Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Werkstatt-Report #11: Kleines Comeback auf 17 Zoll

10. Februar 2016

Die Vorbereitungen für die kommende Saison 2016 laufen bei Patrick Orth und seinem Family-Team bereits auf Hochtouren. Dabei plant man in diesem Jahr wieder eine volle Saison im KW Berg Cup zu absolvieren. Der orange Opel Adam aus dem ADAC Opel Rallye Cup steht derzeit zum Verkauf. Patricks bewährter BMW E30 320is wird derzeit in der familieneigenen Werkstatt in Wittlich für dieses Unterfangen vorbereitet, wobei man auch einen lange geplanten Umbau vollziehen wird. Dabei wechselt man auf 17 Zoll Felgen, wovon sich die Orths verbesserte Fahreigenschaften erhoffen.

Ehemaliger CBC-Präsident Richard Herl verstorben

9. Februar 2016

Am Samstag, den 6. Februar 2016 verstarb im Alter von 74 Jahren der Pirmasenser Motorsportfreund, Homburger AC-Mitglied und ehemalige Präsident des Classic-Berg-Cup e.V. (2008-2010), Richard Herl. Der Schornsteinfegermeister und Besitzers des Ausflugslokals Eichelsbachermühle bei Pirmasens, ist der Vater von Andreas Herl, der auf einem Ford Escort RS 2000 im Jahr 2009 den Classic-Berg-Cup gewann. Richard Herl erlag einer akuten Herzschwäche. Wir werden Ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Die Beisetzung findet am Freitag, den 12. Februar 2016 um 12:30 Uhr auf dem Waldfriedhof Pirmasens statt.

Werkstatt-Report #10: Gewichtsreduzierung am Diesel-Golf

8. Februar 2016

Der VW Golf VR TDi von Karlheinz Meurer, aus der Diesel-Klasse des KW Berg-Cup weilt derzeit zur Abspeckkur bei Tim Röttele von Röttele Racing in Schwarzwaldörtchen Seelbach bei Lahr. Der Blechnerei- und Sanitärmeister aus dem Südbadischen Müllheim vertraut dabei auf das Knowhow von Röttele  Racing. In Sachen Gewichtsreduzierung gilt das Augenmerk Scheiben, Türen, Prallträgern und der Tankwanne.

Meisterauto von 1979 soll zurück ins Siegerland

7. Februar 2016

Im Jahr 1979, als der Deutsche Sportwagen Pokal ausschließlich bei Bergrennen ausgetragen wurde, weist die Ergebnisliste diese Jahres Wilfried Güllert als den Meister und Pokalgewinner auf. Der Mann aus Wilgersdorf bei Siegen fuhr damals einen Chevron B19 mit einem 2-Liter Cosworth-Motor, ein sogenannter Zweisitziger Rennwagen, nach Gruppe 6-Reglement. Derzeit versucht Peter Güllert, der heute 56 jährige Sohn von Wilfried Güllert, den mittlerweile  zu einem gesuchten Oldtimer gereiften Chevron wieder in den Familienbesitz zurück zu bringen. „Unser Gruppe 6-Sportwagen lief ursprünglich ab 1973 unter Paul Campell Racing Ltd. in der 2-Liter Europameisterschaft auf der Rundstrecke, gefahren von John Burton, beispielsweise auf dem Nürburgring, in Zolder oder Brands Hatch“, zählt Peter Güllert auf. Im Jahr 1976 erwarb Norbert Przybilla aus Klotten die Flunder und nur ein Jahr später stand der Rennwagen dann in der Garage von Rolf Färber in Neuwied. Beide fuhren mit dem Auto in der Interserie. „Ende 1977 kaufe mein Vater, der im Jahr 2008 leider verstarb, den B19 von Rolf Färber und rüstete den Wagen über den Winter für den Berg um. Er baute etwas Gewicht aus und einen kleinen Tank ein“. Wilfried Güllert begann seine Motorsportlaufbahn auf einem Glas 1304ts und einem Simca 1200 S auf der Rundstrecke. Später wechselte er auf Lotus 47 an den Berg. „Vor dem Chevron besaß mein Vater einen Lotus 23 mit Brixner-Karosserie, den er damals selbst bei Kurt Brixner in Stuttgart abholte. 1978 folgten dann die ersten Bergrennen mit dem Chevron. Am Ende des Jahres sprang für unser Team, mit meinen Vater als Pilot, meinem Bruder Jürgen und mir als 17-jähriger Mechaniker Gesamtrang 5 im Deutschen-Sportwagen-Pokal heraus. Nach einer Motorrevision bei Heini Mader in der Schweiz, ging es dann 1979 richtig los“. Wilfried Güllert sammelte 130 Punkte gegen so bekannte Namen wie Horst Deutsch (Toj), Karl-Heinz Conrad (CRS Chevron), Peter Stürtz (Lola BMW), Willy Frenz (Lola) oder die beiden Osella-Piloten Heinz Wengert und Franz Engstler sen. und gewann den Deutschen Sportwagen Pokal 1979, der bei den Bergrennen Dünsberg, Krähberg, Walberg, Schauinsland, Hauenstein, Schaumburg, Augusta (heute Mickhausen) und beim Sauerland-Bergpreis ausgefahren wurde. „Auf Drängen unserer Mutter verkaufte unser Vater den Chevron im Jahr 1983 wieder an Rolf Färber zurück, der damit später Oldtimer-Rennen fuhr und den Wagen irgendwann nach England, an Dr. Robin Harvey verkaufte“, berichtet Peter Güllert weiter. Aktuell steht der Chevron bei wieder Campell Racing und wird von Dr. Harvey bei Oldtimer-Events bewegt. „Ich versuche derzeit alles zusammenzutragen was mit der […]

Motorsport Lang investiert in eigenen Standort

5. Februar 2016

Im aufstrebenden Gewerbegebiet Abersfeld, nordöstlich von Schweinfurt wird Motorsport Lang in naher Zukunft eine neue Heimat finden. Vor wenigen Tagen erwarben Vater und Sohn Lang ein Grundstück unweit der Bundesstraße B303. Bei Stefan Rottmann, dem ersten Bürgermeister der Großgemeinde Schonungen wurde der Vertrag feierlich unterzeichnet. Uwe und Georg Lang planen den Neubau einer Halle. Diese soll in einer Größe von 300 – 400 Quadratmeter entstehen. Spezialteile für Rennfahrzeuge, wie Kupplungen, Stoßdämpfer und Ausrücker aus dem Hause SACHS-ZF, sollen hier verbaut und vertrieben werden. Die Firma Motorsport Lang ist somit zweites Standbein und Heimat der beiden Rennsportfahrzeuge von Uwe und Georg Lang, die beide weiter im Haupterwerb bei ZF-SACHS in Schweinfurt beschäftigt sind. Wann mit dem Hallenbau begonnen wird, steht noch nicht genau fest. „2016 ist erst noch eine volle Rennsaison in der Deutschen Bergmeisterschaft, sowie bei einigen Auslandsrennen geplant, denn bauen und gleichzeitig Rennen fahren funktioniert nicht“, lässt Georg Lang wissen.

Der Leidenschaft im Unruhestand weiter folgen

4. Februar 2016

Klaus Eweleit, viele Jahre erfolgreich tätig als „Manager Sportsponsoring und Eventmanagment“ und abschließend für das Werkstattkonzept „proTech“ bei Mannesmann Sachs und später ZF Services,  hat nach fünfundzwanzig Jahren das Unternehmen ZF zum 31. Januar 2016 verlassen. Der einstig erfolgreiche Radrennfahrer hat ein Sponsoringkonzept eingeführt und damit vor allem den Breitensport im deutschen Motorsport viele Jahre lang unterstützt. Die von Klaus Eweleit organisierten Auftritte der Marke SACHS während des Truck Grand Prix auf dem Nürburgring waren legendär. Auch die Bergrennszene profitierte von Eweleits Arbeit. Die großen Erfolge in der Berg-Europameisterschaft und der Berg DM, des leider zu früh verstorbenen Herbert Stenger, wären ohne das Engagement der Marke SACHS undenkbar gewesen. In der jüngeren Vergangenheit hielten unter anderen Uwe Lang und Klaus Hoffmann die SACHS-Fahnen hoch. Ein Höhepunkt seines Wirkens für ZF waren die fünf SACHS Motorsportgalas, die zu den attraktivsten gesellschaftlichen Ereignissen im Deutschen Motorsport zählten. Seit dem 1. Februar 2016 geht Eweleit mit seiner Firma „project.team“, einer Agentur für Consulting und Events im Sport, Automobil- und Radsport neue Wege. Sein Angebot findet man im Internet unter www.project-team.weebly.com, es richtet sich an Sportler, Teams, Vereine und Unternehmen.

Boxengeflüster 01/2016: Wussten Sie schon dass…?

31. Januar 2016

DASS der Ziegler Opel Kadett C 16V, aus dem Nachlass des verstorbenen KW Berg-Cup Piloten Roman Sonderbauer, der Deutschen Bergrennszene leider nicht erhalten blieb. Das Fahrzeug mit dem Roman Sonderbauer zahlreiche Erfolge sammelte und kürzlich zum Verkauf stand, ging zwischenzeitlich zum RST Racingteam in den kleinen Niederländische Ort Erp in der Nähe von Eindhoven. Das RST Racingteam möchte mit dem „CQP“ Rundstreckenrenn bestreiten. DASS im Rahmen der AvD-Meisterschaftsehrung am 23. Januar 2016 in Frankfurt auch die drei Erstplatzierten in der GLPberg-Meisterschaft von ex-DTM-Pilot und AvD-Sportpräsident Volker Strycek geehrt wurden. Dies waren Gesamtsieger Volker Pesch (Opel Kadett), der zweitplatzierter Alfred Belz (VW Käfer) und der Rennleiter des Berg DM-Laufs von Wolsfeld Günter Horr (Porsche) auf Rang drei. DASS der ehemalige Berg-Cup Pilot Bernd Haid auch im kommenden Jahr im DMV GTC Grand Tourismo Touring Car Cup auf der Rundstrecke aktiv sein wird. Der Recyclingunternehmer aus Stockheim in der Rhön wird 2016 sogar den neuen 500 PS starten Porsche 911 GT3 R (Typ 991) mit 4-Liter Sechszylinder Boxermotor steuern. Mitte der 1990er Jahre war Haid mit seinem schwarzen Opel Corsa einer der Top-Piloten in der Berg-Cup Division I und fuhr im Jahr 2000 einige Berg DM-Läufe im zweiten Stenger BMW-Sportwagen im Team des unvergessenen Herbert Stenger. DASS an diesem Wochenende des 29.-31. Januar Mitglieder der RSG Altensteiner-Oberland mit einem großen Stand auf der Erfurter Tuning und Automobilmesse für ihr ADAC Glasbachrennen Ende Juli werben. Neben zwei weiteren Exponaten ist auch der blaue Osella PA 20 BMW zu sehen mit dem Jörg Weidinger 2009 zur Deutschen Bergmeisterschaft bei den Rennwagen fuhr. Auf eine ähnliche Aktion freut sich der Homburger Automobilclub, der sein Homburger ADAC Bergrennen (16./17. Juli) in vier Wochen auf der Messe „Motors & Classics“ im saarländischen Dillingen präsentieren wird. Mehr dazu später.

R.I.P. Roman Sonderbauer – Ein Nachruf

22. Januar 2016

Niederbayern und der KW Berg-Cup verliert am Donnerstag, den 26. November 2015 einen großen und fairen Motorsportler, denn Roman Sonderbauer ist von uns gegangen und lässt sein Team Sonderbauer Motorsport und die gesamte Berg-Familie fassungslos zurück. Der am 07. September 1961 in Passau geborene Bundespolizeibeamte war also vor wenigen Wochen 54 Jahr alt geworden. Roman Sonderbauer ist ein Spätberufener im Motorsport. Zur Saison 2009 stieg er in den KW Berg-Cup ein, was fortan seine große Leidenschaft war. Sein weißer Opel Kadett C wuchs mit seinen Ansprüchen und dem Ehrgeiz. Bis zuletzt feierte Roman viel beachtete Erfolge im Bergrennsport. So schaffte er in der vergangen Saison 2015 den 3. Gesamtrang im KW Berg-Cup, dass als Zweiter der Division II. Mit dem Team „Gipfelstürmer 54“ gewann Sonderbauer im Vorjahr die erstmals ausgeschriebene DMSB Berg-Team-Challenge. Nach ersten Slaloms und Rallyes gegen Ende der 1990er Jahre, absolvierte der Niederbayer im Jahr 1998 Fahrerlehrgänge am Salzburgring und in Hockenheim. In der darauffolgenden Saison beteilige er sich am Porsche Alpen Pokal in einem Porsche Carrera 964 RS. 2000 folgte der Divinol-Cup, ebenfalls mit  Porsche. In 2004 wechselte Sonderbauer zur Marke Opel, und starte auch 2005 mit einem Manta Gruppe H in der Spezial-Tourenwagen-Trophy und im Divinol-Cup. Die ersten Gehversuche am Berg erfolgten dann 2009 im Opel C-Kadett in der Gruppe H über 2000 ccm, bevor dann 2010 der Wechsel in 2-Liter Hubraumklasse die logische Folge war. Mach´s gut Roman und wache jetzt von oben über deine Freunde am Berg!

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