Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Luxemburg goes Masters

27. September 2018

Nach und nach geben die nationalen Automobilsportverbände aus ganz Europa, ihre für das FIA Hillclimb Masters nominierten Fahrerinnen und Fahrer bekannt. Die mit Spannung erwartete offizielle Teilnehmerliste, ist für die kommenden Tagen von der FIA zur Veröffentlichung angekündigt. Am Donnerstagabend gab der Luxemburger Automobilclub (ACL) sein Aufgebot für die dritte Runde des  Masters bekannt, das mit einem Sammeltransport nach Italien reisen wird. Insgesamt acht Fahrzeuge, immerhin ein Starter mehr als die Deutschen, schickt der ACL ins Rennen. In alphabetischer Reihenfolge sind dies: Sandra Becker (Renault Clio II Cup), Monique Becker-Ersfeld (Alfa Romeo 147), Guy Demuth (Norma M20 Judd V8), Daniel Donkels (Tatuus Formel Renault 2000), Rennwagen-Bergmeisterin Tanja Flammang (VW Fun Cup), Leon Linden (Dallara F304 Formel 3), Tourenwagen-Bergmeister Canio Marchione (BMW 320 STW) und Charles Valentiny (Subaru Impreza WRX STi). Im Nationenpreis treten Guy Demuth, Daniel Donkels, Canio Marchione und Charel Valentine für das Großherzogtum an. Der Kapitän der Nationalmannschaft ist ACL-Funktionär Norbert Hartz.

Marcel Steiner Kolumne: In St. Agatha Sturm und Regen getrotzt

27. September 2018

Gegen Saisonende werden die Anreisen zu den Rennen wieder etwas länger. Ins österreichische St. Agatha waren es rund 700 Kilometer. Diese schafften wir mit dem Anhänger von Robin Faustini im Schlepptau ohne größere Staus und erreichten unseren Platz im Fahrerlager am Freitag um halb vier Uhr in der Früh. Bei strahlendem Sonnenschein bauten wir unser Zelt auf. Die administrative Abnahme und die Streckenbesichtigung waren auch zügig erledigt, allerdings schaffte es kein technischer Kommissar, noch am Freitag bei mir vorbeizuschauen. Am Samstagmorgen war dann noch genügend Zeit, um dies nachzuholen. Wir waren bereits alle im Bett, als es draußen zu stürmen und regnen begann. Mit vereinten Kräften – vielen Dank an die Teams von Stefan Faulhaber und Patrick Orth – versuchen wir noch das Zelt besser festzubinden. Der Wind zwang uns aber, das Zelt nochmals komplett abzubauen und den LobArt in den Teambus zu verladen. Mit etwas Verspätung kamen wir zur Nachtruhe… Das Training begann zum Glück erst am Samstagmittag. So hatten wir ausreichend Zeit, um nochmals alles aufzubauen und einzurichten und die technische Abnahme zu passieren. Um etwa zwei Uhr startete ich zu meinem ersten Trainingslauf. Aus Erfahrung vom letzten Jahr wusste ich, dass der Start wenig Grip bieten würde. Doch es fühlte sich an wie auf Glatteis zu fahren; die Räder drehten durch und der LobArt beschleunigte nicht. Auch sonst war ich mit dem Fahrverhalten auf der Strecke nicht sonderlich zufrieden. Deshalb war ich total überrascht, dass ich mit 1:06,736 bloß 1.5 Sekunden langsamer fuhr als im Vorjahr. Nur 0.1 Sekunden schneller war Christoph Lampert (Osella FA30) und mit einer Sekunde Rückstand folgten Dusan Neveril (Norma/Judd) und Patrik Zajelsnik (Norma/Mugen). Für das zweite Training wählte ich andere Reifen. Der Start war nun geringfügig besser und auf der Strecke fühlte sich der LobArt richtig gut an. Zudem fuhr ich noch zwei Kurvenpassagen anders, was sich aber nicht bewährte. Im Ziel leuchtete in 1:04,262 auf, meine persönliche Bestzeit in St. Agatha. Das war zugleich die Trainingsbestzeit. Hinter mir reihten sich Zajelsnik (1:04,579), Neveril (1:06,359) und Lampert (1:06,841) ein. Was mich sehr erstaunte war der indirekte Vergleich der Motorenleistung: Ein Radar maß im Zielbereich die maximal erreichte Geschwindigkeit auf der Strecke. Ich fuhr 248 km/h, Patrik Zajelsnik 265 km/h, Dusan Neveril 246 km/h und Christoph Lampert 251 km/h. Gedanken über die Differenz kann sich jeder selber machen… Leider bestätigte sich die Wettervorhersage und auf Sonntag setzte Regen ein. Dieser hielt länger an […]

Termine 2019: Deutsche Bergmeisterschaft

27. September 2018

Relativ gefestigt, aber dennoch als vorläufig zu betrachten, sind die Termine der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2019, die zwischenzeitlich vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) über den Fachausschuss Berg bestätigt wurden. Durch das Pfingstwochenende, mit dem Traditionsdatum des Wolsfelder Bergrennens,  im kommenden Jahr drei Wochen später ist als in diesem, waren in diesem Korridor einige Absprachen unter den DM-Veranstaltern nötig. In der Summe, konnte die RSG Altensteiner-Oberland trotz den Gegebenheiten der Berg EM auf den Termin des Ibergrennens ausweichen, welches im Gegenzug wieder auf das angestammten Datum Ende Juni springen konnte. Alle anderen Termine verbleiben an gewohnter Stelle. Zusätzlich taucht das Bergrennen Mickhausen unter neuer Organisationsleitung wieder auf, sodass im DM-Kalender wieder 10 Veranstaltungen aufgeführt sind und der Bergpreis von Schotten aber als reines Tourenwagen-Bergrennen keinen vollen DM-Status besitzt. 26. – 28. April 2019 – Bergpreis Schottenring 04. – 05. Mai 2019 – Hill Race Eschdorf (Lux) 09. – 10. Juni 2019 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 15. – 16. Juni 2019 – ADAC Glasbachrennen 29. – 30. Juni 2019 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 13. – 14. Juli 2019 – Hombuger ADAC Bergrennen 27. – 28. Juli 2019 – ADAC Hauenstein-Bergrennen 03. – 04. August 2019 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 07. – 08. September 2019 – AvD Bergrennen Eichenbühl 05. – 06. Oktober 2019 – ADAC Bergrennen Mickhausen

Bergrennen Mickhausen – Weiter gehts mit neuer Orgaleitung

25. September 2018

Zur bislang 37ten und letzten Ausgabe des Mickhausener Bergrennens vom Oktober 2017 hatte der langjährige Organisationsleiter Günter Hetzer seinen Entschluss bekannt gegeben, sein Amt niederzulegen. Andere verdiente Mitglieder des ASC Bobingen zogen sich ebenfalls aus dem Orga-Team zurück, sodass es in diesem Herbst kein ADAC Bergrennen Mickhausen gibt. Nachdem aber das Bergrennen nicht aufgegeben werden soll, mussten die vakanten Posten neu besetzt werden. Inzwischen wurde ein neues Team zusammengestellt. Unter der Federführung des 1. Vorsitzender des Vereins Michael Kanth, Hinrich Groeneveld und dem in der Bergszene, als Sportleiter des KW Berg-Cup sehr bekannten Wolfgang Glas ist der ASC Bobingen nun wieder dabei das Bergrennen für 2019 vorzubereiten. Hinrich Groeneveld ist beim ASC kein Unbekannter. Vor vielen Jahren war er bereits Mitglied, bevor es ihn beruflich weiter weg von Bobingen verschlug. Beim Bergrennen 2017 war er als Anwärter zum Leiter der Streckensicherung tätig und bekam so Einblicke in die Organisation der Veranstaltung. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des ADAC Südbayern wurde der 59jährige in den Vorstandsrat gewählt. Wie das Trio einhellig beteuert, sind bereits erste Vorbereitungen für 2019 angelaufen. „Um die Veranstaltung in bewährter Qualität durchführen zu können, ist leider die schöpferische Pause in diesem Jahr nötig. Jetzt sind wir jedoch mit frischer Energie und Tatendrang dabei, das Rennen für das nächste Jahr perfekt zu organisieren. Die Vorbereitungen dazu sind schon in vollem Gange“. Um dies alles zu schaffen, hoffen die Drei auch weiterhin auf vielfältige Unterstützung aus den Reihen des eigenen Vereins und natürlich von allen Fahrern und Teams der Bergrenn-Gemeinschaft. Als Termin für das 38. ADAC Bergrennen Mickhausen festgelegt und bereits beim DMSB beantragt wurde das Wochenende vom 04. – 06. Oktober 2019.

Die Georg-Plasa-Tribut-Tour geht in Gubbio weiter!

21. September 2018

Im vergangenen Juli sorgten die Brüder Klaus und Jürgen Wohlfarth mit ihrem Tribut-Projekt um die tödlich verunglückte Berglegende Georg Plasa und eines seiner „Fahr-Werke“, den legendären BMW E36 320 Judd V8 für enormes Aufsehen, nicht nur in der internationalen Bergrenn-Community. Eigens für das Goodwood Festival of Speed wurde der legendäre, 550 PS starke Bolide aus der Versenkung geholt, entsprechend vorbereitet und beim weltbekannten Oldtimer und Klassik-Event in England nicht nur gezeigt, sondern absolut rennmäßig von Jörg Weidinger beweget. Sogar in der bald zu Ende gehenden Saison 2018 wird es einen weiteren Auftritt dieses Projekts geben, was besonders die immer noch sehr zahlreichen Fans von Georg Plasa in Italien freuen wird. Wie bereits von der FiA in Paris bestätigt, wird erneut der frühere Deutsche- und Europa-Bergmeister Jörg Wiedinger den Plasa BMW beim FIA Hillclimb Masters vom 12.-14. Oktober 2018 in Gubbio (Italien) pilotieren. Wie in Goodwood ist dies nicht eine Showfahrt. Der langjährige Kumpel und Weggefährte von Georg Plasa wird in der Rennwertung und im deutschen Team dabei sein. Ob Weidinger in der Gruppe E1 mit um die Medaillen fahren kann oder von der FIA in die Gruppe E2-SH und damit bei den Rennsportwagen eingestuft wird, ist uns aktuell noch nicht bekannt. Bereits kurz nach bekannt werden des Termins für das diesjährige Masters, hatte die Vereinsführung des Homburger Automobilclubs bei seinem prominenten Mitglied und Aushängeschild Timo Bernhard, der 2014 an seinem Hausberg in Homburg den Gesamtsieg einfahren konnte und aktuell den Tourenwagen-Streckenrekord beim deutschen EBM-Lauf am Glasbach hält, einen Start beim FiA Hillclimb Masters angeregte. Der Weltmeister mit Porsche und zweifache Le Mans-Sieger muss aber leider aus terminlichen Gründen passen. Der Werksfahrer und Team-Besitzer zeigte sich sehr interessiert und schloss eine Teilnahme bei einem zukünftigen Masters-Event nicht aus. Mit dem Start der Georg-Plasa-Tribut Truppe um die beiden KW-Geschäftsführer sorgt der Deutsche Bergrennsport nun aber dennoch für eines der Highlights bei der dritten Auflage des „Race of Champions der Berge“.

Berchtesgaden ist bereit zum ultimative Oldtimer-Spektakel – Edelweiß-Bergpreis Roßfeld 2018

20. September 2018

Oldtimerfans aus ganz Europa zählen bereits die Stunden zum offiziellen Start des diesjährigen Edelweiß-Bergpreises Roßfeld. Zu Recht – denn die bevorstehende fünfte Auflage der renommierten Oldtimer-Veranstaltung in den Berchtesgadener Alpen hält 2018 eine Vielzahl spektakulärer Highlights bereit. Bereits am Freitag in einer Woche werden die rund 150 historischen Renn- und Sportwagen den Weihnachtsschützenplatz von Berchtesgaden beleben. Am darauf folgenden Wochenende (28./29. September) finden dann die Gleichmäßigkeitsläufe aufs Roßfeld statt. Alle wichtigen Last-Minute-Infos zum Event. VW präsentiert legendären Pikes Peak-Golf mit Jochi Kleint am Steuer: Während die Vorbereitungen für das Oldtimer-Event des Jahres auf Hochtouren laufen, verlautbart Initiator Joachim Althammer eine weitere Sensation: Dank der tollen Unterstützung von Volkswagen wird der originale VW Twin-Golf II „Pikes Peak“ von 1987 in diesem Jahr im Rahmen des Edelweiß-Bergpreises zu sehen sein. Nur echte Motorsport-Fans wissen noch, dass der legendäre Pikes Peak-Sieg von Walter Röhrl mit dem Audi S1 Quattro lange Zeit am seidenen Faden hing: Denn bis kurz vor dem Ziel war damals Röhrls persönlicher Freund und Konkurrent Jochi Kleint mit seinem Bi-Motor-Golf in Führung gelegen. Lediglich der Bruch eines Spurstangenkopfs verhinderte damals die Sensation. Konstruiert wurde der Golf mit zwei 1,8-Liter-Turbomotoren, 652 PS und Allradantrieb von niemand Geringeren als Kurt Bergmann, der sein Kommen ebenso angekündigt hat wie Jochi Kleint. Ferrari 212 E Montagna am Berg mit dabei – Ein nicht minder beeindruckendes Fahrzeug ist auch der Ferrari 212 E Montagna, mit dem der Schweizer Peter Schetty in der Saison 1969 alle sieben Läufe und damit auch den Titel der Berg-Europameisterschaft gewann. Das originale Chassis mit der originalen Karosserie wurde Ende 1969 von Ferrari verkauft, ein zweites Chassis (mit neuer Nummer) gebaut und mit einer neuen Sportwagenkarosserie versehen. In diesem Auto ist der originale 12-Zylindermotor verbaut. In das ursprüngliche Fahrzeug wurde ein 6-Zylinder Dino-Motor mit 2.000 ccm und 240 PS verpflanzt, und es wurde Anfang der 70er Jahre noch bei Rennen eingesetzt. Der damalige Käufer besitzt den Wagen noch immer und hat ihn nun für den Edelweiß-Bergpreis 2018 aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Optimal informiert genießen: Ein echtes Spektakel stellt auch das Feld der originalen DTM- und STW-Boliden dar, die unter Führung des dreifachen Le Mans-Gesamtsiegers Benoit Treluyer mit dem Audi RS 5 DTM-Vorausauto den Gipfel erobern werden. Um dieses und all die anderen Highlights bestmöglich genießen zu können, bitten wir alle Besucher, auch in diesem Jahr die großen Parkflächen in der Oberau sowie an der Roßfeld-Scheitelstrecke zu nutzen. Die Shuttlebusse fahren in kurzen Abständen ab 08:00 Uhr vom Bahnhof Berchtesgaden und dem […]

Masters Wild Card für Alexander Hin?

17. September 2018

Das Interesse an einer Teilnahme am FiA Hillclimb Masters ist in deutschen Landen aktuell angestiegen. Mehr als zehn Piloten aus der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup denken aktuell über einen Start vom 12. bis 14. Oktober im italienischen Gubbio nach. Vor zwei Jahren, zum Masters im tschechischen Sternberk, fiel das Interesse deutlich geringer aus. Diesmal, nach dem frühen Ende der Berg DM-Saison in Eichenbühl schon Anfang diesen Monats, sind die Vorzeichen für die einheimischen Bergspezialisten günstig. Nur noch bis zu diesem Mittwoch, den 19. September um 24 Uhr, werden die kostenfreien Nennungen bei der FiA in Paris angenommen, danach ist Schluss und die Damen und Herren der FiA-Bergkommission entscheiden dann wer eine Wild Card herhält oder nicht. Diejenigen Fahrerinnen und Fahrer die die Kriterien der FiA in den nationalen Meisterschaften, Cups und Klassen erfüllt haben sind natürlich gesetzt. Wie viele Deutsche Vertreter nun schlussendlich im auf 160 Fahrzeuge limitierten Feld dabei sein dürfen, entscheidet ebenfalls die FiA. Aktuell haben wohl bereits Manfred Schulte (Citroen AX Kit Car / E1 1600 ccm) und Egidio Pisano (VW Golf 16V / E1 2000 ccm) ihren Startplatz sicher. Gegenüber dem Deutschen Teamkapitän Christoph Schackmann (EMSC Bitburg) ihr Interesse an einem Start in Gubbio bekundet, haben in den letzten Tagen: Alexander Hin (Reynard 97D Judd F3000), Christian Triebstein (Dallara F302 Opel F3), Markus Fink (Citroën C2 VTS), Erwin Buck (VW Scirocco 16V / E1 1600), Wolfgang Glas (VW Golf 20V / E1 1600), Marcel Gapp (BMW M36 M3 / E1 bis 3000 ccm), Günter Göser (Opel Kadett C 16V / E1 bis 3000 ccm) und der neue Deutsche Bergmeister Armin Ebenhöh im 1400er VW Scirocco 16V oder Thomas Ostermann (BMW E30 Hartge / E1 bis 3000 ccm) der auf Post aus Paris wartet. Wer jetzt von diesen Kandidaten oder Weiteren ihre Unterlagen abgegeben haben entzieht sich unserer Kenntnis. Wie dem auch sein, wer noch Interesse an einem Start beim diesjährigen Masters hat, das es frühestens in zwei Jahren erst wieder geben wird, der sollte sich umgehend mit Christoph Schackmann in Verbindung setzten. Simone Faggioli, Lucio Peruggini und Scott Moran, die drei Einzelgoldmedailliengewinner von Ecco Homo haben sich bereits zur Mission „go for gold“ angemeldet. eMail: christoph.schackmann@t-online.de Tel: +49 (0)171 7798205 Anmeldeformular der FIA Hillclimb Masters : klicken Sie hier. FIA Ausschreibung : klicken Sie hier. Alle übrigen Informationen : klicken Sie hier.

Die Meister sind gekürt – Kurioses Berg DM-Finale

15. September 2018

Der Motorsport Club Erftal ist endgültig in der Gemeinschaft der Berg DM-Veranstalter angekommen. Mit dem erstmals in kompletter Eigenregie auf die Beine gestellte Bergrennen Eichenbühl landeten die viel fleißigen Helfer rund um Rennleiter Steffen Hofer gleich einen Volltreffer. Mit rund 180 angenommenen Nennungen, machte man es sich für den Anfang nicht leicht, aber die Trainings.- und Rennläufe brachte man dennoch pünktlich durch. Die gemeinhin spürbare Anspannung in der Organisationsleitung verflog schnell auf Nimmerwiedersehen und das „Wetterglück des Tüchtigen“ gesellte sich hinzu. In den sozialen Medien und auch im analogen Leben erntete das junge Erftaler Team viel Lob zu Zuspruch. So kann es in die Zukunft gehen und eine weitere Kuh ist wieder mal vom Eis geholt. Ein an Spannung kaum zu überbietendes Rennwochenende, schloss den Kreis der diesjährigen Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups, die Ende April beim Bergpreis Schottenring begann. Vielen wird es nicht einmal aufgefallen sein, dass es der Berg-Team-Cup in diesem Jahr nicht zur Disposition stand. Es hatten sich im Frühjahr nicht genügend Teams zusammengefunden und angemeldet, was natürlich sehr schade ist und nach einer besseren Vermarktungsstrategie von Seiten des DMSB Fachausschuss Berg ruft. Beim 51. AvD Bergrennen Eichenbühl war die Frage nach dem Gesamtsieger eigentlich schnell und deutlich beantwortet, doch auf den letzten Metern der Saison 2018 gab es nicht nur spannende, sondern auch tragische Momente vor allem im Kampf um die DM-Krone. Gruppe E1-Pilot Dirk Preißer reiste als Leader in der Bergmeisterschaft an und galt vor dem Wochenende in Unterfranken als klarer Favorit auf den DM-Titel, alle Trümpfe hatte er selbst in der Hand. Doch am Sonntagabend fand sich der Schwabe in der Rolle des tragischen Helden, noch nicht einmal auf dem Meisterschaftspodest wieder. Das Unheil nahm bereits im letzten Trainingsdurchgang seinen Lauf, wo es bereits zwei wertvolle Zusatzpunkte zu holen gab. Mit einem dünnen Nervenkostüm landete Preißer mit seinem Opel Kadett C 16V im unteren, selektiven Streckenteil in der Böschung, um danach kurzer Hand mit dem weidwunden Tourenwagen zur Notreparatur in die 125 km entfernte heimische Werkstatt aufzubrechen. Nach einer langen Nacht tauchten die Preißers am Morgen des Renntags wieder im Fahrerlager auf. Ein zweiter Platz in der Klasse bis 2.000 ccm Hubraum, hinter dem nicht punktberechtigten Tiroler Thomas Strasser war somit absolute Pflicht. Doch ein weiteres Mal hatte der Stahlbauunternehmer kein Glück. Beim alles entscheidenden dritten Rennlauf musste Dirk Preißer nach einem Unfall von Fahrerkollege Alexander Pleier mit rot in Zielnähe […]

Marcel Steiner Kolumne: Fünfter Meistertitel am Gurnigel

14. September 2018

Nach dem Erfolg von Oberhallau hoffte ich auf eine ruhige Vorbereitung auf das Gurnigelrennen. Beim Check des LobArt Mugen stellte ich jedoch einen Defekt am Öltank fest. Um diesen zu beheben mussten wir wie heuer schon öfters den Motor ausbauen. Danach stand einem erfolgreichen Wochenende beim Heimrennen nichts mehr im Wege. Am Freitag kurz vor dem Mittag nahmen wir die Anreise unter die Räder. Das Installieren unseres „Boxenplatzes“ und die Wagenabnahme waren schnell erledigt. So konnte ich mich der Streckenbesichtigung mit anderen Fahrern und der technischen Vorbereitung widmen. Am Samstag stellte der Veranstalter einen strammen Zeitplan auf, der mein erstes Training kurz nach 10 Uhr vorsah. Durch diverse – durch übermotivierte Fahrer verursachte – Unterbrüche geriet der Zeitplan zwei Stunden in Rückstand, der bis zum Abend nicht mehr aufzuholen war. Kurz nach dem Mittag konnte ich starten. Die Anbremszone zur ersten Kurve sowie die Kurve selbst waren immer noch feucht vom Regen am Freitag und dadurch heikel zu befahren. Auf der restlichen Strecke kam ich gut zurecht und das Auto fühlte sich gut an. Im Ziel leuchtete 1:45,87, was fast der schnellsten Rennzeit vom Vorjahr entsprach. Einzig Eric Berguerand war mit seinem Lola-F3000 in 1:42,46 noch schneller. Hinter mir klassierte sich Christoph Lampert (Osella FA30, 1:46,60), der Rest des Feldes fuhr Zeiten über 1:50. Im zweiten Trainingslauf war es etwas wärmer und ich testete andere Reifen. Damit verbesserte ich mich auf 1:43,50 und verkürzte den Rückstand auf Eric (1:42,45) auf gut eine Sekunde. Christoph folgte mit 1:44,88. Zum dritten Probelauf konnte unser Feld erst nach 18 Uhr antreten. Unmittelbar vor den offenen Rennfahrzeugen war die Strecke mit Kühlwasser verunreinigt. Ich rückte wieder mit den Reifen aus dem ersten Training an. Wegen der beschmutzten Strecke erzielte ich in 1:45,96 meine schlechteste Trainingszeit. Lampert  war mit 1:45,38 leicht schneller und Berguerand trat erst gar nicht mehr an. Nach diesen Trainingsergebnissen war für Spannung am Renntag gesorgt. Bei sonnigem Wetter waren am Sonntag zwei Rennläufe angesetzt. Die geplanten Zeiten konnten perfekt eingehalten werden! Kurz nach 10 Uhr startete ich mit neuen Reifen und voll motiviert zum ersten Rennlauf. Die erste Kurve war immer noch ein wenig feucht. Die Vorderreifen im ersten Wäldchen boten noch nicht den perfekten Gripp. Danach konnte ich richtig attackieren und meine Fahrt bis zum Ziel genießen. Auf der Anzeige leuchtete 1:41,46, was nur gerade sieben Hundertstel über meinem Streckenrekord 2012 mit dem Osella FA30 lag. Doch ich war mir […]

Schweizer formieren sich – Meisel erstmals beim FiA Hillclimb Masters

14. September 2018

Noch bis zum kommenden Mittwoch (19. September 2018 – 24 Uhr) läuft über die nationalen Team-Kapitäne und die FiA-Bergkommission in Paris die Anmeldefrist für die dritte Auflage des FiA Hillclimb Masters, das diesmal im Mittelitalienischen Gubbio vom 12. bis 14. Oktober stattfindet. Insgesamt 160 Starterplätze für das diesjährige „Race of Champions der Berge“ sind zu besetzten. Unterdessen kristallisiert sich langsam das Schweizer Team heraus. Die Verantwortlichen des FIA Hill Climb Masters haben die Anfrage für eine Wild Card von Reto Meisel (48, Leuggern) positiv beschieden. Sein Mercedes SLK340 Judd V8 soll nach den Absagen in 2014 und 2016 (Technik- und Unfallschäden) endlich am FIA Hill Climb Masters 2018 zum Einsatz kommen. Der neue E1-FiA Hillclimb Cup-Meister Ronnie Bratschi (32, Altdorf) und Tourenwagen-Bergmeister Frédéric Neff (45, Moutier) haben sich definitiv für die FIA Hill Climb Masters 2018 vom 12./14. Oktober 2018 in Italien angemeldet. Bratschi fährt während der noch bis zu diesem Wochenende laufenden Saison in der Berg SM, in seinem frisch aufgebauten Mitsubishi Evo VIII um den Schweizermeistertitel in der Tourenwagen-Kategorie.  Fréd Neff ist mit seinem Porsche 996 Cup erfolgreich in der Schweizer Tourenwagenmeisterschaft auf dem dritten Zwischenrang platziert und war bereits bei den ersten beiden Austragungen der FIA Hill Climb Masters in Eschdorf (L) und Ecce Homo (CZ) mit dabei. Michel Zemp (31, Langnau) hat sich mit seinem TCR Seat Leon für die FIA Hill Climb Masters 2018 eingeschrieben. Die Strecke in Gubbio dürfte dem Emmentaler und seinem TCR liegen da sie nicht viele enge Kurven aufweist und so dem Fahrverhalten des Fahrzeuges entgegenkommt. Auch Bratschis Mitsubishi-Markenkollege Thomas Kessler (36, Siebnen) hat sich definitiv für die FIA Hill Climb Masters angemeldet. Des Weiteren lehnten die FiA den Antrag für eine Wild Card von Michael Kuster (48, Muntelier) mit seinem Alfa Romeo ab. Die Verantwortlichen begründen dies mit der Tatsache, dass die maximale Anzahl Teilnehmer (160) schon mit regulären Einschreibungen erreicht werden könnte und Wild Cards nur für „spezielle“ Piloten oder Fahrzeuge (ehemalige Meister, außergewöhnliche Fahrzeuge, etc.) ausgestellt werden. Gespannt darf man sein wer sich aus dem Eidgenössischen Rennwagenlager um eine Teilnahme in Gubbio bemühen wird.

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