Sandra Becker und Canio Marchione sichern sich den Titel

22. September 2021

Nach dem Bergrennen von Sainte-Cécile in Belgien stehen nun die Meister der Luxemburger Berg-Meisterschaft 2021 fest. Für die Meisterschaft des Großherzogtums zählten in diesem zweiten Corona-Jahr nur 5 Bergrennen in Belgien, Frankreich und Deutschland, die vier besten Ergebnisse wurden addiert. Nicht weniger als 7 Rennen die im ACL-Kalender aufgenommen waren, wurden vor allem wegen der Covid 19-Pandemie abgesagt. In der Kategorie 1 „Produktions-Tourenwagen“ geht der Titel in diesem Jahr an Sandra Donkels-Becker im Renault Clio Cup (Foto oben). Die Entscheidung sollte im letzten Rennen zu ihren Gunsten fallen, nachdem sie 8,18 Punkte mehr als François Flammang (Peugeot 206) geholt hatte. Das reicht am Ende, um sich den Titel 2021 mit 5,03 Punkten Vorsprung zu sichern. Platz 3 geht an Tania Flammang im VW Fun-Cup. In der Kategorie 2 „Rennwagen“ war der Kampf um den Titel zwischen Canio Marchione im Osella PA 21 (Foto Mitte) und Daniel Donkels im Ligier JS Honda (Foto unten) sehr eng. Nach den Bergrennen von La Broque (F), Grancourt (B) und Osnabrück (D) sah es gut aus für Daniel Donkels. In Turckheim konnte Canio Marchione die Tür öffnen und die Entscheidung fiel hier in Sainte-Cécile. Hier war es der Italo-Luxemburger, der mit einem 7. Platz in der Gesamtwertung und einem 2. Platz in seiner Klasse und mit nur 1,56 Punkten Vorsprung die nötigen Punkte sammeln konnte, um noch in der Schlusswertung Daniel Donkels knapp zu überflügeln. Platz 3 geht an Chris Klein. Es ist der bislang 5. Meistertitel von Canio Marchione in beiden Kategorien und in seiner ersten Saison mit dem italienischen Rennsportwagen mit Motorrad-Triebwerk. Fotos: Herni Schwirtz

Ein guter Anfang ist wieder gefunden

25. August 2021

Das lange entgegenfiebern auf den emotionalen Moment, mit einem schnellen Formel-Rennwagen wieder auf eine kurvenreiche Bergrennstrecke losgelassen zu werden, hatte am vergangen Wochenende beim 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen endlich ein Ende. Nach mehr als zwei Jahren ohne Renneinsatz durfte der Detmolder Patrick Rahn in der Pandemie das Cockpit seines Dallara F306 Opel-OPC besteigen. Dank des unermüdlichen MSC Osnabrück fand mit dem ersten deutschen Bergrennen in dieser schwierigen Zeit auch gleichzeitig die Heimveranstaltung des Teams statt. Der Lauf im Osnabrücker Land zählte neben den nationalen Prädikaten der Deutschen Berg-Meisterschaft und des DMSB Berg-Cups auch als Finale des FiA Int. Hillclimb Cup. Dem entsprechend fand sich gerade in den Gruppen und Klassen der offenen Rennwagen ein großartiges internationales Spitzenfeld, mit vielen namhaften Fahrern in der Borgloher Schweiz ein. Viele Akteure davon saßen in dieser Saison bereits wieder mehrfach hinter dem Volant ihres Rennwagens und hatten schon wieder ihre Routine zurück erlangt. Dem entsprechend hoch hingen die Trauben für Patrick und seine Mannschaft an diesem Wochenende. Insgesamt vier Trainingsläufe und bis zum Rennstopp im Rahmen eines Wolkenbruchs schaffte man drei Durchgängen, vier waren geplant. Die beiden schnellsten Zeiten des Sonntags flossen die Tageswertung ein. Wie sich anschließend herausstellte war ein Kabelbruch ursächlich für Schaltprobleme im ersten Rennlauf am Sonntagmorgen, die jedoch schnell lokalisiert und behoben wurden. Danach lief es deutlich besser für Patrick Rahn. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 1:01,825 min konnte der Lipper noch nicht ganz an seine Topzeiten aus dem Jahr 2019 anknüpfen. Da sich auch die Gripverhältnisse zwischenzeitlich nicht zum Guten entwickelt hatten und auch die Spitzenpiloten an ihre Bestmarken nicht heran kamen,  zeigte sich Patrick am Ende doch recht zufrieden mit dem Erreichten. In der internationalen FiA-Wertung bedeutete dies Rang 13 und in der Deutschen Meisterschaft in der 2-Liter Formel-Klasse Rang 3. „Im dritten Lauf ist mir ein kleiner Fahrfehler unterlaufen, der mich doch gewurmt hat“, so Patrick. „Alles in allem bin ich jedoch erst einmal glücklich mit unserer Performance und das unser neues Design von Rennwagen, LKW und Zelt gut angekommen ist. Wir wurden viele Male von Fahrerkollegen und Zuschauern darauf angesprochen, was mich besonders freut“. Bleibt zu hoffen, dass das Beispiel Osnabrück Schule macht und im kommenden Jahr 2022 wieder mehr Bergrennen in Deutschland stattfinden können. Läuft alles glatt, möchte das Formula 3 Motorsport-Team Patrick Rahn in einem Monat beim extrem schnellen Bergrennen St. Agatha in Oberösterreich an den Start gehen, was dann schon wieder den […]

Diese Bergrennen stehen 2021 noch an

20. August 2021

Seit April laufen die diesjährigen Bergrennen in Europa und mit dem sich annähernden Oktober rückt auch das Ende der Saison langsam in Sicht. Nichtsdestotrotz stehen noch einige spannende Rennen für die kommenden Monate an, die Fans auf dem Schirm haben sollten. Ob die FIA Berg EM, die FIA Hillclimb Masters oder die deutsche Automobil Bergmeisterschaft, Freunde des Bergrennens kommen definitiv noch auf ihre Kosten. Ebenso wie bei den Bergrennen, läuft auch die Runde der Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) noch bis Oktober, anschließend dürfen sich Motorsport-Fans zumindest noch mit der Formel 1 und dem MotoGP vergnügen. Vor allem bei der Formel 1 ist in diesem Jahr ordentlich Spannung mit von der Partie, bei der sich Lewis Hamilton im Mercedes und Max Verstappen von Red Bull ein Kopf an Kopf Rennen liefern. Buchmacher sehen die zwei Topfahrer aktuell gleichauf, auch wenn Hamilton nach dem Ausscheiden Verstappens momentan die Nase vorn hat. Wer einen sicheren Sportwetten Bonus nutzt, sollte sich für einen der beiden Piloten entscheiden, die Dominanz gegenüber der Konkurrenz ist schlichtweg zu groß. Doch der Fokus liegt sicherlich zuerst auf den anstehenden Rennen der Bergmeisterschaften 2021. Welche Termine Fans keinesfalls verpassen sollten, haben wir hier zusammengefasst. August Die deutsche Automobil Bergmeisterschaft geht schon an diesem Wochenende mit dem Osnabrücker ADAC Bergrennen verspätet los. Bei Deutschlands nördlichstem Rennen kommen traditionell einige der besten Fahrer des internationalen Feldes zusammen, um auf der schmalen und kurvigen Strecke zu glänzen. Etwas über zwei Kilometer gilt es hier zu überwinden, wenn vom 21. bis zum 22. August die Motoren angeschmissen werden. Auch die Österreichische Bergmeisterschaft 2021 blickt auf das Nächste Event in Slowenien in Ilirska Bistrica. Das Rennen zählt ebenfalls zur Berg-EM und die rund fünf Kilometer lange Strecke hat einiges zu bieten. So unter anderem einen Kreisverkehr, der seit dem vergangenen Jahr auf der Route liegt. Ansonsten begeistern Schikanen, Spitzkehren und enge Kurven die Zuschauer und fordern die Fahrer gleichermaßen heraus. Das Rennen findet am 28. und 29. August im Südwesten des Landes statt. Zeitgleich brüllen die Motoren auch in der Deutsch-Schweiz, zwischen Schwarzwald und Rheinufer beim Bergrennen Oberhallau, mit Zuschauer und den Aktiven des KW Berg-Cup. In St. Andrä-Kitzeck in der Steiermark steht am 22. August ein Lauf des Bergralleycups 2021 an. Die Strecke dürfte dem ein oder anderen von den Österreichischen Bergmeisterschaften bekannt sein und liegt über zwei Kilometer idyllisch in den Weinbergen der Region. Außerdem bietet sie einen guten Fahrfluss ohne enorm komplexe […]

Früherer F3-Bergpilot Kurt Gewinnus verstorben

17. August 2021

Wie unsere Kollegen von Motorsport XL berichten ist Kurt Gewinnus in diesen Tagen nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Gewinnus wurde vor Allem durch seine Rolle als Teamchef in verschiedenen Nachwuchsrennserien auf der Rundstrecke bekannt. Als Aktiver zählte der Mann aus Kleinwallstadt, im Dunstkreis des Eichenbühler Bergrennens, von 1975 bis 1988 mit Tourenwagen und später mit einem Ralt RT3 Formel 3, in der damals bekannten „König-Sitze-Lackierung“, in der Deutschen Bergmeisterschaft zum Inventar. Schon 1975 gründete er sein eigenes Rennteam mit dem er ab 1988 Rennwagen in der Formel König einsetzte und bis in die Gegenwart junge Talente in verschiedenen Nachwuchsrennserien wie der Formel König, der Formel ADAC Junior, der Formel Renault, der Formel BMW, dem ADAC Formel Masters, der Mini Challenge und der Formel 4 betreute und zu einem wahren Meistermacher avancierte. Heute bekannte Rennfahrer wie André Lotterer, Christian Klien, Timo Glock, Ralf Schumacher oder DTM-Pilot Martin Tomczyk haben ihre ersten Sporen im Team von KUG Gewinnus Motorsport verdient. Ruhe in Frieden.

Report Alpe Nevegal (I) Höhen und Tiefen für die Deutschen

10. August 2021

Spannender Bergrennsport wurde auch in diesem Jahr im italienischen Belluno geboten. Dabei sorgte am Sonntag das Wetter für Troubles, nachdem am Trainingstag der Regen erst kurz nach dem letzten Fahrer einsetzte. Der 1. Rennlauf wurde durch kurze Regenspritzer zu einem echten Reifenroulette, ehe kurz vor den E1 1,6l Piloten im oberen Teil ein längerer Regenschauer über Nevegal hereinbrach. Dabei starteten einige Fahrer mit Slicks zu diesem Lauf, was zu diesem Zeitpunkt leider die falsche Wahl war. Dass die letzten offenen Rennwagen dann schon wieder auf die profillosen Reifen setzten, zeigte wie schnell sich die Bedingungen änderten. Der 2. Rennlauf ging dann zum Glück komplett trocken über die Bühne. Leider erlebten ausgerechnet die österreichischen Fahrer ein sehr schwieriges Rennwochenende in Belluno mit vielen Ausfällen und technischen Defekten. Dazu gesellte sich auch der Schwarzwälder Alexander Hin, dem im zweiten Lauf ein Missgeschick passierte, das sie Schaltung lahmlegte. Teamkollege Georg Lang glänzte hingegen bei seinem ersten Auftritt in „bella Italia“. Im Kampf um den Gesamtsieg konnte sich mit einer exzellenten Leistung der Trentiner Diego Degasperi gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Mit seinem Osella FA30 Zytek konnte er mit beeindruckenden Zeiten für Begeisterung sorgen. Vor allem in Rennlauf 1 nutzte er als letzter Fahrer die besser werdenden Bedingungen gnadenlos aus. Auf dem zweiten Platz folgte Stefano di Fulvio mit seinem Osella PA30 Zytek, der heuer erst sein zweites Bergrennen absolvierte. Mit seiner spektakulären Fahrweise konnte er sich in Rennlauf 2 sogar die Bestzeit realisieren. Durch seine frühere Startposition in Rennlauf 1 setzte er noch auf Regenreifen, jedoch hielt sich mit 2,5sec. sein Rückstand auf den Sieger trotzdem in engen Grenzen. Mit der fünftschnellsten Zeit, trotz Regenreifen lag Alexander Hin im „nackten“ Osella PA 30 mit neuem LRM-Motor nach dem ersten Rennlauf auf Gesamtrang 5 und in Reichweite des Podiums. In Lauf zwei strandete Hin dann aber auf der Strecke. „Ein Klettverschluss löste sich vom Akku, sodass die Schaltung aussetzte“, erklärte Hin. „Dennoch bin ich ganz Zuversichtlich. Jeder Meter hier, mit dieser Rakete, war für mich Gold wert“. Das Gesamt-Podium komplettierte Federico Liber mit dem Gloria C8P Evo, der mit einer tollen Performance an diesem Wochenende glänzen konnte. Im 1. Rennlauf musste er sich nur knapp geschlagen geben, jedoch legte er dort den Grundstein für eine Platzierung am Podium. Im trockenen 2. Rennheat konnte er dann abermals eine Spitzenzeit fixieren. Rang Vier im Gesamtklassement sicherte sich sein Teamkollege Mirko Venturato. Mit exzellenten Zeiten am Steuer […]

Vorschau Alpe del Nevegal (I) Sieben Deutsche auf einen Streich

5. August 2021

Beim 47° Bergrennen Alpe del Nevegal in Belluno darf trotz des zeitgleich stattfindenden CIVM-Lauf in Süditalien ein echt hochkarätiges Starterfeld begrüßt werden. Die Fans müssen dagegen zuhause bleiben, denn das Rennen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die anspruchsvolle Strecke in der Region Venezien wird dabei dennoch für spannenden Bergrennsport sorgen. Mit von der Partie sind, neben sieben Deutschen auch einige Fahrer aus Österreich, zählt dieses Rennen doch nach einigen Jahren wieder zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Im Kampf um den Gesamtsieg dürfte es dabei sehr spannend werden. Als einer der großen Favoriten geht dabei der Trentiner Diego Degasperi ins Rennen, der mit seinem Osella FA30 Zytek sich für einen Start im heimatnahen Belluno entschieden hat. Mit dem spektakulären Boliden ist ihm dabei sicherlich einiges zuzutrauen. Einer der größten Herausforderer dürfte dabei Stefano di Fulvio mit dem neuaufgebauten Osella PA30 Zytek sein. Mit diesem Boliden konnte er gleich beim ersten Einsatz im Frühjahr mit einer eindrucksvollen Leistung überzeugen, womit man ihm auch in Belluno einiges zutrauen wird können. Für zusätzliche Spannung wird beim Bergrennen 47° Alpe del Nevegal der Italiener Denny Zardo sorgen, der nach ein paar Jahren Pause sein Comeback mit seinem Norma M20FC Zytek absolvieren wird. Erstmals dieser Herausforderung wird sich der Deutsche Alexander Hin stellen, der seinen von Lang-Motorsport neuaufgebauten Osella PA30, jetzt mit neuem Zytek LRM-Motor an den Start bringen wird. Auch er ist im Kampf um die Topzeiten keines Falls zu unterschätzen, kennt die Strecke ab noch kaum. Des Weiteren wird der Kärntner Bernhard Gradischnig mit seinem Norma M20FC Synergy ebenfalls das erste Mal dieses Rennen in Angriff nehmen. Auch er konnte zuletzt sich immer besser in Szene setzen und sollte durchaus in der Lage sein um die Topplatzierungen mit zu fighten. Nicht unterschätzen sollte man auch den Italiener Renzo Meneghetti mit dem Lucchini BMW, der ebenfalls in Belluno schon mit starken Rennen zu glänzen vermochte. Erstmals wird der Deutsche Stefan Armbruster seinen neuen PRC S4 BMW an den Start bringen und zudem in Italien überhaupt das erste Mal an den Start gehen. Aber auch aus der kleineren Klasse dürften einige Piloten ganz vorne um den Sieg mitmischen. Allen voran der Italiener Federico Liber mit dem Gloria C8P Evo, der jederzeit für Topzeiten oder Gesamtsiege sorgen kann. Aber auch sein Teamkollege Mirko Venturato ist mit seinem Gloria C8P Evo keines Falls zu unterschätzen. Bei den 2l Formelboliden dürfte es ebenfalls spannend werden, wobei einer der großen Favoriten […]

Absage der Ausgabe 2021 des Bergrennen Holtz

30. Juni 2021

Die Luxemburger Automobilsportorganisation ACL Sport und der belgische Veranstalter CMP Chiny haben sich im gegenseitigen Einvernehmen zur Absage des  Bergrennen Holtz, das für den 24. und 25. Juli geplant war, entschieden. Die Veranstaltung wurde bereits vom ursprünglichen Termin Ostermontag in den Juli verlegt. Angesichts des aktuellen Kontextes, der für die Organisation von Veranstaltungen dieser Art noch immer sehr kompliziert ist, hat man sich entschieden das Course de Côte Holtz auf nächstes Jahr zu verschieben. Die letzte Ausgabe des Rennens unmittelbar an der belgischen Grenze, fand im Jahr 2011 statt und für seine Wiedereingliederung in die Rennen der Luxemburger Bergmeisterschaft möchte der ACL Sport eine Veranstaltung anbieten, die ihren Namen wirklich verdient. Es wurde daher als ratsam erachtet, die Wiedergeburt dieser Veranstaltung ins Jahr 2022 zu verschieben. Die Veranstaltergemeinschaft CMP Chiny und ACL Sport setzt ihre Planungen für das Bergrennen Holtz unterdessen fort. Der genaue Termin wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Robin Shute und Wolf siegreich am Pikes Peak

28. Juni 2021

Zum zweiten Mal nach 2019 bezwang der Brite Robin Shute die bekannteste Bergrennstrecke der Welt in der schnellsten Zeit und wurde Gesamtsieger bei der 99. Auflage des Pikes Peak International Hill Climb. Shute beendete das Rennen im Wolf GB08 TSC-LT Honda-Turbo am Sonntag in 5:55,246 Minuten, mehr als 30 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Franzose Romain Dumas (Porsche 911 GT2 RS Clubsport). Das Drama begann, bevor das erste Auto die grüne Flagge sah. Schnee, Eis und Nebel an der Spitze des Gipfels, der mehr als 4.300 Meter über dem Meeresspiegel liegt, zwangen die Rennverantwortlichen, die Ziellinie zum Devil’s Playground zu verlegen, rund 300 Höhenmeter tiefer als sonst. Durch den Umbau des Zielareals verzögerte sich der Start um etwa eine Stunde. Dumas belegte mit einer Zeit von 6:31,914 zudem den 1. Platz in der Time Attack-Division, während US-Berg-Ikone Paul Dallenbach mit einer Zeit von 6:35,663 die Open-Wheel-Krone holte und den dritten Platz der Gesamtwertung. Mitfavorit Rhys Millen im werksunterstützten Bentley Continental GT3 verpasste das Podium mit Rang vier. Der Luxemburger Steve Zimmer (Porsche Cayman GT4) erreichte bei seinem ersten Start in den USA einen Mittefeldplatz und Rang 9 in seiner Klasse Time Attack.

Bentley will am Pikes Peak siegen – Luxemburger Steve Zimmer debütiert

24. Juni 2021

Die 99. Ausgabe des Pikes Peak International Hill Climb steht vor der Tür. Am kommenden letzten Juni-Wochenende werden Dutzende von fantastischen Autos versuchen, in schnellstmöglicher Zeit in die Wolken von Colorado in den USA zu rasen. Um den Titel „King of the Mountain“ kämpfen verschiedene Teams und Automobilhersteller. Europäische Bergstars, wie beispielsweise Simone Faggioli sind diesmal nicht dabei. Aufgrund der COVID-19-Pandemie findet das Bergrennen Pikes Peak zum ersten Mal in seiner Geschichte ohne Fans statt. Ein Livestream von Sponsor Mobil 1 soll diese Lücke schließen und den Fans einen einzigartigen Zugang zu der gesamten Rennaction auf America’s Mountain von überall aus ermöglichen. Trotzdem ist der Pikes Peak International Hill Climb keine leichte Herausforderung, und das ist der Hauptgrund, warum viele Teams zu diesem eintägigen, selbst sanktionierten Rennen nach Colorado strömen. Im Jahr 2020 nahmen mehrere Autohersteller und Teams aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht teil, aber viele von ihnen werden bei der Ausgabe 2021 wieder dabei sein. Einer dieser Autobauer ist Bentley, der 2018 und 2019 zwei Rekorde beim Pikes Peak Hill Climb aufgestellt hat. Bentley fasste seinen Mut zusammen, um seinen ersten Pikes Peak International Hill Climb im Jahr 2018 herauszufordern. Nach einem sechsmonatigen Vorbereitungs- und Entwicklungsprogramm holte ein renntauglicher Bentayga den Rekord als schnellstes Serien-SUV beim Race To The Clouds. Pilotiert von der Neuseeländischen Pikes Peak-Legende Rhys Millen, war der Bentayga mit einem 600 PS starken W12-Motor, adaptiver Luftfederung, aktiver elektrischer 48-V-Anti-Roll-Steuerung und Carbon-Keramik-Bremsen ausgestattet. Der Bentayga überquerte die Ziellinie in 10:49,9 Minuten, fast zwei Minuten besser als der bisherige Rekord in dieser Kategorie. Dann kehrte Millen 2019 am Steuer eines Bentley Continental GT zum Pikes Peak zurück. Am strahlenden Tag des 30. Juni 2019 wurde der Continental GT das schnellste Serienauto beim Pikes Peak International Hill Climb, nachdem er die 12,42-Meilen-Strecke in nur 10:18,488 Minuten absolviert hatte, was rund 8,4 Sekunden schneller als der bisherige Rekord ist. Bentley nahm nicht am Pikes Peak International Hill Climb 2020 teil, schwor jedoch, seine dritte und letzte Rückkehr. Millen wird in der Division Time Attack 1 mit dem stark verbesserten und ausgiebig getesteten Continental GT3 von Bentley teilnehmen. Bentley und Millen müssen jedoch mehrere Hürden nehmen, bevor sie einen weiteren Rekord fahren oder die Division dominieren können. Die größte dieser Hürden ist vielleicht Romain Dumas, französischer Rennfahrer, Porsche-Werksfahrer. Dumas hat die 24 Stunden von Le Mans, die 24 Stunden von Spa, die 24 Stunden Nürburgring und 2008 die 12 Stunden von Sebring […]

Oberhallau will´s durchziehen

19. Juni 2021

Das Schweizer Bergrennen Oberhallau, mit seiner Zieldurchfahrt nur rund einen Kilometer von der Deutschen Grenze bei Waldshut-Thiengen entfernt, soll nach der Absage wegen Corona dieses Jahr am letzten August-Wochenende wieder stattfinden. Der Veranstalter „Pro Bergrennen Oberhallau“, sammelt schon jetzt Anmeldungen von Fahrerinnen und Fahrern, um so das organisatorische Risiko zu minimieren. Anmeldeschluss ist bereits Ende Juni. In wieweit Meisterschaften, wie die Schweizer Bergmeisterschaft oder der deutsche KW Berg-Cup zur Austragung kommen, ist aktuell noch offen. Das gesamte Organisationsteam rund um das Bergrennen Oberhallau ist voller Herzblut mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dies verlangt dieses Jahr noch mehr Flexibilität als in der Vergangenheit, da sich die „Pro´ler“ wegen der Corona-Pandemie auf unterschiedliche Szenarien und immer wieder verändernde Bedingungen einstellen müssen. Der aktuelle Verlauf stimmt die Organisationsführung jedoch zuversichtlich, dass die Veranstaltung stattfinden kann. „Doch dazu braucht es nun vor allem euch! Wir können unser Bergrennen nur durchführen, wenn sich bis zum Nennschluss am Mittwoch, 30. Juni 2021 (24 Uhr) genügend Teilnehmer anmelden und das Nenngeld fristgerecht bezahlt haben. Sollten wir entgegen unserer Erwartung die Veranstaltung trotzdem absagen müssen, wird das Nenngeld vollumfänglich zurückerstattet“, erklärt die Rennleitung in ihrer neuesten Mitteilung. Um die gestellten Vorgaben betreffend Covid-19 zu erfüllen, erarbeiten der Verein zusammen mit den zuständigen Behörden von Bund und Kanton ein passendes Schutzkonzept. Wie die Schutzmaßnahmen im Detail aussehen werden, lässt sich wegen der ständig ändernden Rahmenbedingungen noch nicht sagen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass der Einlass ausschließlich für vollständig Geimpfte, von Covid-19 Genesene oder für Personen mit einem negativen Testresultat erlaubt ist. Dies gilt auch für etwaige Helfer und Begleitpersonen. Über die definitiven Schutzmaßnahmen informieren der Verein spätestens mit der Veröffentlichung der «letzten Weisungen» und auf der Webseite www.bergrennen-oberhallau.ch Die diesjährige Veranstaltung wird anders sein als in den Vorjahren. So sind zum Beispiel nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer zugelassen. Pro Fahrer sind maximal vier Begleitpersonen möglich, welche sich voraussichtlich ebenfalls registrieren müssen. Diesbezügliche Informationen folgen mit den «letzten Weisungen». Leider ist aktuell auch noch nicht klar, ob das Fahrerlager wie gewohnt im Dorf oder teilweise außerhalb des Dorfkerns platziert werden muss. Auch diese Information folgt mit den letzten Weisungen.

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