Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Eschdorfer Königssprint bei wechselnden Bedingungen

10. Mai 2017

Das luxemburgische Eschdorf war der zweite Auftrittsort des KW Berg-Cups in seiner 30. Saison. 149 Teilnehmer aus 7 Nationen nahmen am Samstag das Training auf, 141 davon starteten sonntags zum Rennen. An beiden Tagen zeigte sich das Wetter wechselhaft. Zum leicht verspäteten Beginn der Übungsauffahrten war es trocken und kühl, trotz Sonne lag die Temperatur anfangs bei nur 9° Celsius. Zwei Läufe lang waren Slicks angesagt, unmittelbar vor dem dritten und letzten Probe-Heat setzte Regen ein. Leicht zunächst, später an Intensität zunehmend. Es wurde Zeit zum Reifenwechsel eingeräumt, gegen 18:25 Uhr war das Trainingsgeschehen beendet. Es lieferte – fein säuberlich voneinander getrennt – Trocken- und Nasszeiten. Zum Rennstart dienten die Letztgenannten als Referenz, denn die Niederschläge hatten über Nacht angehalten. Das schloss bei ähnlichen Temperaturen wie am Vortag jeglichen Reifenpoker aus, profiliert war erste Wahl. Für den zweiten Run änderte sich die Situation. Denn schon bald hörte der Regen auf, die Strecke begann Stück für Stück aufzutrocknen, besonders im oberen Teil. Dennoch blieb es bei nur zwei Rennläufen. Diesen Beschluss traf die Rennleitung zu einem sehr frühen Zeitpunkt, konnte diesen später – als der Ablauf flüssiger wurde – auch nicht mehr rückgängig machen. Da in Eschdorf nur die schnellste Einzelzeit Grundlage der Wertung war, fielen alle Entscheidungen im zweiten und finalen Heat. Für die KW Berg-Cup’ler ist dieser um 15:31 Uhr beendet. Wer bis dahin am erfolgreichsten operierte, das wollen wir uns nun genau ansehen. Der NSU-Bergpokal fehlt 2017 in Luxemburg. Als nationale Rennserie darf er nur ein einziges Auslandsrennen in seinem Terminkalender haben. Die NSU’ler hatten sich in dieser Angelegenheit für etwas Neues entschieden, sie werden in diesem Jahr erstmals im niederösterreichischen St. Anton an der Jeßnitz auftreten. Nur Michael Vogel hatte die vom Veranstalter Union Des Pilotes angebotene Möglichkeit genutzt und war mit seinem Davidovic TT als „Alleinunterhalter“ nach Luxemburg gekommen. Womit wir ungewohnt schnell bei den Hubraumklassen der stark verbesserten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 mit KW Berg-Cup Beteiligung angelangt sind. Als Quintett genannt, als Quartett begonnen und schlussendlich als Trio aufgespielt. Das ist die 1,15-Liter Eschdorf-Kurzbeschreibung. Bernd Deutsch laboriert noch an den Schottenring-Nachwehen seines Schneider Audi 50, Jörg Davidovic ist zwar im Nassen Übungsdritter, zieht aber den 16V NSU anschließend wegen verdächtigen Geräuschen aus dem Ventiltrieb vorsichtshalber zurück. Also bleiben noch Drei, die sich im weiteren Verlauf hinter dem Gewinner etwas überraschend sortieren. Thomas Stelberg ist immer vorn, düst mit seinem Schneider Polo 16V zu seinem […]

Jelle de Coninck siegt im Turbo-Schlussspurt in Eschdorf

8. Mai 2017

Die 29. Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens in Luxemburg fand am Wochenende vor einer weniger starken Publikumskulisse als gewohnt statt (etwas mehr als 2000 zahlende Zuschauer), dies in erster Linie aufgrund der am Sonntagmorgen wenig einladenden Witterungsbedingungen, die sich jedoch im Laufe des Vormittags verbesserten und es der Strecke erlaubten, zum finalen Rennlauf abzutrocknen, der bereits kurz nach 16.30 Uhr zu Ende ging, bedingt durch die im Nachhinein doch wohl etwas verfrühte Entscheidung der Rennleitung, bereits nach Ende des langwierigen, von auf noch feuchter und rutschiger Strecke etlichen Ausrutschern und dadurch bedingten Streckensäuberungsmassnahmen (Ölspur) und Leitplankenreparaturen herausgezögerten ersten Laufs die Zahl der Durchgänge von 3 auf 2 zu reduzieren, eine Entscheidung, die danach aus Reglementsgründen nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Während sich am Vormittag die Fahrer der Allradautos wie z.B. dem Escort Cosworth des Schweizers Romeo Nüssli (3.), dem Mitsubishi Lancer von Mario Fuchs (10.), dem Lancia Delta Integrale von Norbert Handa (11.) und dem Porsche GT2 des sechsfachen französischen Tourenwagenmeisters Nicolas Werver (14.) auf der noch feuchten Strecke unters Rennsportwagenfeld mischten, so konnten letztere am Ende doch die ersten 26. Gesamtränge für sich beanspruchen. In 1.00,027 min. hatte nach dem ersten Lauf der vierfache Schweizer Meister Eric Berguerand die Nase seines Lola-Cosworth Fa99 ex-F3000 vorne, gefolgt vom mehr als überzeugenden Franzosen Anthony Loeuilleux (anderthalb Sekunden zurück) im Tatuus-Honda Master, Nüssli, Cyrille Frantz (F, Norma-BMW 4L) und Marcel Steiner (LobArt-Mugen 3L), die alle drei nur durch 23 Hundertstel getrennt waren und zwei weitere Sekunden auf den Leader eingebüßt hatten. Als Neunter dieses ersten Rennlaufs mit 5,6 Sekunden Rückstand auf Berguerand, aber auch Trainingsschnellster am Samstag auf während zwei Läufen trockener Strecke (nur der 3. Trainingslauf fand bei leichtem Nieselregen statt, der sich erst zur letzten Startgruppe verstärkte, wobei Nüssli im ex-Gabat-Cossie Bestzeit fuhr), legte Jelle de Coninck im letzten Rennlauf in 50,536 sec. für die 1850 m lange Strecke die Latte zu hoch, als dass noch einer seiner nachfolgenden Rivalen diese Bestmarke hätte unterbieten können, womit der 34-Jährige den ersten Eschdorf-Tagessieg nach Belgien holte: „Obwohl ich natürlich mit klaren Siegesambitionen hier hin kam, hätte ich dennoch nicht gedacht, dass dies bereits beim dritten Einsatz meines neuen Autos möglich sein würde. Aber das samstägliche Training stärkte mein Vertrauen ins Auto, dessen Fahrverhalten und vor allem auch die Leistung des Turbomotors sich als bestens dosierbar erweisen. Hier in Eschdorf zu gewinnen, das ist der schönste Sieg meiner Karriere, ein Traum!“ Das Fahrtalent […]

Gelungener Start in die 30. Berg-Cup-Saison

5. Mai 2017

„…und das ganz ohne Schnee und Winterreifen“ wurde im Fahrerlager in Anspielung auf die Wetterkapriolen des Vorjahres häufig gewitzelt. 2017 präsentierte sich das für den „14. ADAC Bergpreis Schottenring“ (28. bis 30. April) genutzte, 3,033 Kilometer lange Teilstück des legendären Schottenrings, das von der Fahrerlager-Gastgeber-Ortschaft Rudingshain über den Poppenstruth zum Ludwigsbrunnen führt, beständig trocken, mit am Rennsonntag durchaus annehmbaren Temperaturen. Die Strecke wurde bereits am Freitagnachmittag im Rahmen der vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten angebotenen Einstellfahrten für letzte Funktionstests sehr gut genutzt. Dank der idealen Möglichkeit, nach der Zieldurchfahrt über Wirtschaftswege sofort, ohne klassische Rückführung, wieder ins Fahrerlager zurück gelangen zu können, verliefen sowohl das Freitagsprogramm als auch die beiden Wettbewerbstage echt flüssig, ein frühes Rennende nach den vier Wertungsläufen kurz vor 16 Uhr inklusive. Der Bergpreis Schottenring ist den Tourenwagen der Kategorie 1 vorbehalten, dazu gibt der DMSB dort grünes Licht für E2-Silhouetten Fahrzeuge. 74 Starter nehmen am Samstag das Training auf, 66 davon beenden die Veranstaltung im hessischen Vogelsbergkreis sonntags in Wertung. Wer das in den Klassen mit Beteiligung von Aktiven des Berg-Cup e.V. ist, das wollen wir uns nun gemeinsam genauer ansehen. Wie immer in der Reihenfolge, in der die Mädels und Jungs bei den Veranstaltungen auf die Piste gehen. Im NSU-Bergpokal setzt Thomas Krystofiak im zweiten Run die drittbeste Zeit der Übungsdurchgänge. Danach verurteilt ihn ein Motorschaden zum Zuschauen. Trainingsposition eins holt sich Jörg Höber, 1,69 Sekunden vor Karsten Steinert (TP2). Am Sonntag werden die finalen Platzierungen gleich im ersten Heat bezogen. Jörg Höber fährt zum Sieg vor Karsten Steinert (P2) und Uwe Schindler, der Dritter wird. Wobei Letztgenannter ab Rennmitte auf Karsten aufholt, nach dem letzten Run hat er seinen zwischenzeitlichen 1,016-Sekunden-Rückstand bis auf 146 Tausendstel eingedampft. Auf Ehrenplatz Nummer vier läuft Wolfgang Schwalbe ein, Fünfter der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge wird Alexander Follmann. Damit zu den stark verbesserten Tourenwagen der gemeinsam gewerteten Fzg.-Gruppen H, FS und E1. Bei den 1150ern teilt Bernd Deutsch das Schicksal von Thomas Krystofiak. Bereits am Samstag muss er mit technischen Problemen an seinem Schneider Audi 50 die Segel streichen. Der Mann des Wochenendes heißt bei den 1,15-Litern Thomas Stelberg. Im neu gestylten Schneider Polo 16V sichert er sich die imaginäre Pole-Position und einen souveränen Rennsieg. Ein heißer Fight entbrennt um Platz zwei zwischen Walter Voigt (VW Polo 16V) und Steffen Hofmann im NSU 16V RPM Evo 2. Die Probe-Heats beendet Steffen als Zweiter, hat da sogar noch leichte Tuchfühlung zu […]

Schotten 2015

4. Mai 2017

Wimpernschlagsieg von Stolz vor Handa in Schotten

4. Mai 2017

Es war gewissermaßen ein Tanz in den Mai und der vielleicht spannendste ADAC Bergpreis Schottenring in der Geschichte bei dessen 14. Auflage.  Das Parkett war die bekannte 3.033 Meter lange Strecke von Rudingshain über den Bereich Poppenstruth Richtung Götzen. Beim Saisonstart der deutschen Bergszene beim gastgebenden MSC Rund um Schotten mit dessen Chef Wolfgang Wagner- Sachs, Orgaleiter Alexander Hirth und Rennleiterin Sabine Fischer ging es um erste Punkte im DMSB Automobil Berg Cup, dem DMSB Berg Team Cup, dem KW Berg Cup und dem NSU Bergpokal im KW Berg Cup. Mit 71 Startern in der Bestzeitwertung und 35 in der Gleichmäßigkeitswertung (GLP) hatte man ein gutes Starterfeld und noch dazu optimale Rennbedingungen bei herlichem Frühlingswetter. Mit Spannung wurde der Kampf um den Bestzeitgesamtsieg, nicht nur von den rund 2.000 Zuschauern, verfolgt. An der Spitze kam es zu einem sehenswerten Duell zweier Deutscher Bergmeister der Vergangenheit, zwischen dem Österreicher und Sieger von 2013, Herbert Stolz im dp Porsche 935 II und Norbert Handa aus dem Kreis Kitzingen im Lancia Delta Integrale EVO III. Mit rund 650 PS waren beide etwa gleichstark motorisiert, doch Handa hatte in Schotten sein Debüt. Zudem wurde sein Lancia erst kurz vor dem Rennen fertig. Die Teilnahme des Unterfranken am Schottenring war also bis zuletzt ungewiss. Der Zweikampf der beiden Routiniers deutete sich bereits am Samstag nach vier Trainingsläufen an, die Handa mit knappen 00:00,152 sec. vor Stolz gewann. Dem Innsbrucker war bewusst, dass er am Sonntag volle Attacke gehen musste und legte im ersten von vier Wertungsläufen mit 1:18,346 min. vor. Doch Handa konterte in Lauf zwei. Nach Stolz´ Bestzeit im dritten Lauf, lag Handa mit 1, 7 sec. zurück. Den finalen Lauf gewann zwar der  Lancia- Fahrer, doch es reichte nicht. Stolz holte mit minimalen 00:00,887 sec. vor Handa seinen zweiten Schotten-Gesamtsieg nach 2013. Dritter wurde Ralf Kroll aus Mudau im Silver Car S2G mit zwar deutlicheren 13, 690 sec. dahinter, doch der Odenwälder vermochte erstmals das große Potential der „CM-Rennwagen“ auf großer Bühne zu zeigen. Sein wieselflinkes und hochdrehendes Renngerät der Marke Silver Car hat Kroll nun immer besser im Griff. Dennoch konnte man nicht unbedingt erwarten das der deutsche „CM-Pionier“ an diesem doch sehr schnellen Berg die komplette Elite der KW Berg-Cup-Klassen bis und über 2-Liter Hubraum würde schlagen können. Um knapp vier Sekunden in der Summe verpasste der Österreicher Thomas „Tom“ Strasser im VW Scirocco 16V einen Rang auf dem Podium. Das […]

Marcel Steiner heiß auf Eschdorf und Berg SM

1. Mai 2017

Die ersten Schritte des nagelneuen LobArt-Rennwagens machte Marcel Steiner im Mai des Vorjahres in Eschdorf. Einige Kinderkrankheiten förderten die ersten Meter in Luxemburg zwar zu Tage, doch das verborgene Potential blitzte bereits auf. Am Ende der Saison 2016 war vieles am italienischen E2-SC-Sportwagen aussortiert und es sprang sogar unverhofft der Vize-Titel in der Schweizer-Bergmeisterschaft heraus. Nun sollen in 2017 weitere Fortschritte gemacht werden, denn das Team Steiner Motorsport will zurück an die Spitze! „Nachdem der LobArt Mugen V8 in Italien überwinterte und auch bei uns in Oberdiesbach noch einige Arbeiten verrichtet wurden, sind wir bald bereit für die neue Saison und freuen uns schon sehr darauf! In Zusammenarbeit mit E.G.S. LobArt konnten wir die Aerodynamik überarbeiten und die Hinterachskinematik anpassen. Nun stehen in unserer Werkstatt die letzten Schliffe an, damit wir am Abend des 4. Mai ein kurzes Rollout auf der französischen Test- und Rundstrecke Anneau du Rhin absolvieren und uns dabei den letzten Feinabstimmungen widmen können. Der erste Renneinsatz ist dann für das kommende Wochenende vom 6. und 7. Mai beim Hill Race in Eschdorf geplant. Ab Juni hat für uns wieder die Schweizer Bergmeisterschaft Priorität, daneben sind aber auch vier Starts im Ausland geplant“, informiert Marcel Steiner in seiner aktuellen Presse-Mitteilung. Die Steiner-Fans außerhalb der Schweiz dürfen sich voraussichtlich auf die Starts bei den Bergrennen Eschdorf, Ecce Homo, Osnabrück und Mickhausen freuen.

EM-Auftakt nach Maß am Rechberg – Schreckmoment für Waldy

23. April 2017

Der Auftakt zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Österreich hielt alles, was sich die Kenner der Szene erhofft hatten. Das Almenland in der Gegend um Fladnitz in der Steiermark präsentierte sich gottlob schneefrei und vor allem trocken. Dennoch war es genauso stürmisch und „saukalt“ wie in 2016. Die rund 200 Teilnehmer aus neun europäischen Nationen mussten teilweise eine Anreise durch tief verschneite Regionen in Kauf nehmen. Die neue Organisation um Erich Weber funktionierte sehr gut, vor allem das neue Konzept im Training das vorsieht mit rot aufgehaltene Fahrer nicht mehr zurückzuholen und neu starten zu lassen, sondern nach italienischem Vorbild nach Beseitigung der Blockade einfach weiter Richtung Ziel zu schicken, brachte Vorteile. Lediglich eine um fast eineinhalb Stunden verzögerte Siegerehrung hätte man bemängeln können. Doch es bleibt festzuhalten, das neue Orgateam hat sich bewährt. Was vor Wochen noch als „ein Ding der Unmöglichkeit“ angesehen wurde, entpuppte sich am Rennwochenende wider erwarten zur Realität. Österreichs Berg-Legende Herrmann Waldy, der sich über Monate mit Hilfe von Ärzten und Rehateams schindete, um seine inkomplette Querschnittslähmung zu überwinden, hatte es tatsächlich geschafft und steuerte am Trainingstag seinen Tatuus-Formula Master mit 2-Liter Honda-Motor die Rechberg-Bundesstraße hinauf. Der 69-Jährige hatte sein Ziel wieder in seinen Rennwagen zurückzukehren, mit unbändigem Willen erreicht. Doch am Renntag musste Waldy Senior einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Im Streckenabschnitt Harrer-Höhe überschlug sich Waldy mit seinem Auto mehrfach, der Bolide blieb auf dem Rücken liegen. Der Kärntner war sofort ansprechbar, wurde von Streckenposten aus dem Auto geholt und konnte gestützt selbstständig gehen. Waldy wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Eine Computer Tomographie zeigte aber keinerlei Verletzungen. Auch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Gesellschaft bei der Untersuchung im Spital hatte Waldy leider auch vom Deutschen Sportwagen-Senior Erich Öppinger, der sich mit seinem Osella PA16 BMW ebenfalls überschlug. In beiden Fällen gab es aber später Entwarnung von der Rennleitung. Rein sportlich gesehen stand das Duell der beiden italienischen Elitefahrer Simone Faggioli und Christian Merli einmal mehr im Brennpunkt des Interesses. Vor allem wie der neue Fortech-V8-Motor in Merlis Osella FA30 einschlagen würde, war die große Frage. Und er schlug ein! Doch zuerst donnerte Serieneuropameister Simone Faggioli in 1:53,783 von Tulwitz nach Rechberg. Der Norma-Pilot verbesserte damit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Aber Vorjahressieger Christian Merli war noch schneller. In 1:52,916 war Merli zwei Sekunden schneller als Faggioli im Vorjahr und der erste Mensch der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 160 km/h den Rechberg bezwang, was die Sicherheitsexperten der […]

Vorschau Schotten: Duell der Allradler oder Porsche?

23. April 2017

Bergsteiger bereiten sich penibel auf ihre Tour vor. Das gilt auch für den Bergrennsport. Als Basislager dient dazu am kommenden letzten April-Wochenende Wochenende der Schottener Stadtteil Rudingshain. Alles muss passen, will man sich als Bergkönig am Schottenring als erneuter Auftakt zur diesjährigen Deutschen Berg Meisterschaft (DBM) krönen lassen. Gewissermaßen erschwerend kommt hinzu, dass die Tourenwagen, beim 14. ADAC Bergpreis des verantwortlichen MSC Rund um Schotten sind Streckenbedingt keine Formelfahrzeuge zugelassen, über die Wintermonate auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden sind. Falls es vorher keine Testmöglichkeit für einige Fahrer gab, besteht dazu am Freitag vor dem Rennwochenende die letzte Möglichkeit. Anmeldungen zu den Einstellfahrten sind noch im laufenden Testbetrieb möglich. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das Wetter, was den Fahrern und auch Helfern letztes Jahr mit teils ergiebigen Schneeschauern in Rudingshain zu schaffen machte. Wie eng der Grenzbereich sein kann, bekam Routinier Herbert Stolz wenige Meter nach dem Start mental schmerzlich zu spüren. Der Österreicher, Sieger von 2014, rutschte mit seinem Porsche 935 Allrad auf teils feuchter Fahrbahn kurz nach dem Start von der Strecke. Stolz blieb zwar unverletzt, seine Siegchancen waren jedoch geplatzt. Während sich Rudingshain kurz in einem weißen Winterkleid zeigte, fiel „am Gipfel“ der Poppenstruth praktisch keine Schneeflocke und umgekehrt. Aus Sicherheitsgründen wurde das Rennen von vier auf drei Läufe gekürzt. Wie auch immer die äußeren Bedingungen in diesem Jahr werden, alle Fahrer bereiten sich akribisch vor. Jeder Fehler auf der 3033 Meter langen Strecke wird bestraft. Volle Konzentration ist gefragt. Insgesamt liegen 117 Nennungen vor, davon 80 in der Bestzeitwertung und 37 in der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP). Zur Freude der Zuschauer, die spannenden Bergrennsport erwarten dürfen. Vorjahressieger Herbert Pregartner aus Österreich kann seinen Sieg vom Vorjahr im Porsche 911 GT 3 nicht verteidigen, weil sein Auto nicht rechtzeitig fertig wird. Er hat bereits mit einem Brief an den MSC sein Fehlen bedauert. Dafür unternimmt dessen Landsmann und Allrad- Markenkollege Herbert Stolz im dp Porsche 935 II nach seinem Pech im Vorjahr einen weiteren Angriff auf seinen zweiten Sieg. Auch die gesundheitlichen Probleme, die den Tiroler in 2016 plagten, sind überwunden. Zum Favoritenkreis zählt auch der Kitzinger Klaus Hoffmann, der im Jahr 2013 im Opel Astra V8 DTM in Schotten Gesamtzweiter wurde und in dieser Saison mit einem rundstreckenerprobten Porsche 996 GT2 wieder ganz weit vorne abscheiden möchte. Im Kampf um den Sieg in der Bestzeitwertung könnte es je nach Wetter zu einem Allrad-Duell in der Topklasse 19, über 3- […]

Robi Simon und das Fliewatüüt – Faustinis F3000 Debüt

23. April 2017

Das Eschdorfer Hill Race hat im Herzen des jungen Schweizers Robin Faustini schon jetzt einen Ehrenplatz. Im Vorjahr feierte er hier mit gerade mal 18 Jahren seinen Einstand im Bergrennsport am Steuer seines Tatuus-Renault FR 2.0 und belegte am Ende einen mehr als ehrenhaften 26. Gesamtrang mit bereits sehr überzeugenden Laufzeiten. Wobei das Nachwuchstalent nur wenige Minuten vor seinem letzten Rennlauf aus der Schweiz die Hiobsbotschaft erreichte, dass sein Grossvater seinen Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit verloren hat. Seine erste Bergsaison schloss der Sohn des Schweizer F3000-Berg-Piloten Simon Hugentobler am Ende als guter 15. der heimischen Bergmeisterschaft ab. Dieses Jahr nun wird Robin in Eschdorf in Erinnerung und zu Ehren seines Großvaters sein Debüt in der Königsklasse des Bergrennsports geben und erstmals den Reynard 92D Cosworth F3000 an den Start bringen. Beim Luxemburger Bergklassiker wird Robin Faustini natürlich von Papa Simon betreut, der selbst in einem Reynard 97D Judd F3000 einer seiner „Gegner“ sein wird. Nennschluss für das Hill Race in den Ardennen ist der Sonntag, 23. April 2017 – 24 Uhr! von Patrick Weber / Thomas Bubel

Geheimnis um Merlis Motor gelüftet

16. April 2017

Am Wochenende nach Ostern ist „kick off“ der diesjährigen Berg-Europameisterschaft beim Rechberg-Rennen in Österreich. Einer der Titelfavoriten in der Rennwagengruppe ist erneut der Italiener Christian Merli. Vor einigen Wochen sorgte die Meldung von einem Wechsel des Motorkonzepts im Heck des Blue City-Osella FA 30 für Schlagzeilen. Details zum neuen Motor kamen erst jetzt an die Oberfläche. Der Fortech 3000 V8 stammt aus den Händen des venezianischen Unternehmens Fortech Race Technology und basiert auf dem Motorblock und den Zylinderköpfen von Zytek. Alle anderen Komponenten wurden von Fortech selbst entwickelt. Nach den Tests und dem ersten Rennen in Italien ist Christian Merli optimistisch. „Wir müssen noch am Feintuning arbeiten, doch der Ausgangspunkt ist sehr gut und der Motor sehr stark. Der große Unterschied zum bislang verwendeten englischen RPE-V8  ist ein besseres Ansprechverhalten bei niedrigeren Drehzahlen, das in langsamen und engen Passagen eine bessere Performance bieten wird“. Unterdessen wurden für die Beschickung des Osella FA 30 Fortech V8 in die Europameisterschaft ein neues Einsatzteam gegründet. Christian Merli konnte hierzu seinen Sponsor und Gönner Daniele Sontacchi, den Inhaber von Blue City gewinnen. Das neue Team hat seine Basis in Pietramurata in der Nähe von Trento, wo auch die Rennwagen vorbereitet werden. „Wir haben beschlossen die notwenigen Strukturen und das technische Niveau zu schaffen, um mein Auto in der EBM sowie einen Osella PA21 Jr B 1000, für Luc Splitaler zu betreuen. Er wird sechs Rennen in der Italienischen Bergmeisterschaft CIVM bestreiten“, so Merli weiter. Für 2018 planen wird weiter zu expandieren“. Werksunterstützung erfährt Merli und sein Team auch weiterhin von Chassis-Hersteller Osella. In den Hallen von Enzo Osella und der Firma Evotech wurde über den Winter das Heck des FA30 an den neuen Motor angepasst, aerodynamisch weiterentwickelt und die passende Telemetrie eingebaut.

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