Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Präsident des VfL Osnabrück startet beim Bergrennen

24. Juli 2022

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem VfL Osnabrück und dem 54. Int. Osnabrücker Bergrennen geht der Präsident des Fußball-Drittligaclubs, Holger Elixmann, am 6./7. August im 9. E-Mobil-Berg-Cup mit einem Ford Mustang Mach-E der Rahenbrock-Gruppe an den Start. Beim 9. E-Mobil-Berg-Cup um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück messen sich 24 Pilotinnen und Piloten mit ihren Elektro- bzw. Hybridfahrzeugen im Gleichmäßigkeitswettbewerb. Erstmals ist in diesem Jahr Holger Elixmann dabei. „Ich werde mich hier einmal in einer ganz anderen Disziplin ausprobieren“, sagt der Präsident des VfL Osnabrück bei einem Ortstermin an der Strecke in Hilter-Borgloh. „Wie ich bereits von anderen Teams gehört habe, treten dort teilweise sehr versierte langjährige Rennfahrer an. Insofern habe ich zunächst sehr bescheidene Ziele – ganz anders als der VfL in der 3. Liga. Dadurch, dass es bei den umweltfreundlichen E-Fahrzeugen um Gleichmäßigkeit geht, sind die Unterschiede in der Erfahrung möglicherweise nicht ganz so offensichtlich.“ „Hier werden zwei Aushängeschilder der Region verknüpft, die jeweils in der Region über ein starkes Netzwerk und eine hohe Anziehungskraft für Sportfans verfügen“, sagt VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling. „Da bietet sich eine gemeinsame Kooperation geradezu an.“ Und diese Aktion ist nicht die einzige: Beim jüngsten VfL-Fanfest etwa war der Rennsimulator des MSC Osnabrück geradezu umlagert. „Wir freuen uns sehr, dass der VfL Osnabrück so prominent bei unserer Veranstaltung vertreten sein wird“, erklärt Organisationsleiter Bernd Stegmann. Ein langjähriger Bergrennen-Partner stellt das Fahrzeug für den VfL-Präsidenten: „Der Mustang Mach-E ist das erste vollelektrische SUV von Ford“, erläutert Marc Kappler von der Rahenbrock-Gruppe bei der Vorstellung des gemeinsamen Projekts. Der leistungsstarke Tourenwagen beschleunigt in 3,7 sec auf 100 km/h. Den zukunftsgerichteten Antriebsformen kommt am Uphöfener Berg ein großer Stellenwert zu. Beim E-Mobil-Berg-Cup geht es darum, möglichst nah an eine vorgegebene Zeit heranzufahren. Außerdem fighten am 6. und 7. August auf der 2,030 km langen Kultstrecke zwischen Hilter-Borgloh und Bissendorf-Holte über 150 top-getunte Rennfahrzeuge aus rund 15 Nationen mit bis zu 1.500 PS um Punkte und Platzierungen in mehreren Meisterschaften, u.a. im großen diesjährigen Finale zum europäischen Prädikat des FIA Int. Hill Climb Cup 2022. Ob der Streckenrekord von 50,055 sec dabei wohl unterboten wird? Abseits der Rennstrecke erwartet die großen und kleinen Gäste ein attraktives Unterhaltungs- und Familienprogramm. Samstag, 6. August: 8:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr Training Sonntag, 7. August: 8:00 Uhr bis ca. 17:30 Uhr Rennläufe

Vater-Tochter-Team aus Portugal: José und Gabriela Correia kommen nach Borgloh

22. Juli 2022

In Portugal nennen sie sie die „Bergprinzessin“. Kein Wunder, denn sie ist erst 20, meldet aber mit ihren fantastischen Leistungen auf der Rennstrecke schon jetzt Thronansprüche an. Gabriela Correia stammt aus Braga nahe Porto im Norden Portugals. Dort findet alljährlich – auf einer der schnellsten Strecken Europas – das Europameisterschaftsrennen von Falperra statt. Mit ihrem Teamkollegen und Vater, Jose Correia, gehen die Beiden erstmals in Deutschland an den Start. Beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen wird Gabriela mit ihrem Top-Fahrzeug, einem Mercedes AMG GT 4, der von einem 4,0-Liter-Biturbo-V8-Motor angetrieben wird, dabei sein und Jose präsentiert einen wunderschönen und schnellen Norma M 20 FC -Sportwagen. Beide konzentrieren sich in diesem Jahr vornehmlich auf die portugiesische Berg-Meisterschaft, zögerten aber überhaupt nicht, als die Einladung für den 6. und 7. August im fernen Osnabrück bei Ihnen eintraf, spontan zuzusagen. So erleben die Fans zwei phantastische neue Rennfahrzeuge mit einem sehr sympathischen Team aus dem Südwesten Europas.

Europameister Merli gibt sich die Ehre – Lang Junior im Osella

19. Juli 2022

Auf europäischer Ebene ist er derzeit das Maß aller Dinge. Der Europa-Bergmeister von 2021 Christian Merli führt auch in diesem Jahr das Championat der besten Bergrennfahrer unangefochten und  mit der Maximalpunktzahl an. „Es ist natürlich eine große Ehre für uns, dass Christian in diesem Jahr wieder in den hohen Norden des Bergrennsports nach Osnabrück kommt“, freuen sich die Organisatoren des 54. Int. Osnabrücker Bergrennens (1. August-Wochenende) und wenn alles passt, hat der Norditaliener aus dem Trentino auch wieder den Streckenrekord, den er selber mit der Zeit von 50,055 sec. hält, im Visier. Der sehr sympathische Sportsmann nimmt sich zwischen den einzelnen Rennen auch stets die Zeit für seine vielen Fans und so lohnt es sich ganz sicher, den Weg zu seinem Team im Fahrerlager hinter dem Rennbüro zu suchen. Wenn dann am Start der unglaubliche Sound seines Osella FA 30 ertönt, werden die Besucher wieder dieses einmalige Feeling auf der Jagd gegen die Uhr nach Bestzeiten und Rekorden spüren. Da Alexander Hin in der Borgloher Schweiz, wie in der EBM vom Team Merli betreut wird, und der Schwarzwälder dabei im Osella FA 30 Platz nimmt, ist das „deutsche Auto“, der Osella PA 30 quasi frei.  In diesen 3-Liter V8 Rennsportwagen wird für das Osnabrücker Bergrennen der junge Georg Lang einsteigen und dabei seine Premiere in der Berg-Königsklasse geben.  Der Schweinfurter hält aber den Ball flach. „Ja, eine kleine Bewegungsfahrt, nicht mit Ambitionen. Es ist mehr ein Test für einige Bauteile“. Dennoch darf man gespannt sein, wie sich der 32-jährige Unterfranke schlägt. Wertvolle Erfahrungen wird er auf jeden Fall sammeln können. Fotos: FiA, Patrick Mohr

Rennsportteam Lang dominiert die nationale Bergrennszene

16. Juli 2022

Das Rennsportteam Lang dominiert heuer absolut die Bergrennsport-Szene, denn alle Siege der bisher vier absolvierten Rennen in der Deutschen Bergrennmeisterschaft gingen auf das Konto des Schweinfurter Teams. Der vom Team Lang betreute Alexander Hin legte eine furiose Serie von drei Siegen in Folge hin und pulverisierte dabei jeweils die Streckenrekorde. Der Titelverteidiger wurde nur in Homburg von einem technischen Defekt an seinem Osella PA 30 ausgebremst, dann stand sein Teamkollege Stefan Armbruster parat und siegte ebenfalls in einem Osella PA 30. Das Team Lang war mit dem Titel von Alexander Hin schon vergangenes Jahr das Maß der Dinge in Deutschland und er kündigte für dieses Jahr an: „heuer will ich es wissen“. Die Ansage bedeutete, dass er auch europäisch angreifen wollte. Der Breisgauer konnte bislang dem scheinbar unschlagbaren Titelträger Christian Merli noch nicht gefährlich werden, schlug sich aber richtig gut mit einem Siegerpodiumsplatz in Portugal. Aktuell rangiert Alexander Hin auf Rang drei der Europameisterschaft und ist dem zweitplatzierten Tschechen Ptr Trnka dicht auf den Fersen. „Der Alex geht die Sache heuer viel professioneller an“, attestiert Uwe Lang seinem besten Pferd im Stall. Das ging so weit, dass Hin wegen verschiedener Reglements in der DM und EM sich sogar einen zweiten FA 30 zulegte und sich zudem bei EM-Läufen noch vom Team Merli betreuen lässt. In Deutschland kommt niemand am 53-jährigen Alexander Hin vorbei und das Team Lang schreibt reihenweise dicke Schlagzeilen. Hin führte lange in der DM, ehe er wegen dem Homburg-Ausfall auf Platz zwei abrutschte. „Ich fahre heuer alle Rennen mit relativ kurzer Anreise“, schildert der vierfache DM-Chamnpion Uwe Lang sein Comeback. „Es macht schon Spaß“, sagt der Teamchef, unter dessen Fittichen alle Fahrer im Team Erfolge feiern. Im Zwischenstand der DMSB-Automobil-Bergcups für Sportwagen lautet das aktuelle Ranking: 1. Alexander Hin, 2. Georg Lang, 3. Uwe Lang, 4. Stefan Armbruster. Diese Vierfach-Dominanz gibt es herausragendes Zeugnis für die Arbeit der Sennfelder, die in Abersfeld ein Firmengebäude für seinen Rennstall hingestellt hat. „Der Uwe ist unser Teamchef, Renningenieur uns Strategiechef“, sagt Georg Lang ehrfürchtig über seinen Vater. Georg Lang stand als Pilot seiner Tatuus Formel 3-Renners zuletzt als Dritter auf dem Gesamtsieger-Podium neben Stefan Armbruster und Alexander Hins Sohn, der 19-jährige Benjamin Noll, durfte in seinem Tatuus Formel Renault mit Rang fünf die beste Platzierung seiner noch jungen Karriere feiern. Georg Lang liefert sich heuer in seiner Klasse ein Duell mit dem ehemaligen DM-Champion Frank Debruyne und hat mit jetzt […]

Starke Bergpremiere – Sebastian Kühn fuhr auf Gesamtrang 18

14. Juli 2022

Sebastian Kühn ist eigentlich in der DMV BMW Challenge auf der Rundstrecke unterwegs. Am vergangenen Wochenende gab er seine Premiere am Käshofer Berg. Bei über 100 Teilnehmern landete der BMW-Pilot auf einem starken 18. Gesamtplatz. Wie Kühn das Homburger Bergrennen erlebt hat, erzählt er uns im Interview. Am vergangenen Wochenende gab es für dich die Premiere beim Bergrennen in Homburg. Wie bist du mit deinem Rennen den Käshofer Berg hinauf zufrieden? Das Rennwochenende am Käshofer Berg hat mich beeindruckt. Der Ablauf war sehr gut organisiert und es gab wenige Unterbrechungen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, gerade im Hinblick darauf, dass mein Fahrzeug ja für die Rundstrecke konzipiert ist. Das berühmt berüchtigte Brückchen ist eine wirkliche Mutpassage und kann mit einem guten Setup sicherlich noch schneller gefahren werden. Musstest du dein Fahrzeug für das Bergrennen speziell vorbereiten? Eine spezielle Vorbereitung habe ich leider nicht vornehmen können. Ich bin mit dem Setup und der Übersetzung für den Nürburgring angetreten. Und auch das Thema war eher kritisch zu sehen. Nach vielen Telefonaten konnte ich noch einen Satz gebrauchte (aus 2018) AVON’s mit Bergmischung organisieren. Wie war für dich als Fahrer die Umstellung? Die Umstellung war schon besonders. Die Fahrbahn ist natürlich nicht so breit wie auf einer richtigen Rennstrecke und ein Fehler wird am Berg direkt bestraft und damit meine ich nicht nur das zeitliche Thema. Es war für dich die erste Teilnahme in Homburg, konntest du auf anderen Strecken schon Bergerfahrung sammeln? Bergerfahrung konnte ich in der Vergangenheit schon sammeln. Von 2005 bis 2015 bin ich mit einem Opel Kadett GSI 16V bei einem anderen Verband (NAVC) am Berg gefahren. War der Auftritt ein einmaliges Ereignis oder hast du nun Blut geleckt? Ob dieses Jahr noch ein weiterer Einsatz am Berg erfolgt ist eher unwahrscheinlich. Durch meine lange Übersetzung und die stehenden Starts ist meine Kupplung abgeraucht und ich muss jetzt das Auto für den nächsten Lauf der DMV BMW Challenge auf dem Nürburgring (Ende Juli) vorbereiten. Da bleibt nicht mehr viel Zeit. Ein weiterer Einsatz ist dann auf dem Lausitzring in der BMW Challenge auf dem Programm. von Patrick Holzer (www.auto-rennsport.de)

Martin Kraus erster „Driver oft the Race“ in Homburg

13. Juli 2022

Das der einheimische Kai Neu mit seinem Ford Focus ST 170 seine Klasse F bis 2000 ccm gewinnen würde, war zwar von den Clubkameraden des veranstaltenden Homburger AC erhofft, aber keines Wegs sicher. Noch beim letzten DM-Lauf am Iberg hatte Markus Goldbach im Dauerduell gegen Neu, die Nase seines Renault Megane Coupé hauchdünn vorne. Mit neuen Reifen und auf bestens bekanntem Terrain fuhr der Homburger dann auch klar zum Klassensieg. Sein Duell musste Goldbach diesmal mit dem Blieskasteler Martin Kraus austragen. Auf knapp fünf Jahren altem Reifenmaterial konnte der HAC-Pilot schlussendlichen Goldbach quasi niederringen. Der Wuppertaler hatte nach dem ersten Durchgang noch den zweiten Rang inne. Somit ging die Plakette, gestiftet von „Bergrennen in Deutschland“ an Martin Kraus in seinem VW Polo G60. Foto: Mathias Kaiser

Osnabrücker Bergrennen mit zahlreichen Top-Highlights und Fun-Faktor

13. Juli 2022

Am 6. und 7. August steht die Kultstrecke des „Uphöfener Berges“ wieder im Mittelpunkt der PS-Boliden der europäischen Bergrennen-Szene und eines spektakulären Event-Programms für die Fans und Familien. In diesem Jahr ist das Veranstaltungsgelände sowohl im Bereich der attraktiven Plätze und Kurvenbereiche an der Strecke als auch das gesamte Fahrerlager wieder frei zugänglich. Die schnellsten und PS-stärksten Rennsportfahrzeugen und Tourenwagen fighten auf der 2,030 km langen Strecke zwischen Borgloh und Bissendorf-Holte im Osnabrücker Land um Punkte und Platzierungen beim großen diesjährigen Finale zur europäischen Meisterschaft des „FIA Int. Hill Climb Cups 2022“. Dabei haben die schnellsten Teilnehmer natürlich die Unterbietung des amtierenden Streckenrekordes von 50,055 sec/Lauf im Visier. Jeweils 4 Trainingsläufe (am Samstag) und 4 Rennläufe (am Sonntag) bieten den Gästen eine einmalige Automobil-Show und dabei gehen bis zu 200 top getunte Rennfahrzeuge aus rund 15 Nationen mit bis zu 1.500 PS (!) an den Start. Die Top-Favoriten auf den Gesamtsieg um den Großen „autoservice.com – Pokal“ kommen aus dem Bereich der offenen Rennsportfahrzeuge. Allen voran möchte der Italiener Christian Merli mit seinem fast 600 PS starken Osella FA 30, dem „Königsfahrzeug“ am Berg, seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2019 unterbieten. Aber die Konkurrenz ist groß. So wird der Franzose Sebastien Petit als Titelverteidiger und Gesamtsieger am „Uphöfener Berg“ in 2021 mit dem Nova NP-01 alles daransetzen, wieder als erster die Ziellinie zu überqueren. In den Gruppen der offenen Sportwagen, Formel 3000 und Formel 3-Rennwagen werden rund ein Dutzend Fahrern Chancen eingeräumt, in die TOP 5-Platzierungen einzufahren. Mit dem Schwarzwälder Alexander Hin ist in diesem Jahr erstmals nach vielen Jahren wieder ein Deutscher Top-Pilot, der nach seinem 2. Gesamtrang in 2021 wieder zu engen Favoritenkreis zählt, mit einem Osella FA 30 dabei. Die leistungsstärksten Boliden kommen traditionell aus der Kategorie der geschlossenen Rennfahrzeuge. Hier erleben die Besucher unter anderem die sehr beliebten Berg-Monster. Zu den Publikumslieblingen zählen hier die Fahrer aus dem norwegischen Buldre-Racing-Team, angeführt von dem einmaligen BMW E 30 M 3 von Vidar Jodahl, der fast unglaubliche 1.500 PS auf den Asphalt bringt. Weitere PS Boliden wie WRC Skoda, Mitsubishi Lancer EVO, BMW Z4 GT3, Audi S 1 E 2 und viele andere kämpfen um die Pole-Position bei den Tourenwagen. Hier möchte der italienische Top-Pilot Luca Gaetani mit seinem wunderschönen Ferrari 488 den Ton angeben. Zahlreiche Gäste steuern im Fahrerlager zuerst die Autoklassiker an, die bereits einen Kultstatus genießen. Egal, ob die NSU TT, Fiat Abarth, Opel […]

Kleine Zwischenbilanz nach dem 5. KW Berg-Cup-Saisonlauf in Homburg

13. Juli 2022

Fünf von elf Rennen sind gefahren. Läuft auch die zweite Hälfte der 34. KW Berg Cup-Saison nach Plan, werden für jeden Fahrer und jedes Team die besten acht Resultate in die Jahresendwertung eingehen. Natürlich lässt sich bei sechs noch ausstehenden Veranstaltungen keine exakte Vorhersage treffen, aber erste Trends sind beim Blick in die Zwischenstände nach dem „47. Homburger ADAC Bergrennen“ durchaus erkennbar. An der Spitze der Tabelle befindet sich mit 477,20 Zählern auf dem Konto aktuell das Team Armin Ebenhöh / Tobias Mayer, die mit ihrem 1,4-LiterE1 VW Minichberger Scirocco 16V vier Klassensiege und einen vierten Platz einfahren konnten. 32,2 Punkte dahinter liegt als Gesamtzweiter Robert Maslonka. Auch seine Bilanz ist astrein, vermerkt sind darin vier Siege in der Klasse F-1600 sowie ein dritter Rang. Der Rückstand des VW-Polo-G60-Piloten erklärt sich aus dem KW Berg-Cup-Punktesystem, bei dem die Anzahl der Teilnehmer in der Klasse eine mitentscheidende Rolle spielt. Dabei schlug das Pendel bisher in Richtung von Armin Ebenhöh / Tobi Mayer aus. Dritter des Gesamt-Rankings ist Werner Weiß, der seine 397,6 Zähler aus gleichmäßig guten Top-Resultaten in der bestbesetzten E1 2-LiterKlasse geschöpft hat, die er im Ford Escort RS 1800 regelmäßig belegt. Die Top-Drei waren bei allen bisherigen Rennen dabei und erfolgreich. Allerdings befinden sich im Feld noch einige Teilnehmer, die in der Lage sind hoch zu punkten, aber bisher nicht überall dabei sein konnten oder Ausfälle zu verkraften hatten. Zu nennen sind hier unter anderen Titelverteidiger Erwin Buck (VW Spiess Scirocco), Norbert Wimmer (BMW 2002), Michael und Edi Bodenmüller (Opel Gerent Kadett), Lars Heisel (Opel Böhm Kadett), Ralph Paulick (VW Golf 1) und das Team Markus Reich / Mario Minichberger mit ihrem VW Corrado R. Der Spannungsbogen bleibt auf jeden Fall hoch, der Raum für Fehler wird zum Saisonende hin beständig kleiner. Das gilt auch für den NSU-Bergpokal, in dem sich drei Teams innerhalb von 17,38 Punkten befinden. Im Moment liegen Thomas Krystofiak / Christian Hindmarsh als Führende hauchdünne 0,68 Zähler vor Christoph Schwarz / Sascha Sieber. Dritte sind Jörg Davidovic / Jannik Hofmann, Leader der Klassik-Wertung ist Mike Vogel. Die KW 8V-Trophy sieht Norbert Wimmer auf Position eins, gefolgt von Philipp Hartkämper im VW Scirocco und dem Team Johann Hatezic / Roland Christall (Opel Ascona B Frank). Tobi Mayer führt die KW Berg-Cup Ravenol Youngster Wertung souverän an. Chef im Ring der 23 Rookies ist Philipp Hartkämper, der sich einen Vorsprung von 113,82 Punkten erarbeiten konnte. Und der […]

Debütant Stefan Armbruster gewinnt Homburger Bergrennen nach Favoritensterben

11. Juli 2022

Noch beim Training hatte Alexander Hin, Topfavorit für das 47. Bergrennen des Homburger Automobilclubs (HAC), keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass er auf der Jagd nach einem Streckenrekord ist. Doch der Plan endete im Desaster. Samstagmorgen, erster Trainingslauf über die 2,6 Kilometer den Käshofer Berg hinauf. Alexander Hin, Topfavorit aus Elzach, ließ es mit einer Zeit um 1:10 Minuten gemütlich angehen. Doch schon im zweiten Testlauf drückte der Bergrennspezialist seine Vorlage um mehr als vier Sekunden. Den kurvenreichen Streckenabschnitt Brückchen passierte er dabei mit einer unfassbaren Spitzengeschwindigkeit von 172 Stundenkilometern. Selbst Kennern stockte dabei der Atem. Eine Sekunde fehlte Hin aber immer noch, um die Bestmarke von David Hauser aus dem Jahr 2016 zumindest schon inoffiziell zu knacken. Denn Rekorde zählen nur am Rennsonntag. Doch die Ansage des derzeitigen klar Führenden in der Deutschen Bergrennsportmeisterschaft war gemacht. Besucher, Offizielle und Sportwarte freuten sich auf ein Spektakel. Das gab es am Rennsonntag auch und Ereignisse überschlugen sich quasi. Es begann für Alexander Hin schon vor dem ersten Rennmeter. Auf dem Weg zum Start zerbröselte die Antriebswelle seines Osella PA 30. Das Auto wird von Uwe Lang, ehemals selbst erfolgreicher Bergrennsportler, betreut. Langs Leuten gelang in der Hektik des Vorstarts eine Meisterleistung, als sie die kaputte Antriebswelle austauschten. Unbeirrt von der unruhigen Vorbereitung steuerte Hin erstmals den Streckenabschnitt am Brückchen an. Doch dann stieg weißer Rauch auf. Der Osella knickte hinten ein – noch vor Posten 8 endete die Rekordjagd, der Favorit war wegen eines Aufhängungsbruchs aus dem Rennen. Es war der Auftakt eines Favoritensterbens. Auf einmal hatte Stefan Armbruster, ebenfalls aus Gegend um Elzach, die Chance auf seinen Debütsieg. Armbruster hatte zwei Wochen zuvor am Iberg erstmals einen dritten Platz herausgefahren. In Homburg müsste sich der Neuling eigentlich gegen den erfahrenen Franzosen Daniel Allais durchsetzen, der übrigens einen ehemaligen Formel 3 Dallara-Mercedes von Valtteri Bottas steuerte. Doch das Auto wurde nach Lauf 1 von Sportkommissaren gewogen. Es war zu leicht und Allais deshalb disqualifiziert. Nun wurde das Rennen zum Duell zwischen Armbruster und Frank Debruyne, der ein Formel 3 Auto für das Pirmasenser CR Racingteam steuerte. Armbruster warf seine Riesenchance auf den Debütsieg im zweiten Rennlauf fast weg. Er fuhr an, löste die Zeitmessung aus und würgte den 500 PS-Boliden erst einmal ab. Debruyne konnte deshalb kontern und holte zwei Sekunden auf Armbruster auf; war aber in Lauf 2 wiederum eine Sekunde langsamer, als im ersten Lauf. Nach Lauf 3 gewann […]

Neuer Ehrenpreis beim Homburger Bergrennen

6. Juli 2022

Die Idee ist nicht neu, aber auf jeden Fall wert diese wieder aufleben zu lassen. Unsere Webseite „Bergrennen in Deutschland“ stiftet zum Heimrennen einen Ehrenpreis, der bei der Siegerehrung des 47. Homburger ADAC Bergrennen am kommenden Sonntagabend erstmals vergeben wird. Die Auszeichnung „Driver oft he Race“, in Form einer 40 x 30 cm großen Plakette, soll derjenige Fahrer oder diejenige Fahrerin erhalten welcher beim Bergrennen auf der Käshofer Straße an diesem Wochenende durch eine außergewöhnlich Leistung oder großen Sportsgeist aufgefallen ist. Eine kleine Jury unter Vorsitz von BiD-Macher Thomas Bubel wird einen würdigen Preisträger bestimmen.

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