Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Tschechisches Jungtalent hoffnungsvoller EM-Aufsteiger

27. März 2017

Der erst 23-jährige Tscheche Petr Trnka, wird als amtierender Vize-Meister der Kategorie II des FiA Hillclimb Cup, ab der bald beginnenden Saison in die Berg-Europameisterschaft aufsteigen. Das Talent aus der mährischen Kleinstadt Sternberk, bekannt Masters-Austragungsort 2016 und EM-Lauf Gastgeber, wird einen Ligier JS53 Evo mit 2-Liter Honda-Motorisierung pilotieren. Außer den beiden „Ausreißern“ im EM-Kalender, den Rennen in Spanien und Portugal, plant Trnka an allen weiteren EBM-Veranstaltungen teil zu nehmen, also auch beim ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni 2017.

Werkstatt-Report #24: Berg-Cup Rookie mit Startschwierigkeiten

26. März 2017

Mit dem Honda Civic CRX von Neueinsteiger Jürgen Frommknecht wird in der 30jährigen Geschichte des „Gruppe H-Berg Cups“ der erst dritte Tourenwagen der Marke Honda in Deutschlands Breitensport-Bergrennserie Nummer eins mitmischen. Jürgen Frommknecht aus dem Landkreis Lindau-Bodensee, visiert nach vielen Jahren Pause seine erste Saison im Herrschaftsbereich des DMSB an, doch es gibt Anfangsschwierigkeiten administrativer Art – dazu später. Keine oder nur wenig Probleme gibt es dagegen mit den Vorbereitungen und Anpassungen des „Japan-Racers“ auf das im KW Berg-Cup und der Berg DM gültige Reglement. Mit Hilfe von Minichberger Motorsport wurde ein Umbau auf eine Renneinspritzung mit Einzeldrosselklappen realisiert, sodass der 1,6 Liter ZC01-Motor, der mit Mugen-Teilen zusätzlich verbessert wurde, eine Leistung von 192 PS abgibt. Gleich über der nahen Grenze zu Österreich beteiligte sich Frommknecht in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren am Vorarlberger Automobil Cup bei Slaloms und Berg-Slaloms. Ursprünglich stammt der Honda aus der NAVC-Szene und wurde vom Dortmunder Honda-Spezialisten Ralf Sonnenberg gebaut. Vor zweieinhalb Jahren konnte Frommknecht den Wagen übernehmen und seine Motorsportkarriere, die ihn von 1988 bis 1994 zu Slaloms und Rennstreckenrennen führte, weiterführen. Dem entsprechend sind und waren jetzt einige Änderungen an Technik und Ausrüstung angesagt. So wurden ein neuer FiA-Tank, inklusive Leitungen und Pumpen und eine FiA-Sitzbefestigung für den neuen Sparco-Sitz mit Kopfschutz montiert. Auch am Fahrwerk wurde gewerkelt. Dazu kam von wenigen Tagen ein neues Display-Cockpit, im Volksmund „Mäusekino“ genannt. Auch die persönliche Ausrüstung, wie das HANS-System, Fahrerschuhe und Overall musste neu angeschafft werden. Das Mitglied des WAC Lindenberg, wo ein gewisser Hansi Eller den Clubmeistertitel inne hat, freute sich mit seinem dreier Helferstaab auf sechs Rennen im KW Berg-Cup und plant zusätzlich vier Starts in Vorarlberg. Doch gerade der Saisonstart beim Bergpreis Schotten kann für Frommknecht nicht wie erhofft stattfinden, denn der 47-jährige Gewerbetreibende in Sachen Kaffee-Vollautomaten besitzt derzeit nur eine C-Lizenz. Auch mit Unterstützung von Berg-Cup Macher Uli Kohl ließ sich der DMSB nicht erweichen die Lizenzstufe anzupassen. Die zahlreich vorhandenen vorderen Platzierungen wurden vom Honda-Piloten in Österreich herausgefahren und zählen somit nicht für eine passende DMSB-Lizenz. Dennoch wird der Allgäuer alles daran setzten um wenigstens beim D-Lizenz Lehrgang im Rahmen der Freitagstests (nur für im KW Berg-Cup eingeschriebene Fahrerinnen und Fahrer) in Schotten dabei zu sein. Danach muss er drei weitere Platzierungen bei DMSB-Slalomveranstaltungen bringen. „Das werde ich hoffentlich bis Anfang Juni geschafft haben, um dann noch die Bergrennen Glasbach, St. Anton, Oberhallau, Unterfranken, St. Agatha und Mickhausen bestreiten zu können“, so […]

Boxengeflüster 04/2017: Wussten Sie schon dass…?

24. März 2017

DASS die lebende, österreichische Bergrennlegende Herrmann Waldy vergangene Woche auf eigenen Beinen die Gailtalklinik in Hermagor verlassen konnte. Nach einer inkompletten Querschnittlähmung war der mehrfache Berg-Staatsmeister monatelang auf den Rollstuhl angewiesen. Nach einer überwundenen Erkrankung an Prostatakrebs, mit der er sogar fünf Bergrennen in seinem Formel 3000 und mit gelegtem Katheter fuhr, wurde Ende letzten Jahres festgestellt, dass ein Wirbelkörper vom Krebs angegriffen war. Die medizinische Diagnose war für den 69-Jährigen schockierend. Eine qualvolle Rehabilitation über fünf Monate hinweg, war die Folge. Und noch im Vorjahr hatte sich Waldy ein Ziel gesetzt. „Ich möchte auf meinen eigenen Beinen das Krankenhaus wieder verlassen können.“ Dieses Ziel hat er jetzt erreicht. Das erste Probesitzen in seinem weißen Lola F3000 hat Waldy auch schon geschafft. „Ich bin aber zurzeit noch nicht beweglich genug, aber ich arbeite jeden Tag daran“. DASS das österreichische Team von Erich Edlinger vor wenigen Tagen ein Lebenszeichen von sich gab. Vor gut einem Jahr wurde der spektakuläre BMW 320 IRL V8 der Modellreihe E30 eingemottet und gleichzeitig ein neues innovatives Projekt angekündet. Jetzt gab man die erste interessante Information Preiß. Nach all den viele Recherchen, Berechnungen und Überlegungen kamen von den vielen Fahrzeugen mehrerer Hersteller aus der engeren Auswahl, nur noch wenige in Frage und schlussendlich fiel die Wahl auf den i8 von BMW. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Parameter wie Sicherheit, Gewicht, Antriebsmöglichkeiten, Fahrzeuggröße und nicht zuletzt noch eine gewisse Affinität zu BMW. Man kann also auf die nächsten hochinteressanten Neuigkeiten aus der Steiermark gespannt sein. DASS sich die Organisatoren des 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. – 6. August 2017 wieder eine ganze Menge einfallen lassen, um den Event im Norden von Deutschland zu einer ganz besonderen Note zu verhelfen und dabei auch für das Jubiläum einmalige Highlights zu präsentieren. Die bekannte Fahrerlagerstraße von der Einfahrt am „Kruzifix“ bis herunter in Höhe des Vorstartbereiches wird in diesem Jahr mit Einbruch der Dunkelheit beleuchtet werden. Der mit der Stromversorgung des gesamten Bergrennens beauftragte Elektriker wird über die gesamte Länge von 2,5 km Leuchtkörper mit LED-Partyleuchten aufhängen. Die Idee entstand auch aus einem Wunsch einiger Teams, insbesondere im dunklen Waldbereich abends und in der Nacht für etwas Licht zu sorgen. Gerade in diesem Jahr hat die Beleuchtung einen sinnvollen Nebeneffekt: Wenn die Teams und Gäste spätabends und in der Nacht den Heimweg von den Jubiläumsfeierlichkeiten antreten, können Sie sicher zu ihren Quartieren zurückfinden. DASS im August ein geschichtsträchtiger Skoda Octavia […]

BMW Z4 GT3 für die Berg EM 2017

21. März 2017

Der Slowake Jan Milon wird in der Berg-Europameisterschaft 2017 einen über 500 PS starken BMW Z4 GT3 pilotieren. Der spektakuläre V8-Bolide wird derzeit auf dem Fahrdynamikprüfstand bei KW Automotive im schwäbischen Fichtenberg für sein neues Terrain abgestimmt. Milon und sein Jantar Team planen die Teilnahme an allen EBM-Läufen. Der 47-jährige aus dem bekannten Kurort Trencianske Teplice war bereits in der Vergangenheit im Autocross, Rallye und Rundstreckensport unterwegs und steuerte bis zuletzt einen Skoda Fabia WRC am Berg.

Mini-Comeback powered by Motorsport Lang

17. März 2017

Als sich vor ein paar Tagen der Luxemburger Frank Maas mit einer Suchanfrage an die Redaktion von Bergrennen in Deutschland wendete, legten wir uns sogleich ins Zeug. Der Luxemburger Bergmeister von 2008 verspürte wieder einmal Lust einen schnellen Rennwagen beim einzig verbliebenen Bergrennen im Großherzogtum, dem Hill Race von Eschdorf am 06. und 07. Mai dieses Jahr zu steuern. Einen eigenen Rennwagen besitzt der ACL-Mitarbeiter derzeit nicht. Nach ein paar Telefonaten und einem Aufruf über Facebook konnte BiD dem ehemaligen Formel 3000-Pilot eine stattliche Auswahl von Mietobjekten präsentieren. In die engere Wahl kamen schlussendlich ein Formel 3 aus dem Fundus des Heiligenstädters Sascha Herz und der potente Osella PA20 BMW 3-Liter Sportwagen von Uwe Lang. Da der vierfache Deutsche Bergmeister in der Saison 2017 aus Zeitgründen eh nicht das volle Programm fahren möchte, um sich vermehrt dem Bau einer Halle widmen zu können, stand diesem Deal nichts im Wege. „Der Osella war gleich mein Favorit. Wir waren uns schnell einig und ich freue mich total“, gibt Maas ein positives Feedback an die BiD-Redaktion. „Nach meinen beiden Teilnahmen am Pikes Peak International Hill Climb in den USA werde ich erstmals wieder einen Rennwagen steuern können. Weitere Rennen sind nicht geplant“.

Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Boxengeflüster 03/2017: Wussten Sie schon dass…?

11. März 2017

DASS die ADAC Saarland-Pfalz-Rallye vom ersten März-Wochenende ein Auftakt nach Maß für die Deutsche Rallye-Meisterschaft war und dabei im St. Wendeler Land zwei junge Männer aus bergrennbegeisterten Elternhäusern für Furore sorgten. Auf der Zielrampe freuten sich der amtierenden Meister Fabian Kreim (Sohn von Achim Kreim) im Fabia R5 von Skoda Auto Deutschland über den Sieg. Den dritten Platz erkämpfte sich René Mandel (Enkel von Berglegende Herbert Stenger) vom DSK Junior Rallye Team im Ford Fiesta R5. Das Mitfiebern von Mama Kristina Stenger-Winkler brachte Glück, denn der zum Abschluss einsetzende Regen spülte den Autocross-Europameister noch auf Rang drei nach vorne. Pech dagegen für Dominik Dinkel mit Co-Pilotin Christian Kohl, der Tochter des 1. KW Berg-Cup Vorsitzenden Uli Kohl, die auf falschen Reifen in ihrem Fabia R5 auf Rang fünf abrutschten. Weiter gaben Gino Kruhs zusammen mit seinem Pilot Torben Nebel ihr Debüt im Citroen DS3 R3T. Für den Saarländer stehen auch in diesem Jahr die Rallye DM und Masters-Läufe als Co-Pilot klar im Vordergrund. Dennoch plant Kruhs einige Bergrennen mit seinem Renault Megane Maxi im Südwestdeutschen Raum und im angrenzenden Frankreich. DASS am vergangenen Donnerstag auf der Kreisstraße A16 zwischen Mickhausen und Schwabmünchen, also auf der Strecke des Bergrennens,  bei einem Verkehrsunfall ein Busfahrer verletzt wurde. Nach Polizeiangaben  fuhr ein Lastzug, beladen mit Containern, bergab Richtung Mickhausen. In einer scharfen Rechtskurve brach der Anhänger auf der nassen und rutschigen Fahrbahn aus, schleuderte gegen die Leitplanke und prallte dann gegen einen entgegenkommenden Omnibus, der auf Leerfahrt unterwegs war. Der Buslenker musste leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kreisstraße wurde für einige Stunden komplett gesperrt und sogar ein Kranwagen muss  bei der Bergung der Fahrzeuge helfen. DASS der Gewinner des Classic-Berg-Cup von 2009, Andreas Herl aus Pirmasens, vor wenigen Tagen in den Vorstand des Homburger Automobilclubs gewählt wurde. Der Unternehmer und Schornsteinfegermeister, der zwischen 2002 und 2011 mit einem Ford Escort RS 2000 Bergrennen fuhr, übernahm das Amt des Referenten für Technik und Verkehr. DASS Paul Sieljes beim diesjährigen 50. Osnabrücker ADAC Bergrennen Anfang August, wohl der erste Niederländer sein wird, der bei einem Bergrennen in der Formel 3000-Klasse antritt. Der Mann aus Groningen hat sich für das Wochenende des 5. und 6. August beim italienischen Team CMS Racing Cars von Enrico Casalini eingemietet und wird einen Lola Judd V8 pilotieren. Besucher des letztjährigen Bergrennens in Borgloh kennen Paul Sieljes noch mit seinem Opel Speedster Turbo. Nach einer ersten Kontaktaufnahme von „Macher“ Bernd […]

Racing Experience zieht es in die LMP3

4. März 2017

Nach reiflichen Überlegungen bezüglich der anstehenden Rennsaison 2017 hat sich der Luxemburger Team Rennstall Racing Experience letztendlich für den Kauf eines Ligier JS P3 entschieden, ein Fahrzeug, das dem internationalen Reglement der LMP3-Klasse entspricht, die insbesondere in der European Le Mans Series zum Einsatz kommt. Der von den Ingenieuren von Onroak Automotive entwickelte, Anfang 2016 gebaute geschlossene Sportprototyp wird von einem 5-Liter-V8-Nissan-Motor mit 420 PS angetrieben. „Für uns bedeutet dies eine komplett neue Herausforderung und bietet uns zugleich die Möglichkeit, uns ein zweites Standbein neben unserem bestehenden Fuhrpark mit den beiden Dallara GP2 zu schaffen, die wir während der Winterpause hinsichtlich möglicher Einsätze bei dem einen oder anderen Rennen der BOSS GP-Serie oder bei Testtagen für Kundenfahrer/-teams von Grund auf überholt haben.“, erklärt Teamchef Christian Hauser. „Um es uns zu erlauben, erste Erfahrungen mit dieser Art von Rennfahrzeug zu sammeln, haben wir uns entschieden, die niederländische Rennserie „GT & Prototype Challenge“ zu bestreiten, welche sechs Rennwochenenden vorsieht mit jeweils zwei Rennen über eine Stunde plus eine Runde mit Fahrerwechsel, jeweils eines am Samstag und eines am Sonntag. Dies wird es gegebenenfalls meinen beiden Söhnen David und Gary erlauben, sich am Lenkrad abzuwechseln, aber auch das Team durch Kundenfahrer zu verstärken. Da sämtliche Rennen in den Niederlanden (Assen, Zandvoort) und Belgien (Spa-Francorchamps, Zolder) auf sehr schönen Rennstrecken stattfinden, die wir bestens kennen, werden auch die Anreisewege wesentlich kürzer sein, als wir das die vergangenen Jahre gewohnt waren. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass wir von Fall zu Fall und je nach Interesse unserer Kunden sporadische Einsätze in ähnlichen Rennserien in unseren Rennkalender aufnehmen werden, all dies mit Blick auf ein mittelfristiges Engagement in der European Le Mans Series (ELMS).“ ährend für den jüngeren der beiden Hauser-Brüder Gary, der Anfang April 25 wird, die Umstellung nach seinen 14 Rennsiegen in den vergangenen fünf Jahren mit dem Dallara GP2 in der BOSS GP-Serie (mit dem Meistertitel 2013 und der Vize-Meisterschaft 2014, sowie immer noch dem offiziellen Rundenrekord der italienischen Mugello-Rennstrecke) die Umstellung weniger tiefgreifend sein wird, findet David (27) nach 7 Rennsaisons im Bergrennsport (mit u.a. zwei Luxemburger Meistertiteln 2013 und 2016, Gesamtsiegen in Eschdorf (3x), Homburg (2x) und Wolsfeld, vor allem aber einem 5; Gesamtrang in der Berg-Europameisterschaft 2015 mit mehreren Gruppensiegen und zahlreichen Podestplätzen) den Weg zurück auf die Rundstrecke: „Ich wäre sehr gerne wie 2015 erneut eine komplette Berg-EM-Saison gefahren, doch leider erlauben es mir meine neuen beruflichen Verpflichtungen im Augenblick […]

Italiener schicken Picchio C4 zum Pikes Peak

3. März 2017

Eigentlich hatte man nach der vollständigen Asphaltierung der fast genau 20 km langen Steigungsstrecke auf den Pikes Peak mit einem, zumindest, kleinen Ansturm der europäischen Bergspezialisten auf das „Race to  the Cloud“ in den USA gerechnet. Nach der lückenlosen Fertigstellung des schwarzen Asphaltbands im August 2011 steht am letzten Juni-Wochenende diesen Jahres der sechste Pikes Peak International Hillclimb auf diesem Belag an. Inzwischen wurde die Einschreibeliste geschlossen und unter den 97 Teilnehmern (64 Autos / 33 Motorräder) befinden sich gerade einmal sechs Europäer im Automobilbereich. Namen wie Simone Faggioli oder Christian Merli suchte man bislang vergebens in den Starterlisten. Dies ist auch in 2017 der Fall. Doch wenigstens ein Auto aus der Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) wird die Reise über den großen Teich antreten um in der Unlimited Division den Berg der Berge zu bezwingen. Der im April 2016 vorgestellte Picchio Alfa Romeo C4 den Marco Gramenzi bei einigen Bergrennen in Italien pilotierte, wird am Pikes Peak jedoch von seinem Landsmann Mirko Venturi, dem amtierenden Meister der Italienischen Grand Tourismo Super GT3-Rundstreckenserie, pilotiert.

Werkstatt-Report # 21: Tom Strasser und sein Scirocco wieder fit

2. März 2017

Der Neuaufbau und die Unfallschadenbeseitigung am VW Minichberger Scirocco 16V von Tom Strasser, schreitet sehr gut voran. Nach dem Crash beim letztjährigen Bergrennen in Eichenbühl, war das ehemalige KW Berg-Cup Gesamtsiegerfahrzeug, das im Salzburger Land eine neue Heimat gefunden hat, ganz schön mitgenommen. Die neuen Teile an der Front und auch der Unterboden sind soweit hergestellt und wurden auch bereits erfolgreich angepasst. Danach standen die Lackierarbeiten auf dem Programm, bevor kürzlich der 2-Liter VW-Motor wieder seinen angestammten Platz unter der Motorhaube fand. Für Thomas und seinem Team wird auch in der Saison 2017 das Hauptaugenmerk im KW Berg-Cup liegen, wo man mit dem Boliden an den Start gehen wird.

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