rennwagen fand dieses Jahr erstmalig vor dem Kempinski Grand Hotel statt. Die Bernina Gran Turismo dieses Jahres ist mittlerweile schon wieder Geschichte, denn sie fand vom 22. bis zum 24. September statt. Charakteristisch für dieses Event ist vor allem die atemberaubende Kulisse der Schweizer Berge, durch die die Teilnehmer geleitet werden. Auch mit Wetterumschwüngen müssen die Fahrer dabei rechnen und die äußeren Bedingungen zum Beispiel bei der Anfahrt von Kurven berücksichtigen: Die Bernina Gran Turismo fand 2017 schon zum dritten Mal statt Einer der Teilnehmer fuhr einen Ferrari 250 Auch der Lancia Fulvia Fanalone zog die Blicke auf sich Ziel des Rennens, bei dem die Fahrer den Berninapass hochfuhren, war die hoch oben gelegene Passhöhe. Die Strecke war insgesamt 5,7 Kilometer lang und führte unter anderem auch einen Jaguar C-type und einen Ford GT 40 hinauf zum Ziel. Abgesehen davon, dass die Abnahme der Rennwagen, die immer im Fokus des Interesses liegt, in diesem Jahr erstmalig vor dem prestigeträchtigen Kempinski Grand Hotel vollzogen wurde, stand auch bei dem einen oder anderen Buchmacher die Frage im Mittelpunkt, wer denn gewinnen würde. Mittlerweile ist es normal, dass auf den Ausgang von Rennveranstaltungen Tipps abgegeben werden können. Mybet und andere Sportwettenanbieter passen für die Kunden dementsprechend immer häufiger ihre gesamte Angebotspalette an. Geschichtlicher Rückblick reicht weit bis ins Jahr 1929 zurück: In Bezug auf die Bernina Gran Turismo ist vor allem beeindruckend, dass bereits im Jahre 1929 die ersten Bestrebungen dahingehend stattgefunden haben, in dieser Hinsicht etwas anzubieten. Auf die Initiative von manchen Pionieren im Tourismus hin wurde in diesem Jahr nämlich erstmalig die „Internationale Automobilwoche St. Moritz“ veranstaltet. Auch zu dieser Zeit war der Kern der Woche das bekannte „Bernina Bergrennen“. Zum damaligen Zeitpunkt war es mit einer Distanz von stolzen 16,5 Kilometern aber noch weitaus anspruchsvoller, sodass auch legendäre Fahrer wie Hans Stuck von der Strecke äußerst angetan waren. Dieser war auf einem Austro-Daimler unterwegs, wobei sein Widersacher Louis Chiron mit einem Bugatti versuchte, das Rennen zu gewinnen. Zu der Automobilwoche gehörte damals aber auch noch das sogenannte „Kilometerrennen“Der Start und das Ziel […]

19. Int. Jochpass Memorial von Hindelang nach Oberjoch

5. Oktober 2017

Die Motoren dröhnen wieder: Von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. Oktober, finden das 19. Int. Jochpass Memorial, also das Bergrennen, und die Historic Rallye durch das Allgäu und Tirol statt. Als letzte große Veranstaltung im Oldtimerjahr ist vor allem das „Jochrennen“ zu einer festen Größe für Motorsportbegeisterte geworden. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde am Oberjoch der Deutsche Lauf zur Berg-Europameisterschaft ausgefahren, bis später die Oldtimer die Renntradition an diesem Ort wieder aufleben ließen. In diesem Jahr wird es sogar eine VIP-BergTrophy geben. Schon seit 1924 war das Oberjochrennen ein Erfolg und ist heute, nach dem Wiederaufleben in Form einer Gleichmäßigkeitsprüfung im Jahre 1999, eine feste Größe im OldtimerVeranstaltungskalender. Beweist doch der starke Besucherandrang und die immer größer werdende Zahl der Teilnehmer, dass besonders im Allgäu für das Jochpass Memorial ein erhebliches Interesse besteht. So finden jedes Jahr tausende Besucher ihren Weg zur Strecke im Ostrachtal, um sich die historischen Fahrzeuge aus der Nähe ansehen zu können. Über 100 Kurven: Der Jochpass zwischen Bad Hindelang und Oberjoch ist die höchstgelegene deutsche Bundesstraße. Sie ist außerdem die kurvenreichste Pass-Straße Deutschlands. 6,4 km lang, 400 Meter Höhenunterschied und 105 Kurven. Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung geben sich die Fahrer vor dem Start eine Zeit vor, in der sie die Bergstrecke bewältigen wollen. Dazu haben sie über mehrere Läufe die Gelegenheit. Wer am Ende am nächsten an dieser Zeit ist, gewinnt! Am Samstag und Sonntag startet das Jochpass Memorial, also das Bergrennen, ab 8.30 Uhr und wird jeweils bis ca. 18 Uhr dauern. Dieses Mal stammt das älteste Motorrad aus dem Jahr 1934, eine Rudge Ulster mit 30 PS. Das älteste Auto sogar aus dem Jahr 1925, ein Bentley 3L Chassis 1157 mit 350 PS. Mit dem Sponsor Bentley werden neben den historischen Bentleys, auch Rennfahrzeuge zu sehen sein. Die Rennfahrer stehen den Zuschauern für Autogramme zu Verfügung. Am Freitag, 6. Oktober, wird die Historic Rallye durch das Allgäu und das benachbarte Tannheimer Tal gegen 16 Uhr vor dem Festplatz, dem Hindelanger Busbahnhof, erwartet – nach etwa 200 Kilometern Fahrt! Bei der Rallye müssen die Teilnehmer mithilfe einer Streckenbeschreibung den richtigen Weg finden – das wird durch Durchfahrtskontrollen überwacht – und bestimmte Prüfungen bestehen, wie etwa das genaue Einhalten vorgegebener Zeiten. Dabei kommt es nicht auf Höchstgeschwindigkeiten, sondern Geschicklichkeit an. Auf’s Joch in 3 Minuten: Am Festplatz gastieren ehemalige Rennfahrer wie Fredy Amweg und Walter Pedrazza. Amweg hält seit 1986 den Streckenrekord mit 3.08.26 […]

Vier-Kampf der Meister in St. Agatha

25. September 2017

Das diesjährige Bergrennen St. Agatha war ein Bergrennsportfestival der Extraklasse. Dafür sorgte nicht nur dass international hochkarätige Starterfeld, sondern die auch zahlreich erschienen Zuseher. Diese sorgten für eine großartige Atmosphäre bei diesem Bergklassiker in Oberösterreich. Zudem hatte das Veranstalterteam vom MSC Rottenegg auch mit dem Wetter das Glück auf ihrer Seite, blieb es doch am gesamten Wochenende trocken. Im Kampf um den Gesamtsieg war auch in diesem Jahr der italienische Ausnahmekönner und Vize-Europameister Christian Merli nicht zuschlagen. Mit seinem Osella FA30 Fortech konnte er bereits im Training mit herausragenden Zeiten überzeugen, ehe er im 1. Rennlauf seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr regelrecht pulverisierte. Im 2. Rennlauf legte der Osella-Pilot nochmals nach und korrigierte den Streckenrekord schlussendlich um über 1sec. nach unten. Auf den ersten Verfolgerplatz konnte er somit einen Vorsprung von 5,5sec. herausfahren. Um diesen gab es einen elektrisierenden Dreikampf, welchen am Ende der neue französische Bergmeister Sebastien Petit knapp für sich entscheiden konnte. Nachdem er mit seinem Norma M20FC Mugen im 1. Rennlauf nur auf den vierten Platz lag, konnte er im entscheidenden Rennlauf nochmals kräftig zulegen und so noch auf den zweiten Rang im Gesamtklassement nach vorne fahren. Mit einem hauchdünnen Rückstand von 0,3sec. ging der letzte Platz auf dem Podium an den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik, der mit seinem top-aktuellen Norma M20 FC Mugen eine weitere herausragende Vorstellung ablieferte und exzellente Zeiten erreichte. Jedoch haderte er im 2. Rennlauf ein wenig mit der Elektronik, womit er sich im Gegensatz zum Franzosen nicht mehr weiter steigern konnte. Mit weiteren 0,07sec. Rückstand ging der vierte Platz im Gesamtklassement an den neuen Schweizer Bergmeister Marcel Steiner, der erstmals in Österreich seinen selbst weiterentwickelten LobArt LA01 Mugen an den Start brachte und mit diesem Boliden ebenfalls begeistern konnte. Mit seiner beherzten Fahrweise konnte er den zahlreich erschienen Zuschauer imponieren. Die Top 5 komplettierte der Tscheche Dusan Neveril mit seinem einmalig klingenden Norma M20 FC Judd, der mit einer exzellenten Vorstellung überzeugen konnte und eine ebenfalls tolle Show beim diesjährigen Bergrennen St. Agatha ablieferte. Dahinter folgte auf dem sechsten Gesamtrang der Vorarlberger Christoph Lampert, der eine exzellente Performance mit seinem 2-Liter Osella PA2000 Evo Honda ablieferte. Mit einer großartigen Leistung auf dieser Powerstrecke war er am Ende bester Österreicher in St. Agatha, wobei er im 2. Rennlauf sogar die 1:10min. Schallmauer unterbieten konnte und so als schnellster 2-Liter Pilot am gesamten Rennwochenende beeindrucken konnte. Nicht zu vergessen ist Alexander Hin, als bester […]

Servus Kämpfernatur – Hermann Waldy sen. ist tot

20. September 2017

Nun hat er doch noch seinen langen und erbittert geführten Kampf gegen den Krebs verloren. Hermann Waldy Senior ist tot. Der 70-jährige Kärntner war einer der erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs und gewann zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft im Formel 3000. Bereits 1968 begann die motorsportliche Laufbahn des Hermann Waldy in den Disziplinen Autocross und Skijöring. Seit Mitte der 1980er betätigte sich Waldy im Bergrennsport, was zu seiner großen Leidenschaft wurde. Zu seinen  Meistertiteln gesellten sich zahlreiche Gesamtsiege bei nationalen und internationalen Bergrennen. Waldy war eine beispielhafte Kämpfernatur und machte immer das Beste aus seiner Situation. In Folge seiner Krebserkrankung  laborierte er Anfang dieses Jahres auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April hatte sich Waldy wieder soweit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann leider verwehrt. Der Bergrennsport in Österreich und ganz Europa verliert mit Hermann Waldy Senior einen Ausnahmekönner und große Persönlichkeit, die am 19. September 2017 verstarb. Der Trauergottesdient wird am Samstag, den 23. September, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Radweg gelesen.    

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