Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Ronnie Bratschi kehrt mit neuem Mitsubishi zurück

26. April 2018

Darauf haben Fans von Bergrennen lange gewartet. Knapp zehn Monate nach dem Unfall in Hemberg kehrt der Schweizer Ronnie Bratschi mit einem neuen Mitsubishi Evo RS in dies Szene zurück. Das erste Testrennen ist an diesem Sonntag in Abdreschviller (Frankreich), unweit der Grenze zu Deutschland. Alles ging sehr schnell am 10. Juni 2017 beim Schweizer Meisterschaftslauf in Hemberg: Kurz nach dem Start zu seinem ersten Trainingslauf brach der Kardan am Mitsubishi Evo VIII. Ronnie Bratschi war nur noch Passagier und prallte heftig in einen zur Streckensicherung abgelegten Baumstamm. Diesen traf er so unglücklich am unteren Ende dass der Wagen dabei irreparabel beschädigt wurde. Zum Glück blieb Bratschi beim seitlichen Aufprall bis auf ein paar Prellungen unverletzt. Die Saison 2017 war für den Urner somit gelaufen, bevor sie richtig begonnen hatte. Motor, Getriebe und Differenzial waren noch zu gebrauchen, sodass sich der 31-jährige Urner bald an den Wiederaufbau eines komplett neuen und in allen Details optimierten Wagens machte. Als gelernter Polymechaniker verrichtete der Sieger des FIA Hill Climb Cups von 2015 und 2016 die meiste Arbeit selbst. Ronnie Bratschi: „So ein Auto kann man nicht mehr kaufen. Ich liess viele Ideen einfliessen und ging dabei an die Grenzen des Gruppe-E1-Reglements, ohne diese zu überschreiten. Gewisse Dinge habe ich verstärkt, andere erleichtert. Die Basis hatte ja funktioniert, daher sind es keine Riesensprünge. Es ist einfach alles etwas besser als bisher.“ Tiefer Schwerpunkt, sichere und steife Rallyezelle: Beim Chassis legte Bratschi Wert auf einen möglichst tiefen Schwerpunkt. Weil sich die Rallyezelle von OMP beim Unfall bewährte und diese günstig zu kaufen ist, baute er wieder eine solche ein. Alles, was der Sicherheit und der Steifigkeit dient, hat der Selfmademan verstärkt. Aerodynamische Details hat Bratschi ebenfalls selbst entworfen und mithilfe eines Karossiers auch gleich die Formen dazu hergestellt. So ist stets rascher Ersatz vorhanden. In Zusammenarbeit mit KW hat der Schweizer Slalom-Meister und Vize-Bergmeister von 2013 auch das Fahrwerk modifiziert, das beim Unfall ohnehin beschädigt worden war. Das Gewicht dürfte wie bisher um die 1080 kg betragen. Den genauen Wert wird der erste Gang auf die Waage ergeben. Motor mit mehr als 700 PS: Unter der Fronthaube steckt weiterhin der von Egmo (Eggenberger Motorsport) in Lyss optimierte 2,1-Liter-Turbomotor. Über dessen Leistung äußerst sich Bratschi etwas kryptisch. Ronnie Bratschi: „Bei der PS-Zahl steht vorne eine Sieben… Drehmoment hätte ich satt, aber wir nehmen wegen der Standfestigkeit etwas raus. Die volle Leistung rufe ich nur ab, wenn […]

Handa, Hovemann, Pregartner und Stolz – Vierkampf am Schottenring?

25. April 2018

Zumindest an der Spitze des Bergpreises Schottenrings als Auftakt zum Deutschen DMSB-Berg-Cup für Tourenwagen und des KW Berg Cup, herrschten letztes Jahr Formel 1- Zustände beim Kampf um den Sieg. Nach vier Wertungsläufen auf der 3.033 Meter langen Strecke vom Schottener Stadtteil Rudingshain, über die Serpentinen und durch das Waldstück der Poppenstruth auf die Zielgerade Richtung Götzen, trennten den Sieger Herbert Stolz aus Österreich im Porsche 935 dp II gerade einmal 0,887 Sekunden zum Zweitplatzierten Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Integrale. Ein Herzschlagfinale, das der Innsbrucker nach 2:2 Laufsiegen gegen Handa zur Freude der Zuschauer erst auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte und damit den Rest des Feldes deutlich distanzierte. Dem Franken blieb lediglich, mit knapp 218 km/h im ersten Durchgang, die schnellste Zieldurchfahrt des Tages. Ob es dieses Jahr oberhalb von Schotten erneut so spannend um den Sieg zugehen wird, entscheidet sich am letzten Sonntag im April. Seit 2015 peilen die deutschen Bergasse am Fuße des Hoherodskopfes ihre ersten Saisonpunkte an. Seitdem steht es nach dem Debüt mit Opelfahrer Holger Hovemann aus dem Odenwald und den beiden Porsche- Fahrern Herbert Pregartner (2016) und Herbert Stolz (2017) aus Österreich 2:1 für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Außenseiterchancen müssen auf jeden Fall auch Ralf Kroll mit seinem rennwagenartigen und flinken Silver Car S2 aus der Gruppe E2-SH der Silhouettenfahrzeuge eingeräumt werden. Der dritte der Gesamtwertung aus dem Vorjahr kommt ebenfalls aus dem Odenwald nach Schotten angereist. Man darf gespannt sein, wer sich mit welcher Marke als vierter Sieger in die Annalen des 15. ADAC Bergpreises eintragen lassen darf, bei dem mehr als 130 Fahrzeuge in der Renn- und auch Sollzeitwertung (GLP) vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten erwartet werden. Die größten Chancen auf einen Spitzenplatz aus lokaler, mittelhessischer Sicht dürfte der Ober- Mörlener Stefan Bodin im Porsche 944 GTR haben, der letztes Jahr am Schottenring erstmals in der Sollzeitwertung dabei war. Für Friedhelm Gürtzgen aus Ehringshausen im BMW Compact 318i und Maurice Moufang aus Schotten im BMW M3 ist der Klassiker ebenfalls kein Neuland und wollen in ihrer Klasse vorne dabei sein. Gleichmäßigkeit ist Trumph in der Sollzeitwertung. Aus heimischer Sicht dabei sind Louisa Kröll aus Büdingen im VW Polo, Erwin Schmidt aus Grebenhain im Renault R 5 Turbo, Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco, Marcel Schnabel aus Ulrichstein im BMW 318is, Michele Carotenuto aus Buseck im Opel Kadett C Coupe, Edgar Lampas aus Nidda […]

Marcel Steiner Kolumne: Saisonstart mit Podium am Rechberg

25. April 2018

Wenn die Tage wieder länger werden und der Schnee geschmolzen ist, nehmen wir die Bergrennen wieder in Angriff. Mein gesamtes Team und ich freuen uns auf die neue Saison und sind motiviert, mit dem LobArt-Mugen weiterhin an die Erfolge von Steiner Motorsport anzuknüpfen. Dies ist aber nur möglich durch die langjährige Unterstützung meiner treuen Sponsoren und dem starken Team um mich herum. Vielen Dank an alle, die ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Saison 2018 leisten! Im Winter führten wir die üblichen Revisionsarbeiten und einige kleine Modifikationen am LobArt durch. Bereits vor zwei Wochen absolvierten wir zwei erfolgreiche Testtage auf dem Circuit de Bresse in Frankreich, an denen wir viele neue Abstimmungsvarianten ausprobierten und ich mich nach der langen Winterpause etwas warmfahren konnte. Entsprechend zuversichtlich nahmen wir die lange Reise zum Rechbergrennen in Österreich unter die Räder unseres Teambuses. Nach 11 Stunden Fahrt erreichten wir Freitagfrüh um halb fünf das Renngelände. Wir waren bereits bei den Letzten, daher gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Fahrerlagerplatz schwierig. Im Laufe des Vormittags zeigte sich Dusan Neveril bereit, ein wenig zu rücken – so ergab sich für uns noch ein Plätzchen. Nachdem wir zügig unser Zelt aufgebaut hatten, verlief der restliche Tag ruhig mit Streckenbesichtigung und Wagenabnahme. Am Samstagmorgen besichtigte ich wie üblich vorab die Strecke, und dies bei frühlingshaftem Sonnenschein. Gegen 11 Uhr startete ich mit dem 1. Trainingslauf und war dabei äußerst gespannt, wie sich das Set-Up von Bresse am Berg bewähren würde. Erst war ich etwas vorsichtig unterwegs, versuchte jedoch im oberen Streckenteil das Auto zu spüren. Nach der ersten Fahrt am Berg nach sieben Monaten Pause konnte ich noch zu wenig konkrete Aussagen über das Fahrverhalten abgeben, um bereits an der Fahrwerkseinstellung etwas zu ändern. In 2:03,380 erreichte ich den 4. Rang und war zudem rund fünf Sekunden schneller als 2013 mit dem Osella FA 30 im 1.Training. Im 2. Probelauf wollte ich mich mit gleicher Fahrzeugeinstellung steigern und Eindrücke gewinnen, um unsere Arbeit voranzutreiben. Während der Fahrt bremsten mich plötzlich gelbe Flaggen, da der Rennwagen vor mir einen technischen Defekt aufwies. Daher konnte ich aus der erzielten Laufzeit zwar keine relevanten Schlüsse ziehen, versuchte aber dennoch, nach meinem Empfinden das Auto besser abzustimmen. Weil sich durch viele Unterbrechungen der Trainingsbetrieb verzögerte, stand die Sonne bei meinem 3. Start sehr tief und die Sichtverhältnisse waren nicht optimal. Ich konnte die Veränderungen am Fahrwerk aber gut fühlen, mich auf 2:02,865 […]

Topfeld zum Eschdorf-Jubiläum mit 190 Fahrzeugen am Start

24. April 2018

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20 BMW. Knapp 30 Jahre später organisiert die Union des Pilotes nun am Wochenende des 5./6. Mai zum 30. Mal ihr traditionelles «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und dem NSU-Bergpokal. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit zwei Jahren über neuen Belag verfügt. Nach sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 konnte sich Sébastien Petit im Vorjahr endlich den französischen Bergmeistertitel sichern. Die Saison 2018 begann er mit einem wahren Highlight, als er am Col St Pierre (F) zum Auftakt der Berg-EM seit langen Jahren der erste Fahrer war, der die Phalanx der italienischen Bergtenöre schlagen konnte. In Eschdorf nun möchte Petit im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 diesmal nach zwei Jahren Abwesenheit erstmals zum Sieg fahren. Der Eschdorf-Sieger 2013, vierfache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012 und 2017 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits konnte am österreichischen Rechberg beim zweiten EM-Lauf Platz 3 direkt vor Seb Petit belegen, sein LobArt-Mugen Honda scheint nun ausgereift, um ganz vorne mitzufahren. Ob wohl nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 vielleicht nun dieses Jahr auch für Marcel zum zweiten Mal in Eschdorf […]

Merli führt nach Rechberg erstmals die EM an

23. April 2018

Die diesjährige Saison in der Berg-Europameisterschaft verspricht hochinteressant und spannend zu werden – dass mit Sicherheit mehr als in den Vorjahren. So lautet die Erkenntnis nach dem zweiten von zwölf Rennen der EBM vom vergangenen Wochenende am österreichischen Rechberg. Das traumhafte Frühlingswetter lockte die Fans in großen Schaaren ins steirische Almenland. Und auf den Wiesen und Almen entlang der rund 5 km langen klassischen Bergrennstrecke verlebten die Zuschauer einen herrlichen Renntag. Nur wenigen Unverbesserlichen stiegen die Unvernunft und der Alkohol zu Kopf, die dann von der Polizei aus den Sperrzonen entlang der Rechberg-Bundesstraße geholt werden mussten. Diese war im Vorfeld, von Posten 3 bis Posten 16 neu asphaltiert worden. Dass noch ein recht frischer Belag zuweilen rutschig sein kann, mussten einige Piloten am eigenen Leib erfahren, darunter auch der Tscheche Dan Michel (Lotus Elise) und der Schwarzwälder Alexander Hin. Beiden drehte es bei Highspeed den „Hintern weg“ und sie krachten in die Betonelemente. „Leider kein Glück am Rechberg für uns“, resümierte Hins Team-Chef und Konstrukteur Emanuel Pedrazza. „Alex verlor unseren PRC S4 ITC beim anbremsen der Puntigammer Kurve mit über 225 km/h. Obwohl das Fahrzeug eine 14 Jahre alte Konstruktion ist hat der PRC S4 mit Alex Hin zuvor gezeigt, dass wir mit Ausnahme von Merli und Faggioli mithalten können. Wir werden reparieren und schnellstmöglich zur nächsten Attacke blasen“. Die bereits angesprochenen „Italo-Stars“ Christian Merli im Werks-Osella FA 30 und Simone Faggioli im Werks Norma M20 FC bestimmten die beiden Rennläufe am Sonntag in gewohnter Art und Weise. Wie schon ein Wochenende zuvor am französischen Col St. Pierre musste Faggioli seinen Landsmann überraschender Weise ziehen lassen. Vor Wochenfrist gab ein seltener Fahrfehler den Ausschlag zu Gunsten Merlis. Diesmal war es aber unverkennbar Merlis blendende Form, die schlussendlich zum deutlichen und dritten Rechberg-Gesamtsieg in Folge des Südtirolers führte. Ganze 6,5 Sekunden Poster sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem ebenfalls überraschenden Tagessieg am Col St. Pierre des französischen Meisters Sebastien Petit im Norma M20 FC, war man auch am Rechberg auf dessen Abschneiden gespannt. Das Team Petit Autosport plant insgesamt an acht Läufen der aktuellen Berg EM teilzunehmen und kann so zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden, zumal Faggioli wegen seines Starts am Pikes Peak in den USA mindestens einen EM-Laufen auslassen muss und sich somit keine weiteren Patzer mehr leisten kann. Christian Merli muss am 22. Mai nochmals in Slowenien vor Gericht erscheinen, wo weiter die Geschehnisse um den letztjährigen EM-Lauf […]

Volkswagen I.D. R Pikes Peak vor der Live-Weltpremiere

19. April 2018

Es ist der Start in eine neue Ära für Volkswagen im Motorsport – und so viel steht schon jetzt fest: Dieser Volkswagen wird sein Publikum elektrisieren. An diesem Sonntag, den 22. April wird mit dem I.D. R Pikes Peak das erste rein elektrisch angetriebene Rennfahrzeug von Volkswagen der Öffentlichkeit vorgestellt. Bisher gab es bereits hochwertige Computerskizzen, die eine erste Anmutung des Gipfelstürmers für das berühmteste Bergrennen der Welt zeigten. Doch nun steht die Enthüllung des fertigen Prototyps vor der Tür: Leichtbau und aerodynamische Perfektion tragen zu einer aufregenden Form bei, die unter der Hülle eine leistungsstarke Elektroantriebseinheit verbirgt. Auf der Rennstrecke in Alès (Frankreich) – Heimatstadt von Weltklasse-Pilot Romain Dumas (F), der beim Pikes Peak Hill Climb am Steuer sitzen wird – steht der I.D. R Pikes Peak zunächst im Rampenlicht der internationalen Medienvertreter, ehe am Tag darauf das offizielle Testprogramm beginnen wird. Stichtag 24. Juni 2018 – ein Ziel: den Rekord für Elektro-Rennfahrzeuge knacken: 19,99 Kilometer. 1.440 Höhenmeter. Alles in knapp neun Minuten. Nur ein Versuch. Kaum Leitplanken. Abhänge mit bis zu einigen Hundert Metern Tiefe. Das ehrfurchtsvoll „Race to the Clouds“ genannte Event am Pikes Peak, das auf 2.862 Metern startet und erst 4.302 Meter über Normalnull endet, ist seit mehr als 100 Jahren das spektakulärste Bergrennen im Motorsport. Volkswagen war 1987 mit einem legendären Bi-Motor-Golf am Start, scheiterte knapp. Nun gilt die Revanche dem Ziel, die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge zu unterbieten. Das „R“ steht wieder für „Racing“ – Partnerschaft mit Volkswagen R – Beim Rekordversuch blickt auch Namensgeber Volkswagen R in die Zukunft. Die Erkenntnisse vom Pikes Peak International Hill Climb fließen in die zukünftige Entwicklung zu Performance-optimierten Elektrofahrzeugen der R GmbH ein. Die Weltpremiere des Volkswagen I.D. R Pikes Peak können Sie am 22. April 2018 ab 17:00 Uhr im Livestream auf www.facebook.com/volkswagenmotorsport und www.volkswagen-motorsport.com verfolgen.

Marcel Steiner strebt Titelverteidigung an

18. April 2018

Schon in der vergangenen Saison konnte der Schweizer Marcel Steiner das Potenzial seines Sportwagens LobArt LA 01 Mugen, nach einer erfolgreichen Entwicklungsarbeit, unter Beweis stellen. Am Ende standen der Gewinn der Schweizer Berg-Meisterschaft für Rennsportwagen und der 3. Platz im FIA Int. Hill Climb Cup 2017 zu Buche. Auch für 2018 hat sich der schnelle und erfahrene Pilot aus dem Berner Oberland Einiges vorgenommen. Vorrangig konzentriert sich Marcel Steiner nach Bekanntgabe seiner Saisonplanung auf die Titelverteidigung in der Schweiz. Aber er ist auch mit dem wunderschönen Sportwagen bei einigen renommierten internationalen Veranstaltungen zu sehen. Am 4./5. August wird es vermutlich die einzige Gelegenheit für die deutschen Fans sein, Marcel Steiner mit dem ultraschnellen Fahrzeug live zu sehen – er plant einen Start beim 51. Int. Osnabrücker Bergrennen und möchte ganz sicher einen absoluten Spitzenplatz auf der 2, 030 km langen Strecke erringen. Dazu kommt bereits am kommenden Wochenende die Teilnahme beim zweiten EM-Lauf des Jahres am Rechberg in Österreich. Geplant sind weiter  die Bergrennen in Eschdorf (Luxemburg) am ersten Mai-Wochenende, der tschechische EM-Lauf von Ecce Home und zum Abschluss der Saison auf der Powerpiste vom St. Agatha in Oberösterreich.

Rechtsstreit am Schleizer Dreieck beigelegt

10. April 2018

Der über den Zeitraum vom 14 Jahren andauernde Rechtsstreit um die traditionsreiche Naturrennstrecke „Schleizer Dreieck“ und die Anzahl von Motorsportveranstaltungen die darauf stattfinden dürfen, ist beigelegt. Man einigte sich auf jährlich maximal zwölf Renn- und Trainingstage an höchstens vier Wochenenden inklusive Streckensperrung. Der Anwohner des Renngeländes Bernd Reiße, die Interessengemeinschaft Oberböhmsdorf, die Betreibergesellschaft „Schleizer Dreieck“ mit der Stadt Schleiz als Hauptgesellschafterin, waren die Beteiligten Parteien. Der Schleizer Ortsteil Oberböhmsdorf als direkt betroffene Ortschaft sowie die beiden Motorsportklubs MSC und AMC Schleizer Dreieck,  unterzeichneten am vergangenen Montagnachmittag im Schleizer Rathaus eine außergerichtliche Vereinbarung. Damit ist das im Jahr 2012 zu Gunsten des Hauptbeschwerdeführers Bernd Reiße entschiedene Klageverfahren gegen die Genehmigung des Landesverwaltungsamtes vom April 2007 und das Berufungsverfahren endgültig vom Tisch. Dieser Rechtsstreit war einer der Gründe dafür, dass das Bergrennen „Schleizer Dreieck“ im Jahr 2010 bis auf weiteres, letztmalig stattfand. Auf einen Acht-Punkte-Plan einigten sich die beteiligten Parteien. Dieser gestattet jährlich maximal 12 Renn- und Trainingstage an höchstens vier Wochenenden, inklusiver einer Sperrung der gesamten Rennstrecke. An einem zusätzlichen Samstag können auf Teilstrecken weitere Veranstaltungen stattfinden, die sich gleichzeitig über einen Zeitraum von maximal sechs Stunden erstrecken. Dann sind aber für den öffentlichen Verkehr entweder die B2 oder die K552 offen zu halten. Das Ende der Vereinbarung ist offen. Eine Kündigung ist von beiden Seiten für die nächsten zehn Jahre ausgeschlossen. Ob in naher Zukunft wieder ein Bergrennen auf dem Schleizer Dreieck stattfinden kann ist dennoch ungewiss. Schaut man auf den Terminkalender der Betreibergesellschaft, sind die vier vereinbarten Rennwochenenden bereits mit Veranstaltungen, wie z.B. die Deutsche Motorrad-Meisterschaft (IDM) belegt. Erst bei einem Ausscheiden eines Veranstalters könnte man wieder ein Bergrennen auf die Beine stellen. Das Bergrennen wurde von 1997 bis 2010 gemeinsam vom ADAC Ortsclub Naila und dem MSC Schleizer Dreieck organisiert.

Boxengeflüster 04/2018: Wussten Sie schon dass…?

8. April 2018

DASS der neunt platzierte des letztjährigen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen Patrick Orth, nach seinem Rallyejahr im Opel Adam Cup 2015, am vergangenen Ostersamstag bei der ADAC Osterrallye Zerf „rückfällig“ geworden ist. Im von Dr. Sascha Berstein zur Verfügung gestellten BMW 323i E36 gelang dem 28jährigen jungen Mann aus Bergweiler bei Wittlich zusammen mit Co Otmar Hoff ein vierter Platz in der Gruppe F über 2000 ccm (2WD) und Rang 34 in der Gesamtwertung von 84 gestarteten Teams. Da der neue 2 Liter Gerent-Motor für seinen weiß-blauen „Berg-BMW E30“ noch auf sich warten lässt, hofft Patrick spätestens bis zu seinem Heimspiel in Wolsfeld an Pfingsten parat zu sein. Bis dahin sind weitere Rallyeeinsätze in Zusammenarbeit mit der bekannten „Sonnenthaler Quertreibertruppe“ geplant. DASS der Ende Februar im Alter von 62 Jahren überraschend verstorbene „Mister Superbike“ Peter Rubatto in den frühen 1980er Jahren auch einige Bergrennen fuhr, dass nicht etwa auf einem Motorrad, sondern in einem Formel Ford. Das vor allem bei Bergrennen im Süddeutschen Raum. DASS der Porsche-Werksfahrer und Eigner des Team 75 Motorsport Timo Bernhard vor kurzem eine teameigene Werbeagentur, namens „Team Bernhard Design“ gründete. Mit diesem neuen Geschäftszweig unterstützen Timo und sein Vater Rüdiger Bernhard zukünftig auch ihren Heimatverein Homburger Automobilclub. Schicke neue Plakate, Flyer, Werbebanner und auch die Umsetzung der neuen Aufkleber „Freie Durchfahrt“, für das 45. Homburger ADAC Bergrennen Anfang Juli,  gehen auf das Konto des Westricher Teams, das sich in 2018 hautsächlich auf die Läufe im ADAC GT Masters und das 24h Rennen auf dem Nürburgring konzentriert. DASS es nach den personellen Umbesetzungen an der Spitze des Organisationsteams beim Homburger Bergrennen, nun Stück für Stück neue Ideen und Verbesserungen in den Veranstaltungsablauf des saarpfälzischen Traditionsrennens einziehen. Zum einen wird es eine Veränderung im Bereich der Bewirtung des Festzeltes im Fahrerlager geben. Nach 16 Jahren, in der sich das „Zeltteam“ um Ralf und Ingrid Sigwart einen ausgezeichneten Namen in der Bergrennszene  machten, trat das Homburger Ehepaar zurück. Gespräche über eine Neuausrichtung des Festzeltbetriebs laufen aktuell. Eine Verbesserung der Sicherheit wird es zudem im Startbereich geben. Die Rennleitung wird zukünftig den Zuschauerbereich rechts, gleich nach der Startline auf einer Länge von ca. 30 Metern mit Betonelementen schützen, sodass in Folge eines technischen Defekts an einem Rennfahrzeug keine Zuschauer gefährdet sind. DASS am Dienstag nach Ostern der erste Verhandlungstag vor einem Gericht in Ilirska Bistrica in der Sache der vermeintlichen Tätlichkeit von Vize-Europameister Christian Merli gegen den Rennleiter des slowenischen […]

Zuwachs auf dem Sportwagen-Sektor

5. April 2018

Über sporadische Teilnahmen beim ADAC Bergrennen Mickhausen ab 2009 fanden die Brüder Hendrik und Nicolas Uenzen allmählich Gefallen am Bergrennsport. Mit ihrem Kumpel Michael Hulm verbündete sich das Brüderpaar zum Team „NHM Performance Motorsport“, mit Sitz in Schwabmünchen, nur wenige Kilometer vom Mickhausener Berg entfernt. Die drei Freunde und ihre Helfer Christian Vogelsang und Jörg Schlögel waren in den letzten Jahren sehr vielseitig und betätigten sich beim Slalom, Rundstrecken- und Bergrennen, dabei wuchs das Potential ihrer Rennfahrzeuge kontinuierlich. Seit drei bis vier Jahren tauchen die Uenzens regelmäßig auch bei weiter entfernten Bergrennen, wie in Unterfranken, Homburg oder Hauenstein auf und bereichern mit Ihren BMW-Fahrzeugen die Gruppe F. In der Saison 2018 wagen die Uenzens nun den logischen, nächsten Schritt in der Hierarchie des Bergrennsports, nämlich den Sprung in die Gruppe der Rennsportfahrzeuge. In Andorra fanden die bayrischen Schwaben einen E2-SC Sportwagen, der Marke Norma, Typ M20 F mit einem nach CN-Reglement vorbereiteten 2 Liter Honda-Triebwerk. Über drei Tage und rund 3.000 km führte die Reise in den Zwergstaat zwischen Frankreich und Spanien und zurück. Am Ende mit dem Rennsportwagen aus dem Baujahr 2007 im Gepäck. Nicolas „Nico“ Uenzen, ein 27jähriger Maschienbautechniker und sein 29jähriger Bruder Hendrik, der seinen Lebensunterhalt als Homologationsingenieur im Automobilbereich verdient, haben das Fahrzeug gemeinsam erstanden und werden sich auch am Volant des Norma abwechseln. Im Mai wollen die beiden bei einem Testtag auf dem Rundkurs von Anneau du Rhin in Frankreich den Sportprototypen näher kennen lernen und danach Anfang Juni beim ADAC Glasbachrennen in die Berg-Saison einsteigen. Anschließend sind alle weiteren Läufe zur Deutschen Bergmeisterschaft gesetzt. Aus bekannten Gründen fällt das Heimspiel in Mickhausen heuer ja flach. Als Ersatzheimspiel gilt dann das Homburger Bergrennen Anfang Juli im Saarland, von wo Nicos und Hendriks Papa einst der Liebe wegen ins Augsburger Umland zog. Auch drei Bergrennen im Ausland, nämlich Oberhallau in der Schweiz sowie Pedavena und Cividale in Italien wollen die Brüder ausprobieren. Ebenfalls mit einem Norma M20 2-Liter Honda Rennsportwagen wird der Badener Dino Gebhard 2018 in Geschehen am Berg eingreifen. Seinen Osella PA 20S BMW aus der großen E2-SC Klasse konnte Dino nach Frankreich verkaufen. Hier wurde er auch bei seinem neuen Sportgerät fündig. Dino möchte bereits Ende April, quasi vor seiner Haustür im französischen Abreschviller das erste Mal mit seiner Neuanschaffung an den Start gehen. Im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft sind danach, bis auf die Rennen Osnabrück und Hauenstein, alle Bergveranstaltungen geplant.

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