Elektra X Motorsport-Simulatoren neu bei Hauser

14. August 2020

Sieht man einmal von den millionenteuren Simulatoren aktueller Formel 1-Teams ab, ist der erst neu auf dem Markt erschienene Motorsport-Simulator „Elektra X“ eine neue Dimension auf dem Gebiet des SIM-Racing und des virtuellen Rennsports. Seit einem halben Jahr beschäftigt sich das Luxemburger Team Racing Experience um die früheren Berg-Champions Christian und David Hauser (und Bruder Gary) mit dieser hervorragenden Test- und Trainingsmöglichkeit, quasi auf dem trocknen. Nebenbei kann man auch einfach nur seinen Spaß haben.  „Elektra X“ schließt die Lücke zwischen hochprofessionellen Simulatoren der Industrie und den Heim-Gaming-Wheels an PC und TV-Bildschirmen. Nach zweijähriger Entwicklungszeit stellte die Firma Motorsport Simulator nun zwei spektakuläre und brandneue Simulatortypen für den semiprofessionellen und professionellen Einsatz vor, die nun unter der neuen Marke Elektra X auf den Markt sind. Eine offene und teilweise geschlossene Plattform sind erhältlich. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist das in der Tschechischen Republik ansässige Unternehmen Motorsport Simulator dafür bekannt, erstklassige kundenspezifische und professionelle Rennsimulatoren für Profi- und Amateur-Rennfahrer herzustellen und richtet sich darüber hinaus auch an anspruchsvolle Sim-Rennsportbegeisterte. Exklusiver Händler für die BeNeLux-Staaten und Frankreich ist Racing Experience, das auch im realen Rennsport sehr aktive Team um die Luxemburger Rennfamilie Hauser. Wer jetzt darüber nachdenkt sich einen Elektra X Simulator ins heimische Wohnzimmer zu stellen, sollte jedoch den Anschaffungspreis von rund 85.000€ bedenken. Am Teamsitz von Racing Experience im luxemburgischen Wormeldange, in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland, haben die Hausers die offene Version „X2-Xtreme“ installiert. Das neue Simulatorsystem zeichnet sich durch ein luxuriöses Design, hochwertige Materialien und die neuesten Technologien aus, um ein möglichst realistisches Erlebnis zu gewährleisten. Die Anlage wird von den Piloten des Teams zu Trainings- und Vorbereitungszwecken genutzt. Jedermann kann sich aber auch für ein paar Runden stundenweise einmieten und so in der Coronapandemie die Fahrpraxis im Rennsport nicht zu verlieren oder einfach aus Neugier einmal dem Rennsport in großer Realitätsnähe zu frönen. Schon für 108€ pro Stunde ist man dabei. „Unser Simulator ist schon jetzt stark nachgefragt und gut gebucht“, sagt Teamchef Christian Hauser. „Die Möglichkeiten werden von Rundstrecken- und Kartfahrern angenommen. Entsprechende Rennstrecken und Kartkurse können geladen werden. Diverse Bergrennstrecken sind in Vorbereitung. Teamintern können wir uns virtuell auf unseren Start in Le Mans mit unserem LMP3-Rennwagen vorbereiten, da in der Realität die Trainingsrunden dort stark limitiert sind. Dabei können wir zum Beispiel das Cockpit unseres Duqueine D08 einblenden“. Elektra X simuliert ein realistisches Fahrerlebnis wie in einem echten Rennwagen, unter allen möglichen Bedingungen und auf […]

Verlorenes Coronajahr – nicht für das Motorsport Team Rahn

13. August 2020

Normalerweise beginnt im Monat August eines jeden Jahres das letzte Drittel der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Wie das Heimspiel des Formula 3 Motorsport Team Patrick Rahn vom ersten Augustwochenende in Osnabrück, fiel in diesem Jahr gleich die komplette Meisterschaftsrunde der Bergrennen in Deutschland durch die Coronapandemie ins Wasser. Doch die Mannen mit und um Patrick Rahn machten aus der Not eine Tugend und verwirklichten seit dem Frühjahr einige interessante Projekte und Aktionen. Man nutzte die rennsportlose Zeit für so manch nette Spielerei, investierte aber auch in das Equipment und Merchandising um das gesamte Team für die Zukunft besser aufzustellen. Im vergangenen Frühjahr, als man noch auf ein paar Rennveranstaltungen hoffen dufte, tüftele das Team bereits an einem neuen Design für den Dallara-Rennwagen. Die angestammten Farben Weiss, Rot und Grün sollten wieder die Hautrolle spielen. Ganz wie bei den Großen, entstand am Computer ein virtueller Vorgeschmack ( https://youtu.be/jvIAXihb6jE ). Die dabei gewonnenen Daten fanden sogleich Verwendung im virtuellen Berg-Rennsport, der in diesem besonderen Jahr im Aufwind steht. Bereits bevor der Wagen in der Realität „ready to race“ war, konnte dieser virtuell heruntergeladen und für die italienische Spielesimulation Assetto Corsa verwendet werden. Dafür wurde auch eigens ein kurzes Präsentationsvideo online gestellt, was natürlich auch Patricks Sponsoren Fassi Group, Pavic-LKW, KfZ-Meise, Winkler und Com Cut zu Gute kam. Apropos virtueller Motorsport. Beim ersten virtuellen Ibergrennen von Heiligenstadt, das am Termin der abgesagten realen Veranstaltung online über die Bühne ging, war Patrick ebenfalls mit von der Partie. Viel Energie wurde zwischenzeitlich auch in den neu angeschafften Renntransporter, ein Sprinter mit Kofferaufbau gesteckt. Es wurde Teamkleidung und ein Zeltdach im neuen Design entworfen und realisiert. Durch die Gründung des PR-Merchandisings ist es nun möglich, das ganze Team vom Zelt bis zum Base-Cap aus erster Hand auszurüsten. Doch ohne der eigentlichen Bestimmung des Teams, den Rennsport auf Bergstrecken muss die Truppe 2020 auskommen, nachdem auch das letzte noch offene Rennen Anfang Juli abgesagt wurde. „Testen werden wir in jedem Fall noch“, tröstet sich Patrick Rahn. „Derzeit fertigen wir einen  gesonderten Schalldämpfer um auf der Bilster Berg-Rundstrecke fahren zu dürfen. Dies ist mit dem FIA F3 Schalldämpfer nicht möglich da der Dallara deutlich zu laut wäre. An einem Rennen im Ausland möchten wir aufgrund des gesundheitlichen Risikos nicht teilnehmen. Wir legen all unsere Hoffnungen in die Saison 2021.

Sieg und Rekord für Merli beim 46. Alpe del Nevegal

10. August 2020

Die italienische Bergmeisterschaft 2020 begann mit dem 46. Alpe del Nevegal-Bergrennen, das von zeitweise mehr als 1.500 Fans online und live verfolgt wurde. Christian Merli gewann auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM aus der Gruppe-E2SS das enge Duell mit Erzrivale Simone Faggioli auf Norma M20 FC Zytek aus der E2SC-Gruppe. Vom Trentiner Merli, dem der bis dato gültige Streckenrekord gehörte, und vom Florentiner Faggioli, der erstmals überhaupt in Nevegal antrat, erwartete Jedermann nicht weniger als neue Rekordzeiten. Faggioli startete mit einer neuen Rekordmarke im ersten Lauf,  in den wie sich erst später herausstellen sollte, langen Tag.  Merli, der Fahrer des Blue City Teams reagierte mit 2’23”01 prompt und verkürzte die Bestmarke um weitere 47 Hundertstelsekunden. Im zweiten Lauf, der sich durch zwei länge Zwischenfälle bis knapp 19 Uhr hinzog, stellte Merli mit einer Zeit von 2’22″66 einen neuen und mindestens ein Jahr gültigen Rekord für die 5,5 km lange Strecke auf. Ein weiterer Osella FA 30 Zytek, aber aus der Mannschaft von Simone Faggioli, schaffte es aufs Podium. Dass Diego Degasperi aktuell die unbestrittene Nummer 3 in Italien ist, bestätigte der Trentiner in seinem einsitzigen Prototyp. “Es war nicht einfach“, sagt Christian Merli in seiner Pressemittteilung. „Faggioli hatte die Startnummer 19, und nachdem wir im ersten Rennen seine Zeit gesehen hatten, war es schwer, konzentriert zu bleiben, bis wir mit der Nummer 1 als letzter an der Reihe waren. Ich konnte es kaum glauben, dass ich diese Zeit geschafft hatte. Streckenrekord und Sieg. Im zweiten Rennen lief alles bestens, und wir haben den Rekord noch einmal verbessert. Ich freue mich sehr und bedanke mich bei meinem Mechaniker Giuliano, meiner Partnerin Cinzia und den Freunden, die mir in den letzten drei Wochen geholfen haben. Nicht zu vergessen auch die Arbeit der Petriglieri-Brüder am Motor, Avon für die Reifen und Osella. Ein toller Team-Erfolg“. „Mit den im Training gesammelten Daten konnten wir gut arbeiten und schnell Fortschritte machen“, kommentierte Faggioli. „Ich freue mich sehr, bei meinem Debüt hier in Nevegal direkt mit Christian kämpfen zu können. Ein Grund dafür war auch die Auswahl von Pirelli, die mir die am besten geeignete Reifenmischung gaben“. In Podiumsnähe gelangte der junge Francesco Conticelli, der aus dem über 1.600 km entfernten Trapani auf Sizilien anreiste. Conticelli wird zusehends mit dem leistungsstarken Osella FA 30 Zytek vertraut und macht deutliche Fortschritte. Hervorragender fünfter Platz für den nächsten Sizilianer Franco Caruso, der erstmals seinen brandneuen Nova Proto […]

André und Björn Wiebe gewinnen in St. Agatha den KW Berg-Cup 2019

26. September 2019

Das vorletzte der insgesamt 13 Rennen zur Internationalen Serie KW Berg-Cup hat so richtig Laune gemacht. Der MSC Rottenegg und seine Mannschaft rund um ihren Organisationsleiter Markus Altenstrasser hatte am Wochenende (21./22.09.) alles im Griff. Eine riesige Kulisse von gut 10.000 Besuchern gab dem „NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha“ einen würdigen Rahmen. Die Fans wurden bei angenehmen Herbstwetter vom sportlichen Geschehen auf der 3,2 Kilometer langen, flüssig-schnellen Piste, die zwischen Passau und Linz in der Nähe der Schlögener Donauschlinge in Oberösterreich zu finden ist, mitgerissen und bestens unterhalten. Die positive Stimmung förderte auch einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord und weitere Höchstleistungen zutage. Davidovic und Hofmann gewinnen erneut den NSU Pokal Unter den insgesamt 153 Startern hielt sich die 42 Fahrzeuge starke Delegation des Internationalen KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals hervorragend, ihre aktiven Fahrer durften trotz harter Konkurrenz mehrere Klassensiege und viele weitere Top-Platzierungen feiern, die sich auch auf die Meisterschaftsstände auswirkten. Im NSU-Bergpokal, der erstmals in St. Agatha dabei war und dort super ankam, machten die aktuellen Leader Steffen Hofmann / Jörg Davidovic durch den Sieg von Steffen den Sack endgültig zu, sie haben ihren fünften gemeinsamen Gesamterfolg jetzt sicher in der Tasche. In der Klasse bis 1150 Kubik setzte sich der erst 23-Jährige Niederbayer Tobi Mayer mit seinem VW Polo 16V souverän durch. Die Abteilung bis 1400 Kubik stand ganz im Zeichen des neuen Deutschen Automobil-Berg-Meisters Hansi Eller, der den VW Minichberger Scirocco 1 16V zu seinem achten Saison-Klassensieg fuhr. Bei den 1600ern sahen sich die KW Berg-Cup-Aktiven sehr harter österreichischer Konkurrenz gegenüber, die aber kein Mittel gegen den entfesselt agierenden Erwin Buck und dessen VW Spiess Scirocco 16V fand. Auch die 2-Liter-Abteilung erlebte einen KW Berg-Cup-Fahrer auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Mit einem Gala-Auftritt konnte sich Thomas Strasser, der KW Berg-Cup Gesamtsieger von 2018, im VW Minichberger Scirocco 1 16V diese Position sichern. Auf Platz zwei beendete Björn Wiebe im Renault Clio BTCC seinen St. Agatha-Trip. Damit krönte sich der 32-Jährige zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder André im Team zum dritten Mal nach 2016 und 2017 zum KW Berg-Cup Gesamtgewinner. Schagerl übertrumpft Plasa-Rekord Da in Österreich oberhalb von 2000 Kubik nur mehr eine einzige, mit Super-Boliden gefüllte Klasse ausgeschrieben wird, hatten die KW Berg-Cup-Asse, die mit einer Ausnahme über maximal 3 Liter Hubraum verfügten, naturgemäß einen schweren Stand. Nichtsdestotrotz powerten sich im 26-Wagen-Feld zwei KW Berg-Cup’ler unter die Top-Ten: Günter Göser schaffte im Opel Kadett […]

Never-Forget-Tribute-To-Georg-Plasa-KW-Team startet beim Glasbachrennen

3. Juni 2019

Nach dem spektakulären Auftritt beim Goodwood Festival of Speed 2018 in Großbritannien (Link zum “Tribute-to-Georg-Plasa YouTube-Video The Way to Goodwood”: https://youtu.be/YSKCm3jD_TU ) und einem Gaststart beim FIA Hillclimb Masters im Oktober 2018, nimmt das „Never-Forget-Tribute-To-Georg-Plasa-KW-Team“ beim 24. Glasbachrennen in Thüringen teil. Das von dem oberbayerischen Rennfahrer Georg Plasa entwickelte und aufgebaute BMW 320 (E36) Coupé mit seinem über 550 PS starken JUDD KV675 V8 Triebwerk wird dabei erneut von Georg Plasas Weggefährten und Freund Jörg Weidinger pilotiert. Der Rennwagen fährt auf Deutschlands längster Bergrennstrecke keine Demo-Läufe, sondern startet vom 14. bis 16. Juni 2019 im Wettbewerb gemäß Reglement im FIA E1-EG-Meisterschaftslauf. Am Freitag, 14. Juni 2019 um 17:00 Uhr stellen das „Never-Forget-To-Georg-Plasa-KW-Team“ und Fahrer Jörg Weidinger auf einer Pressekonferenz des Veranstalters den legendären BMW 320 Judd von Georg Plasa vor. Das Glasbachrennen in Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach zählt mit seinen Läufen zur Europabergmeisterschaft (EBM), Deutschen Berg-Meisterschaft, KW Berg Cup Gruppe H und vielen weiteren Meisterschaftsrennen zu den spannendsten Motorsportterminen in Deutschland. Nirgendwo sonst können Rennsportfans so viele unverwechselbare Rennwagen und prominente Fahrer der Bergszene hautnah erleben. 2019 wird auch einer der Ikonen der europäischen „Bergrennsport-Community“ nach über einer Dekade wieder bei einem Rennen in Deutschland starten: Das „Never-Forget-Tribute-To-Georg-Plasa-KW-Team“ stellt sich vom 14. bis 16. Juni 2019 der Herausforderung, auf Deutschlands längster Bergrennstrecke mit dem legendären BMW 320 Judd V8 des leider 2011 tödlich verunglückten Bergrennfahrers Georg Plasa an den Start zu gehen. „Nach Jörg Weidingers Husarenritt beim Goodwood Festival of Speed im Sommer 2018, erhielten wir zahllose Anfragen von deutschen Veranstaltern, um mit Georgs BMW vor heimischem Publikum zu starten“, erklärt Teameigner und KW automotive Geschäftsführer Klaus Wohlfarth. „Ganz im Sinne unseres Freundes Georg Plasa werden wir uns dem harten Wettbewerb stellen.“ Intern stimmten sich die Verantwortlichen des Teams ab, dass sie nicht mit dem BMW E36 Judd V8 an Rennen oder auf Strecken fahren werden, an denen damals Georg Plasa mit seinem BMW fuhr. „Wir möchten einfach verhindern, dass irgendwelche Vergleiche zwischen Georgs damaligen Zeiten und mit den Zeiten von Jörg gezogen werden können. Der Start in Thüringen ist eine sportliche Hommage für die Fans von Georg.“ Auch Jahre nach dem tödlichen Unfall von Georg Plasa ist sein Sportsgeist in der europäischen Bergrennsportszene präsent. Der Oberbayer vom „MSC Tegernsee“ lebte für den Bergrennsport und war jemand, der nie nur an sein Team oder an sich als Fahrer dachte. Viel mehr setzte sich Georg Plasa für die Belange und Nöte […]

Mickhausen kehrt mit Neuerungen in die Bergszene zurück

25. Mai 2019

Nach dem Ausfall 2018 wird es in diesem Jahr wieder ein Bergrennen in Mickhausen im Landkreis Augsburg  geben. Der Termin verbleibt auf dem traditionellen Datum Anfang Oktober. Erstmals werden die Motoren bei dem Großereignis in den Stauden nicht nur dröhnen, sondern auch surren. Denn zum ersten Mal wird es eine Klasse mit Elektroautos geben. Der Aufschrei bei vielen Fans und den aktiven Fahrern aus ganz Deutschland und dem Ausland war damals groß, als der ASC Bobingen ankündigte, dass es 2018 und vielleicht auch darüber hinaus aus organisatorischen Gründen kein Mickhausener Bergrennen geben werde. Entscheidend dafür war, dass sich unter anderem wegen Arbeitsüberlastung der langgediente Organisationsleiter Günter Hetzer zurückzog und es technische Probleme gab, die auf die Schnelle nicht gelöst werden konnten. Zwischenzeitlich  hat sich einiges verändert und aufgeklärt. Es hat sich eine neue Organisationsspitze gebildet, bestehend aus dem Trio Michael Kanth (Vereinsvorsitzender), Hinrich Groeneveld und Wolfgang Glas. Zum Rennwochenende  stößt noch Jürgen Guckert vom Homburger Automobilclub hinzu, der erstmals auf der rund zwei Kilometer langen Strecke hinauf Richtung Brikach als Rennleiter fungiert.  Sie haben nun ein schlagkräftiges Team um sich geschart, das gewillt ist, den Arbeitsaufwand für das Bergrennen zu stemmen. Die Genehmigungen für die Veranstaltung vom 4.-6. Oktober samt dem Drumherum sind bereits eingeholt, die bis zu 500 Hilfskräfte stehen Gewehr bei Fuß, und die wichtigen Finanzen sind geklärt. „Die Vorfreude auf das Großereignis, zu dem wieder bis zu 20.000 Besucher erwartet werden, bei allen Beteiligten, auch im Dorf, ist jetzt schon riesig“, sagt Kanth. Das alles konnte nur erreicht werden, weil der ASC Bobingen das Rennen etwas umstrukturiert hat. Ein entscheidender Schritt dabei ist, dass bei den Verbrennungsmotoren kein Rennen mehr nach den Regeln des internationalen Automobilsportverbandes FIA ausgetragen wird. Also, das Prädikat FiA International Hill Climb Cup nicht angestrebt wurde. „Die Auflagen dafür waren riesig, die Kosten hoch, der Arbeitsaufwand gigantisch und der Ertrag nicht so wie erwartet“, erklärt Kanth. Wie sich das auf die Internationalität des Starterfeldes auswirkt, wird sich zeigen. Ein neuer Pluspunkt  ist hierbei sicherlich die Wertung zur Luxemburger Bergmeisterschaft, die auch potente Rennfahrzeuge und einige namhafte Piloten mitsichbringt. Ansonsten wird nichts weggelassen, im Gegenteil, es kommen neue Dinge dazu: „Wir bauen neben dem VIP-Zelt ein weiteres Zelt für bis zu 350 Personen auf. Darin soll es am Freitagabend einen Unterhaltungsabend mit Musik, Essen und Trinken nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Öffentlichkeit geben“, betont Glas. Und auch am Samstagabend gibt es […]

Merli holt in Spanien vierten EM-Sieg in Folge

20. Mai 2019

Bei äußerst wechselhaften und schwierigen Wetterbedingungen trug erneut der Italiener Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30 Zytek LRM beim 48. Subida Al Fito im spanischen Baskenland, den Gesamtsieg davon. Auch bei der vierten Runde der Europa-Bergmeisterschaft 2019 gelang dem EM-Titelverteidiger der vierte Gesamtsieg in Folge. Diesmal verlief der Renntag spannender als noch in Portugal vor einer Woche. Ein Toller Kampf mit dem ex-Europameister Simone Faggioli am Steuer des Norma M20 FC war das Ergebnis. Die Trainingsläufe prägte der Regen. Auf der 5,350 Kilometer langen Strecke ist Merli zuerst zwar in Front, doch der Spanier Javier Villa im ebenfalls werksunterstützten BRC (Foto oben) schlägt sich hervorragend und ist anfangs sogar schneller als Simone Faggioli. Am Morgen des Renntags wagt es Merli trotz nasser Strecke, sich für Intermediat-Reifen zu entscheiden und muss prompt Faggioli den Vortritt lassen. Im zweiten Durchgang dreht Merli den Spieß wieder um und im dritten Lauf macht Merli den Tagessieg klar, vor Faggioli und dem stark agierenden Javier Villa. „Ich bin sehr glücklich“, kommentiert Merli. „Bei den Trainingsfahrten im Regen haben wir das richtige Setup mit den Regenreifen gefunden. Heute setzten wir im ersten Rennen auf Intermediat-Reifen, aber in den Waldpassagen war die Straße wohl noch zu nass, hatte ich das Gefühl. In zweiten Rennlauf, war es großartig und die Bedingungen waren optimal, während ich im 3. Rennen ruhig hätte die Slicks verwenden können, aber ich hatte mich für eine konservative Wahl entschieden. Zugegeben, es gab Rinnsale die die Straße kreuzten was einen Risiko gewesen wäre. Jetzt geht es für uns alle erst einmal nach Hause um uns in 14 Tagen beim Ecce Homo-Rennen in Tschechien vorzustellen. “ Wiederum auf einer bislang für ihn unbekannten Strecke  gelang dem Vorarlberger Christoph Lampert im Osella FA 30 ein hervorragender vierter Platz in der Tageswertung, vor seinem Markenkollegen Diego Degasaperi und beiden Norma-Piloten Guy Demuth und ex-Europameister Andres Vilarino auf den Plätzen 6 und 7. Danach folgte bereits der Franzose Sebastien Petit, der nach seinem Crash von Portugal mit seinem teameigenen Ersatzwagen á la Norma Honda 2-Liter Rang acht belegte. Der Schweizer Reto Meisel schied bereits im Training mit einem Unfall auf regennasser Piste aus. Der Schaden an der linken Vorderradaufhängung und der Karosserie, war zu groß um am Rennen teilzunehmen.

Hin zu Rang fünf beim ÖM und KW Berg-Cup Lauf in St. Anton

20. Mai 2019

Wie schon so oft war die Berg-ÖM und KW Berg-Cup-Veranstaltung in St. Anton/J. vom Emsi Motorsport Team exzellent organisiert. Vom Rennleiterteam angefangen bis hin zu den Streckenposten war man jeder Situation gewachsen und so verlief sowohl das Training als auch das Rennen in einem ungewöhnlich flotten Tempo. Die anspruchsvolle Strecke in St. Anton/J. forderte die Piloten wieder bis aufs äußerste, jedoch blieben zum Glück gröbere Zwischenfälle aus. Und so war es noch vor 15 Uhr (!), als der 3. Rennlauf von Hermann Waldy jun. erfolgreich beendet wurde. Da auch die Siegerehrung zeitig angesetzt war, war eine grandiose Stimmung im Festzelt vorhanden. Zudem hatte auch der Wettergott ein einsehen, denn das ganze Wochenende ging trocken und auch bei angenehmen Temperaturen über die Bühne. Im Kampf um den Gesamtsieg war der niederösterreichische Lokalmatador Karl Schagerl voll in seinem Element. Mit einer wirklich beeindruckenden Performance am Steuer seines VW Golf Rallye TFSI-R konnte er sich gegen die starke Konkurrenz aller Fahrzeugkategorien durchsetzen und einen vollen Erfolg fixieren. Dabei konnte er bei seinem Heimrennen bereits in Rennlauf 1 einen neuen Tourenwagenstreckenrekord aufstellen und so den Grundstein für den späteren Gesamtsieg in St. Anton/J. legen. In Lauf 2 legte der Purgstaller am Steuer des weiß-blauen Boliden nochmals nach, steigerte sich um weitere 0,2sec. und unterbot somit seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um über 1 Sekunde. Auf dem zweiten Gesamtrang war nach einer äußerst dramatischen Entscheidung der Kärntner Hermann Waldy jun. zu finden, der mit seinem Tatuus Formel Master S2000 eine herausragende Leistung ablieferte und dabei mit seiner beherzten Fahrweise mit dem noch ungewohnten Fahrzeug immer besser zu Recht kommt. Im entscheidenden 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und so dieses eindrucksvolle Ergebnis realisieren. Damit konnte er sich um gerade einmal 0,04sec. (!) gegen seinen Kärntner Landsmann Bernhard Gradischnig durchsetzen. Dieser lieferte aber am Steuer seines Norma M20F Nissan eines seiner bisher besten Rennen ab. Damit stand am Ende des Wochenendes noch der letzte Platz am Podium zu Buche, womit er ein weiteres eindrucksvolles Ergebnis mit diesem Boliden realisieren konnte. Rang Vier ging im Gesamtklassement an einen weiteren niederösterreichischen Lokalmatador. Andreas Stollnberger lieferte mit seinem Dallara F302 eine erneut exzellente Leistung ab, und diese wurde mit diesem großartigen Resultat belohnt. Dabei konnte der ex-Staatsmeister mit seiner beherzten Fahrweise begeistern und sich so eindrucksvoll in Szene setzen. Die Top5 im Gesamtklassement beim diesjährigen Bergrennen St. Anton/J. komplettierte der Deutsche Alexander Hin, der mit seinem […]

Marcel Steiner Kolumne: Perfekter Saisonauftakt in Eschdorf

17. Mai 2019

Auch wenn es über die Wintermonate ruhig war um uns, sind wir im Steiner Motorsport Team immer noch top aufgestellt, voll motiviert und auch erfolgreich. Bereits Mitte April waren wir mit Sägesser Motorsport zur Testfahrt auf dem Circuit de Bresse, um das Set-Up nochmals zu verfeinern und das Potenzial des LobArt/Mugen weiter auszuloten. Unsere Stoppuhr zeigte erfreuliche Zeiten. So waren ich und das Auto bereit für das erste Rennen der Saison 2019 in Eschdorf (LUX). Zwar wurde diese Vorfreude vorgängig etwas getrübt, denn eine Woche vor dem Rennen starb der Großherzog von Luxemburg. Er wurde am Trainings-Samstag beigesetzt und das Land stand unter Staatstrauer. Deshalb haben die Organisatoren den Trainingstag auf einen Lauf ab 18 Uhr gekürzt. Wiederum gut für uns war, dass wir deshalb erst am Freitag nach Arbeitsschluss nach Luxemburg reisen mussten. Unser Bus war bis auf den letzten Millimeter vollgepackt, da wir noch die Rennwagen von Thomas Zürcher und Michel Zemp mittransportierten. Am Samstag hatten wir genug Zeit, um mit vereinten Kräften den reservierten Fahrerlagerplatz einzurichten. Die Wagenabnahme war schnell erledigt und wir besichtigten gemeinsam die Strecke. Während des Tages schneite es immer mal wieder, gegen Abend wurde das Wetter jedoch freundlicher und dem Training stand nichts mehr im Weg. Die erste Startgruppe fand dann auch trockene Verhältnisse vor, wenn auch nur knapp über dem Gefrierpunkt. Als wir in unserer Gruppe zum Start herunterrollten, zogen schwarze Wolken auf und es begann erneut zu schneien. Die meisten Fahrer standen mit Trockenreifen am Start und wie ihr euch denken könnt, war ein reguläres Training bei dieser Wettersituation nicht möglich. Somit fuhren wir in gemächlichem Tempo die Strecke hoch zurück ins Fahrerlager und hofften auf bessere Bedingungen am Sonntag. Tatsächlich begrüßte uns der Sonntag relativ freundlich, wenn auch sehr kalt. Für den einzigen Trainingslauf am Sonntag rückte ich vorsichtshalber noch mit Regenreifen aus. Mit diesen war schon der Start eine ziemliche Herausforderung, um einigermaßen in die Gänge zu kommen und Gripp zu finden. Den Rest der Strecke ging ich dementsprechend vorsichtig an und markierte bis dahin trotzdem Bestzeit. Unterboten wurde diese nur noch von Joel Volluz (Osella FA30) und Robin Faustini (Reynard-F3000). Auf den 1. Rennlauf montierten wir dann die Trockenreifen, ließen aber das Fahrwerk wegen den kalten Temperaturen noch im Regen-Set-Up. Auf dem Weg zum Start spürte ich schon, dass der Gripp auf der Strecke gar nicht so schlecht war. Der Start und die erste Kurve verliefen etwas problematisch, […]

NSU-Liebhaber Pit Schabacker hat uns verlassen

17. Mai 2019

Am 07. Mai 2019 verstarb nicht unbedingt überraschend, Peter Schabacker. Der Göttinger, der in der Bergrennszene und vor allem im NSU-Bergpokal, als „Pit“ Schabacker über viele Jahre aktiv und bekannt war, musste sich letztendlich einer schweren Krankheit beugen, wegen derer der Psychotherapeut, Supervisor und Managementtrainer, im Jahr 2014 den Bergrennsport mit seinem NSU TT aufgegeben hatte. Seit 2006, also ganze neun Jahre zählt der Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft P.S.-TEAM „Personal- und Sozialmanagement“ (seit 1984) zum lebenden Inventar des NSU Bergpokals. Pit Schabacker war Jahrgang 1945, und hinterlässt seine Frau Conny und den erwachsenen Sohn Bastian. In den Fahrerlagern war Pit immer ein warmherziger, mitfühlender und angenehmer Gesprächspartner und das nicht nur über den geliebten Rennsport mit der Marke NSU. R.I.P. Pit!

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