Gala der Meister von Luxemburg

23. Januar 2020

Das Casino 2000 in Bad Mondorf ist traditionell der würdige Rahmen für die Soirée du Sport Automobile, so auch am 18. Januar 2020. Bei dieser festlichen Gala der Luxemburger Meister im Automobilsports 2019, war erstmals sogar der Luxemburger Premierminister Xavier Bettel zu Gast. Knapp 400 geladene Gäste verlebten zwischen zahlreichen Exponaten an Rennfahrzeugen im großen Saal des Casino 2000 einen wunderbaren Abend. Geehrt wurden neben den Aktiven aus dem Kart, Rundstrecken und Rallye-Sport auch die Sieger und Platzierten in den beiden Divisionen der Luxemburger Bergmeisterschaft. Bei den Tourenwagen verteidigte Canio Marchione seinen Titel, vom den Schilling-Piloten, Nico Schilling und Charles Valentiny. Der Deutsche Manfred Schulte, der als Mitglied des Luxemburger Automobilclubs (ACL) in der nationalen Meisterschaft starten darf, wurde am Ende Vierter, war aber an diesem Abend verhindert. Bei den Rennwagen gewann erneut Daniel Donkels den Titel,  vor Henri Turk und Tanja Flammang. Dazu „Becker´te“ es beim Damenpokal, der aus allen Disziplinen besteht. Das auf Bergrennen und Slalom spezialisierten „Becker-Trio“ stand am Ende ganz oben. Es gewann Sandra Becker-Donkels, vor Ivana Becker und Monique Becker.

Termine 2020: Luxemburger Bergmeisterschaft – Update!

27. Dezember 2019

Anlässlich der Racing-Show auf Luxemburger Kirchberg gab der ACL-Sport den Terminkalender der Luxemburger Bergmeisterschaft 2020 bekannt. Die Auflistung wuchs im Vergleich zu den Vorjahren auf 9 Wertungsläufe an, wobei die jeweils acht besten Resultate in die Endwertung einfließen. Seit Jahren wagte man nun wieder den Schritt ins nahe Nachbarland Belgien, nach Ry des Glands. In trockenen Tüchern ist jetzt auch die Auftaktveranstaltung der Meisterschaft am Ostermontag. In Zusammenarbeit mit einem belgischen Club möchte der ACL das Bergrennen Holtz im Nordwesten des Großherzogtums wieder auferstehen lassen. Nachdem hier einige behördliche Hürden genommen sind, soll das Holtzer Bergrennen definitiv als Eintagesveranstaltung stattfinden. Da das Luxemburger Finale in Mickhausen in der abgelaufenen Saison von den Aktiven nicht angenommen wurde und dies in kommenden Jahr mit dem FiA Hillclimb Master kollidieren würde, rückt erstmals überhaupt des Bergrennen Eichenbühl in den Fokus, gleich als Finallauf. Der sonst immer gesetzte Lauf im französischen Turckheim wurde aus dem Kalender gestrichen. Weiterhin gesetzt sind hingegen die Bergrennen Abreschviller, Eschdorf, Wolsfeld, Glasbach, La Broque, und Osnabrück. Da La Broque-Schirmeck noch einmal seinen Termin wechselte und nun wie in 2017 mit Homburg kollidiert, entschied sich der ACL Sport für die Franzosen und Homburg wurde gestrichen. Auch das deutsche Ibergrennen hatte sich um dieses Prädikat bemüht, kam aber leider nicht zum Zuge. 12./13. April 2020 – Course de Cote Holtz (L) 25./26. April 2020 – Course de Cote Abeschviller (F) 02./03. Mai 2020 – Hill Race Eschdorf (L) 24. Mai 2020 – Course de Cote Ry des Glands (B) 31.05./01. Juni 2020 – Wolsfelder ADAC Bergrennen (D) 13./14. Juni 2020 – ADAC Glasbachrennen (D) 11./12. Juli 2020 – Course de Cote La Broque (F) 01./02. August 2020 – Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 12./13. September 2020 – Bergrennen Eichenbühl (D)

Zum SilverCar-Jubiläum Premiere des E2-SC Sportwagen

20. Dezember 2019

Die spanische Rennwagenmarke SilverCar aus Peralta, feierte vor wenigen Tagen ihr 20jährigen Firmenjubiläum. Mit sogenannten CM-Rennwagen, also meist geschlossenen Kleinrennwagen, die von Motorradmotoren angetrieben werden, machte sich SilverCar zwischenzeitlich einen Namen und hat sich gerade im südeuropäischen Markt bei Bergrennen und Slalom sehr etabliert. Generalimporteur für Deutschland, Luxemburg, Belgien, Österreich und der Schweiz, ist seit Jahren der Deutsche Bergrennfahrer Ralf Kroll mit seiner Firma RAK Performance. Nun wagte SilverCar-Eigner Juan Carlos Silvestre den Schritt zu den klassischen Rennsportwagen und präsentierte nun den ersten Gruppe E2-SC Rennwagen in der Firmengeschichte. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier für geladene Gäste, darunter auch der aus Deutschland angereiste Ralf Kroll, wurde nun ein schnittiger Sportprototyp namens „CS“ vorgestellt. Die Zeremonie wurde sogar live auf Facebook übertragen. Nach der offiziellen Begrüßung gab es eine Führung durch die einzelnen Fertigungsabteilungen bis zum eigenen Leistungsprüfstand. Ein weiteres Highlight des Abends war das neue Firmenlogo von SilverCar, das offiziell vorgestellt wurde. Mit einer effektvollen Show wurde anschließend der neue und erste offene zweisitzige CS-Sportwagen von SilverCar enthüllt. Der neue CS von SilverCar für die Kategorie E2-SC, wird in sechs Motorvarianten erhältlich sein. Vom kleinen 1-Liter Motorrad-Saugmotor bis zum 3-Liter V8-Triebwerk reicht die Palette der angebotenen und realisierbaren Fahrzeugvarianten. – 1000 ccm Sauger mit ca. 200-230 PS bei ca. 360kg Fahrzeuggewicht – 1000 ccm Turbo mit bis zu 450 PS  bei ca. 470kg Fahrzeuggewicht – 1300 ccm Turbo mit bis zu 550 PS  bei ca. 470kg Fahrzeuggewicht – 1600 ccm Turbo mit ca. 550-600 PS  bei ca. 560kg Fahrzeuggewicht – 2000 ccm Sauger mit ca. 250-320 PS bei ca. 560kg Fahrzeuggewicht – 3000 ccm  V8 Sauger mit ca. 550-600 PS bei ca. 560kg Fahrzeuggewicht Weitere Infos gibt es über den Generalimporteur Ralf Kroll: www.rak-performance.de oder über SliverCar selbst unter www.silver-car.com und Facebook www.facebook.com/silvercarprototipos

Termine 2020: Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft

7. Dezember 2019

Hier sind die Anlaufpunkte für die Bergpiloten in der Berg-Staatsmeisterschaft von Österreich. Wie wir bereits berichteten, werden die Bergrennen St. Anton und Altlengbach in 2020 pausieren müssen, sodass der Berg ÖM-Kalender für die kommende Saison völlig umgestrickt werden musste und somit lediglich vier Läufe in Österreich selbst übrig geblieben sind. Leider findet das Finale im norditalienischen Friaul erneut zeitgleich mit dem FiA Hillclimb Masters statt. 25./26. April 2020 – ÖAMTC Rechbergrennen (A) 16./17. Mai 2020 – Bergrennen St.Urban-Simonhöhe (A) 30./31. Mai 2020 – Usti nad Orlici (CZ) 06./07. Juni 2020 – Ecce Homo-Sternberk (CZ) 20./21. Juni 2020 – Bergrennen Gasen/Straßegg (A) 01./02. August 2020 – Jankov (SVK) 29./30. August 2020 – GDH Ilirska Bistrica (SLO) 12./13. September 2020 – Slovakia Baba (SVK) 26./27. September 2020 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A) 10./11. Oktober 2020 – Cividale Castelmonte (I) Ersatzlauf: 14./16. August 2020 – GDH Lucine (SLO)

Termine 2020: Italienische Bergmeisterschaft (CIVM)

30. November 2019

Bei der Vollversammlung der italienischen Bergrenn-Organisatoren am 30. November in Rom, wurde in Absprache mit der nationalen Bergrennen-Kommission des ACI, die Termine aller italienischen Bergrennen koordiniert. 12 Rennen für Bergmeisterschaft mit zwei Ersatzläufen, wurden bestätigt. Dazu gibt es 14 Rennen, die zur italienischen ​​Trophäe der Region Nord zählen und 18 Rennen für das südliche Gebiet sowie 6 nationale Rennen ohne spezifischen Titel. 01.-03. Mai 2020 – 29° Trofeo Scarfiotti Sarnano – Sassotetto (MC) 15.-17. Mai 2020 – “Trofeo Silvio Molinaro” 25^ Luzzi – Sabucina (CS) 29.-31. Mai 2020 – 51^ Verzegnis – Sella Chianzutan (UD) 12.-14. Juni 2020 – 10^ Salita Morano – Campotenese (CS) 26.-28. Juni 2020 – 59^ Coppa Paolino Teodori (AP) Berg EM 03.-05. Juli 2020 – 70^ Trento – Bondone (TN) 17.-19. Juli 2020 –  50° Trofeo Vallecamonica (BS) 31. Juli-02. August 2020 – 57^ Coppa Carotti 60^ Rieti Terminillo (RI) 21.-23. August 2020 – 55° Trofeo Luigi Fagioli – Gubbio (PG) 11.-13. September 2020 – 62^ Monte Erice (TP) 18.-20. September 2020 – 66^ Coppa Nissena (CL) 16.-18. Oktober 2020 – 38^ Pedavena – Croce D’Aune (BL) Update: 11.12. 2019

Preisverleihung Auto Sport Schweiz – Ehre, wem Ehre gebührt

28. November 2019

Auto Sport Schweiz hat am vergangenen Wochenende im ehrwürdigen Hotel Bellevue Palace in Bern die Schweizer Automobil-Meister und Pokalsieger ausgezeichnet. Rund 150 geladene Gäste nahmen am vergangenen Freitagabend an der Meisterfeier teil. In neun Kategorien wurden die Sieger der diesjährigen Automobil-Meisterschaften geehrt. Durch das abendfüllende Programm führte SRF-Sportmoderator Lukas Studer gemeinsam mit Brice Zufferey, Promotor der Junior-Rallye-SM und der Clio RT3 Alps Trophy. Bis auf zwei Fahrer aus der Rallye-Fraktion waren alle Piloten aus den verschiedenen Meisterschaften (Rallye, Slalom, Berg) und auch aus den Pokalen (Berg-Pokal, Rallye-Pokal) zugegen. Sie durften vom Präsidenten der Nationalen Sportkommission (NSK), Andreas Michel, sowie von Miss Yokohama, Kylie Raymund, ihre Preise in Empfang nehmen. Gleich zwei Auszeichnungen erhielt Martin Bürki. Der Uetendorfer gewann zum siebten Mal (zum sechsten Mal in Serie!) die Schweizer Slalom-Meisterschaft. Außerdem sicherte sich der bald 52-jährige Bürki im Schweizer Berg-Pokal Platz 2 hinter Philipp Krebs. Dieser freute sich riesig über seine Auszeichnung: «Noch nie zuvor hat ein Fahrer mit einem Cup-Fahrzeug diese Wertung gewinnen können», sagte Krebs. «Deshalb bedeutet mir dieser Titel besonders viel.» Auch Hanspeter Thöni (Zweiter im Slalom) und Christian Darani (Dritter) haben ihre Pokale mit Stolz entgegengenommen. In der Schweizer Berg-Meisterschaft ging der Titel zum sechsten Mal an Eric Berguerand. Der Dominator der abgelaufenen Saison hat seinen ersten Titel 2005 geholt. Danach war er von 2013-2016 unantastbar. In seiner derzeitigen Verfassung wird es für die Konkurrenz 2020 schwierig werden, den Walliser vom Thron zu stoßen. Bei der Siegerehrung in Bern warnte Berguerand aber: «Im Moment stehe ich ganz oben – das stimmt. Aber im Motorsport kann sich das Blatt schnell wenden. Deshalb genieße ich den Moment und freue mich auf die nächste Saison.» Hinter Berguerand holten sich Marcel Steiner und Robin Faustini ihre silbernen Kannen für die Plätze 2 und 3 ab. Während Steiner als mehrfacher Schweizer Meister das Gefühl bestens kennt, war es für den jungen Faustini eine Premiere. «Platz 3 war mein Saisonziel», meinte der Aargauer bescheiden. «Das habe ich erreicht.» Für die Fans des Schweizer Automobilsports ist der dritte Platz Faustini ein Versprechen für die Zukunft. Selbst Beguerand freute sich für den Podiumsneuling. «Es ist schön zu sehen, dass der Nachwuchs nicht ausstirbt», so der Champion. Für eine Premiere sorgte auch die Familie Feigenwinter. Zum ersten Mal standen in der Berg-Meisterschaft Vater und Sohn gemeinsam auf dem Podium. Das hat es bisher nur in der Schweizer Rallye-Meisterschaft gegeben. «Mit meinem Sohn Raphi auf dem Podium […]

Berg ÖM schrumpft in 2020 um zwei Rennen

26. Oktober 2019

Im kommenden Jahr werden gleich zwei Bergrennen in Österreich im Terminkalender fehlen. Die Veranstalter der Rennen von St. Anton/J. und Altlengbach haben jetzt angekündigt in der Saison 2020 kein Bergrennen austragen zu können. Einzelheiten und Hintergründe sind dazu noch nicht bekannt. Auswirkungen hat dies natürlich auf die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft und auch auf den Deutschen KW Berg-Cup, der zumindest von der Absage in St. Anton betroffen ist. Wie das Emsi-Motorsportteam, als Ausrichter von St. Anton/J. mitteilte, steht die anspruchsvolle Strecke im Ötscherland in 2020 nicht zur Verfügung. Das Team um Michael Emsenhuber machte sich diese Entscheidung nicht leicht, jedoch sprachen einige Faktoren dafür, dass man 2020 das Rennen auf der „Steinleitn“ nicht austragen kann. Für das Jahr 2021 plant man aber wieder ein Bergrennen auszutragen. In einer ähnlichen Situation stecken die Organisatoren des Bergrennens von Altlengbach, das in diesem Jahr erst zum dritten Mal ausgetragen wurde. Im Wienerwald gab es in der Vergangenheit vereinzelte Anwohnerprotesten. Ob diese bei der Absage eine Rolle spielten, ist ebenfalls nicht bekannt. Auch hier möchte das Veranstalterteam 2021 wieder ein Rennen austragen.

Hintergründe zu den Wertungsausschlüssen von St. Agatha

23. September 2019

Das Bergrennen St. Agatha  des oberösterreichischen MSC Rottenegg schrieb wieder einmal Geschichte. In den letzten Jahren gelang dies Markus Altenstrasser und seinem Team mit einer reibungslosen Organisation, einer wunderbaren Atmosphäre und sportlich hochwertigen Läufen. Doch die sportlichen Resultate sollten diesmal alsbald nach Rennende in den Hintergrund treten und die bis dahin glänzende Veranstaltung den Beteiligten in eher unangenehmer Weise in Erinnerung bleiben. Gegen die Piloten Marcel Steiner, Alexander Hin und Georg Lang wurde Protest eingelegt, in allen drei Fällen stattgegeben und die Angeschuldigten disqualifiziert. Protestführer war Patrik Zajelsnik, der zunächst hinter Marcel Steiner auf Gesamtrang zwei rangierte. An die beiden Laufbestzeiten des neuen Schweizer Vizemeisters (1:03,087 und 1:03,414 min) kam zuvor weder Zajelsnisk noch ein anderer Konkurrenten heran, doch das nützte dem Oberdiesbacher nichts. Die Nachuntersuchung der Techniker vor Ort ergab an Steiners LobArt LA01 das die Mittel-Finne der Airbox um 2,8 cm zu hoch war. Des Weiteren ragte der Auspuff 2,5 Zentimeter zu weit nach hinten heraus, was nicht unbedingt einen Wettbewerbsvorteil bedeutet und eher auf eine Nachlässigkeit oder Versehen hindeutet. Das Reglement kennt in diesem Fall aber keine Spielräume. Da es um den Tagessieg und viel Prestige ging, ist diese Protestnote noch einigermaßen nachvollziehbar. Im Fall der beiden Deutschen Alexander Hin und Georg Lang, kann man jedoch von einem klassischen „Zierleistenprotest“ sprechen, der eher auf die Personen abzielt, als auf die Fahrzeuge. Gegenstand und Angriffspunkt war in beiden Fällen die Außenspiegel. Die Spiegel waren laut österreichischem Chef-Techniker und geübten FIA-Funktionär, übrigens ur-original, wurden also einmal so legal gefahren bis die FIA die Mindestmaße für den Bergrennsport festgesetzt hat. Vorgeschrieben sind 150×50 mm, montiert waren 111×52 mm. Somit blieb den Verantwortlichen auch in diesem Fall keine andere Wahl als der Wertungsauschluss. Zweifellos in diesem Zusammenhang stehen die Vorfälle vom Osnabrücker Bergrennen diesen Jahres (BiD berichtete). Beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und FiA Hillclimb Cup legte Marcel Steiner einen Protest gegen den Hubraum an Zajelsniks Mugen-Triebwerk ein. Doch der Deutsch-Slowene verweigerte Anfang August eine technische Nachkontrolle und entzog seinen Norma M20 FC schlussendlich ohne Klärung den Technikern. Eine Feststellung der Hubraummaße konnte somit nicht durchgeführt werden. Der Fall wurde sogleich an die FiA gemeldet. Der aktuelle Stand der Ermittlungen und Konsequenzen daraus, sind derzeit nicht bekannt. Vier Wochen später fehlte das Zajelsnik-Team bei ihrem Heimatrennen, dem vorletzten Berg-EM Lauf von Ilirska Bistrica. Zum EM-Finale in Buzet (Kroatien), eine Woche vor St. Agatha, trat man wieder an. Unbestätigt ist ein Protest […]

Wer sonst? – Berguerand siegt auch in Les Paccots

17. September 2019

Eric Berguerand war beim Finale der Schweizer Berg-Meisterschaft in Les Paccots unantastbar. Berguerand hat die Schweizer Berg-Meisterschaft so beendet, wie er sie angefangen hat: mit einem Sieg in neuer Rekordzeit. Der 40-jährige Walliser, der schon vor dem Finale in Les Paccots als Schweizer Rennwagenmeister feststand, hat der Saison 2019 damit endgültig den Stempel aufgedrückt. Von den sieben Rennen, an denen Berguerand teilgenommen hat, hat er sechs gewonnen. Fünf davon in neuer Rekordzeit. Nur am Gurnigel reichte es nicht zum Tagessieg. Doch da kam dem Formel-3000-Piloten aus Charrat (VS) der Regen in die Quere. Sonst hätte er wohl auch dort mit seinem Lola FA99 eine neue Bestmarke aufgestellt. Beim Rennen von Châtel-St-Denis nach Les Paccots hatte Berguerand vergleichsweise leichtes Spiel. Dauerrivale Marcel Steiner verzichtete auf das Saisonfinale. Der Berner, der in dieser Saison nur in Les Rangiers triumphierte, dort, wo Berguerand seit 2007 nicht mehr antritt, hat sich eine Pause gegönnt. Steiner wird dafür bei den Bergrennen St. Agatha in Österreich (22. September) und Mickhausen in Südbayern (6. Oktober) an den Start gehen. Berguerands Zeiten waren aber auch ohne Konkurrenzdruck beeindruckend. Den ersten Durchgang absolvierte er in 53,643 sec. Im dritten unterbot er mit 53,370 sec seine eigene Rekordmarke aus dem Vorjahr um 18 Hundertstelsekunden. «Ich habe meine Bestzeit mit einem alten Satz Reifen erzielt», sagt Berguerand, der sich in dieser Saison vor allem über die Standfestigkeit seines Autos gefreut hat. «Es hat in diesem Jahr einfach alles gepasst. Aber selbstverständlich ist das nicht. Da steckt natürlich viel Arbeit dahinter.» Für Berguerand ist der fünfte Titel trotz seiner Überlegenheit kein besonderes Ereignis. «Dieser Titel hat nicht mehr oder weniger Wert als die zuvor. Es ist einfach angenehm, wenn alles leichter von der Hand geht und das Auto keine Probleme bereitet.» Genug hat Berguerand noch lange nicht. Der Konkurrenz lässt er ausrichten, dass er als Fahrer sich noch verbessern kann. «In mir steckt noch mehr Potenzial», grinst der Champion und schielt mit einem Auge schon auf die Saison 2020. 6,5 Sekunden hinter Berguerand liess sich Robin Faustini Platz 2 im Gesamtklassement notieren. Der junge Aargauer stand vor Les Paccots bereits als Meisterschaftsdritter fest und hatte in Les Rangiers als Zweiter (hinter Steiner) ein Ausrufezeichen gesetzt. Diesmal war er in der Addition der beiden schnellsten Läufe 0,7 Sekunden schneller als sein Vater Simon Hugentobler, der auf seinem neuen Osella PA30 Platz 3 belegte. «Ich hatte im ersten Lauf noch ein Getriebeproblem», erklärte Faustini. […]

Noch mehr Rekorde zum Schweizer Saisonabschluss?

11. September 2019

Auf die Pflicht folgt die Kür. Beim Saisonfinale der Schweizer Berg-Meisterschaft wollen Eric Berguerand und Andy Feigenwinter als neue Meister nochmals glänzen. Eric Berguerand hat am vergangenen Wochenende mit einem dritten Platz beim Bergrennen am Gurnigel seinen fünften Titel bei den Rennwagen nach 2013, 2014, 2015 und 2016 ins Trockene gefahren. Am kommenden Wochenende steht der 40-jährige Walliser als frischgebackener Meister nochmals im Einsatz: beim Saisonfinale der Schweizer Bergmeisterschaft, dem achten Lauf von Châtel-St-Denis nach Les Paccots im Kanton Freiburg. Obwohl Berguerand, der in Les Paccots in 53,55 min den Streckenrekord hält, den Titel im Sack hat, ist er für das letzte Rennen 2019 voll motiviert. «Ich freue mich auf Les Paccots, bin gleichzeitig aber auch froh, dass die Saison am Wochenende zu Ende geht. Es war anstrengend, aber die Arbeit hat sich ausbezahlt. Und ich hoffe, dass mir beim letzten Rennen nochmals ein Top-Ergebnis gelingt.» Im Rennen um den Gesamtsieg kann Berguerand in Les Paccots eigentlich nur die Technik im Weg stehen. So wie zuletzt am Gurnigel, als es am Lola FA99 des Wallisers Probleme mit der Schaltung gab. Berguerands Dauerrivale Marcel Steiner wird in Les Paccots nämlich fehlen. «Ich werde wohl eine Pause gebrauchen», sagt der Vizemeister, der in dieser Saison meistens das Nachsehen gegen Bergeurand hatte, auch oder weil sein LobArt LA01 salopp gesagt übergewichtig ist. «Ich habe in Les Rangiers rund eine Sekunde pro Kilometer auf die beiden Spitzenreiter aus Italien verloren – allein aufgrund des Gewichts. Auch gegen Eric bin ich da im Nachteil. Aber nichtsdestotrotz gratuliere ich ihm zu seinem Titel. Er hat ihn verdient.» Zu den Top-Anwärtern auf Platz 2 hinter Berguerand gehört somit Robin Faustini. Der junge Aargauer hat den dritten Gesamtrang am Gurnigel trotz des Tagessieges von Thomas Amweg sichergestellt. «Das war mein Ziel für dieses Jahr», so Faustini, der auch im Freiburgischen mit dem Reynard 97D seines Vaters Simon Hugentobler antritt. Dieser trifft in der Kategorie der Sportwagen E2 bis 3000 cm3 beim Finale auf keinen Geringeren als auf den Franzosen Cyrill Frantz, der im Vorjahr hinter Sieger Berguerand und Joël Volluz Gesamtdritter wurde und wie Hugentobler auf Osella fährt. Wie Berguerand bei den Rennwagen könnte es auch Andy Feigenwinter bei den Tourenwagen locker angehen. Der Baselbieter könnte zwar theoretisch noch eingeholt werden. Doch Roger Schnellmann, der Einzige, der dazu noch in der Lage wäre, verzichtet auf den Start auf der 2,58 km langen Strecke. Damit ist Feigenwinter die Tourenwagen-Krone […]

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