KW Berg-Cup wählt gangbaren Weg für 2023 – Jein zum Performace Faktor

29. November 2022

Nach intensivem Meinungsaustausch hinter den Kulissen, zwischen den Rennveranstaltern und den Vertretern der AG Berg mit der Führung des KW Berg-Cup, herrscht nun wieder Klarheit im Bezug auf die Zukunft so mancher Bergrennen und der Einführung des Performance-Faktor im Tourenwagen-Bereich in diesem Lande. Der KW Berg-Cup wird sich bei den jeweiligen Bergrennen in der Tageswertung der FP-Wertung unterzeihen, sodass seine Spitzenfahrer auch weitern um die Deutsche Bergmeisterschaft und den DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fahren können. Die nationalen Prädikate werden ab der kommenden Saison nämlich allein nach dem neuen Performance Faktor gewertet. Die interne Wertung des KW Berg-Cup wird vorerst aber weiter auf den altbekannten Hubraumklassen basieren. Somit stehen die KW Berg-Cup- und NSU-Bergpokal-Konzepte für 2023 nun fest – mit akzeptablem Kompromiss für alle Seiten. Diese sind eine Verbindung der Anforderungen unserer von Krisen aller Art geprägten Zeit und den Traditionen unserer Rennserien. Das erklärte Ziel der Konzepte ist es, keine Veranstaltung, die bisher Gastgeber für unsere beiden Meisterschaften war, in irgendeiner Form in ihrer Existenz zu gefährden. Deshalb starten die KW Berg-Cup Teilnehmer in den Tageswertungen in den von den jeweiligen Veranstaltern ausgeschriebenen Gruppen und Klassen. Im DMSB Bereich werden diese wohl überwiegend der Performance-Faktor-Einteilung entsprechen. Für die Punktevergabe zum KW Berg-Cup wird bei allen Rennen, bei denen dieses erforderlich wird, ein Ergebnis gemäß der bekannten Klasseneinteilung des KW Berg-Cups erstellt. Diese bleibt mit Ausnahme der entfallenden Dieselklasse vollständig erhalten. Nachdem feststeht, dass nächstes Jahr am Glasbach kein Rennen stattfindet, sieht das KW Berg-Cup Konzept für 2023 zehn Veranstaltungen vor, aus denen die punktbesten sieben Resultate je Fahrer beziehungsweise Team zur Jahreswertung herangezogen werden. Der Status der Rennserien bleibt National A Plus. Das heißt, zur Teilnahme reicht eine Nationale A-Lizenz des DMSB oder eine gleichwertige Stufe eines anderen ASN. Zugleich können so die Nationalen Sicherheitsbestimmungen des DMSB genutzt werden, was zum Beispiel die Nutzungsdauer von Sitzen und Gurten auf bis zu zehn Jahre erhöht. Zudem ermöglicht der gewählte Status zwei Rennen im angrenzenden Ausland sowie die Teilnahme und Wertung von Fahrern mit nicht vom DMSB ausgestellten Lizenzen. Der Zeitplan sieht vor, die Rahmenausschreibungen der Rennserien KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal, für den sich nichts ändern wird, bis Mitte Dezember beim DMSB einzureichen. Zeitgleich gehen die Vereinbarungen für 2023 den Veranstaltern zu, der Rücklauf wird zeitnah erwartet. Danach kann der endgültige Terminkalender bekannt gegeben werden. Die Öffnung des Einschreibeportals erfolgt am 15. Januar für einen Zeitraum von vier Wochen.

Provisorische Termine 2023: Deutsche Bergmeisterschaft / DMSB Berg-Cups

21. November 2022

Seit wenigen Tagen gibt es Neuigkeiten im Terminkalender der Berg DM und zu den beiden DMSB Berg-Cups 2023. Nachdem der anvisierte Tausch der Termine von Glasbach und Homburg nicht zustande kam, werden am Rennsteig in Thüringen erst 2024 wieder die Rennmotoren zu hören sein. Der Homburger Automobilclub verbleibt somit auf seinem Datum Anfang Juli (08./09.07. 2023). Für die wachsende Belegschaft im Lager der Rennsportfahrzeuge könnte es positives zu vermelden geben. Die AG Berg und „BiD“ sind mit den Organisatoren des Französischen Meisterschaftslauf in Abreschviller im Gespräch, um Ende April kommenden Jahres den Saisonauftakt für die deutschen Formel- und Sportwagen-Teams, im Rahmen einer Wertung zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge im grenznahen Lothringen (zwischen Saarbrücken und Strasbourg) zu ermöglichen. Wenn dies zustande käme, könnten die Aktiven gut vier Wochen früher ins Geschehen eingreifen, als die Jahre zuvor. 21.04.2023 – Test und Einstellfahrten Schotten (nur TW) 22.-23.04.2023 – Bergpreis Schottenring (nur TW) 28.-29.05.2023 – Wolsfelder Bergrennen 24.-25.06.2023 – Ibergrennen-Heiligenstadt 08.-09.07.2023 – Homburger Bergrennen 29.-30.07.2023 – Hauenstein Bergrennen 05.-06.08.2023 – Osnabrücker Bergrennen (FiA) 09.-10.09.2023 – Bergrennen Eichenbühl 23.-24.09.2023 – Auto Bergrennen St. Agatha (A) 29.-01.10.2023 – Bergrennen Mickhausen 29.-30.04.2023 – Course de Côte Abreschviller (F/ nur DBC RS) ?

Nächstes Glasbachrennen erst in 2024

18. November 2022

Aufgrund einer Terminüberschneidung für das in 2023 geplante Glasbachrennen konnten RSG Altensteiner-Oberland im nationalen und internationalen Berg-Terminkalender leider keinen geeigneten Termin für die Austragung des Glasbachrennens in 2023 finden. Daher hat sich der Verein entscheiden, die nächste Auflage des internationalen Glasbachrennens erst in 2024 durchzuführen. Das Jahr 2023 soll jedoch für zwei neue Veranstaltungsformate genutzt werden. Zum einen planen „Steinbacher“ und „Liebensteiner“ eine Classic-Veranstaltung für das zweite Juni-Wochenende unter Einbeziehung des Thüringentags in Schmalkalden und zum anderen die Austragung eines Bergslaloms Ende August 2023.

FiA Hillclimb Masters vor dem Aus?

18. November 2022

Mit den bisherigen vier Ausgaben des FiA Hillclimb Masters in Eschdorf (L), Ecce Homo (CZ), Gubbio (I) und Braga (P) ist eine legendäre Idee und völkerverbindendes Event Stück für Stück weiterentwickelt worden und schenkte der internationalen Bergrennfamilie Emotionen wie nie zuvor, verbunden mit faszinierendem Bergrennsport auf höchstem Niveau. Wie es aktuell aussieht wird es wohl keine weiteren Masters-Veranstaltungen geben, dies zeichnete sich bereits seit Monaten ab und klang auch aus den betroffenen FIA-Kreisen durch und scheint sich am vergangenen Wochenende bei der EBM-Preisverleihung im spanischen Asturien hinter vorgehaltener Hand bestätigt zu haben. Eine offizielle Verlautbarung gab’s bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Allerdings soll sich diese Woche entscheiden, wie inzwischen durchdrang, ob es noch eine minimale Chance auf Rettung des Masters, eventuell durch einen privaten Promotor, geben könnte. Das neue FIA-Präsidium in Paris scheint kein Interesse am Amateursport zu haben, wohl aus Kostengründen. Ungewöhnlich ruhig war es die letzten Wochen auch um die FiA Europa-Bergmeisterstaft (EBM), diese stand sogar angeblich auf der Kippe. Foto: Nicolas Millet

Berg-Pokal Sieger Wolf-Dieter Feuerlein verstorben

14. November 2022

Wie „Bergrennen in Deutschland“ erst jetzt erfuhr, verstarb bereits am 02. Juli diesen Jahres der Oldenburger Wolf-Dieter Feuerlein im Alter von 77 Jahren nach langer schwerer Krankheit. Wolf-Dieter Feuerlein war seit 1964 aktives Mitglied im MSC Oldenburg e.V. im ADAC. Er war lange Jahre im Vorstand aktiv und Mitbegründer der Oldenburger Classic Days. Er fuhr Slalom, Rundstrecke, Rallye und Oldtimer-Rallye und nicht zuletzt Bergrennen, wo er im Jahr 2000 in einem Audi A4 Quattro Gruppe G, den DMSB Berg-Pokal für Tourenwagen gewann. 1981 bekam er vom ADAC zudem die Ehrennadel mit Brillanten verliehen. R.I.P. Wolf-Dieter.

Claire Schönborn und Marcel Hellberg holen Gold für Deutschland

1. November 2022

Mit einem großartigen Erfolg in der Tasche, kehren die bergerfahrenen Claire Schönborn und Marcel Hellberg von FiA Motorsport Games in Südfrankreich zurück. Als Mitglieder des Deutschen Nationalteams des DMSB, traten die Beiden in der Disziplin Auto-Slalom an und sicherten sich überlegen und ungefährdet die Goldmedaille. Zusammen mit dem Mixteam im Kart-Slalom waren Schönborn und Hellberg die erfolgreichsten Deutschen bei diesen quasi olympischen Motorsportspielen der FiA. Mit ihrem Zutun gewann Deutschland zudem die FIA New Star Trophy als beste Nation in den Nachwuchs- und Breitensportwettbewerben. Im Medaillenspiegel der FIA Motorsport Games 2022 teilt sich das Motorsport Team Germany Platz 4 mit den Niederlanden, hinter Sieger Italien, Frankreich und Belgien. Der Slalom-Kurs, der im Fahrerlager des Circuit Paul Ricard in Le Castellet angesiedelt war, war für die Teilnehmer-Paare aus 25 Nationen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Mit einem in Deutschland üblichen Auto-Slalom oder gar Rennslalom, konnte man diesen Paralellkurs mit Ausscheidungsfahren in direktem Duell, nicht vergleichen. „Am vergangenen Donnerstag hatten wir den ersten Tag: 50 Teilnehmer aus 25 Nationen traten zum ersten Auscheidungsfahren an, gefahren wurde mit zwei identischen Opel Corsa-E Rallye aus dem diesjährigen Rallye Cup“, erklärt Claire Schönborn. „Wir konnten von Anfang an dominieren, sind auf Platz 1 in die Runde der besten 16 gekommen“. Nach dem freien Freitag stand für unsere Berg- und Slalomspezialisten am Samstag das 8tel Finale an, das gegen Peru überlegen gewonnen wurde und erneut mit den Bestzeiten des Tages. Am Sonntagmorgen hieß es 4tel Finale gegen Tschechien. „Wir haben uns trotz eines Pylonenfehlers von Marcel deutlich abgesetzt und zogen ins Semifinale gegen Georgien ein. Die haben viel geschmissen und waren zeitlich unterlegen. Und erneut fuhren wir die schnellsten Zeiten von allen“. Am Sonntagnachmittag hieß im Finale der Gegner Slowakei: Beim Duell Michaela Dorcikova gegen Claire Schönborn hat die Slowakin einmal geschmissen und war rund eine Sekunde pro Lauf langsamer. Beim Zweikampf Marcel Hellberg gegen David Nemcek war es ähnlich. Trotz eines Pylonenfehlers hatte Marcel Hellberg mehr als genügend Vorsprung im Ziel, und damit Gold perfekt gemacht. Gleich doppelt Emotional war für unser DMSB-Slalom-Paar die Siegerehrung, gleich nebenan auf dem großen Podium der ehemaligen Formel 1-Strecke gab es die goldenen Medaillen vor Publikum. Im Rahmen der Closing Ceremony am Abend wurde dies in festlichem Rahmen noch einmal wiederholt. Die FiA Motorsport Games fanden erst zum zweiten Mal statt und sollen in Zukunft im Rhythmus von zwei Jahren in unterschiedlichen Ländern ausgetragen werden. Im Süden Frankreichs wurden Medaillen in […]

ADAC SimRacing Berg-Cup 2022 geht an Fabio Albiez

29. Oktober 2022

Eine Woche nach dem realen Bergrennfinale von Mickhausen fand am zweiten Oktober-Montag auch das Finale des ADAC SimRacing Berg-Cup auf der virtuellen Käshoferstraße von Homburg statt. Die vom ADAC Südbaden promotete virtuelle Bergmeisterschaft von Deutschland, findet bekanntlich im Rahmen der Röttele Berg-Challenge by GTR4u.de statt, die erst kurz vor Weihnachten ihre Saison mit dem Finalabend auf der virtuellen Strecke von Mickhausen begeht. Von den insgesamt 21 Rennabenden, zählten elf Deutsche Sim-Bergrennstrecken zur quasi Deutschen SimRacing Bergmeisterschaft, powered by ADAC. Genauso, wie Jonas Tornow im Vorjahr (wechselte zur Rundstrecke) dominierte der junge Fabio Albiez vom AC Bad Säckingen die diesjährige Meisterschaftsrunde. Mit 10 von möglichen 11 Tagessiegen holte der Südschwarzwälder nahezu das Punktemaximum heraus. Nur einmal, in Eichenbühl war Niels Röttele, der sonst die zweiten Plätze abonnierte, schneller als Albiez. Der Teenager vom MSRT Freiamt musste aus Termingründen die Läufe am Iberg und Glasbach auslassen, holte aber dennoch überlegen die Vize-Meisterschaft vor Danny Hein aus dem württembergischen Rems-Murr-Kreis, der seit Jahren zum Inventar bei GTR4u.de-Meisterschaften zählt. Der Toyota-Fan schnappte sich mit zwei zweiten Plätzen und weiteren Top-Platzierungen ebenso deutlich den 3. Podiumsrang.  Punktemäßig klar von der Spitze getrennt, wurden die weiteren Platzierungen ausgefochten. 1. Fabio Albiez (AC Bad Säckingen) 180 Punkte 2. Niels Röttele (MSRT Freiamt) 154 Punkte 3. Danny Hein (-) 133 Punkte 4. Sebastian Burkhart (AC Babenhausen) 117 Punkte 5. Jürgen Dees (AC Schweinfurt) 94 Punkte 6. Dennis Pohlmann (-) 93 Punkte 7. Bernhard Tresenreiter (ASC Bobingen) 75 Punkte 8. Thomas Bubel (Homburger AC) 66 Punkte 9. Marcus Schmitz (AC Mühlheim / Ruhr) 48 Punkte 10. Carsten Fiedler (Stadthäger Motor Club) 28 Punkte

Leseprobe: Helmut Kalenborn – Der Bergkönig von Mallorca

25. Oktober 2022

Der sportliche und interkulturelle Siegeszug des am 2. April 1940 geborenen Straßfelders Helmut Kalenborn begann anfangs der siebziger Jahre. 1976 fuhr er sein erstes Rennen auf Mallorca. Zuvor hatte der gelernte Kfz-Meister mit eigener Werkstatt in Euskirchen bereits einen Großteil seiner Ersparnisse in Rennwagen investiert. Mit ihnen nahm er am Wochenende an nationalen und internationalen Rundstrecken- und Bergrennen in Deutschland, Luxemburg, Belgien in den Niederlanden sowie der damaligen Tschechoslowakei teil. Mit einem NSU-Brixner Rennwagen gelang Helmut Kalenborn beim ADAC-500-Km-Eifelpokal-Rennen am 3. September 1972 der internationale Durchbruch. Auf der Nordschleife belegte er mit seinem 1300er Brixner in der Klasse bis 1600 ccm hinter dem Engländer John Blankley auf einem 1,6-Liter-Prototypen sensationell den zweiten Platz. Bis 1975 startete Kalenborn in zahlreichen Rennen auf dem Nürburgring, in Hockenheim, auf dem Flugplatz-Kurs in Mainz-Finthen und in Diepholz. Als er ab Mitte der siebziger Jahre auch zahlreiche Formel-Super-Vau-Rennen bestritt, zählten u.a. der spätere Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg sowie eine Vielzahl der damaligen Super-Vau-Spitzen-Piloten wie Prinz „Poldi“ von Bayern, Mario Ketterer, Eje Elgh, Manfred Schurti, Josef Kaufmann, Manfred Trint, Axel Plankenhorn, Arie Luyendyk und Kenneth Persson zu seinen Gegnern. Mit einem Überraschungssieg 1975 auf seinem Kaimann Super Vau beim Internationalen Bergrennen in Luxemburg sorgte der Straßfelder – einmal mehr – nicht nur landesweit für sportliche Schlagzeilen. Dann kamen die Karnevalstage 1976. „Ich hatte mir in diesem Jahr fest vorgenommen, dem ganzen Klamauk zu entfliehen“, erinnert sich Kalenborn. Über ein Reisebüro buchte er eine viertägige Pauschalreise nach Mallorca. Auf einem eher langweiligen Ausflug nach Sóller wurde Kalenborn schlagartig hellhörig, als der Busbegleiter von einer Straße erzählte, die von dem kleinen Orangen-Dorf Sóller auf den höchsten Berg der Insel, den Puig Major führte – und auf der jedes Jahr im September das Finalrennen der regionalen Bergrennmeisterschaften stattfand. Nach seiner Rückkehr berichtete Kalenborn seinem Bekannten im Reisebüro in Euskirchen von der Möglichkeit, im kommenden Herbst an einem Autorennen auf der Insel teilzunehmen. Der wiederum bat seinen Geschäftspartner auf Mallorca, Martin Cardona, um Unterstützung. Wie der Zufall es wollte: Cardona war neben seiner Tätigkeit als Reisekaufmann auch begeisterter Bergrennfahrer. Und darüber hinaus erfreut, dass Rennfahrer Kalenborn als erster Deutscher an mallorquinischen „Pujadas“ (Bergrennen) teilnehmen wollte. „Martin war der Schlüssel für meinen Start auf der Insel. Er sprach perfekt Deutsch, machte mich bei Freunden bekannt und beherbergte mich später in seinem Haus“, sagt Kalenborn. Der Deutsche kam anfangs nur im September für das Saison-Abschlussrennen am Puig Major mit eigenem Rennwagen auf die […]

Positive Neuerungen im Deutschen Bergrennsport durch Pf-Einführung

23. Oktober 2022

Der Performance Faktor (PF) hält ab der kommenden Saison Einzug in der Division 1 der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und im DMSB Automobil Berg Cup für Tourenwagen. Der PF kommt und er kommt mit einigen positiven Änderungen im DMSB Bergreglement sowie in den DMSB Prädikatsbestimmungen. Am vergangenen Freitagabend stellte die AG Bergrennen allen DBM Veranstaltern, Vertretern des KW Berg-Cup und Vertretern der Technischen Kommissare die finalen Entwürfe der Reglements und Prädikatsbestimmungen für die Saison 2023 vor. Ein Novum das bisher so in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt noch nie da gewesen ist. Dass der Performance Faktor in der kommenden Saison in der Division 1 zur Anwendung kommt, wurde bereits durch den DMSB veröffentlicht. Umso interessanter war es nun zu erfahren, wie das Ganze sich im Detail darstellt. Seitens der AG Bergrennen und des DMSB hat man sich darauf verständigt, die zukünftige Klasseneinteilung gemäß FIA Vorschlag für nationale Meisterschaften zu übernehmen. Auf Grund der in dieser Saison durchgeführten Schattenwertung und der daraus gewonnenen Erkenntnisse entschied man sich dazu, die PF Gruppe 5 nicht -wie von der FIA vorgeschlagen- in 2 Klassen zu unterteilen sondern in drei. Konkret gibt es hier also nun die Klassen 5a (PF 160-199), 5b (PF 200-259) und 5c (ab PF 260). Diese weitere Unterteilung war nötig, um ein möglichst homogenes Starterfeld in den einzelnen Klassen zu haben. Eine weitere sehr positive Meldung ist, dass mit Einführung des PF ab der kommenden Saison nun auch die Fahrzeuge der Gruppen H, FS und E1-FiA in der DBM und im DBC punktberechtigt sind. Darüber hinaus wurde ein Vorschlag der aktiven Fahrer in die Regularien übernommen. Ab der kommenden Saison zählen grundsätzlich jeweils die zwei besten Wertungsläufe aus drei bzw. die drei besten Wertungsläufe aus vier zur Tageswertung. Im letzten durchgeführten Rennlauf gibt es nun die Möglichkeit zusätzliche Punkte in der DBM einzufahren. Auch neue Veranstaltungsformate hat die AG Bergrennen in diesem Jahr mit betrachtet und entsprechend berücksichtigt. So wurde für die Veranstalter im Reglement die Möglichkeit geschaffen eine Doppelveranstaltung an einem Wochenende durchzuführen. Weiterhin gibt es in den neuen Regularien einige Präzisierungen und Umformulierungen mit dem Ziel, die Reglements verständlicher zu machen. Wann die Regularien offiziell veröffentlicht werden, ist noch offen.

Goodyear schließt Avon-Reifenwerk im englischen Melksham

22. Oktober 2022

Nun ist es raus: Wie zahlreiche Medien in Großbritannien berichtet, schließt Goodyear das Avon-Reifenwerk im englischen Melksham zum Jahresende 2023, das eins von zwei Cooper-Reifenwerken in Europa ist und seit 132 Jahren besteht. Das Werk in Melksham ist die kostenintensivste Produktionsstätte von Cooper Tire Europe, und das Unternehmen sagte, dass eine Erweiterung oder Modernisierung der Anlage „nicht wirtschaftlich machbar“ sei. Die verbleibenden Funktionen des Standorts waren die Produktion von speziellen Motorsport-Renn- und Motorradreifen sowie die Europazentrale und das technische Zentrum des Unternehmens sowie das Materialgeschäft. Jetzt soll ein „Konsultationsprozess“ eingeleitet werden, der bis zum Ende des kommenden Jahres abgeschlossen werden soll, heißt es dazu vonseiten Goodyears. Die Zukunft der 350 Mitarbeiter ist Ungewiss, genauso wie die Produktion von Rennsportreifen, gerade für den Bergrennsport.

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